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gelegenheiten fremder Glaubrnsgenossen den Was zu erlassen, diese Ewerssche Ausgabe der Lutherischen Schrift Z? gedach- tem Zwecke in allen Protestamischen Schulen des msischen Reichs einzuführen. . _ ' - ' Da es bekannt ist, daß die Kaltriücken décezemgen ihrer Glaubensgenoffen, “die zur Christlichen Religcowübergehen wollen, ihrer sämmtlichen Habe und sogar der nothdürftrgsten „Kleidungsstücke berauben, 10 ist auf Antrag des Ministers des Innern ein allerhöchsk bestätigter Beschluß des Miyifter- Comité dahin erfolgt, daß jeder Kalmricken-Familie, dre fick) taufen läßt und |ck.an Kronländereien niederlassen will, 30 Dessätinen Landes mik zehnjähriger Abgaben-Freihetc ange- wiesen werden sollen; ferner soll zur__ ersten Einrichtung jeder Familien-Vater unter den Kalmücker der. sich xgufrri laßt, 50 Rubel, jeder Unverheirathete 25 Ubel _erlgalten. » „ Am 22sten d. M. ist der Türkische Geiandte Nedshib- Suleiman-C'fendi mit-semem Gefolge von hier nach Odessa
abgereist.“ ,- Frankreich. _
Pari8/26. Mai. Ihre. Sicilian'ische O)?a;e|_äten- wer- den übermvrgen *aus Compidgne hier zurück erwartet. „ * Im Palais-royal werden Vorbereitungen zu einem» großen-Feste getroffen, das der Herzog von Orleans Ihren Sicilianischen Majestäten am 31. d. M. zu geben beabsich- tigt. Der Garten des Palais wird giänzeud erleuchxec und; von-Mitternacht an für _das größere Publikum genhldffen e n. “* * sy Der Drapéau blanc und nach ihm„mehre.re__gjxderr Bläcver enthielten vor einigen Tagen ein Gedicht, das 'der Her og „von Bordeaux demKöni'ge von Neapel zu dessen Qe- w'ilk ommnung hergesagc haben sollte. Der Mdntcéur tß “ zu der Erklärurig ermächtigt worden, daß der Herzog derglei-
ch*en Verse seinem erwachten Großvater weder xhergesagt, noch L_
Überreicht habe. , - Folgendes find die vier leßten telegraphijchen Deprschen
des Admirals Duperré an den See-Minjster (deren _wesetix- licher Inhalt unsern hiesigen Lesern bereits in der Nachschrtsk zam gestrigen Blatte der Staats-Z'eitung gemeldet worden ist): ' „Toulon, 24. Mai 1830 Abends." Die Flotte wird fortwährend von einem frischen Osk- Süd-Osthinde zurückgehalten, und die Witterung auf offe- nem 'Meere ist schlecht.“ -
„Toulon, 25. Mai Nachmittags ?ck...th * Der Wind hat Umgeschlagen: er wrhr ans Westerz, "“I-„ .die Flotte. schickt sich an, die Anker za lichten.“ * ;
„Toulon, 25. Mäi 3? Uhr.
