Liebt er so wenig wie der Anatom. Der Anblick isi eben -'
arum auch ein wenig erfreulicher, ja abßoßender, dringt
aber um so tiefer in die Wahrheit der psychologischen Ver- wickelung ein. Eine andere Folge ist, daß Hebbels Dramen fich beser le_sen, als fie von der Bühne wirken. Ob dies ein Tadel zu heißen ist, wäre zu erwagen, gleichzeitigjedoch nicht zu vergessen, daß das sehr bevorzugte moderne Situationsstück gerade dieser Anforderung im höchsten Grade genügt, dafür aber die Selbst- bestimmung der handelnden Personen zu Gunsten des effekt- vollen Baues gänzlich aufgiebt.
Man hat ihn oft wegen seiner bis zur Absonderlichkeit außergewöhnlichen Helden und wegen dieses „spintifirenden“ Ver- fahrens verspottet, ohne doch bei der großen Anzahl [einer Ver- ehrer, die in der Gegcnwart ße:ig wächst, Zustimmung zu finden. Diese können eben für ihre Anficht mit Recht geltend machen, daß man die gewöhnlichen Charaktere nicht außerhalb der alltäg- lichen Wirklichkeii zu suchen nöthig habe.
In Herodes und Mariamne treten dem Beschauer der istemde Usurpator aus idumäischem Geschlecht und die Enkelin der Makkabäer, der herrschsüchtige blutige Tyrann und das edle", stolze aber pflichttreue Weib gegenüber. Furcht vor seinem Fall, Haß gegen Antonius, dem er seine Herrschaft verdankt, und der über Mariamne's Schönheit ein verdächtiges Woblgefallcn aus- gedrückt hat, zugleich abcr das Gefühl, fich sein Weib durch den Mord ihreH Bruders entfremdet zu haben, verleiten den Tyrannen zu der Forderung eines Opfers, das nur freiwiuig dargebracht von Werth sein kann. Er vsrlangt, daß Mariamne im Fal] sei- nes Todes fi selbst entlcibe, nm keinem Anderen, besonders Antonius nicht, angehören zu müssen. So beginnt die seltsame Verwickelung, die aber auf historischen Thaisachen beruht, denen der Dichter überhaupt mit Treue gefolgt ist. Mariamne ist von ihrer Pflicht als Gattin so tief durchdrungen, daß fie dieses Opfer auf seinen Wunsch gebracht haben würde. Aber der Sjolz der Makkabäerin bäumt fick) dagegen auf, dem Mörder ihres Bruders, der fick) durch diesen Gräuel jeden Anspruch?) auf ihre Liebe begebsn hat, zu einem sr'lchen Opfer fick) verpflichtm zn soÜen: sie verweigert den Schwur. Diese Wkigerung _sckzürt das Feuer dcr Eifers11cht in ihm zur hellen Flamme an. Nach einander läßt er zwei Vertraute, die in seiner Abwesenheit mit dem Henkerami an sei- nem Weibe, falle,? er sjürbi', beauftrag! find, grausam hinrichten, Weil fie das Geheimnis; verraihen und sicb des Um- ganges mit Mariamne vkrdäckuig gemacht haben. Von aller Schuld richtfcrtigt si?- der Griff nach dem Dolck), den sie beim
_ Auf_der dieSmaligen Ausstellung gehört ihr zunächst die Skizze eines Theatervorhanges von Wiglicenus an, der in einer von ihm als „bildliche11niversalouverture des dramatischen L_ebens“ bezeickzneten Darßeüung die Laster und Tugenden als die bewegenden Mächte des Dramas in schwebenden allegoriscben Hestalten in einer links über der Gestalt des Mephißo, rechts uber denen des Faust und der Helena emporfteigenden Gruppi- ru_ng einander gegenüberstellt und in der Mitte dieser Kompo- sition die auf ihrem Wagen dahinfahrende Muse der Dichtkunst, umgeben von Phantasus und Eros und dem Genius der Weis- heit und Mäßigung, darüber aber die Geßalten der Nemefis und
der Parzen erscheinen läßt Ein neben dieser Skizze auSgcsteU- ter Karton führt dem Beschauer die im Allgemeinen gelungenen linke Gruppe der Laster noch einmal in dem für die Ausfüh- rung beabfichtigien Maßßabe vor.
Von den Gemälden find an dieser Stelle vier zu einander gehörige Bilder von Dieffenbacl) zu nennen. In ihrer Zu- sammenstellung geben fie eine Allegorie der vier JahreSzeiten unter der Gestalt je eines kleinen, ländlich gekleideten Mädchens in einer bkzichungsweise als Frühling, Sommer, Herbst und Winter charakterifirten landschaftlichen Umgebung und in einer dieser Scenerie angemessenen Situation; für sich betrachtet, würde jedes einzslne dieser Bilder als genreartige Darßellung zu wür: digen und dann eine frischere und naivere Auffassung der Kinder: geßaltcn zu wünschen sein, Bei einer andern genreartigen Scene oon Schobe[t, die in ihrer Färbung an den kühlen Ton der Freskomalerei erinnert, fchcint, wie der Titel des als „Der Tausch- handel“ bezeichneten Bildes andeutet, der Künstler eben- faüs eine Allegorie beabfichtigt zu haben. Die Darstellung zeigt eine durch eine Halle dahinsthreitende Frau, weicher
der eine von zwei am Boden fißknden Fischern gegen Früchte aus ihrem Korbe einen emporgehaltenen Fistl) anbietet. Endlich dürfte hier vielleicht noch die ,Idylle“ “von Scheiwe, welche in einem jugendlichen LiebeSpaar das Glück idyllischen, unschuldsvollen Hirtenlebens schildert, als eine Niiegorie genannt werden, die aber, frei von jeder frostigen Reflexion, eine echt poetische und innige Empfindung bezengt, In geschickter Kom- position find die beiden Gestalten des Bildes, der Knabe, der, das Haupt mit Rosen bekränzt, einen rothen Mantel um die Hüften geschlagen, mit gekreuzten Beinen in einer idealen Land: schaft dafiyt, und die von ihm umfaßt neben ibm knieende weiß- gekleidete anmutbige Mädchengestalt, die mit dem Finger leise das von Ienem auf dem Schoße gehaltene Saiteninstrument be- rührt, zu einer glücklich geschlossenen Gruppe verbunden, die
des Bildes, das durch die ernfte Auffassung und die ruhige Haltung der stolzen weiblichen Geßalt imponirt. Ihr reihen wir die „quade“ von Ferd. Schauß an, eine lebenSgroße, in knhlem Fleischlos: meißerhaft modellirte nackte Mädchengestalt, dre, ruhtg hmgestreckt, das linke Bein leicht von einem hellen rothen Gewande umhüllt, den rechten Arm über den Kopf zurücklegend, mit der Linken läsfig den Schenkel berührend, fich von _dem dunklen Grunde der Landschaft und dem tiefblauen Streifen des Horizonts abhebt und dem Beschauer ihr anmuthi- ges schmales, feingeschnittenes Geficht mit dem" Ausdruck eines halb träumerischen, halb unmuthigen Sinnens zuwendet. Ihre bedeutende künstlerische Wirkung erreicht diese Gestalt ebenso dnrch die Schönheit der Formen und der harmonisch zusammen- klmgenden Farbe, wie durch die edle und reine Behandlung des Nackten. Anspruchsloser erscheint desselben Malers „Genovefa“. Mit aufgelöst über dte Schulter, über Bruft und Nacken herabfallendem blonden Haar fißt die Verlassene, mit einem blaugrauen Gewande bekleidet, an der Feigwand ihrer Höhle und blickt webmüthig finnend auf ihren blonden Knaben, der, einen zahmen Vogel auf der auSqe-streckien rechten Hand hgltend, fiel; zurückgebeugt gegen den Schoß der Mutter lehnt und in dieser Haltung von echt kindlicher Anmut!) ist, zugleich aber auch in malerischer Hinsicht durch warme und lebendige Carnation erfreut, Mit ruhiger, schlichter Wirkung in Form und Farbe verbindet diese Kompofition eine schöne, edle Empfin- dung, die nur vielleicht noch wärmer und innigenzum Ausdruck kommen könnte.
