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De aus dem Lager von Sidi-Ferrch) hierher gebrachten Ge- gmskände smd größtentheils ausgeschtffc und würden es schon ganz seyn, wenn se eben so schnell in Empfang genommen und in die Magazine gebracht würden , als fie “abgesteferc werden. Nur das Letztere ist die Sache der Marine. Dem- nächst wird das Geschütz und das ganze eroberte eregs- Material eingeschiffc werden, wozu 4-6 Flöten oder großar Gabarren erforderlich find. Sobald der innere Hafen, der sehr Akin ist, von den in der Ausrüstung begriffenen teben kle-t- xen Fahrzeugen geräumt seyn wird, sollen jene chiffe m Denselben einlaufen und nach einander ihre Ladung ettxneh- men; ste werden dann nach Frankreich und von dort wreder Hürher geschickic werden.“ . „Zu der Bai von Algier, 28. Jul:. Ich habe die Ehre, Jhne_n zu melden , Daß das “al;; Fkütschiff ausgerüstete Linienxchiff „dex Nestor“ mtr W- Mtllionen aus dem Algierixchen Scha§e _und „400 Franken von der Armee nach Toulon angjandc worden äß. Die aus dem Schaße dcr RegenUchafc xnxnom- mene Summe bcläuft sich bis jekzt auf ZZY'JNTUWUM. Zwei Millionen, die wir aus Frankreich mugenommcxr hatten , smd bereits zurüxkgesandt. wor_den. -7 Dec Expedition dcs Cc)t1tre-Admir_al von Roxamel „10 WL“ _eßern unter Segel gegangen; sie besteht aus den L_:nxenschts- Yen „Tridenc“ und „Superbe“, letzteres als Flücjchtff aus- gerüstet, aus den Fregatten „Guerriére“ uind „Survchance“, Oer Brigg „Ackeon“, der Goelette “IWF,“ und der_r Bom,- Jenschiffen „Vulcain“ und „Vesuve“. Cms Floxtalle von 13 Transport-Fahrzeugen mit Lebensmitteln für exnen Mo,- xtac und ein Scallschiff für die Pferde begleircn dtese Expe- dxition. Admiral Rosamel hat. Befehl, nach Bona zu gehen Und dort, den Absichten des Ober-Befehlshabers gemßß, gür- W)“ oder mit Gewalt eine Besatzung einzulegen. Dte einge,- Tchiffcen TruÖen find 2750 Mann stark. Nächskdem werd
Ur Admiral, den Befehlen Ewr. Exxellcnz zufolge, Znit sei- MX Flotten-Abkheilung nach Tripolis kegeln und dort m allen
Punkten den Instructionen gemäß verfahren , _die Sie mir Mit Ihrer Depesche vom 1sten d. M. fü:- thn übersandt ' en.“ *
W “ „Zu der Bai von Algier, am „28. Juli.
Ich habe die Ehre , Ihnen den Empfang ZhrerxDepx- Tche vom 15ten d. M. „zx: bescheinigen, durch dae Ste mtr erigen, daß Se. Ma1c|är auf Ihren Antrag unh zum Ge- dächtniß an den ruhmvollen Antheil, dera ;ck- an dteseerpe- dition genommen, deren Gelingen zur Sex für uyxnögltch gez" Halten wurde, bestimmt haben, daß das Ltmenschts „lg Pro- vence“, an dessen Bord meine Flczgge weht, Mnfttg Yen Namen „Algier“ führen soll. Diese Verfugung tsk beretts zm Ausführung gebracht worden.“ _. , ' „
Das Offizier-Corps der sechsten Mtlttatr-Dtvrsion [Yat ms Besangowvom 7cen d. nachstehende Adresse an den Ge; Unalfcatthalker erlassen: „Die Offizierx „des S_tabes„ unk) dxr Iutendantur der sechscen ONilitair-Dtvtfion, 1.0 wre dre m Besangon garnisonirenden Offiziere von allsengGraden und Waffen-Gattungea, haben die glorreichen Eretgmffe des ?Zsten jmd 29. Juli mit Begeisterung vernommen. Sie veremtgezt F:!) von Herzen mit den Parisern, die durch thre Tapferkeit die Freiheit wieder errungen haben. Sie erwartet) vom Pa,- I-riotismus der Kammern die schleuni e Promulgtrung emes constitutionnellen "auf den von Sr. „ önixglichen Hohett dem Statthalter des Reiches versprochmeu Büxgschaften begrün- deten Kdnégthums. (Folgen die Unterschrtften.)“
' Die *. aus den Provinzialstädten ankommenden Posten Nächten, daß überall, wo die Erhebung Yes Hauses Orleans auf den Thron bekannt geworden, Volksesre, Erleuchtungen aud Freudenfeuer veranstaltet werden'. , ,
Das Garde-Kürasfier-Regiment aus Meaux sst gestern Nachmicta hier eingerückt. '
Der Éeneral Despinois, der fich bemüht hatte, etnxn Dauern-Aufstand in der Vendée-zu Stande. zu bringen, :|
verhaftet worden. In'Nimes war die dreifarbi Fahne am 5ten d. M. esaßung bestand nur aus
Noch ttßcht aufgestechc; die dortige Schwazern. Der verständige Maire hatte die Gährung der Wmütl)er*zu beschwichtégen und die gestörte Ruhe wieder- Jstzusrellen gewußt.
