1830 / 246 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Sun, 05 Sep 1830 18:00:01 GMT) scan diff

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1882“

bon, Prinz von Geblüt und Vater des Herzogs von Enghien, ist in der Nacht vom 26 on auf den 27sren d. M. im 750en Lebensjahre plötzlich auf einem Schlosse Saint-Leu (Departe- ment dex Seine und Oise) verblieben. Er war mit einer Tante“ des jetzt regierenden Königs vermählt, die am 10. Jan. 1822 ebenfakls plößlich starb. Mit ihm ist der.Zweig der Bourbon-Condé's erloschen. Der Moniteur melder, daß noch gestern der Präsident der Pairs-Kammer, Baron von Pasquier, vomGroßreferetrdaréus, Marquis vou Semonvikle, Und vom Custos des Archivs der Pairs-Kammer, der zugleich die Register der Civillisre des Königlichen Hauses verwahrt, beglei- tet, fich nacb Saint-Leu begeben und, der Königlichen Verord- nung vom 23. Véärz 1816 zufolge, eine Akte über den Hin- tritt des Prinzen, aufgenommen hat. Der Graf v la Ville- gonthier, Pair von Frankreich und erster Kammerjnnker des verstorbenenPrinzen so wie der Graf von Choulot, Capitain- General der Jagden Seiner Königl. Hoheit, unterzeichne- ten die Akte als Zeugen.

Der Monikceur meldet,. der König werde wegen Ab- lebens Seines Oheéms, Seiner Königlichen Hoheit des Prin- zen vou Condé, auf drei Wochcn Trauer anlegen.

Das Journal des Débars *sagr: „Der Prin von Condé, geboren den 13. April 1756, ist vorgestern acht; auf seinem Schlosse Saint-Lcu am Schlagsuffe gestorben. Durch diesen unerwarteten Tod, den die starke Constitution und das thätigeLeben desPrinzen als einen frühzeitigen betrachten läßt, ist ein Geschlecht berkjhmter Krieger, untor denen die Geschichte einen Helden zählt, erloschen. Es schien sci) in dem Sohne des verstorbenen Prinzen, dem Herzogs von Enghien, forc- pfianzen zu wollen; die furchtbare Katastrophe, die im März 1804 diese schöne Hoffnung vernichtete, ist bekannt.“

Mittelst dreier vom 27sren d. dacirtcn und vom Justiz- Minisker contrasignfrten Königl. Verordnungen werden: 1) die Functionen eines Beamten der Civil-Lisre des Kö_nigl. Hauses, welche „früher vom Kanzler von Frankreick) verwhen wurden, dem Präsdenten der Pairs-Kammer, Baron Pas- quier, überkragen; 2) wird der BaronSeguicr Zum Y_ice- Prästdenten 'der Pairs-Kammer und 3) werdcn der provisori1che Post-Dérektor und bisherége Richter beim hiesigen Tribmmle erster Instanz, Herr Chardel, statt des Herrn Laviviére, so wie der bisherige "Advokat beim Caffatéonshofe, Herr Zsam- bert, statt des Herrn Pardessus, zu Räthcn bei leßcgenann- tem Gsrichrshofo ernannc.

'In den Präfekturen haben abermals einige Veränderun- _oen stattgefunden. Herr Thieullcn hat“ das DcparTe-ment der Nordküste, das er erst vor einigen Tagen gegen das des Var vertauscht hatte, erhalten und tritt héer an die Stelle des Herrn Fadatte de St. Georges, der seinen Abschied genommen hat; ferner sind bestellt worden: der Kaufmann_Claude Rouxel zum Präfekten des Var, statt

des Herrn Thieullcn; Herr Gauja, zum Präfekten des Departements der Arrikzge,

* statt des Herrn Mortaréeu;

Herr Armand Carrel, Präfekt des Departements des Ka- , »nals, statt des Herrn von Patmac;

Herr Meynadier zum Präfekten des Departements des Zu- *

dre, statt des Herrn von Fussy, und der Graf von Lapparent zum Präfekten des Departement des Cher, statt des Herrn von Baskcxrd d'Estang.

Auch sind 14 neue Unter-Präfekten und 11 Makros er- nannt worden.. '“

In Folge der (gestern mitgetheilxen_)*Könégl. Verordnung über das Pantheon hat der Minister des Innern bereits zu “Mitgliedern der Kommésfion, welche ein Gesetz übsr die Be- dingungen und Formen, nac!) Denen die Ehre der Beiseßung im Pantheon ertheilc werden soll, ernannt: den Ober-Be- fehlshqber der Nationalgarden, General-Lieutenank Lafayette, den Marschall und Pair, GrafenJourdan, und die Depu- t'Zrcen Oberst Zacqueminor, von Schonen MW Bevenger..

