1830 / 270 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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Um und babe an*den Berathungen derselben keinen Theil

nommen. Da ich durch die Zeitungen erfahre, daß die Yairs-Kammer einen zunäch| der Deputirten-Kammer vorge-Z sagten GeselZ-Entwurf (den man einen Straf-Geselz-Entwurs nennen kann) angenommen hat, worin jedem Pair einge- sehärft wird, bei Strafe des Verlustes seiner Würde in elne“? bestimmten Zeit den Eid zu leisten , so “erkläre ich, daß diere Androhung des Verlustes der Würde meine Gesmnungen und Weinen Entschluß in nichts ändert. Wenn ein Opfer zu Bringen :|, so brimge ich es gern meinem Gewissen und mei- xzer unerschütterléchen Anhänglichkeic an die heilige Sache der Legitimität und'des Unglücks. Durch Meinen ersten C'id ge- ?dnnden, kann ick) nicht einen zweiten leisten, der jenen ganz Mrnichten würde.; ich kann meine Pairschaft, aber nie mein Eewissen, zum Opfer bringen. Ich ersuche Sie, Herr Prä- ßdeut, der Kammer von meinem, Schreiben Kenntniß zu ge- Yen, und wünsche, daß desselben im Prokokoll erwähnt werde. Empfangen Sie a. s. w. ((Bez.) Der Herzog von Lorge.“

Es heißt, daß diejenigen Pairs, die im Jahre 1815 nach II?? zweiten Wiederherstellung der Monarchie aus der Kam- Wer entfernt worden, aufs neue in dieselbe berufesx werden würden.

Gestern Nachmittags versammelte sich die Kommisfiom für die Anklage der Minister in einem der Büroaus dcr „Kammer, um in geheimer Sitzung den Bericht des Herrn

“Beranger zu vernehmen. Dem Courrier franxx-ais zu-

Fylge, isl die Arbeit des, Berichterstattsrs angenommen und Darauf beschlossen worden, drei Kommissariat: zu ernennen,. welche den Prozeß vor der Pairs-Kammer weiter verfolgen FolTen. Uebermorgen wird jener Bericht wahrscheinlicf) iu Mentiicher Sékzung erstattet werden.

Die mik der Entwerfung eines Gesekzes Über die Orga,- Risatiou der National-“Garde beauftragte Kommisfion ck|,1vie Der Courrier framxais wissen will, mit dieser Arbeit fek- ?ég. Die „?aupr-Beskimmungen dieses Geselz-Enwvurfes sol- iL-In, demsel Oder BÜrgersöhne von 20 bis 60 Jahren würden in die,- Dienst- oder Reserve-Liste der National-(Varde eingetragen Werden. Unker die Strafen für diejenigen, welche der Eintra- gUng in die Listen oder dem Dienstezu enxgchen sUchenmdchtem Hefäude sich der Verlust der politischen Rechts. Die Ent- scheidung, ob ein Bürger in die Liste für" den aktiven Diensk Oder in die Reserve-Liste eingetragen oder Wm Dienst ganz erigesprocheu werden solle, würde einer besondern Behörde Übertragen werden, welcher eine Jury beigegeben wäre. Die einzelnenCompagnieen der Nationnl-Garden würden ihre Of- ßxiere mit absoluter und ihre Unter-Offtziere mic relariver Stimmen-Mehrheit, und die Offiziere dann wieder die Batail- IoUs-Chefs wählen.“ Die Obersten und Oberst-Lieutenants dcr

Legionen würde der König unter den BataiiTons-Chefs und x

Capitains jeder Legion ernennen. Der König hätte das Recht, die National-Garde eines Kantons oder einer Ge- Meénde aufzulösen, die jedoch in diesem Falle noch in demsel- Den Jahre wieder organistrt werden müßse. Die Functionen «ines Oberbefehlshabers der Nacional-Garden könnten tmr Yon dem General Lafayette bekleidet, in Zukunft aber keinem andern Bürger übertragen werden.

