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Goldmünzen: 866,582,780 Mark 20-Markßücke, 206801340 Mark 10-Markftücke; an Silbermünzen: 25,326,965. Mark 1-Markftücke, 7,591,663 Mark _ Pf. 20-Pfennigsiücke; an Nickelmünzen: 3,792,792 Mark _ Pf. 10-Pfennigstücke, 597,043 Mark 10 Pf. 5-Pfennigftücke; an Kupfermünzen: 980,872 Mark 49 Pf. 2-Pfennigftücke, 417,437 Mark 98 Pf. 1 - Pfennigstücke. GesammtauSprägung: an Goldmünzen: 1,073,384,120 Mark; an Silbermünzen: 32918628 Mark _ Pf.; an Nickelmünzen: 4,389,835 Mark1k.'-Pf.; an Kupfer- münzen 1,398,310 Mark 47 Pf.
_ Für die Publikation der Statuten derjenigen Kate- gorien von preußischen Aktiengesellschaften, für welche auch nach dem Erscheinen des Geseßes vom 11. Juni 1870 noch eine landesherrliche Genehmigung erforderlich ifi (Eisenbahnen, Konzession zur Ausgabe von Inhaberpapieren u. s. w.), bildete bis zum Beginn des Jahres 1872 die Geseßsammlungd ein ge- meinsames PublikationS-Organ, und wurden dieselben em ent- sprechend ebenfalls in dem „Königlich Preußischen Staats-An- zeiger“ publizirt.
Durch das Geseß vom 10. April 1872, betreffend die Be- kanntmachung landesherrlicher Erlaffe durch die AmtSblätter, wurde brstimmt, daß die in §. 1 des Geseßes bezeichneten lan- desherrlichen Erlasse und die durch dieselben genehmigten und bestätigten Urkunden nur durch die Regierungs-Amtsblätter pu- blizirt werden joUen. Es smd dies:
1) die Verleihung des ExpropriationSrechtSZ
2) die Verleihung des Rechts zur Entnahme von Chaussee- Und Wegebau- und Unterhaltungs-Materialien;
3) die Verkeihung des Rechts zur Erhebung von Chaussee- und chegeld;
4) die Statuten der Deichverbände und der Genossenschaf- ten zu Meliorationen durch Entwässerung und Bewässerung;
5) die Ertheilung von Konzessionen zum Bau und Betriebe von Eisenbahnen, sowie die Statuten der Uniernehmen;
6) die Reglements für die öffentlichen und Privat-Feuer- socieiäten;
7) die Reglements für die landwirthschastlichen Kredit- vereine und ähnliche Kreditinstitute;
8) die Einrichtung des Landarmen- und Korrigenden- Wesens;
k] 9) die Privilegien zur AuSgabe von Papieren auf den In- aber,
Wenn dadurch in der GeseH-Sammkung und im „Königlich Preußischen Staais-Anzeiger“ der bisherige geseßliche gemein- same Publikations-Mittelpunkt für die Privilegien zur Emisfion von Inhaber-Papieren, von Konzessionen zu Eisenbahnen u. s. w. fortfiel, so steüte sich innerhalb der betheiligten Kreise bald das Bedürfniß einer ceniralisrrten Publikarion auf diesem Theil des kommerzieüen und industrieUen Gebiets heraus.
Auf den von mehreren Seiten wiederholt ausgesprochenen Wunsch, die Urkunden der bezeichneten Art im Interesse einer umfassenden Publizitär neben den RegierUngs-Amtsblättern auch durch den „Deutschen Reichs: und Königlich Preußischen Siaats-Anzeiger“ zu veröffentlichen, haben die Königlichen Ministerien die Anordmtng getroffen. daß die von ihnen aus- gehenden, zur Veröffentlichung durch die Amtsblätter bestimmten Erlasse u. s. w. auch der Redaktion des „Deutschen Reichs- und Königlich Preußischen Staats-Anzeigers“ zur Publikation zugehen. Demgemäß wird der authentische Worilaut jener Er- laffe u. s. w. regelmäßig durch den „Deutschen Reichs- und Königlich Prerrßischen StaaW-Anzeiger“ veröffentlicht.