Sämmtliche Befehlshaber der zwölf Legionen. der hiesigen National-Garde sind nunmehr gewählt. Nachsßehendes sind ihre Namen: erste Legion, Herr von Marmier; zweite Le.-

gion,-General Bertrand (welcher diese Stellung ausgeschlaz

gen hat); dritte Legion, Herr Loubers; vierte, Graf v. Mon- talivet, Pair; fünfte, Herr von, Lariboissxöre; sechste, Herr von Corcelles; siebente, Herr Gilbert de Voisins; achte, Hr. v. Larye; neunte, 'Herr von Schonen; zehnte, Herr Lerner,- cier; etlfte, Hr. Sassy; Wdifte, Hr. Agier. Chefder National- Garde zu Pferde:“ der FM'st von der TNcha,“

Ueber den Transport der ;Ex-Ministcr vm: Peyronnet,

Chantelauze und Gueruon-Ranville von TOM'S berichtet das/

Journal des Débats Folgendes: „DIL ZexyesenenONé- mskex wurden am20|en_d„ dem von der_anucércen-Kam-

mer erlassenen „Befehle zufolge,-aus dcm_éG„efä*ng-niffe yon__

Tours nach- Vincennes gebracht, wo se gestern früh einge- troffen find. Sie reisten in einem öffentlichen Personen- Wagen, und jeder von ihnen nahm eine Abtheilung desselben in Beschlag; fie wurden von- Rational-Garden begleitet, die theils neben ihnen, theils auf der Decke des Wagens saßen, In einiger Entfernung von Paris wurde diese Bedeckung _durch Kavallerie verstärkt. Jm Wagen saßen 21 Personen, und zwar nächst den _Ex-Mitxistern der Ordonnanz-Offizier des Kriegs-Minisrers, Herr Hauber, und der Adjutant des General Lafayette, Foy, wxlche den Befehl zum TranSport der Verhafceten Überbracht hatten, ferner der Capitain der Gendarmerie von Tours, Gillet, mit 4 Gendarmen", und ein Lieutenant der Nacional-Garde dieser Stadt mit zehn Ra- téonal-Gardisten. Die Herren von Chantelauze und Guernon- Ranville waren sehr niedergeschlagen und weigerten fich wäh- reUd der Reise, irgend eine Speise zu fich zu nehmen; nur Herr von Peyronnec hatte seine" Kaltblütigkeic und Uner- scbrockenh'eéc bewahrx. Der Fürst von Polignac ist gesxern Nachmittag von Saént-Lo in Vincennes angekommen. Die vier Gefangenen fanden bei ihrem Eintritt in den Thurm von Vincennes dcn General-Prokurator und den Königl. Proku- rakor Barths, von demen sie in die Liste der Gefangenen ein- getragen wurden.“ - Der National will wissen, bei der Dmrcbreise durch Chartres habe es schwer gehalten, die Ex,- Minister vor“ dem aufgereizten' Volke, dessen Erbitterung von der dortigen Garnison und Nacional-Garde gecheilc worden sey, zu retten.

Die Fürstin von Polignac ist auf die Nachricht von der VyrhaftUng ihres Gcmahls nach Frankreich zurückgekehrt und sol! sich bereits hier in Paris befinden.

Dem P i l o c e zufolge ist in Valognes im Namen Karls )(. bei seiner Abreise von dort nach Cherboxnrg folgender Tages- befehl erlassen worden: _

„.Der König wünschke, indem er den Französsehen Bo- den vsrläßr, “jedem seiner Gardes-du-Corps, -1o wie jedem der Offiziere, Unter-Ofßziere und Soldaten, die ihn bis zu

seinem Schiffe hcglcitet haben , einen „Beweis seiner Zuneé-

gung und seines Andenkens zu geben. Aber Umstände, die den König betrüben, machen es ihm unmöglich , dem Wun- sche seines Herzens zu folgen. Der Mittel beraubt, fich Mr eine so rührende Treue erkenntlich zu eigen,-haben Se. Ma- jeskäc fich die Liskcn der Compagnieen hrer Garde-du-Corps, der Generale Und anderen Offiziere, so wie der Unter-Offi- ziere uud Gemeinen, die Zhnen gefolgt smd, vorlegen lasscn. Ihre Namen werden,- vom erzog von Bordeaux aufbewahrt; in das Archiv der König!. - amélie eingetragen werden , um

sowohl von dem Unglück de_s Königs, als von dem cTroste,. den er in einer so uneigennüthen Ergebenheét gefunden hat, ,

fÜr ewige Zeiten Zeugniß zu geben. Valognes, 15. August 1830. . Karl. Der Ma'or-General erzog v. Ragusa. Aux Befehl des önigs: * Der Fürst von Cro'j-Solre. Der See-Präfekt von Toulon hat unterm 26|en d. M. nachstehende telegraphésche Depesche an den See-Minißer ge-

richtet: * „Auf der Rhede von Tripolis, am “13. Aug.

