2010
worden, die Ew. Majestät nicht mit" frommer Emsigkcic zu trocknen bemüht gtWEscU „wären? -- wo zeigte fich wohl ir- gend Armuti), die Ew. Majestät nicht in sorgender- Eile zu heben geschxr hätten? -- und wo eine fromme Stiftung, an ' die Ew. Majestät nicht reichlich spendeten , so daß Ew; Ma- jesiär in Ihrer hohen Stellung nichts, ais die JNitcel, Wohl- thaten zu verbreiten; sich vorzubehalten schienen und des- halb auch für das vollkommensté “Muster der besten Landes- mutter und der liebeVollsten Gattin anerkannt werden.“ _
„Das find »- Allergnädigster „Kaiser und apostoliycber König! -- das, Allergnädigste Kaiserin und Königitik die aufrichtigen Geéinmmgen der gesammten Ungarischen Nation gegen Ew. geheiligtcn Majestäten , und dies ist der Gegen- stand unserer von den zu Preßburg reich5täglich versammel- ten Ständen des Königreichs1!.mgarn und der damit verbxm- denen Länder ehrenvoll erhaltexien Sendung; wclcber gccrcuen Stände ergebemste BorsteUUng wir hier, ihrem Befehle nac!)- k'ommend, imre'rrhänigft überreichen und Ew. »))?ajesiäteu zu- gleich inständigft bitten, die genannten Slände mit Aller- höchstdero gnädigcr und erwünscHter ngemvart baldigst zu __ beglücken und Iklllerl)dchsidero“ Ankunft zu beschleunigen,. da-
mit der Wunsch Ew. OJTajestäeeti, Se. K. K. Hoheic den Erzherzog Kronprinzen gekrönc zu sehen, zurFrende d-«cr xxl- terlichen Herzen Ew. Majesiäcen MW zum Iudel der Un- garischen Nation, mit dem Beistande Gottes erfüllt werde.“
„Und so Zehen wir mit frommem Vertrauen VM „„D-xm, durch den die Könige r-xgieren und die Weber der G&scße über das Recht encscheiden,;anf Ew. JITajcsiäc langes; Wohl- ergehen nnd die reichste vielfältigste Segensfüile L)erab und empfehlen die reichsiägliä) versammelten Stände und die ganze Ungarische Nation sammt uns in der tiefsien Ergeben,- heit und mir dér sck)nldige11 Ehrerbietung getreuer U::tcrtha- nen der Allerhöchsten K. .K. Gnade Ew. gcheiligken Majo; stören.“
* Se. Majestät der Kaiser und König beaniwoxieie diese Rede folgendermaßen:
„»Die Empfindungen aufricötigcr Ergebenßeit und kiiidli- cher Liebe, weicde die .Herren Stände Unseres Kdnigrciéhes Ungarn Und di??? damit verbundenen LÜUÖOU durch diese Uns überaus willk-„wmene Deputation aussprechen, n-ixxnen sowohl Wir, als auch die Kaiserin, Unsere vielg'eliebte Gemahlin, Eure gekrönt.? Königin,. gnädig auf.“ .
. „Mit hdchsker Fremde erfüllt es Unser Herz, von allen ' Seiten her zu vernehmen, daß die Krönung Unseres theuer; * sten erstgeborncn Sohnes *im gesammi'axn Königreiche mit den Gefühlen des lebhaftcsten Dankes aufgenommen worden sei.
