1874 / 226 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 26 Sep 1874 18:00:01 GMT) scan diff

und Aqsdauer aelk::;eu wird, den der niederländischen Herrschaft_ent- gegenge1eßteu Widerstand zu besiegen. Die Verhältnisse des indi1chen Archipels sind übrigens befriedigend. Die Kulmranlagen yersprechen einen beiriedigmdcu Ertrag. Jcb beabsicbiige Jhnm nächstens einen Antrag_zur Anlegung weiterer Eisenbahnen in Java zu_unterbreiten.

nWeitipdien find eichetxdes Fortschritts bemerkbar. Die finanzixlleu

erbältmffe dieser olonien zum Mutterlgnde gestalten sich günstiger. Verschiedene und wichtige Arbeiten beanwmcheu Ihre Mitxvnkung wäbrend der gegenwärtigen Sitzung. Möge Gottes Segen “_Us Ihrer Thätigkeit ruhen und das Wohl des Vaterlandes unser höchster Zazxck bl_et_ben_. Ich erkläre die ordentliche Sißuug der Generalxtaaten sur erotme .“

Großbritannien und Irland. London, 25. Sep- tember. (W. T, B.) Die „Times“ ist zu der Mittheilung ver- anlaßt, daß dsr Premier-Minifter DiHraeli in Folge eines ziemlich heftiizen BronchitiSanfaUs seine Abficht, Irland einen Besuch abzuftatten, für jeyt habe aufgeben müssen.

_ Demselben Blatts zufolge hat die türkische Regie- rung den Betrag von 140,000 Pfd. Sterl., den dieselbe der Varnaer Eisenbal)ngesellschaft für das Jahr 1873 garantirt hatte, an die leßtere auszahlen lassen; die „Times“ fügt hinzu, die gleiche Ende Juni dieses Jahrs.) fällig gewesene Summs würde dem Vernehmen nach ebenfaUs sofort ausbezahlt werden.

_ Dem „Globe“ zufolge hat zwischen der englischen und der spanischen Regierung eine Korrespondenz ßattge- funden wegen der Durchsuchung, die von spanischen Küsten- offizieren auf englischen Kauffabrteisthiffen vorgenommen worden war. Der „Globe“ fügt hinzu, England habe deshalb zwar keine Satisfaktion verlangt, jedoch die Erwartung ausgesprochen, daß die spanischen Offiziere künftig mit mehr Umfickyt zu Werke gehen würden.

Frankreich. Paris, 25. September. (W. T. V.) Die Abendblättkr veröffentlichen eine Zuschrift des Sekretärs des vormaligen Herzogs von Parma, in welcher die von der „Iberia“ gebrachte Erzählung von der angeblich zwisckzen dem Prinzen Don Carlos, dem Herzog von Parma und den Grafen von Caserta und Bari statjgehabten Berathung für voklständig unrichtig und fakscl) erklärr wird.

_ Ter „Motiiteur“ bringt eine Widerlegung der von aus- wärtigen Zeitungen gegen die französischen Behörden cm der Px) re- näengrcnze erhobenen Beschuldigungen. Es werden akle seit dem 22. Juni d. I. vorgekommenen FäUe aufgezählt, in denen für die Carlisten bestimmte Gegenstände mit Bsschlag belegt worden find, es wird férner konstatirt, daß die zu Lande eingeschleppte Kriegskomrebande in Folge der Schwie- rigkeiten, auf die das EiUsckzmuggeln derselben stößt, skhr unbe- deatend sei und dann hervorgehoben, daß aUe-Z carlistische KriegHmaterial zur See eingeführt we'rde. Es seien im Augen- blick 26 Schiffe fignalifirt, die von England, Antwerpen, Amster- dam, Bremen und Hamburg nach der kcmtabrischen Küste ab: gegangen seien. Tori würde deren in Waffén und Manition bestehende Ladung von carlistischen BarkeU in Empfang genom- men und gelandet.

_ Prinz Alfons von Asturien getroffen.

_ Thiers wird noob bis zum Dienstag in Grenoble ver- weilen und dann erft seine Reise nach Italien fortseßen.

_ Die ultramontanen und legitimistischen Journale von Paris und Angers fordern die Wähler des Departements Maine-et-Loire anf, fick) bei dcr morgen stattfindenden Nachwahl zur NatiMalversammkung der Abgabe ihrer Stimmen zu enthalten.

_ 26. September. (W. T. B.) Die „Semaine finan- cisre“ bestätigt, daß die Bank von Frankreich die Abficks bat, die L0-Frankbillets in dem Maße, wie solche zur Bank zurückfiießen, ganz aus dem Verkehre zurückzuziehen. Der im Januar 1). I. Noch in 628 Millionen bestehende Betrag dieser Bankbillexs beläuft sich gegenwärtig nur noch auf 500 MiÜionen. Die erst? Hauptversammlung deH Verbande-Z deut-

scher Architekten: uud Ingenieur-Vereine.

U].

ist gestern hier ein-

Abrbxisungen des Verbandes.

Dis Abtbcilung für Architkktur setzte im Marmorsaale unter _dcm Vorsitz? des Obec-Bauratb », Egsfl (UTZ Hannovér die Diskusion Über die acht Thesen bst Stadterweiterung fort. Der Re- fsreni Prof. Vaumsister aus KarlSrube syrach über die siebente Tbeie. Dis Deckung der KOstM für Siraßsnansagsn fäklt in kieinsn Orten der Stadtgemsinde zu, während in größeren Gemeindxn Die Privat-

eigenibümer mit zu dkn Gesammtkostkn herangezogen Werdsn. Damit *

fick) aber die Stadtgenxeinde nicht auf Kosten der Privatsn bercickxert und 1eZiere_ nicbt aux die notbdürftigstkn VerksbrSwsge beschränkt Werden, mm; ein Modus dsr Tbeilung erstrebt werdsn, dsr sich in dcr Mitte _des Maximums_ und Minimums der Kosten zu halten be- mübi 1st_. Ju Deutichiand übe man nur in Hamburg seit dem großen Brande die Method? Der Rechnung und Gegen- rechnung aus, Der Kcrrefsrent Ort*.) in Berlin will die Normab beiträge _ nicbt nach der_ Mßterzabk der Frontlänqe des G?- bäubeö „festge1etzi _wissen; ck11! ]éi der Wert[) des Gebäudes allein maßgebend, Dj_e Liebenie Theft: wurde darauf nach kurzer Dsbaite in folgexxder Famuyg angenommen: „.:-kr Stadigemsinde kommt die B?,fugm); zu, sicb Tür die Von ihr ausgewandten Kosten neuer Straßen rnit Zybsbör Deckung von Scitkn dcr anstoßenden Grunbeigentbümer zu ver1chassen._ Unter dkn betreFfenden finanziellen Normen empfehlen fi_ch, nczxnentiich WEM] bas Verfabren der Regulirung bsreits durchge- f_u_brt Ut, Normalbeiträge pro Meter der Frontlänge jedes Grund- stucks.“ _An der Debatte über die achte The1e betbeiligteu fich außer dem Referenten imd Korrefcrenten noch die Herren Aßmann, Boeck- mann und Hacklandir; die_Tbese gelangte in folgender amsndirter Fassung z_ur AnLabme: „_Tie Eigentbumsverbältuisse, welche mit Fest- 1e__ung eines Otadxerwextenxngsvlanes fich bilden, sowie die Ver- P_ ich1ung ber Anstoßer einex1eiis und 'der Gemeinde andererseits be- durfen der geseßltchn ngenzqg. Auf Flächen, Weichs. zu künftigen Straßen und Platzen beyiimmt find, darf nach gesetzlicher Feststcksung dks Pkanks nicbt me_l)r, oder nur gegen Revers Ybaut werden. Dem Ergentbumer gebüZYTrt wegen dieser * e

schränkung keine Entschädigung, dagegen das echt. zu Verlangen,

daß Grundstücke zu künfti_gen Pläßen angekauft werden, sobald die

sm_likgenden Straßen berge teklt find. Füx Zugänglicbksit und Ent- wZfferung _von vereinzelten Neubauten mu zunächst durch die Eigen- tbumxr gc1orgt werden. Doch sollte die enzeinde fich aUgemein zur vyllstßndtgen Hersteiluug und Unterhaltung emer_neuen Straße ver- bindlich erklären, Jobald Sicherheit besteht, daZ ein gewisser Theil aLer angrexrzenden Grundstücksfronten mit Häuxem versehen werden Wird.“ Die Sißuug_wurde hierauf um 12 Uhr geschlossen.

