152")
Hauptskadt, von deren Reichthum und Umfang das Gemälde des Herrn Caillée einen ungefähren Begriff giebt, für schal,- lein zu erhalten. Der Gefangennchmung dcs Dey's in seinem Zelte mic acht Säulen soll die des Kö,- nigs von Timbuktu in (einem Lehm ,- Pallafte folgenz die Herrschaft des Französijchen Monarchen, die man be- reits mit unterjochcen Volks-Stämmen und ziusbarcn Für,- üen umgiebt, soll bis in das Herz von Afrika hinein rei.- chen. Wahrlich, lachen muß man über dergleichen ungere-imte Specukationen; für jekzc wenigstens verdienen fie nichts als belacht zu werden*. Die Franzosen mögen vielleicht zur In,- vasion von Algier noch_,andcre Motive als d:“ejem'gen gehabt haben , welche sie uns anzugeben für nöthig erachteten, wir müssen ihnen jedoch zugestehen,“daß 'fic bisher mit" anscheinen- der Offenheit zu Werke gegangen find, und wenn se, neben den kundgcgebenen Abfichten, auch noch die chen, ihren Jungen Soldaten Erfahrungen und. ihren alten cschäftigung zu verschaffen, und zwar nach dem Grundsä c, daß es besser sey, einer gäh enden Flüssigkeit durch das pundloch einen Ausgang zrrvetz'chaffen, als das Gefäß dadurch sprengen zu lassen, so bot die gegenwärtige Expedétt'on die base Gelegenheit dar, ei- nen solchen Zweck ohne Störung des Europäischen Frérhens und mit großem Vortheile für die Sache der Menschheit zu erreichen. Eher sollten wir den Franzosen dafür danken, daß sie das vollbracht, was sie in Bezug auf Algier versprochen hatckn, als daß wir, auf die Voraussetzung, daß fie noch etwas mehr thun wollen, als wozu sie sich anheischig gemacht, mir t'hnen zankett; geduldig" wollen wir den Ausgang abwarten, mic vol.- lem Vertrauen darauf,xdaß unsere Alarmisren steh wieder ein- mahgetäuscht finden dürften. Für Frankreich ist die Zeéc des bloßen Militair-Ruhmes vorüber; mit einem Köni e„ der 73 Jahre alt ist, und einem Thron-C'rben, der e cnalls schon die Jahre passsrt hat, in denen der kriegerische? z“hr- geiz vorzuherrschen pflegt, giebt es uns wenig Besorgnisse in dieser Hinschr, und zum Vortleile Großbritaniens kann es nur gereichen, daß sich an der pixze “seiner Verwaxtung ein einsichtsvoller Staats-Mann befindet, der néchc _die Ursachen zum Streit. hervorsuchc oder unnöthiger Weise in die Bewegungen anderer Mächte sich _einmisch't. Schwer- lich werden viele verständige Leute der Meinun ' seyn, daß, wenn die Sicherheit und die Ehre unseres Lan es.:„eiue solche Einmischung crheischce , ste noch länger ausbleiben möchte, und noch eine geringere Anzahl von *Verskändigen braucht wohl daran erinnert zu werden!, daß der General, ' der die Uebel und die Schrechen des Krieges aus langer Er,- fahrung kennt, auch immer der Lehre seyn wird , ,den Krieg zu provozéren. Vergrffen müßte jedoch in keinem Fall wer- den; daß eine kluge Politik diesem Lande, ohne es im Ge- ringsten an seiner Ehre zu rompromittiren, den Frieden stets erhalten hat, und daß, während andere Länder durch Krieges- ,_Unkoften sich schwächen, wir in Ruhe zugenommen haben und für die mögliche, jedoch hoffentlich entfernte, Zei: vorbe- - reitet smd, in der wir gezwungen seyn könnten, ins Feld zu ichen, um entweder einen Angriff zurückzuweisen oder unsere