Der Contre-Adtm'ral Rosamel an den See-Minixer.

Dre Wünsche des Königs find erfüllt; die ho e Sen- dung an die Regierung von Tripolis, womit ich von ihm beauftragt war, hat ohne die Hülfe der Waffen und ohne Blutvergießen den vollkommensten Erfolg gehabt. Der Bey ist alle ihm. früher gestellten Bedingungen eingegangen und hat dieselben durch einen Vertrag ratificirc, den ich mit ihm am 11. August abgeschlossen habe.“ '

Aus Toulon meldet man unterm 22skeu d. M.": „Dée Korvette „Orythie“ ist gestern von Algier, das ste am 12ten verlassen hat, hier eiygelaufen; widrige Winde haben die Fahrt derselben um vter Tage verzögert. Sie bringt die Nachrichc mit, daß die Ereignisse in annkreéch dort unter den Truppen den größten Enthußasmus erregt, und daß alle

mit Freuden die dreifarbige Kokarde aufgesteckt haben.,“ Meh-

rere Offiziere hatten „schon in Folge der Verordnungen vom 25. Juli “ihren Abschicd eingereicht , traten aber nach dem Eingange der leßten und erfreulicheren Nachrichten wieder ein. - »Die Fregatte „Bellona“, Capitain__ Gallois, ist ge- stern von "Tunis hicr angekommen; ste hat drei Französtschs

Kaufleute und einen Juden am Bord , der mit Vollmacht?"

als außerordentlicheyGesandter an die Franzöfische Re éerung versehen seyn soll. -- Die Herren Bruat undY- sslgny- Capitaine ,der betden gestrandeten Briggs „Stlane“ und

Beilage

_ uig u'nd Se; K. H. der Prinz von

Beilage „;z,u_,r; „Yllxgxmeinen Preußischen Sta-ats-Zeitnng- .F./' 246

„Aventure“, find am 19ten d.M. von einem Kriegsgerécht frei gesprochen worden. *- Vor-einigen Tagen hat man hier zwanzig Soldaten und Unce'r-Offiziere der "Garnison, die sich von ihren Regimentern entfernen wollten, verhaftet und

. in «das Fort Lamalyne eingesperrt. -- Vom Baron Taylor

aus Aegypten sind Nachrichten hier," eingegangen; einer der unter dem Namen der Nadeln" der-Kleoparra bekannten Obe- lisken" sollte aus" der Gabarre „Dromadaére“ eingeschiffc werden.“ - '

Die Pairs, General-Léeutenanc Graf von Sainte-Su- e_mne, und Graf von Segur, “Mitglied der Fratxzösischen kademée,.find gestern früh, Ersterer nach kurzem, Leßterer

nach einem schmerzhaften Krankenlager, hierselbst mic Tode abgegangen. ,

Herr Laffitte hac , wie es heißt, auf das ihm als Prä- sdenten der Depucirten - Kammer zustehende Gehalt von 100x090 Fr. verzichtet. *

Gestern früh erhielt man hier durch den Telegraphen die Nachricht vvn den in Brüssel aUSgebrochencn Unruhen.

Der ausgezeichuerexBildhauer Gayrard hat in drei ver,- schiedenen Größen Büsten des Königs angefertigt, wovon Exem- plare im Sitzungssaale der Depucércen-Kammer, im Thron- saale des Präfektur-Gebändes und imFranzdsischcn Institut aufgesteklt smd.

'Von dem als Schrift|ekler bekannten Requeten-Meister Herrn Fié-vée w_ird in _öi'esen Tagen eine “Broschüre unter dem Titel:, „Urdachen uad Folgen der Ereignisse des Monat

Juli 1830“ erscheinen.

Die'hier anwesendey Bewohner der Picardie hatten vor- gestern em Bankett, zur,“;zxier der neuesrethreignisse veranstal- tet, woran dre, Packs Dexan, v. Hauberraert und Malleville,

_ so „wie mehrere Deputirte und Stabs-Ofßzierc, Theil nahmen.