'Ein THM“ der Flottille befindet sich uncer “Segélz' bei eié
rm etre men elinden West-Winde.“ , „ Wm g h x,!,Toulon, “25- Mai 5 Uhr Abends. Die Flotte "ist unter Segel, mit Aussicht auf grites “Wetter.“ , . . . . In dem ganzen nördlichen Frankreich dauern leider die Feuersbrünste ununterbrochen fort. , Das, in Courbevoie „stehende vierte Girrde-Jnfanterie-Regiment :| gestern nach aön au ebro etr. - ) . ; € In f?rieth'en' „Blättern liest man folgeriden Artikel: „Die .Gesandten der großen Mäehte in Paris haben dem “Fürjken von Polignar ' e'irre'Note ziberretcht , worm fie Na- mens ihrer resp. Höfe dem Prinzip der Expedition tzach Al,.- * ier- beipftichren, :,ohne jedoch auf drn Plan einer“ Niederlas- Yung an'der Afrikanischen Küste einzugehen. Sekbsi Ruß- land" s eint- einer solchen Absicht nicht mehr so günstig„ als * man so ches Anfangs glaubte; dergestalt daß selbst' in diesem Augenblick noch durchaus keine Grupdlage für den Fall fest- steht, ""daß die Expedition einen günstigen ErfolZzhaben sollte;,“ Die -Meldung* einer hiesigen “Zeitun , daß in ezug auf die.- en Gegenstand hier bereits Unter andlungen zwixchen den epräsen'tanten drr “großrti Mächte gepflogen würden, wird von der Gazette für voreilig erklärt. . * „Aus Toulon wird vom 20sten d. geschrieben: „Das
Blokade-Geschwader bewacht Algier forcwä rend auf das
Sorgfälti- e. Alle “Gerüchte über angebliche endungen von Pulver,; „ en und Raketen, welche von England ausge,-
auf, seine Streitkräfte und ,au Allah's Beistand; aber die"
Bevölkerung Algiers sehr. mit Besorgniß der großen Kata-
strophe entge. en“. .Die Vernichtung der in Algier beFindlichen;
8000 Türki ti, Iaüitschären wird eine unvermeidliche Folge
ZZZ TranjdfisMn Expedition „seyn. - Einem Schreibén aus,- a
du ,vom 14te'n d. M. zufolge, ist dort eine Nord-Ame- rikanisch'edus' Algier kommende Fregatte eingelaufen, an de-
ren Bord sich 'die Familie der Konsuln der Vereinigten Staa; - ten, Spanienslund' Dänemarks befanden., Die „Konsuln selbsd]
hgtten .“ in' Algier Hz'kr-rrückbleiben 'müfsM-Üx
Der Temps, enthält unter der Ueberschrift: „Von den gefallenen und wiedererstandenen Ministern“ einen Auf- saß, worin es unter Anderm heißt: „In einer bürgerlichen Geselljchaft, die noch im Fortschreicen begriffen ist und *jede rückgängige Bewegung , welche die Staatsgewalt in ihr _er- vorbringen will, mit unüberwindlicher Kraft zurückweisr, du- nen, sich abgetretene Minister nicht kleinlicher bezeigen, als. wenn se fick) bemühen , dies oder jenes Portefeuille wieder zu erhaschen. Wie_läßt fich-annelmen , daß sie während ih-
.. rer Zurückgezogenheic „von den taatsgeschäften klüger ge,» ..
worden sind,_ da Fe nicht einmal die Ursache ihres Falls be- riffen hacken? Nan höre sie Alle, von Necker an; Wie
schreiben ihren Sturz den Hof-Zntriguen, der Parteiwuth,
der Eifersucht“ zu; sie radeln das Benehmen ihrer Nachfol-
' ger und verkündigen laut, daß fie Alles thun würden, wenn sie
wieder an's Ruder kämen. Man leiht ihnen Grhör, weil rs," wenn auch anker. ihrer Verwaltung Alles schlecht gegan- gen, nichr besser geworden ist, seitdem sie nicht mehr Mini- ster sind, und zuletzt giebt man ihnenauf's Neue ein Porte- feuille. Man glaube aber ja nicht, daß sie in- der Zwischen; zeit darüber nachgedacht, haben, wie sie,;die Hinderniss, die sie bei ihrer ersten Verwaltung erfuhren, beseitigen können; eben„ so wenig treten sie mit einem reiflicf) durchdachten Plane wieder“ ein. Ein Portefeuille war eine fixe'Zdee bei ihnen, und erst
"nachdem,!"re diese realisirc haben, bemerken sie, daß die Uebel-"
stände dieselben geblieben sind. Wenn _dies schon einem verdienstvollexi Manne, wie Necker, der “das, Wohl'Frank- reichs aufrichtig wollte, begegnete, wie wird esdaxm voilends Herrn von Poyronnet ergehen? „Wer könnte, wohl kluge Vorschläge von einem Manne erwarten“, der semr Mußezetl dazu angewandt hac, in einem Journale die Mit den Be- dürfnissen Frankreichs unverträglichsken Grundsäizdzu-enr- wickeln? ZedenTag wird ihn der Premier-OJTtntsker ern dir von ihm gemachten Versprechungen mahnen , und mcc.]edem: Tage, an welchem diese Versprechungen nicht in Erfüllung gehen, wird Herr von Peyronnet in der Metnurig des Pre- mier-"Miniskers und der Faktion, der der den Steg zugesagt harre, sinkrn. “_Seirte Coterie, mit der er dyrcs) seine neue“ Erhebung zerfallen ist, “wird sich über die. mdermffe, auf- die er stoßen wird, freuen und ihm selbst erlegenheiten zu
' bereiken suchen. 9)?“ dem Verluste seiner „Stößen wird ihm
auch der Much sinken, und so wird Frankreich ihn, von den Seinigen mehr 'der“ Furchtxamkcit als der „Atrmgßrxng ange- „Yklägx, fallen seHen. Es“ ist den unfähigen Köpfen ctgenthüm-
“li , daß sie" tiicht wissen, weis UnfäHigke-it isi“. Man lese“
-d“ O.Udi'idienne. Auch Herr von Villdle' hqt iti seiner länd- lichen Zurückgezogenheic nicht Über die Gefahr nachge-
dacht,". sich, in einem Repräsentativ-Staate lediglich" auf?
