2022
mitgetheilten) Raisonnements des Temps, des National und des Globe über die von den Ministern des Jtmern und des öffentlichen Unterrichts gegebene Uebersicht von der La_ge des Landes, und fügt demnächst hjnzu: „So streng diexes Ur- theil auch ist, so fehlt es ihm doch nicht an Wahrheit. Der betreffende Bericht ist , man muß es gestehen, weit chfexnt/ den gehegten Erwartungen zu entsprechen. Man 1a!) e_mer vollständigen und gewissenhaften Prüfung _dcr Lage dxs Lan- des entgegen. Man glaubte, daß das Ministerium mtc slOL- rer Hand die Wunde, welche die letzte Revolution der Gevels-
schaft geschlagen hat, sondiren und daß es zugleich cm der Größe „
des _Uebels angemessenW Heilmiktel angeben würde. Was»
hören wir statt dessen“? C'iné furchtsame Axxtxvorx an die rx- „ volutionären Blätter, die die Regierung deshaldtgen, daß ste *
bei den Absetzungen mit zu großer Schonung zu_Werke gehe. Es scheint fast, das; die 'Minéstcr eher ihre pcr]ö:xléche Ver- theidigung [)aben führen, als daß sie über den Zu- skand des LaNdes eine von jenen Schilderungen [)aben entwerfen wokxlen, wovon das Engläsche Kabinet uns mehr als einmal so herrliche „Beispiele gegeben hqt. Nicht ein Wort über unsre Verhältnisse zum Anslandcz 111 einem Augenblicke, wo die Gemächer Über die Ungewißhcit der Gegenwart und Zukunft so lebhaft: in Sorgen sind! Dagegen Vorwürfe und Drohungen an die Diener der Kirche, in einem Augenblicke, wo die Geistlichkeit den täglichen An,- griffen des Journalismus um,“ ihre Tugenden und Me Ye- signacion entgegenstellc! Wo auf solche Interessen keine Ruck-
sicht genommen, wird, da darf man fick) wol)! nicht wundern, .
wenn auch di? des Handels, dcs Gewerbfleißes und Sraacs- Kredits nur oberflächlich berührt werden. Mic_müssen MLS in dem vorliegenden Falle den Organen des Liberalksmus an- schléeßen; das O)?inisterium hat nichts von dem gejagt, was es hätte sagen sollen; es hatte unkluger Weise ein Gcmäldg von dem Zustande des Landes angekündigt, statt dessen hat es aber, ohne vielleichk solches selber einmal gewahr zu wcrden, eßn Ge- mälde seiner eigenen Lage gegeben. Niemand wird damitzuxricden seyn.“-- ,Die Gazette de France sagt Über denselben Gegen- stand : „A(le“ Zeitungen stimmen darin überein, das; der Bcrichc d_es Herrn Guizot Niemanden etwas Neues gelehrt. hat, es Fey de:,m das Deficic, was fich, in Folge der Weigerung, die Ge- träßkskeuer zu z::hlexü, in unseren Finanzen ergiebt.“ *- Das
Journal des Débats ist mit dem gedachten Bericht-e'bis “ auf die Unvollständigkeit derselben zufrieden. „.Das Memste- *
rium,“ äußert dasselbe, „hat eine herrliche Bahn betreten,
als es den Kammern einen Ueberbiick“ von dem Gange der 4
