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Zweites Dekret. Von der Nothwendigkeéc Hure!)- drungen, eine auf gleichen Grundsätzen mir der Griecheschen Regierung basirte Verwaltung zu haben, un) den Mißbrauch der Gewalt zu verhindern, so wie um dre Herrschaft der Gesetze und die Sicherheit des Landes aufrecht zu erhal- ten: - in Betracht, daß Diebstahl, Seeräuberei und Ver- lelzung der Rechte der Bürger die natürlichen Früchte dßr Anarchée und der Volksregierung smd, daß es ferner fÜr_ dte Insel Samos wichtig ist, den Europäischen und Griechjxchen Kandel, so wie die Beobachtung des von der Griecht1chen
egierung eingegangenen Waffenstillstandes, sicher zu stel- len: -- in Betracht: endlich, daß in Bezug auf diese ver- schéedenen Punkte verständige und streng verbindliche Maaß- regeln zu treffen, -- bcscbließkdie General-Versammlung von Samos, den Axtikeln 1. 2. und 3. des erstenDekre_cs gemäß,: Art. 1. Jeder Sqmier oderjeder Fremde, der den Gesetzen zum»:- _ der die persönlichen Rechte eines Bürgers verlelzr , d, [). sein Leben, seine Ehre und sein Eige'nthmn angreift, soll nach der Natur des Vergehens streng bescrast werden. Art. 2. Jeder Samier oder Fremde, der nach Afien geht, um dre
Türken zu plündern, soll zu ewiger Verbannung verurtheilc ;
werden. Wa t er es, sich z:; zeigen, so soll er sogleich ver- haftet, vorurc)eilr, in Ketten gelegt m_xd sein Eßge21thun1 von Rechts wegen confiscirc werden. Art. 3. Wer Sexraub treibt und die Sicherheit des Handels; stört, 1oll mit Wixxex Schiffsmannschaft und seinen Gefährten verhaftey und ste alle zu den Ketten verurtheilt, ilkre Güter aber emgezygen werden. -- Art. 4. Die Orts-Bc)dvde kann dringenden Falls die bewaffneke Macht für die Aufrechtßa'lcung dex öffenclrchn “Ruhe vermehren. - Art. 5. Da es unmögitch rst, ohne Geld eine gute Polizei auszuüben und die Ordnzmg aufrecht zn erhalten, so wirddie Orts-Behörde den Perwney, welche die Zehnten, ZöUe und andere Auflagen gcpachtet[)ab?t1,thrench- stand leihen. - Arc. 6. Dajedes Volk durch Religeonz Sprueche und Sitten einen eigenthümlichen Charakcer har, 1,0 erklart die General-Versammlung, um den Griechischen Chargkxer in seiner Reinheit zu erhalten, daß jeder, der sci_ne Reltgton verachtet und die Pflichten der Morgenländi1chen Kn'clx “vernachlässigt, als ein sirrenloser Mensch_ betrachtet und von allen Civil- und Militair-Aemcern ausgesthlvffen werden soll. Eben so solljedcr, der der Verbreitun der Aufklärung schaden will, indem er der Errichtung Grit: )isther Schulen für de_n wechselseitigen Ur1terrichrHi11der11iffe,it1 den Weg legt, m den Augen der Nation mic Schmach bedeckt und von allen Aemtern ausgeschlossen werden. - Art. 7. Die Orts-Be- hörde wird gegenwärtiges Dekret seitkem gaztzen Inhalte nach zur Ausführung bringen. Chora, 7. Zum1830.„ Gez. szr Yräfident Antonio Giorxgiades , der erste Secrecatr Joannts phinis und 74 Repräjentancen.
Vereinigte" Staaten von Nord-Amerika.