die Verschlagenheic des eigenen Geistes „zu verlassen;
._eberi so wenig erkennt er die von ihm begangenen Fehler, noch denke er darüber nach, wie er es besser machen könnte,; wenn er “sein Porteferxille wieder erhielte. SeinBlatc lobt„
ihn täglich wegen Maaßregeln, welche Frankreich, getadelc
' ohe Bildsäulr für das Genie des errn isdn Villdle noch ange nicht hoch genug 1eyn. Dur) wen ifi rr gefalletz? Rur durch ,diexDefcction. Wenn aber Hr. v. Villele, der Pitt
nicht vorausgesehen hac? I| man-ein kluger Staatsmrmn, wenn man das einzige Hinderni-ß, an dem man scheitern kann, nicht-vorar'iszusehen oder zB beseitigen vermag? Durch ' Hof-Intriguen, Parteiwuth und efecciqnen kann sic!).ein ge-
", jeder gefallene „Miniser,“ “der MM einfieht, daß sein Fehler
darchun “wird. ' Gegenwärtig kämplft- die. Kraft des. _errn Peyronnec mit der Kraft, der Wä)ler
Mini er-wUrde s.ch“oné einmaivon den Wählern 'zurück'géwie-* sen, askid sie werden sich daher“ seiner LetUmg nichc willsgFÜ- gen. Dies ist ein'Vorcheil fürdie Wähler„ den se unterx
augen seyn ollten, snd “unge ründet. Der. Dey vertraut“ Herrli von. Montbel nicht hatten, und darin besteht auch 'der-„
“,x-einzige Unterschied zwischen dem Ministerium des 8“- August
.Und dem des 19. Mai.“ .
unwiderrufiick) beschlossen habe , aus _dem “i_nisker-Rat aus- zuscheiden“; doch“ spricht man nicht mehr von * errn- Udon |als seinem chhfolger, sondernjvon Herrn v n-
' "rä ekcen-Wechsels) warten *weichexdie,Gazetke_thke darw- Zxfifnden “ hoffte, und die jréc,_ nch) der Abreise “des OW“.
