1830 / 201 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Thu, 22 Jul 1830 18:00:01 GMT) scan diff

1536

.b in en ätte v. de de Neuville_ die Abficht,“ die Mm:- ftTr gleéchh bei 13er .EZYnung der Sejfion über dxe Deutung des rt. 14der Charte zu befr_agen. . '

' In L is s abon ist, der_ gexchehynen Pyblrkanon zufolge“, wirklich ein Anteihe-Geschäxr für dte Regterqu Dom Mc- guels zu Stande gekommet]. Man schreibt dteserhaW Fol- gendes aus der Portugiefijchen Hauptstadt: „Kontrahenten sind die Herren Goldsmidc Und Comp. aus Parts, als derep Beistand die Herren Thurec xmd Coznp. genannt werdey. _ Dx Anleihe beläuft Kei) auf ?:) O_JTtUtonen Franken, dt.:„zp'Lt. Zinsen tragen und ßinnen 25) Jahren durch halbjayrlxcye Verloosungen getilgt werden sollen. Den Betrag dcrchxUsen, so wie des Kapital-Tilg_nng§;Fonds für das. erste „QTH? be- halten die Kontrahenten 10gletchzurück4 Als Stcherhe:c fur Kg; pital und Zinsen werden die ZoUhaUs-Ctyzmhmcn„von Poxto x_md “Madeira, und die Steuer von allem Fietjcé), das 191 Könegrßsäye vcrze rt wird„ verpfändet.“ -- Loudqtzxer Blacko! Juscrn mit ezug auf diese Anleéße:_„Zn L_:xzahon Herr_scht uberqa die INeinung, daß das Ge]ch.§[c_bw5 kckyemdar, mcht (cher m der That abgeschlossen worden Hex). Man wall nämla-ä) so viele Obligationen werkax:fcn,_als man lx-H werden kam:, und .die Übrig bleibemdM de': YZTegxeMng anhexw [Leiben DM an- gebotenen Sichsrlckeéten rind dxu*chlcka::_s mchnger Art, denz: Jedermann in Lissabon weiß, daß das Zöllexon Porto, 19 wie noch mehrere cmdcre waige des Skaaks-C'tykommens, von der bestehenden Portugiesqchen RegFrmtg fxxr dxe näch|en 3 Jahre bcrciks verpachke§ „worden und. Dee Specnlakwy selbst will man auf der hießgcn und (Mf der Paxxjep BHW in Ansf-Ührnng zu bringen WWU, weil Wan verruxnßet, da“,; auf diesen Pläfzen Nicmaxxd 10 gcmm uxtkdcm FäMMz-ZU; standePo-rtu als b2kat1nt styn werde, als_maz1 es tm etgchen Lande ist. ' «zn Lissabon hac mar: _die :ObleatwnM a 62_ HM. angeboten, doch nici)? Cin Kémxer hac kick) dazu axxfz-mden la en.“ ss Capikain Maitlan , Befehl-shaßex dcs'LixüensWffes „Weh- lesley“, soll zumConrrc-Admérak, der Vtcx-WémxraxlSWM);- li'pp Durham, zUm Admiral, Und der Vtce-Zldmxxal, SLT." John Beresford, zum Befehlshaber von S*Hcernex; erxxaxmt werden'.

Nach Bcrichtev aus „DMM, hacken Ye gcxvökzcklichen am 12. Juli in Irland skanßndendcn Prozerwan atx mehreren Orten in den nördléchen Provinzen große O)?e:1xchemtmffet1 vereinigt und Vera:1laffm:g_en zx: Ul1fltg-111ük1chel'(et Art ge- geben. In Newry sollen wgar 2 MMW?" getößer wow den seyn; in Armagh mnßw sich das Mclxkair cmn'xtzckzsn LMT) mehrere'der uanhéZscen Köpfe verhaften; ' ,

U::ker den 11 Udvokaken, wxlxhe kxxrzlcch m „D::bklxn öxe seédene Robe erhalten mat) .“le .KÖnéglick)e RMh-e den CO gc,- lci.['tcr"“l)aben, befixxden fich sechs Katholxken UNd darum»: auch der bekannte Hcrr SHcil. , _ '

