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wünschen ruhig bei ihren Feldarbeiten zu Sleéöe'n , aber die Bewohner der entfernteren Provinzen, durch" den Durst nach Beute und die fanatischenReden ihrer Priester (O)2arabouts) ausgereizt, werden sich vor dem Falle Algiers nicht nnterwex- fen, und es werden starke mobile Kolonnen nöthég seyn, um die Flankxn der Armee zu decken.- Auch könnte die Verlöin- dung zwisthen Sidi-Ferruch “nnd Algier, obgleich sie nur fünf Léeues beträgt, dnrch einen so schnellen, bcukesüchtigen umd von dem Machen Terrain begÜUskégtcn Feénd, wie die Beduinen, jed-sn ?[Ugenblick uxxterbrochen werdem. Eén mit cheüsméctelt: Und Munikéon beladene? und voz: «é- ner Bedeckung von 200 Mann begleiTeter Wagenzug ist bereits von inwn genommen Und die BedckkUng zum Rückzxxge gcmöklsgk nwrch. .Die “Z(rmee bedarf daher uothwendiZ einer Veerkumg. - Dcr zxvcéke SOHN des Grafen von Bonrmont, LicutenaM bcim er'srcn Batak!- “lone des Osten Linien-Regimcnts, nwtchsr in dem Gefechte vom 24sken v. M. in dem Augenbxécke vsrwundet wurde, wo er an der Spiße seiner «re::adicre dee Maxxer eines von Türkischer anankerie besekzten Gartens ersteigen woll'ke, be- findet fich außer Eöcfahr. Zn die;“eZU Gefechke bildete sic!) unsere Armee in verschiedene Quarré's, die entfernt gemxg von einander waren, um mit LeicHrégkeésx manövrircrx zu kön,- nen. Es ist der Arabischen KaVKUerie méchc gelmeen, mich nur ein einzéges derselben zn dm'cl)bre-cl)cn, umd"sic mußt? eiligsr éhre Höhen wieder zn gewinnen suchen. Die einzigen den Algierern günstigen Stellnngen sind kleine Hinterhälte, verfallene s))?yscheen, Gruppen von Palmen; Und Feigen- bäumen u. s. w.“
In einem von dem selben Blatts mitgetheilten Schrei.- ben von der Armee vom 27|eux v. M. heißt es: „Das Heer Hat das Kaiser-For'c umgangen, und die Anordnungen z'um
ngriff scheinen abgeäuderc worden zu seyn. Wir sind nur noch eine halbe Strxnde von den Algierschen Forts ent,- fernt. Mit unseren Ferngläsern erkennen wir genau die Anhöhen, an denen unser Lager liegt, und das Kaiserschloß mic' seinen Bakkerieen; vor leézrerem Foxc entdeckten wir ci21ége Vordcrwcrke von Europäischer Form, woraus sch schließen läßk, daß Europäsr die SchaUz-Arbeitcn leiten. Die Nächte smd zwar sehr FUrz, wir glaxtben aber mit der Aufstelxung unserer Belagerung»Bart-c-rieen in sieben Stunden fertig zu seyn. Leider ist das Belagerungs-Geschüß : noc!) zurück. Die Verbindung zwischen umserer Operations- “Linée und dem Lager von Sidi-Fekrnct) ist Durch axxfgewor- fene Schanzen gesichert. Der von uns gebahnte Weg schkicßt fich an die Römerstraße an Und ist für die Art:“[lcrée befahr- bar., Die Beféskégungetx- im Lager st'nd öeendigt und scheinen Uneénnehmbar zu seyn; das Lag-xr wird von stark besckzten Bastionen fiankirt und (| mit Gräben won 20 Fuß Tiefenw- geben, welche mir Seewasser angefüllt sind. Die Bai, in der ,die Flotte vor Anker gegangen ist , heißt „la bnie Du- perré“ und Torre-Chéca, wo mehrere hundert BarraFen erbatxt worden find, „Bourmont-Vélle“. Der erste Bach, „den man entdeéfte, wnrde der_Lorbekback) genannr, weil der Rosen-Lorbér in großer *Menge an seinen Ufern wächst.“
Der' hiesige Königl. Gerichtshof hat gestern, auf den An- ; trag des Herrn von Genoude, verantwortlichen Herausgebers der Gazette , daß man ihm so lange der Verhaftung Überhe- ben möge, bis der Caffationshof über seim-Cassationsxxesuch ; ix: dem Prozesse mit dem Baron MMM, entschieden haben werde, dahin erkannt, daß demselben, gegen eine Cautions- leistung von 500 Fr., vorläufig seine "Freiheit zu [affen sey.
