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zu Usedom beste'Ut. emeinschuldners werden
en Verwalter der Masse ist der
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tembe'r 1874. Sckxlawe.
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Nr. 20 d burg, Nr. 49 burg.
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S den 19. Sep
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öniglichcs Krengericht. Ort der Niederlassung
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anz Stk den 16. Sep
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derlaff ung : F Königliches Krengericht.
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Bekanntmachung. efißer Ferdi
fember 187 4. oehuke.
die Firma: Johann Kaja in Sens- te'mbe'r 1874.
Stettin. Ju unser Firmeuregister i
Peitschendorf.
[. Abtheilung,
irmenregister ist zufolge Verfügung 1. Abtheilung.
e Firma: Gustav Timnik in Sen?-
1 gelöscht zufolge 74 am 20. Sep-
Bernstein in
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P 1363 der Pencun,
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tbiaß Se Stet
nand Boehnke zu Stettin,
1362 der Kaufmann Carl August Wilhelm Wahl
Stettin.
Stettin. Kö
heute eingetragen.
Firma: C. F. Mattl;
rlassung
Firma :
Gelöscht find: in unserm Firmenreg
und Handelsgericht.
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heute eingetragen.
Firma: A. Wahl,
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Königliches See-
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nigliches See-
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Firma: A. H. Sasse,
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u Grabow a. O. f
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Stettin, Pencun,
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und Handengericht.
ter unter Nr.
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Königliches Krengericht.
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den 23. Sep 1
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1. Abtheilung.
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unter Nr. 907 die Firma
Stettin. Gelöscht ist in unserem Firmenregistcr
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Nr. 110, Apotheker F
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1. Abtheilung.
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8111) 0, [)arakters und der Zeich-
ausgel) _ angeg Au51ch11ss sing der
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troleur. endcn ' s Ausschu
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als dcren_J11_h berger da1elb1t, eingctrag
Königlich A. Lawbßberg
».
1.1: Elisabeth aberin
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gung vom Hagen am 24. Sep
den 16. rrlettkl und als
irmcnrsgistsr ist 5111) [ Gottlieb Kats ?
F . Bekanntmaäxung.
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er meenregi
mber 1874 cingetrag
(5513111161) Kufföhkc
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aber der DS merdt, dcn 8, '“ Don 24. Sept
onats cingetrag ericbts z
15. September 1874 am
Herrmann ung Gubrau
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1. Abtbcilung. *.*
ster ist 1) er, zu “ S ! ; Königliches Kretsger1cht. räulein Elisa
1“ en worden.
ftiÜateur Sn wordc'n.
aus Dürrletiel am “.
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Bekanntmachung. 11211) Hackmann zu
Abtheilung.
(11. 22929) cptembcr 1874.
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angehören. Zu uns
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Als ferneres Org Soldin,
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Welchem zur Zeit 11 C. A. Krueger,
an des Vereins besteht ein Aus- eiger.
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ck Bekanntmathung.
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en Werden.
ber 1874,
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eichnung des V des Vereins ihre NamenSunter
]. Aßtheilung.
ilf Herrmann Yirschcx scha
ei VorstandSmitg '
s
Ferdinand Gol- after kann in un-
creins in
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rma „Aug. Sthmitz“
eu unter Nr. 147 gew
4) 8. D Vorschü
Wirksamkeit getreten; b. die Genoss
1874 und ist derselbe vom 1. «ck
0!
datirt vom 22.
Worden :
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Es ist demgema
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Wisrstein a. Rl).
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des ießig ss
den Gewerbe- 0. die z
2) F“ lagen entgegenzunebm
]) Laufende Nummer: 3) Siß
einget
Stbmib“ zu S Spar-
vetlegt worden, Wießbaden.
en Jnl) de
Wlesbnäeu.
rag Rechtsverbä
un König e zu gewa
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im Gestlls en
trma der Genoff Hcen, verzins
ck 1. Abtheilung. H
liebes Kreiögericht.
den 19. September 1874. s
en er (Hssellschaftsvertra
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r Genossenscha
xnannte Amt uuéer Nr. 507 abers eingetrag J
in das F
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eute die Firma Sil]
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uli 1874 an in
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bxitischen „Meeren die Flagge und die Obersegel zu streichen hatten; als Grenzen der britischen Meere wurden bezeichnet das Kap Finißerre und Kap Staten in Norwegen.