„Es scheint“, meldet der * cessager des Chambres, '

„daß man den geheimen Agenten auf die Spur sey, die die

Provinz durchstreifen, um die Arb-eiter zusammenzurotcen„

Und durch die Verhinderung der freien Circulation des Ge- ;krec'des Besorgnisse zu erregen; so ist z. „B. ein ehemaléger Pförttrer des Trappisten-Klofters in La Meilleraye (Niedere Loire) unlängst in St. Quentin verhaftet worden.“ - „Zn Moissac (Tarn und Garonne)“, berichtet dasselbe Blatt, „haben großeUnordnungen stattgefunden; man verlangte die Abschaffung der äyoitZ réuni8. Das Volk rottete fich zusam- men "und drohte, das Haus des „Direktors der indirekten Steuern in Brand u stechen. Nach vorhexgegangener Ca- thuigtion wurden dre Steuer-Register ausgeliefert und den Flammen übergeben. Der kommandirendeGeneral des De- ,FÖMZMMW, Herzog von Laforce, schickjte sogleich einen scinex- 1lxtanten von Montauban nach Motssac , um daselbst dre NLUVUU-Garde zu organifiren. Der General-Prokurator Wm Kömgs-„GeréWshofe zu Toulouse leitet zugleich eine Untersuchung gegen die Ruhestörer ein.“

DW Temps ufolge, werden die KavaUerie-Regimen- ter, dte jetzt nur "4 chwadrouen starkfind, um zwei Schwa- onney vermehrt und die zwanzig Infanterie-Negimenter, Dae bxsher nur aus zwei Bataillonen bestanden , auf drei Batarllone t?ebrgchc werden.

.Der F rsk von Taüeyrand geht heute nach London ab.

en Blatts zufolge, foLgende seyn: Alle „Bürger *

Ihm vouan reist sein erster Botschafcs-Secretair, Hr. Chalet, der früher Konsul in der Levante war.

Die Nachricht von der Ankunft des Vice-Admirals von Régny in Toulon hat fich, wie die Gazette de France verßchert, nicht bestätigt; die leßten Depeschen dessekben sind aus Navarin vom 31. “August datirt. .

Der Courrier francxais meint, die für heute anbe- raumte Todtenfeier zu Ehrm der wegen einer Verschwörung im Jahre 1822 hingerichteten vier Sergeanten, Bories, Raoul, Pommier und Goubin , werde weit weniger Theil- nehmer finden, als man anfangs geglaubt hatta, weil Viele fich von der Unangemeffenheit ciner solchen Feierlichkeit über- zeugt härten.

Der Uncer-Präfekc von Bayonne meldet in einer tele- graphischen Nachricht vom 16cen d. ON„ daß die Behörden von Iran 1 Baxcaillon Provinzial-Miliz und 2 Compagnéeen Linien-Jnfanterie hätten vorrücken lassen, in der Absicht, den Angriff der Spamschen Flüchtlinge zurück zu weisen. In,- dessen soll sich die. Zahl der in Bayonne und der Umgegend befindlichen ausgewanderren Spanier nur auf 100 bis 120 belaufen. *

(Auf dem gemdhnlichen Wege smd heute die Pariser Zei- tungen vom 21. September ausgeblieben.) '

Großbritanien und Irland.

London, 22. Sept. Am vorßzen Sonncage hatten der Fürst von Carolack), der Preußische Gesandte Hr. v. Bülow, so wie auch der AdmiralNZaicland und Herr Dawson, nebst ihren Gemahlinnen, die Ehre bei Ihren Königl. Majeßäccn in Brighton zu Mittag zu speisen.

.Die Herzogin von Gloucester ist zum Besuche Ihrer Majestäccn in Brighxon angekommen. Prinz Leopold ist von dort nach Malvern abgereist, wo er bei seiner Erlanchken Schnwster, der Herzogin von Kent, zu verweilen gedenkt,.