Regierung gab. Dies heißt, sich von dem Geiste umers _jekzi- gen Systems, dessen Gxundlage„ die größtmögkiclxste Oeneyt- lichkeit ist, wohl durchdringen. Man kann die Minester Für ihre Freimüthigkeic nicht genug [oben. Wenn man indessen ihren Bericht mit Aufmerksamkeit lies't, jo [)„äkt es schwer, ihn nicht für mangelhaft zu halten. Wir erfahren dgdurck) nichts, was wir nicht schon gewußt hätten. Mic_em tyc- nig Geduld hätte Jederjvann eine 1"olchc-Arbeit liesern kon- nem Worüber *wir Belehrung gewünscht härten, ist der my- ratische Zustand TZon Frankreich, die ?inderniffe, worauf dex Regierüng stößt, den-Geisr des Mini eriums selbst, sein polt- tisches System und namentlich seine Gefinnungen in Betreff der Kamwev. Hierüber hätte der Bericht. des Minisers dxs Innern uns Aufklärung geben sollen, Von dem Alen :sk aber- darin keine Rede, so daß wivin dieser Beziehung heute nicht klüger als gestern find. Man thut nicht wohl daran, daß man die großen politischen Fragen za berühren vermer- det. Wozu kann eine zwei; oder dreitägige Frist nu_lzen? Wathr heute nicht sagc,-müßt Ihr “morgen doch 1agen, und an der Tagesordnung ist eigentlich nur eine einzige po_- [irische Frage, nämlich die über die Beiboxhaltung oder Auf- ldsung der Kammer. In ihr liegt unsere ganze Zukunft. Das Ministerium berichtet über die Lage Frankreichs und übergeht“ gerade dasjenige, was die-Gemüther am meisten bewegt. Nicht einmal der Name der Kammer wird gus- Ysprochen; nichts, zeugt davon„ daß man bereits emen
ntfcbluß gefaßt habe. Und , doch drängt die Sache. In» der Kammer kann das Ministerium nichr neu.tral bleiben._ Sckxeßnen Euch daher die An riffs gegen die1elbe gegrßüdet, so" eilt, fie aufzulösen. Elch3
*Euch ihr unbedingt an. Beschüßt fie, wie so Euch 'beschÜk§t;
die'sist Eure Pfiichk, als gute“ Bürger und Minisrér. Mirc- ,
[?rwxél? mögen die Deputirren ja nicht die Hände in den Schooß legxn. Wetm es gut isk, 'daß in Abwesenheit der Kammer «dre Presse das Land in Achern erhalte , so wäre es dMgen fehrzu bedauern, wenn in Abwesenheit derselben der Journalismys. ßch dex öffentlichen Aufmerksamkeit ausschließ- Uch bem'ächttgte. Dre Kammer m-tßdurch große 'und feier-
. , r*Jl)r dagxgey, zvie -. Wk- daß ste von einem guten Geiste beseelt sey, xo tch1teßc
liche Berathuugen die AUgen auf fich* lenken, nicht aber Andre handeln lassen und selbst nichts thun. Man' bedenke es ja wohl: die Völker ruhen am Tage nach einer Revolution
nicht aus; fie verfallen aus einem Zustande dcs Rausches, *
nicht sofort in einen Zustand der tiefsten GemüthSruhe; die Rednerbühne wird uns ohne Zweifel'genügen; aber ße muß auch täglich geöffnet seyn.“
Der Kaiserl. Russische Konsul En Bordeanx, Hr. With,- footh, macht unterm 10ten d. M. im ?Nemorial Bordelais bekannt, daß, einem Rundschreiben des Russischen Ministe- riums vom 13. August zufolge„ die unter dreifarbiger- Flagge segelnden Frat1zösischen Schiffe in die Russischen und Finn-
ländischen Häfen zugelassen und dort den den Schiffen aller _-
befxeundeten Narioxxen in Rußland bewilligten Schulz genie- ßen sollen. Der General Clausel hat unmittelbar nach seiner Ankunft:
in Algier, wo er den Ober-Befehl Über die Expeditions-Armee _
Übernommcn har, nachstehende Proclamation erlassen: „Bewohner des Königreichs Algier! Der mächtige König
der Franzosen, Ludwig Pl)i_lipp [., hat mir" den Obér-Befehl '
über die Armee, wclche diejes Königrc-ich besetzt hält, so wie die Verwaltung der dazu gehörige_n Provinzen anvertraut. DieAbfichc dcs Könt'gs dex Franzojen geht dahin, das Glück
der Völker, die durch unjere Waffen von einem harten und ..
