1830 / 249 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

1902

Das wenige Geld“, daß er noch besessenhatte, war ihm aus- gegan en.. Seiné; unabhängige Gesinnung gestattete ihm nicht, das *.* usland um Unterstützung anzugehen. Wiewohl im Ueerfküsse geboren, wollte er doch lieber Mangel leiden, als betteln, daher suchte er eitie Beschäftigung, um, wo möglich, von der bescheidenen Frucht seiner Arbeit leben zu können. Nach Bremgarten zurückgekommen,“ bat er den „General Mon- teSquiou, ihm eine Lehrersteüe beim Kolleézium von Rcichenau zu verschaffen. Einer der Eigenthümev dieses Etablissements, Herr Aloysius Zoff, war ein Bekannter “des Generals, der denselben im. VerrraUen“ mit dem Namen des Prinzen und mit seiner Lage bekannt machte. Ludwig Philipp wurde von Herrn Jost nach Reichenau berufen; dorc mnßte er sich einem förmlichen Examen, unterwerfen, und nachdem alle Direktoren des Kolkegiums ihn für fähig erkannt hatten, wurde er als Lehrer in verschiedenen Unterrixhcs-Zweigen angestellt. Acht Monats [amg lehrte er Geschichte„ Geosraphie, Mathema- tik, Französische Und EnglischeSprache. DieseEpisode seines Le- bens ist unbezweifelc eine der intereffantesken. Kein Franzose kann „sich ohne OJDitgefülÜ den verbannken Fürsten denken, der ge- zwungen ist, den Namen, dessen Rulm er seinem Degen ver- dankt, zu verbergen und aus dem L'cfxütnmel des Lagers zu. dem eénförmigen L'ehrfUche überzugeherx. Sein samster Cha- rakter, die Einfachheit fewer Sirten erwarben ihm in Reichrx- nau bald die Achtung seines Kollegsn und die rührende Freund- schaft seiner jungen Zöglinge. Das Geheimnéß seines Na- mens wurde von Hrn. Jost sorgfälktg bewahrt, und Ludwig Philipp fühlte fiel) glücklich, daß er unbekannt seinemerwähl- ten Berufe nachleben konnte. Um jene Zeit erfuhr er auch den Tod seines Vaters, der ebenfalls aés ein trauriges Op- fer der Anarchie gefallen war.“

„Die Prinzesfin von Orleans [).-arte das Kloster BreMgar- ten verlassen und sich zu der. Gräfin Conti begeben; Herr“ Montesquiou „glaubte nun dem Prinzen einen sicheren Zu- fluchtsort anbieten zu können, denn auch die Bewoßner von Graubündten hatten eine politische Bewegung begonnen. Der Fürstliche Professor verließ Reichenau mit den ehrenvollsten Zeugnissen und ging nach Bremgarten, “wo, er, unter dem Namen Corby, bei Herrn Montesquiou in“ der Eigenschaft eines Adjutanxen bis zu Ende des Jahres 1794 blieb. Um diese Zeit hatte sich in annkreich xine Kunde von dem Orte seiner Zurückgezogenheic verbreitet; er schickte sich daher an, die Schweiz zu verlassen. Dock) w:)hin gehen? Ganz Eu; ropa war unter den Waffen. Bei dem Zustande der Dinge, in Frankreich durch die Terroristen prosk'ribirc, im Auslande gescheut als" Patriot, bot fich ihm nirgends ein Ort dar, wo er-mir Sicherheit leben konnte. Er wollte daher nach Ame,- rika gehen und hoffte in Hamburg einige zur Ueherfahrc nd- thige Mittel zu erhalten. “Da jedoch auch dieje Hoffnung fehlschlug und er nichts weiter als einen kleinen Kredécbrief auf einen Banquier in Kopeyha en,.dem er als ein reisendek

Schweizer empfohlen wurde, er )alten konnte , so beschloß er, * nach dem nördlichen Europa zu gehen. Zu der Dänischen .

Hauptstadt gelang es dem Banquier , an _den er empfohlen

war, ihm Pässe, zu verschaffen , mit denen er ungehindert-

reisen konnte, wohin er wollte. Er géng zunächst nach Hel- sjngör, besah fich 'das Schloß Kronenburg, passtrte' denSund und begab *sich nach Schweden, wo er Helsingborg und So- thenburg besuchte. Er ging sodann den Wener-See «hinauf und schlug den Weg nach Norwegen ein, wo “er , überall _in-

cognito," durch sein einfaches edles-Wesen fich in vielen Städ- ten eine'fre'undlicheAufna me zu erwerben wußte. Da er-

fich gern um-die, Zeit“: des olstitiums am äußersten Punkte

des Kontinents befinden wolkte, “so. ging er an der Norwegix; schen" Küsbe'entlang, bis zu dem Meerbusen-Saltst-roem, wo * erunter imzähligen GefaLrenden- Mahlßvom besuchte. Er.