Es war ferner _em-x Abtheilung zusammengétreteu, um über Aus- yußurzg der Torfnzoore, auch (er unter Wasser liegenden, für industrielle und lanbtxirthschaftliche Zwecke zu berathen.

Es _wurre &, [ur mdastrieüe Zwecke ins Auge gefaßt: ], Die Toxfgewmnnng 3. ubxr Waffer, im Tagebau, ]) im Wiesen- odsr GrunlgndSmoore, 2)1mF“w_ch1_noore (dessen Natur, Art des Torf- ftichs m Hand- und Marchinenarbeit, Kanalifirung, Torfpresung

, Slbiffmascbine, 4) mit Timmeus Baggérfchiffe. 11, Vkrwendung des ? Torss a. zu unmittelbarer Verbrcnnung (in Oefen asler Art, Lokomo-

(Hestern iagtsn im Abgeordneicnbause bierselbst die verschikdenen :

- über Wasser);

Rußland und Polen. St. Petersburg, 24. Sep- tember. General-Adjutant Ignatjew, der dieffeitige Botschaf- tex in Konstantinopel, ist aus Odessa vorgeßern hier eingetroffen. _ Geheim-Ratl] Baron Iomini ist aus Brüssel und der Schweiz wieder nach St. Petersburg zurückgekehrt.

_ Die „R. W.“ erfährt, daß zwischen den Ministerien des Innern und der VolkSaufklärung eine Korrespondenz ftattfinde, welche geseßliche SicherungStnaßregeln zum Schuß einmal ge- gründeter Dorfschulen bezweckt. Die Bauern, welche laut Gemeindebeschluß, sei derselbe nur von einer Dorfschaft oder von einer ganzen Wolost ausgegangen, Geld zu einer Schule hergegeben haben, sollen, wenn die Land- schaft von sich aus eine Subvention zur Schule zahlt, nachher nicht mehr berechtigt sein, das für die Schule beftimmte Geld durch einen neuen Gemeindebeschluß zurückzuziehen. Die Zahlung für die Schule soll im Gcgemheil wie jede andere Steuer ein- getrieben werden können. -

_ Der Kaiser hat dem Minister der Kommunikationen be- fohlen, die erforderlichen Expropriationen zu folgenden Eisenbahnbauien ausführen zu (affen:

1) Von der Station Fasstowo der Kiew-Briester Bahn über den Flexken Ssmela bis zur Siation Snamenka der Cbarkow-Nikola- jsw1chen Bahn; 2) Vom rechten Wolgaufcr bei der Station Batraki dsr Morschanék-Ssysranér Bahn übér Ssamam bis Orenburg; 3) von Perm nach Jekaterinburg mii Zweiglinien zu den Lunjewschen Gruben und dkn Bilimbajewschen Hüttenwkrkm und 4) für ein neues Passa-

&

giergebäude bsi der Station «kernewice der Warschau-Wiener Bahn.

Nr. 39 des ,Central-Blaits für dasDeutscheReich“, berau-ng'geben im ReicbÖkanzlcr-Amt (Berlin, Carl Heymanns Verlag), hat_ sclgendsn Inhalt: 1) A([gemciue Verroaltungssachen: Ver- weiiung _von Außländem aus dem Reicbégebicie. _ 2) Finanszen: Yacbwcimpg _ der Einnahmen an Zöllkn und gemeinschaftlicben Steuern, 1owck anderer Einnahmen im Deutschen Reiche für die Zeit vom ]. Jaguar bis zum (Schlusse des Monats August 1874. _ 3) Münzwexsn: Uebersicht über die Ausbrägung von Rsichsmüuzen. _ 4) Zokl- und S_tsuerwesen: Einziebung und Kompetenz von Königlich bayeriich_en Zbllstcklsn. _ 5") Marine und Schiffabxt: Quarautaine- Vorschxistcn. _ 6) Kbnsulatwesen: Entjaffung eines Konfuls. _ 7) Per1onalveränderuna€n 2c.: Ernennung.

__ Von ben Entfckyeidungen des Bundeöamfes für das Hkima117weykn, bearbkifkt und bsrauSgegeben von Wohlers. Geheimer Ibsr-ngicrungZ-Ratb, Mitglied des Bundcsamtes für das Hsimatbwezen, (Verlag von Franz Vahlen in Berlin), ist soeben das 4. HM, cnthali€nd die ssit dem 1. Dezember 1873 bis zum 31.2[ugu1t1874 crg-cxngenen wicbtigcreriEnfscbeirungsn, (mit einem die vierdcritkn Hefte umsaffsnden alphabetixcben Sachregister), veröffsntlicht wor ,en. 7 _ __ _ Nr. 36 des Justiz-Ministeriab-B[atis für die preu- UUcbe Ge1eßgebung_u_nd Recbt_spslege, [)erausgegeben im Burkau des Justiz-Minijtcriums, bat solgendsn Jn'half: AÜgemeine Verfüßung vom 14. September 1874, _ betreffsnd die unter (“rr Be- zeichnung „Central-Polizeiblatt“ in Berlin erscheinende Zeitschrift. _ AÜgemeine Verfügung vom_15. Ssptember1874, _ betreffénd die Herbeifübrung der Uebcreimtimmuvg der Grunbbücher mit den Flur- buchs- und Gebäubestkuerrcükn-An[)äng-Zu.

Kunst, Wiffenfchaft und Literatur.

Berlin, 26. September. Zur Unterstüßung ber Abge- b rannten Meiningens findet morgen, Sonntag Nachmittag, brä- cisk 6 Uhr, in der Marienkirche ein Konzert stati, das von Hrn. D ier1€l veranstaltet_ ist und bei i_velchem Fri Hedwig Decker, Frl. (Hotticbau, Fri. Streww, Hr. Putxch u. A. mitwirken tvsrden.

_ Das Pädagogium Ostrau (Ostrowo) bei Filebne, eine Lebr- und Erziebuggsanstalt, vérbinder dic Lebrtbätigkeit der Schule mit dkn Aufsichtspflicbten der Familie und ist hierdurck), Wii? ver- mitfclst i'igenariigsx Organisation wit 24 Jahren bsstrcbf, die männ- licbc Jugknd, die ihr aus nab und fern zugeführt wird, zu tüchtigen Mcnscbkn beranznbilrcn. Vorzugsweise gern Werden Knabin von 8_15 Jabrkn aufgxxiommcn, und in normalen Klaffen von Sepiima bis Prima (Gym. wie Neal.) gefübxt. Aber auch ältere Zöglinge,

U, 1', iv,), b_. unbx Wasser: 1) iiach [;olländischem Baggxxrverfabren, 2) mti Vroxowskys Torfsteckémaickrme, 3) mit Hbdge's )cbwimmsnirer

ti_v-:n U. 7". w.), 13. zur Herstejlung von Torfkoblen (in Meilern, Koks- Öfen u. 5,_. w."), 0. zur Vergla]ung (in Siemens Regeneraioren, Paddel- öfsn u. !. w.). Ferney 13. für landwirtbschafiliche Zwecke (lediglich

3. ÜUÖ1ch11Lßlich als Wiesengrund, 1). oder auch für Ackerbau (Braukkultm, Bsdingung ihrcr_Fruchtbarksif, niederländische Vrandkuliur, Rimganö Dammkultur u. 1. w.)