Von *»dem, gedachten Gerichtshofs wurde gestern auch die Angelegenheit des Herrn Madrolle, welcher bekanntlich we-
en der in seiner Denkschrift an das Conseil des Königs enr- ' altenen Angriffe auf den Pariser , so wie auf mehrere an- dere Königl. Gerichtshöfe, zu 14tägéger Haft und einer Geld.- buße von 150 Fr. verurtheist worden war, in zweiter In- stanz verhandelt. Nach einer Vertheédégungs-Rede des Hrn. Madrolle selbst, worin derselbe namentlich erklärte, da es nichtsewe Abscht gewesen, d“en Könégl. Gerichtshof zu verun- glimpfen, sprach, dieser folgendes Urtheil: „In Erwägung, daß Madrolle bet, der Publikation der inkrimim'rten Schrift ich, wie e_s schemt, von der Ueberspannung seines Geistes at foxtreißen lassen, daß er im Uebrigen in der'Audienz ge-
äugnet häk- daß es sein; Abscht gewesen, die Métglieder des König!. Gerichtshofes von Pgris, so wie der verschiedenen anderen Gerichtshöfe Ut1d_Trtbunale, deren in verschiedenen Paragxap M seiner Schrtft Erwähnung geschieht, zu “beleidi- gen; spri t der Gertchtshof de:; Madrollc von jeder Anklage, unter Erlassung der Kosten, fret.“
Die, Fisher von“ Herrn Brissaud. herausgegebene „Ga- zette 'con stutionnelle des Ctkltes“ erscheint seit gestern nicht
!
_längsé Wegen eines den „König und die Religion beleidigenden Arctkcls zu (Imonaclicher Haft und einer Geldbuße von 1000 Fr. verurtheilc wurde. ' _ , Herr Villemain hat am 6ten d. seine Vorlesungen über dee LccsracUrgesch-ecbte des Métcelalcers geschlossen und wird
dékselben im nächsten Salve durch die * ätercsn (“'cérsm ' - fortführen. “) ) 'P «R) ) Wem
Großbritanien und Irland. Parla111-et1cs-Vcrhandxungen. Herr Brough-am
verlaxxgke in Yer Sißung des Unterhanses vom 9. Juli szszunft _daxuber, ob dasselbe nsch amDienstage (0611 13. „;;le), verjammelt seyn würde. Da die "O)?inister dies nicht vernemten, so bemerxkree Herr Brongham, daß er an “Otzm ge- JLÉUTUTLTI T_agx den xruhcr von 10111 arxgekx'möégtcm AUTMJ itt szug (Ws Ice Sklaverei in denKolonich noch znr S:)r“ache brmgen wolle;___tn Rücksicht jedoch auf den vorgerüchen Zeit- pumkr dxr Sexnou werde er fick) begnügem, daran mxzutra- geen, da]; das_„Haus den Gegenstand in dem crskcn Tägsn der nachsten SCUWU in reifliche Exwägunq ziehs. - Hr. .O ' Conz m'U Und Hr. Hume brachken das Verfahren des «"Unver- nsuxspon Neu-Süd-Walcs, General Darling, wider den ve-rxclmed-eue Biltschréften von Gefarxgenen sowohl als freien Emwohnern jener Kolonie eingelaufen waren., zur Sprache. Hr. szme erzählte, der GouverneUr habe den Hsrausgebe? exxxcr Zectnng, wegen vorgeblichenPaquills axxf ihn, vor Ge,- rtchtk skellcn und ihn dort von cém'r dncm) seinen AdjnkaUten crwahlcczx Jury„beé der sich sieben Offiziere befxmden [)äcren, verurthctleu lasen. Jenes sogenannte PaSquill sey dem Hause mitgetheilt worden, und er (Hr....Hmne) sey-überzeugr, daß selbst der amtsn'frt'ge Gemeral-Anwalr nichts darin ge- fundsn habe, was auch, nur einer Notiz werks) sey. .Der sehr ehrenwet'the Herr (Sir G. Murray) dürfte sich zwar wxégcrn, den Goxtvernem' zurückzuberufen, um ihn héer wegen keiUes Betragens znr Rechenschaft zu ziehen; dem näch- sten, Parlamente würde es jedoch unerläßliche' Pflicht seyn, den Gegenstand yon Neuem recht ernstlich zu besprechen. Hr.
