die Calenberger-, Deißer- und Göttingerstraße nach Artium. Auch Linden hatte seinen Flaggenschmuck zur Schmückung der Fuser benußt, und war namentlich der Flaggenbaum "an der
aschinenbau-Akiicnanstali mit Fahnen, Flaggen und Wimpeln überreich verziert. _Die Manöver zogen sich auf der Linie Arnum- Wee en-Redderst hm und hatten von alien Seiten eine große Zus auermenge herangezogen. Um 2 Uhr kehrten Se. Majestät o_uf demselben Wege, den Alierhöchstdieselben zu den Manövern eingeschlagen, nach dem Refidenzschloffe zurück, in welchem um 51/2 Uhr Familiendiner |attfand.
Abends gegen 8 Uhr bcehrien Se, Majestät das Königliche Tbcater mxt Lllierhöchstihrem Besuch, nachdem bereits vorher die Zockgftet) Herrschaften: Se. Kaiserlirhe und Königliche Hoheit der
ronprmz, Ihre Königlichen Hoheiten die Prinzen Carl, Friedrich Carl, Prinz und Prinzessin Albrecht eingetroffen waren. Se. Majestät weilten mit Sr. Königlichen Hoheit dem Prinzen Leopold von Bayern bis zum Schlusse der Vorsteüung in der kleinen Königlichen Loge, während die anderen Fiirftlichkeiten in der großen Loge Plaß genommen hatten; auch Feldmarschail Graf Moltke war gegenwärtig. Kurz vor 10 Uhr erfolgte die Rückfahrt nach dem Refidenzschloffe.
Abends, gleich nach 10 Uhr, brachte der Hannoversche Män- nergesangverein dem General-Feldmarschall Grafen von Moltke vor dem ,Hotel_ Royal“, von dessen Zinnen bengalisthe Flammen ßrahlten, em Standchen. Graf Moltke, derwährendderSerenade auf de_m Balkon stand, trat unter die Sänger, dankte für die ihm er- wiexene Aufwerksamkeit und brachte ein Hoch aus auf Se. Ma- ]eftat den Kaiser. Mit Hochs auf Se. Majestät und den Feld- marschali trennie fick) die Versammlung.
Gestern frul) 8i Uhr fuhren Se. Majestäi der Kaiser nach dem_ Altenbekxner Bahnhofs am Misburgerdamme; auf dem feßbcb geschmuckten Perron von den bereits vorher angelangten Hochsten_1xnd Hohen Herrschaften, dem Ober-Präfidenien und der Generalttat empfangen, bestiegen Se. Majestät um 8 Uhr 45 Mi- n_uten den Extrazug, Um zum Manöver nach Weezen abzureisen' sammtlicl)? fremdherrltche Offiziere, sowie der Große Generalstab nahmen in demselben Vlad. Feldmarschall Graf Moltke war mit den Offizieren des Generalstabes in einem reich geschmückten Waggon der Pferdebahn bis vor den Eingang zum Altenbekener Bahnhof gelangt.
Teiegraphisch wird von geßern Abend aus Hannover berich- tet: Bei dem heUtian Feldmanbver in der Gegend von Weeßen niihmen Se. Ma1efiat der Kaiser und König im Kloster Wen- nigsen MULL; einem großen Zslte das Dejeuuer ein. Am Schluß des quovers durchritten Se. Majestät die Bivvuaks der beiden gegen einander _operirenden Corps.
_ S_e. Majestät der Kaiser und König und Se. Ka1serl1che_ und Königliche Hoheit der Kronprinz find von dem heutigen Manöver Abends 6 Uhr mit der "Alten- bekener Bahn _hierber zurückgekehrt. Se. Majestät werden auch morgen Vormritagrochmals den Manövern beiwohnen. Die Abreise nach Kiel ist anf morgen Nachmittag 2 Uhr festgeseßt.
__ Se. quesxäi der Kaiser und König Haben in einem _Sehrerbexi an die ßadttschen Behörden von Meiningen Allerhöchst- 1hre Theilnahme fur das Brandunglück, welches die Stadt be- troffen, ausgesprochen und zur Linderung der Roth 3000 Mark an das Unterstuizungscomité überwiesen.
_ Fe. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronpr1nz_ beehrte am Donnerstag Nachmittag in Begleitung des Ober-Prasidenten Grafen zu Eukenburg den Senator Euse- mann niit einem Besuch und nahm dessen Sammlungen in Augenschein.
_ Die vereinigten Ausschüsse des Bundesraths ür Handebund Verkehr und für Rechnungswesen traten heute fzu einer Sißung zusammen.
_ Die voin Bundesraih einberufene Kommission zur Ausarbeirung des Entwurfs eines bürgerlichen Gesetzbuches fur das _Deutsche Reich ist am 17. d. M. unter dem VorfiH des Wirkl. Geheimen Rath und Präsidenten des Reichs-Oberhande1sgertchts Dr. Pap e hier zusammengetreten. Dieselbe bestehi aus folgenden Mitgliedern:
Derschetd, Kaiserlicher AppellationSgericbts - Nati]; 1)r. G_eb_ha_rd, Großherzoglich badischer Ministerial-Nath; Iohow, Kbniglicl) preußischer Ober-Tribunals-Ratb; Dr. von Kübel, Komglrck) wurftrmbergischer Ober-Tribunals - Direktor; Kurk- bgu_m_l[., Kon_1gl:ch preußischer Geheimer Iußiz-Rath; Pkanck, KrnzgliY preußischer AppeUationSgerichis-Rath; ])r. von Roth, K_onigli bayerischer brdentlicher Profeffor; 1)r. Schmitt, Kö- n_1g[1ck) bayerischer Minifterial-Rath; von Weber, Königlich sachsischer Ober-Appeilationsgerichts-Präfident; Dr. von Wind- s ch ULYs (YFßbxtrédJuh badischer dordeZilicher Professor.