, .Das Amt emes Ober-Zägermeiskers soll eingehen und 55? Kdmgl. Jagden sollen zum Besten des Staats verkauft «rden. “ "
Die General-Directionen werden, wie es heißt, aufge- M'M UUd durch Abtheilungen der vexschiedenen Ministerien «WO- Wkkden; so würden 75. B. in diesem Falle die Zölle, UZ “Einregiftrirungswesen und die Steuern einzelne Abthei-
lungen des Finanz-Miniskeriums bilden u. s. f. Nur die General-Posk-Direction soll eine Ausnahme machen.
Der Courrier franxais will wissen, das Gehalt der Minister werde auf 80,000 Fr. und das des Präfekten-des Seine-Departements auf 50,000 Fr. vermindert werden.
Graf Flahaut wird, wie man sagt, zum diesseitigen „Bot- schafter am Londoner Hofe ernannt werden. *
Der bisherige Divifions-Chef für die allgemeine Polizei beim Ministerium des Innern, Herr Levacher-Duplessts, ist durch Herrn von Faudras erselzt worden.
Der Stab der xiefigen National-Garde wird seinen Sitz vom Stadthau e nach Einem der Hotels auf “der Chaussée d'Antin verlegen.
Der General Bertrand wird, dem Monéteur zufolge, zum Gouverneur der polytechnischen Schule ernannt werden.
Der F i garo macht in einer Beschreibung der feierlichen Eidesleistung des „Königs darauf aufmerksam, daß der Fürst v. Talleyrand, der unrer-den Pairs dieser Silzung beiwohnte, gerade vor 40 Jahren _als Bischof von Autun vor dem A!- rare des Vaterlandes auf dem Märzfelde die Messe gele-
cn [aber.
s ZOem Journal des Débaks zufolge, hat der König noch als Statthalter von der Neapolitanischen Regierung die Zurückse-ndung Galotti's nach Korfika verlangt.
Dem Grafen Montloficy ist ein Jahrgehalt von 6000 Fr., das er schon früher vom Ministerium der auswärxigen Angelegenheitxn bezog, durch die „Herausgabe seines vtclbe- sprochenen „Mémoiro ä 00n§ulter" aber im April des Jah- res 1826 verlor, mittelst besonderer Königl. Verordnung wie-, der verliehen worden. Auch die Rückstände der seitdem ver- fioffenen vier Jahre sollen dem Grafen ausgezahlx werden.
Auf dem Théütre frangais w_ird gegenwärtig der Zu- nius Brutus neu einstudirc, der jekt mehreren Jahren zu» rückgelegt worden war. _
Die Zahl der in voriger Woche in Calais aus London angekommejxen Reisenden beträgt 472; die Zahl der von dort nach England abgegangenen 795, unter denen sch der Ba- ron Cuvier befindet.
Graf Ofalia sandte gestern einen Courier mit der Na?!)- richt von der Thronbesteigung Ludwig Philipps ]. nach Madrtd.
Großbritanien und Irland.