Dies entspricht zugleich vollkommen dcm Zwecke, welchcn Wir '
. Uns vorgesetzt hatten, und dem edlen Sinne der uns Über- aus theuren UngariscH-dn Nation.“
, „Wir wollen, daß diese gesetzmäßige, heilige , nach der Sitte der Vorfahren zu begeh-éude Feierlichkeit cin ewiges Denémal sey Unserer väkerlichetg Liebe ft't': UN:"cren Sohn und Euch, ein ewiges Denkmal UUseres unausgesefzwn Scx'e- bens, die altherkdmmliche Verfassung des Reiches dcn fern- sten Enkeln unverlelzc Zu überlieferte.“ '
„.Kr'mdec dies vorläufig Euren Kommikccnten an , bis Wir, Ihrem gemeinsamen, *aber auch “Unserem Wunsche nach- gebend , in der Mitte Unserer getreuen Stände cricheinon und sie: unserev K.K. Gnade und Huld ami) fernerhin ver- sichern werden.“
. An; Se. K.K. Hoheit den Durchlauchtigsrcn Erzhcrzog- Kronprinz richtete der Patriarch, Erzd:sci_)of von C'rlau, im Namen der Depnration, folgende Rede:
„Dnrchlauchrigsier K.K. .Kronyrinz uud Erzherzog, Aller- gnädigster Herr, Herr!“ _ '
„Kaum war das Erlauck)ce Wort Sr. Majestät Unseres geheiligren Landesfürsten nnd apostolischen Königes über die bevorsn'hénde Krönung Ew, KK _Hoißeit mir der heiligen Reichskrone zum Könige _und „Herrn ykm Ungarn und dsu damit verbundenen Ländern durch das_Latsd erschollen , als; alle „Bewohner desselben eine Freude durchdrang , die keinrc Macht der Beredsamkeit“hinreiihend auszudrüiéken vermag.“
„ „Diese Freude ist bei der Erhebung eines Prinzen, .von ' dessen ungeheuehelter Frömmigkeit," mnfterhafc kindlicher Ver- .ehrung gegen, seinen Erlauchten.Vater, unermüdiichemerst
neuerlich durch *herrliche Beweise widder b'ekräftigtén Bostro-
.he_t_1 der leidenden Menschheit zu helfen , __u“nd angeboxener Liebe 'zu“ der diirch so viele'Verdiénsre und Wohlthaten sei- “ ,ndu'erl)abenet1 Vorfahren verherr'lichtey Ungarischen Nation
die“ allgemeine Stimwe 'zeugc_-- und aus dessen Angesicht uns Herzeiisgi'icc, Beychéidenlwit , Festigkeit und andere" eine:; Fürsten Wurdige Tugenden entgegen strahlen -- "um so inni- xger und stärker, als diesmal die Nation nicht, wie sonst,
zwischen der Betrübniß über den Hintritt des vorigen, Fun“
sien und dem Jubi! ob der.neuen-Harrschaft_;.getheike,;“haw yon freudigen und bald von traurigen Gefühlen “ergriffen wird, dondern, zu ungemischter Freude zusammengemfen, fich dersel- ben ungetrübt überläßt und vornehmlich" deshalb in gerechtes Frohlocken ausbricht, weil sie die Feier' der bevyr chenden Krz-
nung der Gnade desjenigen ihrer Könige zu dan m' hat,;deffén"
erhabenen Tugenden die ganze Welt huidige; der das- heilige Recht und die Majestät des Königs nichc nur &ck& besitzt, sondern auch durch außerordentliche in alle Zukunft hin- Überlebende Verdienste den süßen Namen eines Vaters des Vaterlandes erworben hat; der durchdie Liebe seiner Völker“ mächtiger ist, als durch sein Reich , und der demnach des Glückes würdig ist, in seinem“ vorgerückten Alter mit'eigc- nen Augen sxinen Erstgebornen, das lebende Bild der Tugen- den des Vaters , umgeben von der Liebe seiner Völker -und ihrem Zujauchzen , mir der Königl. Krone geziert -zu sehen, welche in anderen Ländern die Fürsten nur nach dem Ableben ihrex Väter exhaltm können.“
„Die Feier der bevorstehenden Krönung Ew. K.K. Ho- heit wird also um so heilbrin ender und um so herrlicher seyn,. als sie unser Alicrgnädigskcr dnig, unter dem Jubel des e- sammten Vaterlandes, bei vollster Gesundheit- begeht. r- blicken wird da (Ew. K.K. Hoheit um den Thron versammelt die getreuen Stände des Königreichs Ungarn und der damit verbundenen Länddr , als eben so viele Dolmetscher der allge- meinen Gefühle; «- tragen wird-Ew. KK Hoheit die heilige- Reichsérone, die seit dem Beginns des vom heiligen Stephan, dem ersten unserer Könige, gestifteten" Reiches schon so vieler hochberühmter Fürsten Haupt geschmückt hat und von den. Landeskindern mit der- gerechtestcn Hochachtungverehrt wird; «- hören wird E1v.K.K.HoheiT die frommen Gsbete der ge- weihecen Priester und aller Alnr und Stände um Gesund; sundheit und Wohlergehen „fürEw. K.K. Hoheit und Höchst- dero Allergiiädigsten Barer; und aus eigener Erfahrung wird- xndlich Ew. K.K. Hoheit noch die unerschücterliche Treue der Ungarischen Nation kennen leruen , worin sie, den schönen Fnßiapfm ihrer Vorvärcr folgend, die amdern Nationen nicht nachahnic, sondern übertrifft, und mir wc-lcher “fie, Gut, Leben und Blut zum Zeichen dieser ur1vexbr1'1-chlichen“Treue opfern zu können, immer für Gewinn hält.“
„Damit aii'o die aligemeine vom ganzen Lände aus Ew.
