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der öffentlichen Macht geboten werden sollte, eben so auch für die geselzwidrége Verwendung der öffentlichen und Mu- nicipal-Gelder der Waffen und der Munition.
Art. 8. Die Garnison soll so bald als möglich Kaser-
nen oder Lager beziehen, um den Einwohnern nicht zur Last 'zu fallen. Die strengste Mannszuchc soll von derselben be- obachtet werden. ' . Zeder Widerstand soll durch die Macht der Waffen be- seitigt, werden und diejenigen, die sich eines solchen Wider- -standes schuldég machen und der bewaffneten Macht in die Hände fallen, sollen den Gerichten Überliefert und kriminell verfolgt werden “ *
Ein hiefiges Blatt fügt dieser Proclamation hinzu: „Die geachtetsten Bürger von Brüssel haben selbst den Prin- zen ersucht, die Truppen einrücken zu lassen, um Ordnung Und Frieden in der Stadc wiederherzuji'cllen.“
"Deutschland.
Wéünchen, 20. Sept. Der Herr Fürst von Löwenstein- Werthheim, General-Adjutanc Sr. Majestät des Königs, ist nach Altenburg abgegangeU, um Sr. Durchl. dem Herzog: die Glückwünsche seines erhabenen Schwiegersohnes zum 50jährigen Regierungs-Jubiläum zu Üb-erbrinqen.
Der Frhr. v. Besserer, Oberst des General-Quartiermcister- Stabes, bisheriger erster Adjutant: Sr. Durchl. des Hrn. Feldmarschalls Fürsten v. Wrede, einer der auszezeiclmersren Offiziere der Baierschen Armee, [)ak die ehrenvolie Bestim- mung erhalten, Se. Königl. Hoheit den Kronprinzen als Adjuranc nach Berlin zu begleiten, wo Se. Königl. Hoheit Ihre Stüdien fortselzen werden.
Gegenwärtig befindec sich in unserer 5 (itte der bekannte Géneral Santander.
Stuttgart, 21. Sept. Gestern ist Se. Königl. Ho,- heit der.Großherzog von Sachsen Weimar wieder abgereist und Se. Hoheit der INarkgraf Wilhelm von Baden hier eingetroffen. Nachdem Se. Hoheit der gestrigen Rexvüe bci- gewohnk harte, welche nach den jekzc beendigren Herbst-Ma- növern starr fand, und hernach bei dem Frühstück anwxsend
gewesen war, welches auf dem Rosenstein dem Of_fizier-Corps -
*gegeben wurde, erfolgte gcgen Ahead die Rückreijc: Sr. Ho- heir nach Karlsruhe.
' Se. „Königl. Hoheit der Großßerzog von Oldenburg isk gestern hier angelangt, um der Königl. Familie Einen Besuch abzustatten, und,":wérd einige Tage hier verweilen.
Karlsruhe, 22. Sept. Ihre Königl. Hoheicen dcr Großherzog und die Großherzogin haben am 1,9ten d. die Stadr Freiburg verlassen, um Ihre Reise nach dem oberen „Theile des Großherzogthums fortzusetzen.