Im 18.„Iczbrhundert kam der Gebrauch des Sfreichens der Fl'agge allmahluh ab; man sah daffekbe direkt als eine Ernie- dng'ung an; demungeachtet aber zwang noch im Jahre 1744, wemge Tage vor der KriegSerklärung Frankreichs an England, der Befehlshaber der franzhfischen Seestreitkräfte auf einer eruzfahrt tm Kayak aUe th begegnenden englischen Kriegs- sch1ffe, dte Flagge mederzuholen; auch, in dem Vertrage zwischen Eygland und Holland von 1784 fand die oben gedachte Be- sttmmung aus den Friedensschlüffen von 1654 und 1674 wieder Aufnahme.
Zwisckzen verschiedenen Staéxten wurden zur Vermeidung von Korxfltktex), dte 1111) auch haufig wegen der Priorität des Saluts m Ruckficht auf den Rang der kommandirenden Offiziere entspannen hatten, Uelzereinkommen über den auf hoher See und auf den Rheden zu lexftenden Salut getroffen; zum Txeil wurde auch chr Salut konventioneü ganz“abgeschafft.
, Dre Vafis dex Regeln des heutigen See-Ceremonials ift dte yallkommene Parschaft der souveränen Staaten und die un- kZestrtttene Anerkennung des Grundsaßes, daß eine Souveränität uber das offene Meer nicht existirt.
Von den ,in frtheren Zeiten üblich gewesenen Ehrenbezei- gungen find Nele jhetls ganz, theils unter den meißeu Nationen außer Gebrquck) ge'konxmen, ngmentlich solche, welche denjenigen, der fte exmetß, ermehngey," wre das Streichen der Flagge und solche, d1e keme Reztprozttat zulassen, wie das in Lee Vorbei- pasfiretx.
Dre euZ vorkoytmenden internationalen Ehrenbezengun en [affen si tu zwet Kategorien theilen (vergl. auch DeutscZes Flaggen- und Salut-Reglement und die Instruktion für den Komtxmndanten emexs von S. M. Kriegssthiffen):
1) Der 'Schtffsgru); (Salut). 1) Flaggenaufstecken. 2) Auf- und N1ederbolen der. [g ge bis zu .) resp. ? der Stange oder des Mastes; Kauffabrte1ch1 e pflegen diesen Gruß dreimal zu geben und erhalten 1_[)n als Erwiderung einmal zurück. 3) Streichen der Segel, „uamentlrch der Ohersegel. Das früher üblich gewesene Streichen 13er Bramstangen 1st ggnz außer Gebrauch gekommen. Das Stretch der Bramsegel tft den deutschen Kriegsschiffkn nur erlaubt, wen_n das fremde Schiff es zuerst oder nach Verabredung zugleich thut. 4) Der Hurrah- oder Hochruf mit Schwenken der qurbedeckung. 5) Der Kanonengruß bis zu 21 Schuß, Zegnach den Umstanden verbunden mit Bemannen der Raaew und
atzten, onneurs des Seesoldaten-Detachements, Hissen der fremden Natwnal agge am Großtopp u. s. w. u. s. w. 6) Honneurs beim BegeBl-Yl v? BooÉeF. [)
n_ere ren ezeugungen. 1) Wechseleiti 2 Ben e. 2) Ceremomeller Empfang an Bord von Kriegsschiffcnsnac?) MaxZgébe des Ranges dxr besuchenden Frenxdeu. 3) Betheiligun an nationalen Festltchkertexn 1m fremden Seesebtet, Wenn die betre ende Regierung MÜÖWZst't R ln [) l d Ce te xu igen ege e ügi _es remonials find fol ende:
' 1. Zwrscheu aUen souveräznen Zéacbten herrscbtvollkommenZ Parität. Dl? Bedeutung der Ehrenhezeugungen ist eine rein ceremonielle.