Da diese Einrichtung von dem betheiligten Publikum mit großem Beifall aufgenommen und der Wunsch [aui geworden ist, in gkeicher Weise auch die sämmtlichen Nachträge der akk.1:,„,s. “4.31? („“Ja".-.?» (f=;- ,oe/»§|, [0 ],]Us * er HUNDÜs- Mtnißer bestimmt, daß kunftig auch alle jene Nachträge voll- stkzndlg ,durck) dsn „Deutsthen Reichs: und Königlich P-rLUßZschLn Stgats-aneiger“ veröffentlicht werden soilen, ZYYZLY Hack) elner Allerhlöckxften Ordre vom 27. Mai 1872
a raenurno teiw' " "' unter liegen. 0 ck b ers der AÜerhochften Bestatigung
_ Es ist wiederholt vorgrkommen, da“ Lekrer au den Wortlerut ihrer Berufnngsurkunden den Ansxrnch ]gründetxn, in d3k,R91k)Mfolge der Lehrer der betreffenden Anstalt immer eine bLsUMMTS Stekl? exnzunehmen. Dadurch kann, wie die Erfah- rung gezctgt hat, dte wahlberechtigte Behörde bei einer Vermeh- rung der Lehrerzahl verhindert Werden, in der Bkseßung der Stellen'drrs Intereffzx der Anstalt auNeichend zu berückfichtigen. Der Minister. der geistlrchen Angelegenheiten hat deshalb bestimmt, daß hinfort „M détleokationen für Lehrer an Königlichen Anstalten keine bestimmte Stelle bezeichnet, sondern außer dem Betrage des Einkommens nur angegeben wird, daß der Be- 1reffende alI Oberlehrer, ordentlicher Lehrer, Hülfslehrer, technischer oder Elementarlehrer berufen wird, um auf solche Weise den An- spruch des Lehrers 9117 den in der bkzeickmeten Lehrerkategorielieqen- den RWI U"? die ihm zngeficherte Gehaltskompetenz zu beschränken. Daß „ka denjenigen Bokationcn, welche von" den Königlichen Promnzml=SchulkoUegtrn zu bestätigen find, nach demselben YZYZMH verfahren werde, soÜ den Schulpatronaten empfohlen
_ Nach einer Ober-Tribunals-Ent eidun U 16. September cr. ist die Aneignung fremderi'CXZHigentkkz)un???1 selbst wenn fte m der Absicht erfolgt, ein vermeintliches Fordex rurigsrecht auf dasselbe zu verwirklichen und einem Rechts- strenr rms dem Wege zu gehen, eine rechjswidrige und ist als Diebstahl zu rrachten. _ Der Geschäftsführer K. aus B. nahm dem Gastwrrth S. eine Banknote von 25 Thlr. weg welche Summe er demselben als Nngeld auf einen abgeschlossex nen Kaufvertrag gegrben. Des Diebstahls angeklagt, machte der Angeklrrgte den Einwand, daß er den Vertrag mit S. jvegen Betrugs fur aufgehoben erachtet und fich seines Angeldes wieder bemachttgt habe, um fich der Nothwendigkeit der AnsteUung eines Prozesses zu entheben. NtchtSdeftoweniger wurde er in aUen In'stanzen'verurtheilt. „Der Angeklagte, _ bemrrkt das Ober- Trtbunal m fernem Erkenntniß _ konnte den Verkäufer, wenn fich derselbe zur „Aufhebung des Vertrages nicht gutwillig verstand, zur Ruckzahluzig des Geldes nur dann anhalten wenn er emen gesetzlichen Grund zur Anfechtun des Vertrages nachzurve1sen vermochte und auf Grund deTHen die' richterliche Entscheidung "erwirkte, daß er zum Rücktritt von dem Vertrage „und zur Zuruckforderung des gezahlten Angeldes be- rechtigt set. Wenn er, um „|ck der Nothwendigkeit dieses Nach= weises und der Ansteüung eines Prozesses zu entheben, sich das gezahlje ?lngeld' aus dem Vermögen des Verkäufers ohne Wei- teres wieyer zuetgziete, so konnte dies für rechtSmidrig erachtet werden,. und da in dem „angefochtenen Urtheile ausdrücklich fest- geßexlt rst, d9ß er fich bei Wegnahme der Banknote der Rechts- wxdrtgkett seiner Handlungsweise, insbesondere der Wegnahme
