1976
wichener Nacht wurde einer unserer Vorposten vor demsel- ben Thore von den Beduinen angegriffen , wobei wir meh- rere Mann verloren. Fast in jeder Nacht werden einige un- serer einzeln stehenden-Vorposten ermordet; *- Oran und Bona snd jetzt gänzlich geräumt; das Dampfjchiff „Sphinx“ hat
die letzten 150 Mann der Garnison von Oran gebracht. Das „
Linienschiff „ le„ Superbe“, die Fregatten „Dido“ und Z brauchen, mit der es ihnen vielleicht gelingt, einige leichtgl u-
„Pallas“ find gestern mit den dort gewesenen „Regimentern hierher zurückgekehrt. Gestern wurde ein Beduine gehangen, der einen Flintrnlauf und mehrere Kugeln bei sich trug. -- Die Ruhr hat bedeutend abgenommen, seitdem die Truppen gegen das schlechte Wetter mehr geschützt smd. Zwischen dcm Marschall „Bourmont und dem General Duperré hat lange Zeit eine Spannung geherrscht. Der erstere sucht sich jeßc dem letzteren wieder zu nähern und hat ihm mehrere damas- cirte Gewehre und Säbel, [eßtere mit goldenem Griff und silberner Scheide, “zum Geschenk grmachk “ .
Aus Toulon schreibt man unterm «en d. NT.: „Die Admirale von Duperré und von Rigm) werden hirr erwar- set; statt "des C'rsteren wird der Contre-Admiral Rommel das Kommando des Expeditions-Gesci)waders übernehmen. Die Gabarre „Lamproie“ und die Korvette „Bayonnaise“ sind von Algier, welche Stadt jene am 25|rn, diese am 27strn August verlassen hat, hier angekommen. Die am Mster: v. M. aus der Levante gekommene Brigg. „Surprise“ isi am 31sten wieder mit Depeschen dahin abgegangen. Die Engli- sche Fregatte „Madagascar“, von 46 Kanonen, welche vor-
eskern in den hiesigen Hafen rinlief, hat die dreifarbige kagge mit 21 Katwnenschüssrn begrüße, welche von den Forts smd den Schiffen erwiederc wurden.“ “
Nachrichcen aus s))karseille zufolge find die Handels- Verbindungen mit Aegypten seit der Einnahme Algiers irhr iedhaft. Der dieffritige Konsul in Alexandrien , Herr Mi- maut, genießr das ganze Vertrauen des Pascha, der ihm vor kurzem wegen der Beschimpfung, die ein Argyptischer See;
Offizier einem unter Französischer Flagge segelnden Schiffe - zugefügt harte, sogleich volle Genugthuung grwährtr. Der ,
Pascha schickte darauf dem Konsul fünf Griechen, die er aus Der Sklaverei hatte loskaufen (affen. Dem Temps zufolge haben der Herzog und die Herzo- n von Angouläzme Vollmachten zu dem Verkaufe ihrer Yrivac-Befikzungen gesandt.
Der Schiffs-Capirain Dumont d'Urville, der Se. Maj. Karl )(. und dessen Familie nach England Übergrschifft har, Z| hierher zurück ekehrc und hat bereits eiiie Audienz beim Könige gehabt. F'r- sprach den Wunsch aus, sich zurückzu- ziehen,. wurde abervom Könige aufgefordert, in seiner jetzi- gen Stellung zu bleiben. *
Der hiefige Königl. Gerichtshof hielt gestern eine Siz- zung, in welcher die -Mitglieder des Tribunals erster „Instanz amd des andelsgerichts vereidigt wurden.
Die esuche bei den Ex-Minisiern in Vincennes haben
in der leisten Zeit so gehäuft , daß der Gouverneur des Schlosses befohlen hat, eine und dieselbe Person täglich nur einmal zu einem der Gefangener: einzulaffen._
Gestern hatten die Wähler von 1789 ein Festmahl ver- anstaltet, welchem General Lafayette, die Präfekten Odillon Barroc und Girod, Herr Labbry de Pompibres, die Advo- katen Barths und Bernard u, a. beiwohnten. „
Der Redacreur des „Volksfreundes“ , welcher von den hiesigen Lastträgern wegen Verläumdung gerichtlich belangt worden war, isi vom Zuchrpolizei-Gerichc zu 14cägiger Haft pad 50'Fr. Geldstrafe verurth-eilt worden.
Großbritanien und Irland.
