1756
Uhr hob derxPräüdenc die Séßung mit„de'm Bemerken auf, daß er den König fragen werde, wann und mwelchem Kostüm er die Deputation empfangen wolle; . De'putirten-Kammer. Dee Sthung, vom11..Au- gust, in welcher Hr. Laffitte den Vorstß führte, eröffnete derselbe mit der Vorlegung mehörerer bet der Kammer etage:- gangenen Adressen, worin die Cianhner von SL. dentm, Chzteau-Théerry, la Fére, Epinal, Limoges und Chateauroux die von den Depucirten getroffenen oder noch zu treffenden Verfügungen billigen. Der Vice-Präsident theilte „yterauf der Versammlung sechs ihm zngegangene Schre§bcx1,mxt, wor- in die Herren Syrieys de Mayrinhac, D::puttrrer des De- partements des Loc, Pas de Beaulieu, Le »))?esre , Porteau d'Hancarderée und von ['Epéne, Depurirte des Departements des Nordens, so wie Hr. Devandeuil, Depucirter desxßdxpcs. der obern Marne, ihre Entlassung einx'eichen. (Dt? xuns er- st-ern hatten gegen die Adresse, der wechscx für dte1elhe' ge- stimmc.) Nachdem diese sämmtlichen Schrctbeq det:1_»))?ctnxrer des Innern überwixssen worden, war die Erdesletskung an der Tagesordnung. Der Vice-PräsiYexxc beer-kte, dgß es ohne Zweifel einem jéden Dcpurjrren srexstehe, 1emen Erd zu motivcren, daß er aber die Eidessormcl jelbsr: „Ich jzhxvöre dem Könige treu, der Verfasnngs-Urknrzdck und d_cn Gojelzen des Landes gehorsam zu seyn, und mich m A-Uem 10 zu betra- gen, wie es einem guten und loyalen“ Dexmnrten“zukommt;“ nicht ändern könne. Hr. Mercéer yeriangxe, daß man_ stqct „König“, „König der Franzosen“ 1age. Mehrere Magne- *der der linken Seite uncerscüßcen QMM Anxrag. Hr, voxu Corcelles dagegen trug darguf an, da]; man Ne C:- deHl-eiskung so lange ganz aus1ei§e_, bis dee, Formel_du_rch ein Gesetz verändert worden 1cy. Perde, Vorjchlßge wurden indeß verworfen und die Etdqsletstung .gmg sofort in der Art vor sich, daß die _Depunrten bet threm Namen in alphabetischer Reihefolge ausgxxufen wurden. D:; ONeisten leisteten den Eid unbedingt; Ctmge dagegen mott- virten denselben. So sagte z. B. der Vicomte vorxAban- court „Mic zerriffenem Herzen an das Unglück emer Fa-
milie denkend, der ich stets treu gedient habe, aber übsrzeugr, ' H
daß“ das' Band, welches uns an eingnder kxiüpfre, durch dre Verordnungen vom 25. Juli und qubst n_och an dxm Tage gewastsam zerriffet: worden ist , wo em Mtxnßer, dre Worte des "Friedens zurückweisend , isn Nameq jemcs Herrn Has Blutvergießen fortzusetzen befahl , kann tch'*nur moch meme Pfiichten gegen mein Land befragen, und :ck schwöre dahxr unbedingt und voller “Vertrauen zu dem Fürsten, den dte Nation fich gewählt hqr, treu zu seyn'u. s._w.(“ Herr Agier äußerte: „Wenn es fick) nur um em per1önlcches In,-
teresse handelte , so könnte ich wegen des zu fassenden Ent-K