Motive der deutschen Sage und des deutschen Märchens smd dieSmal in einer größeren Anzahl von Gemälden behandelt worden, zu denen auch zwei der bedeutendsten Arbeiten der gan- zen AussteUung zählen, Otto Knille's „Venus und Tann- häuser“ und August von Heydens „Walkyren.“
Knille schildert in seinem großen, dkr Nationalgalerie ge- hörigen Gemälde den Momsni, da Tannhäuser entsth an der Seite der Venus emporfährt und sick) zur Flucht w-anet, diese aber, völlig entblößt, da bei ihrer'schnellen Bewegung das schimmernde Seidongemand hinabglitt, dkn Arm umklnmmert, dessen Hand der Zurückweichcnde gegen seine Stirn preßt. So stehen fich beide Gestalten in dem im Bilde fest- gehaltenen, schnell vorübergehenden ausdruckSUoÜsten Augen- blick gegenüber, der den Bann der Venus empfin- dende Sänger in leuchtend rothcm goldgestickten Kostüm, wie er plöHlick), von Schauder vor der dämonischen Gewalt disjes Weibes erfaßt, aufgesprungen ist und dabei die
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeigcr. Berlin, Dienstag, den 29. September 1
“ ' lun sver ichtung an jeden Jnhabex enthalten, zu YYYLAYYWYHUJ Fer vxxlerwählZieZPrYlFtei; hiermn Unsere landes-
' *“ ,oneeo au ierur_ _ _ herrliche GMÉMJFZHMT i rer Befriedigung eme Gewahrleistuug
Z 228.
Königreich Preußen.
er Erla vom 10. September 1874, betreffend die
FLFZYUHZF der bisheßr dem Ministeriym des Jimexu zustandig ge- wesenen Beaufsichtigung der landschaftlichen Kredxtanjtalten an das * Ministerium für die landwirtbschqftltcbea Angelegenheiten.
Auf den Bericht des Staais-Mimstmums vom 7. September D I will Ich die Beaufsichtigung der“1andschaftlichenKreditanstalten, vielcb'e bisher dem Ministeriuzn de_s Innern zugestgndeu_hai, dem M;nisterium für die landwiriwchafilixben Angelegenheiten ubernxeqen. Mit der Ausführung dieses durch die Geseß-Samzninng zur offent- ukniß zu bringenden Erlasses find die Munster des Innern und für die landwirtbichaftlicheu Angelegenheiten beauftragt.
Wilhelm. Leonhardt.
lieben Ken Berlin, den 10. September 1874.
Graf zu Eulenburg.
Camphausen. Achenbach.
Falk._ _von Kam3ke. An das Staats-Mm1ster1uu1. Verordnung,
[ dwirt schaftlichen Angelegenheiten. an 23on 17. August1874
.' e l m , von Golfes Gnaden König v_ou Preußen Tc. verYdrnenWaxix lZHruud der §§. 3, 7, 8 und 14 des _Ge1eßs§, berreffxnd die Kautionen der Staatsbeamteu, vom 25. Marz 1813 (038128-
_ __ 125 was iolgkt Samml S ) Einziger Paragraph-
' Berei e des Ministeriums des Innern und des
D“ aus dem die YUÖWÖÜUÖÜYZYM AWWJHZMFU ZL ' "tun ver flichieien eamten (: en un re o,e
'dKeFetljZYlF leiZtendetpi Amtskautionen ergeben sich aus der Anlage. _
Jm Uebrigeu finden die Vorjcbriftm der Verordnung vom 10. Juli
13 J. betreffend die Kautionen der Beguzienauö dem Berbicbe dcs
Étaais-Ministeriums und des Finanz-Mmqtermms (Geseß-Samml.
Ministeriums für
S. 260), Autvendung.
Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigea Unterschrift und bei-
beire"end die Kautionen der Begmtezi aus_ dern Bereiche des Ministerist des Innern und des Ministeriums fur die
Beilage
Obligationen m _ _ Seitens des Staats zu heimat en.
beigedruckiem Königlichen Jufiegei.
schienen. _ Die nautischen,
Königlicher Navigationölebrer,
hält in den Tagen vom
5 . . . _ . Urkundlich unter Unserer Höchstetgenhandtgen Unterschrift und Gegeben Wildbad Gastein, 81751: 5. August 1874.
Wilhelm.
' " ' -Miuis'ter'und für den_Mini1ter für Handel, Zugleich fur den FIeFFrbe und öffentliche Arbeiten. Graf zu Eulenburg.