echte zu behaupten. C'én erthum is? es, wenn geglaubt wird, eine Nation werde mächtig, wenn fie ein ungerechtes und tyra__nnisches DiÉtacur-System annimmt. Der wahr- haft Starkesehc den Kämpfen Anderer leichgüktiq zu, denn er ist überzeugt, daß er Macht genug be the, es abzuwenden, daßZhn/r das“ Glück des einen Kämpfers zum Nachtheél gere; e. " - '
** Die Times bengt fich einstweilen, folgende Bemer- kungen über denselben egenstand zu machen: „.Der Stolz eines kriegerischer: Volkes ist durch den erneuerben Besuch, sen der Sieg seinen Fahnen abgestattet, geschmeichelt“, dirNatio- nal-Ehre durch die Bestrafung eines barbarischen Despoten, dex “fie beleidigte, gehoben worden; die Menschheit endlich xvtrd durch die Zerstörung eines Nestes räuberischerGeier gerächt und die_ reue der Armee gegen die Bourbonen hat dgdurch neue Kraft erhaltén, daß unter ihren Herrscher-Auspé- men der Lorbrer wieder um die Schläfe des Kriegers gewun- dM WOW?" tsk-_ Sämmtliche Fran öfische Blätter, liherale sowohl als WyaUsthe, vereint“ en ckck zu demselben Sieges- Chorys und, wenn wir i ren (Yrklärungen trauen dürfen, so 1| M Franzöfische Dan barkeit noch niemals so einmüthig in der Belohmrng Französtscher Tapferkeit „gewesen. Die.
rende der Mttnfker wtrd von der *andeaneice noch
berstimmt, de_nn Während [Te den über den Dey von Algier ge- wonnenen Tmumph als rauen Sieg über die Liberalen in ,der Kammer„ansehen, wtrft auch diese Partei voll Jubel ehre Mützen m die Luft, um damit anzu eigen, daß das seg- retche Heer ihr Verbündeter sey, und te niemals gestatten nJerde, daß ein apostolisches Kabinet den Rulm desselben um ergenen Besten einstreiche. Noch find wir ohne Details ber
Féöher annehmen. Auch Inländischer Hafer ist 131 2 S )
die lekztm Tage des Krieges und über die Ur a en der o schleumgen Uebergabe der Hauptstadt. Es sch,ei't.1rckZuzwé-schets1', daß das Französische Geschwader in der Bucht die Armee unterstützte uxnd der Dey aus dem doppelketi Grunde nach- gab, wetl seme Befesttgungen eine regelmäßige BelagerUNg
„ nicht aushalten konnten und weil Meuterei und Desercéon
in 1eénem eere' eingerissen" waren. Der Gewinn, den die Armee an resetx-Geldern haben wird, muß sehr atiseh'nlich seyn. So veele Betzce - Kriegs-Flotce, Vorräche in den Zeughäusern, und dte Arcixlerie auf den Wällen , ohne die Schäße des Deys mitzurechnen - die in die Hände der Steger fällt, muß die Veteranen der Armee an die ehc:nali-' ge:) Tage des“ Ruhmes und der Plünderung untcr Napoleon erinnern.“ _ '
„ Capt. Féßclarence „M in Portsmouth angekommen, um thtuxxzevon ahm befehlegten Fregatte „Pallas“ nach Halifax ' n.
Lord Beresford ist nach dem festen Lande abgereist.
0 DerBtschof von Bangor, ])y. Maj-endie, ist im 76|en «zahre ]emes Alters verstorben.
Der bekannte Nordpol-Schiffer, Capicaén Sir Edw. Parry,*t|, den lehren Zeitungen aus Sydney zufolge, mit samer Gemahlin daselhsk angekommen. » .
_ Währeztd des Jahrcs1829 sind in Großbritanien21,673,513 Psd. und tu Zrlat1d_895,456 Pfd.. rohe und fabrizirte Ta-_ backe „ausodcn Brérixchen Besikzungen in Asien , Afrika und Amereka emgesührt worden. » Für Stempel auf Kalendern [m_d Almangchcn für das Zahr1830 find in England 30,789 Psd.„1 Shell. 3 P., in Schottland 50 Pfd. 7 Shill. 6 P. und m „Irlaqd 1062 Pfd. 7 Shill. 1 P. ec'ngekommen.