New-York, 10. Juli. In der hiesigen Abefndpqsi' Liest man: „«n Hinscbt der vom Präsidentenzuruckgexpte- senen Bills ergiebt es sch, daß die Opposcions-Blätter thre Rechnung ohne Wirth gemacht haben. Aus allen Gegenden, wo man glaubte, daß diese Maaßregel ungünstigen-Emdruck machen würde, e_rfährt man im Gegentheile, daß fick) dort das Vertrauen auf General Jackson's Festigkeit, Vaterlands- liebe und Weisheit nicht im geringsten verändert hak, was namentlich in Kentucky und Ohio daxr Fall ist, welche Staa- ten am meisten dabei interesfirt sind. Eben so verhält es fich mit Maryland, von wo man schreibt, daß man fich gerqde durch diese Maaßregel von des Präfidenken Abficht, dre Uncon qu befestigen, überzeugt und beschlossey hätte, den Versuchen der Partei des Herrn Clay's, Uneimgkeéten unte_r den ver? schiedenen Staaten zu bewirken, mit Ernst zu wrderftehen.“
Die Schuld des Staates Pensylvamien beträgt (exnem dasgen Blatts zufolge) 13 Miuionen Dollars und; der jähr- Uch dafür zu zahlende Zins 620,000 Dollars; dre Schuld nimmt täglich zu; alles Grund-Eigeuthum des Staates dtent zur Hypothek. Es gab eine Zeit (sagt jenes Blatt), wo der Staat Geld auslieh; “etzc aber, wenn man nichc auf ganz besondere Ersparnisse éedachc ist, wird man zur Be ahlung der Zinsen der dffentlichen Schuld eine Taxe auf rund- Eiqenthum legen müssen, was niemals ndthig gewesen seyn würde, wenn man bei 'den vorgenommenen sogenannten m- neren Verbesserungen mit mehr Umsicht und Sparsamkeik zu
Werke ,ge angen wäre. , Im ehren April-Monac betrug die Einnahme beim Zoll-
Ilmte von New-York 2,128,Z56 Döllars, was mehr ist, als *
Fett mehrerey Jahren in irgend einem Monate eingekom-
“ vor der Thüre.
Süd-Amerika.
Die Allgemeine Zeitung enthält folgende Privat- Nachrichten aus Montevideo vom 26. April: „Ich hatte Ihnen von unserer jungen Republik bishsr nur Gutes zu melden, und in der That war es erfreulich zu sehen, wie Legislatur und Exekutiv-Gewalt in “ungetrübter Eintracht da- hin strebten, durch weise Reformen und Gesetze unser Land zum Sitze der Zufriedenheit und der wahren bürgerlichen Freiheit zu machen. Während der Dämon der Zwietrachc beinahe in allen Ländern dieses Weltcheiles wüthet, und rings um uns alle Nachbarn unter der Geißel des Bürgerkrieges bluten, lebten wir hier in behaglicher Ruhe, keinesweges ohne Theélnahme , wohl aber ohne direkten Antheil an dem , was außerhalb unserer Gränze vorging, und vor Allem damit be- schäftigt, unsere Institutionen zu vervollkommnen und zu befestigen. Leider war dieses Glück zu schön, als daßes hätte bleibend seyn können. Ein Paar ehrgeizige Köpfe, die es verdroß , daß ihwen kein Antheil an der Verwaltung zufiel, wußten unsern Gouverneur -- einen gutmüthigen, aber etwas schwachen Mann -- auf ihre Seite zu bringen , und indem sie ihn glauben machten, die “Mitglieder der Legislatur arbei- ceken an seinem Untergangs , bewogen sie ihn endlich zu dem Encschluffe, eine gewaltsame Auflösung des gesekzgebenden Kör- pers zu versuchen. Um diese zu bewerkstelligen, war die Entfer- nung des Milicairs aus der Hauptstadt erforderlich, da vorauszU- sehen war, daß dasselbe, imFalle einesGewaltskreiches vonSeiten derRegierung, nicht dieser, sondern den Repräsentanten zufallen wüxrde. Die Garnéson erhielt daher Befehl, nach einem Gränzorte zu marschiren, aber die Legislatur widersetzte fich dieser Maaß- regel, und die Garnison blieb. Der Gouvernsur , erbittert, äußerte sich darüber in den stärksten Ausdrücken und drohte -- unvorsichtig genug -- mit der Abdankung.