; HUM meinke, die scl')tneichel[)afte Adresse, welche dem Gou-
vexneur'vor eitzt'ger Zeit von Bewohmern der Kolonie übev- rcxcht worden dex), habe durchaus keene Bedentung, denn von
. 30,000 Einwohnern hätten nur 115 die Adresse unterzexchnck,
und unter diesen befänden sick) 45 Magéstr-ars-Personen, 22, die fick) noch nichr 0“ Monac'e in der Kolonie aufgo[)alten,*und 20, die slch um Ländereien und andexe vom Gouverneur ab- hängige Bewillégxm'gen beworben hätten; eit: „Beamter, der sich gewtxigert, die Adresse zu unterzeichnen, sey“ vom Gonver- neur tmc!) Engkand zurückgeschicht woxdcn. Dieser übe in dcr Kownée größsre Gewalt aus, als selbs? der König hier. Ex“ könne _z. B. ein Paar Tausend Morgen Landes, und chxrwo der Boden vorzugsweise “gut sky, seinen Schützlingen bewilligen; er könne Dem oder Jen-cm gestat- ten, sich xneHr oder weniger Bedienten zn hallen, er könne JJTagißratI-Personen creiren u. s. w. Unter solchen Umsländcn so:) es MMM) Fu verwundern, daß die Adreffe nur von so We- mgen unterschrieben worden sey. Man brauche s:“ck) nur un,- ter den Name» Derjenigen umzusehen, denen der Gouvernexxk in der lethen Zsic Länderecen bewälligk, so werde man viele darnnter fmden, die früher die Adress nnterzeichner. Das Interesse von Nen-Süd-Wales vkrlange durchaUs die Enc- _ fernung eines solchen (Gouverneurs amd mache es dringend nothwendig, daß die Kolonie unter den dérekcen Einftuß der Englischen Gesetze gestellt werde, damit t1icht Jeder das zum Gesekz machen könne, was ihm eben gut dünke. Sir “M, W. Ridley nahm die Unterschriften der ai1gegriffenen Adreffa in Schuß. Sir G. Murray meinte, das ehrenwerehe Mitglied für Aberdeen habe seine Nakhrichcen unbezweifelc von einem überaus heftigen und von Vorurtheilcn eingenoxn- menen Einwohner der Kolonie erhalten. „Es wird“, sagte der Mitxésker, „von *Mißbrauch der Gewalt in den Kolo,-
m'een gexprochen; giebk es aber nichc auch, frage ich., einen ,
Mißbrauch der Gewalt in diesem Hause? Darf wohl “ein (Mitglied desselben gegen einen öffentlichen Beamtey Anschul- digungen vorbringen, die aus höchst unglaubwürdtgen Quel;- len herrühren und nur eben dadurch BWUUUUI erhalten, daß sie im Parlamente ausgesprochen werden? Wahrlich, meines; Eéachtens kann von keiner Gewaxr ein mehr indiskretcr Gebrauch gemacht werden, besonders wenn das Individuum, Legen das die Anklage gerichtet ist, sich in solcher Entfernung efindet, daß es nicht sogleich cine Crwiederung ertheilen kann.“ Herr Hume entgegnete daran, daß er bereit sey, zur Unterstüßun seiner Anschuldigungen Zeugen vor die Barre des Hauses zu Zellen. - Sir R. Vyvyan fragtg, ob es wahr sey, daß die neue Polizei auch in, Gibraltar emgefü'brc.
