habe man eine ganze Räuberbnnde aufgehoben. Vor einigen i P
Tagen ging das Gerücht, es dürfte, da die Königin fich in gesegneten Leibesumftänden befinde, eine Amneftie erlassen werden; allein es ist noch ungegrundet.“
Türkei.
Die Allgemeine Zeitung meldet in einem Schreiben aus Konskanrinopel vom 10. Juli: „Nach Berichten von Adrianopel war der Groß-Wefir nach cMonciftiri aufgebrochen; auc!) soll bereits ein Treffen mit den aufrührerischen Albane- sern zum Nachtheil der Türken vorgefallen und der Sohn des Wefirs gefangen worden seyn. Mehrere Krieg51ch1ffe der Engländer und Franzosen sind aus dem Archipel nach Navarin abgesegelc.
Vereinigte Staaten von Nord-Amerika.
New-York'“, 19. Juni. Die Gcsekzgehung von Gedr- gien hat am 3. dieses Monats eine auf die in ihrem Gebiete kebenden Cherokes'en fich beziehcnde Proßlamatton erlassen, welche,xaus 15 Arcikeln bestehend, im Wojetitlichen Folgendes enthält: Das von den Cherokescn bewohnte Land wird mit -den Provinzen Carroll, De Kalb,_Gwin_nct und Habersham vereinigt und'den allgemeinen Geießen Georgiens Y_nterwor- fen; alle vom 1, Jimi dieses Jaixres sm_von dcn derokesen gegebenen Geselze und Verordnungen warn für nuli und nichtig erklärt und kalle gerichtlich anhängigen Strcirxackwn als abgebrochen und ohne Wirkung angesehen werden; *es wird verdoten,irgend einem Cherokesen,der auswandern will, daran hinderlich zu seyn; sie sollen frei mit ihrem Eigenthnm abziehen können; wer aber im Lande bleibt, muß sich Geor- giens Gesetzen unterwerfen; wer dcm Auswandern der Che-
rokesen Hindernisse entgegenstellt, wacht sich des Verbrechejis _ _ _ . “ ' ' gcxchmackvolle Erleuchtung, und die ver1chiedenen Musikchöre
der Aufwiegelung 1chuldig, soll ergriffen und, den Umständen nach, auf mehrere, höchstens auf 6 Jahre entweder, in das allgemeine Gefängniß des Staates oder bei harter, Arbeit in das Zuchxhaus gesperrc werden; wer einen im Auswandern begriffenen Indianer 'tödtet wird als Mörder gehängt; kein „Indianer. oder Abkömmling von Indianern wird bei Gerich- ten als Zeuge zugelassen , wenn ein Weißer zu eimer Partei gehört, es sey denn, daß lelzrerer unter den Iridiancrn lebe. -- Am Schlusse der Proklamation wird als eine Veranlassung zu derselben der an eblich wiederholte Versuch der Häupter der Cherokesen angeZÜHrt, ihre LandslcUte gegen den Staat Georgien und dessen Absichten einzunehmen und aufzuwiegeln.
Ein XW Giles Tinker befißt in einem Dorfe im In- nern eine auwollen-Fabrik, deren TNaschinen nur von Hirn,- den in Bewegung gesetzt werden; Über die Art und Weixe,
wie dieses geschiéht, fehlen bis jetzt noch die Details. .Fr-„_, .
Inland.
Berlin, 0. Aug. Zur Feier des Geburtstages Sr. Ma- jestät des Königs hielt die Königliche Akademie der Wissen- schaften am 5ten d. M. eine, öffentliche Sikzung. Der Se- cretair der philosophisch-historischen Klasse“, Herr Schleierma- cher, eröffnete ste: Herr Erman brachte znr Sprache einige elektrische Verhältnisse, wahrgenommen von ihm bei Turma- lin und Marekanir. Aus einem cm die Akademie, von Rio de Janeiro aus, eingesandten Bericht des Herrn Doctor Er,- man, über den Theil sein'er wissenschafrlichen Reise von Pe,- ter Paul nach Rio, wurden Auszüge mitgetheilt: eigentHÜm- liche Methode des Reisenden, die Neigungen und Zntentitä- ten zur See zu beobachten, mit beinahe gleicher Sicherheit als zu Lande: - erwiesene Nicht-Existcnz des allgemein an- genommenen Knotens des magnetischen Und rellurisckwn Aequa- tord in der Südsee, zwischen den MCkiÖiélWLU 237 und 217 öskllck) von Greenwich: _ problematisches Verhältniß der magnetischen Intensitäten für die kontitmiriiche Reihe der 2,70 Beobachtungsskationcn zwischen Petersburg und Rio:- MUZ? ISOgnostisckw Anfichten der Landungspläkze' an der Ams- rikanischen Küste.