. L o_ndon, 10. Sept. Ihre Majestäcen gebrauchen wäh- rend ihres Aufenthalts in Brighton die dortigen Bäder. Der Herzog von Cambridge badet ebenfalls dort, und zwar inder offenen See. Brighton hat durch den Aufenthalt der hohen Herrschaften,“der ein sehr großes und vornehmeres Publi- kum hingezogen hat, ein überaus fröhliches Ansehen ge- WWY H “ Suff d r i T '
er _ erzog von rx ent in cui en a en eine RÜs? ““ck Nord-Waüis anzutreten. g g ' . Die Künstlerin Frau von Comolera ist zur Blumen-Ma- smn IhrerMajesiäc der Königin ernannt worden. * DU" HSTZOg von Cambridge hat den Capitain Cuthbert
In einetxi, seiner Stallmeisier ernannt.
Mit dem Dampfboote aus Rotterdam sind hier die Für- jnr von Carolarh und Trubekzkoi angelangt.
_ “ „Mehrere Morgen- «nv, Abend-Blätter,“ heißt es in det" Tim es , „brharr'en in::der einfältigen- Anklage„ daß der
zog von Wellington der Rathgeber zu den willkührlichen
““NEU“- ÖU' Pölignacschen Verwaltung gewesen» sey. 4
Hätte sich der Herzogwirkiich einer solchen Tborheit schuldig gemacht, so dürfte er nicht noch einen einzigen; Tag. der Mi- nister eines freien Landes seyn. Wir können uns jedoch nicht bereden, daß diejenigen, die eine solche Verläumdung verbrei- ten, auch nur den mindesten Glauben daran knüpfen- sie wün- schen blos zu ihren factiösen Zwecken eine solche LÄge 'zu er
bige und gedankenlose Menschen zu, bethören. Sie denken, daß, da bis zur Zusammenkunft des Parlamentes noch einige Wochen verstreichen müssen, in dieser Zeit ihre skandalös: An- schuldigung Glauben oder. doch mindestens Umlauf gewinnt. Glücklicherweise wird sich bald eine Gelegenheit darbieten, bei der der Herzog von Wellington auf die yublikesre Weise solchen niedrigen Verläumdungen wird widerWrechen können. Am nächsten Montage findet nämlich das große Diner in Man- che|er starr, welchem die-vornehmscen Einwohner der“nord- westlichen Grafschaften beiwohnen werden ;* hier kann Se. Gnaden in wenigen einfachen Ausdrücke:», ohne Rückhalc Und ohne Umschweife, eines der ungezirmtendsten und böswillig- sien Gerüchte, welche Parcei-Bosheir jemals erfunden hat, mit einem Male und für immer ziim Schweigen bringen.“
„'Es freur uns“, äußert der Courier, „daß Aussicht vorhanden ist, die Differenzen in den Niederlanden zu einem günstigen Ausgange gebracvc- zu sehen. Der „König hat, ohne auch nur die allermmdeste Kieinmüthigkeic zu zeigen, seine Bereitwilligk'eit dargelegt, versöhnrnd ins-Mitcek zu treten, und mit Recht darf man erwarten, izaß, wenn der »unruhige und minder aufgeklärce Theil der Bevöikerung von dem bes- ser gesinnten. uno unterrichteten Theile nur noch einige Tage im Schach gehalten werden kann, dann auch die Versamm- lung der General-Staaten den Frieden wiederherstellen und die Sachen auf einen festen Fuß bringen werde. Tan, kann sich inzwischen der Besorgniß nichr enthalten, daß der günstige Erfolg, welchen der Widerstand der Bi'irgrr gehabt hat, das
niedere Volk zu neuen ausschweifenden Handlungen rrmurhi-
gen möchte, Wir haben ja gesehen, wie sehr verschieden das Benehmen der niedern Klasse in Belgien von dem der Pa- riser Bevölkreung ist. -- Das Volk in den Niederlanden mag vieljeicht einige gerechte Ansprüche auf Concrsfionen haben, eine „Beleidigung für den gesunden Meiischerwer|and und ein Libell auf die Pariser würde es jedoch seyn, den gemei- nen betrunkenen Pöbel von Brüssel und Lüttich mir den nie-