. . ?ec Brtrfezx aus'Lésjabon vom 26. Juni erhalten wir
eme _lange Tvcktjchrxfc der aus politischen Ursachen Gefange- nen tm Fort St. Juliao, an D. Miguel, in Betreff ihrer ganz abscheulichen Behandlung.
Zeitungey aus Jamaica vom.1, Zuni berichten, es sey daselbfk dte Nachrichc eingegangen, daß fick) General Bo- livar am Bord der Fregatte „Shannon“ eingeschiffr habe, um steh nach der genannter: Britischen Besikzungkzu begeben. Die hiesige Columbische Gesandtschaft hat inzwischen da- von noch keine direkte Nachricht erhalten, und der Couréer meint, das; es. deshalb noch eben so zu bezweifeln sey, wie die früh-«xre Nachrichc, _daß -Bolévar zum. lebenslängliOen Präfidenten von. Co(umbien ernannc worden.
_ Zn Baenos-Ayres erschien am 24. April ein Dekret, Wodurch die Ausfuhr von Pferdchäuten nach vier Monaten verboten fsk. '
Z:.:_ Folge einer beschränkten Zufuhr von Englischem Weizen , und da dieses Korn Ende voriger Woche auf den benachbarteu Märkten gestiegen war, überdem auch die schlechte Witterun noch'anhält, war Weizen unter Schloß heute zu völlig 5 hill. höhern Preisen, als die der vorigen Woche, sehr gesuchc. Jt1_Weizen außer Verschluß ward wenig ge- macht; denn die Speculacion auf solchen unter Schloß be- gründet stch'auf die Voraussetzung, daß die Gefälle in den nächsten Wo-ben rasch und bedeutend fallen werden. Gerste 1 Shill.- höher. Für Hafer unter Schloß war ebenfalls virle Frage, und man kann desen Preise reichlich 2 SFM.“
ill. 6er zu notiren, indem die Zufuhr davon, sehr abgemZm-
K*men hat. Bohnen „begehrt und reichlich 3 Shia. theuercr. .
Niederla'“üd*'e.
Aus dem Haag, 14. Juli. Se. Majestäc _der, König haben dem'diesseicigen Botschafter am GroßbritaniWenHofe, Baron Falk, das Großkreuz des Belgischen Löwen-Ordens
. zu verleihen geruhet.
. "Se. Königl. Hoheit der Prinz von Oranien ck| gestern zxu-einer Inspectionsreise Über die Bürgergarden von hier nach Rotterdam abgegangen, um von dort auf dem Königl. Dampfboote Middelburg, Vließénget: und, andere Seestädt'e zu besucheu und sch dann über Bergen-op-Zrom und Breda nach Herzogenbusch zu begeben. . Se.“.Kömgl. Hohetc der Prinz Friedriä» ist von "einer nach Vléeßmgen unternomn'ienen Znspectiousreise hierher zurückgekehrt.
Im Generalstabe der Armee__ haben mehrere Beförde- rungen stattgefunden. - - -
Gestern ist in Maaslués der zweite HoUäudische He- ringnger mit 40 Tonnen eingelaufen. -
-_ ée Stände der Provinz ()|-Flandern haben statt des aussche„édeuden Herrn Fabri-Longrée errn Raikens zam Mitglieds: der zweiten Kammer erwäht und Herrn v. Stokhem Méan in derselben Eigenschaft bestätigt. In der
Beilage
1521 “
Beilage zurAllgemei-ne'n Preußischen“ Staats-Zeitung M199, „““"-„WW
Provinz Geld'érn Kudhie Herren Dyckmeesker und Weerts aufs Neue zu Deputirten' ernannt. .
' ' “" teßun des gestern abgebrochenen Privat-Schrci- bens Freies 8222111 s 1“ ckng 3. Juli, müssen wir uns aus Man- gel an Raum auf morgen vorbehalten. «.
