1830 / 262 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

2008

Waschen des Getäfeis zu schüßen. Künftiges Jahr soll, wie man sagt, ein neuer Thron errichtet werden. -

Der Gochische Vorbau am West-Ende des Dachs von Westminster Hall, ist als sehr baufällig befunden worden und wird daher ganz abgerragen werben. Diéser verfallene Theil ifi seit dem Londoner Brande 1666 nicht reparirc worden. Das Depot für die Akten von Kingsbench und Excbequer, welches lange an die Halle angebaut war, wird bald entfernt werden , da die Akten nach den WTews in Charing-Croß ge- bracht werden “sollen.

Zeitungen aus Madras bis zum 11. April, die am Nord; und SÜd-Amerikanischen Kaffeehaus: eingegangen smd, melden: „Es. Excellenz der Ches-Kommandant hat vor- aestern (den 9. April) Madras verlaffcn, um sci) mit seiner

Familie und scinexx: Gesoiße nach Bangalore zu begcben. - *

Lord Dalhousie ist nach den neueyien Berichcen aus Kalkutta von seinem plötzlichen Krankheirsansall [)e'.'gesrel1t. -- Die natürlichen Pocken herrschen noch mxrer den Eingebornm in Madras und sind kürzlich einigen Europäern in Bombay verderblich geworden.“

Aus Falmoucl) meldet man unter dem 12. Sept., daß das Schiff „Herzog von YPrk“ vox? VeraCkuz msk 16 Tow Nen Geld für kaufrnätmisWe Rechnung amzekommen ist.

AUS Lima haben wir Briefe vom 10. Juni. Als Rc- vreffalie für die ungerechte Beschlagnahmc eines Britischrn

Schiffes in Callao hatte unser K. Scisff „Sapphira“ ein .“ ' stern proponirten Fragepunkre in gehörige UeberlegUng zukzie-

Peruaniscbes Kriegsschiff weggenommen uud, nebst dem K“. Schiffe„Tribune“, alle Englischen Schiffe und die Britischen Konsuln in Lima und Caliao nach "Chili abgeführt.

Gestern hatten wir eim reichliche Zufuhr von Eugliscbem Weizen, dennoch ging es rasci) mit dem Vexkaui, und es wurden einzeln selbst höhere Preise bezahlxy Sebi.“ angenelzka war es mit frcmdem Weizen, und man kann deffen Preise 211 3 Shia. höher annehmen. Mit neuer C5erfte fiau Und 1 Shill. niedriger im Preise. Guter alter Hafer begcxh-rt, und etwas neuer Englischer 1 Shill. thcurer. “Bohnem un; verändert. Erbsen völlig "preishalcend.

Nieiderlandq

- Aus dem Haag 14. Sept. Se. K. “H. der Prinz Friedrich der Niederlande ist heute früh hier angekommen.

. Eine Sa!ve von 101 Kanonenschüsscn verkündete beute Abends um 7F Uhr den Bewohnern der hiesigen “Rxsidenz, daß die hohe Vermählung ZZ. KK. HH. des Prinzen Al,- brecht von Preußen und d'or Prinzessin Mariana vollzogen sey. Viele Mitglieder der General-Sraaten haben der Feier bei,- gowohnt, und unter ihnen hat sick) auck) eine ansehnliche Zahl von ,SMitgliedern aus den südlichen Provinzen befunben. Die Illumination der Stadt, zu der groß? Anstalten getrof- fen worden waren, hat :,burck) den anhaltenden Regen eine Störung erlitten; nichtsdestoweniger bewegten sich doch viele Tausend O,]?enschen in den Straßcn, und überali herrschte die gvößce ) Freude. *