dern Klaffer: der Französischen Hauptstadt zu vergleichcn._
Wir hoffen it'sdefsen vertrauensvoll, daß, wenn die achcbaren Bürger der Niederlande ihre Differenzen mit der Regierung“ erst geschiichtec haben, fie auch die Nothwendigkeic erkennen werden, die uiedern Klassen auf irgend eine wirksamr Weise zu beschränken, und zwar damit A_usschwrifungen wie die, deren Augenzeugen fie kürzlich gewejen find, nicht wieder, zu-x rückkchrcri können.“ _
In der Morning ; Chronicle liest man: „Die Er- nemmng bes Fürsten Talleyrand zum Botschafter in Groß- britanien muß einen erfreulichen Eindruck auf alle diejenigen machen , die ein anhaltendes gutes Vernehmen der beiden“ Länder tvünschen, und zwar auf d'er Grundlage des gemeinsamen Interesse, das» sie zur Erhaltung der Prinzipien der Britischen Revolution habrn. Zunächst kann man diese Ernennung nur als sehr schmeicheißafc für England ansehen; alsdann ist fie auch kein geringes Zrugniß für die Kraft der“ in Frankreich bestehenden Regierung.. Jedermann weiß, daß die Buonapar- kisten noch bis zum ießten Augenblickeihres politischen Da- seyns erklärten, ihre Sache würde den Sieg davon getragen haben, wenn sich nur Talleyrand ihr angeschlossen hätte. Endlich aber wird jene Ernennung diejenigen Leute hier in England , die ben Franzosen ihre dermalige Unabhängigkeit nicht gönnen, durch die anerkannte geistige Uebrrlegenhric des Veterans" der Kontinental;Diplomacik im Schach zu halten wissen.“
Aus Lulworth wird gemeldet, daß Karl F. am 1sten b. angefangen habe, die Jagd der dortigen Gegend zu benutzen. Die Lords Arundel und Nugenr, die General-Lieutenauts Sir W. K. Grant und Sir I. C. Grant, so wie der Oberst Mansrll, haben im Schlosse Lulwortl) Besuche «gestattet„ '
Vorgestern sollte an der hiesigen Börse das Standbild Georgs 1'11.aufgc|ellcwrrden; durch das Reißeneines Tauer;- fiel jedoch die “Statue 10 Fuß hoch herunter undwurde da- durch sehr beschädigt. Glücklicherweise ist bei diesem Unfalle kein Mensch verletzt worden. “ “
Die Wahl der 16 Schottischen Pairs'ixi Edinburg ist ganz in der Weise ausgefallen, wie Schortisthe Blätter fie vermuthet hatten (und wie fie in Nr. 234. der Staats.-Zei- tung, diesen Blättern zufolge, angegeben wurde.) -
Beilage
1977 Beilage zur Allgemeinen Preußischen Staats-Zeitung .I.?" 258.
Die Bank von-C'ngland macht bekannt, daß fie auch ferner bis zum 15. Oktober die üblichen Vorschüsse auf Pa- piere u. s. w. gegen 3 pCc. jährlicher Zinsen machen werde.
Unsere Blätter enthalten Betrachtungen über die Staats- Einnahmen des jetzigen Vierteljahres. Die Times sagt: „Wenn wir den bis jetzt verflossenen Theil des laufenden Vierteljahres mit demselben Zeitraum des Jahres “1829 ver-
leichen, finden wir ein beträchtliches Deficic , welches allem Zinschein nach bis Ende des Vierteljahrrs, bis zum 10. Okt., noch zunehmen wird. Der Ausfall brlaufr sich jetzt auf mehr als 700,000 Pfd. und wird bis Ende des Vierteljahres wohl auf 1,000,000 Pfd. steigen. Diese Abnahme finder hauptsäch- lich in den 3 Artikeln: Bier, ONalz und Hopfen statt und kann auch an iHnen ganz. genau und befriedigend nachgewie- sen werden, ohrae zu trüben Ausfichten Anlaß zu geben. Im Gegenthcil haben wir alle Anzeichen eines glücklichen Zustan- des der Hauptzweige der Naiional-anustrie und des Han,-