Kauft , Wiffmfchast und Literatur. Das bewährte Hülfsbnch _Yeim ibxoxeimcben Unter- richt des Kavalleristeu ft'zr ung_ereOsfiztere und Unter- offiziere von v. Mirus jst tt vierter, 1111er Anleitung dxs Verfassers nach den neuesten Verordnungen ber_rchtigte_n Auflgge m der Königlichen Hofbuchhandlung von Ernst Siegfried Mittler und Sohn hierselbst vor Karzem erschienen,_ _ _ _ __ _ _ Jm Verlage von Alexius_Kieß1ing hierielbjt nt eme sauber in Farben außgefübrie To_ur1sten-Karte yon P_ot6dam und Umgegend, mit “überficbtltchem Touxen-Verzetchmß, tm Maß- stabe von 1 zu 22,000, entworfen und gszeicbuet von Th. Delrnß, im September 1874, revidirt _vyu H. Th. Wagner, _Lshrcr und Mit- glied des Vereins für die Geichichte Poiödams (Preis 7T Sgr.), er-
astronodmÉiéeachsund __loga_xit_1)_' " [ nebt Erklärung un e rau _ auwenung, ur te YZZZÉZ YZeTtßistxhen sNavigatjonsichulen begrbextet von F. Domke, h§“"«éch““.ff21*§§5“§§xé? . . ' " ' s " audel, eWereun oenxx=rete,_,m iicheeÖeYkiZlsYliéch fftTrnHAuflage (Veriag der Koniglicben Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei [R. 1». Decker]) “FHWÉU- ___ch __ ___ fibsi - -' t" ornii ologii e - ese a lere Die den iche 5. [bis 8. Oktober d. I.
ck den Inhabern der
önig-
in Berlin ihre
874.
a e em war wald-Vereine beigcireteu ist,_ die _zur Herstellung JlrsTfSchoßSrtéiuezGeroldSeck uöthtgeu Arbeiten in dreien Tagen begonnen werden. _ _
- Die Nrn. 75-77 der Wissenschaßlrckpeu _Beixage der Leipziger Zeitung euthalfenfolgmdx großere Aufsaßex' suits Bonnet. - Die spanische Liieratur m Dent1chland. -- Das Sachsen: grab in Satrup. _- Exkuri'xon der deutschen Geologen durch da» iächfiicbe Gebirge. - Shakeipeare als Gefchtchikdenker. _ __ - Professor Vouloi aus Belfort hat, wre die „Strizßb. Zig. meldet, kürzlich eine iutereffmxthntdeckung gemachi. Auf der Hohe des Otiilienberges innerhalb der ,Herdenmguer _fand_er unter einer Erderböhung, die einem gewöhnlrchen_Ste_mhausen g_[ich, se_ch_§ Sarkophage und die unwiderleglixben waMe emex Beerdigung. “_us vorrömischer Zeit. In einem derieiben fand sich ern 1chgr7es__Steinz bei!, andere enthielten Gegenstände aus der Br_onze_- i_md EUMZYLT. Ziver würfelförmig ausgehöhlte Grabstätten die, wie die 1kaudinav11chen, zur Aufnahme von Leichen iu fißender Otellgug _besirmmi schienen, bcien Bruchstücke eines Schädels von ungewohnlxcber _Dikké, sow1e_Th_etl_e eines silbernen Fußriuges dar. Das Wichtigste xedocb kyar dre Cn.- deckung eines ungefahr 2 Meter langen “Scirgcs, der ein fast vxslstqn- diges Skelei barg, mit einer _aus Bexnftsm und Glaéperlxn kunstltch zusammengeseßtm Halskette, einem e_nenxen Opfermesier, einem Amu- lett aus gebrannter Erde, einem S_tembeil, einer GiaSurne, und _einem wunderbar erhaltenen goldenen Ring, _deffen Platte ;;an rnit zyten)- glypheu bedeckt ist. All diese Attribute iprechxn Wohl fur _den pxiestex- lichen Charakter des Todien._ Der Fund nt ohne Zweifel fur die geschichtlichen Frägen bezüglich der „Heideumauer von groß?: Wilh- tigkeit.
- Jn New-Barns, Barrcw-in-Xurneß, starb am 21. _ds. der Okulist uud Anatom Dr. Arthur Jacob in dem hohen Alter von
85 Jahren. Landwirthséhafk-
Wie sämmtliche in diesem thre in d_en__?)rovinzen PrLUZM und Posen abgehaltenenPferdßmarkie, veriyrt t auch der am 11. und 12. Okiobcr zu Zastrow itaitfiudende beiondere Ausdehnung zu erreichen. (Siebe Inserat in Nr. 226.)
. " " - ' [. . _ _ IUfieJel. 1711. Jahreöversammlung. Das vorlaunge Pxograrnm 1st_fo _ __ m rk __ man mit der Roggsncrnfe durcbicbmiiiich gendes: Montag, den 5. Oktober, Abends 7Zl1br 1111 Sißungswale zuftideZnDZraÉßtraJ ___] allerdings quantitativ unter dem ___WS
' * “ t, Unter den Linden Nr. 13 , Vorver- _ „ „ „ _ ___ „ , _ . _ FYYYJGYLJYZYYFaxxIeistsn Mitglieder und GHsteJSsoZvie der 211th1abZess,aZx_c_z_1_§teTttanb_exugi_e_;ierZt _ZrÖIYZZgiätnsu géÖYtIZZZÉZZT . . - ' V «.- f „ „„ „ su baliendLn Vortrage. 88,1tel1xms „dss Progragxixns er 1 ÖMZ?“ e1_r_-___ B___ch__ff___b___ ist Der WWU _.ch_ff_1tw_niger_ _st Mr M Geschäfi9angelegenbeiiew freie D_1skusiwnen 2_c. „dienstczg, den . - Hb __ ___ trefflicbem Zustande eingeheimsi worden, und darf ______ tober, Morgens 9x Uhr, Ver1gmmlung 1111 Zoologischen Garten. u_ e_rta sl eine Mittelernte erwartet Werden. Von der Sommersaai Miitags Festeffen daselbst. Mittwoch, den 7._Okto_ber, Mxrgenö X_g _er_1_ ewöhnlicb ___? Gerste am besten. Der Kernerirag _,ch_____ oft 9 Uhr, Sißung im Sißuugs-Saale. GemsmWaftUÖe MRBS. "bemEerartun zu werden "steÜenWeiie besser, als der des vergangcnen tafel daselbst. Donnerstag. den 8. Oktober, Mor ens ? 1130ka“ FFW im Allg . d, . , d _b- . cht mehr als ein Mittelcrtrag - - - - ' gemeinen ars xe o , m _ sammlung lm K_omgltchen Zoologischen Museum. orir_age dgxel.__s_t. a-rrtei werden und bezüglich dss Sirohs noch Weniger. Der Hafer Mittags Schluß der Jahresversammiung. DIZ WUK“ Wr le _?ng lt ive en der Dürre des Voriommers am Wenigsten und ver- Sißungsiage RLM der Be_1chl_ußfassung m d'? r Vorver1_amm1ung dor- f TFL kauZt eine Mittelernie Bezüglich der Erbsen und Bobnen behalien. Sämmiiiche Mitglieder der _Gcseliichaft, sowie akle Freunde __er __ auch ___c besten Eribariungen. Noll) bak man ___“ keine der Ornithologie und Liebhaber der VW“ uberhaupt, welche__.1ch “'r ch iYTl'eucbe bem-rkt und selbst wo fie fich geseigi bat, darf man GeseUichaft auicbließen oder der Jahresvexfamminng als Gaiie bei- NHMW) rößere de' bessere Ernte 6116 die des vorigen Jabres ec- wohnen onen, find willkommen. BVMW" meÖe Meldung der W“ t Oger Rübenertrag wird nicb't so groß Werden wie gewöhnlich, außwärtigen Theiiuebmer bei dem oeichaftsmbrendm Sekxetgr, Pro- ZUR e_:_:_.__ bebaute Areal kleiner ___; die Rüben haben |___ übrigens fes" DZUCYWZOTYTYM,“YZF; JFK, FFFKYYZZWM ini AugZst gut entwickelt, und da sie im September ihr beiies Wachs- ._ ex * ' .