Kassel, 22. Sept. So eben isc Folgendes Allerhöch- sten Orts erlassen worden:
„Von Gottes Gnaden Wir Wilhelm U., Kurfürst und souverainer Landgraf von Hessen , Großherzog von Fulda :c. thun hiermit kund: Nachdem Wir durch Unsere Allerhöchste Bekanntmachung vom 13cen d. M., so wie beziehungsweise durch Umere Allerhöchsre Enkschléeßung Über die durch beson- deren Erlaß yorn“ 19ren d. TN. bestimmte Zusammenberufung der Alc-Hesfijchcn Landstände nicht nur, sondern auch derje- nigen der bisher nicht vertretenen Provinzen Hanau und Fulda, Unsere Allergnädigske Absicht deutlich ausgesprochen haben , in der jefzigen Lage der Dinge das Uns stets am Herzen liegende Wohl Unseres Landes 'in gehörige Berachung zu ziehen: so erwarten Wir _um so mehr von allen treuen und rechtlich gesmnten Unrerthanen , daß dieselben selbst die Aufrechthaltung der öffentlichen Ruhe und Ordnung fich an- gelegen seyn lassen, denjenigen, welche solche durch Handlun- gen oder Reden zu stören versuchen würden, kräftig entge- gentreten , dahin zweckenden durch Uebelgesnmte ausgestrau- “t?nGerüchten keinen Glauben beimessen, stef) aller die öffent- ltche Ruhe gefährdender Versammlungen zur Verhandlung von. Landes-Angelegenheicen enthalten, vielmehr den nach ge- hörcger Berathung nöthig scheineuden Anordnungen mic Ver- trauen „entgegen sehen werden. Unseren Behörden aber le- _ geszr wiederholt ;-die gemessene Verpfkichtung auf, auch
“threrxetts allen dergleichen Ungebührléchkeiten zu wehren und bxi erg_ener Berantwortléchkeic darüber zu halten, daß ferner- hux kßmerlet Störungen der Ruhe und Ordnung eintreten, diejemgen ader, welche dennoch Versuche der Art fich beige- hen lassen sollten, zur Rechenschaft und Bestrafung gezogen FFA? ZigeXdexrxktxdlichSUnserer :égenhätßdigeu Unterlschrifc
en raatste es e en ' " ; höhe am 20. Sept. 1830. sg 9 ge zu th)elms (l,. 8.) Wilhelm, Kurfürst.“
Hannover, 24- _Sepx. Da“ bei der diesjährigen für
den achsthum und dte Emerntung des Getreides äußerst
ungünstigen Witterun ein Ausfall der diesjährigen Ernte solcher Früchte zu beéorgen steht, so ist,- um den [)iefigen Landes-Einwol)t1ern, zur Erhaltung des benöthigten'Saat- und Brodkorns,al1en möglichen Vorschub, denen aber, welche solches Korn vorstrecken werden, ixn Ansehung dessen Wieder- bezahlung völlige Sicherhcit zu beschaffen, unterm 20sten d. M. landesherrlich verordnet worden , daß allen denjenigen, welche vom Tage der Publikation der Vsrordnung an bis zur Ernte des Jahres 1831 den Unterthanen, mit Vorwissen. und auf Bescheinigung der Obrigkeir desjenigen Orts, wo der Schuldner wohnt, Saat- oder Brodkorn entweder in 113-- tura und ohne Ueberseßung der Preise oder zu dessen An- schaffung das benöthigtexGeld vorstrecken, vor allen Forde- rungen, sie seyen privélegirc oder nichr, und insonderheit vor" den Domainerw, Kloster: und Gucsherren-Gefäilén, wenn es auch gleich mic den Schuldnern zum Kornkurs kommen sollte,. zur Wiederbezahkung, ohne Abforderung nnd Erlegung einiger Hülfs- oder Gechs-Gebühren, verholfen werden soll.
Leipzig, 25 Sept. Die heutige Leipziger Zeitung.
enthälc folgende Bekanntmachung:
„Se. Majestät der König und des Prinzen Mit- regenrcn Königl. Hoheit werden zwar stets geneigt und bereit seyn, jedem verdienstléckwn Bestreben in W:“ffen- schaften und Künsten Anerkennung und Unterstükzung angedeihen zu lassen; Allerhöchst- und Höchskdieselben finden
'sich jedoch durch die in neuerer Zeit immer häufiger werdende-
unverlangte Zusendung von literarischen und Kunsk-Werken bewogen, hiermit öffentlich bekannt machen zu lassen, daß derglei- chen Zusendungen künftig nicht weiter angenommen werden sollen, wenn nicht vorher bei dem Geheimen Kabinet aUhier, oder" von Personen im Auslande, welche ein solches Werk einsen- den wollen, bei der dort befindlichen „Königl. Gesandtschaft: deshalb angefragc und die Allerhöchste Genehmigung zur ESU,- scUOUUg ertheilt worden isc. Dresden, den 22. Sepkember 1830. KÖ:1égl.Säcl)siscl)e-Z Ge,!)et'mes Kabinet.“
Oesterrei_ch.