London , 13. August. qute ist der Geburtstag Ihrer Majestät der Königin im Kreije der Königl. Familie, die sich
“*in Bushy-Park versammelt hatte, gefeiert worden. Am 21.
d. ist „der“ Geburtstag Sr. ONajestät des Königs , der, wie der Courier meint, mit allgemeiner Theilnahme und beson- ders auch in London durch eineIlluminatiyn gefeiert werden dürfte, wie fie seit dem Abschlusse des Partser Friedens nicht stattgefunden habe. '
„ Se. Majestät haben geruhet , das Protektorat des Lon- doner Waisenhauses anzunehmen. ck
Der Courier bringt folgenden Artikel aus dem Edm- burgl) ObJ'erver: „Wir können, auf die beste Autorität ge- sützt, verfichern, daß es des Königs bestimmte Abficht ist, un nächsten Sommer,_-in Begleitung der Königin und dex Her- zogs von SuTex, Schottland zu besuchen. Ihre Ma1estäcen Wollen fich nämlxch zuerst naéh Slain-Castle , in der Graf- schaft Aberdeen, dem Landfilze des Grafen von Errol, bege- ben und von dort eine Reise durch Aberdeen , Perth , Stir- ling und Glasgow nach Edinburgh machen.“
Der Herzog von Cambridge will fich, dem Vernehmen nach, nur kurze Zeit in England aufhalxen; sein Sohn," der Prinz Georg, soll jedoch länger hier bletben.
Unter den in den-lelzten Tagen bekannt gewordenen Na- men neu erwählter Parwments-Micglieder bemerkt man Hrn. C. W. Wynne für dieGrafschafc Montgomery, Sir James Graham für Cumberland, Herrn W. Dundas für Edinbuv'g, die'“Herren O'Connor und Ffrench für Roscommon in Zr- la"nd, Lord Encombe (Sohn des Grafen Eldon) für Truro, Hrn. Whikbread für Bedford, Sir H,. Parnell für die Graf- schaft der Königin (Queen's 001111137) in Irland, und die Obersten O'Grady und Filzgibbon für die Grafschaft Lime- rick. -' Die Jrländischen protestantischen Bischöfe haben zu ihren Vertretern im Oberhause folgende Männer erwählx: den Erzbischof von Cashel, die Bischöfe von Doxve, Elpym undWa'terford. -- Am 10ten d. hatte Hr. Shut in South nur erst 96 Stimmen, während sein Mitbewerber,.Hr. Daw- son, schon 133 zählte. - _ .
„Die Wahlen“, sagt der Sun , „dre nun, nxmdeßens für England, beinahe zu Ende find, fallen, znic wemgen Aus- nahmen, zu unserer Zufriedenheit aus. Dr_e Sache der Re-
Beilage
1749 Beilage zur Allgemeinen Preußischen Staats-Zeicung .“ 229,
form hat mehr Anhänger gefunden, als selbst die eifrigsken Freunde derselben erwartet haben, und was die Einschrän- kung der Scaars-Ausgaben betrifft, so ist es erfreulich, wahr- zunehmen, daß so sehr viele erwählte Kandidaten ihren Kon- stituenxem das Verjpreckxen ertheilen mußten, jene Maaßregel nicht etwa zweideutig, ]ondern offen und standhaft zu unter- stützen,- so daß sie sich ohne ganz besondere Gründe diesem Versprechen nicht werden entziehen können.“
Der Courier äußert sich in Hinsichk auf die Vorgänge in- Paris folgendermaßen: „Wir wünschen, das Pu- blikum davor zu warnen, Alles _olne Unterschied zu billigen, was in der Hampcftadc unserer Z))achbarn Vorgenom; men wird. Wir gsstehen aufrichtig, daß uns die Gewalt garnicht gefällt“, die sich die städ-«ische Behörde von Paris angemaßc und auch, seitdem die Regierung einem Statt:- halrer des Königreiches anvertraUc wurde, ausgeübt hat. Wir können die Versanmüungen der jungen Leute vor den Thüren der Depukirtcn- Kammer durchauz nicht billigen und uns auch mit den Ausdrücken nicht befreunden, die General Lafayekte gebrauchte, als er das Volk ermahnte, aus einander zu gehen. Wir können es nicht gut heißen, wenn die Depucirten «Kammer - obwohl seitdem die Beiscémmung der Pairs hinzugekommen _- ausschließend sich das Rechc anmaßc, einen König zu ernennen, so wie uns auch der Ton ihrer Debatten gar nicht gefällt. Am allerwemgsren aber mögen wir es billigen, wenn diese Ver- sammlung sogar so weir geht, 93 Pairs des Ranges und der Gerechtsame, die ihnen gesekzmäßég zu Theil geworden wayen, berauben zu wollen. In der That, eine solche An,- maßUUg der Gewalt von Seiten eines Zweiges der Legis- latur ist in ihrer Ungeseßléchkeic noch niemals Überbocen wor- den, selbst nicht durch die mir Recht so sehr getadelte Abschc Karls x., dée Gesekze des Landes durch seine bekannten Ver- ordnungen modeln zu wollen. - Wir geben unsern Lesern die, fesfe Verficherung, daß diese Bemerkungen keinen andern Zweck haben , als ihre Aufmerksamkeit auf den Wahren, Zu- standvon Frankreich hinzulenken. Die ganze Welt, und England gewiß eben so viel, wenn nicht mehr, als jede an- dere Nation, hat ein Interesse dabei, daß der innere Frieden und die Ruhe in Frankreich aufrecht erhalten Werde; wir hoffen und wünschen daher auf das ernstlichsce, daß das Fran,- zdfische Volk" durch die Weisheit und Mäßigung seiner Rath- geber und g-egenwärtigen Unternehmungen in den Stand ge- setzt Werden möge, dem übrigen Europa eine Regierung dar- Juskellen, die, im eigenen Lande stark durch den Beistamd der ffentlichen Meinung, zugleich geeignet ist, allen anderen Yatéonéß Vertrauen einzuflößen und ihre Sicherheit zu ver-
rgen.