* K.K. Hoheit gorichtcte Hoffimng erfüllt werde , bitten wir,
ck
,in Gemaßhcic der uns von den zu Pxeßburg reichscäglich'ver-
sammeiten Stßnden de? Königreiches Ungarn und der damit verbundenen Lander auigetragcnen ehrenvollen Sendung, Ew.
; „KK Hohcik im Namen der genannten Stände unterthänigsk,
dieselben mit Höchsidero Gegenwart zu beglücken und da[- digs: in ihre- Mitte kommen zu wollen, damit Ew. K.K. .o- l)eic nach der'Sitte der Vorfahren mit der heiligen Rei 6- krone zum Könige und Herrn von Ungarn und den damic verbundenen Ländern gekrönt werde.“ '
„Und somit empthlen “wir die gehorsat11|eti"Reichs|ände und die ganze Ungari1che Nation sammt uns, mit der tief;- sken (Trgebcnheit, der hohen Gnade C'w. K.K. Hoheit.“
derce: „Das; der Allerdurchlauchtigsrc Kaiser und König, Mein Vader, chi Ick mit höchster Liebe verehre , so langeBlut: Meme Adem“. durchströmt , beschlossen hat, unter seinen glor- reichen imd [)eéibringenden Auspicien die heilige Krone des; Königreichs Ungarn schon jetzt auf 'Mein Haupt setzen ZU lgssexi, erkenne Ich mit kindlich frommem Dankgefühl als aus.“- gezeichn_ete, als_die glänzendste Gabe der Ihm eigenen Groß- herzigkeic und iciner väterlichen Liebe, die dem ihm überamx theuren Königreichx nicht minder zageweudet ist, als Mir.“ „Die allgemeine Freude gber, die hierdurch entstanden, und die sich auch durch diese glänzende Deputation kund giebt, ersüllc Mein Herz mit eiuer Wonne, die Ich in ihrem gan- zen Umfange zwar zu empfinden , aber “durch Worte auszu-
drücken nicht vermag.“
_ „Demi winni die Beweise von Treue und“_Anhänglich- keit, MM)? M' gecxeuen "Ungarn Meinen Vorälcern und- Ihm- ÖM „Ick und ]w aisVacer verehren, ;, jeder Zeit „ge;- Ick?" 0459714 MW ]e_ Hätten verborgen seyn ?dnnen , würde Zei) bid; alleen; aux; diejen offenkundigen Meinem Herzen für CMI eingepragten U?Ußerungen der hohen Dankbarkeit,- mit. der Sie Meme nachdem Willen des, besten'Vacers vorzu- nehmende Krönzxngdufnehmen, in reichemeaaße erkennen,- welche Anhängllkhkelk- weishe Ergebenheir, ““Welche Liebe Ich- von jener edlen Nation mic freudiger Zuvemcht erwarten darf , dxren Wohl, Sicherheit und Ruhm zu“ efördern, der; höchjie Wunsch Meines Herzens ist.“ ;