Wien, 22. Sept. Se. K. K. Majestät haben nach- stehendes Allerhöchsres Handschrejben an Se. Durchlaucht: den HofkrißgSraths-Präsidenten„ General der Kavallerie,. Prinzen zu Hohenzolxern-Hech.ingen, zu erlassen geruhet:
„Lieber Prénz von Hohenzollern! Ich finde Mich bewo- gen, M*einen Horrn Sohn, den Erzherzog Ferdinand, zum Feldmarschall zu ernennen, wonach Sie das Erforderliche zu verfügen haben.“ ' “
„Preßburg, den 18. Sept. 1830.
Franz 111. ]).“
Bei der Krönung Sr. Kajscrl. Hoheit des Erzherzogs; Kronprénzen Ferdinand, als Königs von Ungarn, soll folgen-
,des Cerem-oniel beobachtet “werden:
DrcéxTagc vor der Krötzung wixd dje Truhe, in wclthcr die KöniZl. Krone ncbü den übrtgetx Klettxodten aufbewahrt, werd aus der Kapelle ncbxn der, St. Marth-Krrchc durch dre bcth ron- hütcr und xw'chu dtc_scm Aktqzu benentxendeKK Kommissäre, im Bciseyn e*„ntgcr hterzu befttmmtcn ketchsftaxtdtschen Deputir- ten, ohne chrän e in den WohypaYaft Sr. Katserl. Hoheit über- bracbt gnd daselbU eröffnet, damtt dteKronx und das Uebrége für Se. Katscrl. Hohen“ den zu krönenden Kömg anpaffend zugcrich- tet werde. Y_m ngcxvor deer Krönung, um 2 ?Uhr Nachmittag,- versammeln nch dte Kronhutcr _neb| jenen Pralatcxt und Mag- naten, welchc Se. Katscrl. Hohett der Erkhe'rzog Rctxhs-Palatin, und jenen Edelleutcn, wclche Her Pcrsonq hterzu bcsttmmcxr wird- bcé dcm_ Duxchl. Erzherzog RctchxxPalattn xmd begeben stch nack) dcm Prtmazxal-Pallqste, zvohm, zme eben cxwahnt wurde, die Truhe mit den Netchs-chmodten zwct Tage fruher gebracht worden tft,
' um dieselbe von dort in einem Hof-Wagen, untcr Begleitung der
beiden von Sr. KK Majcßä'ß dazu beauftragxen Wirklichen Ge- heimen Näthc, tn dte Sakrtßet der St. Marttns-Ktrche zu über;“- tragen. Dee bewaffnete Burgerxschaft ztcht auf und bcscßx dre, Straßen, durch „welche der Zug um der Krone geht; Her Magtstrat abcr erwartet htcsxlbe unter dem Thore des Primaztal-PaUaßes und be leitxt sxe bcsxzur oben gxcnamxtcn Ktxche. Dic Sakré cf- Schlü el smd thandcn der Kyonhutcr, dxe Kirchen- Sch1uffel aber hat der Kaptxel-Kuüos. ;Dte Truhe 1ntt der Krone und den Kleinodien wwd m den berctt stehenden„scchsspännégcn offenxn Hofwagcn gehoben, chlchemynmittclbar dte beiden KK Kommrs- saréen und die Kronhutcr tn cmcm andern sechsspännégen Hofwagen
“folgen. Se. Kaiserl. Hoheit der Erzbcrzofg Reichs- alatm und a
die Bischöfe, welche die Krone begxcttext, hren izt i ren cigenczt Wagen, vor dem Hof-Wa en, worm dtc Truhe stch befindet; xte übrtgen Magnaten nnd dclleute abcr reiten in, Ordnun hxn- ter demselben. „Nebsi dcm Stadt-Magt'strate letsten 12 *dntgl. Ungartsche,adcltgc Leibgardcn zu Fuß, txnd außerhalb “derselben 12 Grenadtcre von der Kronwachc, zu betdcn Settxn des Wagens mit der Truhe die Begleitung. An jedem Wackenschla e gehen drci K.K. Leib-Lakaéen itz dcr Staats-Lévrce. nmttte har vor' dem Wagen marschirt cm Zug der K.K. Trabanten-Letbgardc.