Das Dahlincr Morning-Regißer EUWÜÄT“ fOlgcxtxen Artikel: „Wir ftnch den Namen HOTLM-O'CNLULÜ'Z r*.ezlzc Unter der Zahl der Mitgliedxr Yer K§-:1Yglick)cx1 ZY-OZTYÖZM Taken, obgleich ci'me soch Wayl als eme den Il'lÜUÖTZQRLL

Schmach für die 11696 sowohl als fÜr djs“ Uke ReZiexU'xxßg sey; Politische Ansichtcn soMen keme Httnderxnkxe. seyn, um ein Wut zu bekleiden, da:“? "1712213 dyrck) thUe-dazn qeeigneten Talente verdient.“ Zu dtcsmn .?(rktkcl, hetx1eréx_der Con rier unter Aude'cem': „Wir ha'bet'xdcm ?)T'ormUZ-Regxster nichk viel zu antworten. Hex'x O'Conuoll [)at ?er): An- sprüche auf einen Silz im KOmgx. Rath, wcnn; dxcjer als

eine Gnnßbezcugnng für die ZrläMischn Kardokiken gclksn »

sokl, denn er hat gezeigt, daß die N'cwegrxngsg-rkmde, M ihU znn: FandeLn bewogen, Eigetmukz und C])l'N-„ktz der_medrég- Zken IZM, waren„ und daß er die Sache der ""Jklétxdizckxn YOU,- tholiken anfgeopfcrkhabeu wärdc, MMZ sein pcrxöxxléckxr "UFO- geiz nicht dabsi JCLVOUULU hätte. Um so befrsxnchxöcr méäßkc “seine Wal,“)l zUm Mitgiécde des .Köxxigl. Rathxes sWU, Mm: man sein ganzes parlamentarischs chfahren (xckrachtck, daß namentkéch auch dahin gericßrec war, Irland “WU der Union zu Trennen. Alles, was der König bisher gekHan, muß übri- géns Jedermann Überzeugen, daß er keine Parkcai bcgÜnsrigk, Und daß ein Jeder, der sich zu einem Amke citht, er möge LTU, Whig, ein Tory oder ein Unabhäügégcr xeyn, Berück- sishkigWg findM wird; Die Gimsk des Kdnégs würde. a-Zer sehr an Werth verlieren, wem: er Persoxxen, dée es nich veröéencw, Auszeichnungengcxvährcn MUM, dé: a:;Js-Mécßxich :er da"“zu bestimnät sind, EHM ULLI Tngcnd zu bclohnén.“ Herr D7C61mell ésé bercéfs track) Zrlamd z::rÜck gersésr und hät schon am L_OrigSU Déch'rage in Dem VM ihm gc- ßéstecen pcn'lamenMéxchM Na-th'chrs-BÜWQ: 2:1 Dmblik: eim' ]

öffentliche Rede ehalten , in der er die En li" : re e der größten Niedrig eit beschuldigt. g 'ch P ss

Vorgeßern fand bei der hiessen Universtät die jähriiche Preisvertheelung statt. Ungeachtet des dermaligen Zustandes dcs Parlamentes, und der KöuégL. Beiseßung war die Ver,- sammlung ziemlich zahlreich; unter Anderen waren auch,deé Herzog von Somerset und der Graf von Hardwicke zugegen. “Für die Lateinisch9 Sprache wurden 4, für die Griechische 4, für _die Englische 4, und für die Französsche 2 Preise angetheelt; für nmthematische Wissenschaften 5; füv Engli- sche Rechtsgelahrtheic 3; und außerdem einzelne Preise für“ die HehräUche Sprache, für Botanik und Naturkehre.