_ “' U n er un irt er öni li reu i e Kreis- gerichis-Rath Neubauer. g g ck p ßsth
_ Das Gxseß (für Elsaß-Loihringen), betreffend Abände- rungen der Gertckgtsverfassung, vom 14. Juli 1871, hat durch L_. 10 als Geschaftssprache der Gerichte und gerichtlichen _eamtexi m Eisaß-Lot ringen die deutsche Sprache einge- fiihrt, ]edoch m den fo genden Paragraphén gewisse zur Ver- :mttelung des Uebergangs nothwendige AUSUahmen von dieser RegeiZ gch§iter
u iesen AUSUahmen gehört, daß: 1) dur . 13, Absaß 1 und 2, unter gewissen Voraussebungen detcih NZtaren, 2) durch §. 14_ den damals schon angesteliten Anwälten und zur vollen Praxis zugelassenen Advokaten für die erften drei Jahre gestattet wurde, statt der deutschen fich der franzöfischen Sprcrche zu bedienen, eine Erlaubniß, welche für die gedachten Anwalte rind Advokaten durch §. 3 _Absah 3 des Geseßes, be- treffend dt_e amtliche Geschastssprache, vom 31. März 1872, auf die muzidltchen Verhandlungen vor den BezirkSräthen und dem Kaiserlichen Raihe ausgedehnt worden ist. Mit dem 1. Oktober 11. _I. endet diese UebergangSperiode, und es tritt die Ver- p_flichtung zunz amtlichen Gebrauche der deutschen Sprache UU. Hinsichtlich der Notare und Anwälte steht dem Lem Bedenken entgrgen. Dagegen befinden sich unter den zz; dieser Kaxegorte _gehörigen Advokaien mehare, welche nur franzofisch_zu_pladiren im Stand:: sind, und welche daher, wenn jene er unßz ung a_u§h fur sie fortan fortfallen solite, genöthigt sein wur en, 1 re Thgtigkeit an den Gerichten in Elsaß-Lothringen einzußellen. Dies wurde aber nicht blos eine Härte gegen die davzm Betroffenen sxin,_ welche eine se empfindliche Störun in ihren LebensverLalimffen erleiden mu ten, wäZrend fie durZ ihr bisheriges Ver_leiben_ im Laudx und ihre ienstleistungen Ans ruch auf Beruckfichtigung erworben haben; es würde auch info ern. von allgemeinem Nachtheil sein, als zurErlediéung der Rechtösachm in Erntanßxelung emer genügenden Anza anderer
Durch die im amilichen Theile d. Bl. beute veröffentlichte Verordnung vom 17. d. M. wird der Reichskanzler ermächtigt, zu G_unsten der Betheiligten die Frist für den Gebrauch der franzosischen Sprache zu verlängern.
Das Gesetz vom 14. Juli 1871 hat ferner örtliche Nus- nabmen bestimmt, indem es in § 15 einige Friedens- grriclzts-Bezirke namhaft macht, in welchen die friedensge- richtlichen Verhandlungen und Urtheile in französischer Sprache erfolgen_ und den Notaren und GerichtSvoll- ziehern _gestattet ist, ihre Verhandlung und Beurkundungen m franzosischer Sprache_ abzufaffen. Der Grund dieser Aus- nahmebesttinmungen, namlich die Thatsache, daß der überwie- gende Theti der Berölkerung dieser Bezirke nur die französische Sprache versieht, 1r1fft_nun auch in einzelnen außerhalb dieser Bezirke gelegenen Gemeinden zu. Die Verordnung vom 17. d. M.
gen des §. 15 bezüglich der Verhandlungen und Beurkundun- gen der Notare und Gericht6vollzieber auszudebnen.
Jin Anschluß hieran überträgt die Verordnung vom 17 . d. M. noch die Jestseßung der bis jeßt nicbt bestimmten Zeit, zu wel- cher dte_ in dem §. 15 enthaltenen, obenerwähnten AuMahmen aufzuhoren haben, dem Reichskanzler.
_ Ir) der Woche vom 30. August bis 5. September 1874 ßnd geprggt worden an Goldmünzen: 2,868,320 Mark 20-Mark11ucke; an Silbermünzen: 486,165 Mark 1-Mark- stucke, 63,618 Mark 60 Pf.-20-Pfennigftücke; an Nickelmün- zen: 89,056 Mark 60 Pf. 10-Pfennigstücke, 16,202 Mark 50 Pf. 5-P_fenxngstuche; __ an Kupfermünzen: 67,241 Mark 66 Pf. 2-Pfenmzzftucke; 28,227 Mark 32 Pf. 1-Pfennigftücke. Vorher wa- rezi gepragt: an Goldmünzen: 860,341,960 Mark 20-Mark- stucke, 205,748,740 Mark 10-Markstücke; an Silbermünzen: 23980694 Mark 1-Markstücke, 7,312,418 Mark 80 Pf. 20- Pfennigstricke; an Nickelmünzen: 3,500,852 Mark 10 Ps. 10- Psenmgftucke, 518,816 Mark 90 Pf. 5-Pfennigstücke; an Kupfer- munzen: 789,759 Mark 51 Pf. 2-Pfennigftiicke, 340,438 Mark 20 Pf,_1-Pfenmgftucke. Mithin smd im Ganzen geprägt: an Goldmunzen: 863210280 Mark 20-Markftücke, 205,748,740 Mark 10-Markftucke; an Silbermünzen: 24,466,859 Mark 1-_Mark[tucke, 7,376,037 Mark 40 Pf. 20-Pfennigstücke; an Ntckelmunzen: 3,589,908 Mark 70 Ps. 10-Pfennigstücke, 535,019 Mark 40 Pf. 5-Pfennigstücke; an Kupfermünzen: 857,001 Mark 17 Pf. 2-Pfennigftiicke, 368,665 Mark 52 Pf. 1 - Pfenmgstucke. Gesammiausprägung: an Goldmünzen: 1,068,959,020 _Marx ; an Silbermünzen: 31,842,896 Mark 40_ Pf.; an Nickelmunzen: 4,124,928 Mark 10 Pf.; an Kupfer- munzen 1,225,666 Mark 69 Ps.
_ __Die_ ge_stern erwähnte Verfügung des Königlichen Re- gierungs-Praszdmms zu Potsdam, betreffend die Abkürzung drr fur die_ Bekanntmachung der Aufgebote be- stimmten Fristen, lautet wörtlich:
_ _ _ Potsdam, den 16. September 1874.