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Es werden vier Magnatenund eben so viele Edellcute, und war letztere durch den Personax, benannt, wclche dre Kron; mxd "let- nodicn-Truhe, die ihnen tm allerh. meache dcs Prtmazml-Pal- tastes übergeben wird, erhßben und m den Wagen htnabtragext, wie auch bei der Kixche wreder vom „Wagen «hexabhebcn und m die Sakristei überbrtngen'.“ Se. Katsecrl. Hohxtt der „Erzherzog Neichs-Palatén und dte bccden qunhutcr ,bexstegeeln hxeraußdrc akrisict mit ihrem Pettschaft. Dtc SaYrtftet-Tyuy wxrd mrt 2 aüellancn und 12 Kronwachen besetzt, rmgs uxn dre Keycht; aber werden 1-00 Mann von dem anwesenden „regulatrcn Mtlttatr als Wa e au cskcllt. - ckZlm Morgen des Krönungstages, schon vor «7 Uhr, tycrdcn die beiden KK. Kormniffaére, m, Ge enwaxt der standtschcn „Oxyg- tirten, dic Truhe durch dtc Könltgl. "ronhuxeyöff'ncn und dthlet- nodéen mit der Krone an-den m der Sakrtstcx htcrzrz vorberettctcn Plajz legen lassen. Die Hüter der Kroqe_blc_tben_bet dcrsclbxn zu- rück. An der Selce des Hochaltars wxrd ettx Ttsck) yorgerxchetet, auf welchen der Königl. Mantel und dre übrxgxn chtdungsßuckc gelegt werden. Die Reichsstände versammeln nch zux bxünnn1t„en Stunöe bei Sr. Kaiserl. Hohctt dcm Erzherzogc Nerchv-Palaxxn. Die Vornehmcren begleiten Höchßden'sclcht nach, dem thmazml- Pallaftc, die Geistlichkeit hcgtcbt stck) mzwrsthcn m dte Ktrckzc _xxnd kleidet sich mit dem Ponxtstkax Ornate, dex Personal abcr verflugt séch mit den Ständen tn “dre St. Marttns-Ketrche auf dete 9er- kömmlicbcrwcésc für die Able a_tcn ermahtctc Buhne; Thzxrhutex wcrden Acht haben, daß die ;- tenerfthaft dcr Ablcgaten ntcht mrt cintrete.“ ' . „ ck . Nach 7 Uhr früh begmnt Her Kronungszug any betyePrtr-ya- zial-Pallaskc unter Vorreitunq ,emer halbc„n Sébwadron Kux'astterc in folgender Ordnung. 1) DM K. K. Etnspanner. 2) Dre Hof- und .Kammcr-Fouricre zu Pferde. 3) Otcncrsxlmst der Magnatezt und StänDe zu Fuß. 4) Dre K. K. thbxakatenzu Fuß. ;))-Die zum Dicnßc bestimmten Edelknabcn mrt threm F;:ofmccüxx Stel]- vcrtretcr zu Fuß. 6) Die Ständc,_ Magnaatcn und Kymmercr unter einander zu Pferde. 7) Dre Gehctmcn Mathe und Mtntstcr vcr-
* mischt zu Pferde, jedoch von ihrer Livrcc-Décnerschast nicht begleitet.