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nach Compid ne, vor dem nächsten Montage nicht zgxerlvar- erren von Berner und - “Staats-Ra'ch entscheidet 'nichts. verdient “indeß bemerkt zu werden, daß “dieser Letztere der_“inxiige „ errn von Villéle war ;,“ sollte. er diesetijver- ra'then haben, oder ihm bloß den Weg ms Ministerium bah- nen wollen? Man „möchte fast das, Lefzteregsa-tzben, denn seit gestern Abend verfährt die Gazette „etwas gelmdrrmic dem Ministeririm des "19; Mat;__ste macht. ihm „sogar etmge Avan- cen und zeigt sich gexirigt, 'auf die chr etwa einzugehen. große Uncrrhandlyng im Werke. * versichert man, daß dte*Mt_m|er des Innern rind der öffent- .lichen Bauten sich über dir 'Thetlung threr'rejp. Ministerien nichc-einigrn können. Als H “rium der öffentlichen Bauten einführte,-wußte er wahrscheim lich nicht, daß die Kommunal- und Departemenral-Verwal- ' ergnissen des Ministers des Innern Wie nun also der Baron Capelle an diesen Verwal-' and'anlegen wollte, widersetzte sich Auch hinsichtlich des Brück Chaussee-Baus sollen noch einige Differeuzien-obwalten. Ge- lingt es dem Minisker des Innern noch, sich auch diesen'Ver- walkungs-Zweig zu sichern, so bleibt "dem Baron C als dir" Straßen;Verschönerungen und das "wem: anders ihm Herr Mangin nicht die "tig ma-cht.“ _ . , Aus der gestrigen Erklärung der Quotidienne, «auf Herrn von Villdle, zieht die Gazec ce «Schluß, daß -jenes Blatt“ „Die Quotidienne“, äußert warUmste früher gegen »treten ist, weil nämlich" dieser Staa wit Recht oder Unrerhr - ein vo des System ausdrückt. 'von Villdle nie ein“ anderes war, * das den Gedanken de “wortlichkeit m fick) schließt, so muß e „absoluten Monarchie seyn, ' dienne Herrn Lon Vélldle von *;ten ausschließt. “.man diesem Minister vorwirfk, “unserer jetzigen Regierungsfor Gewalt oder" An den Linné!“ T E . , , „ u“ den ages- erüchten elört ;.ronnet dieqPräfekrur des SZitTe-Ö Schwiegerjohn, den Marquis von D ,die Polizei-Präfektnr dem Baron «diesem aber verschmäht worden "sey. g von Mortemart,
n dür ten. Der Eintritt _derH
ainnevélle in den
Vertraute des H
_ö nenden Vorschläge
ONittlerweile
err v. Polignac das Ministe-
geseßlich zu den
ihm der
]tungs-Ztveig H en ; und
Graf von Peyrotmec.
«pelle nichts Uncer ,- Wegea'mr, se Branchen strei-
in Bezug de France den sich zum Absolutismus hinneige. sie, „erklärt uns endlich das Ge- Herrn von Villdle aufge- tsmann _ gleichviel'r-b n dem ihrigeti_abrveichen- as System des Hrn. als das der constitukionnel- r ministerielsen Verant- s wohl ein Gedanke der" der in den Augen der O.Uoki- drn öffentlichen Angelegenhei- 1 Unrechr seltsamer Art, das daß er „„nur außerhalb der Sphäre m von Träumern der absoluten»? Volksherrschast angegriffen wcr-
daß der Graf von Pey- epartemenks. für seinen alon, verlange, und daß Dudon angetragen, von
heimniß,'
'Da nun aber d
“len Monarchir,
hängrrn der,
. . - . “ diesseitiger Botschafter am ;Kdiserl; Ruit?! Hose, ,ist gestern Abend aus St. Peters,- .burg hier eingetroffen “
Der Graf Matus “Audienz beim Kö London ab.
Ein gestriges Normandie verhee dortigen Landl'eute, erbittert darübe ewesene Brandstifter aus freien Fuß gesetzt worden gen Individuen vergriffen hätten gegen ste abgefertigt" geha ätid'en zu befreie en, um fich selb " „Alle diese ,',sind falsch/ Kein. Brandstifter iduum, dem Neue festgenom iefer't worden. Truppen
Herr Mi e
uvördersk na macht andung der *:varin, Um de „ung in Kenntnéß egenheit benußen, n er begiebt fich soda-ti wo aus* er die-Reise n
zewicz harre vorgestern cine Privac-
[at. Diesdm Blatts „zufolge würde eine sechs Ellen“ _ er. reist morgen oder übermorgen nach
*,- -.-*,« “"*“-(:*-
Abétidblatc hatte
in Beu au die die renden Feuersbrüt zg f
rfte geäußert, daß die r, daß Mehrere bereits unbekannten Gründen. wären , sich selbst an , “und daß die Trup- bt hätte, um die Ver- 11, sch ihrer Waffen vdr der Wuth
* ehauptungen,“ sagt wenn iiicht in böslicher ist freigegeben worden. es gelungen war, 'zu entwi- men und den Händen der Die an Ort__ und Stelle haben durchaus keinen Anlaß" gehabt, hrer eigenen Vertheidigung zu bedienen.“ welcher bekanntlich eine Reise nachdem ist qm 25. auf der „Brigg „le Loiret“ r unter Segel gegan en." Nach der“ pen begiebr fich dieses [ Rign von der erfolgten Ausschif-
err Mjchaud wird diese Ge- ische Uferland zu, besichtigen; |“ankinopel, von
. ; » »,;- A-xx *,“ ;“ &». .;YxI-Z-S- ÖH» “.F.-„MN „. „,., * .