... Zn „Königsberg ward auch diesmal die Geburts: feier Sr. Majestät des Königs wie immer auf das Frstlichfte begangen. Atn'Morgen ertönten von den 'Hauptthürmcn Lie- der des Dankes, daß die allmächtige Vorsehung den geliebter: Landesvater in ungeschwächter Kraft zum Segen seiner Völ- ker erhalten hat. Vor dem kommandirenden Herrn General,- Lieutenant VM Kraffc Excellenz_ hatte" die ganze Garnison aiif dem kleinen Exercierpkaßr große Peradc, die Kavalicrio zu
ferde, die Artillerie bespannt. Die" Königl. Deutsche Ge- sellschaft hielt eine öffentliche Sikzung, welche der zeitige Se- cretair derselben, Schulrach 1)r. Lucas , mit einem Prolog eröffnete. Hierauf erneuerte der Privat-Doeent und Lic'en- (M der Theologic, ])r. Lehnert, Nack) Voraussendung einiger Bemerkungen über das Wesen der geschichtlichen Erinnerung überhaupt, in der Festrede das Andenken an HerZog Albrecht und an seine Verdienste um die Preußische andeskircbe. Regierungsrats) Cannot schloß mit dem Vortrage eines Ge- dichcs. - Die Univerfiräc hatte durch ein gedrucktes Pro- gramm zur Festlichkeit auf den großen Hörsaal eingeladen, wo,- selbsk der Professor ])x*._Lobeck den festlichen Vortrag hielt. Gleichzeitig wurden ,die Namen der Studirenden angezeigt, welche für die beste Bearbeitung der aufgegebenen Preisfra- gen Prämien erhalten haben , und zwar; in der theologischer:
* FakUltäc erhielt die höchste Prämie der Studiosus Ludwig
endewerk, die zweite der Friedrich Gedies, und außcrLe-e wöhnlich auch der Eduard Dodillec und Adolph Benecke. “;n der juristischen Faerlrät ist eine Prämie dcm FranzHeinrich Bek- ker zuerkannr. Zu der medizinischenFakultär erhielcen die Scud. „Julius Heinemann und Raphael Tieizer, Und in der philo- sophischen Fakulräc August Wirt und Otto Dittmann. die ausgeseixzren Prämien. Zugleich wurden die Aufgaben für das k'Ünitige Jahr bekannr gemachr. In den Freimaurerlogen. und in mehreren öffentlichen Zirkeln fanden glänzende Mic- tagömahle statt. Das gesammte Offizier-Corps war in dem Lokale seiner Speise-Anskalk versammelt, das durch die Gnade Sr. Majesfäc neu eingerichtet worden; an dem ONirtagsmahle desselben nahmen auch Se. Excellenz der kommandirende Hr. General Antheil. Abends waren die Hauptstraßetr der Stadt erleuchtet. Zu den Gärten am Sohloßteich waren die frohen Bewohner am zahlreichsten versammelr. Ueberall sah man
vermeßrten die Heiterkeit der Versammlungen. Ganz vor,- züglick) war der Garten der Bdrsenhalle illUminirt, wo auch ein gläuzendcs Feuerwerk abgebrannt wurde. Die froh er- regte Mengc Überließ sichder Freude bis spät in die Nacht, begünstigt durch die schönste Witterung und durch keinen Unfall gcstörk. “
-- Aus Bonn wird unterm 4ten dieses Monats be-
richtct: Gestern feierte die hiesige Rheinische Friedrich-Wil- helms-Univerfitäc den Geburtscag ihres erhabenen Stifters, unseres geliebter: Königs. Herr Professor Scholz hatte das Festprogramm verfaßt. Herr Professor Näke hielt die öffent- liche Rede, in, welcher er an eine Uebersicht der größten ,und wohlthärigsten politischen Ereignisse der letzten Jahre und an einen Ueberblick des gegenwärtigen Standes der Litera- tur, besonders der schönen Literatur, den AUSdruck dankbarer Gefühle für Se. Nkajesiäc den König knüpfte. Zum Schlusse der Feier wurden nachfolgende Preisschrifcen gekrönt: Preise erhieiten 1) in der katholisch-theologischen Fakultät Joh. Sui- berc Brors aus Bochum (ihm ward der ganze Preis zuer- kannt), Idi). Nikol. Lenger aus Wart1ach (ihm "ward ein Accessit zuerkannt); 2) in der evangelisch-theologischen Fa- kUltäc Wilk). Schaller aus Krefeld, Gustav Pieper aus Essen (der Preis ward i_mter beide gleich vertheilt); 3) in der Zu- ristrn-Fakultäc Joi). Heinr. Heimsöcl) aus Köln (erhielt ein Accessic; 4) in der philosophischen Fakultät Ferdin. König aus Eurim (erhielt den ganzen Preis), Bern. Jol).Felgemacher aus- Bocholt und Bern. Wiedmann aus Herdingen (erhielten einen Preis unter beide gleich getheilc). In der medizinischen Fa- kulcät war keine Preis-Ardeic geliefert worden. Doch nicht blos die Universität, auch alle „Bürger Bonns, von dem herr- lichskcn Wetter begünstigt, haben durch ein öffentliches SchÜlzen- fest und zahlreiche Gastmahle lebhaft ihren Atitheil an diesem sshönen Feste geäußert.