Referent war Hr. Lafius (ius Hannover, Korreferent: Hr. Laui- mann aus Müncbsn. An der Dibatte bxtbeiligte sich Hr. Burescb aus Oldenburg, chi dsr Yufjtkklung von Tbesén sab man jedoch ab, und wird erst aur der nachsten Versammlung zur Formulirung der- )elbkn gcstbritten wsrben.

_ In der thl)eilung_der Ingenieure, welcbe im Sißuugs- !aale tagté, Wrack) zunäch Hr. Gordon aus Frankfurt und alsdann der Vauratb Hobtecht über Kanalisation. Bsike Referenten spxachcn ficb fur Zcbwemmkanalisation aus, Baurati) Hobreck)? mit bcxondéreyRsickücht auf Berlin, wo nur Die Berieselung die Fäkalien für landwirtsyxchastlich wacke verwendbar machen könne. Der Sißuug wwbnien auch der Krisgs-Minister v. Kameke und der Polizei-Prä- fident v. Madai bei.

__ Um 12Z11brfandalsdann die zweite und letzte Gesammt- 1iß_ung statt, bis durch den Vorfißenden, Regierungs-Rath Strecker, erönnet wurde. sammifißung ersiaxtcts der Obec-Bauratl) Egell Bericht über die S_ißungen der Abtbcilung für Architekten, Bauratk) Sonne über die fur Ingenikure. Es gklazigte alsdann zur Verlesung ein SÖreiben des „Vereins für die Ge1chichte Berlinö“, nach Welchem der Verein dix: Mitgliekety 800 pbotoliibvgravbirte Exemplare einer alihollän- d))(ch andzctchnung aus dem 17. Jabrbundcrt, eine Ansicht Ber- lins dat tcllcnd, als FHstgabs überreicht; um 1 Uhr wurde bis Sißimg und mit ibi“ Die erst? „(sauvtvsriammlung geschlossen,

“.'-FLZ;- Die Ausstellung des Akklimatisations-Vereins wurde aanonnerstagRaäymijtag 3Ubr vonSr.Kaiserlichen und König- lichen Hoheit dem Kronprinzen besucht. Der General-Sekretär dxs Vereins, 1)r_ Buvry ertbeilte als Führer dem Hohen Protektor mZ _gezvunschte _Auskunft 1":er Einzelheiten. Se. Kaiserliche und Kontgliche_Hoheit nahm auf das Eingehendste Kenntniß von der Aus- stellung, richieie an einige Aussteller freundliche Worte und verabschie- dete_ Sieb tt_ut Wortkn der Anerkennung über die Bestrebungen und erreichten Zie_le des Vereines.

Am Freitag Mittag 2 Uhr fand die feierliche Preisvertbeilung stati, WS_PreiSrubter fungirten aus Berün: Professor Dr. art- man_n, Prasident Oppermann, 1)r. Buvry, Gutsbefißex 131". o11e, Yrorcffor 1)r. Cabariis, Sekretär Wagenfübr, Direktor 131“. Bodinus,

rofkssor ]))“. Gerstacker, Kunstgäriner Böse, Dt. Wittmack, Baum- schulenbesißcr Späfh, Garten-Jnspektor Bouché, Dr. P. Magnus, Yxofessoc Vr. Gaxcke, Professor 131“. Alex. Müller, Garten-Jnsvektor ardtx Baumschulenbefißer L_ohrberg Kaufmann Brebeck, ])r. Hermes, Vr. Filly, ferner Kameral-Direktor Rieloff aus Muskau, Hauptmann

Nack) Verlesung Dcs Protokvüs über die erste (He- -

w_elche Versäumnisse früherer Jahre gern einholen, und eine Schul- bil_duug noch erstreben, dte_fie mindestens um einjährigen Freiwilligen- Dzenst bxrechtigt, finden in Svezialle rkursen :"; circa 12 Mit- glied_er die mdivrduellsle Berücksichtigung, und bei redlichem Streben ebenw sichere _alH schnelle _Föxkzermxg. Die Anstalt ist berech- tigt, ZQUZULUO zuux e1n1abrtg Freiwilligen-Dieuft aus* zustellen. Naheres die Prospekte.

Gewerbe und Handel.

Brieg. 25. Sevtenzber._ An dem zum 24. d. M. biaselbst an* gefeßten Wollmarkte nt keine Wolle zum Vexkauf gebracht worden. _ _ Die_ vom ])r. Ad. Fran zusammengestellten Tabellen über die Produktton :c. der Oberschlefis eu Steinkohleugruben find je t in einer besonderen Außgabe unter dem Titel: Allgemeine Ue er- stcht der Produktion, des Ybsaßes und des Verbrauchs der Ober1chlesi1chen Steinkohlevgruben (Berlin, Carl

Heymanns Verlag, 1874) erschienen.

VerkehrSMlnftalteu.

__Die Nr. 76 der ,Zeitun des Vereins Deutscher E11en_bahn-_Ver1z)altunge1_1“ Fat Folgenden Inhalt: Der Ent- wurf eines Reichs-Ctseybahn-Gs1_ßcs, anfgesteai im Reichs-Eifenbabn- Anif. (Vierte; Ab1_chnitt: Betrieb der Eisenbahnen). _ Deutsche Eixenbahmtatistik fur dqs Befriebsjabr _1872. (111. Verkehr. 2. Der Gü_ter_v?rkebr.) _ Vereinsgebiet: Preu en. (Zu §. 17 des Bahn- volizsi-Reglements), _ Berliner Bxie e. _ ChemuiJ-Komotauer Eisenbahn. (Aus dem mit dem Hume von Erlanger abgeschlossenen Kontrakt?) _ Agßland: _Frankreich. Charentes Babu, Stand der Arbeiien. _ Spatiien. (Einnbahn von Madrid nach Saragbffa. _ Juristisches; Urtbeil des Reichs-Obsr-HandelIgerichts vom 24, Oktober 1873. (Eijenbabntransport in unbedexkten Wagen.) _ Personalnacb- richten, _ Eisenbabnkal'nder. _ _Osfizieue Anzeigen. _ Beilage: Nytizsn über neue Tarife und Tanfänderungen pro Auguit 1874. _ Okfiziekle und Privxtanzeigeu,

Hul), 25. Seytembcr. (W. T. B.) Der neue nach Bessemer- scher Konstruktion [)ier erbaute Salondampfer ist gestern glücklich vom Stapel gelaufe-n.

Aus dem Wolff'schen Telegraphen-Bés-reNu,

London, Sonnabend, 26, September, Mittags. Die Delegixten der Berg- und Hüttenarbeiter von Staffordshire und WorZestersbire zeigen fiel) geneigt, auf eine Lohnherabseßung ein- zuge en.

New:York, Sonnabend, 26. September. Die Baum- :voÜwaaren-Fabrikanten von Neu-England haben vorgesch1agen, daß die Produktion in den Fabriken um ein Dritttheil redu- zirt werde.

Königliche Schauspiele.