Anltegend tbeilen Wir drm ngistrat 16 Druckexemplare einer auf nxiscre Veranlassung _vvrx dem Königlichen Konsistorium in Berlin an die dortigen Pfarrgexstltében unterm 10. d. M. erlassenen Verfügung ziir gxfauigen Kenntmßn_ahme ergebenst mit, welche den Zweck ai, für diejenigen Brauipaare in Berlin, die sich beim Ablauf des 5 onais Septembxr bereits einmal, zivei- oder dreimalbaben kirchliél) aufbieien Fffen, eine Verzögerung der Eheschließung in Folge des durch das „;_nkraftireten des Geseßes vom 9. Marz 1). Is. n_otl)wendig Werdenden burgerltcben Aufgebois (§. 27 des gedachten Geießes) möglichst vor- zubeugen. _Unter Bezugn e aur den Inhalt dieser Verfügung ersuchen Wir dxn Mag t und ermächtigen denselben zugleich auf Grund des 5. 33 desGejeßes vom 9. März d. I., die dortigen Signdeöbeamten nach erfolgter Einführunxi in ihre Aemier unter Mit- theilung der bon den Pfgrrgeistiicben empfangenen Anträge in unserm Namen ge_fc_i[ligst anzuweisen, daß fie, ohne Weitere spezielle Anträge der Betheiligtrn abzuwarten, sofort am 1. Oktober 1). I. das bürger- liche Airfgebot der ihnen bezeichneten Brautpaare mit estseßung soi- cher Fristen bekannt machen, daß die Schließung der be unter den am 27. September zum ersten, Zweiten oder dritten Male kirchlich Ziafgkebotenen resp. schon vom 1 ., 5. und 3. Oktober ab stattfin-
en ann.
Zugleich empfehlen wir dem Magistrat bezüglich der für die Durchfuhrung dieser Maßregel nöthigen Vorbereitungen au Bureau- Arbeiteu :c. zivcckdiexilxchx Anordnungen zu treffen.
_ KomgFiiFes Re iJiantsßPräfidium.
r r. v. o eim.
An den Mggistrai in Berlin.
_ Das Komgbche Konsistorium der Provinz Brandenburg hat m derselbeir Angelegenheit an die Pfarrgeistlichen Berlins fol- gende Verfugung erlassen: -
_ Berlin, den 10. Skpiember 1874.
Durch ixnsere Verfugixngrom 20. v. Mis. (Amtl. Miffy. Seite 80) haben Wir die Herren Geistlichen bereits auf die Schwierigkeiten hiu- geWie_s-:n,_ Welche die m_it dem Schluß dieses Monais eintretende Notb- wendtgkeit des bürgerlichen Außgebois der Eheschließung in den ersten Tagen des Oktober e_ntgegenst? xn wird. Dieselben Werden um so fuhibarer,_ je zahlreicher sich in Jblge des Wohnungs- und Dirnst- rve_ch_sels die Eléeschließungen gerade m der gedachten Zeit zusammen- drangen, so da _ soliten vrm_ 1. bis zum 15. Oktober solche nicbt siqiiftnden können _ ZM verfruLtes Zusammenziehen dcr Brautleute Mit den fich _daxan kxiupferden edenklicben Folgen in vielen Fällen scbmer verxneidiich sem wrrd. Wir empfehlen da[ er wiederholt, für alle diejenigen Paare, deren Aufgebot am Sonntag, den 27. September, VoÜendet Ut, die Vornahme der Trauung in den Tagen vom 28. bis zum 30. September tbynlixhst zu fördern.
_ Um aber aucb fizr d1e1emgen Paare, deren kirchliches Aufgebot im September 11qu mxbt vollendet ist, oder deren Trauung bis um 30. Sspicmber Hindernisse enigegensteb_en_, _die tbunlichst frühzeitige Eheschließung zu ermöglichen, bat das_Komgere Regierungs-Präfidium u Pytödam als Aufsisbtsbehords Fur die iesigeu Siandeöbeamten i_ch m dan_kensw_erther Bercitimlltg eit erboten, genereli die Fristen ur das bitxgerlicbe Aufgeboi der Anfangs Oktober zu trauenden aare abzukurzen, und zivar in der Weise, daß die am 27. Septem- er zum ersten Male Aufgeboienen bereits vom 12. Oktober ab, die am 27. September _zum zweiten Male Aufgebotenen bereits vom 5. Oktober ab und die am 27. September zum dritten Male Aufge- boienen bereiis am 2. oder 3. Oktober die bürgerliche E es ließung vorncbmen konnen und mzunschen deren bür etliches Au ge ot vom 1. Oktober ab“»)ne besondxren Antrag_ der et eiligten veranlaßt wird. Es beschränkt fich dt_ese9_ BMLfi mm edo lediglich auf die- ?emgm Brautpaare, deren bu erliches uf e ot nach Z. 29 des Ge- eses v_om 9. Marz 1874 auss ließiich in erlin zu e olgen hat.
_ Fur_jedes_Brautpaar,_wel es hiernach behufs der Ermöglichung sxmer bgrgrrltchen E Zschließuug „zwischen dem 1. und 15. Oktober eme Abkiirzung der urgerlicben Aufgebotsfrist in Anspruch nimmt, sind auf einem besonderen Bogen [gende Angaben zu machen:
1) Vor- und Zunamen des rauiigams; Stand oder Griverbe und Wohnung desselben, Tag, Jahr und Ort seiner Geburt;
_ 2)_ Vor- und Zunamen, Stand und Wohnung des Vaters des Brautigams,"
_ 3)_ Vor- und Zunamen, Stand und Wohnung der Mutter des BraiJgÉms; d 3
or- an unamen der Braut; Stand oder GWerbe und Wohuun derselben, Tag, Jahr und Ort ihrer Geburt;
Advokaten jene _ wen s ur Zeit na _ werden können". gßen 3 ch ni t entbehrt
5) or- und Zunamen, Stand und Wohnort des Vaters der
gestattet dem Reichskanzler, auf diese Gcmeinden die Bestimmun=“
a Ft) Vor- und Zunamen, Stand und Wohnung der Mutter der
Br .
(Ist einer der Eltern des Brautpaars verstorben, o i dies unter Angabe der Zeit i_md des Orts des Todes zu vrrmerfken.)st
Das Brautpaar wird aufgeboten in der ........ Kirche am . . . ASevZethxr _er _ _ d (_
_ nge e e m o gen e urz' zu spezifizircnde) Urkunden, (Tauf- scheme, etwaige Todteascheine der Eltern, die bei eb a t der Eltern od_er des Vormundes 2c,). 8 r ck eu Kousenfe seg _Ynterschrist des Geistlichen unter Beidrückung des Kirchen- r e .
Die beigebrachien Urkunden find dem Bogen sor fälii an n- LeZt-sä, nqÉdem über ihren Inhalt Notiz zu den Kirchengaiieug zur&-
e a en 1 .
Die gesammelten Anträge sind mit einem Umscbla unter der Ueberschrift „Anträge auf Abkürzung_der Frist“ für dasgbürgerlicbe zL_l_ufgx_Zot“'S zyt? v_ersel)en Ynd ZKne'TelieFßsAnsYäben späte_s_i_ens bis
in „ . e euzier „a_n_ en (191 ra terger au t- und erden- stadi, Byrexiu fur Civiljtandsfachen“ einzusenden. p s z
Dietemgen Brautpaare, derexi kirchliches Aufgebot im September nsch nicht begonnen _bat, oder die erst nach dem 15. Oktober getraut sein woxien, haben ihre Atikrage auf das vorgeschriebene bürgerliche „ Aufgebot direkt an den zusiaridigen Standesbeamten zu richten. Königliches Konsistorium.