Schweden und Norwegen.
ockldlm, 12. Juli. Die hiesige Staat-s-Ze,» r*ungSetnchäTr folgenden oéfizieüxtr Bericht ührr dse Retse Sr. Königl. Hoheit des Kronprmzey nach St. Petersbmxgx: „Se. Königliche Hoheit der Kronprt_nz smd am 4ten 1). Y:. Abends 8 Uhr in St. Petersburg eu1getroffen*). Se. Kö,- nigl. Hoheit harten sich s))?on-tag _den,_-*„)Z|en d. M. m Da,- larön auf 'der Fregatte „Eurydtce“ emge_schxffc; nachdem Nachmittags HUhr dieFregatte Landsorc pasnrt hatte, wurde der Wind contrair und ndrhigte .diesrlbe, am LMM den_gan- zen Tag über auf der Höhe von Wesby zu tarnen. Gegen
Abend wrxrde der Wind günstig; den 30xken Mittags hatte
die Fregatte den Finnischen Meerbusen erreicht, Im plöéYle- cher Nebel, welcher die ganze Nacht anhtelc , vrrhmderce 371- deffcu die Fortseßtmg der Rehe, bcs, am 1. Jul: gesetz I)ar- tag sich das Wetter aufklärte und dte Fregarce nun mtc gün- stigem Winde weiter steuern konnte. Da aber Wik! Neuem am ?cen Abends nebligtes Wetter cmtrac, so befahlen Se.
Königl. Hohcéc, daß die Fregatte in der Entfernung von 2 .
Meilen von ZéTronstadx'; Anker werfen soklte. * Am 3_ten urn 2 Uhr Morgens erschien eine Kaajerl. Raxßjck). Kr'tcgsbrt'gg, und nachdem solche salutirc hatte , begaben sich zwe: Offiziere der .Kaéserl. Marine an Bord des Königl. Fahrzeuges. Zwr- schen 5 und 6 Uhr lichtete die Fregatte dre Linker und er- reichte sehr bald die äußere Rhede von Kronscczdt, wo 18 L:- nienschiffe und 6 Fregatten in'“ zwei Treffen auxgestellt warrn. Se. Königl. Hoheit, wurden mit Li,.Kanonenjclyüssen von ze-
dem Schiffe und dem Hurrah- Rufen der Schiffsmannschaft -
bewillkommr. Sämmtléche Krsegsschiffe hatten die Köxrigx. Schwedische Flagge auf den Fockmasc anzgezrgen. In cm.;- ger Entfernung vom Hafen kam der Vece-Adnnral Hama,-
ton, Comnranreur déexer Escadre, an Bord der Fregatte-
und überreirhte den Rapport Über dj_e unter seinen_ Befehlen stehende Seemacht; zu gleicher Zeit fanden fich aux derjrlben ein der General-Lécutenant Gcneral-Adjuthn Sr. Maxeüät des Kaésers, Chrapowilzky; der Le'nicnschiffs-Lapicaén 1. Klasse und Adjutant des Kaisers , Lazareff, der Gouverneur „ron Kronstadt, Admiral Raschnief, und drr Kdmgl. Schwehnche Gesandte am Kaisers. Russ. Hofe , General-Mawr Fretherr von Palmst'jerna. Die Fregatte wars Anker am Emgangxes Lafcns; Se. Königl. Hoheit stiegen darauf atrBord eener
aise*rl.-Ruff.“Schaluppe, geführt von dem Capttam Lazareff und 16 ONacrosen der Kaisers. “Marine-Garde. Sy wre Se. Königl. Hoheit aus Land gestiegen ware11,wurhe:1 Hhchst- dieselben von dem Admiral Wafilicff empfangen; eme Kunert. Equépage erwartete den Prinzen am Strande, allenx'Se. Königl. Hoheit zogen es vor , zu Fuß nach dem Hartke des Kaisers fick) zru begeben , welches zu Höchskderen Aufnahme bestimmt und vor welchem eine Ehreuwache aufgestellt war. Hier wurde der Prinz von dem Hofmarschall, Grafen Poßockr, empfangen, und