Sonntag, den 27. September. Opernhaus. (179. Vor- ftellung.) Velmonte und Constanze, oder: Die Entführung aus dem Serail. Oper in 3 Abtheilungen. Musik von Mozart. Anfang 7 Uhr. Mittel-Preise.

Schauspielhaus. (184. Vorfteüung.) Viel Lärmen um Nichts. Lustspiel in 5 Abtheilungen von Shakespeare. An- fang 7 Uhr. Mittel-Preise.

Montag, den 28. September. Opernhaus. (180. Vor- ßeUung.) Die Afrikanerin. Oper in 5 Akten. Mufik von Meyerbeer. Ballet von P. Taglioni. Selika: Fr. v. Voggen- huber. Ines: Frl. Lehmann. VaSco de Gama: Hr. Niemann. Nelusko: Hr. BeH. Anfang halb 7 Uhr. Hohe Preise.

Schauspielhaus. (185. Vorstellung.) Zum erßen Male wiederholt: Herodes und Mariamne. Eine Tragödie in 5 Akten von Friedrich Hebbel. Anfang halb 7 Uhr. Mitiel-Prcise.

Dienstag, den 29. September. Opernhaus. (181. Vor- stellung.) Auf vielfaches Begehren: Flick und Flock. Komisches

* -

v. Homeyer in Schweidniß. Gaxten-Jnspektox Lauche in Potsdam,

Zauber-Baüet in 3 Akten und 6 Bildern von P. Taglioni. Musik von Hertel. Anfang 7 Uhr. Mittel:Preise.

Schauspielhaus. (186. Vorßellung.) Die zärtlichen Ver- mandten.- Luftspiel in 3 Aufzügen von R. Benedix. Anfang 7 Uhr. MitteL-Preise.

Oekonomie-Ratb v. Schlicht in Potsdam, Gutsbefißer v. Türk in Türkho_s Rittergutsbsfißer v. _ Sczaniecki auf Miedzychöd, Doxnßnenpachicg Wandelt * in Kai1ersbof, Kunstgärtner Benarz m Crxurt,_ Proreffor Dr._Münter in Greiéswald, (Harten-Jnspektor Paul in Hasle a. S., Hor-Gartenbirekwr Zühlke in Sanssouci, Oeko- nomie-Dirskibr MeJZULr in Schloß Calienberg bei Coburg, Garten- Direktor Neidx: in Gbailotisnburg, Oberförster Bandow in Neustadt- Eberßwalde und RittergutsbefiZIr Graf von Kleist auf Juchow. Nach dem Urtbeilß _ber Preisticbiex erhielten: *die goldene Me- dail[_e Sr. Maxejt ("it des Kaixers: Se. Königliche Hoheit Prinz Friedrich der Niederlixnde; de.: E renpreis Sr. Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen: General-Sekretär 1)r. Buvry (Gcmmmtleistung und Bemühungen um den Verein); den 1il_bern_en Pokal Sr, Königlichen Hoheit des Prinzen Friedrich der Nieberlande:_Baumschulenbxfiser Späth; Den 1ilbernen Pokal S_r. Hoheit bes Herzo'gs von Coburg: Quastboff u. Co. in cherSleben (Ge1ammtleist_ungen); den silber- nen Pokal des Herzbgs von Ratibor: ])r. Ruß in Steglitz (Vögel); zwei ?Yqbastexva1en_ von Prinz Handjéry: Kommexzien-Ratk) KW (SUDL); die Büste Hy; Majestät des Kai1ers vom 5 iite_r_gutsbsxißer v, Karstenn: Fr1chzüchter Wagner in Oldenburg; die drei Ulbcxnen Medaillen _vqm 1andwirthschaftlicheu Ministerium: Garten-Janktcr Bouch_é (GeWmnftpflanz-sn), v. Gröliug in Lindin- berg (Kartoxseln), ». Jaekel in Nennhaysen (Kaninchen); die sechs bronzen e_n M edaillen vom landwirtb1chaftlichen Ministerium: Frl. Hagenbeck 111 Hamburg (Vögel), Haagejuv. in Erfurt (Zierqewäch1e), Yrmzltcher Garinkr Jabusch in_Düppel (Getreide), 521“. Reihlen in Stuttgart_ (Marskultur), A._Guhler_ in _Skeinhöffcl (Bienenzucht), C. Kraß_1nHochl)eim (Kartbsseln), bke'füns )ilberuen Medaillen bes Vékéms; _Cl). Hanus (emgemachtes (_Hsmüse), Schiebler & Sohn m_Célle (Exbxen), Rittergutsbesißer Bruch au) Groß-Massow (Kar- toxseln), Hokgaxtner Reuter aus ber Pfaueninsel (Gesammtleistungen), Frau Dvory in Bordeaux (Bienen); die Serpentinsteinvase vom Banqurcr Abel: ])r, Bodinus (Kaninchen); ein Cabaret mit 3 Weinkaraffen Vom Rentier Biep : Weinbergsbefißer Friße iu Werden (Pfirficlze); 50 _Flaschen Cauténac vom Kaufmann Brebeck; Sckretar Wagensübr (mexikani1ch2 Pflanzen); 4 botanisch e Wer_k_e vo_m Gebetmeu Ober-Hofbuchdrucker v. Decker: Obergärtuer S_chroseld ty Muskau (ausländUche Gehölze); 100 Mark: 131“, Bo- dmus (Kanmcbenzucht); 50 Mark: A. Stegexxtann in Charkottenburg (Terrarien);_ je 25 Thlr.: Chkmiker Deininger (Gejpinnstfasern), (S_arten - Jnxpektor Bouché in Berlin (Comferen) und A. Krüger in Lubbenau (Gemüse).

_ Gegen Abexid vereinigte _ein „Akklimatisationsdiner“ die Mit- glied_er des Vexems im zoologischen Garten; heute„Mittag Wurde die Ausstellung gejchlosseu,

Redaktion und Rendautur: Schwieger.

Berlin: Verlag der Expedition (Kessel). Druckt W. Cerr. Vier Beilagen (eiKsÖließlicb Börsm- uud Handelör:gißer-Beilage Nr. 178).

Beilage

zum DkUtskhkU RLichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzciger.

„DZH, 226. Yiehtamthes.

Berlin, 26. September. Der hießge Magißrat ver- öffentlicht folgende Zusammenftellung der wesent- lichften Bestimmungen des Geseßes über die Beur- kundun g des Personenftandes und die Form der Eheschließung vom 9. März 1874:

1, Allgemeine Befiimxuungen. Die Beurkundung der Geburten, Heiratben und Sterbefälle _erfolgt vom 1. Oktober_1874 ab ausschließlich durcb die vom Staate besteütm StandeSbngten mittelst Eintragung in die dazu bestimmten Register. Die ordnungSmaßtg gefuhrten Standesregister beweisen diejenigen Thatsachen, zu derxu Beurkundung sie bestimmt und welche ia ihnen eingetragen _sind, bis der Nachweis der Fälschung oder der Unrichtigkeit der Al_izeigen und Feststellungxn, auf Grund deren die Eintragung staitgcsnnden bat, erbracht 1st. .Die Führung der Standesregistcr und die daraufbezuglicben _Yexbcznd- lungen erfolgen kosten- und stempelfrxi, Gegen Zahlung der ts_rrtrmaßtgen Gebühren müffsn die Standesregiyter Jedermann xu_r Einfichk: v?x- gelegi, sowie bcglaubigte AUSZÜJL aus denselben eribxilt Y_erdßu; im amtlicheu Interesje und bei Unvermögen der B_etbeiligt_en M die Em- ficht der Rigister und die Ertbeilung der AuBzuge gebuhrenfrei_zu_ ge- währen. Die zum Zweck der T_aufe ober box Beerdizung, so_wie ube_r die erfolgte Ebefchließung ertbetlten __Be)cheinigungen )md gcbubretifrer. Den mit der Führung der Kirchenbucher und St_andesxegister bisher betraut gewäenen Behörden und Beamien verbleibt die Berechtigung und Verpflichtung, über die bis_ zum 1, _Oktober 1874 eingetretenen Geburten, Heiraihen und Sterbefälle Atteste zu_ertbeil_en. _ _