appländepn sden? Gebirgska-inm- .und - befand fich am 24. August 1795 am Nord-Kap; hier,-18;Grad - -

durch'zog' * sodann mit den

vom “Polkentfélrnr, "hielt er ffch einige Tage auf qud kéhrte

dann durch“ “Läpplan'dsénach. T_or'n'ea urück..- Graf ;.Gustab ie EinWohner'quren- 8 _

. yay!- 255? wo sxchßumck ein Retssndep' blickxn“ läßé,=-msd der noch H-Grad . " ndrdlicherlais .dev- Orc ia &wohmx Maupercu-is *.ge-schickc kwor- _-

Montjoie. war: sein **Reésebegleiter. erftamn . über die Ankunf-c ; zweier Fremdén «m? einem“ Punkte,-

den war; um. eine -Meor' n=xMe'ffyng“'im nörßlickjen "PUK?-

„Der kühne Reisende, welchev durch _dxese Exkursionen seine Kenntnisse zu bereichern suchte, ging'“t'1u'nm'ehr nach Finnland, um den Schauplatz des leßx'tenx Russisch-Schwedi- schen Krie _es kennen zu lernen); hier kam eerés nach'Ky'tm- stegard. _Éqr durchstreéfte darauf die Alands-Inseln undbe ab sich nach“ Stockholm. Zn Pieser Hauptstadt wurde sein n- cognito, durch den Franzöfijchen Gesandten am Schwedischson Hofe verratheu. Man feierte nämlich gerade dén Geburts- tag Gustavs W.; Ludwig Philipp, der dem FYf-Balle beizu- wohnen wünschte, besuchte denselben auf ein ' illet, dasihm ein Banquier angeboten harre, seßte fich aber, wie er glaubte, unbemerkt, auf eine der höchskcn Gachrieen des Saales. Er hakke sick) jedoch kaum einige Minuten dascxlbsk befunden, als der Königl. Ceremonien-Meister zu ihm kam und ihn einlud, unten “im Zirkel des Hofes zu ersch_einen. Ueberraschc, fich erkannt zu sehen, folgte er dem Cerenwnßn-Meistek uud wurde vom Könige, so wie vom Herzogs von S'üdermatmland, auf die wohlwolicudste Weése empfangen. Man machte dem Prinzen Anträge, die' er jedock) ablehnte, einzig und alleinauf die „Bitte fich beschränkend, daß man ihm die Erlaubniß ertheil'e, überall im Königreich: hinreisen und Alles besichtigen zu dür- fen, was ihm hier sehenswertl) erscheine. Nachdem dazu der ndrhige Befehl ertheilr worden war, reiste er. von Stockholm ab , besuchte die Bergwerke von Dalekarlien undxruhte in: derselben Meierei zu Mora , wohin stel) Gustav Wasa, *ro- skribßrt gleich ihm, geflüchtet hatte. Unter Anderm ,besa “er fich sodann noch das Zeughaus von Karlskrona und ging übxr den Sund nach Hamburg zurück, wo er im Jahre 1796 anlangte.“ (Fortsetzung folgt.) _-

Königliche Schauspiele.

Dienstag, 7. September. Im Schauspielhause: Der junge Ehemann, Lustspiel én Z Abcheilungen, nach dem Fran- zösischen. Hierauf: Der Nasenstüder, Possenspiel in 3 Ab- theilungen, von C'. Raupach. _

Mittwoch, 8. September. Jm Schauspielhause: König Richard ill., Trauersyiel in 5 Abcheilungen, von Shakespeare.

Könéqstädtisches "Theater. Dienstag, 7. Septemöer. Charlotte Corday, oder : Ma-

rats Tod, geschichtliches Melodrama in 5 Akcsn. Wegen:- eingetretener Hindernisse kann die Oper „die weiße Dame“"

heute n'ichc gegeßen werden. - Dienstag; 14. September. Zum erstenmale: Die beiden Näcs)te,'kon1ich)e Oper in 3 Akten, nach dem Franzößsclxn

des Scribe und „Bouilly, von K. A. Ritter; Musik“ von;

Boyeldieu.

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Zerlixjsr ZörZE. ])au 6. ,Zoyloxmbor 1830.