mehr. «an Wird fich erinnern, das der Herausgeber un-
worden? Sir G. Murray erwiederte, das, was die Zei-
-|er härten" dem Könige zwar den Rath ertheilc,
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tungen darüber gemeldet hättet), se-y nicht ganz richttg. Man habe es für nöthig befunden, tn beraltax, das von sehr ge- mischten Einwohnern bewohnt und dencGefahxen gt1ste§ket1p€r Krankheiten mehr als andere Orte ausgesß-zc sey, exrze Hxsmwlxth Polizei zu errichten, zulvelchemeecke emKo-mmxffazms, dér an dér Spiße des Instituts stehen würd„e,„ [)mgewnoc wor.den; keinesweges wolle man aber daß Poltzet-Wesen auch über an;- dere Koionieen verbreiten.. Stx R. Vyvyan_bcmerkkech ev sey „974 den Zeitungxn aUch crzahlt ankZen, dax; dem ENVKHU; Zen Kommissarius_d;e Schlüssel (Jer ZechtIg übergebeF _wor- d'en seycn; dmraux erxvtederce St_r G. Muxrayß, _vaj; der ck)re:“ewertl)e „Baronet, wepn er,]emals m emer s?ykung ge- wesen- wäre, O_as Unger-xcmkeo elner solchcn Nacht::cht 1chon von schst eix1ge1ehen haben wnrde.-- Die BUL- wegen [mza- rer Bezahlung aller Tagelöhner, dre bsrerks zwetmalivsxlxjen worden war, wurde von Herrn Lyttleton, der ste 7Mher eingebracht “hatte, zuxückgenommen. - Hr. Hun1e_wa:wke M) an den GeueratZ-Unwalc tmc der BemerkunZ, da); (er ver- uommen haöe, es ,ey bei Gelegenhetc der JKU! IZM CHUOLW e:“ngctrckenet1 Veränderungen m„ehre:ren Kapual-Berbrcchern diéGrmde des Königs zu Thetl gxwordeu. NN.", geöech ,aber e-Zm'ge Verbrecher geringerer Art„ denen, de_msr Mc;- Wxng Nast), die Wohlthac der Begnadxgnng cßenxalls, [1,1110 zwar OHM chchlWil für die_ Verejvqltung des Rccdkß, Mixte zU Theil werden können.. Er wunsthe darum » wrxsen, ob
man véelMchc noch die Absicht hege, Herrn Alexander, dem ,
ehemaligsy Herausgeber des ONoxning-Zournals, die fernere
Gefängwiß-Strafe zu erlassen? Wenn wan s Fördern Verzci- .
Hung werden lasse, so verdiene doxl) wohl eiz1 Verbrecher _)e- 31er_ Art mehr, alsalle anderen, das Begnadrsgung. Der Ge- 11erai-Anwalt bemerkte, daß ihn der berüxxte Gegenstatxd nicht cmgehe, er daher keéne Antwort ertheilenKkönne; Scr" “R. Peel fügte jedoch hinzu , der ehrenwerthe Ber'crexsr yon Aberdeen sey falsch unterrichtet, wenn er glaube, daß Mör-
derx: die Königl. Verrzeihung ercheilc worden sey; ddie MLM-
en crjren „Bericht übxr die zum Tode- vcrnrtheiltxxr,Verbrecher, der ihm vorgelegt werde, mcht zu bcjrategen; gegon “ähr EécwiFen, würden sie jedoch gehandeelc haben, wenn =-sich darunter ein Mörder befunden hacks. Neuerdmgs
fahren des „whigéskischen Genergl-Anwalrs“, 045 derxelb): gegen die FreiHeit dxr Presse beoba_chcec-habe, _au] das [)Os- .kigske zu !:adeln, bewnders als derkelbe _m Vorjchmg brachrs, daß die Caution, welche jede neue Zcmmg zu stellen habe, 'von 300 auf 400 Pfd. erhöht werde. Herr Warbucoy meinte, die Heraxjsgabe neuer Zeitungen wxrd»: daßuxch 11011) “MEHR erschwektz schon jech sey fie ungemen) 1ch)1VLLUZ, „IW .die aTT-en Zeécnxxgen, die fick) im Bestße rctcher Kapxcglqrcxx T-befändem) würden dadurch in ihrem Werthe, (der hercxts-ap 100,000 Pfd. betrage, noch gesteigert, 1,005 even 10 unng «als nup'olitisck) sey. Dexr Vorjchlag des Ge»? ralenwalxs, der ein Amendement zu einem ältern chckzc btlIct-x, gmg “jedooh mit 08 gegen 47 Stimmen durch; von wejckwm Um,-
*»stande Hr. Hobhouse Veranlassung nahm, abermals dem