' '“ ' ' ' . “ ' 1 um liaben, dürften Tie wobl eine verbäitnißmäßig reich_e Ausbxuke Z| ZusiaFZl-ZILFUTYÜZYÖYTFÜZZWF["???sstKY,.HLZFYUZJOSRe§1111T??? [Zinn können Die August-Witterung Ut auch den Grakseldem jehr er a *
Eintreffen der fingirten Nachricht von Herodks' Tode auf fick) ucktem Königlichen
zückt,- und der von ibrer Mailer und dem Statthalter Soemus mit N01!) abgewandt wird. Dieser nene Beweis erniedrixendft n Mißirauens aber giebt der unglücklichen Mariamne den Gedanken ein, an Herodes' die schlimmste Rache zu nehmen _ ihn selbst zum Mörder seines unschnldigen Weißes werden zu [affen und fich so aUer Pflichten gegen den unwürdigen Gemahl durch den Tod zu entledigen. Ein glänzendes Fest, erheuchelte Freude über seinen Tod machen fie in Herodes Llngen „zur Schuldigen, und die furckztsamen Richter erhärten seinen ungerechten Urtheilsiprucl). Titus, ein edisr römischer Hauptmann, den Inlian Schmidt Allein auf diese hin darf übrigens auch die ziemlich kecke und treffend mit dem antiken (Thore vergleicht, rechtfertigt die un: leichte Zeichnung des Einzelnen angesehen werden. Die Mitte schuldig Ermordete vor dem vor Neue zerknirschtcn Wütherick), des Ganzen nimmt der von den Centauren gezogene
Die Handlung wird so zwar im engen Anschluß an das blumenumwundene Wogen ein, auf dem Bacchus und geschichtliche Ereigniß, aber mit breiter psychologischer Ent- Ariadne dahinfahren, von einem Mundschenken be- wickelung bis gegen den Schluß fortgeführi. Die plößlickJe An: dient, der, hinter dem Paare stehend, dem Gott die goldsne Schafe kündigung der drei Könige aus dkm Morgeniande und ihr Auf: füllt. Das Gespann lenkt ein übermüthiger, knabenhaster Amor, treten hält darum in störender Weise die Katastrophe auf, so daß fick; der mmhwillig auf dem Rücken des Thiermenscben tanzt, während
durch ihre reine Zeichnung und durch ein schönes, ruhig und tief gestimmtes Kolorit erfreut.
Von den mythologischen Dmftkiiungen nennen wir zuerst zwei beachtenswerthe dekorative Arbeiten, eine nicht 01)ne Schwung gezcichneie und in Wachsfarben auSgefübrte Gestalt der aus dem Meeresschaum emporßeigcnden, von zwei mit Bogen und Fackel bewaffneten Eroten umschtvebten Venus von O. Günther, und eins figurenreiche, bewegte Komposition von Schaller, die, voller frischer und gefälliger Motive, wie im Aufbau, so auch in der Farbengebung eine glückliche dskoraiive Wirkung erzielt.
Leyer gegen den Boden gestoßen bat, so daß eine Saite der: oed: _ er , den 17.2111 ust 1874. selben zersprang, und das liebende Weib, das fich ihm ungeftüm Gegeben ZSMVJBIFLW g Wilkgxlzn. entgegenwiiit, mit der Linken auf das Lager rückwärts dxutmd Zugleich f?r den Finauz-Mimster: und den Kopf, aus dsffen goldig-blondem Haar zwei die „Ten: Gk“? zu Eulenburg. felin“ Venus verrathende symbolische Schlangen ihre schillernden Hälse hervorstrecken, mit unaussprechlichem Verlangen zuriick- smken läßt. Mag auch die höchste Leidenschaft des Ausdrucks Und der Beivegung fick) in dieser Gestaii in so reinen und keu- schen Formen aussprechen, daß ihre Auffassung allerdings mehr an eine griechiche Venus als an die der deutschen Sage er- _ ,. . d innert, und mag auch auf der anderen Seite dem Ritter Nachdem der „KreiSaussthUß des KMW GIMP ?" Yol???“ ?, in dem Ausdruch seines Affekts eine minder theatralische Beschlusses des Kreistages, Yom. 16- JWTlZd'AJ'ildLZZ „F JOHN Haltung zu wünsckjen sein, so bleibt. das Gemälde, das hai, ki? M1 Grund “ZBUYLZYY vo§1866 (ZM xésp,'pro1868 einen der denkbar schwierigsten Gegenstände der Kunst in 1868,U"d 9“ JÜFFZZKS 70) Lansgésxeslten zyro'zentiéen Kreis-Obli- edler Kompofition uns vorführt, doch eine hervorragende S' 69 Md pro '
„ „ ' “ ;_ ' [ben bis um Jahre 1875 noch nicht zur „Aus- Sch0Pfung UM hohem poetischen Gehalt UND UM seltener male: iFÉiZÜZu'geZYZFenDW, im Beztrage voa 71,200 Thlr. Obligationen rischer Voüendung. Umspielt von reizenden Exoten, von denen
vom Jahre 1866, 73,500 Thlr. Obligationen vom Jahre 1868, einige, in der Luft ÜUUMW, den Ritter seines Mantels zu ent-
Achenbach.