Das Journal-du Commerce berichtet: „Die Spa- “nier, die sch bisher im Süden Frankreichs unter Aufsicht aufhielten, haben, fich, „8-000 an der Zahl , in Bourg-Ma- Dame„in .der Nahe von Seu-Uxxgel, versammelt und haben :dort „Königl. Truppen getroffen, die keine feindliche Demon- stration gegen ste machten. Heute Abend heißt es , Mina .und Quirq a scyen so eben in Paris angekommen.“

Aus, ._„lexandrien sind Briefe vom Ende Juni hier “eingegangen. Der Vxöce-Kdnig, dessen Tod Jtaliänische und andere öfftntliche Blätter irrig gemeldedhaben, war mit gro- „ßen' Vertheidégungs-Anstalten gegen einen Angriff beschäftigt, den. er- noch immer von Seiten der Pforte befürchtcc; er “ließ ein Zorc errichten, das seinen Pallast in Alexandrien be- “schühen oll.

_ Großbritanien und Irland.

London 28.-August.qur Feier der Ernennung des Gra- fen. v. Claryals „_Przsdenteu von Bombay hatten die Direk- token der Ostindéjcheu Compagnie am-vorégen Mittwoch ein

., Yoßes Festmahl veranstexltec, an welchem, außér dem neuen

räüdenten selbst, fast sämmtliche Minister, der Lord-Mayor "vpn London, der Präfideuc der Akademie der Künste, Sir M. A. Shu, und „Andere Theil nahmen. Mic Bedauern

, wurde „dabei der Herzog von Wellington vermißt.

_ err Hapris, dasÖxrfk kxjr'zlich' für Southwark, gemein- §chaftuchmjchSjr Rob. Wiljou, erwählte Parlaments-Mit-

glied, Z| g'eséern-mjt Tode abgegangen. .Es wird Zier dem;

„nach „ein,: mueg-thl statt'ßnden müssen, .bei der err Cal- verc,.das fxühere Und durch Hrn. Harris verdrängte Mit- glied für :Souxbwark, “wie man glaubt, nicht wieder als

KandidatZancréten“ wird, weiter steh' durch die ihm Lwider-“

Yahre'néZurüékseßung für bekeidigt hält. Man spricht von ord- IohwRuffell, „der ebm I.bei -*d'er-Wahl_in Bedford durch-

gefglley-„iß-undxvon dem Wxinhändler Potts, als-neuen Wahl; “'

Ksndid-zaxen» _ .

M!“; Nachrichten aus Taracxas bis, zum „28. Juni ,hat :nan bier auchdie Meldun erhalten, daß dée'Generäle Ximenez “und Carbajal auf Besch des General Pa ersch_0ssen wor- den, und daß General .Poxtocar-rero zum ' ode .verurtheilt

worden ist. General - Moreno- ,hat dem Präsidenten von“

ColuMbien§,_Mosquera, angezeigt, daß Venezuela fick) mit die- ser, Repablfk wieder vereinigen wolle, sobald Bolivar von dort abgereist. seyn werde.

Niederl'anüde.

Aus dém Haag , 29. AuguT Se. Majestät der “Kö- . raufen find gestern früh

,vom*Loo hier angekommen; Na “mc'tta s tra en auc!) Majestät die Königin hier ein. “ck g f . „Ihre

Gestern wurde hier ein Minister-Rath gehalten, der mehrere Stunden beisammen war. Nachts sdeZ. K.K. HH. der Prinz von Oranien und Pri'uz Fräedrich der Nie- derlande von hier nach Antwerpen abgereist. *)

Se. Majxstät haben folgende Verordnung wegen Zusam- menberufung dcr General-Scaacen zu erlassen geruhet:

„Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden, König; der Nie- ?erlande, Prinz von Oranien-Nassau, Großherzog von Luxem- ourg, TC. 26.

Nax!) Einficht des chten Paragraphen des Art. 97. des Grund-Gesekzcs:

Haben für Zur befunden und angemessen erachtet, die Geucral-Staarcn zu eénev außerordentlickxn Versammlung im

_ Haag auf Montag den13.Sepc. d. I. einzuberufen. Unser

Mitzister d_es Innern soll für die unverweilte Mittheilung deie1cs Bejchiuffes an die verschiedenen Mitglieder “beider Kam- mern d_er GemeraL-Scaaten Sorge tragen, und Abschriften davon jollen sofort an U::sern Fénanz-Minéfter, sowie an die allgemeiye Rechenkammer, zur Nachricht und Kenntniß; nahme Überjandc wcrden. . -

Jm Haag den 28. AUgusk 1830. _

. (Soz.) Wilhelm.