_ _ Hegel. An sammtlicbe Herren Pfarrgeistlicben der Stadt Berlin.
_ Der int_ernationale Poftkongreß in Bern, der am 15. d. M. seine Verhandlungen begann, hat der „N. Zürch. Ztg.“ zufolY folgendes Reglement angenommen:
. Jeder taat _oder jede Postvenvaltung kann sich durch einen oder mehrere „Delegirte rder auch durch die Delegirten eines andern Staates oder_eme_r andern Verwaltung vertreten lassen.
_ Immerhin konnen der oder die De_legirien eines Staates oder einer Verwaltung nur mti _der Reprä1entation von zWei Staaten oder Verwaltungerz mii_ Ein1chluß derjenigen, von der sie delegirk sind, beauftragt sem; die den Delegirien beigegebenen Beamten sind zu den Stßungewzugelqssen, h_aben aber nicht das Reck)t, an der Dis- ku_sfion_ode_r Abstimmung Think zu nehmen. Die franzöfijcheSprache Wird fur die Diskussion und die Akten der Konferenz angenommen. Das den Staaten und Verwaltungen mitgetheilte Vertragöobjekt dient als Grundlaxze der_ Beratbungen. Jedrr Delegirie kann an der Dis- kgssioxi uber die der Konferenz unterstellten Anträge Theik nehmen; fur die Abstimmung bat eder Delegirtx der kontrabirenden Staaten resp. Verwaltirngen das _ echt einer einzigen Stimme, sei es, daß me_k)rere_ Delegirte den gleichen_ Staat oder die gleiche VerWaltuns re- p_ras_entiren, sei es, daß zwei Staaten oder VerWaliungen nur eine einzige _Delegaiion haben.
_ Em Delegirter, der durch _Kraükheit verhindert ist, der Konferenz beizuwohnen, h_at d_as Recbi, dreDelegation eines andern Staates oder Verwaltung mit semch Stimme zu betrauen.
Jr der Regel Wird in den Protokoueu nur das aligemeine Ganze der Sitzungen reproduztrt, die Angabe der Anträge mit einem Résumé der unterstußenden Mthe und das , Resultat der Berathungen. Es hat jedoch “Zeder Delegate das Recht, eine * analytische oder wörtliche Aufnahme eder v_on i_hm abgegebenen Erklärung in das Protokou zu verlangen. Aber in diesem FaÜe_ bat er sie selbst schriftlich noch am Abend mich der Sißzmg abzuliefern. Jeder in- Veraihung geseßie Antrag_iv1rd der Abstimmung unterstellt.
_ Die Abstimmung ges.!)ieht unter Namenöaufruf nach der alpha- betischen Ordnung der vertretenen Staaten oder Verwaltungen. Der Kixngreß kann die_ seiner _Beraibung unterbreiteten Fragen zur Vor- Prufung an SpFialkommisfionen _weisen. Jedes Mitglied des Kon- gresses hat das_ _ecbt, den Kommissionssitzungen beizuwohnen, immer- hin obne Beibeiligung an der Diskussion.
Das Resultat der Beraihungen des Kongresses wird zulsammen- gestellt m emxm Vertragsproxeki, Welches Gegenstand einer fcb ießiichen GeFammtabftrwnmng sem Wird. Die Annahme dieser Kimbeniion bleibt abhangig von der__ Grnebmrgung der konirabirenden Regie- rungen, welche m_ den gewohnlichen Formen angetauscht Werden muß.
Wetter berichtet das genannte Blatt über die Sißung vom 16. September:
Der Kongreß hat eine vorläufige artikelWLife Berathung über das Konventionsprojrkt gehalten, Welches den allgemeinen Verathungen zu Grunde gelegt Werden soll.
Unter Llndcrnx wiirden folgende Beschlüsse gefaßt:
_ Es werden einheitliche_Taxen für das ganze Gebiet der posta- lischen Union a1xfgeste_lit;_diese Taxen Werden festgestekii, Wenn die Transitfrage_geloft se1i_1_Wir_d. Immerhin wird der Grundsa festge- stelii, daß die Taxrn sur die Korrespondenzkarten nicht die Halfte der gewobniichrn frankirten Briefe übersteigrn dürfen,
_ Die emfacbe Taxe gilt für jeden 15 Grammes schWeren Brief, fUr die O_rucxsacben, Waarenmuster, Gcscbäfiöpapiereu (yayisra äatkzÖrsZ) YK 1e 50_Gract_t_1me_s.