11. Ayf Gruß folgxm der Regel Gegxngruß; Gruß und Gegengruß smd aber mcht immer dteselben. Kaper erhalten von Kriegßschiffen kei- nen G engruß. '
_ 11 . Bezugltch der Priorität in der Begrüßung bestehen verschiedene U1ancen, von „denen hervorzuheben sind: 1) Fremde Souveräne und deren Gemab'lmnc-n, Kaiserlich: und Königliche Prinzen und Prin- zeffiynen, soxme Gesandte erhalten den ersten Gruß. 2) Ein einzelnes Schxff begrußteem frem-des, Geschwader zuerst; dasselbe gilt für mel)- rer_e Schiffe, d1e_sich nxtt emem fremden Geschwader vereinigcn; die Huffsflottx begrußt d_te Flotte der Hauptmacht zuerst. 3) Bei BL- gegnun e1nzelne_r Schtffe oder von Gssckzwadern giebt der Rang des Fochst omtxmndnenhen den Ausschlag; bsi Ranggleichhcit soll das in sZTffTeYYtM Schtff zuerst salutiren. 4) Kauffahrer grüßen Kriegs- _ 17. Cm prruch aur, Salut existirf auf hoher See nikhf; ein 1olcher Salut rst gbex vtelfaxh konventicuekl festgeseßt.
7. Allgcmcm Ubllck), aber tft der Salut beim Einlaufen in einen fremdezx Hafen oder betm Ankern auf einer fremden Rhede, beim Vorbenern urxter Yen Kanonen eincß frcmden Strandgebiets u. s. w.
71, ; gr sem Kustenuxeer,dasdheiß1 also bis auf Kanonenschußwcite von der .Kuste, und, m setnem „ElgenthumHmeer kann jeder Staat das Ceremomal nacb semefm Exmeßßn regeln; er darf hier dsn ersten Gruß beanspruchen, nnr_ n1cht m emcr die Würde der fremden Nationen verlesenden Form.
711. Ein Zwang Wegen 11icht derten Grußes ist unzulässlg; eben nur Was Ceremotzkelles und diesem Ceremonial eine Bedeykzmg betzztme en , als chm innewohnt, hieße, die Rem1möcmzen etzter längst überwundensn Richtung zurückrufkn. Wexm es_ daher mcht arzgetban' (Zrscbeint, eine unterlassene Förmlichkeit zu 1gnor1ren, so wn]? dte Sangsakxion auf friedlichem, erforderlichen Falls auf d1plomat1schem Wege ge)ucht und hierbei immerhin festge-
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7111. Im fremden „Staatsgebist Haben Schiffe jede Ver- le ng der fremden Natwn durchaus zu vermeiden und, wenn so"che aus Verjehen yorkommen sollte, zu entschuldigen. Es wurde z. „B. eme Kraukung involvirsn, Wenn der Kommandant (111 Vork; em, Fest 5291211111 lassen woÜte, durch Welches ein Sicg über dre Nathn, m dercn Terrttorialmeer man 7168526117391, gefeiert werden soll. Dze Anordnung der Flagaxn beim Bewimpcln der Schiffe hat zu1vet,len Anlaß 'zu unerquickvchen Differxnzen gegeben, 10 daß 1119.11 xs fur ersorderlxch exachket 1)„at, auch_hierüber besondere Normen festzmeßen. AÜgenxeuz wrrd es fur unzuläsfig erachtet, eine National- flagge unterm Bumprtet zu sehen. In der französischen Marine sucht man Unannehmlichkeiten dadurch aus dem Wege zu geben, daß man außer der e1genen Natipnalfkaggs nur Signa1f1agg€n benußt; Ortclan bemerkf dazu: Da dte S1gnalflaggen oft den Nattonalftaggkn ähnlich scim, möchte man jedenfalls m der Anordnuyg vorfichtigsein oder noch besse'r, solche Flaggen gar nicht aysgeben.'