' E laß wegen Abänderung der dem Kreise Goldap 322th %? YFU 1866.) 4. Februar 1868 und 9. Januar 1870_ex- theiiten Privilegien zur AuSgabe auf_ den Inhaber lautender fmks- prozeniiger Kreis-ObligYionMqunAi GeWÉUYLtrage von 199,300 Th r.
om . ugu _ _ Wir W i l h e l m , von Gottes Gnaden Koma von Preußen 2a.
. Obli ationen vom Jahre 1870, zusammen 1071300er. YZYWAY [ermpelunßx in 4.) (vier einhalb) Prozent verzinsliche mit der
die Erwägung aufdrängt, ob nicht das Stück an Abrundung gewinnen würde, fails dieser Auftritt ganz fortfiels, wenigstens erscheint der nkue Zug, der dim Charakter des Herodes durch ÖM Befehl zum bethlehsmitifchen Kindsrmord hinzugetban wird, im Vergleich zu jener Störung von „zu geringem Belang.
Hr. Ludwig, der den Herodes darstellte, war, unterfiüßt durch eins tänschende Maske, glücklicher in der Wiedergabe dieses Charakters als sonst, auch [var dsr Künftier bemüht, den vielen kontemplaiiven SieUen des Dialogs das Gepräge innerer Wahr- heit zn geben. Die Mariamne dsr Fr. Erharttwar, wie immer, Line iief durchdachte Kunstleistung. Die Künstlerin verstand die nöthige Summe heroinenhasten Charakter?- für diese Rolle durck; geistige Potenzirung zu ersexzen, während im umgekehrten Ver- hältniß Frl. Stollberg als Akexandra dem Mangel an Innerlichkeit durch imponirende Erscheinung erJänzte. Hr. Berndal bot in dem edlen Hauptmann Titus eine sehr sympathiickze, Hr. Kahle, als heuchierischer, vom Unfehsbarkeitsdünkel bessffener Pharisäer Samens eine ebenso unsympathische, aber nicht weniger wohl- gelnngene Seftali.
_ Die sorgfältige stylvoile AUHstattung giebt davon Zeugniß, daß man den gesteigerten Ansprüchen des Publikums in Bezug auf hißorisck; getreue Dekorationen, Kostüme und Geräthe in jeder Weise entgegenzukommen bestrebt war. _»
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Tie Kunstausstellung der Königlichen Akademie“ der Künste. 17. Ailegorische und mythologische DarfteUungen, Motive aus der Sage und dem Märchen. (Vergl. Nr. 225 d. B1.)
Die Allegorie, die der Richtung unserer modernen Kunst- entwrckelung wemg entipricht, mird Heut mit voUem Rccht ziem-
lich_ausschließ[ich auf das Gebiet der dekorativen Malerei be: . schrankt, und auch Hier ist, wo es fich nicht um gewisse allgemein :
gebräuchliche Personifikationcn von Begriffen, Zuständen und Vorgängen des geißigcn Lebens handelt, in modcrnen Arbeiten die allegorische Bedeutung meist weniger in dem einzelnen Kunst- werk selber zu suchen, als vielmehr in dem Zusammenhange desselben mit der Lokalität, für deren Schmuck es bestimmt ist, oder in der gedanklichen Verbindung, die einen Cykius einzel- ner Darstellungen zu einem größeren Ganzen zusammenfaßt. Daß die modexne Kunst übrigens fraß dieser der Allegorie abgewandten Richtung in großen “Idealen Stoffen der mo- numentalen Malerei sich der in früheren Perioden in aus- gedehmestem Maße üblichen reichen poetischen Ausdrucks- mittel der allegorischen Personifikation in keiner Weise zu begeben braucht, sofern fie deren Gestaltungen nur nicht als todtes trnditioneücs Schema verwendet, sondern fie mit neuer Empfindung zu durchdringen und mit frischem inner: lichen Leben zu erfüllen vkrmag, das beweist am besten eine der bedeutendßen malerischen Schöpfungen der Neuzeit, jene be- kannte, für das Berliner Sikgcsdenkmal entstandene großartige Kompofition Anton von Werners, der eben nichts von dem schablonenhaften, abgeblaßtén Wcsen anhaftet, das der Mehrzahl aUegorischer DarßeUungen eigen zu sein pflegt und das allmäh- liche Absterben der Gattung erklärt.
Z gekoppelten Hunde
* Lebens einzuführen, wie ste fich, vielleicht freilich als ungewollte
: der Lust und des Wassers einigermaßen die malerische Wirkung
eine zarte, weibliche Jiügelgestakt, im Wagen selber bequem hin- geftreckt, sick] mit grazibser Bewegung über dessen Rand vorbeugt. Dem Paare worauf tanzen Satyrn und Nymphen; auf einem Esel wird der trunkcne Siken vorwärts gezerrt und geschoben. Bacckzanten und Bacchantinncn, Centauren, Pane und Exoten, (111 die bekannten Figuren des bacchischen Kreises, tanzen theils neben dem Gefährt einher, theils folgen sie ihm in toller, bunter Schaar und in nu-ngiaffener, Überschäumender Luft, in deren Schilderung der Maler die bereits von der antiken Kunst ver- wendeten mannigfaltigen Motiven geschickt zu verwerthen wußte.