_ a axima gswi t er Brief- oi ? en iände wurde an 1 Kilogramm festgestellt. P sg 9 s f
_ Die_p_ermanente Kommission des internatio- Yalen statistischen Kongresses, über deren Aufgaben und ubxr deren Zusammeniritt zu Stockholm am 27. August seiner Ze_rt berichtet worden ist, hat am 4. September ihre diesjährigen Sißimgen zU Ende geführt. Die Arbeiten der Kommission waren zunacßst bestimmt, den Verhandlungen des im Jahre 1875 zu Budayest statifindenden Kongresses ein genügend vorbereitetes Material zu lieYern und bestanden dann in einem Austausche von Anfichten uber verschiedene technische Fragen der Statistik. Auf der Tagesordnung des nächsten Kongresses im Jahre 1875 sbllen, drm „St. A. f. W.“ zufolge, die Fragen erscheinen über die Einfuhrungdes Unterrichts in der Statistik in den Schulen, um einerseitsdie Kenntniß von der Met ode und den Resultaten drr Staxiftik in weiteren Kreisen „zu ver reiten, und andererseits die_Bevolkerung selbst immer mehr zur Mitwirkung bei den Frilisttschrn Erhebungen heranziehen zu können, _ ferner über
ie Ermitteliing der Todesursachen nicht sowohl nach medizinischen,
als nach_ sbzralen Gesichtspunkten, wobei sich z. B. ergeben wird, daß zufcxlltge Todesfalle m der“ industriellen Bevölkerung keines- wegs haufiger vorxommen, als in ackerbautreibenden Landes- theilen,_ __ uber die Gewmmkng der beften Grundlage für Mortalitaistabellew' _ sodann die Frage nach der richtigsten Anla_ge_ emer Agrtiuiiur- und Forststatistik, nach der fiir die Statistik brauchbaren chissifikation der GeWerbe; auch verschiedene Fragen _aus dem Gebiete der Iuftizstaiißik. Ueber alle diese Gegenstande sind Gutachten eingezogen worden und bat die per- manente Kommefion auf Grund der in Stockholm statt- gehgbten Berat un en die Referenten beseichnet, welche daruber_ dem KoizgreJse berichten sollen. Die Kommi-"ston hat sich weiter damit einverftanden ge'eigt, daß nach einem Vorschlage_ des bekannten amerikam'cZen Kommodore Mcxuri), des _Begrunders der Phy 1" des eeres, _auf eiiie „engere Verbindung der meteoro o schen Beobachtungen und * der iiaiifti chen Erhebunßen über ie Ernieausfichten und dieErnten 1elbs_t mzuwirken „sei; sie ist dem AntragssdesG? einten Ober- Ne _:ecungs-Raths ])r. Engel beigetreten, .' daß Ei eitungen „ 'e- rr:- en_werden fyllrn' um- bis .zuni.-Koiigre.ß in Budapest ene Stati k der Dampfkessel und, D ßnaschinen in aikenLändem der rde zu .1iefern,
_ _ 100.3ahr'e e deni die Dampfkr't uer praktisch in_“ der Jitdquié EingaFg denYat,“ stndgfälsz WL fang einer mternatron -en Gewerbe tati ik, wie mich der seit 1861
Braut ;
nicht “me r wiederholten Industrieftatiftik Deut chlands. Das VerzeichnkZß der Waarenartikel, welche von größxrer Bedeutung
“Pflicht der Pietät erachtet, das Andenken des im Laufe des [eß-
_ Hamilton, während des ganzen Sommers von hier abwesend
„ Reise der Großherzoglichen Teri:
für den internationalen Welthandel, von der Stati ik alier handel- treibenden Staaten gleichmäßig und je für | angeschrieben werden sollen, iß seinem Abschluffe durch die Kommission näher gebracht worden, und es bedarf nur noch der lebten Genehmi- gung durch den Kongreß. Endlich hat die Kommission für eine
im Jahres verstorbenen Altmeisters der Staiiflik, des Verfassers "des Buches iiber den Menschen, A. Quetelet, bei dem Kongresse in angemessener Weise in ehrendfte Erinnerung zu bringen. Was sonst noch in den Sißungen der Kommission verhandelt worden ist, bestand in Erörterungen über die Foriführung des großen Werkes der vergleichenden internationalen Statistik, von welcher einige Abschnitte bis zum Kongreß in Budapest fertig werden vorgelegt wkrden.können, sowie in dem Austauschs der Ansichten über einige Fragen der statistischen Technik, Ceniralisa- tion oder Decentralisation der Statistik, Anwendung der graphi- schen Methode 11. dergl. ' und über die Mittel und Wege einer sicheren Bestimmung der Nationalitätsverhältniffe bei den Volks- zählungen in den Staaten mit verschiedenen Nationalitäten.
_ Der Königlich italienische Gesandte in St. Petersburg, “Marquis Incontrie, ist heute früh von dort auf der Durch- reise nach Rom hier eingetroffen und im Hotel Royal ab- gestiegen.
_ Der Kaiserlich russische General und Chef des General- stabes Fürst Imeretis, welcher eiyiige Tage in Berlin ver- weilte, ist gestern friih von hier nach Paris abgereist.
_ Der Oberst-Lieuienant und Abtheilungs-Chef im Kriegs- Minißerium Krause, welcher sich behufs Inspizirung drr Pulverfabrik zu Neisse und der Artilierie-Werkstatt zu Danzig auf Dienftreisen begeben hatte, _ist von dort hierher zurückgekehrt,
_ Im Laufe des gestrigen Tages rückten vom Manöver- “ierrain hier wieder ein: Das 2. Garde-Regiment zu Fuß, das Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment Nr. 1, das Garde- Kürasfier-Regiment, das 1. Garde-Dragoner-Regiment, das 2. Garde-Feld-Ariillerie-Regiment, die Lebr-Batierie sowie endlich die 1. und 3. Compagnie des Garde-Pionier-Batailions, und “smd nunmehr sämmiliche Truppen der Garnison aus dem Ma- Uöver hierher zurückgekehrt.
Bayern. München, 16. September. Der für den hie- sigen Königlichen Hof neuernannie Gesandte des Königs _von Sachsen, General v. Fabrice, ist gestern Abend aus Bruffek hier eingetroffen, wird jedoch schon morgen München wieder ver- iaffen und zur Uebérnahme der Gesandtschafr eift im nachsten Monat wieder hier eintreffen. Der bisherige sacbfisclze Gesandte, Graf v. Könneriß, verläßt die Stadt gegen Ende die es Mo- nats und wird fick) zunächst nach Stutigart und Darm ad_t be- geben, um auch dort seine Abberufungsstbreiben zu überreichen.
_ Der Staats-Minifter des Aeußern hgt _geneb- Migt, daß die Sendungen für die Abgebrannten in Meiningen, welche an das dorti e Hülfscomiiéz adresfirt werdeii, auf den bayerischen SiaatsbaZnen taxfrei befördert werden durfen.
Sachsen. Dresden, 18. September. Der König, welcher fick] am 15. d. M. zur Hirschjagd auf Schandauer und Cunnersdorfer Revier nach Schandau begeben hatte, ist gestern “Abend von dort nach Pillniß zurückgekehrt.
Württemberg. Stuttgart, 17. September. Die heute ausgegebene Nr. 22 des Regierungsblaties enthalt die Königliche Verordnung, betreffend die Wiriwng der_ _von den deutschen Gymnasien ausgestellten Maturitatszru m] e, vom 9. September 1874; eine Bekanntmachung des Mm siei ums des Innern, betreffend die „Krippe“ in Stuttgart, vom 28. August 1874; und eine Verfii ung der Ministerien des Innern und _der Finanzen, beireYend die Außercoursseßung der Zweiguidrnstucke süddeutscher Wä rung, vom 1. August 1874.
Baden. Karlsruhe, 17. September. Der „Präsident “des Großherzoglichen Finanz-Ministeriums, Staatsrath Ell- ftätter, ist heute zur Theilnahme an den Berathungen der BundesraihsausschÜffe nach Berlin abgereist. _
_ Im Großherzoglichen Handels-Ministerium hat gestern unter Mitwirkung des Referenten des Großherzogiicben Finanz-Ministeriums über den vom Reichskanzler-Amt bearbeiteten Entwurf eines Bankgeseßes eine eingehend: Beraihung statt- gefunden, an welcher nebst einem Vertreter der Badischen_Bank auch Beiräthe aus dem Handelsstande des Landes Theil ge- “nommen haben.