111. Im Uébmgen w1rd auf die Vorschriften des deutschen Flgggen- und Salat - Reglements [)ingewiefen. Dieses Rxglement laßt_ dxm Kommandantcy dix Freiheit, in besonderen Fäücn, untcr personktcher Verantwortüchkeü, von dem festgeseßten Ceremonial abzuwe1chen,'nament_ltcl), wenn dies durch die leitenden Grundsätze der Reszrozität drmgend gebotxn erscheinf.
)(. Ju Exmangelung vofitwex Vorschriften muß überhaupf dcr Takß des,.Kommandanten den Ams1ch111g geben; es find hiorbci haupt- sachlich dle Beziehungen Der Staaten zu einander, wohl auch das «Isr- halten anderer Nationen zu berücksichtigen.
Die neuen Kirchengeseße für das Großherzogthum Hessen. 1
Die Anträge auf Erlaß eines Geseßes über die re ili e Stellung der Kirchen dem Staate gegenüber verschwandZ séit 1860 nicht von der TageSordnung der Landstände, nachdem die von dem Ministerium Dalwigk mit dem Bischof von Mainz ab- geschlossene Konvention_ erregte Debatten hervorgerufen und die Unmöglichkeit bewie1en hatte, im Wege der Verständigung die Rechte des Staates gegenüber den Uebergriffen der Knéie zu xvahren. Zu Anfang dieses Jahres hatte die evangelische Kirche thre stete Verfassung erhalten; fie verwaltet seitdem ihre Ange- legenheiten durck) gewählte Vertreter, unbeschadet des in der Hgnd des Großherzogs ruhenden obersten Kirchenregiments, und 111121) es der Geseßgebung nur noch übrig, durch ein allgemeines Kirchengeseß die Interessen und Rechte der Staats: Legierung den Anordnungen kirchlicher Behörden gegen- uher zu präzifiren und ficher zu stelken. Hierzu kamen dte Erfahrungen der leßten Jahre in den' deutschen Staaten bezüglich der STellung, welche die Hierarchie der Re-
- gierung gegenüber beanspruchte; befanden fick] dock) deren Organe
im offenen Kampfe mit der Staathewakt, und wurde dieser GegenFaß durch die Publikation der vatikanischen Beschlüsse so verscharft, daß der Sta_at, um'seine Autorität zu wahren, Ge- horsam erzwingen mußte. Dte zu Anfang dieses Monates veröffemlichten Entwürfe der kirchlichen Geseße beseitigen mm- mehr di.? auf dem Gebiete des Kirchenrechtes in Hessen herr- schendeU Mißstände, stellen wesentliche Hoheithchte des Staates, 1111311136 durch die Konvention aufgegeben waren, wieder her und schujzen die Glieder und Organe der Kirchengemeinschaft gegen Uebergriffe der priesterlichen Gemaljx
EH liegen im Ganzen 5 einzeTUe GeseHeSentwürfe vor, welche fick) auf folgende Gegenstände beziehen:
1) Die rechtliche Stellung der Kirchen- und Religions- gememschasten dem Staate gegenüber,
2) den Mißbrauch der geistlichen Amtsgewalt,
3) dZe Vorbildung und Anstellung der Geistlichen,
4) dle Orden und ordensähnliche Kongregationen,
5) das LsZHstefuerungSrecht der Kirchen- und Re[igionSgemein-
11 ten, 11111) ha1 es sul) die Regierung vorbehalten, im Falle des Bedürf- mffes emen weiteren Geseßesentwurf über die RechtSverhältniffe der Altkatholiken vorzulegen.