Der Herald bemerkt dagegen: „Es herrscht in Paris sowohl als mitunter auch hier die Meinung, daß die Fran- zösische Deputirten-Kammer in ihren Beschlüssen zu übereilt verfahren sey, daß sie in der Thac gar kein Recht gehabt habe, im „Namen der Französi1chen Nation das zu thun, was fie gethan hat, und daß vielmehr erst eine Appellation an das ganze Volk hätte geschehen müssen. Wir meinen jedoch, daß noch niemals eine öffentliche Maaßregel , gleichviel ob in Frankreich oder anderswo, zur Ausführung gekommen sey, die sogleich den Vortheil für sich gehabt hätte, Jedermann zu gefallen; dem Franzöfischcn Volke und seinen legislativen Körperschaften müssen ww dagegen das Zeugniß geben, daß die Arbeiten, die se während der letzten 14 Tage zu Stande gebracht, eben so wegen ihrer Weishetc als wegen ihrer Schnel- ligkeét und Nothwendigkeic "“ganz ohne Beispiel sind. Es wer- den diese Ereignisse eine der merkwürdigsten Reihefolgen von BeZebenheiten bilden, welche die Weltgeschichte aufzu- weijen hat; vor Allem aber verdient die BlitzesschneUe, mit 'der ,das Ganze im; Werk gesetzt wurde, den höch- sten Preis. Zaudern, anstehen, würde hier die übel- sten Folgen g_el)ab“c haben, währrend durch die schnelle
Ergreifung wei1er Maßregeln der Facttonsgeist und die Zu-
trigue unterdrückt und die augenscheinlichen Wünsche des Landes in Befehle verlyxa'ndelc worden sind, die weder einen SMW noch LMM AUUckMb zuließen. Warten zu wollen, bis das ganze Volk -- wenn dies überhaupt möglich gewe-
' sen -- seine Stimme über den Gegenstand abgegeben oder
eine neueKammer erwählt hätte, wär? eine wahre Verrückt- l)eét „gewesen..- Nicht das Französische “Volk oder die Legisla- tur :| es , dre den gegenwärtigen Stand der Dinge hervor;
seine schuldigen Minister haben dies gethan. .Die annzös- sche Legtslacur war nur berufen das Unrecht wieder gut zu machep , das Andere begangen Hacken, und niemals eignete sich c'tne Versammlung mehr zu dem großen Mittler-Amte, das thr übertragen war, als die gegenwärtige Deputirten- Kammer: von Frankreich. Sie hat durch éhr rasches und verständtges ?andelu fich eben so sehr die immerwährende Dankbarkeit i)"rer Landsleute erworben , als jene berühmten Englischen Patréoten, die unter ähnlichen Umständen und yon ähnli_chen Anfichten- ausgehend, wiewohl kaum mit der- ]clben ra1chen Entschloffenhcit, im Jahre 1688 den Prinzen . von Oxanien auf den Thron der Britischen Nation, beriefen.“
Dre Zeitung von Brighton meldet: „Der Französische Ex-Minister der Marine, Baron von Ha-Ussez, ist Donnerstag Abends in Eastbo-arne angekommen , nachdem er vier Tage und Nächte in, einem Fischer-Boote auf dem Meere zuge- bracht hatte. Es war ihm gelungen, von Dieppe aus zu ent- kommsn, und 1eét1e Flucht war es wahrscheinlich, in deren Folge das Gerücht encstanden i_sk, daß in Dieppe eine Gäh- rung unxer den Einwohnern herrsche, weil es dort dem Für- sten Poltgnqc geglückt sey, in versteüter Tracht zu entkom- men. Bei ]einer Ankunft in Eastbourne suchte der Baron v._Hauffcz einen dort wohnenden Franzosen auf, verweilte bot ihm bis zum andern Morgen und reiste dann mit der PAL nach London ab, Sein Gepäck ist vom Z.)!lhause ohm: Vmcation und ohne Schwierigkeiten durchgelassen worden.“
. Mit dem Packecbote, das vorgeskern Calais verlassen hat, WLL man erfal)_ren haben, es sey daselbst vermittelst telegra- plxtjcher Dcpefthe die Nachricht von der Verhaftung des Fursten v. Polignac eingegangen.