11 GeburtSregister. Jede Geburt eines Kindes ist mnex- halb Liner Woche Dem Standesbeamien des Bezirks, in Welchem die Niederkunft stattgefunden hat, müudlixh anzuzkigen, unb zwg-r find _zu dieser Anzeige varpflicbket: 1) der eheliche Vater, 2) die bei der Nr:- derkunft zugeg-m geweftne Hebeanxme, 3) _der dabei zugxgen _gewevene Arzt, 4) jede, andexe zugegen gewe1ene Pszwn, 5) erjemge,_ m dessen Wohnung oder Behangung dix Niederkunxt erfolgt nt, 6) die Mutter, sobald sie dazu im G?ande_iyt. _ _ _

Jedoch tritt die Vkrprlichtnng der m _der voryßhsxxdmRarben- folge später gcuanuten srsouen nur dann em! wenn ein frtxber ge- nannier Vsrpflichtekkr x_ncbi vorhanden ober derielbc an der Erstattung der Anzei e behinderi Ls . _

Die :Eintragung des Geburxsfalkes wll Mihalteu: 1) V_or- und Familiennamen, Stand oder Gscverbe und Wobnoxt des Anzeigßnden; 2) Ori, Tag und Stunde der Geburt; 3) das Gezchlechi des Krpbes; 4) die Vornamen des Kindes; 5) Vor- und Fannliennamen, Religion, Stand oder Gewerbe und Wohnort der _Elterp. _ _ _

Bei Zwillings- oder Mehrgeburten Ut die Cintrgxxung fur 1edes Kind besonders und so genau zii bewirken, daß die Zeitsolge der ver- schixdenen Geburten ersichtlich ist. _ _ _

Standen die Voruazmen des Kinbes zur Zeit _der Arxzeige noch nicht fest, so find die1€lben nachträglich u_nd|a1xg_)tens binnen zwei Monaten nach der Geburt anzuzxigen, D_ie Bejtimmnnzzen, Welche eine staatliche Einwirkung auf die Vollziehung der Tanke anordnen, treten außer Kraft. _ _ _

Wenn ein and todt geboren oder _m der Geburt verstyrbeu lst, so muß die Anzeige wätestens am nächstxosgeuden T_age ge1chehen, und die Eintragung erfolgt alsdann nur nn S_terberegister. _ _

Wer ein neugebornes Kind findet_, nt _yerpslicbtei, hiervor) spa- testens am nächstfolgendkn Tage Anzeige bei der OrtSpoltzeibehorde zu machen, die dann das_Weitere veraniakit. _ _ _

Das Auerkeuntnij; der Vaterschaft zu einem uncheltchen Kinde darf in das GeburtSregister nur dann eingetragen Werden,_ wenu__der Anerkenneude daffelbe vor dem Standesbeamten oder in eme: gericht- lich oder notariell aufgenomMMen Urkunbe abgegeben hat. _

Veränderungen, welche sich nach Cigtxagung der (Y_eburi m_ den StandeSrecbten eines Kindes ereignexi (Feststeslimg dec Yaierscbgst zu einem unehelichen Kinde, Legitimation. Adxption 26.) Und (_mf den Antrag 611165 Betheiiigfen am Rande TEL uber den Géburissail vor- genommenen Eintragung zu vermerken. _ _ _

111. Heiratbsreg ister. Innerhalb des Gcliyngsberetches dieics Geseßes“ kann eine bürgerlich giiltige Ehe nur 1:1 der_durch_d_i_e es Geseß Vorgeschriebenen _Forxn gesch_lojsen werden. Die_ _religw en

eierlichkeiten einer Ehexchließmxg diirfen exst nach Schließung der he vor dem Standesbeamten 1tcxtisi2den_ _ _

Die Bestimmungen, welche die Schlii-Zung LMS! Ehe wegen Ver- !chiedenheii bes ReligionsbekenntpiffYS V?Lblkten, treken außxr_Kr_afi._

Für den Abschluß der Ehe Ut de_r Standesbeamte zuxtanxtg, m d2ffen Bezirk einer der Verlobten seinxn Wohnsitz hat oder nch ge- wöhnlich aufhält. Unter mebxereu _z_us_tandiaen _Stqndesbeamten h_abey die Verlobten die Wahl. Aus schxtftbcbe Ecmackottgung des zustandr- gen Standesbeamten darf die Ehe1chlreßung auch vor dem Standes- beamten eines anderen Ories sxattfiyden. _ _

Der Schließung der Ehe 1oll em Aufgebot vo_rbe_rgchen; fur die Anordnung desselben ist jeder StandeÉ-baxmte zuständig, vtxx welébem die Ehe geschloffen wkrden kann, Vor Anordnung de_s Nukgebots smd dem Standesbeamten die zur Ebe1ch1xei3ung ge1et3_lich nothwendigey Erfordernisse als vorhanden nackxzuwemcn. Insbewndere habxn die Vexlobten in beglaubigter Form thre_GeburiS_urkm_1den und die x_u- stimmende Erklärung derjenigen Perwnen beizubringet], deren Ein- wiüigung ßeseßlich erforderlich ist. .Das Aufgebot muß bekannt ge- ma t werden: _

F) in der Gemeinde oder in den Gemeinden, wosclbft die Ver- lobten ihren Wohnsiß haben; _ _ _ _

2) wenn einer der Verlobxeu_ seinen gewohnlichen Aurxnkhalf außerhalb seines gegmwarttgxn Wobnfißes hat, auch 11: _der Gemeinde seines jeßigen Aurentbaltes, und wenn er_ seinen Wobnfiß innerhalb der letzten_ 1echs Monate gewech1elt bat, anch in der Gemeinde seines frul)ere_n Wobnfißes.

Die Bekanntmachung ist w' rend zweier _Wochen an dem Rats)- bause auSzubängen. Das Aufge ot muß _wiederbolt werden, wen_n seit deffen IffZoUziehung sechs Monate verstrichen sind, ohne daß die E e es lo eu worden, _ * _ _ _

h Éirikeck Befreiung vom Aufgeboi kann 111 Fllen Fallen durcb Konig- liche Disvensation erfolgen; in dringenden Fgllen kann der Vorfißeudx der Auffichtöbehörde eine Abkürzung der Fristen geftattexr und bez vor andener LebenSgefabr v_ou dem Aufgebote ganz entbinden. Bet besxbeinigter lebensgefährltcher Krankheit kann der Standesbeamte die Cbeicbließung auch ohne Aufgebot voruebtxién. _

Die Ehe wrrd dadurch geschlossen, _daß _die Verlobten in Gegen- Wart von zivei großjäbrigen Zeugm, di; mit denselben und unter- einander vmvandt oder verschwägert sem können, vor bein Standxs- beamteu persönlich ihren Willen _erkiären, die Ehe nutemandx'r em- gebeu 11 onen, daß diese Erklarung yom _StaudeSbeamten m das

eirat Sregifter eingetragen, und daß die Eintragung von den Ver-

bteu und von dem Standesbeamtex! yollzogeu _wtrd. _

Ist eine Ehe etrennt, fur ungu1t1__g oder fur_uicht1 erklärt nxor- den, 19 hat das C egericht zu vxranla eu, daß dtes an Grund eurer Auöfertigung am Rande der Hettathßuxkunde vermxrkt wxrde.