-.'Die zweite Kammer der General-Staacen bee schäftigte sich inihrer heutigen Sitzung zunächst mit der Er- nennung dreier Kandidaten ziir Prähidents-«hast. Herr v. Toulon ist durch 75 Stimmen zum ersten„ Herr G. G, Clifford durch 85, Stimmen ;,mn zweiten und Herr Corvey Hoofr durch 75 Stimmen zum dritten Kan- didaten erwählc worden. Es wnrde daranf eine Debu- tation von acht JJkirgii-xdern zu “Sr. *))?ajcxkät dem Könige _qo-sandc, um. Höchstbemselben I)ie Namen "'der erwählcen Kandidaten vorzulegen, wonäckzsc sci) die Bt_rsammlung bis

:? Ubr verragte. Bei der Wiedereröffnung der Siizung srac- "

tete Herr M Boribgrave, Miquied imer Depnrarion, ben Bericht Über ihre Sendung ab, der dahin lautete, daß Se. Majestät, um die Kammer in ihren wichtixzen Gesäéäften jiichrauf5ubalte1y sich sogieick) er'atschloffen hätte, zur Ernen- izung des Präsidenten zu schreiten. Dabei) eine Königl. Bot- ]cbaft ward ami) unmitxxeibar darauf angekündigt, daß-Se. *Majestäk unter- den drei erwählte" Kandidaten Herrn von

Toulon zum Pkäsidcncen.ernanuc habe. Der inteiimisciscde J

Voxfilzer Hxixr Corver Hoofi verließ unter Dankscrgungen an Qte VLUÜMMWUJ den Präsidenten-Stuhl. Nachdem Hx-

' "v.- Toulon diesen eingenommen hatte, [)ielx er folgende Rede ,

“" die Véksammiung: „Edelmögeude Herren! Beiwem Ge- danken an U? HWwichrigen Berarhungen, zu denc'n diese außerordenxlich Versammlung einzuberufen' unseri theurer König für gui ÖLNUWU: har, macht der Beweis von Acticm-xq UW BMLFUW"- xvomrr_Exv. Cdelmögéuben miei) bente boehs- W"? so M? T"? “MWM “WME Wähl Sr. Majesrär, einm tiefen Eindruck auf meme Seele. So ehrenvoll“ das mir ÜNM'MM? “Zimt- J'Ü) seyn MKI, so sind mil docl),:*und War, ckck, neyme keinen «Zinstand es zu sagen, aus .Kennrniß meiner

eigenenKräfte," die“ Schwierigkeiten desselben sehr' wohl "be- kannt. Fast würde mich darum. eine solche Aufgabe zurück; schrecken, vertraute ich nicht auf die Hülfe und Unterstüßung Ew. Edelmdgenden, dercn große Nothwendigkeit ich sehr wohl fühle, so wie vor Allem auf die göttiicbe Vorsehung, die mir die Kt'afc zur Erfüllung meiner Aufgabe verwihen

' möge. Ich darf mir schmeicheln, daß die standhafcen Gesm-

uungen von Vaterlandsliebe, die ich früher dargelegt 11 ha- ben glaube, mich Ihrer Wahl würdig machen und eine Bürg- 1chafc für die so !ehr Noth rhuende ruhige und unparteiisch: Leitung Ihrer Berathungen seyn werde. Und so werde ich mich glüchiich, ungemein glücklich sch'äkzen, auf diese Weise zu der Wohlfahrt unseres theuern Vaterlandes etwas beitragen

zu können.“ - Diese Rede wurde auf den Antrag mehrerer

Mitglieds? dem Druck übergeben. IMM „schritt darauf zur Theilung der Kammer in ihre verschiedenen Büreaus,“ als deren Präfidenten und Vice-Präsidenten die Herren Byle- feld und v. Moor, Pycke und v. Reenen, Sypkens und v. Zonghe, ». Randwyck und Serr-uys, Rey- phixs und Beelasrts, Le Hou und G. G. Clifford, v. Lrombrughe umd Dyckmeester proklamirt wurden. Die Versammlnng veitagre sich darauf bis morgen um 2 Uhr* und zwar“ tritt sie, dem Vernehmen nach, erst so spät zusammen, weil viele Mixglieder sci) zur Audienz beiSr. Maj. dem Könige verfügen wollen mid Andere den Wunsch _aeäußert Haben,- daß mcm ihnen Zeit lassen möge, die von der Königlichen Botschaftge-

hen und, mit ihren'xitimerkungen versehen, den Büroaus mit-

zutheilen. Es waren in der heutigen Sitzung 105 Mitglik-

der zagegen, und nur fünf Mitglieder, von denen Hr. Sur-

* mont de Volsberghs kürzlich gestorben ist, sind vermißr“

worch.