Ueber die drei von den Franzöfis'chen Ministern der De- putirten-Kammer am 18ten d. M. vorgelegten Geselz-Enr- Würfe *) äUßert die Times: „Der erste Entwurf, der die Herabsekxung dcs Eingangs-ZoUes vom Getreide zUm Zweck hat, ist aus der Besorgniß entstanden, daß in diesem Jahre ein Kornmangä eintreten möchte. Frankreich hat eben so sein Korngsselz, Wie wir, und gleich England sieht“ es fick) ge,- ndthigt, seins gcseHLiMn Bestimmungen aufzugeben, sobald die Et'me wider Erwarren schlecht ausfällt. Frankreichs SL,)- skem ij? eben so complécirc als das unsrige, wiewohl, aus leicht begreiflichen Gründen, besonders weil sich dort das Verhälc- niß dcr ackerbaurreibenden zu der in ONanufakmren und Ja- briken beschäftigten Bevölkerung ganz anders stellt, minder nachthcilig. Dem Französischen Systeme nach ist sowohl Aus- fuhr aks Einfuhr, mic Azasnahme „gewissevvorgeschriebencn Gränzen, ganz untersagt. Diese Gränz-su lassen nur sehr kleine Preis-SMvankungen zu; daher ist es nothwendig, fie bei je- denxaußexjordentlicben Bedarfe zu ändern. Da jedoä) die Länderei- Benkzey 171 Frankreich keine so vollständige Herrschaft Über dre Legtslakur ausüben, *als ein gewisses Land-Jnceresse, das Ut1611äher lt-xqtkso veranlassenauch dergleichen Veränderungen kém solche5_Ge1chrei, keine solchanrörterungcn, wie bei uns. Wenn unjferem Unterhause eine dem Geselz-C'ntwurfe des Hérrn Guczoc ähnxicbe Bill vorgeschlagen werden möchte, so wurde auch gnxere legislative Landwehr von Orkney bis nach Land_s-Cnd sogleich unter den Waffen seyn. -- Der zweite O_Zejeelz-Entwurf betrifft die Bildung eines Fonds, um den Ge1chafcsmann oder Fabrikanten durch“ Vorschüffe auf deren Immobilien, Waaren u.s.w. zu unterstüßen. Dieses Verfahren'isr eine Nachahmung des Englischen. Z| dis Verlegenhett des Geschäftsmannes oder Fabrikanten nur eine temporaire, und werden die Unterstützungen mit Vorsicht er- tk)eilt, so kann den Einzelnen geholfen werden, ohne daß das Publikum dadurch einen Verlust erleidet.; es ist jedoch gew'éß, daß das Wohlthäcige des ganzen Planes von der Art der herrschenden Roth und der verständigen Vertheilung der Fonds abhängt. Finden die Vorschüsse statt, um für einen bereits überfüllten Markt die Produktixon noch mehr zu er- zwingén oder den Kaufmann in den Stand zu setzen , auf Preijey zu bestehen , die der Natur der Sache nicht gemäß smd , jo muß dtes endlich sowohl der Partei , der die Hülfe geleistet worden, zum Schaden“ gereichen, als das Publikum, welches das Geld hergiebr, in Verluste bringen. - Wennend- lich der Baro_n Loms bei Gelegenheit des dritten Geseß-Entwurfs sagt, daß dre Expedition nach Algier weit mehr eingetra- gen haben würde, wenn die Unbescholtenheit ei- niger Beamten allgemeiner gewesen wäre, so ha-