17. Sterberegister. Jeder Sterbxfall 1ft_ spatxßens am nächstfolgenden Tage dem _Standeöbeamten des Bezirks, m _welchxm der Tod erfolst ist, mündlich anzuzeigen. _Verpfxuytet zu der“ Anzeige ist das amüienbaupt, beziehungSweife die Wittwe, uxtd weu_n ein solcher erpftichteter nicht vorhanden oder an der Anzug: behindert

ist, derjenige, in dessewWobuu-tg oder Behausung der Sterbefall fich

.. __ er"“Wieh&intxcsgm:g dck Sterbefalls soll enthalien: 1) Vor- und Ja-

Berlin, Sonnabend, den 26. September

miliennamen, Staud oder Gewerbe und Wohnort des Anzeigenben_; 2) Ort, Tag und Stunde bei erfolgten Todes; 3) Vor- und Fam:- lieunamm, Religion, Alter, Stand oder Gewerbe, Wobnoxk und Ge- burtsort des Verstorbeneg; 4) Vor- und Familieuuazncn [eines Ebe- gatten, oder Vermerk, daß der Verstorbene ledig gewe1en Ter: 5) Vor- mid Familiennamen, Stand oder Gewerbe und Wobabrt dx; Eltxrxx kes Vörstorbenen, Ohne O_enebmigung der Ortholizcibehorde dars keine Beerdigung vor der Emiragung stattfinden; _ _

17. Strafbestimmungcu. Wer bin tui Gesetzx vorZexxbrie- benen Anzeigepflichten nicht nachkommt. wird mit G21d1trafch bis_ zu 150 Mark oder mit Hüft [* straft. Die Strafverfolgung tt_iit nicht ein, Man die Anzeige, obwohl K_icbt vo_n dem zunäcbyt Vagvxlichtkien, dock) rechtzeitig gemacht worden lst. Tie _Sianxesbeamten jmd 11117331"- dsm befugt, die zu Anzeigen ode; zu sogsttgeu Handlungen auf Grund dieses Gsseßes verpflichteten Pernen hierzu durcb Strakßn anzubalien, Welcbe jedoch für jeden einzelnen Fall den Betrag von 15 Mark nicht übresteigen dürfen.

Von der österreichischen Nordpok-Expedition.

Die „Neue Freie Presse“ erhält aus Hamburg ein Telegxamm, geschrieben an Bord des „Jinnmarken“, 21. September, dem rvlr Fel- gendes entnehmen: _ _ _

Der ursprünglicbe Plan der Expedition bestayd _ bekanntlich darin, längs der Westküste NoWaja-Semljas binauxzuxabren, mit

dem Bestreben, möglichst weit östlich vorzudringen, wcnn thun-*

lick), im ersten Jahr Cap Tscheliuskin _an der nördlichsten_Spiße Sibiriens zu erreichen. Von hier a.tZ 10111: der „Te_gettbon' YÜÖ Osten gegen die BebringZstraße vordxingen, und als sem Dxßderiuxn War die Erreichung dcr Bkbringéxstraße, die Rückkebr durch diexslbe M befahrene Gewässer und das Anlaufen eines amsrikarzUcheri oder afi_aii1c1)en Hafens in Aussicbtgcnommetx Mit diefem Playe ging bre Expedition an 13. Juni 1872 von Bremerhaven nachTrom1ös, dort mußte sie wxgcn verschiedmer Adaptirungen und Kobleneinnabme zehn Tage vkxweiien, Ja der Nacht vom 13. auf dsa 14. Juli ging der_ „Tegetiboxx' unter Dampf; Kcmmandanken, Offiziere unb_Mann1chast_ _waren_ guten Muibes. Am Absnd des 25. Juli site); dre Exyeditht unxer 74) Grad nördlicher Brsite «UH leichtes Treibeßs,_ noch in deryelben Nacbt verdichtete fich dasselbe uhr stark, und _m der_ _Ra_cht vom "Z.!- auf den 28, ("uli War der .Tegetthon' voUstandzß v_om EUS blokirt. Sechs Tage hindurch verblieb das Schiss __in diem Lage, dann änderte fich der Wind, der „Tegxiibon“ wiirde frei und gelangie in der Nähe der Adnnralitats-Halbimeln in Küstenwaffer. Die vaediiiou_ka1n ni:n_daffslbe entlan bis 71.16) Nowaja-Semlia und errxichte endlich durch zietxilick) gut ve_ri eiltcs ELS die Nähe der Kreuz-Jmeln, dort fandkn unycre Polarsabrer gutes

Wetter, flaue Brist und glücklich vertbeiltes Eis, aber starken Nebel. *

Einen Augenblick lang zerriß der lektexe, und_ am Horizont ml) man zwei Yachten. Der Nebel geftaktetx mcht_1z)eiier vorzugehen, das__ Ex- pedition-Zschiff ging an einem rbßen ExLiekde vor Anker. _Yloßlicl) [) örte man an Byrd zwei auemanbcrroxgcnbe Kanonxnichusxe, __Dcr Nebel bob Ach und es war eine Yacht 1q_Sicht,_welche d_ie yorwegixcbe Flagge an der Gaffel und die öZterreichixche auf Top fuhrte, es war der ,Jsbjöm' mit dem Grafen WUczek und dem Commbdcre Sierneck. Beide Herren kamen in einem Faggboqt an Bord, Wilczek eine Champagnerflasche schwingend, und be_r beiterxgi Male wurde das unerwartete Wiedersehen gefeiert. _ Beide «(bine Wien dann unter Segel und nahmen nordöstliche Rickykung. Gegsn Morgen luvxen sie gegen die Wilhelms-Jufeln, mu dyrt vor Auch zu geben; eine p[ößlich entstandene Oeffnung im Eiye gestaitgte xedxck) dxtx Crurs for useven. Am Morgen des 13. Auskübexweilieu die Schl??? in der c berBareItI-Zrtseln, aKéAnSvt-ge !?):UÖYU lhnen vxrfcbloffen, gab so blieb nichts übrig, als sich am Lanbeqe txt der_Nah2_ diescr It)- sein festzulegen. Ein frischer Südwkytuxmb 1eßie em, trieb das T_i? in schweren, nicbt gepackten Massen nordoftwarts, wodurch .,Tegeithcn und „Zöbjöm' noch dichter bc)eßt i_vurxen und_auch da§.-Landei§4_da§ vorüberstreifknde Paäkeis ksine große Gichechelf niehr bot. ZWUÖLU