»GetW'al-Atxwalc vorzuwerfen , daß während [einer Amtssül); rung nicht weniger als 147 gerjchtliche Versolgngen gegßm „?erausgeber von Flugschriften emgelettex worchr Wen; ":*" e en durchgegangener Vorschlag werde mehr allem- jznckxcs-Dn- tes bewirken -- denn die vermögenden ,und emnußreuben Zeicm1gs-Herau'deber dürften sich_schwerlc§) dadurch bewegen lassen, ihre Blätter besser zu redtgtren -- [ondern nur Ueblcs zur Foége Haben, indem er die kleinen, m_mder verbretcccexz, aber oft sehr nükzliche11 Journale unterdrucken würde. SU"
, :»Rob. Peel hielt fich verpflichtet, zum Schutze sein-es Kolle;-
-gen, des General-Anwalts, aufzutreten. „„Das Verfahren meines ehrenw. und gelehrten Freundes,“ 1agte er, „Yann demsxlben nur, wie auch jeder richtig Urtheilende cs Flthcb't, zur- Ehre gerxxichen. (Lautes Rufen von der Oppontion: Hökk- hört!) Ia/ ich wiederhole es, nur zur Ehre _ereicbc es ihm! ( Beifall von den Minister:?! ;_Bän- --en,)- Sein Augenmerk war nichc, um die (VMM der Presse oder des Volkes zu - buhlen; nur _dqhm war es gerichtet, das zu thun,was ihm als gerecht er1chten,gl_etch- gültig darüber, was man im ersten Augenblicke von 1emem Verfahren denkc'n mochte, denn davon konnte er zäherzeugx seyn, die Zeit werde kommen, wo man seine Motwe recht;- ger werde zu würdigen wissen. Zwei Unvollkommenheeten wurden bisher an unsermGesekze wider das Pasqxnll gerügx ; zuerst die, daß die auf das geringere Vergehen geje teStrase :der Verbannung zu streng sey uud theilweise in i)re_r Aus- führung einer Ungerechtigkeit leichkomme, theilweije abex aueh nicht geeignet sxy- irgend Jemanden abzuschrecken. Das andere Rüge bezog stch auf die ügellofigkeit der Presse in der
Veröreitung von Verläumdungen gegen Prévat- Persoüen, vor denen selbst Frauen nicht geschÜZt sind, die in öffenxléchen Bläc- rern den schamlose|en Bemerkungen ausgeseßc sind. Ich frage nun,?"oll das Gesekz hiergegen gar keinen Schulz gewährsn können ? Sollen, öffenrliche Verläumder, unt-zr dem Schulze? obskurer unbekannter Personen , die sich a]s Zeitungs-Herausgeber melden, ungestraft ihr Gift verbreiten können, und nament- lick) axtcl) gegen Frauen , die sich bisher vsrgebens nach dem Schnfz-x umgesehen haben, anf welchet1 sie eben so gnk berech- tigc smd Und den, wie ich glanbe, die Legislatnr ihnen ge- währen sollte. Man sagt uns, die vorléegende Bill sey nur gegen die minder velmögendeu Zeitm:gs-Herausg*»*ber geriet")- te't; dock) déese sind es ja oben, Die sick) am 1x1eéstcn dxs an- geregccn Vexxzerens schUWég machen. Bläkfer, wie die Times, derfcen schwerlich jem-xlsA ein Pas'quéll gcgen Pré- vakpersoncn aufnehmen, denn der Tharakker, den ein solches Black sich zn bewahren hak, w:“:x'de_dies nichc dulden und bürgt uns Dafkkr, daz“; es nie geftbehen werde; kéeénere Blärter lassen sic!) jedoch dLU'Ck) soLche Rücksickxten nicht znrt'tck- « halten., Waßr ist es, W L r kötmen solche Blätrer verachken, allein FyaUcn Um) ssc anch Männer befinden sfch in der Lage,öffetxtlécbe Verläxnn'oxxmgen UTM gkcéchgéxlcig hinneöxnct: Z:,U WMW.“ Dec Genekal-“Yknwalc selbst fügte 110€!) hinzu, daß es eiUmal Das SÖZ-Ésal aUer Beamten in seiner Stellmxg ??xxx- unpopnlär zu erscheémcn, und Mäss er sich daher ebenkqlls Oareiu fügen, detm nichts würde ihn davon abhalfen, Ferne Pfichc zx; thxn. Zwar wisse er, daß nichx allem Preß-eUn- nge ZLWLÖL'Y werdcn kömxe, derm das qroxze Pnblékum fande
'et'nmal Gcschmack an öffentlichen Skända'en; diesen jedoch
so viel als möglich vorzubeugen und denjemigen Privatperso- nen, die vom Gericht eiue SchadWöhaltung zx:gesproche71 xr- halten, dixse wérékiä) zU versÖaffcn, habe er für unerläßltck) crachkcc. »- Das HMS verkagxe sich bis zum nächsten Diensmge (den 13. Zult).