_“ _„SWKUSW den Herren Ständen , und“ Ich wünsche, daß es Iani'Uisgarn wisse, daß 'die “heiri'ge Krone, die Ick
Se. Kaiserlichc Hohei: der Erzherzog Kronprinz erwie- -
* MWZ-«ß „. OFM;
* MÜ
nach gesetzlicher Weise empfangen sols, Mich weniger deshalb. beglücken wird, weil sie Meine Schläfe ziert , als weil“ da,- darch ein ewiges Band der Liebe und des Vertrauens Mich noch inniger mit einer Nation verbindet , die Ich „von Mei-
. mr zartesten Kindheit an geliebt habe.“
' „Kündigen Sie ihnen -_an , daßJch-Mein ganzes“ Leben hindurch die hochheilégen Lehren Meines Vaters, der auch fie
, aisgeliebce Sdhüebetrachtetz Unseres allergnädigstén, gerech-
ten , Gott ergebenen-Herrn, dessen Uns Allen theures kost- barstes“Leben der. Allmächcige durch lange und lange Jahre
Uns erhalten möge, unaus _ej“cht-hefolge11, Ostine Lust in kind-
Licher 'Liebe und “Ergeben kit“ und “ nach_ seinem erlauchcen Beispiele, Stärke und Glanz der „ _ egicxung in treuer Biob- achtung ddr Gesetze und deralcen Einrichtun en, endlich alle Meine"Glückseligkeic'inzder Wohlfahrt der ölker , die dem
Scepter de:; besten Vaters gehorchen, finden werde.“
. M e x i k o.
Die neuesten Englischen Blättxr t_[)eilen eine:“: Brief an eines der ersten EngiisckwriHandelshäuzcr aus Mexiko vom 12. Juli mit, worin Es heißt: „Das Pacxecbooc „Herzog von York“ kam am 301ien v. M. in Vera-Cruz an. Durch die Ankunft des „Buoyant“ von Liverpool,__des „Culloden“ von London, “und-verschiedener anderer Schiss? _von den Ver- einigten Staaten , von Hamburg , 'Bvemen, Gibraltar und
Märseille, haben wir bedeuiende Zufnyren erhalten. Das
*General,sGouv'ernemenc erfreut fiel) allgemeinen Vertrauens
und Unreysrükzung , und wird durch die Verxuche dex Unzu- friedenen nichr leichcbeunruhigx werden. Seine Finanzen bessern sich durch den reich1ichenErtrag der Abgaben vori der deträchtlichen Einfuhr“ Britischer Manuxakcur-Waaren. Auch von den Vereinigten Staate: kommixn starke Zuführen. Wei- ier'e Versuche eines Axigriffs durch die Spanier werden leichd
* zurückgeschlagen werden. Die Kondukcas durchziehen sicher
das Land, und die Ausfuhr von Barret; wird wohl iiicht verhindert werden. Die Abgabe von :! pCt. von dem cirka-
-l€xenden Baargeld erwarier man bald aufgehoben zu setzen. _
„Bie außerordentliche Sitzung der Kammern begann den-ZZ.