- Wärdig und i"ch_öti (meldet man aus Elberfeld vom Zten d.) war die Weiße, in welcher unsere beiden höheren Lehr-Anskalten, das neue Real- und das ältere gelehrte Gym- nasium, beide blühend durch das. Wirken der neuen Schui- Kommission und durch das Streben der würdigen Direkto- ren und des gesammten jetzt so zahlreichen wachern Lehrper- sonals, -- heute den Geburtsmg ihres hohen Beschülzers Sr. Majestät des Königs durch einen solennen Accus im großen Saale des Museums feierren, und erfreulich war die große Theilnahme dcs gebildeten Theils des Publikums _an dieser Schulfeier. Sechs und zwanzig Schüler deklamirken gut ge- wählte meistens auf die hohe Bedeutung des Festes bc'züg- liche von vielen selbsr ausgearbeicece Reden und Gedichte, unterbrochen von schönen Gesängen. Anek) die Herren Leh-
„__.. .*;
1683
rer Or.“ Hantschke, ])1'. Mens und Siemers sprachen gehalt- volle Reden, dem Feste in doppelter „Beziehung entsprecherad. Daß Schlußwort jprach der Herr Ober-Bürgermeisrer Brü- ning und in sein: „Es lebe der König!“ stimmte Alles ein. Das Volkslied: „Heil unserm König heil“ endecehicr die Feier. Demnächst verfügte ßch der größte Theil der Fesk-Versamm- lung nach der Friedrtchssiraße, woselbst feierlich der Grund- stein zu eiuem neuen schönen Elementar-Schulgcbäude durch den „Herrn Ober-Bürgermeister Brüning, Namens der Schul- Kommission, gelegt wurde. Auch dort, wie überall, tönte es ZUM Schlusse-„es leb; der König!“, und eine zahllose Men- schenmenge stimmte hiermit ein. OJTittags waren die Auto- riräten, dir Lehrer_der höhe'rn Schulen und viele der ersten „Kaufleute: tm Muzeum zu einem frohen INahle wieder ver- sammeit, so wee dre Tafeln aller Gastwirthi zahlreich und fest- léch beteßt waren, und überall hallce der Jubelruf, begleitet von Becherklang, fürden besren König wieder. In dem Blu- men-bekränzreti Museum war Abends Erleuchtung und Ball. _- Durci_)_pat_rtotischen _Sinn zeichnete sich anch dieses I)?al die Gesellschaft „Genügiamkeic“ aus. Sie hatte Alles aufge- boten, den Tag -- der schon gestern Abend durch Kanonen,- schüsse verkündigt war, auf das wi'xrdigste zu begehen. Zu ihrem an einem Berge schön gelegenen Sommer-Lokal, aus welchem vom frühen Morgen ati Kanonen donnerten, war Abends Freudenichießen, Feuerwerk, Beleuchtung, Abend- essen u. 3. w. veranstaltet, welchen Festlichkeiten eine solche Menge Theilnehmer zuströmre, daß sie das von einer Utizähli- gen Volksmaffe umwogte Lokal kaum alle anfaehmen konnte. Es harre dee Geselljchafi ihren schönen Vaterlandsfinn auch mder eigenthümlichen Weise bethäcigc, daß sie einen alten armen Invaliden, der im Dienste des Königs“ tapfer bei Ligny mitgcfochcen Usid ein Bein verloren, zu ihrem Feste eingeladen hatte. Er hatte einen Ehrenplalx. an der Ta- fel und wurde reichlich beschenkt. Ein herrlicher kühler Abend, nach langer drückender Hiße, begütistigte das schöne Fefi, dessen Tausende von OJTenschen im Freien jubelnd sich erfreuten. Schon ist's spät in der Nacht, aber noch immer nicht hört der Jubel auf, und der Donner der Kanonen, und der Freudenruf: „Es lebe der König!“
Der jährliche Kursus der Lehrvorrräge an der Königli- chen Akademie des Landbaues zu Mdglin beginnt im Stu; dien-Jahre 1830 bis 1831, wie gewöhnlich, am 1. Okt. 1830.