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Frankreichs, wenn inan seinem “Blcztte glauben will, nur- durch die Defertion fallen konnte, wre kommt es, daß er es _
"verhaftet _ wieder an “verdächri -ie““ mcm steten “ au_s tren “bedienen "mü - .andleute
*" fallenes Ministerium niemals, rechtfertigen, und heukzutage i|„
' 'zu séhü en. _.heure der MonitFur, Absicht verbreitet.
Ein ' einziges Indiv
darin bestand, daß er dieBedürfniffeTmzd den GeiskY-der Ge- sellschaft verkannte, ein Träumer, drr br: seinem zweiten Eiw- -;tritte ins Ministerium 'seine Unfähigkeit nur noch glänzender '_
Frankreichs. . ieser? t“ k 't üb [ : er r Jöefin'dlichgen _ e “
*, m Con itu'tionnel liest wan“ Folgendes: „Man; i ? hält “Zs noch imskner für ausgemacht, daß err vou Monrbel: s ck ff kack) U_ eßen. m-das Griech Smyrna nach Kon 'usalem» antritt.
gelaufette„Sckiff ,“,l'H'eürertse Unis,:i“
Vitzrokiesw1
Der Moniteur' läßt noch" auf die Verordnungetj. (wegen eines ' "ach Jer
zufolge die von den, beiden Kommissarieri der ran“ ! ett Regierung, Bardi; Pichon und Monica,; eröffXerenéöLTYer- hrandlu-nrn met dieser Republik durch die Unterzeichnung des lang. errhntxn “Handels-Vertrages gekrönt worden “waren.; Gleichzeitig ist auch der _Zahlungs-Modus der, Frankreich än“- noch schuldigen Ent'schädtgungs-Summe regulirt worden.
' - Ein von der Allgemeinen Zeitun mit rtfeiltes Schreiben. *aus Paris vom 16. Mai enthälc ?n BTzuzq auf die Expe'dttidn gegen Algier, und insbesondere auf die*(ver- schiedenxlich m den, öffenclichen Blättern besprochenen) zwi1“chen ' Frankreich und dem Pascha von Aegypten, wegen einer Mit; wcrkuug des Letzteren bei jener Expedition, angeblich siatt gefundenrn Unterhandlurigen, folgendes osficiekle Schreibrn, welches bon dem Frayzöstjchen Gesandten zu Madrid an dsn dpr*tige__n-O_)2itii|er gerichtet worden seynsoll: „Mein Herr,.ick) bm von ,der Regierurig des Königs ermächtigt, Ihnen folgende, vertraulechr Mic_clwilung zu machen: Seit Frankreich ,.seiim' Verbindungen. mac Algier anknüpfce, hat es von Skiken dir- ser Regent1chafc rmx Reihe von ungeeigneten Schritten," Verielxungerr der Trakcare und BeleidigUngen erfai)ren,'dir? endlch zu emem offenen Bruchs fÜht'ket'z. Die Regierréüg des König; hoffte, der Dey würde unverzügl2ch eine ange- messene Genugthirung *geben; sie trieb ihre Langmrtl) sv- wett, als es rmr tmmrr ihre Würde erlaubte, und bCschTÜUÜL mehr als zwe: Jahrr lang die Feindseligkeiten auf eine bloße - Blokade der Aigierasthen Seehäfen. Diese thonung diente aber, nur dazu„ de_m Stolz des Days noch mehr zu steigern. Er betrachtete unjre Nachgiebigkeit als Schwäche, .blieb ge- gen alle Ermahnungeti raub, und n'ircbdem er uns den Wünsch gusgedrückc hatte, nur dem Kommandanten unsrer Eskädre nz Unterhandlmig zu treten, lirß er arif unser Parlamencairé schtff feuern, als Hr. v. Labretonniere, der str!) a'uf demsej- de_n bvefand, jich, nachdem er die Unmöglichkeit eingesehen, mti einer solchen Regierung zu einer friedlicher: Ausgleichung- zu kommrn, ans'dcm Hafen entfernen wollte. Es blieb demnaxch Sr.]Majcsräc keitr anderer Ausweg Übrig, als von “drr O):_achc (Gebrauch zu machen„ welche di'e_Vorsel)ung in «xherHände geiegc hat, um die' Würde Ihrer Krone und dxeyxxucereffen Ihres Volks zU sichcrn. Bei Erwägung der Gründeygberz welcde die Barbaresken-Staaten den chrtstli- cke_n MäMen an die Hand geb-m, haben Se. Majestät'einx gexsßezxMUß- man deren Ursprgng nicbt ctwa in zufälligen U,.Ud _drzjderxz_shetrdenUmständen,. sondern i::“eine'r forkdaurmx- ÖW kkachéx Hle beständig tract; Erneuerung derselben Wir- kungen ßrcbwmder Beschaffendeir dieser Regierungen selbst“, *."' den (Hrgndjäkzen undUeberlirferungen suchen muß, die sich innig um _ihrer Orgamjation verbunden haben, gleichsam das Wesen derselben ausmachen und, wie rs scheint, nicht mehr da- von getrennt werden können. Diese Betrachtungen [)abe'n Se;
"“Majcstär anf den Gedanken geführt, daß eine Zücl)tigung,'
wie sie Algier zu verschiedenemnalen "von den riili en J)?ächké_i1, vsrmdge einer bloßen See-C'xpcdicion erfaYrexi Kik, nur, wie xnan jo häufig gesehen, eine trügerische Genugtyux ung herbeiführen könnte, der kurz darauf wieder die 'Wer-.' letzung der eingegangenen Verpflichtungen und neu? Aus- schwefoUgen von Seiten des Dey's folgen möcht'en. Der König gab dahrr den Gedanken auf, fich nur auf eine Prix? vatrachr durch eines vorübergehende und augenblickliche Bex" strafung zuzbeschratzken; er nahm ficlxvor, in Algier definitiv- den Hauptjchlupswmkel' der Seeräubrrei-zu zerstören und) durch diese Maaßrxgel «dazu beizutragen, Europa" von. dent Ungemach zu befrrten, dem. es-durck) den züg'ellosen Bestand vdn Staaten unterworfen (sk, die den übrigen Völkern" keine“ Garantie darbiecen , als er von Seiten des Viceköni s vdn Ysgypken eiiien“ Vorschlag-erhielr, den *er mir “seinen nfich-J ten zu sehr im Einklange fand, als daß er ihn hätt'? WWW" s?“ können..- Mehemed Ali ließ nämlich Sr. Majestät an- bieten, die erstöru-ng _der Barbaresken-Regierungen zu bewerk- stelligen, dajrlbst eine regelmäßige den gegenwärxigenzSt'aatsx. verhältnlffen [angrmess'cnkOrganisation einzuführen," die-Ver-_. waltung, dxrsrlhen unter der Souveraine'cät der Pforte darm. selbst zu übernehmen und in diese sonst so reichen UNd?-
blühender,- F?r aber so elenden und un'tvirtbbaren “Läuse“
der KW", ivilisation-und freien Völkerverkehr zurück;. - zuführen. Der König war uni so ge'nefg'ter, diesemGedankenÜ des _Vtcekömgx von Aegypten beizustimmen, als" der Dey; vok"1Tkkp-Flis ebenfalls durch eine unerhörte_ Neiße von. Verläumduysgew rind ungeeigneten Schritten _den "Franzö/ stich „Kon ul gezwungen "hatte, seinen Posten "u ber?)
mssss.W*-=sczynd?die Bestrafung von Algier sich s bst vo-rzubex;
_la-ssen. YS"?- Majesiät meinten aber, es würde Für," :“ ange- e,
hat Briefe aus Haiti »d“
is' zum 8. *April mitgebracht, denen
lalceti“ gtrdZdeZ' "Aegypcisch'ey "Mache nur die leichtern msd ?Mpkxx! zugleich näher gelegenen Eroberungen zr: Überlasse'n._