1830 / 166 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Thu, 17 Jun 1830 18:00:01 GMT) scan diff

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daß ““keinen solchen Schritc thun würde, itzdem er gegen keine der beiden kricgführenden Parkcien fcindielig “aufcrcxetx 1vol_le. Außerdem habe zwar auch noch eine Privatv-Korrezpondenz stattgefunden, worin -_manci)er zarte'Punkt, Wie es die datxia- ligen Umstände erheijchc hätten , berührt worden 'sey; diese

wären jedoch auch Von der Axt , daß die jesxige Publikation -

d'or Aktenftücke sehr leicht wieder unangenehme Erinnerun- gen von Seiten der Pforte in Bezug auf ihren ebemabgcn Gegner erwecken könnte, und darum sey es besser, 1olchx Papiere nicht vorzulegen. "Lord Palmerston nzandte zwar ein, daß dies nur in dem Fall:: recht gehandelr 1eyn wurde, wenn die'Pforce siegreich aus dem „Kampfe hervorgegangen wäre, und daß aus dem Schreiben des Herzogs von Welling,- ton nicht hervvrgebe, was England versprochen habe, zu chm), wenn die Pforte von Rußland gch geschlagcn werbe; Sir Robert Peel versicherte jedoch, daß alle MiktbeilUn- gen , *die damals an die Pforte gemach „worden, dar;.- auf Yinansgegangen wären, daß sie, sich k'cme Rsclxiuxig auf (.nglands Beistand machen d:";rfe, und-dabir von NUN“ Seite kein besonderes Zntereffe vorhanden sey, bie Vorle UUg der “Papiere zu fordern. Dor Ul'spküi'zßliä)? ?lntrag bes Yen. Huskisson wurde darauf genehmigt, tmcbbcxm dieser sich ' _eneigt bewiesen hatte, auf das erwähnte Schreebct2 des Rats,- Éfendi nicht “bestehen zu wollen. Ein Aiift'ag des Herrn O'Connell in Betreff der Kircbsn-Verwaltuwg in It'liitid, ward nachgehends von„141 Legen 17 Scimmcn verwobferi; Über einen andern des Sir“ LL). Wethercll in Bekreff des

Kan («“-Gerichts wurde die DiSkusfion (Um 3 Ubr 'Morgcns),

bis ienftag vertagt.

London, 12. Juni. Zu den lebten drci Tag-s'n' sind über den Gesundheits-Zustand bes Köiiigs folgende wie ge- wöhnlich unterzeichnete Bülseténs evscbiencn:

' „Schloß Witibsor, .“Zuni. ' "Der König hatte eine unruhige Nashi, bcfinbcc sick) aber in anderer Hinsicht beffer-als gestern.“ ' „SchloßWindsor,10.Jimi.

Der König empfcmd wixniger Bischwcrben bsim Akbcm-

lolen als, gestern, und hat die Nacbr iU ZWésÉMTWÜUUWU Ze,-

chlafen.“ . ' „Schloß Windsor, 11. Zum, . Dem Könige war gesrsrn das Arbcmboxcxi ckwas weni-

er beschwerlich geworben; Se. MIZUNO (;ck;ko eixxe gute„j Z? - dicmensland Zefénglich hier eingebracht worden.