Die erste Kammer versammelte fich heute um 1 Uhr Mittags, um sich in Büroaus zu vercheilen und deren Präfi- denten und“ Vice-Präsidentcn zu ernennen.

„Man versichert“, heißt es in Holländischen Blät- tern, „daß Se. Majestät den Herrn C. F. van Maanen zum Staats-Minister Und Präsidenten des hohen Gerichts- hofes vom Haag ernannt habe. _ ,

Nachrichten gus 93241 stricht vom 4Zten d. M. zufolge,- war es da1elbsr, 79. wie in der ganzen Provinz Limburg, sehr ruhig. Die Earnijon von Mastricht besteht aus 4000 Mann, Das Armee Co:“p-s des General-Lteutenants Cort Heiligers, das Totxgern, St. Traisen, Hassslt und die umliegende Gc- gend be1eßc hält, ist 14,000 Mann stark und hält sich berät,! auf den erstézi Befehl die Aufrührer anzugreifen. Seitdem der General wiki Hauptquartier in St. Truiden aufgeschla- Zei", werken daxelbst keine un'geselzlichen Abzeichen »mehr ge- 1e)en. - Brüssel, 15. Sept. „Am vorigen Mitkwoch“,-meld'et

die Gazette des Pays-Bas, „begabsn “sich zwei Depu- .

tationen qm: Amßerdam zu Sr. Majestät dem Könige nach denz Haag, wo sie it) öffentlicher Audienz erschienen. Eine dieser Depuwciotien war “von den angesehensten Einwohnern Amsterdams Und “die andere vom Handelssianbe abgesandx, Die erstere Übe-xbrachte Sr. Majestät den Ausdruck uner- jcbütrerli-cher Trctie und Anhänglichkeic dcr Amsterdamer an die “PLUM! des »Missmrchsn, an unsere Verfassung, zuberen. Ausrecbterhaltnng, wie die Deputacion [)inzufügre, die Stadt

' Amsterdam zu allen Opfern bereit wäre. Die Dcxputation

des Handelsüandes soll geäußert [)aben, daß für den Fall, daß eine Tretmyng Hollands von Belgien nothwendig befun- den und in Hernäßlyir der Traktaten in Ausführung ge- bracht werden wllce, der Amsicrbamer Handelsstand eiii sol- ches Ereigtiiß nichr mik JJTißverqnügen bemerken würde.“ Der Gotxvernerxtt der Provinz Namür hat an die Bür- germeister diejer Provinz ein Rundschreiben "erlassen, in wel-

chem“ siaaufgeforderc werden, ihre Sorgfalt zu verdopplen,'

damic dsr in der benachbarten Pwvinzen aufgekommene un- YUNIL Geiss "Wk noch weiter um sich greife und keine Zu- YMÖWMWWUIM UW UUZLsLSUck)?" Versammlungen state U L“". - ' , ' * Der Bischof WU Lükkkch macht seit dem 23. August die Rundreise in seinem Sprengel, um Firmelungen zu verrich- ton, was er auch bcreics an mehr als 21,000 Personen voll- zogen har._ Gegenwärtig bereist ex die Bezirke von Maseyck, chrc u. 1. tv. und wird erst gegen Ende dieses Monats in Lüttich zurück erxvquer,

ZU "Vervisrs_versammslten sich am 12ten d. M. die Offiziere und Unteroffiziere der Bürgerwacbe dieser Stadt in dom Siadthanss/ Um zur Wahl eines General-“KoMMandan- ten 31: 1chveiten. Herr Leo Simonis, welchcr bereits dessen

Beilage -

2009 , Beilage zur Allgemeinen»Preußischen Sragts-Zcitung'M-262.