Öse netze London-Brücke wird, wie es heißt, am" näch-Z sien St. Georgen-Tage von Sr. Majestät dcm Könige in. Person eröffnet werden. *

Jm CancotrzRegifier heißt es: „Se. Exceüenz der“ Gouverzwur von Catxcon hat allen Beamten sowohl als den ChéncfiWen UntercyaUcn Qberhauxzc das Tragen des Kaisers. Gelb -- einer Farbe, die sich der herbstlichen Blätter-Farbe nähert » in Amts-Trachcen sowohl als gewöhnlichen Klei: dmxgsstücken auf das strengste untersagt. Er beruft sich dabei auf den Ta-Téug-kug-Téen und auf einen Befehl Sr. Kaizerl. Majestät, als seine Autoritäteu. Es smd, wie nmn vornimmt, bei den leßtewgelehrten und milikaérischen Examixmtiouen mehrere sxudirende Elegancs in gelben Wesien UNO Schärpen erschienen, und dies bezeichnet Se. Excellenz als ein höchst aznnaßliches urd" unordenrléchos Betragen. Er OWL“): allen diejen Studércnden, wclche zugleich Kandidaten bK'cgerlicher und miliraérischer Würden und Aemter sind, se aus dem Kollegirtm und vom Cxerciekr-Plalxe zu weisen, wenn. Ke es sich noch einmal sollten bcigehen 1ass'e:x,'in so unerlaub- tcx: Farben _zu erscheit1en.“

Vom Kap der garen Hoffnung meldet man unterm 21. April, daß ein Brasiliamschr Schooner, der mit einer Lan- dxmg von 251 Sklaven von Madagascar kommend, der un- gcstÜmen Wctterung und des schlechken Zustandes des Schif- fes wegen, genöthigc gsxpesen war, in der Simons Bay ein- zuéaufen, vom dortigen Hafen-Capicaén tmd cinem Briréschetr Krkegsschiffe in B2schlag genommen worden sey. Von den Umgiückxth1SUaven waren unterweßes 20 gestorben; eitx gkvßer Thei! dersekben, der mehr oder weniger krank war, wurde unter Quarancaine gestellk.

- - London, 16. Juli. Gestern fand die feierliche BkiseéxUng der Leiche des verewigtcn Monarchen statt, wo,»- bei der König nebst den Königl. Herzögen, so wie. auch den Prinzen Georg und Leopold, zugegen waren. Unsere Zeitun- gén smx) großentheélö mécBeschreibung dev Bestattungs-Feier- léchkeicen angefüllt, wclche ziemlich denet1,ä[)x1lich waren, die- man beim Begräbniß Georg's ]]l. beobachtet hatte. Dev. Tag ging ohm: Regen vorüber, und der Abend war äaßersb säzön und» heiter, wodurch dem; der anrang Derer, die sich»- (Ws LOUIQU rmd der ganzen Umgegekxd traci) Windsor bega- ÖM, Um vécle TaUsexWe vermehrt ward; denn dabei diesem-

Katholikcn erzeigte GUUÜ' (“(NTFS)-ck61? WWII, WWDC.“ Wir A:;lasj'e alLeLäöen geschlossen und alia Geschäfte eingestellc,

behaupten, daß eine NKTUCU-Léste dcr Z);t1?g::cs)cp_öder Könxgl. ; . ' „. "

Advokaten ohne den NaMén dc»; „!ch'xkn OWMUUL CM?- ; ew, das: ;ck) dex?“ .:raxucxrag zum Fejrkag mack)_te:1.-Ueberhaupcx ? ik? M*Ocß anch MM M Llßrede zu stellen, daß, obschon man-

warcn, so fch-M sich auch viele vom den niederen Klassen

die Nacéon in sci)wu.rzen Kleidern sieht und auch somsc alle Forixxen beobachter weröcn, welche die Gewohnheik bei solchen Gekegenlxikeu bcfécle, doch im A(lgemcénen die Hoffnungen, die hinsichklkck) der Regierung des jeßigenKönigs gehegt wer- den, die Trauer Über den erlittenen Verlnst sehr überwiegem. » Dée Times enthält im heutigen Blatts eine sehr auffal- lende Leéchenrede über den verstorben» König; derselbe wird- darin im einer Weise charakcerisirr, daß man es mindeskens fÜr eixxe grobe Vérleßxxng alles Anstandes“ erklären mrxß, in. izcxxaseléven Blatts, worin das fcis:*leche Leichenbcgämgniß g:- mech wird, den Vercwigken in solchem Lichre dxarznsteljen.„ «- Jm Uedrégem fehkc es hier an Neuigkciken. Es heißt noch- ixUmer, den König werde_ nächsten Métcwock) das Parlamenc“ in eigener Person verabxchéeden, und die Wahlen zn dem neuen würden t:“ock) im Laufe dieses Monats anfangen. Doch wird London dissen Sommer nicht ganz so todt erscheinen,. wie sonst, da der König mehrere Lovers _halten wird. 5- Man sagt, es sey die Absicht JJ. MM., 10 vielwie mögltch:

das Tragen aUsländischer Fabrikare zu verhwdern, einc P?Naß- '

regel, wYche dieselben" zwar poynlaér mgcsxn, aber auch d'eur Fiskns 1chaden würde. Es 1cheimr überhaupt des Kömgs