acki. ZDU' Courier theilr aus vcrscbisbcxxon bicsigen B-[äkcern nähere Umskände über des Königs Befinden mir, tiatzientlixk) giebt' derselbe aus einem D32orgcnblaxcc Folgxiibcb: „2le OW „_?erzogin von Glouccsxev und bis Pritzzejzseti Lingxiße am Okontage den König bexucbtcn, hatte Dcrjcibe x_elbß jo ipexitg Hoffnuug, sie in dieser Welk wiederzusehen, daß; Cr es. tbneii sagte und mir den Worken: „„Sotc scgme EUCH BSOE!"- vielleicbc sehen wir uus in dieser Welk noch wieder -- jedoch 7- Gott segne Euch - Leber wobl!“/_/ den rührendscxn Ab- schied von ibxu'n nahm.“ -- FSME? lissk man, dem Courier ufdlge, in der Brighton-Zeitixng: „Wie wir veruchmen, Zarte sich das äußere Ansehen des Königs bis zu den lebten “10 Tagen wenig verändert; Se. Majestäc kleideren sich wie ewöhnlich an und befanden sick) 'in ih_i'917 gswöhnlicbi'n Gei- Zesstimmung. Seitdem aber ist dxr König viel n1agerei'““ge- worden , und, wiewir mit Leidweien “bböcn, hat sich in den uiiteren „Theilenieines Körpers der kalte Brand eingestellt. [nter solchen Umständen “ist nicht mehr bis Rede von Wochen, Fondern von Tagen oder vielmehr von, Scinnden, und obgleich die unerwartete Stärke“ der Konstitution Sr. Majestät dcn unvermeidlichen Augenblick so außerordenilicf) verzögert hat, so kann xr , aller menschlichen Wabrscheinlichkeit nach , nicht lange mehr ausbleiben, ,wenn auch dazwischen “wieder leichtere Stunden" eit'it„recen.“_ ' ' , Am, leben DienstageFrüb begach ich dieMitgkieder des Trinity,- auses nacb Buxhy-Park zum 6,erzoge von Clarence, um dem elben seine Wieder-Erwählung als Meistsr dieser Körperschaft anzukündigen,“ worauf seine König! Hoheit den Amtsixid, leistete. Später trafen auch der Hek'zog und die „erzogin von Cumberland mit dem Prinzen Friedrich von [)MJM und dem _Pxinzen George von Cumberland in Bu-

;y; ark ein und wurden daselbkk, so wie die obencrwähn-

(ex: Mitglieder des Trinity-Hauses, mit einem Dejeuner be- m9tend. beehrt: der Prinz Friedrich von Preußen den Oeßerreixhischen Botschafter mit seiner Gegenwart bei einem

„.ii*;t_„tqZHMa "le, dem, nebst _me reren anderen Personen, auch der _ „riußiche, nnd der neue , usssche Gesandte“ beiwohnten. „„ [ _; . „Kaiser Wn'Rußland hat demLieutenan-t Keliy, der bei dem an derKüske von Ként'ftationirten Blokade-Geschwa-

vor Algier

ber angxstellcist, für seine bewerks'relligte Rettung der Mann,- 1chaft eines im Sommer vorigen Jahres ,bei Dungenxß ge-

srranbeten“ Russiscl)_cj1 Schiffes einen kosibaéen Brillantring und ]ebem Makroyen, 'der“ damals hü-lfreishe»Hand, geleistet, 5 Pfd. Sterk. zum Geschenk gemacht. '

„Die diesjährige Parlamenks-Seßion“, heißt “es im Courier, „nabe sicb augenscheinlich ihrem Sehl'uffe .und

dürfte wohl zu-denjen-i-gen Sessionen-gezählc werden, inbenen -

äußerst "wenig gethan wordenistX“ Die heutige Times will durch 'Pvivat-Briefe ans P-a r-t's

vom 0. Juni Abends erfahren haben, daß die Fran bsiche Re- gierung bereits im Besikze der Nachricht-von derLL

, . _ nkun'ft der Expedika vor Algier j-ey , jedoch Gründe habe, diese Nach- richt noch nicht bekannt werden 'zu lassen. -- Nach f?rneren OJTitchcilungen , welcbe jenes Biatt ebenfalls auf Privatwe- gen erhalten [)xeben will, find die Mannschaften der beiden eicbeiierten Französischen Kriegsschiffe von den die Kästen- bivachung versei)-enden Akgierern auf eine um barmberzige und schonungsloseWeise umgebracht worden. Die