“ Gerade das war es , was man wollte; die Repräsentanten eilten daher, den. Gouverneur beim Worke zu nehmen, und mit der An- zeige von der erfolgten Annahme seiner Dimisfion erhielt ex“. zugleich die Nachricht, daß ihm ein Nachfolger gesefzt sey. Dadurch wurde jeder Rück'critc unmöglich, so wie man denn auch eine nachgefoxgte Prorestation des alten Gouverneurs als einen "zweiten Beweis seiner Schwäche ganz ignorirte. Diejenigen aber , welche "ihn zu diesem Schritte verleiteten, zogen sich aufs Land zurück, um zu sehen, ob es ihnen ge- linge, das Landvolk gegen die neue Regierung aufzuwiegeln. Es sind Leute,. die allerdings einigen Einfluß haben; dringt dieser durch, so haben wir“ den Bürgerkrieg, und die Ruhe des Landes ist für lange Zeit dahin! -- “Ker Minister der auswärtigen Angelegenheiten von Buenos-Ayres traf heute mit dem Englischen Packetboote hier ein und wird morgen nach Rio-Janeiro abgehen , um gemeinschaftlich mit einem
,Abgeordnecen des Kaisers den Entwurf "unserer Verfassung
zu prüfen, welche nach erhaltener Sanction dieser beiden _Mächxe ins Leben treten soll. Dasselbe. Schiff überbrachte uns Nachrichcen aus Buenos-Ayres, welche einen neuen Bürgerkrieg unter den La Plata-Provinzen befürchten lassen und alleHoffnuxrg benehmen, daß die versuchte friedliche„Ver- ständigung zwijchen den divergirenden Parteien zu Stande kommen werde. Gouverneur Paz zu Cordova hat sejne schon beträchtlichen Streitkräfte durch einéVerbéndung mit den Provinzen San Luis und San Jago vermehrt und be- droht die ihm feindlich gesmnte Regierung von Buenos-Ayres mit einem Ueberfalle, Letztere dagegen hat sich mit den'Pro- vinzen Santafé _und Entre-Rios verbunden und bereitet fick) zu einem kräftigen Empfang des Gegners vor, wenn er “einen Angriff waZen sollte. Ein neuer Bürgerkrieg ist also 'eider scheint es immer klarer, daß nur mit
der Vernichtung der einen oder der anderen Partei diese un- glücklichen Länder ZU dem innern Frieden gelangen können, dessen sie sehr bed rfen. Daß diese düstern Ausstchcen eine neue Entwerthung des Papier eldes zur Folge hatten, kann nicht befremden. Ein Silbertéaler muß jetzt mit 10 Papier- thalern bezahlt werden. Um diesem Uebel zu begegnen, hat die Regierung von Buenos-Ayres die Ausfuhr der ge rägten und ungeprägten Metalle bei Strafe des dreifachen erthes verboten, was auch wirklich einige Besserung des Papier el- des bewirkte. Noch vollständéger wäre der Erfolg, gewe en, hätten nichc die Spekulanten in Metallen ihr dem öffentli- chen „Kredit so nachcheiliges Spiel mit erneuerter Wurf) be- onnen. Um das Uebel an der Wurzel zu fassen, ließ die
ZKegierung die vornehmsten Geldmäkler aufgreifen und an Bord des Gefangenen-Schiffes bringen, wo so scixon-vierzehn Tage sitzen sollen. Dadurch ist*nun zwar der Agtotagc emer der mächtigsten Hebel benommen, allein-die Maaßregel „_ist hart und in hohem Grade .willküh*rlich. Das Gesetz ver- dammt ein Verfahren der Art; obRückfichten auf das all-