gleich darauf erschien der Fürst Menßtkoff, Chef des Kaiserl. Marir1e|chbck,_1un Se. Königl. Fohest, tm NamenSr. Majestät des Kaisers, wogen der glu lichen An,- kunft zu bekomplimentiren. Nachdem der Prinz den sämmt- lichen Autoritäten und “mehreren Geueralen, welche vom St. Petersburg eingetroffen waren, Audienz erthrélc hatte,. besah Höchstderselbe alle zur Marine ehdrigen Etablissements, näm- kich die Gen»; Marine- und Zoocsm-Schule, die Hospitäler, Kasernen und Festungswerke u. s. w. -- Am 4ten Mor ens, dem Geburtstag des Kronprinzen, begaben sech. Se. K nigl. Hoheit ,auf die Parade, wo-alle Truppen vor Höchstdemselhen vorbei defilirten, und als der Obxer-Kymman-dant deu Pren- zen um die Paryla hat, gab Höchstdcrjelbe dre Namey Ntko- [aus und Kronstadt. Nach der Parade begaben Sach Se.
Königl. H'ohe'ét nach 'der Deutschen lutherischen Kirche, um ' .?
daselbst_ dem Gottesdienst beizuwohneti , wo, nach „dem ge- bräuchltchen K§rchengebece für Se. Majestät den Kacser uxxd die ganze Kaisers, Familie , ein bei diexem Anlaß, tmr Hm-
scht auf die FEier des Tages, verfaßtes Kirchengehex fär Se.
Königl. Hoheir, Höchstderen Herrn Vater, Se. Majrstät den König, das Köntgk- Schwedische Haus und für das Fort- dauer der bestehenden fksUl1dschaft**léchen und glücklichen Ver-
*) S. den Art, St, Petchburg in Nr. 195 der St. Zcit.
“hier angekommen.
hältnisse der beiden Regierungen abgelesen wurde. -- Se. Königl. Hoheit" begab sch darauf nach der Escadre, um sol- che.in Augenschein zu ne men; Hochsédieselben bestiegen das Admiralschiff ,)Kaiser Aexander“, von 120 Kanonen, die Linienschéffe „Kaiserin Alexandra“, ,“,AzOs“ und „Kulm“, und später die Korvette ,_,Nararin“,_welche im Türkischen Kriege erobert wurde. Jedes der Schiffe salutirre mit 21 Kanonenschüffe und die “Mannschaft durch Hurrah-Rufen. “ Die ganze Escadrc flaggce. - Um 6 Uhr Abends reiftenSe. Köné [. Hoheit: von Kronstadt ab und begaben sich an Bord des aiserl. Dampf1chiffes „Jshora“ , woselbsk der Prinz" das Mittagsesj'en einnahm. Die Fahrt bis St. Petersburg dauerte 2 Stunden. Vor der Imasträcke angelangt, be- sréeg der "Kronprinz eiue Kaiserl. „Schaluppe. Eine unzähl- bare Volks-Menge war auf den betden Ufern der Newa ver- sammelt. Beim Vorbeifahren bei “der Festung_salutirte sel.- bige mit 21 Kanorensehüssen. Vor dem Taxwifthen Pallask, welcher zur Aufnahme, Sr. Königl. Hoheit bestimmt war, stiegen Höchsrdiesciben aus Land ugd wurden beim Ausstei- gen aus dem Fahrzeuge von dem Civil-Gouverneur von St. » ecersburg empfangen; worauf der Kronprinz in einem Kai- xrl. Gala-Wagen, mit 6 Pferden bespannt Und umgeben von den Kaiserl. Hofhedienten,“ fich nach dem zur Aufnahme be- stimmten vorhin gcnanntrn Palais begab; hier wurden
öchstde'es-rlben von dem Ober-Kammerherrn Narischkén, dem