Köpfe der unglüchlichen Franzosen wurden im Triumphe durch

ldieb chüklk getragen , wo das Ei'eigniß große Freude ervegr )(i en io . * Ztn Schlosse Belvoir (dem Hebzoge voti Ru'tland-gehö-

rig) befindet sich ein Stuhl von geschmaéévosler Bildhauer- Arbeit, -aus _ _ fblgenber Zn]chrisc auf 'der _Rücé'iiite: „Dieser Stuhl ist-aus

Holz von den Ebenen Wakerloo's verfercigt, mit

einem Skaxnme verfertigc, der als jeden Baum an Ruf über- tr-xffend betrachter werden muß, indem er Hinter der Meierei

von la Hays Saiixke sta-nd,*neben welcher der Herzogvon Weliixigton sick) währeii-d der -Schlacht von Wakerkxoo härifig aufhielt. Der Sramm wurde-von George Childers Esq. ge; kauft, der so gefällig war, dem Horzoge und der Zerzogin von Rucland so bist Holz abzulaffcn, is man ziir

gUUg bes Stuhles gebrauchte.“

ei“ ferti-

An Unserer Börse findet jekzk die“ Französische Renke sehr

viele Speculatioxi, und mehrere bebexxtendze Kapir-alisten sollen fich veratiiaszt gesebeti haben, ihre Etigliscben Stocks gegen die einen bei weircm größern Zins abwerfenden Franzöfischen Skaatöpapiere umzukanschn. „stand, daß die Rente jetzt einen Cours hat, wie sie ihn seit

Es isi namentlich der Um- vi_elen Jahren nicht hatxe , was unsere Spekalatiten veran- laßk, ibse Kgpitalic-n darm *auzUlegen.

Der bekazMe Diebeshcbler Ikey Solomons ist aus Van-

Qiiebekker Zeitungen bis zum 8. Mai geben sehr

gute Berixbke Über die Kolonie., Es sind dort neue Wege geöffnet WOWLU und mehrere neue Anlagen im Entstehen; die von Sälen der Canaba-Geseüschast zum Besten der Ein; wanderer getroffenen Maaßregxltq werden “sehr gelobt.

Der Pascha “von Acgypken hat die Ausfuhr von Alter-

thümerti verboten, weil-er selbst,.dem Verncéhmen nach, be- schlossen har , ein Antiken-OJTUseum aanlcgen. “Dem 'Briki- schen Generax-Konsul, Herrn Barker, isi znlckzr noch die Er- laubniß erlbeilc worden, zwei Spbinxe verjchiffen zu dürfen.

Deucschland. Mün chen , 10. Juni. Gestern Abend wurde uns das

Glück zu Theil, Se. Majestäk den König wieder hier an- kommen zu sehen. Die Bäder von Ischia und der Einfluß „de_s milden anliänischen Himmels haben mir H setzung, die Gesundheit des hochverebrten Moxiarcben vokl- - kommen gestärkt und befestigt.

ülfe deb Vor,-

T ü r k e ,i. Der Courrier de Smyrne, dessen neueste bis zum

16. Mai reichende Blätter uns so eben zugekommen sind) brixigt folgende Nachrichten: „Die von hier nach Ma_ neßa abgegangene Karawane ist drei Stunden von unserer & am 12ten 13. am "helien Teige von einer 70 bis 80 Mann ßarken “Räuberbande angefalke-n worden. Alle anren von Werth, so wie- das anze 'Geid,_ welches der Führer der Ka- rawane und die Rei'enden bet sich hatten, und das" man auf 40 -- 50,000 Piaf??? Sbschäbw wurden ihnen enommen. Zwei Türken, welrhe erntgen Widerskand leisten wolken, wur- den schwer verwundet und der Tarr'ar I sich der Karawane an “eschlossen hatte,“ gemißhanöelt und änz- lich, ausgepkün'dert.

niß'Zéer eingegangen war, fertigte der éascha' einen Tartaren; . an

Maaßregekn zu treffen, um die en abscheulichen" äuereéetr ein Ende zu machen, indem er t" m zugleich anzeigt?," daß «dk? Regierung ihn für die _ .