schlusses zweifelhaft seyn; da es aber hier vor AUem das all- gemeine Interesse gilt, so halte ich dafür, daß has Mandat meiner Kommittencen hinreichend ist, und daßste _mtct) ganz besonders beauftragt haben , mein Land vor ]eper Art von Gesetzlostgkeic und Tyrannei zu bewahxet'x; da tch*,mtch nun nicht dem Vorwurfe aussetzen will, daß tcl) durch em stxafba- res Zaubern dazu beigetragen , Über das Vaterlaxrd Anar- chie und Verwirrung zu verbreiten, und da :ck übxr- zeugt bin, daß_man durch die Verlekzung cmgs [)xxltgxn Ew- 1"chwurs mich des meinigen entbunden hac , w letjxe scx), den neuen Eid ohm: Vorbehalt.“ Herr von,B_crbts „yagte; „Zn denolekzten Sißungen der Kammer war tc!) der :))?cmurzg, daß :mein Gewissen mir nicht erlaube, den Thron fur erledtgc zu erklären; unter den jeßigen dringenden Umständen aber nehme ich die Worte: ZÜll-ld" 90sz 5117781113 [8342 zum Wahl- spruche und leiste aus diesem einzigcn( runde den CW,.“ _H'J- Ber'ryer bemerkte: „Gewalt hcbc kein Recht auf: dre cht- timicät ist ein Recht, das kostbarer für dre Völker, als für die Könige ist; wo aber in einem Staate das Recht des Stär- kern gilt, da muß der Einzelne sick) Ut1c9rweran,_und der Wohlgefinnte ist der Gesellschaft noch alle wine Hxärre schul- dkg- Um größeren Us'beln vorzubeugen. Nach dte1er Anfieht hält? ich es für meine Pflicht, mich den ehrenwerthen Mäx:- UU'U anzuschließen , denen ich heilsame, Abschren fÜv mem Land zutnuthe, und ich leiste daher den verlangtexx Eid,.“ H„r. v. „BrigodÜ. sprach fich folgendermaßen aus: „Lluch ech bm bereit, diesen Cid zu leisten, dock) hätte ich wohl gewünscht, zuvor“ ki"? Auslegung über zwei Worte zu erhalten, deren Sinn ick nicht recht "Uses?- Was heißt Treue? was Gehor- sam“? Har Treue Linen ausgedehnteren Sinn, als Gehorwm? Bedeutet Gehorsam etwas mth, als Treue? Wenn Niemand einen Unterschied zwischen beiden Worten zu,machen weiß, so muß ick annehmen, -* daß“ beide dasselbe.: bedeuten, und ohne mich in diesem Falle darum zu kümmern, warum man das ECM? auf d?" KÖUÖI, Has atzdere auf die Charte an- gewach “hac, schwöre teh betden gleiche Treue.“ Als
bei dem Buchstaben C. der Name Chantelauze aufgerufen wurde, entstand einiger Lärm. Hr. von Corcelles schwor, unter Vorbehalt der Bestätigung seines Eides durch das Volk,-die ihm unerläßlich schien. dieser Vorbehalt erregte ein gewaltiges Murren. Herr v. Berbis meinte , ein sol- cher Eid sey nicht zulässig, wogegen der Véce-Präfident ihn für gültig hielt, indem der Vorbehalt fich nur auf ein künf- tiges Ereigniß beziehe , welches durchaus nicht wahrscheinlich sey. Da indeß die Versammlung sch hierbei nicht beruhi- gen wollte, so fandHerr von Corcelles fich bewogen , seine Meinung “schriftlich aufzusetzen. Mittlerweile. wurde der Na- mens-Aufruf fortgeselzc. Als der Vicomte" von Martignac an die Reihe kam , äußerte er: „Es giebt Zeiten und Um- stände, wo die Linie der Pflicht eben 10 schwer zu befolgen, als vorzuzeichnen ist; :ck yabe'lange und reiflich Über den Eutschluß nachgedacht, der mir in meiner besondern Stellung ziame; ick) schmcichle mir mit der Hoffnung, daß in Frank- reich Niemand die Beweggründe meines Handelns verkennen wird. Ich schwöre.