fremden Eigenthums, und daß er nur durch einen Prozeß auf gessHmäßige „Weiß das gezahlte Angel!) wieder erlangm konnte. bewußt gewesen sei, so konnte auch angenommen werden, daß er mit der Absicht rechswidriger Zueigmmg gehandelt habe.“
_ Das hiefige Königliche Polizeipräsidium hat folgende Bekanntmachung erlassen:
„Die Meldungen: 8. der Geburt eines Kindes; 1). der Taufe eines Kindes bezüglich der Eintragung der Namen desselben in „dre Civilstandsregister; 0. der Schließung einer Chr; (1. des Todes eines Menschsn, sind in denjenigen FäÜen, Welche sicb vom 1. d. M. an ereignen, nicht mehr an das Polizeirevicr-Burcau zu erstatten. An SZeÜe dieser Meldungen'find die in dem Geseße vom 9. März 1). J; uber die Beurkundung des Personenstandes und die Form der Eheschließung vorgeschriebenen Anzeigen an die Standesbeamten zu machen. Die Pflicht zur Erstattung sämmtlicher übrigen in den Polizeiveroxdnungen vom 6. Juni 1867 und vom 10. Juni 1). J. vorgeschriebenen Miel- dungen besteht auch nach dem 1. d. M. unverändert fort. _Aurb _bleibt die Eribeilung dcr Beerdigungsscheine in bisheriger Wei1e bet den Polizeirsvier-Bureaus nachzusuchen.“
_ Die 13 Publikationskästen für die Standes- amts-Bezirke in Berlin sind am Donnerstag im Rathhause angebracht worden, und zwar an den Wänden des Hauptdarch- ganges von der Spandauer- nach der Iüdenßraße. Die ein- zelnen Aufgebote sind in denselben auf Karten in dem Format der Postkarten verzeichnet. Der Geschäftsgang ift derartig, daß die Standesbeamten diese Karien Täglich Nachmittags 3 Uhr an das Centralbureau senden, wo ste von einem Sekretär und einem Magistratsdiener ausgehängt werden. Diejenigen Karten, welche 14 Tage lang UUSgehangen haben, werden dann jeden Morgen an die einzelnen Standesämter zurückgeliefert.
_ An dem vor einigen Jahren gegründeten evange- lischen Schullehrer-Seminar zu Königsberg i. Pr. können Kandidaten des evangelischen Predigtamtes fortan eben- falls den scchdwöchentlichen Seminarkursus absolviren. Der Be- ginn dieses pädagogischen Kursus ist auf Mitte Oktober jeden Jahres, und die Zahl der gleichzeitig Theilnehmenden auf höchstens vier feftgeseßt. _
_ Der 111. Theil des Verzeichnisses der Leuchtfeuer all er Meere, herauSgegeben *Uon dem Hydrographischer! Bu- reau der Kaiserlichen Admiralitäi, ist soeben im Verlage der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. U. Decker) in Berlin erschienen. Dersekbe enthält: Tit. 9: Indischer Ocean. Tit. 10: Ostindischer Archipel. Tit. 11: Nördlich Stiller Ocean. Tit. 12: Südlich Siiller Ocean. Diese Zusammenstellung ist den besten vorhandenen Queklen entnommen, wobei den offiziel- len Angaben der Vorzug gegeben wurde, wenn die Angaben nicht übereinstimmend waren, Die Leuchtfeuer sind uach den Meeren und den Küsten in dcrselbsn Aufeinanderfolge geordnet, wie fie in Nr. 1 der „Nachrichten für Seefahrer“ pro 1873 unter „Karten-Titel“ veröffentlicht worden ist. Mit diesem drit- ten Theil ist das Werk vollständig.