x) Die Ritter und Commandxuxs, des Ordens der cescxncn Kronx, des Lcopold-Ordcns, des 1-11ilttazr1sck3mMarm TherestanOrdenv, des St. Stcphan-Ordcns, gletchfalls" zu „Pfcrßc. 9) Dre Gros;- krcuzc der genanntr'n Orden, wre auch d_te Ntttcr dcs goxxctch Vléeßcs, mit der Ordan-Kolanc, zo] „Pferde. 1") DereKomgl. Ungarische Herold in ferner Tracht mrt auf csctztcxr; Muße und aufrecht gchaltenem “Stabe,“ zu Pfech. 11) »- cer'ontgl. Unza- résche Oberft-Hofmctstcr met dcm Stabe, „zu Psxrde. 12) De. Kaisers. "Hoh. dcr Erzherzog thxéxs-Palgtm UUCM/„zlz Pferde. 13) „Der Bischof mit dem apoftolmclchn quuzc rechts, MM 14) der Königl. Ungarische Ober-Stallmcnxcr mrt entblößtcm Staats- fchwcrdte und unbedccktcm ngpetß [113ka zu Pferde. 13) Se. Kaiserl. Hkb- .der zu krönende, Kontg m Uxtgarnclxr, Klexdung, u Pferde. An jeder Sette„lctst,en 12 Un arxschc adcltge Lctp ar- M zu Fuß , und vom Prtmaztal-YallN e «1:1 der Stadtxt )tcr und der Magistrat mit entblßßtcxt Hauptcry, dre Rcbcnbchcttyng. Etwas seitwärts reitet Her Köntgl. U11 artsche Lccbgardc-Qapxtam und der Königl. Ungartsche Oberfi-K mmercr. 115) Nunxfox en die übrigen Herolde, und zwar der Erzherzogl. Ocsterrcrchechc
' und ihm zur Set'xe der Königl. Böhmische, dann die beiden Kak-
erli Ocstc'rrcécviscbcn Herolde, alle in ihrer herkömmlchn racYk mit bedeckten Häuptern und aufrecht gehaltenen Stazoerx, zu “ fcrde. 17) Der Stellvertreter des K. K. crsictx Oberst-xdox- mei ers“ mit dem Stabe, zu Pferde. 115) Der K. K-ObkkÉ-HR- marschall mit cntblößtcm Schwerdt, zu „Pferde. 19) JWRK. Majesiäten im offenen »spänntgxn Itzwcrml-Wagen. eAxt jedem Wagenschla 6 gehen 3 K. K. Lctblakaten unbcdcckt. Kontgl. Un- arischc LciZgardcn zu Fuß, und von außen K. K. Lctbtravantcn,
eistcn dic Nxbenbegseitnng. Dem Wagen folgen: der K. K. *
Obersk-Staklmeistcr, der K. K. Arzieren-_mrd der_K; K. Trabay- ten Lcibgarde-Capitaén, dex Gencral-Adnztant Se., K K. Maje- ftät und der Oberst-Hofmetster I“, Maxcsiat, dcr“ thscrtn, Alle zu Pferde, 20) Die übrigen Ungartschen adelxgcn Lctbgardcn unter Anführung ihres Premécr-Lteutenants mxt 4 Trom-pxtern, zin Pferde. 21) Die 6spännégen qu-Wagcn, tn wclchcn-dte Odem; Hofmeisterinx J. Majestät und dze Pallasi-„Damen Fahren; zu bet- den Seiten deren Décnerschaft tn Gala tm blpßen Haupx. 22) Den Schlußmacht eine Compagnie Grenadtere und em Zug
_ Kürassferc.
Unter dem Klangc aller Glocken geht der JUZ über den M:- mazéalelatz durch die Nathhausgaffe nach den) auptxxlatzz, da- selbik wendet er fich, bet der Hauptwache vorher, durch dee Schwa- ncnqaffe in die lange Gase, und dann gerade aus bts zum We- dritZer Kirchenplatze, wo von' den Pferden gbgesessen weyd. Sr. Kaiserl. Hoheit dem zu krönenden Köni e letftet benn-Abstßctx der Königl. Un a'rische Oberst-Kämmcrcr ülfe." XJ. KK. Majestä- tcn aber ht“ ft beim Aussteigen dcr„K.'K. Oberß-Stallmetsker und der Oberst-Hofmciüer I“. K. Maxcsiat. Auf dem Ktrchenplajze
' paradircn 2 Comp. Infanterie und 1 Divis. Kavallerie. “Andere
KürasKer-Pique'ts wcrden hiy und wieder außgeskcllt, un; über die Ordnung zu wachen. Dre bewaffnete Burßxrschaft L| mit ihren Fahnen m den da 1: ange ebenen Gassen ts zur Ktrchcn- üiegc in Reihe undGlie auf?e1cllt; auf der anderen Seite dex
"Kirche und des ehemaligen Ic uiter-Kollegiums aber, ge en dtc