Heschäfte versah, wurde mit einer Mehrheit von 82“ Stim- gegen 6 dazu ernannt. * D ä n e m a r k.

Kopenhagen, 14. September. Mit dem Dampf»

schiffé „Frederik Ul.“ find' „am Sonnabenbvon Kiel unter

Andern der K. '))?iuister-Re'fidenc in Novd-Amerika, Hr. Pe- tersen, init Familia, der K. Span. Geschäftstkäger am K. Schwed. Hofe, Hr. Cavia, bier angxkommen; und am Mon- tage "wieder abgegangen: der K. Gexandt'e in St. PetersburZ, Graf v. Blome, mit dem Attaché Hrn, Meyer; die Fürsten Wolcbonski; die Profeffoxen Oersted, Reinhardt, H„ornemann, Bang, Zeise, Hauch u. 1. w.

Deutschland.

Kassel., 15. Sept. In dem Augenblicke, da wiz- uxiscr Blatt, in die Presse gebexi, (sagt die heutige Kowelxche Zeitung) erfüllt ein unbeschreiblicher Jabel die Stadt. In dichten" Haufen durchziehen die Bürger'Straßen und Pläbx, welche von unzähligen ViVer ertönen. Se. Königl. Hohetx der Kurfürst haben eben den gesammten in Deputation bet Allekhöchstdenselben eingeführten Stadtrath zn emxzfangen und die Ihnen ehrfnrchcsvoll vorgetragenen Bitten Ihrer treuen Unterchanen [)uldrcichst zu vernehmen geruhr. “Dre so_fbrkverbreiticen Berichte über den Inhalt der _fürstlcchen Erwiedermigsworte, die freudige" Aufwallung, welche slch der ganzen Stadt, mittheilke und den Kurfürsten, welcher auf

;de'm Balkon des Palais seinem biedern Volke _cntgegenkamx mitsbegeistercen Acclamatüonen umgiebc, verkündtgen, daß dre

treuesten Wünsche iii dé'r'Weisheit eines_ väterlichen Fürsten Erhörung finden und diese Zeit ein Beijpiel der stets mehr

„_ébefestigten Bande der Liebe und des erhöhten Einklangs zwischen Fürst und Volk erhalten wird. Heil dem Kur- Fürstin!

Oesker'reich.

Wien, 14. Sept. Nachstehendes isi die Rede, weiche__«F .der "Patriarch Erzbischof von Erlqu, “Ladislays Pyrker *oonx “Ylsö-Eör, als Wortführer der nach Schloßhof iabgescndecen

eputätioti “der Ungarischen Reicvsskände an Se. Majestät

[“den Kaiser und an *Ihre -Maje'srät die Kaiserin gehal; „ten hat:

„Gebeiligte, Kaisers. Königl. und apostolische Majestät, *Aüergnädigstcr Herr„ Herr!“ ' “„ . „Tsllerdurchlauchtigste Frau, gnädigste Königin!“ “„Ew. geheiligte Majestät gaben SÉIWU neuen allen Wech- sel der Zeiten und Dinge überdauernden Beweis Allerhöchst-

ihrer uu"'erschöpflicken Güte und väterlichen Gesinnung gegen

die Ungarische Ration, indem Ew. Majestät im beständigen gewiffenhaften Bestreben, die Gesetze zu schützen 111113 zu voil- ziehen, zu" bestimmter Zeit, einen allgemeinen Reichstag fiir