Plan, so vieles „immer thunléch, zu Alc-Englischen Sitten.

zuräck'znéehrctz; hierzu gehörr unter Anderm die _Abschaffnng mancHer koftjpieligen Aeußerléchkeicen in dem WUfomnen bex

Beilage:

1537 Beilage zur Allgemeinen Preußischen Staats-Zeitung-M'Loj,

dem Militair, nicht minder auch der Schnurrbärte. Die Ar- beiten am- neuen Pallast wexden nach kurzer Untexbrexhung wieder fortgesetzt. -- Es heißt, _Georg_17. habe kem UMZ- ment hinterlassen, weswe'cn all sem Prevat-Vexmögen an dae Krone fallen müßte. -- err Brougham hat tm, Unterhause den Vorschlag gemacht, daß dgffelbe fich verpfiechten wolle, in der nächsten Sesfion über dre Verbessexung des Znstanßes der Re e_rsklaven in Westindien zu berathjchlagen; aber semx Beredtjxckxmkeit vermochte nichts IYgen den Einfluß der Mim- üer, welche alke Verbefferun s- aaßregeln von den gesetzge- benden Versammlungen selb ausgehen zu schey Wünsche:), weil man dann hoffen dürfte, daß solche auch mrtgutem Wel- len werden ausgefühxt werden. Die Gegner indessen ßnd der Meinung, daß jolche es nie ohne Zwang thun- würden, und Herr Brougham drohte mit einer starken Bewegung yon Seiter“: des Englischen Volkes an, welches entschlossen [ey, nicht nur,“ den Zustand der Neger als Sklaven'verbessert, 10:1,- dern fie auch gänzlich von der Sklaveret besten zu Jehen.

Niederlande.

Aus dem Haag, 16. Juli. Der Polizei-Direkxor hiesiger Residenz , „Herr Ampt, und Herr van de Pol smd zu Referendarien beim Staatsrathe ernannt worden.

Einige Mitglieder der Provinzialßände_von ;Ostfiaydern haben den Antrag gemacht, fich einer Baxtschrxfx bet der

weiten Kammer der Generalstaaten über dte cherung des

ohen Gerichtshofes im aag zu beschweren und die Dazwi-.

schenkunfc der Kammer f r eine Veränderung in dem- betref- fenden Königl. Beschlusse in Anspruch zu uehmeu_. Dte Pro,- “Oinzialstände haben jedoch diesen Antrag verworfen. ,

Der Kaiserl. Brasilianische Geschäftsträger, Marqmö v. ?Lisboa, ist hierselbsi eingetroffen.

Vor einigen Tagen brach in der Lakmus-Fabr'tk der .Herren v. Weede und v. d. Hoop zu Utrecht eine Feuers,- cbrunst aus, die in kurzer Zeit den größten Theil der Fabrik- gebäude in Asche legte.

In der jelzc in Utrecht bcfindlichen Metxagerie des Hrn. Wilhelm v. Aken hat vorgestern eine Ostindinhe Tigerin zwei

,Iunge geworfen.