Franziskaner-Kérche zu, werden sie sick) unterdessen in ge örigxr „Ordnung (zu beiden eiten -der gelegten hölzernen Treppen ret- hen, büs FF. Majo 'äten x'n d'er Ktrchc smd. Sobald der„Zug bei der Kirche ankommt, trttt dte Décncrschaft ab. Der Erzbtschof
von _Kolocza im Nochette gchtßS. K; H. denz neu„zu krönendcti Köntgc und II. KK. Majeüqten bes an dee Sttcge entgegen,- cben so dxr aposioltsche Nunttus._, Vor Höchsidencnselben, und zwar unmxttelbar vor dem Durchl. zu, krönenden Könige,;ritt der K. Ungartsche Herold , der K. „Ungartschc Obersi-Hofmetfixr mit dem Stab: und ch K. UnZartschc Oberst? Stallmetster mtt dcm lzloßen Schwerte ctnhcr. JI". KK. Majestäten aber treten die ubxxtgen 4chrolde, der Stellvertreter des K. K. ersten Oberst-Hof- metstcrs mat dcm Stabe und dxr K K. Oberü-Hof-Marschxu mit enthlößtcm Schwcertc_vor. Bezm Emgange in die Ktrchc smd der Premas und dxe ubrxgcn Erzbtschßxßund, Bischöfe, wie auch die anderenInfulertcn ncpst der (Her! ltchkett', zugegen. Auch gehen JF. Kattcrl. und_ Köptgl. H?hettcn dte Durcbl. Erzherzoge Ihren VFkajcüätcn an dee Ktrchcnpsorte ezttgc cn. Sobald der Premas das eruz zum Kasse und das Wethwa „cr dgrgcbracht hat, vcr- fügen stcl) S. K. H. Her zu krönende Köntg mrt S. KH. dcm Erz- hxrzoge Yxtck)s:Palaten, M Bcglettuygßxcr Höchstdemsclbcn zur As- ßßenz bxntmmtctx Btschöfen von Funrktrchcn uanonKaschau, irc. dre Kapttel-Sakrtstct. S. K. K'Maj. begeben ,ück) abcr mik dcn Durchl. Er_zhcrzogcn , M Bcglgttung dcs Erzbtschofs von Erkan und des Btsclzofs von Neutra, m dt? obexe Sakrtstct. Füx Ihre Majestät endlich, 2ll„lerh_öch|wclchcr dre Btschöfc von_ Vesprtm Mix von Waizcn zngcthctét. 1eyn werpen, wrrd neben dtescr Sakrtstet ein arxgemcffcncTzenack) vokgertchtet seyn, und nehmen nun bxrdc Majcjtätcn Hic Kaxjcxkroye „und„Sc._Majcüät auch den Kaefer- mantel, Bcr J. Majestäx :| hccrbcc nur Allcrh. dercn Oberst- Hofmctftcrm mrt den dtenstthucndcn „ qllast-Damcn zugegen. Während des ganzcnéchcs zur Safra ct erschallcn Trompetxn und Paukezyunp dtcselbcn vxrstummxn erst, wxnn JJ». Majestäten tn: dic Sakrixxcx ctxtgctxzctxn nnd. Dre Beglcttung des Durchl. zu kröncndcn Kömgs, ww guck) das Gefolge JJ KK Majesiäéetx mit Jubegrcff dcs apostoltschxn Nunttus, Welche Höchüihncn auf dem Wege nach der Sakrtstcx vorgetrxtcn Und, bleibcn außerhalb derselben stehen, nur der Prtmas vcgtcbt srck) foglcicl) zum Hoch.- altar, um den Ornat, „“en wachcxn cydas Zochamt Halten wrrd, anzuzicth In der Kusche _tst fur bctde K . Majestätcn auf per rechten S_cttc „des Altars cm Thron errichtet. In der Mtttc des Sanktnareums , dcm Altarc gegenüber, beändct ffck) dex Thron für S. K. _H. Yen z_u krönenden König. Für „dre .Dle. Erzherzch üxxd chbänkc, für den apostolischen Nunttus endlich , dann “fur dtc _Ntttcr chs goldenen Vxéeßcs und für den übrigen mägmlxchn Hysftaat, wre auch für dtc zum Gefylge F. M. Dev Katscrm gxb'ortgcn und für dtc Übx'igcn Damen, und an- gemessene mzs'gezctchnctc Pläße bestimmt; Nachdem S. K. K. Majestät nztt dex Krone und Heyn Katscyltchc_n “Ornate, J. Majcüäk. „Pte Katscrm _gbcr ,glctck)falls mrt em_er Krone ge- sci)mktcht Und, begeben nck) bctdc Majestäten zugletcs) mxt einan- der “in dcr Unten ange; ebenen Ordnung, unter der Asüskenz der oben genannten 4, Prä' aten, nach dcm Kaisers. Throne, auf wel- chen Allerhöchtesclbcn stcl) ntederlaffen. "Dre Ordnung des Zug.:s tft folgende: . .