den Kommandanten dsr beidxn Schiffe War verabredet, fick) bsim Ein“

tritt günstigerer EiSverhältniffe zu trexmcn. _ _

Erst am Morgen rss 21. August trgictx diese em, um 9__U[)_-_: lichiete der .Tegetihoff“ und steuerte norbyzthrts, und dsr „Jsbxorn setzte kurx darauf unixr Skgel und zog )udwaris nach der Heimak Er kam bald außkr _ Sicht. Der _,TLJSLÜWff' _fand abxrinals gut vxübeiltes Eis, 3wi1chen dem er bis Mitternacht rm nordqjtlickxm Cours vorwärts steuerie; "kann aber mußte er, da das Eis_kZme Durckzfxbrt gestattete, an cincr Eisscholle "Linker werfin._ De_r skliche Nordostwind fiel vlößlicb ab, es trai voÜkommene Windstille cm, das Eis packte zusauw'ién, und als die Po_larfa_brer_de§ andern Mor- gens erwachten, da war in ihrer Nähe keine eisfreie Yieße mebr_z_y sehen. Der .Tegettboff' war eingefroren) _Das prachtige Schiff, Welches die größten Scbwierigkcitenjeichibewalvgxhatte, nxyrde zwmben dem Eise festgepackt, und es ersthlox; fich k_eim_: AUZUÖT, daffelbe daraus zu befreien. denn der berbetgejebnte Oxtipmd bl_ieb ails. O_er „Tcgeithoff“ war somit den Launen der gewaltigen Eeraf1_en preis- gegeben, Er begann mit xenselben zu treibe_n, uxid zwar in nord- östiicher Richtung. Es öffneten sich 119th 1paier_ein_zelne Wßken, und die Befreiungsarbciten wurden mit fast nberm_en1ch11cher Anstrengung begonnen und fortgesetzt. Tag und Nacht,_ bei Sturm nnd Weiter legien Kommandant, O_ffizisre und Mannschaft mit Hand _a_n; das Eis wurde gesägt und 1ogar der Vermch gewagt, das Schiff durch die Maschine zu befreien. _ _ _ __ _

Es War Asles vetgkblicb. Das Erpediitoqsschm trieb unauf- balisam längs der Küste von No_wajg-S_em1_a immer nach Nordost. Anfangs Oktober endlich begann d1e_ bis jeßf este Scholle, welche den ,Teg'etlhcff' gefangen hielt, in Stucke zu geben, am 7. Oktober kam das Steuer in Gefahr zu bersien, und gm Morgen des 13. Oktober hatte das Schiff die erste 1chwere EtSpreffung auözuhaltezt, D_er „Tegettboff“ war durch die Preffungen stgrk gebobext, auf die Seite gelegt, und an allen Ecken und Enden preßten_fi_ch dre kolosschn Ets- maffen an ihn; er hatte die erste, aber vollgilttge Probe 1emer aus- gezeichneten Konstruktion abgelegt. _ _ _

Alle Jährlichkciten dieyer ersten und aller )pateren Preffaztgen uber- dauerie der „Tegkttbo ' heil und unversehrt. Mau kanu_dte1e Wibex- standskraft erst richtig emeffen, wenn man_sich vor _Auge_n halt, das; die]_e Preffuugen bis zum Februar 1873 fiel) fast xaglich wieberholtxn. _Das Civ m der UUgebung des Schiffes War w-ahmzd diem“ Zeit_ 10 ausge- scbraubt und erschlagen, da); man an Boxd m Verlegenheit war, ivo- hiu der stets bereitgshaltene Rettungsproviaut _uud die Rettungsboote niedergelassen werden sollten. Es kam vbr_, dq); sich im Verlaufe v_on fünf Minuten wenige Schritte Zvom S_chine em Eiswalx m der Hos): von 36 Schuh aufschob und einen Theil _des auf d_em Eise befindlichen

olz- und Kohlenvorrathes, sowie das fiir magnetische Beobachtungen Kftimmt: Zelt begrub. Fast end_los sch_1eneu sich biese Qualen aus: dehnen zu wollen, und doch verließ Nicmandeu die Zuversicht a_ux Rettung und gutes Vorwärtskommxu. Ende Febrchr ließen die Eis- re'Fuugeu in der That nach, und rings um das Schiff herrschte fortan u e im Ci & _ _ th Jmsmar 1873 hatte die E edition den 79. Grad nordlichxr Breite erreicht und kurz dgrcmf u erschaffen; we_tter_ wu_rde sie in uordwestlicher Ricbkung etnebeu, uachdxm sie nordostxtch bis 73 Grad östlicher Länge fortgeri en worden war. qubiahr, als das Schiff aufgetakelt wurde, boten fich_ troß haufiger Aussthau aus dem Kräbmwiukel_ nur sehr geringe Aussichten, aus dem ringkm'u schließenden Eise berauözukommeu. Abexmalz warben alXe verfügbaren Kräfte aufgeboten, um das Schiff von Eise

1874.

zu befreikn. Ion Anfang Mai _bis__Anfaug S tember,_a_lxo durcb voile vier Monate wurde um preugen, ohrxn, Sagexx uud Meißeln daran gearbeitet. Das Schi)? jollte zu_er1„t vom El]e[1)_s- gelöst und dann ins Wasser gebracht werden. _Bis zum Grvßxnaéxe gslang dies auch nach kaum zu 1chiikcrnden fogbren und _Benxubim- gen; von dort gégen den Achter abkr bo: das Sagen des EYES immer größere Schwierigkeitsn, denn fs nab11_1_ an Zicke vo_n »Und; zu Stunde zu. Die Mitglieder der Exykdiiton 1agten oft ElSVlÜTiLÜ von zwötf Jus; Dicke heraus und mußten sich dann von der VSrgeb- [icbksit diessr aufreibenden Arbeit_überzsxtgsn,_ denn unter_ der ber-us- gesägicn Plaste fanden fie untergexcbobenes Eis, das Mik den erk- zeugen gar nicht mehr bewältigt wcrdx-n_ kcxrintk. Es wiirden yeue. läng-rre Sägsn kousjxuirt, doch auch kiexe fiihrten zu kaixni erfreu- 1icheren Rsmxtate. So mußten sick) kemi Fubrer UnÖ_Y-k„71316k8 nach und nach mit der Idee befreunden, ibr koxtbares Eigentbum, TM „Teg-xitbcff“ aufzugeben.

_ Am 30. August 1873 um 2 Uhr Nachmxtiags kam Frgnz- Jo)ebb5-Land zum erstenmal in Sicht. Das e_rste,__]sßi_nc_tch__-Aduxixal Tegettbof genannte Kw präientirte iiib boch, 1chroxx und sel'tg, Feine abfallenden Wände waren ibeilweiie schneefrei. Als [Jer Tag _ncb nsigie, wurden noch mehrere flach vorliegende Insekn uiid auch (Yer- scher gesehen. Sobald die Existen“ es Landes k?nstatirt war, [1€_ß der Kommandant Offiziere und IMMUi-bafi aur Deck trxten; die: vrachtvoUe, jetzt etwas mitgenotnmeno Skidenflagqe, em G21ch€nk ber Damen in Pola, wurDe aufgebißi, UND szitän Wszrexbf b'._c[t eine dem seltenen Anlass entsprccbende Rede. Trcimngxe Hurra!)- ßeschrei ertönte darauk, und das Land war nach dem Kaim „Franz- Jvskpbs-Land“ getauft. In den Mcnaixn Seyiember und O_ktober trieb dcr .Tegctthoff' [ängs der Kiilte Hiexes Land»??- an) Und nixder, immer dem henscbendén _Winde Folgend, x_mb erst am 1, November kam er nach einem ]tarken Oyt-Nxxxd-OjUggnz mzér- wartet an Land, fast auf drxi Meilen von_ einer stachen Imel, Weiche die Miiglicdzr dcr Expkkition schon am nachsten Tage betratcn, Das Land wurde im Namen dks Kaiser:? in Befiß gxnommcn; es iyucd-x “cin Cairn (Stsinbaufen) gebaut und daruntex _em Dokinneut mixer- gelegt, Welckyks eine kurze Geschichte bsy Expedition xnthkt.