“v. V2. Die Minen der Bolanos-AtigloxMexikamschen- und
Vereinigc-Mexikanischen Gexellsclxifc gehen mir gicichemCrs folg'e fort. Wechsel auf London 45 „B. per Ddüizr, rnit gro- ßem Ueberfluß cin Papier; “Münze aber ist dehr nnen.“ __
Ein M„exikaniscl) es B la cr (Aguila) giebr Über das (w:o letzthin" gemeldet worden) entdeckte Mord-Accentac wider den General Bustamence folgende nähere Auskunft: „Der zweite Sergeanc dcs siebenten BaraiUons , F. Leon, der die Wache
*
am National-Paliaße hatte, wurde am “Listen Abends von
Leuten versuobcxdie ihm 300 Dollars boten, um die Aufmerk-
samkeit der Wache abzulenken, daß er eine Partei Bewaffne- cer bei der Nacht in den Palast lassen mÉge , um Se; Exc. den Vice-Präsidenren zu ermorden. Der Sergeant gad wgleici)
seinen Vorgeselzccn Anzeige, und nachdem er diese benachrich-
tigt„ ließ er sich (zum Schein) auf die Sache ein, _b_is_er 60 Dollars von dem angebotenen (Velde erhalten und sich der
"Bekanntschaft der Bdsewichter , die ihn verführen xvollxdn,
vdrsicherc hatte. Von diesen wiirden sechs verhaftet, wormicer der Fälzndrich Echeverria, der jogleicl) in Verhör genommen ward, und wird die-Untersnchung mik aller möglicke_n'Be- schleunigung fortgesetzt. Der Sergcaric Leon wqrde wgiecck) zum Untdr-Lieuténanc erhöht und erhielt das Zetchen_1emer neuen Stelle aus den Händen "des Vice-Prästdenten jeibst.“ ,Das gedachte Blatt macht; unter Auderm die Bemerkung: „Sieht man auf die Klasß von _ diesem Unternehmen voréommen, die Beschaffenheic des Planes,
deu ste sie:“) gemacht, und den Styl “des Blattes , das am
19cm (Sonnabend) Abends wie zur Vorbereitung auf ihre
: Abfiéhceti er-schien,"so läßt sich die ohnmächtige: Wut“) nichr
verkennen, zu welchem das Urcheil der öffentlichen 'Meinung die wahrhafcen Feinde der Freiheit, O_rdnung und Ruhe her- Untergebracht hat. In ibren_Schriscet_1_ Wissen sie sick) nur der “gröbsten Unwahrheiten zu ihren Wagen zu bedienen, und
ihre Handlungen gehen nur auf Umwälzung, Unfug, Zerscd- . __rung und Blut hinaus.“ '
, Dasselbe Blaic- giebc in eine:: späteren Nummer eini- ge neuxNaMichc-en übdr'den Prozeß des Abgeordneten Ze-
“ _rom'o imd beme'rkc„.daß beide Zereceros auf das siebente Re;
., imeut' (Bataillon?) gezählt hätten. Es fügt“ hinzu": ' “DN"; _ erhd-r des Yhnricy's Echevcrria isi beendigr. Als schuldig in derselben ache ist der Fähnrich Bonan , der Adjutant beim Gen. Guerrero w'ar, verhaftet worden. Der Unrei- Lteutenanc Zerecero scheint auch darein verwickelc.
' C o l u m b i e n. _ Briefe aus Laguayra vom 29. Juli melden: „_General Paez yaedas Land naa)» allen Richtungen hin beruhigt. Er
?
Personen, die m,
Eiiiwohncv zu besorgen isk.
hat eine Boksckzaftan den Kongreß-gesoüdet, worin er empfiehlix,
.ind-er Arm :? Nediiccionén, vorzunehmén Und die-Kriegsschiffe za vexkaufen, um die laufende Schuld zu bezahlen.
_- . Man hat in England Zeitungen a'us'Bog'ota bis zum 23. Juni erhalten.“ Nach Inhalt „derselben wurden am 1.3. Zuni Louis de Lenza, Gesandter Sr. 'ONajestäc des Kai- se'rs vowBrasilien , .und Sir Wiliiam Turner; Gesandter Sr. Britischen „MajeÉäT, durch den Minister der" auswärti- gen. Angelegenheiten, r. Excellenz dem, Präsidemren der Re- puhlik vorgefrellk. Die Vorstellung dss Gesandten der Ver.- einigten Staaten, Thomas P. Moore , konnt? wegen Abwe-' senheit desselben von der Stadt erst den 14cm stattfinden. Die Gesandten Souza, Dias und Turner , so wie die Kon- suln von. Frankreich und den Niederlanden, bez'eigren dem Präsidenten, Namens ihrer Regierungen, die lebhaftesten Wünsche für das Wohl und das Bestehen der Republik, in- dem sie di:: Absicht erklärken, durch alle in ihRn Kräften ske- henden Mittel die Fortdauer der freundschaftlichen Verhält- nisse zwischen Columbien und ihren verschiedenen Nationen zu befördern, und graruxircen zum Schluß dem Präsidenten zu seiner glücklichen Ankunfcin der Haupkstadc. Dek Prä- sident der Republik bezeugte in Erwiederung einem jeden der Herren den lebhaften Wunsch, das; das glüchliche Verhältniß ;wdisciwn Columbien, und ihren Regierungen immer bestehen m gc.