*) Vergl. das vorgcsrége BlaZt dcr Staats-Zcétmtg, Artikel „Frankrctch“. , - x _

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ben dies der Marschal! Bournwnc und seine Untergebeneti zu verantworten, die man wohl bewegen müßte,5einen Theil von dem, was entwendet worden, wieder herauszugeben. Es geht aus jenen Worten hervor, daß die Araber nicht die eim zigen Räuber auf der Kutte von Afrika smd. Eine wichtige Folgerung kann indessen aus diesem amtlicheu öffentlich gesche- henen Zugeständniß gezogen werden: die nämlich, daß die. Französische Regierung, welche andere Beweggründe fie auch haben mag, um im Bestlze von Algier bleiben zu wollen, doch das nicht als Vorwand angeben könne, daß sie, wegenMan- gels einer Entschädigung der Kriegskosken, das Gebiet besetzt hatten müsse. Die Schaßkammern 'in der Kaffaubah , die Kanonen des Der) und die Schiffe im Hafen von Algier ha- ben diese Entschädégung geliefert Da sonack) die Ausgaben Frankreich gedeckt und die seiner Ehre gescheHene Kränkung geräcbc worden, so isk auch die Frage seiner Afrikanischen Eroberung aller Rücksichten auf National-Gcrechrigkeir und National-Stolz enthoben, und ist fie lediglich eine Frage der Politik oder des Interesse gewordeU.“

Jm Courier liest man: „Aue Nachrichten, die wir aus Brüssel erhalten, stimmen darin Überein, daß, wexm man einen Theil. der niederen und arbeitenden Klaffen ausnimmr, der Revolutions-Schwindel ganz aufgehört hac, und das; die achtba7cn Bürger anfangen, sich zU fragen, was so detm wohl mit: ihrer Oppofitiore gegen die Regierung gewinnen „dürften, Und inwiefern sie weise oder unweise gehandelt [)u- ben, él)r Interesse in die Hände der Häxxpter der Rebellion zn Legen? Sie find jelzt Übsrzeugr, daß, WEnn auch einiger Grund zu Klagen wider die Regiorung vorhanden gewesen, die Leiter der revolutionnairen Partei m'chk sowohl aufgcrreren Ümd, um die Ansprüche der Betheiligken zn unterstülzcn, als Um ihre eigenen Zwecke, zu föxdcrn: und zwar der aufrühre- xische Belgische Adel, um eine Trennung Der Provinzen und die RÜckk-rhr zu den Feudal-Geseßen, welche die Vsrfaffung aufgehoben h_at, zu Stande zu b::ingen, der Klerus aber, Um die Vertreibung der an vielen Hochschulen angeßellrcn pro- testanrischen Lehrer zu ?Hewirken und die unwiderßehlfchr Ver-

breitung der; Unxcrrichtxz zu hindert], Her dcr; Protestantismus - in chem Lande xördert, wo religiöxe Freitzs-cir stattfindet. Daß '

der Belgische Adel und der “Klerus die Enwörmtg zU ihren eigenen precken at1fachten, 1cheinr mm aUsgeMaM zU seyn, und je mehr nun dte ubrigen Emwohner cinjchen, daßman sis

n1r'ßleitethabc,umso mehr werden sie auch ohne Zweifel 'für die z Wiederherstel'lung der Ruhe besorgt seyn und eine Union «115 .L dauernd ansehen wollen, durch welche dix: 1'Üdlick1enProvinzen ; zum Nacbrhcéle der nördlichen begünstigt worden smd, von wet,- ;.Kanger. der General; Scaacen, wie man vernthnr,

chu getrennt zu seyn fis, verblendet gegen ihr eigemcs «;nccr-

effe, zu foröen angetrieben wrxrch. Cin Monarch vom min- . der freifimnigem Geiste, als der Kdnrg der Niederlande, wnröe ? ?, geneHmigr. HeUce noch wird dicke Adresse Sr. Majestät dem

sch die jetze nachcheilige Lage der laufen und it1solenren Vcr-

thoidiqcr der Trennung zu Nutze machext und _ikwenz uncer ' dem Vorwande der Bestrasung des auxrührerichzen Gstkres, ; ., in ch Seccionen verxammelk: und vereinigen fick) heure zu

Von welchem sie angetrieben worden, wirkliche Beschränkun- gen auflegen; wenn ße jedoch außer Stande sind, UTZLUÖ ein