Borax: geht. der Klerxts mrt deux Kreuze, dann dce KKKam- nnr-Fourtcre, dte K.K. „Kämmerer„ dte KK. Gehetmcu Räthe und die Minister, der apostolrschc Nunttus, Htc vtcr Herold„c, der Stel!- vertreter dcs KK. erstexz Ohcrft-Fx-ofznetüers mtt dcm Stabe) dte Trä er der Katscrl. Klemodien, nämltckx dcs _Scepters, dcs Netchs- apfc s und cmcs leeren Polstcrs für dre Katserkrone, wclche Se. Majestät auf dem Hauvtc haben; der KK. Obersi-Hofmarschall mxt entblößtem Schwerte, dteDurchl. Erzherzogc, betde KKZMa- jcuätcn Mtt den Kronen auf chu Hauptc; Se.Ma1e|at im Katser-Ornate zwischen den 4 asnütrcxtdcn Btschöfen. Allerhöahsi- ihnen folgt dex K.K. Obcrß-Stallmetster, der KK. Arzteren- nnd Trqbantcn-Lctb arde-Cgvttam, dex Gcncral-AdxutgntSr. Ma- jcsiä't, der Oper -Hofmetücr uxtd dee Obcrft-Hofmctsterm I. Ma- jcßät dxr Katscrin nebst dext dtcnsithuxndcn Pal'laüdametx; crsixre trägt dte „Schleppe des chtch. Köntgl. UnZJarescheo adoeltge Lech; garden [ersten die Nebenbcglcttung. IJ, .K_ . Maxcstatcn beftxt- gen dcrItleHron, undHöchßrhre Umgebung ntmmt- dre vorgeschrte- benen ä c ein.
Sobald Allcrhöchstdicsclbcn sixl) guf 13cm Throne niedergelassen haben,- bcginnt die infultrte Getstltchkext ynter Vortra ung des Kreuzes den Zug aus,- dex Kapxtel-Sakrcster, in welcher e.K. H. der zu krönende Köntg sr bcfmdct. In dtesem 3de gehen nach dxtn Kxerus zuerst die Standx, Magnaten xmd Kammerer, dann dec Nerchsbarone und Gchetmcn Näthe, hterauf dic Mitgliedxr dcr,obcnerwähn-tcn Orden, und war dte Großkreuze wie auch dte Toxsonistcn mit der Ordens-Ko ane. Sodann die 10 ahnetx des Rctchs,„von Magnaten ctragen) nämltck) “d'ic Fahne _UlZWMs- Curyantcns, Servicns, odozncrtens, Galiztch, Bosmenv, Sla- vontcns, Kroatiens,„Dalmatecns, Ungarns. DJM, fo„lgen derK- UngaxtschcHerold, dthronhüter, dte Trägoer dcr nsxgnten; se tra- ch dceselben aufrothsammetnxn goldverbramten olskcrn, und zwar:
as eryz dcr Königl. Ungartschc Oberß-Kämmerer/ das Schwerdt des hetltgcn Stephan der König!, Ungartsck); Obersi-Mundschenk, den_ ]);160111 'der Königl. Ungartsckjc Obcrü-Schatzmcißxr, den thchsapfcl der Van von Kroaxien, den Scepter der Kömgl. Un- garische Rcéchs-Obcrrichtcr, dee Krone Se. Kaisers. Hoheit dex Erzherzog Neéchsp'alatt'n. Dcr Kdncgl. Ungärische Qber-Stallmet- ster mtt- cntbldßtem Schwerdt. Se. Kaiserx. ohett der zu krö- nend? Köni Zwischen den asüütrenden Besch fen; Höchüihnen folgt der K 11 gl. ungarischcnObcrü-Hyfmetfter, und per Königl. Un arische Leib arden-Capttgm. u betden Sexten kctüen Un?- ris e adeliche ,eibgarden dre Nc enbegleitung. Während die es Zuges erschaacn abwechselnd-zwet Trompeten- und Pauken-derk-