Eine in unseren Tagen seltenere Erscheinnng ist ein Ge- mälde, wie dasjenige, welches Lindensckzmit außer dem bereits besprochenen Genrevilde ausgestellt hat, die Behandlung eines der antiken Myths entlehnten Vorwurfs, der nicht sowohl in der Schilderung schöner, unverhüUter menschlicher FortUen als viel- mehr erst in der eines fie bewegenden tiefgkhenden Affektes fich erschöpft. In lebencZgroßen Figuren stellt das Bild die Venus an der Leiche des Adonis dar, der, durch den tödtliäzen Stoß des Evers in die Seite getroffen, entseelt am Boden liegt. Neben ihm ist die Göttin, von ihrem Schmerz überwältigt, zusammengebrochen. Zwei ihrer Begleite- rinnen untersiüßen die rückmäiis Niederfinkende, während die eine der Beiden zugkeicl) dem durch die Luft herbeifliegenden Amor winkt und eine Dritte fick) sorgend über die Leiche des Iünglings bcugt. Ein struppiger Satyr, der zwischen den Stämmen einer Baumgruppc hervorlugt, und, hart am Rande des Bildes, zwei Landleute der Gegend, ein bärtiger Mann und eine Alte, die, dicht herangetreten, auf die Leiche niederblicken, schließen auf der einen, die zusammen- des Adonis auf der anderen Seite die Komposition ab, die in ihrcr gesammten Anordnung, beiondcrs im Aufbau der Hauptgruppe, von großem Geschick ist. Wenn der Beschauer freilich, namentlich in der Gestalt der rückfichtslos ihrem Schmerze fich Überlaffenden wehklagenden Göttin eine edlere Formengebung vermißt und im Uebrigen die trockene GLUT!) der Carnation nicht den Eindruck weichen, lebendigen Fleisches erzieit, so ist dock] auch hier, vorzüglich in dem Körper des auf sein biaues Gewand todt dahingeftrsckten Jünglings, einer in Färbung, Zeichnung und ModeÜirung meisterhaften Gestalt, die große Begabung des Maler?- in keiner Weise ver- leugnei Interessant ist dies Biid noch durch den Vkrsuch, wie in der koloriftischen Behandlung, so auch in der Auffassung des Stoffes fick) den alten Meistern anzuschließen und in die Liner idealen Welt entnommenen Scene Typen des gewöhnlichen
Remini-Zcenzen, namentlich in der Figur der über den Adonis gebeugten wxiblichen Gestalt und in derjenigen der seitwärts stehenden Alten erkennen (affen.
Eine leben-Igroße Einzelfigur der griechischen Mythe, die auf Naxos vom Theseus verlassene ,Ariadne“, malte Teschen- dorff, - eine edle, keusche, an den Uferfelsen, über welchen ihr rather, goldgesäumter Mantel bis zum Boden hinabfinkt, angelehnt daftehende und mit sehnendem Auge über das blaue Meer hinblickende Gestalt in dünnem weißen Gewande, deffen bequem sich anschmiegender schöncr Faltenwurf die Formen und die Farbe des Körpers zart hindurchscheinen läßx. Leider beein- trächtigt der etwas kalte und schwere Ton des intergrundes,
ledigen bemüht find, während ein anderer auf ihn feinen Pfeil abschießt, heben sich beide Gestalten in meisterhafter Zeichnung und ModeUirung von dem duftig verschwimmenden Hintergrunds der Grotte ab, aus deren Dämmerlicht qustaUe und reiche Blumengcwinde auftauchen. In der Malerei dieses zarten Duftes wie der Blumen und Früchte, die über den Boden und über das Lager der Venus hin vertheist find, in der virtuosen Wieder- gabe des Stofflichen in den Kostümen, in dem goldenen, mit schimmernden Edelftxincn und Perlmutterftücken ausgelegten Ruhe- betten, auf denen die beiden Gestalten eben noé) saßen, verbindet fick) die größte technische Vollendung mit dem entzückenden Reiz einer wonnig gestimmten Üppigen Farbenpracht.
A. v. Heyden entnahm das Motiv zu einer großen Kom- position idealen Charakters der altnordischen Sage von den Walkyren, den Schlachten-Iungfrauen, die zum Kampfe begeistern, nach dem Wiilen Odins Sieg und Niederlage, Leben und Tod austheilen und schließiich aus den Gefallenen diejenigen erwählen, die würdig find, in Walhall zu neuem Leben zu erwachen und bei festlichen Gclagen und ernßem Waffenspiel ein seliges Da- sein zu führen. Ueber das zerkiüftete Schlachtfeld, das der Max- ler uns zeigt, ist die Dämmerung der Nacht herabgesunken; den Horizont umsänmt finsteres Gewblk, von breiten gelblichen Licht- ftreifen durchzogen, mit deren fahlem Glanz fich der Feuer- schein der Flammen mischt, die aus einer zerstörten Burg emporlodern. Ter Kampf hat auSJetobt, und die Leiber der Gefallenen bedecken den Boden, über den auf ihren schneeweißen Rosen die beiden Walkyren daherßü:men, blonde jugendlick; kräftige Weiber mit wallendem Haar, die nackten Ge- stalten von leichtem weißen Gewande umflattert. Nebelftreifen mailen von den Hufen der Rosse, die ungeftüm durch die Luft brausen; ihre Augen funkeln und ihre Nüftern scheinen glühen- des Jener zu schnauben. Während die ein? der beiden Schlach- ten-Iungstauen mit erhobenen Armen die GefaUenen aufruft, streckt die andere einem jungen Krieger, den der Adlerschmuc! des Helms als einen Führer bezeichnet, die Hand entgegen. Beglückt emporschauend, sucht er, noch ermattet von der Wunde des Pfeils, der ihn mitlen in die Brust getroffen, fich anfiurichten und dem Wink der Walkyre zu folgen. Neben ihm liegen, übereinandergeworfen, zwei andere Er- schlagene, und weiter zurück richtet fich ein Bienek, ein bärtiger Krieger, mühsam empor. Nur diese wenigen Gestalten zeigt das Bild; aber in ihnen hat der sagenhafte Vorgang seine erschöpfende Darstellung gefunden, und jede derselben iß in ihrer Bewegung, ihrer Zeichnung und ModeUirung ein Zeugnis; hoher Meisterschaft. Eine durchweg edle und - wenn man auch die Walkyren “selber noch heroischer gestaltet sehen möchte _ groß- artige Formengebung zeichnet das Bild ebenso aus, wie ein nobler, schwungvoller Linienzug und, was vor allem zu betonen ist, eine malerische Atiffaffung, die in der Komposition wie in der poetischen Beleuchtung und der wirkungsvollen, ernst- geftimmten Farbe den sagenhaften, phantaftischen Charakter des Vorgangs ganz unvergleichlich zum Ausdruck bringt.
Redaktion und Rendantur: Berlin: Verlag der Expedition (Kessel). Drei Veiiagen
Schwieger. _ Druck: W. Elsner.
(einschließlich Börsen- und Handelskegister-Beilage Nr. 180.)