Zugeständniß'yorzuschreiben, so wird gerade O_ies bei _dem vä; 7 skerlkchen rechc1chaffenen Monarchen güUsréger sär fie xprechcn, - F worden zu 1eyn. Nur die Nord-Holländischen Deputirten,

als jede Gewalt, die sie etwa aufzustellen vermocht, wcnn

aUe Belgischen Städte fick) gemeinsam gJZzenHolland verbun- ':

Den hätéen. Was die Drohung nie der *; esriskeic seine»; CHa- rakters abgetrofzt hätte, da;; wird die Güte seines edlaner- „zens der verskändigen Bitte_gern zugestehen. Wir erwarten

mit vollem Vertrauen, dieje Angelegenheit“ bald geordnet zu _

sehen, unis zwar zur Zufriedenheit aller Parteien, mit Aus- ?nahme des; aufrührerischen Belgischen Adels, welcher die In- sritutionen von Albrecht, Isabella und Maria Theresia gern wiederhergeftellr sehen möchte, weil er unter denselben gemein,- sam mit dem Klerus das Land regierte und das ganze übrige Volk keine Stimme [)acte , 10 wie mit Ausnahme des Kle- rus, der, bigotter selbst, “als der von Rom, und minder aufge- klärt, als der von Frankreich, gern sähe, daß Belgien wieder uncer denselben t'ntoleranten Einfluß komme , .dem es durch seine Vereinigung“ mit einem protestantischen Staate, so wie durch Anhänglichkeit und Achtung fÜr den aufgeklärten Mo- narchen, der auf den Thron der beiden Länder gekommen is?,

,;zum Theil entzoqeü worden.“

Die neue Polizei dürfte, wie die-Témes meinc, ein' Gegenstand der Erörterung in der nächsten Parlaments- Sesion werden. “„Wir haben geglaubt“, äußert diejcs Blatt“,

„oder vielmehr gehofft, daß das neue Institut sich vorher *

“schon die öffentliche ©11th erworben haben und als das, was -es wirklich ist, nämlich a s eine wichtige, und schälzenswerthe Verbesserung des ehemaligen Systems unserer alten ehrwür- digen, aber höchst unwirksamen Nachtwachen, allgemein aner,- kannc seyn würde. Inzwischen beschuldigt man die neue Ein,-

richtung -- auf welchen Grund, das ist eine andere Frage -

“gar seltsamer unI mannigfaltiger Gebrechen, sowoh! in ihrer-

Zusammenseßung und Disciplén, als in den AUZgab-xn,“ die ste verursacht, insbesondere aber greift man fie wegen ihres vcrfaffu-ngsxpidrigen Verhältnisses znr exekuxiven Regierung an.“ --_ Dte Times sucht nun alle diese Einwürfe einzeln zu widerlegen und findet besonders den Tadel lächerlich, daß fich viele Jrländer unter dem neuen Corps befänden,- denn abgesehen davon, daß man eben so viele Engländer und Schot- ten darunter zählen dürfce, gäbe“ es keine mehr déeuskeifrigen, ordnungsmäßigen und Vertrauen verdienenden Beamten, Soldaten, Diener und Arbeiter, als die Jrländischen. Die Zeitung 1uchr ferner darznthun, um wie vieles größer jetzt die Sich€rl)eic*én den Straßen der Hauptstadt sey, als säuft, weist auf das aufmerksame und bescheidene Benehmen der neuen Beamten hin und sagt endlich, daß der Sold von einer Guinee, den ße Täglich bezögen, wohl nicht ZU hoch zu nen- nen sey.