„W. T. B.“ aus Bern unter dem 2. Oktober Mittags melder, nunmehr definitiv festgefteilt. Der Vertrag soll am 1. Juli 1875 in Krafr treten, spätestens 3 Monate vorher durch die betreffen- den Regierungen ratifizirt werden. ,
_ Der Chef-Präfident der Ober-Rechnungskammer von Stünzner ist von seiner UrlaubSreise nach Potsdam zurück- gekehrt.
_ Der Königlich bayerischen AufschlagG-Einnehmerei in Uffenheim, HauptzoüamtsbezirksWürzburg, ist die Funktion einer Uebergangsftxxlg“gritaderxBLMÉ zur Ausfertigung UUd Erergl-l “Großherzoglich badischeTSteÉWenß worden. . JM- St- GeForgen, Schailftadt und Wä“fé'ö'ixie LXW? WUPWMWÜMÜ FWLÜUW ist die Bqugniß zur Ausstellung von Uebergangsschemen fur Wein, Bier, Branntwein und Weingeist ertherlt worden.
_ Der Diskont der Preußischen Bank it ente a 5 Prozent und der Lombardzinsfuß für Wsaakben wuix Effekten auf 6 Prozent erhöht worden.
__ Der Kaiserlich Deutsche General-Kon ul Le t' s: Frelherr von Rechenberg ist hier eingetrsoffen. gaton Rath
_ Der Kaiserlich Deutsche Legations-Sekretär in Madrid Grch vou Radolknski, ist mit Urlaub hier eingetroffen unb hat im Hotel Barttkow Wohnung genommen.
_S.M.S.„erta“i m1„_ , „„ Dienst gesteut. H h | a d M* m Danzig 1:1
„Hannover, 2. Oktober. Auf der Ta eSordmm
gestrigen Sthung des Provinzial-LandtaZes standg Tel? erste Berathung des Gesehentwurfs, betreffend die Erweite- rung der Staturetx der Landes-Kreditanftalt zu Han- Lober. ' Schahraih Muller führte aus, der Entwurf sei aus der “zmnuatwe der Direktion der Kreditanstalt hervorgegangen. Zwei Erwagurigen [ettetrn fie dabei. Der Entwurf soll die Statuten der Kreditanstalt m Uebereinstimmung bringen mit dem preußi- schen thbihrkengeseße und der Grundbuchordnung, und sodann die Gewahrurg ' von Darlehen thunlichst erleichtern. Ein inneres Bedurfmß erzeugte das Gesey. Die Geldmittel stoffen ,der Auftakt rer,;aher zu, als sie verwenden konnte, das AUEÖlEle der rrberfluistgen Bestände hat seine Schwierig- keiten, es droht Ztnseyverlust, und die Mittel der Anstalt smd Ust zu „rechterZeit mcht flüssig. Die Anstalr hatte bei allen Vorthetlen,"d1e fie den Gläubigern bietet, mit mäncherlei Hemm- mffe'n zu kampfen. Diese zu beseitigen, war dringend Zeboten. Drei Gesichhöpunkte find es, die besonders für den Entwurf syrechen: em Mal, daß bei der Beleihung von Grundstücken fur welche. Grundbuchblatter der Artikel angelegt find, nach einer kurzen Frist_ das Ediktalverfahren wegfäUt, sodann, daß Verlei- hungen erleichtert smd, namentlich auch an Gemeinden Körper- FLUX 'ix1db2é'erhbände jx)]emcrkcht werden können, endlich, daf;
u e e re en wer en önnen '
von Yrundschuldew gegen die Bestellung auch , er Enjwurf wurde nach S lu der Disku : n "