dels.“ »- Das genannte Blatt wrist mm einzeln nach, warum ! von der Abnahme des Steuerertrages nicht auf Abnahme der ;" Fabrikation zu schließen sey, Und fährt dann fort: „Noch in ' 2 andern Artikeln findet ein Ausfall statt, in Thee und aus,- .' Es wird genügen, daß die auf ersteren eine -
ländischem Korn. Steuer nach dem Werthe is.", und daß in, diesem Jahre nicht die Thee - Consumtion abgenommen hat, sondern die Preise bei den Indischen Verkäufen ( welche den Betrag der Steuer bestimmen) niedriger waren. Bei Korn erklärt die Vergleichung der Preise in diesem und dem vsrfioffrneii Jahre und die daraus folchde Ver,- schiedenheit der Steuer den Ausfall. Dagegen ergiebt die Einnahme des laufenden _Virrteljahres einen Zuwachs in den wichtigen Artikeln: Seife, Lichte, Stärke, gedruckte Baum- wollenzruge und'geistige Getränke. C's iti offenbar, daß dies alles Artikel von der allgemeinsieu Consumtion smd und welche (diegeiscigcn Getränke etwa ausgenommen) zu den ersten Lrbensbedürfniffen gehören. Daher zeigt die Zunahme hierin eine vermehrte Verbreitung der quuemlichkeiten in der Gesellschaft. Es isi bemerkenswerri), daß die Zölle im Allge- meinen eine langsame, stufenweise und darum wahrscheinlich dauernde Neigung zum Anwachsen zeigen - nicht aber einen plötzlichen Ueberfiuß eines besondern Handrlsartikels, welches nur ein Anzeichen von unnatürlicber Urbercreibmig übel gr- ;leiteter Spcculation ist, 'auf die» nur zu häufig die traurigsten "Reactionen folgen.“
Dem Courier zufolge bringt das Schiff “Emma“, 'Capicain M'Donald, welches am 17. Mai Valparaiso ver- ließ, eine Ladung von 300,000 Doüars, theils grmüxrzt, thciis in Barren, und 3000 Häute für kaufmännische Rechnung. Die Revolution in Chili ist nicht beendigt, sondern wurde mit großem Enthusiasmus fortgeseszc und entzweite sogar zuweilen Familien.
Nach ZeicutY-sn aus Singapore bis zum 28. März war dort eine *egierungs-Prorlamation rrlaffeti worden, um die Einführung von Sklaven zu verbieten, da die frühe,- ren Akten. übertreten und“ Sklaven bis FTU großer Anzahl heimlich eingeführt worden waren. Aus ochin-Cl)ina war eine Karavaue angelangt, die r1ach Bengalen mic Geschenken für den Englischen Gouverneur und in der Absicht, freund,- schaftiic'here Verbindungen mit der Etxgliscswn Regierun an- zuknüpfen, bestimmt ist. Der Beherr]cher von Kochin-Éhina soll ein Mann von liberalen Grundsälzen und viel weiter in der Civilisation “als die östlicheren Fürsten seyn. )
Der Jriänder Knight , den Lafayette, seiner in den Ta-
en des “Juli bewiesenen Tapferkeit wegen, zum Capitain der
ational-Garde ernannt hatte, ist in Paris gestorben. Er hatte sich so angestrengt, indem er am Tage kämpfte, und des Nachts die Anstalten für den folgenden Tag-traf, daß uhu ein Fieber befiel, dem -er unterlaF. * Unsere Börse hat in den eßten Tagen, besonders da auch aus Frankreich und den Niederlanden beruhigendere “Nachrichten eingegangen, wiederum ein fejicres Ansehen ge- "wonnen.
Niederlande.
Aus dem Haag, 10.*Sept. Bei der am 14ten d. Katt findenden Vermählung Ihrer „Königl. Hoheit derPrin- éssm Marianne mic Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen Al- -recht von Preußen wird der Hof-Predigrr Delprac die Trauung verrichten. Mehrere hohe Gäste werden noch zur Vermählungsfeier erwartet, und es sind bereits die Zimmer
far „dieselben in Bereitschaft geseßt worden. Am 15ten wird “großes Diner und Galla und am Dienstag Abends Cour bei den hohen Neuvermählcen seyn.