- -- Brüssel, 3. Juli. (SMW) Vom 16.6iszum 22.“ März wurde überxdie Annahme der schon im vxrgangeneu Som,- “.mer vorgelegten Kriminal-Geréchts-Ordnuug diskucirt. Die De; hatten waren sehr kurz, und in 6 Sißungen wurde der Gejelz- Entwurf" *mit Ausnahme von vier Titeln genehmigt. Allgemein wanderte man sich über die Schnelligkeit dieses Verfahrens, das

egen die heftigen und langwierigen Erörterungen Über die ' éttschrift Fontans einen fchroffeu Gegensakz bildete, während eine Kriminal-Gerichts-Ordmmg , dieser wichtige Theil_der Geseßgebung, "eine weit längere Prüfung _und Diskukfiorx „Ju erfordern schien. Indessen war der Gejeß-Encwurf aur .die Bemerkungen der ectionen der Kammer vom Ministe- rtium mehrmals verbessert worden, so daß seiner Annahme --nichks Wesencléches entgegenstehen „konnte. Derselbe ist in “Deutschland durch eine Kritik des Professor Mittermaier be,- kannt geworden und enthält viel Gutes. Die vier Titel “waren fast nur wegenKleiuigkeiren verworfen worden, über die man sich nicht verständiger: konnte. Die Vertheidigung des Entwurfs führten bauptsächlich die Herren van Com- “dru ght, der Bürgermeister von Gene und Herr Sypkens, bei- .de itglieder der Geselzgebmrgs-Kommissiou, so wie der Justiz- Minister Hr. v. Maanen selbst, der sich mit roßer Würde: benahm “,und stch als einen gründlichen Rechts_gele)rten zeigte. Seit der “Rückkehr der Deputirten hatten mehrmalsKonferenzm zwischen der aus den Präsidenten der verschiedenen Sectioneu beste- ;henden Central-Secciyn und den Ministern üaccgefunden, xindem ein Königl. Bejchluß die Communicationen dieser Art organisirc hatte. Zu diesen Sektionen wurden nun. auch die zwei GeseH-Entwürfe über den Unterricht und die Presse ge- ;prüft. Der erstere fand aber “sowohl von Seiten_der Hol- :ländischen als der katholischen und liberalen Belgi1chen De- Putirten Widerstand. Die Opp'ostion der katholischen Partei- ;männ-er konnte nicht beÉremden; ihnen war der Exuwurf nicht -- ün i genug für die eéstlichkeit; denn da dieje das unbe- 7chr n te Recht, Alles zu lehren , als von Gottes wegen ihr

“gebührend, in Anspruch nimmt und von jeder weltlichen

*Macht im Staate unabhängig seyn will, so ist fie“ natürlich"

“wenig geneigt, die Verpflichtung einzugehen, sich durch Fähig-

*:keits-Z_eugnisse zum Lehrstande zu legitimircn. Einige Belgi-

xsche Deputirte brachten gänzlich unhaltbare Gründe gegen

den GeseZEntwurf über den öffentlichen Unterricht zum Vor- 0

schein. sagt? d- B. einer, daß, wenn das Gesetz ange-

nommen werde fich die Methode des errn acotot ni c verbreiten könne„ weil ihr zufolge (was Zeh it;?exThat Kr

_ Fall ist) auch Unwissende, und zwar alle Gegenstände, ohne

das Mindeste davon zu verstehen, lehren könnten! “Der Mj- nister von la Coffe richtete, da er voraussah, daß das Geseß verwyrfen werden würde, an die Sectionen die Frage: ob ex; mcht ra-thsamer seyn würde, die Re ulirung des öffent- ltckzen Unterricht;; durch ein Gesetz bis an,“ andere geeignetere Zetten zu verschreben? Da dieselbe von allen Seiten bejaht wurde, ,so, wuxde der Geseß-Entwurf am 25. März zurück- genommen. Dteser Ausgang war im höchsken Grade befrem- d'end, wenn man bedenkt, daß gerade der Zustand des öffent- ltchen Unterrichts die Haupt-Ursache der Bewegungen in den südlichen Provinzen war und der Regierung seéc1827 "viel gekostet und “ihr große Unruhe verursacht hatte. ' Inzwischen hatten die Untersuchungen gegen de Pokter und wwe P?itangeklagten begouncn und führten Zu einem merkwürdigen Resultate , das den Liberalen , und namentlich den Redacceuren des Courrier des Pays-Bas , im höchsten Gradx nachtheilig war._ Aus den in Beschlag genommenen zahlreechen Briefen, „dre Potter mic Tielemans gewechselc atce, ergab slch nämltch, daß beide nicht nur gegen mehrere-