ernieörigendcn Joch befreit weren sind, für immer zu sichern, iUdem Gerechtigkeit und Gc1el3- gehandhabt, aUen Emm
Schulz gewährt und allen Schlcckycgesinnten, welchem Stande '_ sie auch angehören mögen, strenge Strafen zu Theil werden “
sollen. „Böswillige haben für den Französischen Charakter be- leidigende Gerüchre verbreitet, indem sie uns einer Ungerech-
ten Vorliebe für gewisse Klassen von Einwohnern beschuldi- ;
gen. Lei_l)ec diesen creulosen Einfiüste'rungen nicht Euer Ohr. Ich verjpreche Allen Sicherheit und Schutz, erwarte von! Euch aber auch vollkommenes Vertrauen und alle Unter-
stützung, die Ihr mir für die Aufrechthaktung der Ordnung '
und des Friedens leisten könnt. Bewohner des Königreichs Algier! Care Religion, Eure Sitten, Enke Gebräuche sol- len geehrt werden; ich werde alle Eure B-:schwerdcn berück- sichtigcn. Ick) rechm: darauf, das; ich Euer Bknehmen nur zu loben [)aßen' werde, und daß Ihr mich nie in den Fall setzen werdet, Euch zeigen zg müssen, daß ein Versuch, Ut?- ruyen in odcr außerhalb der Hauptstadt zu erregen, ““nicht un- bcskraft bletbt. Ick) habe bereits die exemplarische Bestrafung einiger treulosen ?))?enschen äugeoxdtxec, welche boshafte Ge,-
rüchce in Umlauf gebxachc haben , um Unruhe zu erzeugen, ““ ' indem sie uns die Absicht unterlegten , Euch der Rache der Unterdrücker, von denen wir Euch befreit haben,“ wieder
Preis “zu geben. Axxgiew 7. Sepkember.
Der Ober-Bcfchlshaber der Afrikanischen ',
Armee, Graf Clausel.“ Der 'Wer-Befehlshaber schließt seine unterm Item 2).
an den Kriegsminister gerichcece Depesche in folgender Weise:
„Ick kann dem guten Geiste, den die Armee an den Tag
legte, als t:!) d'en Oder-Befehl über dieselbe übernahm, nichr *
gxngg Lob evtheilen. Die Gewißheit , die es mir _qelrxngen ift", thr darübzsr» einzufiößen, daß kein Verdienst verge'ffen wer-
den soll, und daß alle Offiziere, die den Eid der-Treue_ gegen -
Ludwig Philipp off-en geleistet und über ihren freien Beitritt zur neuen Ordnung der „Dinge keinen Zwetfel übrig gelassen ha- ben, alle Belohnurzgen empfangen werden, aus* die se An- sprüche haben, dieje Gewißheit bürgr mir unter allen Um- ständen für die OJTitwirkung aller Offiziere und Soldaten dex Armee. Ich muß hinzufügen, daß lelzrere schön und voll Ei- fers ist. Axle Keime zur Entmurhigung smd verschwunden, und der Gemndyeétszusrand bessert slch auf eine zufriedenstel- lende Weiw.“ - *
Die Quotidienne bemerkt, se habe Grund, zu glau-
ben , daß dieleßten Nachrichten von der Expeditions-Armee „'
die Regierung'zu den), Entschluß bewogen haben, eine Divi- sion nach Algte-r zu schicken. Dasselbe Blatt verspricht, in
einigen Tagen die Namen der Offiziere „der Expeditions-Ar- ,
mee Y geben, die ihren "Abschied genommen'haben.
or dem hiesigen Zuchtpolizeé- Gerichte wurde gestern, .