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. Neues? BZZrsen-Rachxichcén. - axis, 31, Aug., 5 roc. Rente sin Haar. _101 Fr.! 85 C, ,proc. üg sour, 72 Fr. 70 C. öproc. ,ngp. Fasc. än

Nedaeteur- Föhn; _Métredactone Cottel-

ox'tuZ. 62. Raza. 105.2:

Allgemeine

Preußische Staats-Zciknng.

„ckH249.

AmétlicHe Nachrichten. .Kronik des Tages.

Sc. Majestät der König haben Allcrhöchsééhrem Ge- sandten am Königl. Niederländischen Hofe, General-PTajor Grafen zu Waldbu rg-Truchseß, den Rokhen AT-ler-Orden zwyitöev Klasse méc Eicycnkaub und dem Stern zu verleihen gern et.

Angekommen: Derxaußerordentliche Gesandte Und be- vollmächtigte "Minister am Königl. Spanischen Hose, von Liebermann, aus Schlesien.

Der Fürst Elias Dolgoruky, von Karlsruhe.

Der Königl.. FranzöstsM Oberst, Fürst von der Moskwa, als Couriervon Paris.

Der Kaisers. Rusßésche Staatsrath, Freiherr von Mal- riß , als Courier von rqnzensbrunn.

Durchgereiskx .. er „Königl. Spanische Kabinets-Cou; tier Diaz», Über Dresden von "Madrid kommend, nach St. Petersburg.

Ze-itungs-Nachrichten. A u s l a n d.

Frankreich.

Pairs-Kammer. Sißung vom 80. Aug., Nack)- dcm der Präfident die Königl. Verordnung , wodzurch d-em Marschall Souls." und dem Admiral Duperré dre Patrs-

Würde ertheiit wird, vorgelesen und Ersterer den üblichen.

Eid geleistet hatte, begannen die Berathungen über den Ge- sesz-Encwurf wegen des neuen Eides der Civil- und Militair- Beamten. Der Vicomte Dubouchage war der erste Red- ner, der fich über diesen Gegenstand vernehmen ließ. Cr er.- klärte, daß ihm zwar die Nothwendigkeic des betreffxnden Ge- sekzes einleuchte, daß er dasselbe aber in einigen 1eit1er Be- stimmungen für fehlerhaft halte. So scheine es ihm z. B., daß die Eidessormel hinschclich der JNilitairs unzureichend set). Allerdings habe die Gleichmäßigkeéc des zu leistenden

Eides beim ersten Anblicke Manches für stel); bei genauerev

Untersuchung böten sch aber wesentliche Nachtheile d_ar; in allen Ländern und unter allen Regierungsformen xm) der bewaffnete Bürger jederzeit durch besondere (Geselze regiert und einer größern Strenge unterworfen worden, als der un- bewaffnete; er halte es daher für nothwendig, daß man“ hin,- stchtlich der Milicairs eine andere Etdesfokmel einführe. „Wenn“, fuhr der Redner fort, „der uns vorliegende. Ge- selz-Entwurf hinficytlic'h der Militat'rs zu gelind ist, so :|, er dagegen von einer unerhörten Strenge iu Betreff der Wers“. Zeder Pair, der innerhalb eines Monats den Eid nichr. ler- stet, soll für seine Person des'Rechts, ein Mitglied der Kanxmer zu seyn, verlustig gehen. Wie kommt es doch, daß in etnxm GcseH-Entwurfe , dessen erster Gedanke so gut war, fich eme so. ungerechte Bestimmung, die überdies noch, hénfichcltch des dabei beabfichtigten Zweckes,“ unnülz ist, eingeschlechen hat. Denn war dieser Zwech nicht schon erreicht , wenn der MM

vereidigte Pair an den Berathungen der Kammer keinen Am

theil nehmen durfte. Wozu also noch eine Strafbestimmung? Ich glaube zwei Ursachen zu finden, die zu diesem erthume Anlaß gegeben haben. Einmal, _so fand sich der drtcte Arti- kel des Geselzes, worin die gedachte Strafbestimmung enthal- ten ist , weder in dem ursprüngléchen Entwurfs, noch in der vonder'Kommisfion in Vorschlag gebrachtenAbfassung des- selben. .Das Ganze ift-also, wie man leider .geßehen muß,

Berliin, Mittwoch den ät?" Sepkember

1830.