ber-Marschall Dournow, zwei Kammerherrn und zwei Kammerjunkcrn, nebst dem Ober-Polizeimeister Chrapowilzky, empfangen. Se. Königl. Hoheit waren kaum in Ihr Zim- mer abgekreten, um dem Kriegs-Minikker , General Grafen Tschern-itscheff, und dem General-Gouverneur von St. Peters- burg, General von Essen,- Audfenz zu ercheilenz als Höch|x dieselben durch einen Besuch Sr. Kaisers. Hohctt des Groß- fürsren Michael, Höch|welcher von dem Lager bei Crasnoazelo zur Stadx gekommen war , auf'das angrnehmske überrascht wurden. Der Kronprinz stattete darauf 1pä§er.einenGegen- besuch bei Sr. Kaiserl. Hoheit ab, "allein Höchstderseibe war schon nach dem Lager wieder zurückgekehrt, welches unter seincn Befehlen steht. -- Aly 5ten Nachmittags stattetezt Se. Königl. Hoheit einen Bexuch bei .Jlrer Kaiserl. Lohe": der Großfürßén Helene,:xb. - Se. ?ajeskär der msec“ wurde am (Iten in St. Petersburg erwartet. -- Se. Königl. Hoheit der Kronprinz erfreuen sch fortwährend der bester.r Gekrmdheit. * *
Deutschland.
„Han nover , 16. Juli. Gestern, als am Tage der Bei- erUng der Leiche Sr. Hdchstseligen Max'estäc Georgs 17. in Windsor, wurden. hier, in der Mittag -Scunde, während des Geläutes aner Glocken, die Kanonen gclöft'; eine auf dem Parade-Plaße aufgestellte Batterie von 4 Geschützen gab eine Stunde lang von Minute zu Minute einen Schuß.
Inhalts einer Bekanntmachung des“ Königl. Kabinets; Ministerii vom heutigen Tage ist unter. Allerhöchsrer Königl. Genehmigung beljebt, das wegen des Hintritts Sr. 'Majxstäc Georgs 17. oangeordnete Trauer-Geläute jeßx aufhören zu lassrn, die Kirchen-Musken wiedxr zu gestatten und das Ver; bor aller öffentlichen Lustbarkeiten wieder alrfzuheben. _
Dre5den, 17. Z::lé. Se. Königl. s;)oheér der Pra); 001)?th ist'b geskxsrkn Abend von Pillniß nach Fürstenstem m
chetenagere „_ . * . „. künchen, _12. „Juli; Gestern Nachmxttags trafen Ihre, Königl. "oheic die Frau Herzogin .von Leu tenberg
“ .mit Sr. Durch aucbt“ dem "Herzog Augustxim erwün xh-te'sken
Wo ["e n wieder“ ier ein. .. _ .. . - Yin?!) Se KZYhHoheét der Prinz Gustav Wasa 112 mit seinen Durchl. chweskern vor einigen “Tagen von Wien ' ZZ. KK. H. besuchten in Gesellschaft . K. H. der Prinzessm Max as Theater und haben ge: Fern Ihre Reise nach „Karlsruhe fortgeseßt. (JZ. KK, HH,
smd am 12ten Abends dort eingetroffen.)
Darmstadt, 13. Juli. In der Sitzung der zweiten - ammrr der Landstände vom 28|en v. M. hielt der Präfi- denc „des Fünqnz-Minösteriums,“Freiherr von Hoffmann, zwei Vorkrä r Über die Civil-Liste und die Kosten des ofbauwe- sens. «xm Vortrage üder die Civil-Liste sagte der elbe Unter Anderm: „Auf Allerhöchsken Befehl Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs soil lä) Ihnen, ;mcine. hochgeehrtesken Herren,- in BezichUng auf die Bedürfnisse des Großlerzoglichen Hau- ses und .Hofstaates,_ nachfolgende Propohtionen vorle en und, im Vertrauen auf Ihre rege Theélnah'me an der A er- höchsten Person unsers geliebten Souverains, Ihre verfas-