“ Der Graf v. Montauzon äußerte: „Ich bm meinem Gewissen und “meinen Kommirtenten dée Erklärung schuldig, daß ich das Prinzip der Legitimität stets" als eine Bürgschaft der Ruhe der Staaten be- trachtet habe; zugleich glaube ich aber, daß in der Lage, worcin chmk'reicy durch dé? offenbare Verletzung derCharte und den darauf erfolgtarn Widerstand verseßc worden ist, alle Maßregeln, die dazu geeignet sind , 'das "Vaterland vor der Anarchxe, dem Bürgerkriege und dem Kriege mit dem Aus- landezubewahren, in den Pflichten jedes gutenFranzosen liegen. Ick schwöre u. s. w.“ Hr v. Vatimesntl sagte: „Ich bin der von der Kammer abgegebenen Erklärung unbedingt beigetre- ten, weil ich glaube, daß die Vaterlandsliebe über jedes an- dere Gefühl den Sieg davon tragen müsse. Ich schwöre da- her unbedingt.“ Außer den bisher namentlich aufgeführten Depncxrten leisteten 202 Mitglieder der Kammer den Eid ohne Weiteres, unter diesen auch Hr. Royer-Collard. Nach Beendigung dieses Geschäfts theilce der Vice- Präsident der- Versammlung das nachstehende Abr-ankungsschreiben des Hrn. yde de Neuville mit.“ _ .
„Mein Herr Präfidenc! Umstände, worüber ich allein Richxer seyn kaun, zwingen mich, auf die Ehre, der Kammer ferner anzugehören, zu verzichten; ick) ersuche dieselbe, meine Abdankung anzunehmen. Kaum halte ich es für nöchig, hin- zuzufügen, daß ich bis zu meiner lelzcen Lebensstunde [keks die heißesten Wünsche- für dasGlück und die Freiheit meines Landes hegen werde. Haben Sie die Güte, der Kammer meine lebhafte Eykenntlickvkeéc für die Beweise der Theilnahme und des Wohlwollens, die ich unausgeselzt von meinen Kolle-
gen erhaxten habe, zu erkennen zu geben.“
Hr. Thénard forderte hierauf Hrn. v. Corcelles Knack); träglict') noch auf," seinen Eid in bestcmmteren Ausdrücken, als die obigen, zu leisten, und dieser sagte nunmehr: „Ueber- zeugt , daß die Einwilligung der Französischen Natiyn zu al- lsrn unsern Operationen erforderlich ist, gebe ich den Wunsch zu erkennen; daß dieselbe in der möglichst kürzesten Frist er- folge. Ich schwöre.“ Hiernächst bestieg H lcsserc die Redncrbühne, um folgenden Gejefz-Encwurf vorzuschlagen und" zu entwickeln=
„Art. 1. AW: Diejenigen , die an den ruhmwürdigen Tagen des 26 -- 29. „Juli bei Vertheidigung der National- sache verwundet worden sind, so wie Alke, die fick:- sonst da- bei ausgezeichnet haben, nicht minder die Witwen und Wai- sen derer, die unterlegen sind, sollen Belohnungen und Pein sionen aus Staats-Fonds erhalten. Art. 2. Jeder, dessen Eigenthum in Folge jener Ereignisse gelitten hat,".soll auf Kosten des Staats entschädigt werden. Art. 3. Um das Andenken der gedacl)ten Ereignisse zu bewahren, soll eine Me- daille geschsagen und unter alle diejenigen vcrthe-ilc werden, die einen thätigen Antheil an den glüsklichen Resultaten “sener denkwürdi en Tage genommen oder sonst dazu beigetragen haben. rr. 4. Zur Ausführung dieserOJTaßt-e'geln wird die Regierung eine Kommixsion ernennen, die Überdies den Auftrag hat,:äber den Betrag und die Verwendung aller zu- demselben Zweck? in Paris, in Frankreich und im Auslande gesammelten Betträge Bericht zu erstatten.“ -