m erZer BZrathan einstimmig anYenrxzmmen. sso daruber _ *,arau wrzr en einige Vollma ten e rü'. Stötin - richtete aus, einer Petition des (Txck)1mit(':gspfiisrt ein ZriJgebx- Denkmal 111 Hannover. Die Summe, die dafür erfordert werde, der Play, auf welchem es stehen solle, das Wie desselben stehe noch mcht fest, aber man habe die Abstcht, es würdig und den Forderurzgen, monurztentaler Schönheit entsprechend, auszu- fuhren. Vis ]eßt seren 8000 bis 10,000 Thaler dafür aufgekqmmeti, der drei bis vierfache Betrag werde er- forderl_1ch sem, dem Zwecketitsprechendes zu schaffen. Das Camus ersuche um einen Beitrag aus ständischen
:
Mitteln und dürfe wohl auf allgemeine Freudige Aufnahme
_ Der internationale Postvereinsvertrag ist, wie..-
seines Gesuchs n-Ynen. 1829 bewillig1en die vormaligen hanno- ; versehen Stände ür- das Waterloo-Denkmal 7000 Thlr., zum Beweise, wie die damalige Zeit ihre Gefallenen geehrt und zur Mahnung für künftige Zeiten, Es werde mit dem Denkmal kein lokales Interesse verfolgt; es werde in der Stadt Hannover errichtet werden, aber für die Provinz Ha nover. Er beantrage, 3000 Thlr. dafür zu bewiUigen. Wird e nstimmig angenommen.
Eine Petiiion der Kindrr-Heilanftalt in Hannover um Unter- ftüßung wurde an den Verwaltungsrath verwiesen.
Heute nahm der Landtag den Gesehentwurf, betreffend die Erweiterung der Statuten der Landes-Kredit-Anßalt zu Han- nover, in zweiter Berathung an. Nur zu . 6 wurde eine Ab- änderung beschlossen in der Richtung, grö ere Sicherheit gegen in ihrem Bestand nicht gesicherte Gemeinden zu gewinnen.
_ In der gestrigen Sitzung der Landessynode wurde auf Antrag des LegitimationH-AuSsckmff-sH die Ausschließung des Kaufmanns Weufthof f einftimmig beschlossen und die Debatte über den Gesehentwurf über die kirchliche Trauung fortgeseßt.
Heute wählte die Synode eine aus 7 geistlichen und 7 welt- lichen Mitgliedern bestehende Kommission zur Verathung des Ehegeseß-Enfwurfs. Darauf wurde die Synode bis Montag, den 12. Oktober, vertagt.
Bayern. München, 1. Oktober. Wie man der „Allg. Ztg.“ telegraphirt, wird der König morgen von Hohen- schrvangau nach Schloß Berg zurückkehren, und am Sonntag Nachmittag dem Oktoberfest auf der Theresienwiese, anwohnen.
“_ Nachdem der Kriegs-Minifter, Getieral-Lieutenant Frei- herr v. Pranckh, gestern aus dem Urlaub, und Staais-Minifter v. Luß von seinem Landanfenthalte am Starnberger See zurück- gekehrt find, befinden fich jetzt sämmtliche Minister wieder hier.
_ Ueber die Geseßemwürfe bezüglich der Reformen der inneren Verwaltung _ die Distrikts- und die Kreiswertre- tung und die Errichtung eines VerivaltungSgerichtshofs betref- fend _ mit deren Bexathrmg man im StaaW-Ministerium des Innern seit mehr als Jahresfrist beschäftigt ist, vernimmt der „Corr. U. U. f. D.“, daß dieselben nunmehr so Weit gediehen find, das; demnächst ihre definitive Feststeilung erfolgen wird.