Baden, 15.September. Prinz Liisxander von Hessen ift mit seiner Gemahlin von Darmstadt hier eingetroffewund im englischen Hofe abgestiegen. Auch die Erbprinzesstn von *Monaco, welche eben sowie ihre Mutter, die Herzogin von
gewesen war, ist wieder hierher zurückgekehrt; die Herzogin von Hamilton wird heute Abend hier eintreffen. -
Hessen. Darmßadt, 17. September. Der Groß- Yerzog ist heute Vormittag im besten Wohlsein wieder hier einge- Froffen. _ Prinz Ludwig ift wieder im Iagdschloß Kranich- stein angekommen, nachdem derselbe geftern bei dem leisten Ma- Uöver in der Gegend von Windecken-Koßdorf das Nord-Corps Xommandirt hatte. -
_ Im Laufe des vorigen Jahres wurde die Frage der Er- höhung der Hundesteuer im steuerlichen und polizeilichen Interesse Seitens des Ausschusses der Zweiten Kammer angeregt, und im Mai d. I. erfolgte ein Geseßentwurf, welcher _Seitens der Landstände angenommen wurde. Das neueste Regierungs- blatt publizirt das neue, mit dem 1. Januar 1875 in Kraft tretende Ges e über die Hundesteuer,- welche yon zwei Gulden auf fünf Mar erhöht wird. Den Gemeinden ist ebenfalls die “Erhebung einer Abgabe für das Halten von Hunden im gleichen Betrage geftattet, und müf'en auch S afhirten, welche früher eine niedere Steuer entrichteten, den glei en Betrag bezahlen.
_ Dem Vernehmen des „Frkf. I.“ nach hat der Ausschuß für die Kirchengeseße seine Arbeiten soweit beendigt, daß am 19. d. M. mit dem Ministerium eine gemeinschaftliche Sitzung zur Verhandlung we en der in Aussicht genommenen Verbes-erungs-Vorsckzläge ßarrthiden kann.
_ Bei der am 15. wegen Ausscheidens des Ober-Srhul- rat s Greim, nöthig gewordenen Neuwahl in Offenbach wurde Ho g-erichis-Advokat Weber mit. 34 gegen 6 Stimmen zum Ab- geordneten der Ziveiten Kammer xrwahlt, nachdem Hr. Kugler "vorher abYelehnt hatte, ' .
_ 1 . September. Gestern Abmd ift das erfie Großher- zogliche Infanterie- (Leibgarde-) Regiment von den Manovern wieder in hiesiger Stadt eingerückt.
Mecklenburg. NeußrelkZ, 12. S tember. Ueber die
dem Erbgroßberzoge zusammengetroffen sind, von wo der Groß- herzog über Paris nach dem Seebade Biarriß bei Bayonne, die Großherzogin nach. London zum Besuch der noch immer leiden- den Herzogin von Cambridge, und der Erbgroßherzog nach Schloß Rumpenheim sich begeben haben.
Sarhfen-Coburg-Gotha. Coburg, 17. September. Gestern wurde hier in der Hauptkirche zu St. Moriß die 29. Hauptversammlung des Coburger LandeSvereins der Gustav- leolph-Stiftung unter dem Vorfiße des Konßstorial-Raths Mülier abgehalten. Die Fefirede hielt der Archidiakonus Müller. Das für das Ausland bestimmte Drittel der Jahreseinnahme wurde den Gemeinden Neustadt a. d. Saale und Zawidowice in Posen, das für das Inland bestimmte Drittel der Schulgemeinde Mönchrbden und den Pfarrgemeinden Ebersdorf und Weißrnbrunn v. W. zugewiefen. Zum Vertrrier des Landesvereins Coburg-Gotha bei der bevorstehenden Haupt- versammlung in Stuttgari wurde Konfiftoriai-Rath Müller von Hier ertvählt,
Neuß. Gera, 17. September. In vorleßter Nacht ist das hier garnisonirende Bataillon vom Manöver wieder zurück- gekehrt. _ Ende dieses Monais wird die Thüringer Lehrer- versammlung hier tagen, und sind dafür längst schon ent- sprechende Vorbereitungen geiroffen.
Lübeck, 18. September. (Lüb. Ztg.) Heute haben die leßten Truppen die Stadt vérlaffen; das sck)leswig-holsteinische Füfilier-Regiment Nr. 86 wurde mit der Eutiner Bahn beför- dert; der Regiments-Stab und die ]. Abtheilung dcs Feid-Ar- iiÜerie-Regiments Nr. 9, sowie das Train-Detachement marschir- im nach ihren Garnisonsorten. Ebenso ritten heute die 4 Es- kadrons dcs schleSwig=holsteinischeu Dragoner-Regiments Nr. 13 unter ihrem Oberst-Lieutenant 13. Werner nach ihrem Garnisons- ori Fiersburg zurück ; dieselben gelangen heute nach Gniffau, wo sie um 11 Uhr eintreffen, morgen nach Bornhöved und Sonnrag nack) Bordesholm, wi) Riihetag ist; das Offizier-Corps begiebt sich von dort theilweise rack) Kiel zu den dort während des Auf- enthaltes des Kaisers staitßndenden Festlichkeiten. _ Vormittags ritten die in der Umgegend einquartierten hannoverschen und schlcswig=holsteinischen Husaren, Nr. 15 und 16, hier durch.
Oesterreich = Ungarn. Wien, 18. September. Der Kais er ist am 16. d. M. gegen Mitternacht in Budapest cin- getroffen.
_ In der heutigen SiYung des hiesigen Gemeinderatbs wurde über das Zustandebringen eines Nationalgeschenks für die Mitglieder der österreichischen Nordpolexpedition be- raiben. Es wurde beantragt, daß die Gemeinde Wien fich mit 5000 Il. an die Spiße einer Subskription stellen und alle zu dem gedachten Zwecke einlaufendrn Gelder theils zur Vertheilung unter die SchiffSmannschast, theils dazu verwenden solle, daß den Offizieren und Gelehrten der Expedition dieb Möglichkeit ge- boten werde, ihre Erfahrungen für die Wissenschaft nuizbar zu machen, Sämmtlickze Städte und Gemeinden Oesterreichs sollen durch ein Rundschreiben des Bürgermeisters gleichfalls zur Ver- wiiligung von Beiträgen eingeladen, eine Aufforderung, in der- selben Weise in Ungarn die Initiative zu ergreifen, soi! an den Ober-Biirgermeifter von Budapest gerichtet, an die Bevölkerung von Wien soil ein besonderer Aufruf erlassen werden. Die vor- séehenden Anträge wurden einstimmig genehmigt und zu ihrer Ausfiihrung eine aus sechs Mitgliedem beß'shende Kommission gewählt. _ Der nieder - österreichische Landtag wird am 22. d. Über das Nationalgeschenk für die Expeditionsmitglieder gleich- falis beschließen.