Widsr aÜLZ Erwarten blieb das Expeditioxzskcbis de_n _JCLJZM Wintsr Hindurch ruhig in der Nähe Tos Landxs USIM- Dl? WM,?" Tage Wurden zu Ausflügen auf das Land bsnutzi, _weiche xedoch _kLME grows Aquebnung nehmen durften, “_da Die kiirze Dammeryng _weitkiexz Entfernen vom Schiffe nicht zulieZ. aneß wurden d1_8_Borberei- tungen zu den größeren Schlitienreiisn wahrend _des Frubjal)reH_ge- troffen. Diese Schlitteureisen, Wekche von Julius Pacer geWbrf wurden, zählen zu den tollkübnsten und wunderbarftsn Uniernchmmx gen, welcbe je von Polar-Reiscnden gewxgt wgrdew Angetbqn ix_nr einer dicken Hose und einem Matroienbemd; uber _dén Kopf _cme Siurmhaube aus doppelten) Tuck) gsworsen,_ w§iche nur LMM Theil des Gefichis freilieiz, _und eiii _Barens€[l____urzigel_)angf_, bxtraien die todeömuibigin Kämpfer im Dienste _k_cr W111_?r_1)cha71 bei einer Kälta von 40 Grad Reaumur bic uaerrztekzltcben Eiskeldsr_ aas 73?" 1chWächen S-Fxliiien. Dazu beqlisx 'die Stucme ubeers Gietsbsx- felder, und die Windstärke War oft 7.9 Zxos, da_s3_ dix (**-(blutet) mit aufgespannten Segeln ohne jede MMZÖUCÜL Tbat1_gk-:r_t _ Mix ra1_cnder Geschwindigkeit vorwärts getrieben wurden. _Nur :0121211_Ochliti?_11- reisen babcn fi-Fö die miigenvmmenen Hunde m_ er)t_aun1_1ch2r_ WU]; bewährt. Alle Sirapazen, aÜe NOT!) chen _mchi 1U1_“STÜKDL_ 112 arbeitsunfähig zu machen, gulf es nun Die «Ölitten_y_orw_a_rts z_u «ben, oder auf Césbären Jagd zu mach2n, wclche Lxckerbxnéngux bis . („Jbl- zeit lieferten. Di? Noth, welche die Nbxrpolxabrkr aus_di€1en Re:)en erduldelen, war oft schrkcklich, am grä51ichsten w_ar DLL Plage" dcs Durstes. Oft mußten fie gefrorene SÖneeballen m der g€1ch1011€nen Hand aufihaueu lassen, um daraus kann einen Labeudeu TU_lnk sli saugen. Zwei dieser Reissn fülxrten iiach Westen,__ eine nach RADKE während der lcßtercn blieben die Tbsilnxbmer dreißig T_age vOiZi DÖW entfernt, während dsr ersten beiden je '2_c_()s_Tag_e. Aux dSr ?_wrdriije gebmgten Ober-Liiutenant Payér, SÖistabnr1chOrel ML _5 M_ann bis ans Cap Hohenlohe unter 81 Grad 35_Minui§n. Y_ic _bizbcr bestandenen Gefahren machten visr Mann unruhig, die RsUe xortxu- setzen, sie wurden zurückgeschickt, und rmx Paysr, Orc) und der Ma- trose, Zerlinovitsch Wagten sich mit zwei Hunden weite; nbrbwarts. Payer, der Matrose und die Hunde wurden vor 1252 «(blitien ge- spannt, während Orel rückwärts nachschch_auf dem «(bluten [W. 17er Proviant für acht Tage und ein ZM. Ole _kam-Zn za-xr1t yordbytlich an ein Gletfcberlnbyrintb, in wslcbem "icb bie Eisberge F1 „Hunderten auftbürmtea. Vor denselben wurke Mittag g_eha1ien, d'sfsxi gekocht, und naéb cingenommener Mahlzeit setzt? sich die tqdeSUmtbige KaZa- wan-e in Bewkgung. Kaum hatte fic_ch9ch zwanzig Schritie zuzuck- gelegt _ Orcl drehte fick) eben n_ach rnckwaris, _um zu leben, ob nichts von der Bagage zurückgeblieben )ei _ da er1chuiterie ein donnernder Krach die Luft; Menschen, Schlitten, Hiznde waren_ vexicbwuuden, nnd Occl fal) fich allein in dem Umkaije von _(HleUäyern, Bange Angst befiel ihn um die verungkuckien Gefahrteu; _er begaxzn fie zu suchen und batte bald [)crau-debracht, DJV _ sie _t_u cine Gletscherspalte gestürzt waren. Payer war g1ychlicherweije an einem Gürt hängen geblieben _und batte fich ylaxt aux ben Bodcn jenseits des Spalics gedrückt; diss war nur mogbch, weil sich der Schlitten zwischen der Spalte gespreizt hatte. __Nun _Wars fiY Orei ebenfalls auf den Bauch und kroch aux alle_n Bieren bis zur Spalte; bmi sal) er Payer in einer Tiefe von zwe: Klasteru liegen, un_d aus dem Abgrunde tönte das Jammern des Matrc1en und das_GeYanm-sr 7327 an der Leine baumelnden Hunde. _Orel iyarf _Payer etn_4.a1cheno messer zu, mit dessen Hülfe er" den _Cyurx abzchmidxn _und mb retxen konnte. Nun riefen fie deux Matxoien nz bi; TV)"? hinab, er m_oge fich unter keinenUmständen "ßen, wnst sei 1_em Crßa ren unauéxvsich- [ich; dann liefen fie in Strümpfen_ken zuruckge1ch_ichien Leuien tn ra: sendern Galopp sechs nautis e Meilen'nacb, erwischten den Tyroler Kloß, und nacb ungefähr 3x «funden waren fie wieder an der Spalte. Mit den mitgebrachten Stangen und Tayen wurde auch der MatTOskk gerettet; zwei chtstüßen wurden über die _Spalte gelegt, der_„Tyxolsr glitt hinab und holfe seinen Kameraden, die Hunde und den Schlitten heraur. _ _

Der bcdauerliche Zwiscbenfaxl hielt Payer ixboc!) mcbi ab, dxe Expedition fortzusetzen, nur die Richtung wurde geandext. Cr beschloß nicht über die Gletscher, sondern gegen Westen vorwarts zu dringen uud wvÜte versuchen, von dort aus nach Norden gelau en. _

Am anderen Morgen schon Yamen fie dahin und anden_ett_1en guten Weg über junges salziges Eis. Der Fortgang war porzuglich, und so erreichten fie am 12. April auf 2 Grad 5 Mm_uten den nördli sten betreteuen Punkt d_er Er_de. _ Dort Wurde die ö_s_ier- reichis e Flagge aufgehißt und em dreimaliges urr_al) serufet', .lizs den mitgebrachten Jugredienzen brauten si die Entdecker em seltsames Getränk aus Rum , _ Kaffee und Flein!) - Extrakt, das ihnen na eigener Ausmge _ sehr gut gejcbmeckt hat. Von tausend ß öbe herab _ubetschauten fie vgs Land, welches nach einer bei äufignx SéquY fich 70 Meilen _ nacb Nordwest zieht. Die Flora ist ge: in_ll auf Franz-Jostphö- Land, und auch die anna bietet _wemg Abwechslung. Es finden fi Alken zu Tan enden, verichiedenx Mövengatnnzgerx, der kleine S neezeifig und eine Gatiuug Stravdlcmfer. Von Vierfu lm: fanden die Nordpolfahrer deu Eisbar m großer Menge, sie elbst schossen mehr als sechzig, deren kostbare Felle m Fäfferu verpacki_auf dem ,Tegetthofj“ ?nmckgelaffen wurden; dau_u sahen sie oft die frikcheu Sp-ren der Fuel) c auf Caps, wo_fich-Vogel aafxnextcn, der T tere selbst konnten sie edocb nicht ausichttg werden. An einer Insel end- lich fanden sie H mlosnng,