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[ gemeine Wohl dasselbe rechtfertigen können, müssen wir da-
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hingestellt seyn lassen. Eiqe kürzlich stattgehabte Wahl der Mitglieder der Legislatur ftel abermals ganz zu Gunsten der Regierung aus; das bisherige System der lelzteren wird also keine Aenderung erleiden. Die Communication zwischen Bue- nos-Ayres und Chili zu Peru ist durch die Operation des Gouverneurs sz zu Cordova zum großen Schaden des Handelsstandes 1chon lange gehemmt; wir smd daher ohne alle Nachrichten aus jenen Ländern.“
-- An den (vox einiger Zeit mitgetheilten) Briefwechsel zwischen dem Engltschen Gesandten in Columbien, Herrn _Turner, und dem “General Bolivar, schließlsick) folgende Korrespondenz _des nämlichen Gesandten mit dem Vice-Prä- stdenten von (Lyluxnbéen, Caicedo. „Der uufsrzeichnete au- ßerordentliche Gejandre und bevollmächtigte Minisker Sr. Britischen ?Naxestät bei der Republik Columbien beehrt sich, eine Korrespondenz mit Sr. Excellenz dem Minßsrer der aus- wärtigen “Angelegenheixcn von Columbien, General Caicedo, einzuleiten, um Se. Excellenz zu ersuchen , fich über einen _ Gegeyskatxd zu erklären, der fÜr seine Regierung sowohl als für dre von Columbéen von der höchsten Wicksigkeit ist, und um so mehr, da Zr die Frage über die Fortdauer oder das Abbrecheyder zwijcben Heiden Ländern bestehenden feierlichen Verträge an sich schließt. -- Der Unterzeichnete , durchdrun- gen voxa dem innigen Wunsche seiner Regierung für Colum- -béens Wohl, hat mit eben so vielem Bedauern als Erstaunen in der Bogota-Zeitung vom 18cen April die Abschrift einer “von der„ausübenden Gewaxt an den'Kongreß gerichteken Botschaft gesehen , in welcher die Bildung einer besonderen Regie'runJ sür Neu-Grauada und die Auflösung der Repu- blik vorgexchlagen wird. -- Es liegt nicht in der Abficht des Unterzeichneten, fich in die inneren Angelegenheiten des Lan- des zu mischen.. Die Regierung Sr. Majestät hat es mehr als einmal bewiesen, daß fie keine- solche Abschc habe. Sie würde aber glauben, eine wichtige und heilige Pfléch zu ver- Lelzen, wenn Ke zögern sollte, Ew. Excellenz anzuzeigen, daß, wenn die: besagte Maaßregel vom Kongreß gebilligt und in Ausführung gebracht wird, der Vertrag zwischen (Großbritanien und Colnmbien 1950 !J'acto als antmljirc anzusehen seyn und die Function desUnter ei-chneten als Britischen Gesandten bei der Re,- .:publik sogleich aufh ren würde. »DerUnWrzeichneke hat bei dieser Mittheilxmg an Se. Excellenz keine andere Abscht, als die Columbi1che Regierung auf die Folgen einer Maaßregel'auf- merksam zwmachen, welche die Verhältnisse der Republik zu einer befreundeten Regierung verlezt, deren Repräsentant noch gestern in einer öffentlichen Audienz von dem ausgezeichneten Oberhaupte der Republik die Zusicherung einer getreuen Beo- “bachtung der beide Länder verbindenden Verträge empfing. “Englische Gesandtschaft. Bogota den 19. April 1830. * „ „ W. Turner.“ Auf dteses Schretben erging Tages darauf folgende Ant- wort: „.Der unterzeéchnete Minister Scaacs-Sekretär der