Nachdem diese Proposttion den Büre'aus zur Prüfung über;: wiesen worden , trat der Graf v. Sade mit dem Antrage hervor , eine besondere Kommisston" zu ernennen , die sich mir Allem, was den Bau des neuen Saales der Deputérten- Kammer betrifft,*-be1che§fcige und namentlich die bisher ent- worfenen Pläne zu dtexem Bau prüfe; er selbst-!“chlug dazu das Oblongum vor, indem er zugleich den Wumch zu erken- nen gab, daß künftig jeder Redney von seinem Plalze- aus
Beilage
r. Benj. D e-_
, 1757 Beilage zur Allgemeinen Preußischen Staats-Zeitung M 230,
spreche. He'rr Carl Dupin dagegen stimmte für die Cir- ! und der Stadt Rouen machten gestern dem Könige ißre Auf-
kel-Form, als diejeni e, die dem Hauptzwecke , daß nämlich der Redner von der ribüne herab sich allgemein verständlich machen könne, am meisten entspreche. Der Graf Alex. von Laborde pflichtete dieser Anfichc bei und hielt die Cirkel- Form auch dann noch für die bessere, wenn künftig jeder Redner von seinem Sikze aus sprechen sollte. Herr Mer- cier meinte, daß man vor der Hand wohl noch etwas Bes- seres zu thun habe, als darüber zu debattiren , ob der künf- tige Saalwund oder viereckig zu bauen sey. Nichts desto weniger entschied die Versammlung, daß der Vorschlag des Hrn. v. Sade in Betracht gezogen werden solle. Herr Duver- gier de Hauranns verlangte, daß die Kammer eine Kom- misfion von 9 Mitgliedern ernenne, die fich“ mit den in dem Reglement vorzunehmenden Modificationen beschäftige. Auch diese Propvstcion wurde angenommen und den Büreaus zur Prüfung überwiesen. Hierauf schlug Herr Mercier einen Gesekz-C'ntwurf folgenden Inhalts vor:
„Art. !. Sämmtliche Beamte des Verwaltungs,- und Gerichcswesens sind verbunden, dem Könige der Franzosen den Eid der Treue, so wie der Verfassungs-Urkunde und den Gesetzen des Landes Gehorsam, zu“ schwören. Art. 2. Jede andere Eidesformel isc abgeschafft. Art. 3. Alle im Art. 1. erwähnten Beamten haben den obigen Eid unver- züglich zu leisten , widrigenfalls von ihnen angenommen wird, daß ste ihr Amt niederlegen,“
Auch diese Proposition wurde in Erwägung gezogen , wobei Hr. Marchal nur noch den Wunsch zu erket'men gab, daß mxm derselben, ihrer Wichtigkeit wegen, vor jeder andern den Vorzug gebe. Die Sitzung wurde um 4Z Uhr aufgehoben.
Paris, 12. August." Der König arbeitete gestern mit den provisorischen Kommissarien für die Departexments der auswärtigen Angelegenheiten und des Innern, Marschall Jourdan und Herrn Guizot, und ertheilte demnächst dem ersten Präsidenten des Königlichen Gerichtshofes von Paris, Baron, Seguier, eine Prévar-Audienz.