“ " , d " dieselben nach der durch _ das Maßgabe umwandeln zqu-lerofredxnunxéoom Jabrest1875_c_1_b____n_aé TZI [lien Amortisationsvlane Ui“, wenig ens 1a _rt -
YFZ ??LsYäpitc-ls unter ZUWachs der Ztmxn von _den geitlgtezt HEWI verschreibungen zu amortifiren sind, ertbetlen Wir m Gemaßheix e §. 2 des Geseßes vom 17. Juni 1833 Wegen AussteÜuug von Papieren,
nierate für den Deutschen Reichs“ U- KIU Pkmß-X Oeffentlicher Anzeigerd
iaats-Anzeiger, das Central-Handelöregisier und d ' : d'e In erateu-Expedktion Postblaii nimmt an 1 g:“ aud “"__th
Loos zu bestimmenden J
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des Dentstheu Mühs-Quzei i Sta tx-Auzeigerz: Verlktpiktx.ß s .::-:Dilbxlm-Straße Nr. 32.
Steckbriefe und Untersuchungs- Sachen.
rie e en die aus dem bie_figen Krexöge- KZHFÉLfänLnigß gentsprungenen 1) Christoph Conrad Textor von Marburg, 2) Jean Thon von Eschwege, mit Ersuchen um Festnahme und AnberircmSport. Cassel, 26. September 1874. Der StaalSanwali: Wilhelmi. Si nalemeut des Textor: Al_ter: 24 Jahr, Größe: “3“, Haare: dunkelblond, Stirn. frei, Augenbrauen: blond, Jagen: blau xau, Nazis und Mund: gewöhnlich, Zahne: gut, tun: wis, Bart: blonden Schnmr- und VoÜbart,_Gefichtsbtl- dung: rund, Farbe: gesund, Statur:1chlank, Bes. Kennzeichen: Ueber dem rechten Auge eme_Narbe. Signalemeut des :e. Thon; Altex: _25 Jahr, Große: 5“_ 4“, Haare: blond, Sklm: niedrig, Augen: brauen! blond, Augen: blaugrau, Nase imd Mund: gewöhnlich, Zähne: mangelhaft, Kum: oval,_Bart: blonder Schnurr- nnd Backenbart, Gefichtöbtlduug. oval, Farbe: gesund, Statur: geseßt.
e entli e Borladm! . Nachstehende Militar- fiiOchtfifgsm aés: ]) Emil olf Y_ecker, geboren den Y2.Februar1851 in Gusow, 2) Tischler Carl Au_guft
- Seegert, geboren den 14. August 1851 m Gu ow, 3) Maurer Friedrich Wilhelm Wegener, geboren den 4. März 1851 in Neuhardenberg, 4) Kaufmann Hermann Cohn, geboren den 31. Juli 1851 nz Sexlojy, 6) Hermann Levitbal, geboren den 12. Juli 1851 m Seelow, sind von der Königlichen Staatöanmaltfcbaft zu Cüstriu unterm 18. August 1874 angeklagt, sich dem“ Eintritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte dadurcheutzo en in haben, daß sie teils ohne Eclaubniß dqs_ undengbtet verlaffen, tFeils Jack) erreichtem Militär!) icbttgen Alter sich außerhgw'“ des Bundekgebiets a_u alten. Durch Be- schluß des "unterzeichneten Gerichts vom 24. August 1874 ist dsbalb gegen dieselben auf Grund des 5 140 des *(Htrafge'seßbucbes ds_e Untersuchung eröff- u'et und ein Tkrmiu zur öffentlichen mündlichen Ver-
; handlung und Entscheidung der Sache auf I,?" 10 Dezember 1". 4. Vormitxags 1,2 Uhr- tm Si'ßm: ssaale des hiesigen Genchwgebaudes auxe- “ ' [chem „Bie genannten Angeklagten [)th-
FYWWF Jo,: Aufforderung vorgeladen werden, in
dem Termine anzuzeigen, daf; fie noch zu demselben herbeigescbafft werden können. Im Falle des_Aus- bleibens wird mit der Untenuchung und Enticheiduug ia aoukumaejam verfahren werden.
soeben erschienen.
as
1. Steckbriefe nnd Untersuchungs-Saiben.
:. Subhaßationen, Ufgebou, Lotladungm n. dergl.
!. Verkäufe, Verpaébnmgxn, S:;bmisfionen :e.
(. Vulcviung Umersiscznon, Zu::zahiaas n. s. ». vn öffentlißn Papieren.
Mu eum u Sigmarinaen, geordnet_vom _ Lebxsier, Fzürstlich hohenzollernscbem Bibliothekar und Koniewator,
- Wie die „Lahr. ig.“ meldei Werden mit Genebxnignng Sr. Durchlaucht des Fürsten? d. Levsn,'Welcher 1211311 als Mitglied eriter
!, IndusiüeUeEtabTiHementSFabriken u.Eeoihandel.
6. Verschiedene Bekanntmachungen. 7. Lixerarische Unzeig'x 8. Familien-Rath-chx.
9. Cenkral-HandeU-Negifter (einicbl. Konkurse). -
Erscheim in separaier Beüase.
Seelow. den 24. August 1874. _ Königliche Kreiögerichts-Depuiatton.
[4407]
" ' , en 1. dieKinder undEr _ YZnganrlZeJTl-eophilus Sohn) in Schonbach:
' Stunde zu erscheinen und KJJIYXFMJYKÉFUJ dienenden Bewexdmittel mit zur Stelle zu bringen, „ode; solche so zeitig vor
Subhaftationeu, 'Aufgebote, Vor- laduugen n. dergl.
Ediktalladuu .
si dtk e u Castel, In Sachen der Lande re affbeuzdex- Hein-
1) Margarethe Carle in Amerika,
2 A d as __ 3; dixl Ehefrau des xter Hofmann, Elnabeth,
Fb. Caxle, zu S onbach, “ZZ SWF, ] Carle in Amerika, 6) des Johannes Müllex Frau, Catharina, geb. Carle, in Großseeihetm. _ 7) Johannes CMr_le _m L?H?ijkßxach, 5 ' ' ar e m e . _ Y. (ÖlißlsYiTtwe des Heinrich Carle, Catharina, geb. Schmidt in Schönbach, Verklagte, w_egen hypo- tbckarifcher Forderung, wird dem Mitverklagten Seibert Carle, welcher nach vorgelx ten Bes ei- uigungen nach Amerika anögeivaudert ! und de en Aufenthalt in seiner Heimatb mcht ekannt, x_wch auSzumachcu isi_,_ l[Tiertmrcb die nachstehende K age . . . __ . _ _ QffMFFeiIriI (Yale uud Frgu, Catharina, geb. Schmidt zu Schönbach, entliehen aus der_LnndeZ- Kreditka e als Gesammtschuldner auf dj_e m . abschrift ub anliegende Schuld- uud Pfandha-
16. „ schreibung vom 17." September 1864 em baares
Darle en von 500 Thlr., zz: 4176 verzinsjtch, 3 Mo:?ate nacb erfol ber Loskundiguug auSza kbar indem sie zur Sieber xis wegeanuptge1ds„ mien und. etwaige: Ko en tbr Gmudn euthum 13. 44a 13 Rt . Garten dex O rgarien, , 441; 10 Rt . Garten Mit dem dann erbauten
Wohnbau e Nr. 29, zum Speziakunierpfcmde emse ten.