Der Unterricht über ökonomische (Gewerbe wird durch Anleguxig einer bedeutenden Branntweinbrennerei , Brauerei und EjfigfÉrik ziiMöglin sehr vervollständigt, indem da- durch dir Schüler der Akademie zu Möglin Gelegenheit fin- den, dieie jekzt so wichrigen Zweige der ökonomischen Technik auch praktisch zu erlernen.
Zu diesem Zwecke wird der technische Chemiker Schöpfer, ein ausgezeichneter Schüler des polyrechnischcn Instituts zu Wien, der zugleich Dirigent und Theilnehmer der obenge- dachren Unternehmung ist, gegen ein Honorar von 6 Frie- drichsd'or jedem Schüler der Akademie des Landbaues zu Möglin, und gegen ein Honorar von 10 Friedrichsd'or jedem Anderen gründlichen Unkerrichc in allen Zweigen der ökono- mischen Technik 'ertheilen.
Möglin, den 6. August 1830.
A. P. T [) a e r,- Direitor der Akademie des Landbaucs zn ONöglin.
Vermischte Nachrichten;
x (Schluß der“, gestern abgebrochenen Artikels Über die ua- turlrchezr Hüissquellen von Algier.)
Die Gipfel mid Abhänge der Berge sind mit Eich-en-, CVPkcssen-, Wachholdew, Zedern-, Mandcl-, weißen Maul,- Heer- _und vielen andern mißlichen Bäum'en bedeckt, während Thymian, Rosmarin und ein Ucberfluß wohlriechendcr Kräu- ter die Lensrmic ihren Wohlgerüchen erfüllen. Keines der le“Itern halt ]edock) den Vergleich mit der Neßri-Pflanze oder
Mißen Rose aus, deren üppige Blüthen die berühmte Rosen- , Essenz, Ixtlär USZZU getrannt, liefern. Das Zuckerrohr wächst" allenthalben; Algier besitzt jedoch eine eigene Gattung dieser
Wanze, Welli)? bei den Einwohnern Suleiman heißt,- sehr [Wh SMPorsCHtejzc und mehr Zuckerscoff enthäch, "als irgend eme- andere ,bei-amico Gattung. Das gewöhnliche hier ge- baute „GEMÜ? 07 Weizen und Gerste; jedoch finder man “ZW Ml „MW- eine Art Korn, Durray genannt, und Reis. DMWMIT oder“ Erbsen diemcn ziir allgemeinen Nahrung;
***,: '_ ,- „.* _ 4, „. FKK?“QTPMQÜW27WWYMKRÉ:MLMJWYW7*;J :ÜWM _ ___ _ „ .
Heiser indeffen kennt der Algiersche Landwirts) nicbt. An chchen „bieten'die Küsten einen großen Reichthum dar, den jedoch die Gleichgültigkeit und Unwissenheit der Algierer nicht zu betiUßen versteht. An den östlichen Ufern ziehen sich die schönsten Korallenriffe hin , die mir weniger Mühe in einen unerschöpfltchxn Schgß von National-Reichthum verwandelt werden können. Dieser reichhaltige Erwerbszweig war vor ngefähr 300 Jahren *den Franzosen verpachtet und iieferte seit der Zetc dem Algierichen Schaß nur eine sehr geringe Ausbeute. Dre zur Fijcherei geeignetsStrecke dehnr fich vori Callr bis zum Vorgebirge Rosso aus. Zahme undwilde Thiere finder m_an überall, besonders das wilde Schwein, das eme Beule 1eines noch wildern Nachbarn wird, während es vori der Hand des Jägers wenig zu befürchten hat. Es untrrjchetdct [ich von der Europäischen Gattung durch einen Zrößereu Kors rind durch zwei nach innen gekehrte Hauer, Lin Stachel1chwemen isc'Ucberfiuß, dagegen giebt es nur wo- nige Hqseti und noch weniger Kaninchen. Dieser Mangel wrrd rccchlcchidurch Tansende vdn Büffeln, Antilopen, Ga- zellen UUÖ wilden Ziegen ersekzc. Zu den seltneren Thieren Jehdrcn der Fach, eine Art wilder Stiere, der Gar, zum Ledparden-Grjck)iechc gehörig, und der Hakkar, eine Zicqcnart tmr Rattrn-Ohrcn, weißem Bauch und am übrigen Körper von gelbltcher Farbe. Die vorzüglichskcn