In “der JNéttagsskunde machte eine Deputation der hie- figen Advokaten in ihrer Amtskleidung dem Könige ihre Auf- wartung. Herr Dupin der Aelcere redete hierbei, als Aelte-
„ster dcs Advokatensrandes, den König in folgender Weise an:
„Sire! wir kommen , um dem Könige die Ehrfurchc und Huldigung eines Standes darzulegen, in welchem der Her,- zog von Orleans Freunde, Rathgeber und Vertheidiger ge- ;unden hat:. Ich fühle mich glücklich, jekzc deren Organ zu eyn. Sire! Ihre Sache ist die unsrige, denn se ist die der Gesefzeß Man hatte dieselben verläßt! Sie haben fie wie- derhergeskellt. Wir werden , indem wir dieselben anrufen, alle unsere Kräfte anstrengen , um fie aufrechc zu erhalten. Ew. Majestät und Ihre erhabene Familie können auf unsre nncrscbütterliche Treue rechnen.“ Se. Majestät erwiederten: „Meine Herren! Ick danke Ihnen für die Wünsche, die Sie Mir so eben ausgedrückt haben. Ich könnte Meine Gefühle nicht besser aussprechen, als indem Ich Alles das wiederholte, was so eben Ihr Aeltester gesagt hat. Ich freue Mich über die Umstände, welche Ursache smd, daß Sie ihn in diesem Augenblick zu Ihrem Organ haben. Seit mehreren Jahren
. Mein vertrauter Rathgeber in allen Meinen Privac-Ge-
schäften Und, allen dieselben betreffenden Beratyungen bei- wohnend, hat er alle Meine Angelegenheiten , alle_„ Meine Gesmnungen kennen gelernt. Er weiß (und Ihr- ehrwürdi- g-er Dekan, Herr Delacroix-FrqitWille, den Ich mir großem Vergnügen an seiner Seite sehe, weiß es auch), wie sehr Ich die Freiheit liebe, welche Ehrfurcht Ich vor den Gesetzen hege, und wie aufrichtig Ich dem Vaterlande ergeben bin! Ich verspreche Ihnen, daß hinführo die Gerechtigkeit mic Festig- keit gehandhabt werden und daß vor Alxem in der Anwen- dung der Gesetze Aufrichtigkeit herrschen joll. Dies si_nd die einzigen Mittel, der Nation wieder Vertrauen einzufsößen und der Rückkehr derjenigen Uebel vorzubeugen , zu" deren! Beseitigung beigetragen zu haben Ich Mir Glück wünsche.“ Dieser Ancworr fojgte „deeru-f: „Es lebe der König!“ -- Hierauf näherke sm) dre Königin Herrn Dupin und faßte s.:ine Hand mit den Worten: „Ja wohl, Herr Dupin, Sie kennen alle unsere Gefinnungxn.“ -- „Und ich, hohe Frau“, erwiederte Herr Dupin, „bm überzeugc, Ewr. Majestät die Gesinnungen des ganzen Advokatenstandes ausgedrückt zu
haben.“ ck . Auch Deputateonen des Departements der Niedern Seine
wartung.
Außer dem Departement der Néedern Seine haben die Stäpte Rouxn, Peronne, Amboise und Auri-llac, ,bei“: Königl. ercchtshof m Straßburg _und das Konfiskorinm der in Frank- ZßxéchxeLenden Irraeltcen Glüchwunsch-Adreffen an den König
e .
Die Präsidenten der Gerichtshöfe, General; rokurato- ren unt) Präfekcen leisteten bisher in die Hände dJer Königs Upd k'mectxd den Amts-Eid. Auf den Antrag des Justizmi- txtskers hat der König angeordnet, daß die Eidesleißung künf- ttg stehend geschehen soll. In dieser Form hat ihn bereits gestern der *Pyäfidqnt Seguier geleistet.
. Der Kömg gt_ng gestern in bürgerlicher Kleidung und wer eine_m Regenschtrm in derHand fn der Nähe des Palais- Royal ypqzteren, wurde aber bald erkannt und sah fich, um den freudigen Zuxufungen und Begrüßungen der stef) um ihn drängenden Volksmenge zu entziehen, genöthigt, nach dem Palla-ske umzykehren, wohin ihm der Ruf: „Es lebe König Lude PYJtpp l.!“k; nachfolg'te.
ee “ nigin esuchre gestern, von Ihren rin e m- nen Töcht-ern und Ihrer Schwägerin begleirec,PdaszLFa-x rech_BeaU]on, um det) dort befindlichen Verwundeten Trofk zuzujwrechen unvd Hülse zu bringen. Abends empfing Ihr? Maxesrär, vor] threr Familie umgeben, in Ihren Gemächern mehrere Per1onen,_ unter denen man auch den Marschall Soul: bemerkte, nztc dem der König fich lange Zeit unterhielt.