,das Königreich Ungarn und 'die damit verbundenen, Länder '„auszuscbreiben und neben den:" vielfachxn, ben treuen Unisy-

thaneU im Königl. Ausschreiben verheißenen, freudigen Trysie noch gnädigst zu befehlen geruhten, daß Se. K. K. thecc der Durchlauchrigsce Erzherzog Kronprinz, Erbe aller dem Scepter Ew. Majestät gehorchenden Länder und der Tugen-

“den drs Vaters, mit der heiligen Reichskrone zum Könige- _._von Ungarn und den damit verbundenen Ländern gekrönt „werde. Es ist daher nicht zu verwundern, wenn, durch so

vielfache Veranlassung geweckr, ganz Ungarn [auc aufjubilt

.und Alles im Lande nur von glückwünschenden Ztirujen u:,id _ungxheucheltcn Bezeugungen.der-sekrenftcn Freude weedertdnt.“

“„Denn bei “all den unglaniizbin Sorgen, so „vieleizn Geseßen, Sprache uiid Sitten veéichndene lekex: zu regie- xen, haben. C'ure geh-iligte Majestät dennoch eme unun-

terbrochene Sorgfalt auf die Leitung, Erhebung und

BxglückungUngarns verwendet, so daß Ew. Majestät

?däs am Anfange Allnhöcbskihrer glücklichen Regierung ,als erhabene "Verheißung auxgesprbchene Wort: „Dee

;„Reichsskände- würden nie das in Ew. "Majestät gesebte

“„Vertrauetr zu bereuen haben; M.Majestät selbst aber fich

„"nie'von Einem "aus ihnen durch irgend einen Beweis von „Treue überbiet'en lässen;“ -- und die hochgesteilcen Hoffnun- gen der LandeskiNWe-r“ durch den, stets gleiclzfökmrgen Gang Al-

,' lerböch|ihrer“ glÜ-“cklichen ReZiér1.:ng-t:icht nur im überaus rei-

"cben Maße erfüllc',„ sondern, wofür Ew. Majestät ewiger Dank sey , tzy,ch“übiertroffen haben. _Auch: gixbc es keine so reiche Fülle 'öei'xBeredsamkcic, welche die Gcöve der von_,Cw.

“Majestät in dem langen Zeitraume von acht- und dxeißig

Jahren Über das Ungarische Volk ansgegangenen Wohlthaten mit Worten genügend zu preisen oder mit Lobeserhebungen zu exreichen im Stande wäre.“

„Daß mitten in den--furchtbaren Umwälzungen der DiUge und Reiche und während drängender Kriegsgefahren Ungarn an-seinen uralten herkömmlichen Rechten und Freiheitxsn nichr den geringsten Verlust erlitt; -- daß die Religion , die Gesesze und die öffentlichen Magistrate übe-rall- in voller Würde und Kraft aufrecht bestehen; -- daß die Industrie von Tag zu Tag mehr aufblüht, -- dem Handel sich neue Quellen öffnen, -- der Ruhm des Ungarischen Namens auch im Auslande erschallt, -- und- daß wir endlich eine ungestökte öffentliche Sicherhcix und Ruhe genießen, das find die er- habenen Denkmale der glorreichen Regierung Ew. Majestät in Ungarn,-- das die Mittel, durch welche Ew. „Majeßäc mit gleichem Starkmutk) im Glück, wie im Unglück , [ und blos auf das Zeugniß Ihres Gewissens sch freUdig „stützend, fick) bei den Zeitgenossen eine Dankbarkeit ohne Gränzen erworben und. bei denNachkommen Allerhöchstihrem Namen die herrlichste Unsterblichkeit zagcfichert haben.“

*„Diesen außerordentlichen Verdiensten, diesen Wohltha- ten geruben es C'w. geheiligte Majestät aucb zuzuschreiben, daß die Ew. JRaje-stäc ergebensre Ungarische Nation- in Ausübung ihrer Unterthanspfiichten und in Bezeigung- ih;- rcr aufrichtigsten Treue kein Maaß kennt; -- daß sie in ihren Annalen Ew. ONajestäc mit dem Namen des