London, 10. deli. Das“ Hof-Journal meldet, daß
? in Folge eines von Sr. Majestäc axxsgesproZzetzen Wunsches * der C-xpitain 'Zldolpy Fißclarcnce anf ]cmem Schaffe „Pallas“
alle Vorbexeikmxgei: treffen lasse, nm «Uf demsxixben dyn König sowohl, als dcn Herzog von C-Usftx, dxe daxeTbsc em Dmer
“na!»mexp mehrere Mitglieder die Gelegenheit wahr, 'Das Vey- einnehmen Wilen, za empfangexa
Cs Ind hier die bis znm “20. Juni reichenden Blätter der anf der Insel Terceira, Unter dem Namen: „Chronica da Terceira“, seil Knrzem ersclzet'n'cndkn Zeitung eéngegangcn. Sie enrhalrcn, außer einigen Tages-Befeylen des Grafen v.“
. Villa-Flor und ewigen Dekretcn der Regentschaft, nichts Et“-
gencs von polarisxher Bewexmmg. L_"Qas Verzeichniß 0er-von Zcic zu Zeic dort anlangendcn .Kaunahrßei-_Schrffe _zetgc zur Genüge, daß die BLo'Ö-ade des O)?ignelcsti1chcn Gejchwaders nichr axxSéeicHeUd sey, nm die Insel von aller Verbindxmgxab- znséßneidcn. Dns Biatr vom 12. Juni enthält den Z(yxang eines Wieder-LlßdrnXes aller Grandgeseszc der Portugtestjchen IITonarcHie, wobei sich amel) die von Dow. Pedro ertheilce Chaxte und die von dcn Verxreker'n der Königin Donna Mc)- ria [[. evlassenen „Dekrete befinden. „Wenn aber“, fügt dre Times dieser Meldnng hinzu, „die Regentscixafc den gegen- wärkiqcn Beherrscher VO" Porrxxgal blos _mit 1olchen Gesetzen nnd Ordonnanzen, Bic außerhalb der anelz auf _der fie pro- nujlgirk warden, ganz krafxlo_s find, bekämpfen w;[_l, so hätte sie sich die WWW einer Roids nach den Azoren exsparen kön- nen. Ein Geseßbnck) und ein Finanz-System „für Portugql. würden, wenn man sie in einer Londoner Offizm hätte druk- fen lassen, in Portugal eben solche Gültigketc gehabt. [?been, ais jetzt, da man fis in-der Stadt Angra drucken läst.
Ueber die vor einiger Zeitjn Singaporestajtcgehabte Feuersbrnnsr enthält die ießce hxer angekommege „Smgapore- Chronicle“ mehrere-nähere Umstände. Das Feuer brac_h am Abende eines Sonntages um 8 Uhr aus und dauerte nur der größten Heftigkeit bis zuw 11ächsten_€Norgen um 3 Uhr, ohye daß es bis dahin, mul) bet der rößtenjAnßangung, möglich
ewesen wäre, ihm Einhalt zg t)u„n: dte Hamer von 3 Stra- ßen wurden hierbei fas: gänzlich en? Raub der Flammxn, und schon in den ersten 40 oder _50 Mmutex brannten mchx we- niger als 30 hölzerne Häxqer bts aux den Grund meder. Die Feucrsprißen trafen jpäter eirx, als ck hätte geschehen sollen, und als fie in „Wirkung ge1ekzt werden solYten, fand man fie“ unbrauchbar. Das Feuer nahm auf eine furchtbare Wci'se zu, bis endlich, nachdem es ungefähr 140 Gebäude zer- stört ham, seine Wach an hohen stemernen Msxrn gebro- chen wnrde, wo es keinen weitern Ausweg «m_d undfnach vieler Mühe endlich gegen 4 Uhr Morgens gelö1chc wurtxe: Wie man sagt, brach es in der Werkstätte eines Grobschmte-
des aus; den Verlust, den es hauptsächlich in Folge der