(Gegezxgezetchnet) J. G. de Mey van Sxxreefkerk.“

. BrüUel, 30. August. Folgende Proclamatjonen find hter erschienen:

1. „Einwohner von Brüssel! Es hat sch das Gerücht verbreitet, daß Truppen auf dem Marschc nack) "Brüffel sehen. Der Konnyandant der Bürger-Garde beeilt sci), Euch mitzu- t[)eilen, daß von der c-bersken Milicair-Behörde Befehle er- theilr worden sind,_ die Truppen vom Einrücken in die Stadt zurück- und se auf ihrem Marsche aufznhalten. DieSicher- heit der Stadt „Brüssel bleibt sonach aus;"chüeßlich der braven Bürger-Garde anvertraut, die ihre Pflichten bis jcßcso tveff- lich erfüllc hat. Eine Deputation von angesehenen Einwoh- nern BrüffeiZ wird fich nach dem Haag begeben. Bis zur Rückkehr derxelben werden sich die in dcr obern Stadtbe- findlichen Truppxn umhäcig verhalreN. Die kommandirenden Offizie-rc der Bürger-Gar'de haben ihr Ehrenwort gegeben, für dre Achtung der Truppen Sorge zu tragen. Brüssel 28. August 1830. Der Kommandant der Bürger-Garde.

„BaronVanderlinden-Hooghvorst.“

11- „Wax General-Major Graf von Bylandc, Ober- Bethlshaber m dsr Provinz SÜd-Brabant, machen, in Ueber- eintrtmmun mit den andern Milicair-Behdrden dieser „Stadt, den Einwo nern dieser Restdenz bekannt, daß wir milden oberst_en Chefs der „bewaffneten Bürgerschaft von Brüssel Überemgekommen smd, daß die TrUppen , die heute hier ker- warcex„wurdet_1, nicht einrücken so'llén, so lange die Einwoh- ner dtexer Reßdenz alle hier "bestehenden Cévil-Behörden respek- xiren und dre _ ute Ordnung aufrecht erhalten wer“deti,-1velsche, em Interesse llcry'nd zum Wohl eines„jeden. Bürgers, aufrechc_echal,ten zu lasen die obersten Chefs “der bewaffnéten Bär er1chafc ficö anheqchig gemacht haben. 'Der Obék-“Be-

' fehls ab'er Wilh. Graf ». Bylgndc. Haupp-Qu-"artjer. zu

“Brüssél'-qm- 28. August 1830.“

„th' habczx die Freudé“,'l)'eißt es inder Gaze't'te „des Pays-BU, (m einem“ Artikel vom 29. August)“ „Hériahten zu können, „daß"dergesrrige TY friedlich voxübexzxgmigxkxxist, und daß" kxme“ Unruhe, keine erwüftungs-Séene ,dieZgüten . und „frredltebenden Einwohner“ diésey .Stadthoti Neüxm mit Schrecken und'Trauer erfülkt'hac.“ “Diesés .glüokléché R, ul- tat, wrr' könnxnes uicht laue und "oft; en"ug wéxdsxen, verpanken wir “alleindemkEéfer "und ,der. eski“ dicker- ädté- schetx©arde yon'Brüffel. “Jhr„e_,am reitqz'». bxnd'bwiéßne Ent1chloffen.he'_tt, 'ih're gerechte Bestraung 'ejnxger Un'TU _.trei- benden_ Menjchen “war ein' großer Schritt zurgRück e? "der ßffenclcchen Ordnung. Tan sah, daß überall, „wo ßes) die ge- ]eßliche Machr: verwegenen - und verbrecherischen Unterneh-

mungen widerseßte, das "gute 'Rescht "fiegreich ervorging-

Die städtische Garde hac fich neu? unbestre'itbare. echteauf

““die Erketmtli'chketc der Bevölkerun erworben. :Wir"be'“schwö-

ren se,.ihr Werk mit unerschütcxx icher Festigkeit "fort" "use én; noch haben wir, heißt es, z“wet;schw„e_re Tage _zu este n,

* *) Die" gesicrn aus "Wesel mi,tge-thcélte Nachricht *daßTSe.

K. H.“ dnrch j-cne Stadt gcreisk sey, dürftesonach woh 'auf ei_ncm

Jrrthunzc beruhen.