der Prozeß der geseßwidréger Zysammenrotrungen,beschuldig-
ten Schvifrsekzer m1d “Drucker- verhandelc. Unter den abqe- '
hörten Zeugen befand fich-auch der Deputirte Herr-Agéer- der am Lketrd. ON. mit 1-3,- Bataillonen derNational-Garde
zur Beschülzung der Königl. Buchdruckerei herbeigeeilc war. "
Da" indessen aus der gerichtlichen Verhandlung das Faktum
der Zusammetzrottung nicht hinlänglich hervorging , so wur-
den die Atige1chuldigten,_15 an der "Zahl, freigesprochem „ Am 8ten' d. smd" in dem Dorfe Maubranche bei Bourges
zwei mit Erhebung der Scenmxbeschäfcigce Beamte von _
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dem aufrührerischen Volke dergestalt gemißhandelt worden, daß wan an ihrem Aufkommen“ zweifelt. Die Haupträdels- führer der Schuldigen wurden verhaftet und in das Gefäng- niß nach der Stadt gebracht. Hier„ versammelte fich mir dem Einbrucbe der Nacht der mit Heugabcln, Hacken und Sröcken bewaffnete Pöbel, um die Verhaftecen zu" befreien. Den kräftigen Maaßregeln der Civil; und Milicaér-Behörden, und namentlich des Präfekten, Grafen Lapparenc, so wie des General-Lieutenants Pecik, gelang es jedoch, dieses Unterneh- wen u vereiteln. '
“ "Hundert achc-und “zwanzig Mitglieder _der Gesellschaft der Volksfr'eunde verlangen mit ihren Kollegen, den verhafte- ten, aber später gegen Caution wieder freigelassenen, Herren Hubert und Thierry, vor Gericht gestellt zu werden.
Am 10cen d. M. find dräi Bogen der-Rhone-Brücke bci ZZV", an deren Ausbeffsrung eben gearbeitet wurde, einge- " rzt.
Der Messager des Chambres will wissen, daß es Herrn von Montbel gelungen sey, in der Verkleidung eines Bedienren, mit seinem Secretair DeScampz nachDeucschland „zu entkommen. “ *
Die Bsamtcn des Königl. Gerichtshofes zu Rennes lei- steten am 10ren d. M. den neuen Cid“; zwei Kammer-Präsi- Denton, worunter Herr Dupleffts de Grexxcdan, ,L/x Rätl)e, Z
wach ausgeblieben, 1vodurch sie bekanntlich iHres Amtes ver- lustig gchx-“n, wenn sie nicht bis zum ?()stcn d. ON. noch nach- trägliä) den Eid leisten. ,
der Sékzung erschienen, in welcher den Mirgliedern“ der Eid abgenommen wurde.
_ Einem vom Nacional mitgetheilten Schreiben ans Lissabon vom 28. August zufolge, hat dis Porcugiefische Regierung dem Franzöfischen Konsul auf seine Anzeige, daß Die Französische Nation. die drei Fgrben wieder anqemommen habe., erwiedert, sie w2rde nicht nur den in den Porkugiesi- schen Häfen befindlichen Französisckwn Schiffen nicht erlau- ben, die dreifarbige Flagge aufzuskc-Xen, sondern auch allen Unta-r derseTben segeluden Schiffen die Einfahrt in ihre Häfen verwehren.
Großbricanien und Irland.
, London, 17. Sept. Prinz Leopold ist gkstern, beglei- tet vom Baron Stock:“nar, bon Claremomt abgereist, um Zl),- ren ONajestäcsn in Brighton einen Bcsuch abzuscafcen.
Se. Durchwachc der Herzog von Braunsckjweig ist vorgestern früh, von zwei Adjutanten bcgleicet, hier amge- kommen und im Brunswick-Hotel abgestiegen. Mikrags stat-
„tere der_Herzog dem Kowmal-Minister Sir G. Murray ei-
;«knxn Bejuch ab und Abends reiste er nach Brighton.