welche „an dem Wege nach Konstantinopel dJyrch1MS G,“ genden" kommen, verantwortlich mache“; er habe-bemgemäß

tadk

obalb die Nachricht von diesem reég-

ara Osman Oglu- mit dem "Befeh e ab, affe e_es neren

Sicher eit der Ha-itbels“-Couriere,

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ufsUf Pascha's/ der

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denselben eine starke Bedeckung mitzugeben. -- Diese Maaß- regel ist zwar geeignet, den_ Handelristand zu berubtgxn; es snd “jedoch kräftigere Schrttce nötbig, um zu verhindern, daß die Verbindungen mit KleinZLTfien nicht „länger gestört und mit Gefahren verbunden „smd. Dex: hiesige Gouvefr- n-eur und „Kara Osman Oglu werden gennß Alles , was'm ihren Kräften steht, thun, um dtxse Räuberba-nde zn vsmncb- ten, Die, dem Vernehmen naeh, m den Bergen von Nymfio

- haust und 4 ... 500 Mann, sämmtlich aus Moria vertrie-

bene Türken „ark ist.“ "- AadfchßxHalil-Efe11di , der hier die Funktionen eines

Konsuls von Aiqier in Smyrna versiehc und vor einigen Monaten nach Konstantinopelberufen wurde, um von da aus mit einem Auftrag nacb Algier zu gehen, ist arif einer Sardiniscb-en Brigg wieder in Smyrna angekommen. Seine Bemühungen , den Deyvon Algier zur Versöhnung geneigt zu stimmen, scheinen gänzlich gescheitert zu seyn; er hat Al- gier schon am 9. April verlassen, wurde aber von dem Fran- zösischen Blokade-Gescbwader zwei_Tage'aufge[)a[ten und ersi nach Vorzeigung der von Französichen Behörden unkerzcich- neten Papiere durchgelassen.

- Der Vice-Admiral von Rigny is? auf dem Linien,- schiffe „Conqucrant“ am 8. Mai von Smyrna abgesegelc; er begiebr |ck zunächst reach Athen und von da aus nack)

korea, wo er mit dim Englischen und dem Russi]'chen Admii'ale zusammentreffen wird, - -

-- Ans Kandien wird (ebenfalls im Courrier) ge- meldet: „Die Ruhe auf dieser Insel wird, allem Anscheine nach, sobald nichr wieder hei'Zesrellc werden. Als unlängst ein starkes Griechisches Corps bis unter die ONauern der Stadt Kandien vorrfickts, that eine Abtheilung der Garni- son einen Ausfall, mnringce die Griechen und machte 250 “Mann dersekbcn nieder. Diese Niederlage wird aber die Er- bitcerung der, Griechen nur noch steigern, und da sie von Griechenland- aus Geld-Untcrsküßungcti und Vkvsprechimgcn erhalten, so ist kein Emde des Kampfes abzusehen.“

Das Kanalisations--- System, oder kurze Uebersichc desjenigen, was in txeixeren Zeiten ziir Belebung des inneren und änßeren Verkehrs aufdem Festlandevon Euxopa durcb ver,- mehrke Wasser-Verbindungeu: _aejchehen isi“ und noch gescbeben soll. (Von einem Preußischen Vexeran.) . (Schluß.). -

In Frankreich, wwes bereits der Wasser-Vekbmdun- gen so viele giebt , ward durch den Kanal von St. Quen- tin die Somme mit der Sebelde verbunden, während von den beiden Kanälen von Bourgogne und von Mon- sieur, die? noch nicht ganz vollendet find, jener die Seine mit dem Rhein, dieser, vermittelst der Vereinigung des Doubs mit der Ill, den Rhein mit der Rhone verbin- den soll. Diesen letzteren Strom hat man bereits auf der- jenigen Strecke, die man ports (1a liböue zu benennen pflegt, aufzuräumen begonnen; allein da dies bisher nur von Sei; ten einiger Privat-Unternehmer geschah, so ist zu wünschen, “daß die Regierung ihrerseits zu einem ähnlichen Vorhaben schreiten und somit die Aufgabe der gänzlichen Schiffbau- machung der Rhone, zum Besten des als emeinen Handels- verkehrs und Bebufs der erbindung des übens mit dem Westen und Norden, löien möge.