Dex Exttwurf des ersten Geseßes umfaßt allgemeine Grundsgße Über das Verhältniß des Staates zUr Kirche, wie fis schon d1e Lehxen des Staatsrechts enthaan und in die Verfas- sungetx dxr meisten Staatsn aufgenommen smd. Er wahrt dia Selvstandtgkeit der Kirche und beschränkk fie nur so weit, als zur,“?lnfrthaltung der staatlichen Autorität 11öt[)ig. Der evan- gelt)ck)en und katholischEn Kirche ist das Recht öffe11t1icher Kor- porattonen und der öffentlichen Gottesverehrung garantirt; ch:
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Éeres Recßt soUen' auch die übrigen ReligionSgemeinschasten haben, und beha1t fick) dzedRegierung die Befugniß zur Verleihung der Rechte emer ]ur1s11sch_211 Person vor. Die mit Korporations- rechten versehenexx ReltgmnSgemeinschasteu ordnen “Und verwalten ihre Angelegenhetten selbständig, unbeschadet des Staatshobeits- xech1es der Oberaufficht. Keine Re[1gionsgemeinsthast darf aus 1hrer Verfaffuyg Befugniffe ableiten, welche mit Staats- geseßen Follrdtren; Diener und Anstakten der Kirche bleiben m ihren bürgerlichen Beziehungen den «1211- [ichen Gesetzen Und Behörden unkerworfen. Es wurde 1121 Achtffung Hes ersten Gosetch auch auf Regelung der Frage über 131€ öffßntltrl]? Ausijbung gottesdienstlicher Handlungen, inH- besondexe dx? Abhaltung der Prozessionen Gewicht gelegt. Es soUen dffenkktxßc Wege und Pläße zn religiösen Feierlichkeiten nur mit Zustimmung dsr, Lokalbehörde benutzt werden, welche die Benyßung ach poltzeilichen Rückstchten untersagen kann. Die MoFtve de_s Geseßentwurch betonen Übrigens, es sei 1111111 beabs1chttgt, dre EiUholung der Erlaubnis; für deL einzelne Feierlichkeit vorzuschreiben, uud sei,die Zustimmung der Obrig- keit der Regel nach bsi rcligiösen HandlungeU, wc1chc auf einem Herkommen Heruhten, vorauszusetzßn. Ter Schlußartikel des Entwurfes [)alt das landrshexrliclw Placet aufrecht, jede kirch- liche Vérordmmg ist der SkaatSrcgikrung mitzuthcilen und kann in Beziehung auf bürgerlikhe Verhältnisse erst Wirkung exlangen, wenn fie staatliche Gmnhnügung crhakten.
Der ENTWUrf dc?) zweiten Geseßes ist von größerer Bedeutung, mdem er die ganz allgemein gefaßten Bestimmungen der Verfassungsurkunde über die Beschwerden wegen Mißbraucl) der kirchlichen Gewalt genauer präzifirt. Ms Vorbild diente hierbei das vorvtreffliche preußische Gescß vom 12. Mai1873, und wird zunachst der Begri;f: „Mißbrauch der geistlichen Gewalt“ festzustellen gesucht. Hierher gehört vor AUcm die Uebersclxreitung der Greuzen der kirchlichen Strafgcwalf, welche der Entwurf genau bestimmt und davon ausgcht, daß fick) die Kirchcnzucht auf das rkligiöse Gebiet beschränken und Uebergriffe in das bürgerliche Leben Wrmeiden muß. Die Zuchtmitte1 müs- sen - abgesehen von den Disziplinarstrafen, worauf wir später zurückkommen werden - stck) auf das kirchliche Leben beziehen (Entziehung eines innerhalb der Kirche wirkenden Recßtes oder Ansschließung (11121 der Re[igionSg»meinschaft), und ist zum Sckmße der bürgerlichen Ehre die weitsre Bestimmnng getroffen, daß die verhängte Kirchenstrafe nicht öffentlich bekannt gem11cht und in beschimpfender Weise vollzogen werden darf. Die Vor- schriften Über die DicZziplinargcwalt Über die .Kirchendicner stim- men im Wejentlichen mit den §§. 1-7 dec.