Der Zinsius; Wurde_ nach G_e1eß vom 25. De- zember 1869 §. 5 aux 5 ;; erhoher. _
Der Miterborger verstarb nach dem Zucheri- buchMuSzuge 13. am 17. September 1870 und Wurde von seinen 8 im Rubrnm genannten Kindern gesetzlich beerbt, indem der_ m Y_lnlaze 13. noch gx- uaunte Sohn Ludwig die vaterliche Erbjchast
ausschln
Das Barleben ist durch Abfchlagßzabluugen ans 434 Thlr. 21 Sgr. 1 Fir; _ _
herabgesunken. wyvo_n die 5% nnen mt dem 1. Juli 1872 zuruckttebeu. . _ _ _
Bereits im September vorigen Jahres ist es den Verklagten, mit AuSnahme der bereits dixmals nach Amerika auSgewauderten unter 1., 2., 4., ;)., 8. der Rubrik, gekündi k, woduxxb _] Thlx. 23 Sgr. ablung nt mcht erfolgt.
Es wird deZbalb unxr storlYe dßs'géniW;
s ., wona a run ei
HUMMSZW Carle noch auf desen age mit dem Anfrage
Kosten erwachsen.
FTW Ant eil des
einriY amen eingetragen eht, [
erb
Hofrath 131“. F. 21.
günstig gewesen, Gewerbe und Handel. _ _ Der siebente Jahreskongreß der britischen Ge-
oben: _ ' [' es Krei nicht woll? das Psczndrecht ZTngalllFeSkkedükYÜ an dem in 0. verzeichneten
werkvereine Trade Unions) wird in dem Zeitraum vom 18. bis 25. Januar in iverpool abgehalten werden.
V . . . , erate ue men an: die autonfirie Aunoncen-Expeditixn vIolits Rudole Mose in Berlin, Breslau, Chamrnß, Cöln, Dresden, Dorkmund, Franxfurt TM., Hall/Zaxßx, amburg, Leipzig, München, N_u_rnberg, Prag, Okk_i1ß- urg i. E., Stuttgart, Wien, Zurich und deren ngen-„en, sowie alle übrigen größeren Annoncen-Bureans. !*
iure en ür aus e"ch[offeu eracbiebwexdxn. Ver- légunx desf Termiznx kann obne ElUWlÜlMyJ der Klägerin nur einmal de_autragi wexden. .:.ie A_n- lagen sind an Gerichtssteilx etnzuieben, Zugleich wird bemerkt, daß alle Wencke m_"diefer Sache er- gebenden Verfügungen und Erkenntmne nur durch An- schla am Gerichtsbrett werden bekannt gemachtwcrden. P?anrg, den 14. September 1874. _ Königliches Kreiögericht. Erste Abtheilung.
Kraushaar.
[3949] Ocffeutlichcr Erlaß. _
1. Fol ende bei der Königlichen (Yenxral-Konzmiffion für die Hrovinz Brandenburg anhangige Auöemander- 1e_ MéisesaHbeijö'iung der von dem_ reihäusler Sfolle
zu (Hueftobw an die Gutsherr] aft zu entrichten-
den Ab a en _ _ _ 2) die AblYsung' der den get_st11chen Justiiuter: von den bäueYchF _?)rundstucken zu Gnestow zu- deu ea aj en, _ _ 3) ßiehYblöiun der auf _denbayxrlichen Grund- stücken in riest für die geistlichen und Schul-
eit 30 1-3 Kreis Angermünde,
Grundeigenthum der Verklagten wegen 434 lelr. Institute haftenden Realabgaben,
. 1 [. telds, 576 Zinsxu 21 Sgr KZ Yb?) g23 Sgr. Kündigungs-
1. Juli 187 und der ProzeYosten anerkennen und
unverweilt HaupiLZeld, ["ck oder behufs
Zum
auf Aula e 13. und 0. Eid zugt chobeu.“
[, am 11. Juli 1874. CasseSpYixrti: ?thtVÉTYÜtc-é' le bai fich ' 1 at e er a : sämmtliche MitVerklaz-
Der edacht _ auf dié e Kla'ge m dem
t anberaumten Termine 1) M Uhr Cont- e ericbie mündlich u rotokvll odxr, x_venn ?chriftlich, durch einen ge brut; MWFMWW an er
twai en BejveiSmittel, bet den Rechtönachtheileu, e Housi die Klagebebauptmism für zugestanden,
Borwin s 10
ichneten Rechtöanwalt zu daß
erklagie - uuier Verurtbeilun
derselben in die Kosten -_- _scbuldtg sprechen, no
m1eu und Kosten zu zal)- eitrei UFJ derselbäiilden Zw_at__gs- v kau 'eues Grundeigeni ums gx c en zu a en a f 1Beweise wird erforderlichen Fans An- lage 4. im Onginale vor elegt werden; auch Wird ezug genommen und der
am:,
' L l'.“ der dem Ritterguie_Zebin_1dorf,
4) erislssilixxxrg-Bamim, in der Königlichen Lieben- Walder und Oranienburger Forst zustehenden “tun dre te, 5) K? OiZunYablFuux vou Hohmbrucb-Cremmen, 's t- ave an , __ _ , 6) FireUAblöLuZ der den gus-Ztchm und Sckzul- nftituten zu Luebbenow, Mtlow und Trebenow, Inis Prenzlau, zuftebmdeu_Realbexechtigungen, 7) die Separation des gememschaftlrchen Koiz- 'reviers „de_r Sandberg“ zn Halenbeck, reis Ost“ “MB“ ' Kr is West- 8) die epßaration zn Klem-Wooß, e Pri m , _
' bl sun der Raff- nnd Lesebo1zberechtt un- 1875 9) dxfiYerKoffx-Zithen uAlt-Marzahu m derK nig- , Ziehen Coepnicker orft, _ _ d 10) die Einschränkung der dem Rittergute Buh un
der Hütmi s-Gmofsenschft _zu BLomisch-RYY
in emem heilxuxersK ?jglicheu epmcker den ü g e, *"??? WHU; K.... n...,
4. Januar
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