Pest, 18. September. (W. T. B.) Der Uiiter Vorßß des Kaisers heute hier abgehaltene gemeinsame Ministerrat!) beschäftigte sick) mit der Berathung der Geireidezoll-Angelegenheit. Der Geireidezol] wird in Fol e der gepflogenen Berathungen vom 1. k. M. ab wieder einge oben werden.
_ 19. September. (W. T. B.) Der Kais er wird mor- gen Mittag in der Ofener Burg den neu ernannten sp_anisck)en Gesandten del Mazo zur Entgegennahme seiner Kreditive in feierlicheroAudienz empfangen.
SchWeiz. Bern, 16. September. Der Bundesrczih hat an sämmtliche eidgenössische Stände folgendes Krets- schreiben erlassen: _
Dcr Art. 15. im Auslieferungsvkrirage mit dem Deutschen Reiébe vom 24. Januar 1874 (A. S. neue Folge 1. 82) schreibt vor, daß dre Verurtbeiiungen wegen Verbrechen oder _Vergeben, Welche von Gerichts- böfen drs eincn Landis gegen Angehörige des andern ausgaiprochen werden, wechselseitig auf diplomatiscbem Wege _mitIFTibeiii werden folien und zivar durch vollständige oder außzugsweife _ iiibeiltmg des rechtskräftig geirordencn Uriheils an die Regierung deSumgen Landes, Welchem der Veruribeilte angrbört. _
Die Kaiserlich deutsche Regierung hat nun unserer Erivagung an- beimgestelli, ob es sich nicht empfehisn dürfte, dasixmge Form11_1ar_ ZU obigem Zwecke in Grbrauch “zu nehmen, welches zwischxn Deut1chiand und Italien bereiis srit 1871 mit Nußen verwendet wird. _
Wir finden dieses Formular um so annehmbargr als es mit dem- jenigen, das gegen Italien gebraucht wird, ganz gletcblciutend ist. _
Sie Werden eingeladen, Vorsorge zu _ireffeu, daß alle nx obigem Artikel erwähnten Siraiurtheile, wrlcbe m Ihrem auto_n uber An- gehörige des Deutschen Reiches erlassen Werden, in der erwahnten Form zur Weiterbeförderung hierher gelangen; __
_ Die uationalräihliche KommYfion uber den Geseßeniwnrf, betreffend Banknotenemission, at beschlossen, daß dte_vom BundeSratl) aufgestellten Bedingungen punkto BanknoteneMisfion gemildert und die im Eniwurfe aufgeßelltexi Bußen geßrrchen werden müssen. Das einbezahlte Aktienkapital soklte i_iaci) dem bundeSrätblichen Entwurf in 2 Millionen brstchen; die Kom- misfion wil! dasselbe indessen _auf eine Million reduzxren und bestimmt auch, daß für die als Deckung dienendeix Wechsel zwei solide Unterschriften genügen. Ebenso _wrzrde die S_olidaritat, welche der BundeSrath bezüglich _der_ Emlosung zivisshen den Noten der verschiedenen Banken emxuhren wollte, auf das rieß- jige Maß der Vermittlung zurückgefx§rr Außerdem sollen die kantonalen Geseke über Banknotene isswn in Kraft_ verbleiben, insofern fie nicht dem neuen eidgenössischen Ersetze wrdersprechen. In den Hauptpunkten wurde das von National-Rath Bucher von Burgdorf entworfene Geseß von der Kommisfion angenommen.
Großbritannien und Irland. London, 17. Sep- tember. Die Admiralität hat den Bau zweier nsuer Panzer- fregatten für die englisckze Marine anbefohlen. Di elben werden die Namen „Nelson“ und „Northampton“ er alien.
_ 18. September. (W. T. B.) Nach, einer eldung des
englische Lootsen und Kü-Öenwa ter
„Daily Telegraph“ haben _ _ __ geßem Abend unweit Soulhend (an der Thewsemun ung) as S_chif f „Notre Dame“ "angehalten, das, mit 4500 Gewehren
aften the't die N-.?p.“ mit, ie Großherzogin Échloß Rum-
daß der Großherzo _ _ _ ts. verlaffen haben und m Brussel mit
penhetm' am 9. d.
und mit 500 Kisten mit Munition_ befrach_tet war. Die Mann- schaft hat das Schiff den Küstenwachtern 'uberlaffen.
wurde bei 1" einer Mahon!
terstüßung leihen.
gen.
allgemeine Stimmrecht
dachte er der Stad“: St. Quentin,
beute Nbciid 6 Uhr angetreten. fügt- seiile) ftaiifinden sollen.
bose ein Banquet gegeben worden,
Portugal.
gelang, fie zu ersticken. den vorliegenden Angaben hervorgeht, in einer Stärke von
Orte verbanden sich diese Truppen und einer Escadron Kavallerie, ganze in Eftremoz statwnirte entwaffnen. ger Zeit
der Festung St. Julian am um später vor ein
Regiment sich empörte,
Sämmtliohe Offiziere rufen,
Italien. ist, wie sie schreibt, ermächtigt,
von Unierhandlungen des Luca in Siena zum Zwecke der
_ Am
zu können,
angekündigt werden. _ 19. September.
getroffrn worden sind.
in 5prozeniigen Obligationen von je
reduzirt. Die Einzahlungen dehnen 1875 aus.
der Bank und der türkis
speki wie folgt:
„Die Kreirung des obigen
Ausgaben des Reiches zu regeln insbesondere die Deckung der keiten der Regierung bei Um diesen Zweck
des Budgets, in welcher die Bank
überschreiten soll und bestimmt, daß,
[ UiFachen irgend eine Extra-Llussabe
Es lebe die Republik! empfangen. in seiner Anrede hervor, daß die arbeitsamen Schichten der Be- völkerimg von der Nationalversammlung eine Befestigung und Weitereniwickelung der gegenwärtigen Institutionen erwarteten; alle guten Bürger würden dem Marschali Mac Mahoii ibchn- Der republikanische Deputirte Henri Martin erschien an der Spiße einer Deputation aus dem Departemeni der Nissne, um dem „tapferen Soldaten“ seine Huldigungen darznbrin- Derselbe erklärte in seiner Ansprache, das Land sei be: rubigt, daffelbe fordere aber auch Sicherheit für die Zukunft und wünsche dir Exrkiitivgewalt des Marschaiis durch Einrichtungen vervollständigt zu sehen, die dem demokratischen Geiste kntsprä- chen, der ein konservativer für die Gesellschaft sei, unangetastet lasse. widerte, daß er mit der Unierstüßung aller guten Bürger die Arifgabe lbsrn werde, die ihm gestellt worden sei. über deren Felder er in der Erinnerung an die dort vorgefallenen kriegerischen Begebenheiten nicht ohne Gemüthsbrwegung seinen Weg genommen habe. Seine Rückreise nach Paris hat der Marschasl-Präfidcnt
des englischen Kanonenbooies „Fit)“ beiwohnien. Kanonenboote haben fich_nach Portugalete begeben.