Zn Brighton ist der Fürst von Trubekzkoi durch den «Gxafen vonAberdeen Sr. Majesräc vorgestellc worden, Höchst.- Welche auch dem Grafen von Matuszewicxcl) eiue Audienz ge- »währr haben. '
__Der Fürst und die Fürstin Caroxath smd gestern früh nach Brighton abgereist, um Ihren Majescätcn einen Besnch «abzustatten. &
Herr Huskiffon ist bei der Eröffnung der Eisenbahn zwi- §chen '))?ancvester und Liverpool von einem Unglücksfalle be- troffen worden, der leider den Tod dieses ausgezeichneten Mannes zur Folge gehabt hat» Herr Huskisson befand fich »in einem Wagen mik dem Herzog von Wellington, Sir Ro- bert Peel, dem Fürsten Esterhazy, und“ anderen ausgezeich- Neten Personen. In der Nähe von Newton ward die Ma,- schine angehaltenxum Waffer nachzugießen. HerrHusktsson [lieg ;unterdeß v.om Wagen. Nachdem das „Wasser eingegossenworden, war Herr Huskisson nicht eilig“ enug, wieder in den Wagen zu steigen, der fich" inzwischen chou wieder -i„n Bewegung Heßte. HerrHuskéffon sprang auf den Wagentritt und suchte Den "Thürgriff zu erhaschen, während fich schon die folgende “Maschine'näherte. Die Thür "aber, flog 'auf, “und in diesem gefährlichen Augenbliék bekam Herr Huskisson einen Nerven- .zufall, fickherunte'r, und nun ging die nächste Maschine, der "Rocket, "mit 2 daran hängenden Wagen Über seinen Fuß un- xer dem. Knie und zerschmetterce. ihn ganz. Alles dies , so “wie das Anhalcen der Maschinen, war _das Werk cin__cs Augenblicks.„ Der Unglückliche wurde sogleich nach der de_-
rnakybarten Pfarr-Wol)mmg in Eccles gebracht, ein DMMK
Wag?" silk? nach Manchester und brachte Aerzte herbei; *dcdch fanden diese die WMW? so, daß fie keine Amputation WWK“, sondern blos die Arteriafemoralis_u:_1rerbanden und Landqnum anwendecen. Denselben Abend noch verschied Hr. JUMP" unter unsäglichen Schmerzen. - Der Herzog von -. ““"ng war ganz außer slch Über diesen Unfau; er wollte
Mick) in Dijon nnd Caen waren 5 d - - “ - - . . . . „ 4. . . ,- 1 OW Bevölkerun von »))"m e'ter m un e ' ' - ;mehrere Mtcglteder der betoendorttzen SCUÉUSHÖM mch m -' “ß * g “ ck ' g VMM Aufre
durchaUs die Fahrt nickzt weiter mitmachen, bis ihm die Bürger- meister von Manche|er und “Salford vorstellten, daß bei der großey Aufregung der Einwohner die Ruhe in Ehren Städten walxrxcheinlich gestört: werden würde, wenn er nicht Weiter mixsüßre. Er gabendlich nach, doch weigerte er stch stand“- qutc, m Manchester an dem von den „Direktoren bcreiteken Frühstück Theil zu nehmcn. Nach Verlauf einer Scunde eilte der Zug nach Liverpool zurück.
Der Courier bemerkt über diesen Unfall: „Wie“ man auch
* über das Mißverständniß urtheiien mag, was Hrn. Huskisson
bewog, aus dem Kastner zu treten, so ist doch unter allen vorurcheilsfreien Personen nur eine Stimme über seine Fähig- keiten als Staatswann, und der Herzog von Wellington hat selbst viele der liberalen Grundsätze in der HandelSpokitik. sei- nes frühem Kollegen stcf) zu eigen gemachr. Hätte Hr. Hus,- ktsson länger gelczbt, so" würde visUeicht die nächste Zukunft gezeéqc haben, daß der He'szog von Wellington zu freisinnig ist, um Hrn. Huskiffons Pläne zu verwerfen, weildieser in einer politischen Ansichr von ihm abwéch, und Hr. Haskiffon zu gerecht, um fick) der allgemeinen Verwaltung des Herzogs zu widerseßen, und alle gegen sie ausgesprengrenVerläumdungcn wären beschämt worden. Für Hrn. Huskisson selbst war sein Tod, bei seiner schwachen Conscecution uird-bsskändigen Kränk-
“„ , . . , . „ . : lichkeir, eine Erleichrerung; für das Land ist er ein Verlust, Ratthudttoren und em Subsurur des Komql. Pxokmarors ,- da geistreiche „Männer, wenn sie ami) nicht mit Gewalt bc-
kleidec sind,'doch t)ochgeschälzt und nicht leicht, vergessen werden.“ Aus Privacbriesen melder Übrigens der Courier auch,
gxmg ist. An verschiedenen Sccllen der Eisenbahn hatten sich Arbeiter znsammengcrocrer, welche die vorÜber fahrenden Wa- gen mit Steinhagel Überschütcecen; und nur durch AUfstellung starker T))?tlicair-Abtheéangen konnce das Volk zurückgehalten werden, da er; stellenweise die Eiseubahn besetzt hacks, um six: «mfzurcißen.