„Jm hrucigen Blarce der Staats-Courant liest man: „Einige Zeitungen berichten, daß mehrere Mitglieder der Ge,- neralstaaten Anstand nehmen, sich zur Versammlung“ nach dem .Haag zr! begeben, weil sie von den hiesigen Einwohnern, die sehr erbirterc gegen alle Bewohner der südlichen „Provinzen seyn „sollen, Beleidigungen. zu befürchten haben. Dieses Leß- tere ist durchaus unwahr. Jm aag sowohl, als in ganz Holland und in der.: angrä1rzenden* rovinzen, herrschen Ruhe an? Ordnung nach wie vor, und es. ist ganz und gar unbr- grunbec, wenn wirklich Jemand berichtet hat , daß die hier anweiendcti Belgier eine mmn enchme Behandlrmg er- fahren wurden. Es mag wa)r seyn, daß in diesen Tage:) em Individuum aus den Provinzen durch einige “Menschen veriröhnt worben, und daß Andere vor ähnlicher Behandlung beiorgc geweien find, doch ist es allgemein bekannt, das; „mir die Wrije, _m der die Tagebläcter dir,- Ankunfc jenes Individuums im Voraus gemeldet hatten, die Veranlassung zu der_n erwähnten “Ereigniss gegeben habe. -- Nichts ist auch gewiser, „als der Umsxand, daß Niemand, woher er auch qe- Éowrnrrx jriZn mag, wrnn rr sich in irgend einem legalen (He- jcbajc m Holland auxhälcx, dir allermindeste Belästigung zu erleiden hac, und daß man besonders im Haag gewöhnt ist, erermann, der mit öffentlichen Angelegenheiten zu thun hat, mit der Auszeichnung zu behandeln, die ihm in seiner Eigen- 1chaft gebührt.“
Aus den südlichen Provinzen smd bereits die Herren Reyphins, Sandelin und von O)éoor, Mitglieder der zweiten Kammer der General-Staacen, hier angelangt.
. Vorgesirrt) Morgen kam ein Adjuranc vom Prinzen Friedrkizch im Kriegs-Amt an und ging bald wieder zur Ar- mee a .
Dem Vernehmen nach, find in den lcßten Tagen große Zurüsmngen in den Landes-Arsen'älrn gemacbr worden. Ge- stern *ging ein Adjutant des General-Kriegs-Direkcors mic Dcpejclwn nach Antwerpen ab.
In den nördlichen Provinzen hac dintliche Ankündi- gung, Haß Befehle gegeben worden iryrn, gegen die Aufrührer die Gewalt, der Waffen zu "kehren, große Freude erregt.
DeieWtrder-Eröffnung der Voriesungen an den Hochschulen von Luctick) und Löwen ist, in Gemäßheac einer Resolution des »).)Tiniscers _d_es Innern, vorläufig noc!) ausgesetzt worden.
Brümel, 11. Sept. Aus Breda melder man, daß'Se. Ykajrstär der König daselbst erwartet worden sey; die auf der Straße vom Haag bereit gehalterxen Relais, Pferde smd je- doch wieder abbestellt worden.
Die Abgeordneten .Herren Serruis, Veranneman und Coppirters aus West-Flandern, Goelens aus Oxi-Fiandern, Fallon aus Ramür und Velsen aus Antwerpen sind der Vorstellung um Trennung beider Landescheile beichreteti. ' Herr Taintenier aus Hennegau kam krank'hier an, "will sich aber doch nach dem Haag begeben. Sein Koliege hingegen, Oberst Baron “v.._ Roiyin, hatte sich schon beim Ausbruche der Unruhen nach dem Haupc-Quartier des Prinzen Friedrich begeben, um der Regierung seine Dienste anzubirren. “
Dre Gazette des Pays-Bas. sagt: „Die Mitglieder der General-Staaten haben nie etwas zu fürchten gehabt, in- den_1 „ste üch zur Theilnahme an den Berathungen der Kammern aus ihren Posten begaben. In den gegenwärtigen Umstän- den lcegx nicht nur keine Spur von Gefahr für sie darin, . durch die ndr_dlichen Provinzen zu reisen und fick) im Haag aufzuhalten, sondern es sind auch im Gegentheil die streng- sten Befehle gegeben, in keiner Art von den ihnen gebühren:- den Rücksichten abzuweichen, und es ist gewiß, daß die Be- woßner der nördlichen Provinzen ihre Personen wie ihren Charakter ehren werden. Wir fügen noch kuzu, daß Alles, was von übler Behandlung, die 2 unserer andsleute in „je- nen Provinzen erfahren haben sollen, erzählt wurde/“faljch und verläumderißh ist.“ ' ' “
Zu der freiwilligen Sammlung für die „Bebürfnisse der Bürgergarde haben bei etragen: die Banszerwaltung 2,000 Fl., der Herzog von .lre'mbexg 1,000 Fl., Graf de Teller; und die Herren von Merodrxeder 1,000 Franken.
Die vornrhmsten Banqucers und Negoriancen von Brüs- sel hielten am 8cen d. im_ Lokale der Handrls-GesellWafc eine Versammlung,. in der be11chlossen wurde, die Bank-Billets der General-Sociccäc der Niederlande wir jedes andere Geld an