Ueberschreiten wir die Pyrenäen, so erblicken wir auf jener in alten Zeiten so blühenden Iberischen Halbinsel zwar noch immer der Veranlassungeu mancherlei zur Recht- fertigung der Klagen Über ungünstige Zeiwn und Verhält- nisse, zumal physische und moralische Ereignisse ihre Finanzen -erschöpften. Deffenungeachtet versuchte es “Spanien seit ei,- niger Zeit den innern Verkehr dadurch“ einigermaßenwieder zu heben, daß es Cadix zu einem Freihafen erklärte , alte Straßen verbessern und neue anlegen ließ, während in Ar- ragon' die Arbeiten“ zu dem großen Ableitmrgs-Kanale von Fraga bereits begonnen haben an*d'die Anlage eines andern Kanals zu Mettzibar (Juen) beschlossen worden ist. De_sgleich'en hat noch kürzlich die Regierung ein Privile ium “Ul“ fünf Jahre zur DaMpfboot-Fahrt “t“vischcn Barce ona unb den Seekhäen von Palma uüd'HZZahon ertheilt.

Dagegen :“ das alte LU-"sit-a-nien noch “ein gährendes

Chaos, .das sich-ersk policischgeskälwn muß , bevor“ die den“

inanzen geschlagenen Wunden verharschen, und seh folglich ZKM? und „Gewerbe, besonders ab?? .-d_er innere und äu- ßere Verkehr, durch zweckdienliche Anlagen wiederum he- bey können. In Helv etien war man in neuerer Zeit und ist auch noch gegenwärtig bemüht, mehrere Alpenjoche im Verein mit Nach-

bar-Staaten fahrbar und folglich dem Verkehre zugänglicher als bisher zu machen, Flußbetten zu reguliren und die Com- muriicacion auf dreien der größten Seen des Landes durch Damyfjchiffe zu befördern. Denn leider fand bisher déi: patriotische Vorschlag des Herrn Ban uiers de Molin, den Rhein mit “dem “Genfersee und ?o'lglich auch mit der Rhone durch einen Kanalin Verbindung zu selzen, bei den hier am meisten betheiliÉten Kantos keinen Ein ang, weil es in diesem Föderativ- taate noch an hinrei endem Ge- meinsmn fehlt, welcher Mangel auch höchstwahrscheinlich An- laß war, daß mehrere gemeinnüxzige, entworfene und theilweise angednommene Konkordace gar bald verworfen oder aufxz'elösi wur en.

Herr de Molin_machte nämlich im Jahre 1825 der na- turforjchenden Geselljchaft zu La usann e die erske Mittheilung seines Pignes. Er schlug vor , den alten Kanal vonEntxe- roche zwijchen dem Genfersee und dem von Zverdyn schiffbar zu machen, und folglich jenes Becken durch die Seen von Neuchatel uud Biel und die Flüsse Thiel und Aar mit der Rhone zuverbinden. Hierdurch hätte man nicht