'gücigen, frommen und besten Fürsten bézeichnet; “„daß

ste für das Wohl und die Würde Ew. Majestät Gut, Leben und Blut hinzugeben immer bereit ist; -- und daß ste end-

'-lich jelzt, da Tw: M&jesr'ät nach“ dem BeispielAüerhöchsiihrer » Vorfahren , d-Lr Erlaucbten Könige von Ungarn, glorreichen * Andeükens,“ zur Frmde des Vaterherzens, Se. Kaisers. Kö- *nigl. Hoheit den Erzherzog-Kronprinzen, Allerhöchstdero erst-

gebornen Sohn , mit der heiligen“ Reichskrone gezierc Und zum Könige gekxdnt zu sehen wünschen, nicht nur die größte reudeäyßert, Wadern dies als einen neuen Beweis der Kai-

“*je'rl.“"*Königl. Gnade aufnimmt und “verehrt.“

_ „Und das mit vollem Recht; denn jene Erlauchten Für- sketibäben zur Zeit unserer Vorälcern ihye Erftgebornen nur krönen lassen, um ihnen die Thronfolge zu schem; wogegen seime Krönung Ew. Mäjeskät theils, um der väterlichenZärt- lichkeix gegen den geliebten Sohn genug zu thun, theils auch deshalb wünscht, um, durch den Anblick des gekrönten und mir“ dem beiligsten Eide gebundenen Erlauchcen Erstgebornen und das Schauspiel der durch ein solches Geschenk rege ge; wordenen innigsten Dankbarkeit der-Ungarn erfreut, mit neuem Eifer," wenn es anders möglich ist, diesen noch zu ver- größern, für das öffentliche Wohl zu sorgen und zu arbeiten.“

Nitdem tiefsten Dankgefühle empfängt daher die Unga- rische Nation diese Gnade Ew. Majestät, völlig überzeugt, daß derjenige ihr der befke Fürs? seyn xvird , “der die Liebe zu ihr von Ew. Majestät schon durch die Abstammung aus dem König!. Blute ererbt hat und der, durch Ew; Majestät in den, Künsten des „Friedens und Krieges unterrichtet, eben in Ew. Majestät das vollkommenste Vorbild des vollendetsten Fürsten seis vor Augen -- und in' der Reichsverwaltung und Leitung der öffentlichen Angelegenheiten den, beßen Hel- fer “mit Nach und That an der Seite haben wird.“

„Wenn aber die Freude der versammelten Reichsstände bei dem Anblick: so vieler Erlauchten Häupter unaussprechlich seynwird, so können sick) auch Ew. Majestät Unsere Aller- guzdigne Königin mic Zuversicht einen großen Theil„daran zujc'hreibem Ew.. Majestät werden nämlich daselbst die hohe Zufriedenheit genießen, die Allerhöch|densekbem ayßvr den: süßen Gefahie “eines reinen Bewußtseyns, der ergebenfte.Dank der Ungarischen Nation verschaffen wird, welche durch die erhabenen von den “Erlauchten Vorfahren Ew. ,Maj'eüät, -- Unter denkti der, Herzog Maximilian wegen "seines bei der Eroberung von,Ofen bewährten Heldenmuchxs ewig in unse- rer Geschichte fortlebt --“als glückliche Erbdchaft erhaltenen Tugenden schon““län sk zur Bewunderung hingerissen ist -- und die, micEw- Majestät, vor fünf Jahren dnrch die“. Krö- nung zu'r Königin mir eik1em neuen heiligen Bande'verbun- den , .in Askerhöch|denselben die Allergnädigste Mutt'er und den Gegenstand ihrer innigsken Verehrung ei'biickt.“ .

„Denn seit Ew. Majestät -- ein Geschenk- Gottes --.-. mécunserem Allergnädigsien Landesfürsten durch das Band der heiligen Ehe vereint sind -- "ivo find- Thränen-vergoffen