Im Courier liest man Folgendes: „Es thut uns leid, zu bemquen, daß man in Frankreich einen Versuch macht, die neue Regterung hit1fichclich_ihrer Verhältnis: zu anderen Ländern m Verlegenheit zu 1elzen , indem. man die immerwäH'rende Befißnahme Algiers auf's Neue zur Sprache bringt. Wir wünjchtxn zu wiffet1,ar.1f welche Basis man diese Befikznahme zu, begrunden gedenkt. - Der öffenrlich angegebene Zweck Frank- retchs bei der Zuvafion von Algier war, sich Genugthuung fz'tr Eugefügte „Beleidigungen zu verschaffen und Mißbräuchen en) Ende zu machen, die Frankreichs und anderer Nationen Etgenthum und Charakter verlehten. Dieser Zweck ist erreicht wyrxzen, ux1d dg man fich dabei rühmt, daß der Betrag der be: de_r Cxpedrßivn gemachten Beute die gehabcen Koßen überesketge, xo wurde ein immerwährender, ja selbst ein blos verlangerter „Besitz des unterworfenen Gebietes, unter dem Vorwande, die Kosten gedeckt zu sehen, nicht gerechtfertigt werden können_. Mit Hern eigentlichen Zweck der Expedi- rton haben wir in diejem Augenblick nichts zu thun; sollte leßxere aber, nzie einige Franzosen sagen , nur als Ausweg gepeen: hgben, emen großen Theil der alten Armee aus Frank;- reach zg ]chaffen und im Lande eine Stimmung “zu bewirn ken , dre emen beabsichtigten Umsturz der Charta erleichtern möchte, so würde es den Franzosen jelzt, da sie jenen la- verettelt hgben, geziemen, sich eines der“ zu jenem Zwe be- nußtqn mchc ehrenvollen Mittel zu entäußern und Europa zu zeegen, daß fie wegen ihrer Rechtlichkeit und Klugheit ge- gxn fremde Staaten eben so sehr die allgemeine Achtung vere dtenen, als wegen ihres großmüthégen Benehmens egen ihr- inneren „Feinde, in einem Augenblick, wo die IZM dare auf gefaßt war, Zeuge votrExcessen zu sein. Fükdas,1vasdi- Franzöfi1che Armee hinsichtlich _Algiers gethan hat, die Be wegungséründe zurErpedition mögen auch gewesen seyn, Welche te wollen, kann sie kmir Recht auf den DüUk Fratxkreichs und Europas Anspruch machen. Sie“ hat. kits? Regierung umgestürzt, die betrügerisch , grausam und unter- drückend' war, sehnt ein Raubsyskem vernichtet- das zum Nachthecl unp zur Schmach derer, die dabei interesfirt waren, sq lange. Zett bestanden hatte. Insoweit kann es nur ernte Summe geben, daß die Französische Expedition nach- Algter *eme Wolthat gewesen ist; nachdem aber die erwünsch- ten Resultate erreichtwaren, und dadie Franzosen kein Recht guf dauxrndxe,Herrschafc in Algier befilzen, so thun, ste wohl, xe. eher ]e leeber durch ihr Zurückziehen zu beweisen, daß Ü? dt? gerechte Meinung Europas und ihre eigene Ehre zu be- achten wissen. Wir wollen damit nicht sagen , daß irgend eme andexe Ration das Behalten von Algier, 'sofern nicht andere-Urmchen hinzutreten, als Grund zu einem Kriege mit Frankreich aufnehmen mdchte,- weil man dadurch gegen ein
_ gerufen oder die Dynastie verändext; Karl F. selbst und
mögliches eén wirkliches Uebel herbeiführen würde; wäre-es