“- preußischen Gesetzes vom 12. Mai 1873 übsrein und schüßen die Disney gcgen W111- kür ihrer Oberen. Nach Art. 5 des Entwnrfes dürfen nur deutsche kirchliche Behörden DiIziplinarftrafen verhängen, und muß jeder Freiheits- oder Vermögensstrafe eine Vernehmung des Beschuldigten, deGgleichen der Entfernung vom Amte ein geord- netes prozesualisches Verfahren vorau-degangen sein. Der Stellung, welche die SkaatSregierung in Beziehung auf die Ver- waltung des kirchlichen Vermögens einnehmen soll, würde es nicht entsprechen, wenn die von einer Kirchenbehörde verfügte Entlassung eines Kirchendieners ohne Weiteres den Verlust des mit der SteÜe verbundenen NmtSLinkommen-s zur Folge haben soll. Die?- )'011 nach Art. 10 erst eintreten, 11171111 fick) die Regierung Nack) Prüfung der vorzulegenden 11ntersuchung§akten überzeugt hat, daß das im Art. 5 vorgeschriebene Verfahren staktgefundcn und die gxtroffene Maßregel materiell wsder Geseße des Staats nsch allgemeine Rcch1§gr1111dsäßc vercht. Die kirck): lichen Strafen dürfen den Charakter dc-r Diniplinarmaßregeln nicht verlieren, find deshalb chan begrenzt worden. Körperliche Züchtigungist1111zu1äsfich1, Geldstrafen dürfen den Betrag von 90 Mark nicht Übersteigen, Freiheit-Zentziehungcn können nnr durch Verweisung in eine deutsche, unter Kontrole des Staates stehende geistliche Strafanstalt auf höchstLUS 3 Monate voUzogen werden. Die Aufn111)me eines Kirchendieners 111 eine solche Nn- stalt darf wider dM WiUcn des Betroffenen Nicht erfolgen, und hat der Boxstelxr der Anstalt 11011 dEr erfolgten Aufnahme binnen 24 Stunden dem 5Ninifterium dss Innern Anzeige zu machen. che kirchlickzs Ditzziplinarentsck]eidung, welche anGeld- strafe über 60 Mark, Verweisung in eine Sjrafanstakt für Über 14 Tage oder Entlaffnng vom Amte lautet, ift dsm Ministe- rium des Innern anzuzeigen. Das Siaatsinicreffe fordert, daß kirchliche Strafmittcl nicht angewendet werden dürer, um StaatSangehörige von der Erfüllung bürgerlicher Pflichten oder Ausübung derartiger Rechte abzuhalten, weshalb der Entwurf ähnliche Bestimmungkn, wie die pre11ßischen Geseße vom 12. Mai 1873 (§§. 2 und 3) und 16. Mai 1873 (§. 10), enthält. Ueber Beschwerden wegen Miß-
brauch der geistlichen Athgewalt soU zunächst zur Ermittelung
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Maßnahmen nicht Zuchtmittel gezogenen zu 600 Mark oder Haft resp. Gefängniß bis zu 1 Jahre, im Wiederholungsfaüe [US 311 1500 Mark oder Gefängnis; bis zu 2 Jahren bestraft. Als ein Mißbrauch der geistlichen Amts- gcwalt erscheint es nach Art. 11 auch, wenn ein Geistlicher seine Stellung dazu 1161111131, um auf polijische Wahlen im Interesse einer Parteirickztung einzumirken; es wird deshalb untersagt, derartige Vorjräge an zu religiösen Versammlungen bestimmten Orten zu halten, wie dies z. B. in dLm badischen Geseße vom 19. Februar 1874 enthalten. Nach den gemachten Erfahrungen mußte endlich der FalL vorgesehen Werden, daß die angedrohten (Held- und Freiheitsstrafen nicht ancheichen, um den obrigkcitlichen Anordnungen Gel- tUng zu verschaffen. Geistliche, welche fick) in offenem Wider- stands gegen die Autorität des Staates befinden und troß Be- strafung dabei beharren, müssen im Interesse der Aufrechthaltung der RechtÉ-ordnung vom Skaate entfernt werden. Eine solche Entfernnng kann tmr durch richterliches Urtheik erfolgen, und ist hierfür nach Analogie der preußiJckxn *).)Jaigcscße ein bcsonderer Gerichtshof für