auswärtigen Angelegenheiten der Republik Columbien har '
'die Ehrq gehabt, die Note zu empfangen und der Regierung miczuthetlen, mit welcher der außerordentliche Gesandte und "bevollmächcigce Minister Sr. Britanischen Majestät ihn ge- ,stern beehrre und in welcher derselbe sein Bedauern über die -am 15ten dieses Monats von der ausübenden Gewalt an “den Kongreß erlassene Botschaft bezeigt. - Die Botschaft der Regierung, die das Bedauern des Gesandten, an den das “Schreibcn des Unter eichneten gerichtec ist, erregt hat, weit “davon entfernt, die ufiösung der Republik zu bezwecken und dadurch die ihrem Dasein gebrachten Opfer unndthig zu zmacjhen, beabstchtigc gerade deren Aufrechthaltung. Diese Abfuhr bewog dee Regierung zur Annahme “von provisorischen u'nd versöhnenden Maaßregeln, die, ihrer Meinung nach, ge,- ergnet. waren, die Aufregung in der öffentlichen Stximmung _zu dämpfen, damit die Repräsentanten der Bewohner des alten Venezuela und von„Neu-Granada fich-mét Weisheit über dte_ ungl„ücklicher Welse unterbrochene Union berathen, alle_ Zwrskgkettm „besetttgen und eine Uebereiykunft ab;- "schlteßen köntzen, ww solche am angemessensken erachtet würde. Der Unterz_etchnete hat den Befehl erhalten, deern. Ge- sandten dieje Darlegung auf die bestimmteske' Weise zu ma-
.chen und ihm die Verscherung zu geben, daß die Union,. wie
ste es immer gewesen, auch dermalen der Gegenstand der fort- wshrendetx „Anstrenzzungen der„_Columbischen Regierung ist. "Deese Poltttk hat dte Regierung unausgeseßt befolgt, weil fie sch Überzeugt hält, paß die Union das Wohl der Nation schern muß; auch wxrd die Regierung kein friedliches Mittel
'verabsäumen, um ihren Zweck zu erreichen. -- Die gewissen-
hafte Beobachtu::g der Verträge , die wir mit fremden Na- ttonen abschlossen, welche unsere von dem Mutterlande er-
überein; und die Regierung hat den Unter“ ei; neten beau ; tr,agt, dem Minister Sr. Bricanischen Majezstäle? auf „das bef- sttmmtxstej zu erklären, daß, wie auch die bestehendenFormen und Eznrxchtungen sind, oder wie fie sich auch künftigan dem Gebxet gestalten mögen, das die dermalige Republik bil; der, es dre unwaydelbare Absicht der Regierung sey, den in dem Vertrgge zwcschen Columbien und Großbritanixen enthal- tenen Bescxmmungen au'cl) künftig mit der früheren Gewis- senhasttgketr Folge zu letj'ren. - Die Versicherungen, welche das Oberhaupt der Regterung Ewr. Excellenz gegeben hat, werden“ treu gehalten werden, und, der Schwierigkeiten unge- achcek, tnjdenen-fich dermalen die Columbische Nation befindet, glaubt dre Regteryng auf das zuverlässigste durch die Vermitt- lung des erterzeccbneten verstchern zu können, daß sie voll- kommen aber die Nothwendigkcic einverstanden ist, ihre in threm Namen eingegangenen Verbindlichkeicen gegen eine be- freundete Nation zu erf:':Uen, die von jeher im besten Ein- versrä-ndniß mit der Republik war und gegen die sie Ver- bindlwhkejten ha?, dsren fie stets mic Dankbarkeit und Er- kqnntlrchkez't geöstxken wird. - Der Unterzeichneke hofft, daß dtese Ausettzandcrjeßung dem außerordentlicßcn Gesandten und bxvollmächtcgtcn Mimister Sr. Bricanischen Majestät hinlänz- ltck) „scheincm wird, und hat die Ehre u. s. w. * Domingo Caécedo.“
B [ F n l a n d.