nichts als das Resulrat einer improvisrten Berathung über ein_ émprovifirtes Amendemetxr. Wir mÜ-ssen diesen Umskarjd bewnders heraußheben, weil jener dritte Artikel die Pairs auf eine verfassungswédrége Weise in ihrer Unentseß- H„arkeit verleßr und weil dw Pairswürde als ein politisches Gegengewichr-vor jcdem Eingriffe der beiden andern Staats- gewalcen in ihre Vorrechte geschülzt seyn MUß, wenn se mit Erfolg ngEU die verantwortlichen Depostarien des Willens Her Kx'one UNO gegen die Angriffe der Demokratie ankämpfen 1011. Es war zwcicezts natürlick), daß die Deputirten-Kammer bei jerwr unvorhergewhcnen Erörterung vox'zugsweise ihre eigene nge im Axxge harre. Darchdrungen von den Nachrheélen, das aus der Zögerung einiger ihrer Mitglieder, steh auf ihren Posten zuNbegeben, entstxhen konmten, wollte Re nicht, daß die Cédes-Bcrweigerung einen Grund abgäbe, r*nehrere Pro- vinzen ol)ne_ Repräsentanten in der Kammer zu lassen. Des- halb sekzte ste cine Frcsk fest, über welche hinaus jeder nicht': vereidrgte Depuxircß aks ausgeschieden betrachcet Werden sollte. Besteht aber _em 10lcher Termin für die Depucirren, *- so sqgce man,--1o muß er auch für die Pairs bestehen; und hier be,- gmnc der Jxrtlwm. Die Kammer glaubte der Billigkeit zu genü- gen, wenn neden Pairs“ zur Eidesleiscung doppelt so viel Zeit als“ den.;DepuUrcen l_ießx; abcr fie vergaß dabei ganz und gar, daß zwr]chcn_der gexeliochaftlichen und politischen Lage beider auch t1ichx_dte mmdeste Aehnlichkeic besteht. Dies will ich kurz bcxpexjcn. Ich [ckqu [cyon oben bemerkc, daß die Charte der Paxrswürde die Unabxekzbarkeic und selbst die Erblichkeic aus dem Grunde verliehen hat,. damit fie, als ein erhalten- des Prinzxp, ungbhängig genug sey, um die beiden andern S::gacsgewalcep m gehörigen Schranken zu halten. Die Patrs haben 10:1ach_das Recht„- die Landesgesetze zu bewiili- gen oder zx: verwerfen; ste haben das Recht, an den Sißun- gen dex Kammer Theil zu nehmen, und dieses Recht wird vqrzügltch m unryhigen Zeicen_zu einerPfiichr; aber sie snd mehr. dte R-epräjxncancen diejes oder jenes Departements. Ist trgend em Saz erledigr, 10 leider kein Örtliches Interesse daxtxtxxer, und hiervon schreibt sich auch das'Prinzip her," daß em Pair zur: Theilrmhme an den Berathungen der Kam; n_1er eher beyechttgc als verpflichtet sey. Verhäkc es sich nun wohl eben M mit den Functionen eines Deputirten? Die- ser verdankx _seine Stelle einem temporairen Mandate; er mag „nun dt;]es Mandat nachgesuchc haben oder nicht, so ist es jeme Pfltcht,»_dasselbe pünktlich zu vollziehen, da er sonsk das Vertrauen- 1einer Kommittenten täuscht. Nimmt er an den Bexgchungen der Kammer nicbt Theil, so m:;s; das In- xereffe [emes Bezirks darunter leiden; daher die Pflicht für ck31- sett1§n Poßen nicht zu verlassen. Verbietet ihm also seen GeWtffen odxr verhindert ihn sein Gesundheits Zustand, den Stßtmgen beizrxwohnen, so muß er seinen Abschied nehmen. Aus dem Gesagten 1cheint mir nun klar hervorzugehen, daß es recht wax, wenn man dem Deputérten zur Eidesleijkung eine Frist *besttmmte, aber unrecht, wenn man fie einem Pair sekztx, denn der Eine_i| verpflichtet, an den Sitzungen Thecl zu nehmen , während der Andre dazu berechtigt"i|. „Der 2ce Paragraph des dritten Arrikels bestimmt,-daß von ]epem Deputircen, der innerhalb»14 Tagen nichc den Eid gex' leesket hat, angenymmen werden soll, daß er sein Amt nte- derlege. Djeje .leßtern Worte sind wohl zu erwägen.„ Wollte man_ doch einmal mit gleichem Maaßskabe mes- sen, so mrtßte man dieselbe Bestimmung“ auch auf die Pairs ausdehnen. „„ Wie!““ wird" man mir aber antworten, ein Pair kann ja sein Amt “nicht niederlegen.““ Dies ist es gekrade , wohin ich meine ““Geg- nxr führen wollte. .Weil aljo ein Pair seinen Abschied mehr nehmen darf,“ so wollt Ihr die beschworne Charte ver- leßen, und “Uns selbst ohneirgend einen erwiesenen Nutzen bei unserm. Rechtexeränkefn. Statt ganz einfach zu sagen, daß der Parr, der den EO nicht geleistet, an den Berathun-