. nur eine Verbindung zwischen diesem lebteren Flusse und

dem Rheine mit der östlichen Schweiz, sondern noch obenein ein neues Belebungsmiccel für den Handel und den Ackerbau erzieli , ganz abgesehen von den mancherlei Neben,- vortheilcn, die daraus noch dem gesammten Föderativ-Staate erwachsen wären. Herr de Molin schlug die Kosten dieser, Uiiternehmung vorläufig auf 5 Millionen Schweizerfrankyn oder 7,500,000 Franzdjische Franks an, wovon die Zinsen zu 5 pCr. jährlich 250,000 Schweizer- oder 375,000 Französische Franks betragen haben würden , mid freilich auf die eine oder die andere Weise hätten gedeckt werden müssen. Her? de Molin hoffte aber die Hälfte dieser Kosten durch den Ertrag der aus einer ähnlichen Operation hervorgebenden Trockenle- gimg von etwa 15,000 Morgen moorigen Landes (dcn Mor- gen zu 40,000 Quadratsuß gerechnet), die auf diese Weise für den Ackerbau gewonnen worden wären und zu 3 Millionen Schweizer- oder 4! OJZiilionen Französische Franks abgeschälzr werden dürften , zu decken. Er war ferner der Meinung, daß der Ertrag der Transico-Zölle mehr als binrcichend gewe- sen wäre, die noch fehlende Summe zu decken.

Es steht zu erwarten, daß es Herrn de Molin „noch geiingen werde, die ihm bisher gemachten , wie mir scheint, nur leichten Einwendungen zu beseitigen; allein noch mehr ist zu wünschen, daß sein patriotisch Vorschlag zum" Besten seines Vaterlandes und der dabei bethsiligtcn Staaten ins Leben gerufen werde. '

Richter man die Blick: “nach der trausalpinischen Halbinsel, so gewahrt man in dem oberen tmd mittleren Tbcile dieses Landes des Ueberfsusscs, worin sich die verschieden- artégften Interessen kreuzen, außer jenen bereits oben ange,- führten Kunststraßen, welche durch hohe Alpenketten ge- trennte Länder verbinden, keine neuen Unternehmungen zur Beförderung des c'tmernVerkehrs, es sey" denn, daß man die Wiedergeburt Venedigs dazu rechnen wollte; denn daß die Erhebung dieses Plaßes zum Freihafen als eine so!- che betrachtet werden kann, ist wohl aus dem Grundezu be; hanpten, weil dieser Hafen dadurch dem Untergange auf ge.- raume Zeit etu'zogen wird , abgesehen von dem Segen, den er dereinst beim Aufbläben des neuen Griechischen Staats und des überseeischen Asiatischen und Afrikani1chen Handels (falls nämlich durch die Vernichtung der Raubst-aaten die Kultur an jener fruchtbaren Nordafrikm1ischewKü§|e von neuem geweckt würde) mittelbar über-eénen_Theil Hesperiens zu verbreiten verspricht. -- Jm Neapoli-tanischen- find- dessenungeachte»; , daß in Folge früherer politischen Erxignifse die finanzieU'en Mittel des Landes noch (Mf lark e. Zett nieht unbedeutend in Anspruch genommen „werden, etc etwa 2:- Jabren 400 Italienische Meilen große Chansseen angelegt und 14 Brücken, worunter eine eiserne, über- den Gari- glian o erbaut worden. Die bedeutendste Unrernehmung- aber“ ist jedoch-di'e "Wiedereröffnung des vom Kaiser Claudius in den um“ den Lago-Faci-no belegenexi abruzéischen Bergen“ angelegten Kanals. Sieben Zwöifchetle dieses anals find bereits gereinigt, und sobald das Wasser des See's hin-einßr'ömt, wird die Vereinigung mit den Gewässern der. Melfa, dex; Rax- pido, mit den Sümyfen von Aversa urid Pacvix, so wie mit dem Lucran- und A*rer*-och-„S'*ee_ bewirkt weiden, und durch diese Maaßregel werden alsdann alle diese“ Ge- wäffer, weiche bisl er einen Theil _der Abruzzen gegen das Adréarésche eer hin verpesketen, in das““Mitteimeer einen Abfluß gewinnen.

Erfaßt man nun ferner, was in den OeKerreichi- schen Staaten, so wie in Baiern, Baden und über-

„haupt Süddeutschland für die Stromschifffahrt ,und