_ er in,. 16. August. Se. Königl. ob. der rin Freedricl) ist, Nachrichten aus Düsseldorf zéfolge, WZck derY nach London gemachten Reise am 10ten d. Abends wieder daselbst eingetroffen.
- Am_11tcn d. M. [angte Se. „Durchs. der Herzog von Brauyschwetg, tzcbst Gefolge, von When kommend, in Düs- seldoxs an und WM, nach erfolgtem Pferdewechsel, die Reise sogletck) nach Elberfeld weiter fort. „
-7 Gestern_k)éer eingegangenen Nachrichten aus Kon- stanttnopel znsolge, ist der Königl. arrßerordentlickx Gesandte und bevollmächkégte Minister bei dcr Ottomat1ischen Pforte, Kammerherr von Royer, am ??sten v. M. nach langen Lei- den, an den Foolgen der Waffeysxxcht, daselbst verstorben.
";- Der „Herr Regi_erungs-Ratk) von Türck zu Pots- dam :| „von dem Parijer Verein für christliche Moral in dessen Stßung vom Mai d. Z. zum Mitglied: ernant worden.
„ P r e i s f r a g e dex phtlosop_h_isch-hi|orischen Klasse der König- !tch-Preußtjchen Akademie der Wissenschaften . für das Zahr1832. , Bekannt gemacht im Jahre 1830.
Dre Morgcpländische Geschichtskunde ist zwar in der neuestey Zett , wwohl durch die Bekanntmachung wichtéger Mgtertalien, als durch trefflich_e Untersuchungen, vielfältig er- wettert worden, und der Auf1chwung, welchen die orientali- schx Philologie genommen hat, ist nicht ohne wohlthätige Wtrkzxng auf die kritische Erforschung der Geschichte der Afiattjchen Völker und Staaten geblieben. Gleichwohl find das inner; Leben der Morgenländischen Völker , die Eigen,- thümxichketten ihrxr Verfassungen und die gegenseitigen Ver; hältmsse .der verjchiedenen Bestandtheile der Morgenländi- schen Retesye bjs jetzt noch wenig berückfichtigh worden; und selbst dre txznere Geschichte des Arabischen Reiches, insbe- syndere das von den Arabern angenommene t'n vielen Be,- ztehungen sehr merkwürdige System der Provinzialverwal- tung tsk noch kemesweges aufgeklärt worden, obgleich in ein- zßlnen älteretx und neueren Werken die Wichtigkeit, und selbst dre Wohlthättgkeic, der Wirkungen, welche die Herrschaft der Araber für einzelne Länder , z. B. für Aegypten und Spa- nien, h.at_te, anerkannt und, angedeutet worden ist.,
Dtese Erwägungen haben die philosophisch-historische Klasse der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaf- ten bestimmt, die. Aufmerksamkeit der Geschichtforscher und Orientalisten auf die Geschichte derArabiscben Provinzial- verwaltung zu lenken und für, das Jahr 1832 nachfolgende Preisfrage aufzustellen: _ .
„Wie war die Verwaltung der Provinxen des Arabischen „Reichs in der Zeit der Selbstständig eic des Chalifats, „also seit der Entstehung des Arabischen Reichs und des- „sen Begründung, durch lden Islam bis gegen das Ende „des eilften Jahrhunderts der christlichen Zeitrechnung, be-
, ck ffkn ?“ **
d' .
a . , Die Klasse wünscht, daß“ die Arabische Provinzialverwal- tung nicht blos im All emeinen, sondern auch, und zwar
.ganz besonders, in Bezie ung auf die einzelnen Länder, welche
dem Arabischen Reiche unterworfen waren, sorgfältig erforscht '
oberte Unabhängigkeit anerkannten, stimmt mit dieser Politik
und dargestellt werde. Sie wünscht ferner, daß der Zuftgnd _