Deputirte, wie z. B. gegen Herrn v. Secus , der sich des

Ersterer: in der zweitenKammer so warm angenommen hatte, sonyern auch gegen die Haupt-Redactenre des Courrier, die größtx Germgochäßung hegten; die Letzteren werden in jenen „Briesen beständig lächerléch gemacht, namentlich err van de „Weyer, der Herrn v. Potter vertheidigen sollte. erner fand man Quittungen über den Abdruck _von Schnupftüchern :*- ]a äs l)0_ttcr, die er selbst sick) zu Ehren hatte anfertigen undverkgufen lassen, und den Plan zu einer Medaille, die er, der stel) für de;“; O'Connell Belgiens hielt, a'uf fich schla- gen lassen wollte. Auch ergab sich, daß er ein kostbares Album, worin die Portraits mehrerer seiner Freunde stan- yen, nicht, wie er durch die Blätter verkünden ließ, zum Ge,- 1chcnk erhalten, sondern aus seiner eigenen Tasche bezahlt hatte. Diese und andere Thatsachen stellten die Herren der Opposition in einer solchen Blöße und Lächerlichkeit dar, daß in ganz Belgien Über fie gelacht wurde. Die Aktcnstücke' dieses merkwnrdigen Prozesses, der bekanntlich mit der Ver- bannung der vier Hempc:"AugesckMdégten, nämlich der Herren v. Potter, Tielemans , Barrels und v. Néve, endigte, find im Druck erschienen und kömmt reichen Stoff zu einem ko- mischen Heldengediéhte gebetx. Einige andere politische Ereig- nisse, die mit dem Oppositimrswesen zusammenhängen, waren Herrn v. Brouckere's Entlas'ung von allen Stellen, die er-beklei- der hatte (dieselöe wurde durch die Abselxamg der sechs Deputir- ten veranlaßt und von ihm selbst in den schärfsten Ansdrücken verlangt), und ein Erlaß des Bischofs von Lüttich, Hrn. van Bommel, eines Holländerxz. In Deutschland würde dasselbe für höchst ultramontan gegolten haben; nicht so in Belgien, vielmehr sprach der Courrier de la Meuse vom Ministeria- lismus des Bischofs , und auch die liberalen Blätter fielen darüber her. „Der Prälat fiel bei der Partei in Ungnade. Graf Robiano de Borsbeck, das Haupt der ultramontanen Partei, ex-ließ dagegen im Courrier des Pays-Bas - so groß ist die Einigkeit zwischen den Liberalen und den Jesui- ten -- ein IJTanifest, das die Pläne der Leute klar an den Tag legte. Obgleich bis jetzt ste allein vom Treiben der Op- position Vortheik gezogen haben, smd fie doch weit entfernt, zufrieden gestellt zu seyn.“ Die Belgische Geistlichküt genießt einer Unabhängigkeit, die sie in keinem andexn Staate Euro- pa's, selbstPortugal nicht ausgenommen, besitzt;,das philoso- phische Kollegium isk ihr zum Opfer gebracht; dte Gruudsäße dcs Gallicanismus snd in-Belgßen zerstört; ein_ ungeheures Budget secher§ die pecuniatre Extstenz des katholi1chen Klexu's, und dennoch 1préchc Graf Robiano von Unterdrückung, von feindlicher Gesinnung der Regierung , und was dergleichen

mehr ist. »- Unterdeffen harte fich die z'weite Kammer, der

eintrscenden Oster-Ferien wegen, bis zum 26. April vertagt, wurde jedoch erst zu Anfang des Monats Mai vollzählig ge- nug, um ihre Verhandlungen wieder beginnen zu können. In- der kurzen Zeit, xoährend welcher die Kammer noch bis zu ihrem Schlusse verjammclc war , beschäftigte dieselbe sch, außer mir eiuigenFitmnz- oder Steuergeseßen, von denen die meisten,. z. B. die überndie definitive Regulirung des zehn- jährigen Budgets, Über die erabselzung der Zinsen von den Obligationen des Tilgungs- yndikats u. s. w. mit großer Stimmen-Mehrhcik und ohne erhebliche Diskussion angeqoxn- men wurden, mit dem neuen PreßgeseH-Eucwurfe. Dtejer war auf die Bemerkungen ,der Sectionen von der ReglerUng