Lissabon, 14. September. Berichterstatter der „Daily News“ berichtet von einer Truppen- Meuterei, die ansehnlichen Umfang angenommen Hatte, ehe es Am 8. September marschirte, wie aus
Lancier-Regimeni
Das genannte Regiment war sciwn seit eini- in aufsäsfiger Stimmung, und neiierdings kam es zu offenen Akten des Ungehorsams und der Jnsubordinaiion. Es wurde ein Kriegsgerici)t zusammengerufen und in Folge der angestellten Untersuchung wurden 117 Mann des Regimenrs als Rädclsführer bezeichnet. Diese Mannschaften wurden zunächst in Ausfluß des Tajo untergrbracht, KriegSgericht gestelit zu werden. Als das soilen die Einwohner von Estremoz vor den Tboren der Kaserne Zusammenroitungen gebildei und in jeder Beziehung ihre Sympathien zu erkennen gegeben haben. des Regimentes wurden nach Liffabon be- mit Achnabme eines Rittmeisters Brederode, seinen Lruicu die DiSziplin aufrechterhielt und dafür vom König mit dem Orden vom Thurm und Schwert dekorirt wurde.
Rom, 15. September. Die „Opinione“ auf das Bestimmtefte zu erkiären, daß die von Oppofitionsjonrnalen in Umlauf geseßten Gerüchte Justiz-Minifters mit dem Kardinal Versöhnung des Staates mir der Kirche ganz unbegründet find. Der Minister Siegelbewahrer kennt den genannien Kardinal gar nicht und bat ihn weder ge- sehen noch anderen Verkehr mit ihm gehabt. _ er weder in Siena Nock) anderwärts mit anderen Prälaten Unter- handlungen zu dem angedeuteten Zwecke gepflogen. _
15. wird der Minister-Präsideiii in Rom zurückerwartet. Man glaubt mit ziemlicher Gewißheit annehmen daß das Königliche Dekret, der Kammer auSsprickzt, am 23. in der „Gazzetta Ufficiale“ er- scheinen wird, und daß die Neuivahlen für den 8. November
(W. T. B.)
im Ministerium des Innern, L. Gerra, dem Auftrage nach Sizilien begeben, _ energiichc Ausführung der Maßregeln zit_uberwachen, _ _ _ züglich der öffentlichen Sicherheit kiirzlich vom Ministerium
Mit Bezug auf die neue Vereinbarung _ en Regierung zur Sicherung einer
gehörigen Kontrolle der tür ischen Finanzen äußert sich der Pro-
gegenwäriige Finanzverwaltungssqstem zu vereinfachen,
ihrer
zy bewerküeliigen, _ _ _ Konvention verfügt, das; die Bank die gesammten Reich9emkunfte von den Einnéhililien, die _in direkerVerbindung
e e t werden o en emp angen o . _ Jussßden Einkünften,die für den Dienft der öffexitltchen S_clzuld erforderlichen Fonds zu resermren und die durch eme Kommission
Frankreich. Paris, 18. September. Ueber die Reise des Marschall-Präsidenten wird aiisSt. Queniin vom heutigen Abend telegraphisck) gemeldet: Der MarsckyaÜ-Präfident Ankunft hier mit den Rufen: Es lebe Mac
Der Maire hob
nnd der das Der Marscball er-
Zugleicl] ge-
_ Ein neues Dekrrt des Marschalxs Mac Mabon ver- daß am 4. Oktober auch die Nciiwablen fiir den von der Regierung aiifgelbsten Generalrath dcr Vouchcc5=du-Rhone (Mar-
Spanien. Santander, 18. Septewber. (WTB) Den Offizieren der deutschen Kriegsschiffe „Albairos“ Und „Nau- tilus“ ist von den Bewohnern Bilbaos am doriigen Bahn-
welchem auch die Offizirre Die deutschen
Der hiefige
das 7. Infanterie-Rrgiment
600 Mann und ein Kommando vom 2. Regiment, weitere 200-Mann stark, nach Estremoz. Am [eßteren
mit 200 Mann Schüben
um dann zusammen das
Nr. 1 zu
der unier
Ebenso wenig hat
welches die Aiiflbsung
Der General-Sekreiär hai fick) gestern mit die gleichförmige und welche be-
Türkei. Die Ottomanische Bank hat den Prospekt der 5prozentigen türkischen Anleihe ausgegeben. _ der Anleihe beziffert fick) auf 15,900,000 Lftr., d. t. der durch den Kaiserlichen IradÉ autorifirten 40,000,000 Lstr.,
Der Betrag ein Theil
100 Lstr. Der Emissions-
preis ist auf 431/2 Prozent mit Zinsgrnuß vo_m 13. _Iuli 1874 ab festgrfteÜt, so daß sich der Nettopreis auf circa 420/8 Prozent
fich bis zum 13. Januar zwischen
Si aatskapitals ist ron
Sr. Kaiserlichen Majestät dem Sultan in Uebereinstimmng mit einer zwisihen der Kaiserlich oitomaniscben Regierung und der Bank abgeschloffenen Konvention sowie in Verfolg der in der Einleitung des im vorigen Juli promulcizirten Geseßes fur die Reform der Finanzverwaltung des Rei
regeln autorifirt worden. Die Konvention und das Gefeß sind zu dem Behufe au6gcarbeitet worden,
es angegebenen Maß-
um die Einkünfte und und zu adjuftiren, das und Verbindlich-
zu sichern. durch die
finanziellen
Fälligkeit wird mit der Bank Die Bank ift autorisirt,
ox officio repräsentirt sein
Holl, autorifirien Ausgaben zu leisten. Das Gese17 verfii t daß ein Verwaltungszweig in seinen Aus aben den 1111: da el, dem von der Kommission autorifirien udget b:st;mmten Betrag
be in
wenn aus ausnabmsweisen unerläßlich ist, das dieselbe