kirch1iche Angelegenheiten gebildet. Die Beschluß- fassung darüber, ob ein Antrag auf Emkaffung gestelLt werden 1011, steht dem Gesammt-Ministcrium zu, und muß dem Antrage eine Aufforderung an die kirchliche Behörde, gegen oen Ange- schuldigten die kirchliche Untersuchung auf Entlaffun-1 aus dem Amte einzuleiten, vorau-dehcn. Bleibf diese Aufforderung ohne Erfolg, so stellt das Gcsammt-Ministerinm beim Gerichtshofe für kirchliche Angekegenheiten den Antrag auf Einleiwng des Ver- fahrens. Die Voruntersuchung führt ein kommittirjer Richter, und werden die Funktionen der StaatEanmaltschast durch einen vom Ministerium des Innern ernannten Beamtcn wahrgenommen. Wird das Verfahren nicht eingestellt, so ist der Beschuldigte unter Michcilnng der Anschuldig1mgsschrist zur mündlickzen Vcr- handlung vorznladen, wobci cr fick) cines Vertheidigers bedienen kaxm. Das weitere Vcrfabch schließt fick) im Wescmlickzen den §§. 25 bis 37 des preußischen Geseßes vom 12. Mai1873 an. und braucht nnr 110ch3 erwähnt zu werden, daß der Gerichtshof aus 7 Mitgliedern bestehen soll, 13011 denen 4 dekrctmäßig ange- stellt? Richter sein müssen; cr entscheidét endgültig mit Aus- sclzluß jeder Berufnng.
Historische Forschungen in Phönizien. !.
Bei dem Interesse, welches von verschiedenen Seiten her der ForschungSreise entgegengebracht ist, die Hr. Professor Dr. Sepp aus München _gemeinsam mit dem Unterzeickzneten im Auf- trage dcs De1111che11Reichskanzler-Amts auschührt hat, und im Hinblick' auf die mancherlei Anfragen, die in Betreff der ge- wonnenen Resultate ergangen smd, namentlich aber auch Um den verkehrten Auffassungen zn begegnen, welcbe theils aus Mißverständnis), theils aber auch abfichtlich über den Zweck und den Verkauf des nunmehr abgeschlossenen Unternehmens vcrbrcitet find, ist es wohl angcmcffxn, über die wichtigsten der in Betracht kommenden Punkte sclwn 1th einige allgemein orientirende N0- 1izen métzuthxtlen; die Publikation der aus der Expedition ge- wonneqen W1ffcuschUftlichqe11 Resultate und die Würdigung der- selben 1111 Emzclnen 518th dem besonderen Werke vorbehalten, wxlclxs der Unterzeichnete demnächst als Frucht jener Studien- reise de_r Oeffentlichkeit übergaben wird.
Dre besondere Ausgabc, die uns gesteÜt war, war die Un- tcrsuchung, resp. AueZgravuug dcr stattlichenKathcdrale zu Tyrus, deren Trummer von allen in Syrien reisendenForschern bewun- dxcr, aber noch nie genauer Erforscht ivorden waren. Da über 111€ E111stchm1gszei1 des schönen Baues ebenso wenig wie über dre spatorc Geschichte desselben irgend etwas bekannt war, so ließ fick) Über das mögliche Ergebnis; natürlich anch keine Art von irgend einigermaßen begründeter Vermuthung aussprechen; nur das ließ fich erwarten, daß für die Gkschichtc des Kreuzzugs-
zeitalters etwas gewonnen werden würde, da der
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und steht die Entscheidung dem Gesammt-Ministerium zu, wei- zur AbsteUung Erforderliche im VerwaltungSweg an- Die Bestrafung eines Amtßmißbrauches kann nur im Wege der gerichtlichen Untersuchung erfolgen, und werden Geist- respektive Diener der Kirche, welche den zur AbsteUung einer Beschwerde getroffenen Anordnungen oder sonstigen, von den Behörden bezüglich geistlicher Amtsverricht1111gen getroffenen Folge leisten oder die bezüglich der kirchlichen Grenzen überschreiten, mit Geldstrafe bis