Inland.
Berlin, 20. Sept. In der Scadc Jüterbog? hat Kcß unter den angesehenen Bürgern ein Verein zur" Errichcung einer dortigen Armenschule oder Anstalt für arme rind ver- wahrlostte Kinder gebilder und, hierzu am driften Augusi durch ansehnliche Beiträge den Grund gelegt„
-- Der verstorbene Kaufmann Eck zu Neu - R uppin hat" der _ Siedmannschen Schuleinsralc ein Vermächtnis? von. 1000 Rkhlr. ausgeseizc. __
- TUT? Grundherrschaft von Saskerhansen Und Rauhen (Regieriix«g5-Bezirk B restart) Hat eine Summe fundirc, aus; deren Zinsen alle Jahre ein dortiges Mädchen von unbeschol- rencm Ruf eine Aussmrtung von 25 Rrhlr. erhalten. soll.
-- Die umlängst in (55 d r liß errichtere Unterrichts-Anstaic für Fabrikanten und "andwerker zählt bereits mehr als 100 Zöglinge , und die Zahl der Mitglieder des dafigen Ge- werbe-Vereins beläuft sich auf 80. -
-- Nachrichten aus Erfurt zufolge brach daselbst in der Nacht vom iZUn auf den 15ten d. in der TNarktstraße durch Verwahrlosung eruer aus, welches bei der dafigen Lo- kalität -- dadie Scmße dort sehr eng und von der Hinter- seite der Häuser den Flammen nicht beizukommen war-der ganzen Nachbarschast um so mehr hätte gefährlich wer- den- können, als gerade Alles im ersten Schlafe lag. Ehe die Lösch -Anstalren in Thätigkeit geselzt werden konnten, standen bereitsö Häuser in Flammen; den angestreugcen Be; mühungen der "Einwohner jedes Standes im Verein mit den zwekaäßigen polizeilichen Anordnungen gelang es jedoch nach einigen Stunden, das Feuer zu bewältigen, wvdxxi aber“leider mehrere Personen durch niederstürzendes Gebälk |ark, vbwohl nichcxiebensgefährlich, beschädigc wurden. Sechs Wohnhäu- ser „nebst einigen Hiutergebäudcn find ein Rauh der Flamme geworden. , - -
» Laut Nachrichten aus Stralsund vom 9ten d. M., haben auch dork die Feldfrüchte durch das fortwährende Re; genwertep bedeutend gelitten. Das auf dem Schwqd liegende Getreide ist“ theilweise schon ausgewachsen; die Erbsen smd auf dem Felde in großer Menge ausgefallen ,oder Zim Theil von „Insekten verzehrt, und das noch auf dem atme |e-
'hendc Korn ist durch den schweren Regen nied'erFeschlageti,
hacfast allgemein nur kleine Aehren und wird wen g lohnen. Manche Wiesen haben wegen des hohen Wassers gar nicht gemäht werden „können, und ,das im verflvssensn Monate ge- mähtc Heu ,ist theilweise verdorben. _Von einer, günstigen Aenderung der Witterung wird es aU_em_abhängen, ob die KMWffUU, wie es bis jetzt den_ Anschein “hat,“.eine gute Aus- beute gewähren Werden. Die Torfmoore stehxn an vielen "Orten unter Waffer, und der gestochene Torf ist von dem be:-
- séändixen Regen theils verdorben, theils auseinander'gefallen,
so da ,ein“ Mangel an Feuerungs-Matérial _für die ärmeren