Gestern war_tm Palais-Royal Tafel von 80 Couverts; unter den-Anwejenden befanden sich der Fürst Talleyrand, mehrere Generale, Zöglinge der polytechnischen Schule u. s. f.
„Das J'yurnal desDézbars, meldet: „Karl)(Oefindet fich m Falatxe, unk) wollte fich heute einschiffenz er hat nur nxch 100 Mann bet stch. Er once slch nach einer der Eng- lc1chen Imelt1_Jersey oder Guernsey begeben; die Schiffe hqben aber Befehl erhalten, vorüber zu segeln. Wie es heißt, wrrd er nunmehr nacb Palermo gehen.“
Der Motziteur bemerkt: „Einige Deputirte haben für gut bxfunden, tt) der heutigen Sitzung der Kammer nicht zu erschexn'en. Wexgern ste fich , dem Könige Ludwig Philipp und _1e_mex Regceyung_ den Eid zu leisten, so entkleiden fie fick) 1elb| threr Ergenjchafc und verzichten auf den ihnen ge- wordeüxn Antrag. Man darf annehmen, daß das Ministe- rtum eme Maaßregel treffen wird, die fie nöthigt, diese Pfiichc zu erfüUen oder dtie Deputirteustelle niederzulegen. Im Falle der Wetgerung wuxde unfehlbar für ihre Ersetzung durch an- dere Depucirce gewrgc werden.“
Ueber das ?[usjcheiden des Herrn Hyde de Neuville aus, der Depuxtrcetszgmmer äußert das Journal des Deb-ach: „chr find_ ntcht die Richcer über die Beweggründe zu. dxxjxm Schrxtce, „]edoch hegen wir die Ueberzeugung, daß der dtexer, so wxe bee allen Handlungen seines Lebens, Herr Hyde dx Reuytlle nur „den Eingebungen seines Gewissens gefolch tsx. D_te „Depyttrten-Kammer bedauert lebhaft den Verxuxt emos 1o wardtgen und loyalen Kollegen. Wir ther“- letz :hren Schmerz und „wünschen mit ihr und ganz Frank- recchx daß emer der achebarsten Charaktere unserer Zeit nichc auf tmmer für“ _das Staatsleben verloren seyn möge.“
_ DZ:: defimttve Ernennung des Ministeriums , die bereits setc eimgen Tagen erwartet wurde, hat, noch ehe dieselbe durch den Momceur bekannt geworden war , dem heute früh erschtenenenGlobZ zu folgenden Betrachtungen Veranlassung gegfeb-en:„„Vke,lerlet Namen sind genannt worden,. die das thskermm b_tl_dex1 sollen, und verschiedene Systeme, die man bet der Orgamjaccon desselben zu beobachten gedenkt, wur- den angeführt., qu sprach „von einem großen nach Engli- schem Mustex zu btldenden Kabinette, in welchem nicht blos dre Portefemlle'habenden Minister, sondern auch die Unter- Staqts-Secrexazre oder General-Direktoren, LMM" welche die von )edxm thsterium ressortirenden Geschäfte vertheilt wer- den, Selz kund Stimme haben sollten. -- Man verßcherte zunächst, daß Herr Dupont v. d. Eure Großfiege,l-Bewahrer blechen würde. Es entspräche dies dem theuerskén“Wunsche des Landes. Die hohe einfache Tugend dieses Mannes , der ZepermannGercMigKit widerfahren läßt, verleiht dem" Kabinett: gletchxam eine populaire Sanction. - Man, sprach zwar“auch von Herrn Duyin, doch glauben wir, daß dieser jetzt ent- fer.nt worden, und daran, dächten wir, hat man wohlgethan. Neemand kann mehr, alssryir, das Talent dieses großen Ad- vokaten bewundern; auch sehr fein Charakter bei uns in hö-