Die Morning - Chronicle meldet aus Liverpool: „Man erwartet eine sehr große Anzahl von Personen, die dem am nächsten Freitags statt findenden Leichenbegängniß Haskiffows bLiwohmen werden, da man von allen Seiten sich es äußerst angc-Legen seyn läßt, dcm Andenke'n dcs Verstorbnen aUe mögiécven Achcungsbczeigungen angedeihen zu lassen. Jener Tag wird ohne Zweifel wie eine Art Trauertag betvachtec werdc'u, wenigsxens was das Acußere der Häuser." und Stra- ßen betrifft. Es [)ar sich ein eignes Comité- für die Anord- nung des Zuges gebildet. "- Die Sukvscription für das zu errichtemde Dsnkmal [)ac sehr“ guten Forcgang gehabc; meh;- rere ausx,ezeichnete Personen haben 100 oder 50 Pfund ge:- zeichne. - Mrs. Huskiffon [)at ausdrücklick) gebeten, auc: unnörhégen Pomp und Aufwand Het Dem Begräbniß zu vermei- dcn,m1d so viel es möglich ist, wird man dem auch nachkommen. Die UeUe Eisenßahn ?'Z)atte, unter vielen ausgezeichneten Per- sonen, auch die Hexzogin von Berry bewogen, nach Liverpool zu-k'ymmen, (M., vergl. die Nachricht in unserm gestr. Bl.) I. König!. Hoheit kamen inkogntko, begleitet von der Gräfin de BMW und dem Grafen W?WMW, Freitag hier im Kings- Arms-Hokel an, Und erst nach ihrer Abreise erfuhr der Wirkhx" wclche hohe Gäste cr beherbergt harte.“

Herr Peel, der eine Woche lang in Liverpool verweilc [)akce, Isk nach) London zurückgekehrt; der Herzog von'Wcl- Lingxon dagegen bsfimder sich noch zu ChildwaU.

Riederlsxnde. Lkus den: Haag, 23. Sept. Gestern jygr die ersce

schr zaleeicl) vorsammclt umd hak den Entwurf der Adresse, als AUTUMN dcr Gomeral-Staaken auf die Königl.Tk)ronrede,

Könige Überreicht werdcn. - DW Mitglieder der zwciten Kammer waren gestern

ciner Zffentléchetx SißUUZ. - _ „.Der Yorshmg der Txcnnymg“, liest ryan in öffent- [tchen Blacccern, „schemc m den Secrwnen verworfen

welche den Haxxdelsstand vertreten,“ haften allein dafür ge- stimmt. Bick: der südlichen Deputircen, die mit dem Vor- sakze hinkamen, dafüx zu stimmen, wichen vor dem richtigen Erkennen der Folgen einer solchen Maaßrege! zurück. Man kann diese Frage schon jetzt als beseitigt betrachten.“ *

„Briefe und Zeitungen aus Brüssel, so wie aus Frank,- reich, sind heutehier nichrangekomnien, ukw glaubt, man, daß durch das Vorrücken der Truppen , die gestern Vormittags in der, unmittelbaren Nähe von Brüssel Posco gefaßt haben, der Postenkauf unterbrochen worden. *) -

Die Scudirenden von Gröningen haben sich ebenfalls zu freiwillsgm Diensten für das Vaterland erboten, falls dasselbe ihrer bedürfen sollte.

Der-Lieutenant d'Alcantara, der sch bei der Vertheidé- gung eines Wachtpo|ens gegen einige Aufrührer in Mons (Bergen) rühmlichst ausgezeichnet har, fsk zum Ritter“ des militairischen Wilhelms-Oroens ernannt worden. Der Gene; . ral House , Gouverneur von Mons, isi mit dem Betragen der ihm untergebenen Truppen sehr zutrieden und, hat ua- mentlicl) den General Düvévier, die Obersten Düvivier, Ny- pels und de la Sarraz', so wie den Hauptmann Barre“, als tapfere Ofäziere bezeichnet. '

General von Heldrt'ng hqt als Befehlshaber der 5ren großen Mikirair-Abcheilung 1eme ehrenvolle Entlassung und

*) YM) hieresénd heute die Jas Datum „vom Wüen_tragcn- den Bruffclcr Blatter vom "22. September mcht angekommen.