Zn Liverpool find, wie bei Camn'ngs „Tode, die meißen
Z Lädxn, _besondcrs in der Nähe der Börse, geschlossen und die: x Ge1chäsce uwterY-ocbcn worden; die Schiffe in den'Dvcfs hac,- ; ten die Flaggen
m halben Mast aufgezogen.
„?Nit urmuösprcchlichem Bedauern“, sagt der Sun, ,«eyfüch aus die Nachricht von dem Tode des Hrn. Huskifson. „WelcheJWéimmgsverscl)iedenhett auch hinsichcltch der Politik dieses Scaaxömatmcs geherrsM haben „mag,- so kann doch, wir sind es Überzeugr, jelzt nur **:-as Eine Gefühl vorherrschend seyn, daß es ein Überaus unglückltches Ereigniß ist, einen so erfaßrnen, aufgeklärten und freisinnigen TNcmn an solche un- , selige Wcise'durcb den Tod ZU verlieren. Eigene Gegen- “ warr des Geistes hätte ihm, bei dem" “ihn betroffenen Unfalls ' dax; Leben retten können, allein. seit einiger Zeit schon kränk- ', [ich, hatten Verdricßlichkcitcn politischer Art [eine Constitution noch mehr geschwächt und so cine ungemeine Aufregung der Nerven in ihm hervorgebracht, dre fich in der lekzcen Zeit bei allen Gelegenheiten kund gab. Durch semen Tod verliert das Land emen de': geschicktesxeu und unermüdlichsten Staats- männer, die es je besaß. In jedem Zweige der Staats- , Wirtlzscbafr heimisch, besaß er eine umfassende Kenntniß aller , Geschäfcs-Decails und war ein geschickter" thätigcr Debatten; „ führer; besonders war er darin sehr glückkick), die dunkelsten vergvick'elcsren Gegenstände auch der allergewdhnlichsten Fassungs- “ kraft léicht und verständlich zu machen. 'Von allen unsern Staats; * ONännern war Herr Huskisson derjenige, den das Lax'sd Un- “* ter dem gegenwärtigen kritischen Umstßnden am wenigsten,“ entbehren konnte. Glücklicher Weise lebte er noch langegenug, ' um sich mit eigenen Augen von dem guten Erfolge sette? auf; " geklärten Handels-Grunosäße zu Überzeugen, deren 'Wichtig-' keit er uns zuerst dargethan hat; er war der Begründer je; '. nes umfassenden Systems der Handels-P'olirik, welches Eng- lqnd jetzt als dasjenige anerkennt , das, seinen kommerziellen Wohlstand am meisten beföxdern kann. Als Redner imUn- , cerhausé war “es nicht sowohl seine Beredsamkeit, die Herrn Huskisson auszeichnece; er hätte weder den Witz vonCau- ' ning, noch die Energie Broughams oder die klasfischeEteganz "_ der beiden Grant; seine Sprache hatte ngdlwlicvÄ'éxnen“, crankiehen familiärenCharak-rer, 'zuweéxen zwar etwas spiß, ja' , sogar epi rammacisch, doch immer streng den Gegenstand im“ Auge be altend. In den nächsren Parxamknts-Sessonen wird seen Verlust schmerzlich „ emyfundcn werden;; selbst diejenigen,“ die in dcr Polirik 1eéne erbittertsten Gegner ge--. wesen smd,“ werden' den frühem " Groll “ganz “vergessen," wenn sie dsr Katastrophe gedenken, die 1einem Leben "ein Ende
machte. Freude macht es uns, dgß ihm seine letzten Augen-
blicke" noch durch die Ganart jriner Frau erleichtert wur- den, und daß die letzten orte fast, die er kurz vor deman-
fälle aussprach , den Wunsch ausdrückcen , seinempolictschen“