wilden Thier-Arten firrd Löchn, Panther, Hyänen, Unzen, wilde Kaizen. und (Boldwdise. Der König der Numidischen Wälder ist in kei,- ner Hmficht entartet und, der Aussage 'der Araber zufolge, noerh immer das snrchtbarske und zu gleicher Zeit das groß- muchegske Thier seiner Gattung. Der Strauß ist, ausge,- nommen an den Gränzen von Marokko, so wie in der Wüste Angad mid tx) den Engpässen des Berges_2itlas, wo man thndcswcilen in zahlreichen Haufen sehr, in der Regentschaft Algier selten zu finden. Dagegen ist das Land überladen mic Myrmden von Gewürmen, Skorpionen und Heuschrecken, welche leßtercwxc Recht den Namen einer Afrikanischen Landplage verdrer-en würden, wenn nicht die Bergbewohner und andere Etrigcbdretze, die davon vor alten Zeiten den Na- men Ak'ridofagi (HeujMeckenfresser) bekamen, sie als Nah,- rungswrttcl gebrauchten. - Die Arabischen, Neger- und Amazrghan-Stämme, welche die innere Bevölkerung dieser Regencxchaft ausmachen, führen hauptsächlich ein Hirtenieben, weshqlb ihr grdßter Rcichthum in Heerden besteht. Da jede Provinz uberretch an 'Weidepiäßcn isi, so besitzen ste einen Rrwhthum an_ allen möglichen Gattungen von Hausthierm, Pferden, Ochjen, Kameelen, Eseln, Maulthieren, Hornvieh, ZiSZeU u. s. w. Das Pferd der Barbarei wird im Lande :ehr hoc!) geschäixc und kommt dem Arabischen an Schönheit mid Bchrndrgkett gleich, wenn es letzteres nicht gar über- triffc,_wiewo'i)l-der Neger die Pferdezucht schlecht versteht, und dre vorzugltfchsken Gattun en mithin selten geworden smd. Das-Hornvtehwsr klein; die „Huh giebt, mit der Europäischen verglichen, wenig Milch. Algier ist, wie Marokko, das Ge- biirtsiaxid der bxrübmten Mcrinoschafe, und man findet dort die Gattxmg wir den großen Fettschwänzen häufiger, als ir- gendwo „jonst m der Barbarei. Dcr Algiersche Esel isi un- Zewdhnlich groß und zierlich; es ist deshalb nicht auffallend, in einem Lande,.das so 1chöne Pferde und Esel besitzt, die besten Maulejel m der Welt zu finden, die mehr Lasten tra- gen und. mehr Beschwerlichkeiten erdulden können., als es in irgend einem andern Lande der Fall ist.
_ Geogti_oskische Neuigkeit.
Unter dieser Ueberxchrifc theilt das Ausland folgendes Schretden aus Yenedig mit: „Die thierischen Ueberresie, wegen ihrer Conjervation und Bestimmtheit merkwürdig, die mgn seit einiger Zeit in den Höhlen Deutschlands, Frank- reichs und Englands aufgefunden, haben die Aufmerksamkeit der Naturkundigen in einem hohen Grade auf fich gezogen und dadurch ein neues Alter für unsere Erdkugel, eine tiene Fo-rmakwn in der Geologie begründet. Italien, im weitern Siniie des Worts , das in Hinsicht der Knochen, Trümmer- gesteine (XBecnbreccicn) alle Länder Übertrifft, weil es de- rer? am Scerbziro di Romagnano bei Verona , am Berge Uliveco zU'Pija, am Monide Chateau in der Grafschaft Nizza , am Vorgebirge Palenuro zu Neapel, in Sicilien, Korsika und Sardinien, dann in Dalmatien in großer Man- nigfaltigkeit und _Menge aufzuweisen hat, konnte bisher, un,- geachtet alles Fleißes und. Untersuchejis , in den vielfältigen Höhlen, deren es auf dieser Halbinsel so viele giebt , keine Ueberresie von Lande- und Säugethieren entdecken. Es ist bekanntL welche Muhr und Uxikosken der '..rcjche Minera- log/ PMMLUS Vitaltcxxid Borromeo i:: kaiiand, bci