Sachsen. Dresden, 2. Oktober. Der König hat den Geheimen Kirchenrath Dr. Ludwig Robert JeÜer zum GQ heimen the und sterertretenden Direktor im Ministerium des Kultus und öffentkichen Unterrichts ernannt. Der Geheime Kirchen- und Schulrajh 131“. Robert Otto Gilbert hat den Cha- rakter eines Geheimen Raths erhalien, der PereffM an der po- lytechnischen Schule Geheime Hofrath .1)r. Oskar Schlömjlch und der Seminardirckwr Franz Wilhelm Kockel in Dresden find zu Geheimen Schulräthen ernannt worden. '
_ Der znm Türkischen General-Konsul in Dresden ernanute Hr. Murad Effendi ist in dieser Eigenschaft anerkannt worden.
_ Beide Kammern der Ständeversammlung haben heute ihre Sihungen wieder aufgenommen. Der Sißung der Ersten Kammer wohnten die Staats-Minister Frhr. v. Friesen und Dr. U. Gerber bei. Präfident v. Zehmen gedachte zunächst der seit der Vertagung aus der Kammer ausgeschiedenen Mitglieder. Nachdem sodann die Wahlender von den Oberlaufißer Groß- grundbefißern an Stelle der Herren Deumer und v. Sahr ge- wählten Herren Graf v. Schall=Riauc0ur und v. Wahdorff für gültig erklärt worden waren, wurde ohne Diskussion einstimmig den Vorschlägen der Finanzdeputation und den Beschlüssen der Zweiten Kammer gemäß bezüglich des von der Staatsregierung den Ständen Über den Staatshaushalt in der Finanzperidde über 1870/71 gegebenen Rechenschaftsberichts besrhloffen, „denselben als ausreichend, sowie die Belegung und Begründung der finanzieklen Vornahmen innerhalb dieser Periode durch die :..;o fügten Ueberfichten und Unterlagen genügend gegeben zu SW tM- 10 Mb die Kammer fich als befriedigt erklären könne. Auch deni voii der Zweiten „Kammer bezüglich der Einlieferung von VetrtebSuberschuffen, AufwandSersparniffen 20. zur Central- kaffe gefaßten Beschlusse' trat die Kammer bei. _ In der mor- genden Sitzung Wird die Berathung der Steuervorlagen ihren Anfang nehmen.
_ Untsr den sehr zahlreichen Eingän en der Re .' trand der Zweiten Kammer befand fich ein Kbrizigliches Dekgrtrst von? 1. Oktqber _1874, betreffend die Vorlegung der Verordfmng 1106!) die Einfuhrung der neuen organischen VerwaltungSgesehe m den Schonburgschen Rczcßherrschaften, ferner eine Beschwerde des Raths der Stadt Leipzig über das Königliche Ministerium dcs Innern, chn Bau der dortigen sogenannten Centralbrücke betreffend, iowre der "vom Präfidenten Ur. Schaffrath bearbeitete Enttyurf einer Geschaftsordnung für die Zweite Kammer nebst Mbtwen, wxlch le_hteren die Kammer auf Vorschlag des Prä- fidrums (Vtze-Prafidenr Streit) in Vorberathung zu nehmen beschloß. Vor Eintritt in die TageSordnung ergriff Abg. Körner dgs Wort _zur GeschaftSordnung: Nach ZeitungSnachrichten, denen bis 1§ht mcht wrdersprochen worden, seien die bisherigen Kammer- mttg[_1eder Amtshauptmann v. Könneriß und Amtshauptmann v.. Etystedel tm Stagtsdienst befördert und die bisherigen Kammer- mitgliedcr [)r. Hahn und v. Zahn in den Staatsdienst eingetreten. Da nun "nach §. 71 der VerfasungSurkunde Abgeordnete der Kammer gufhorrn Mitglteder derselben zu sein, wrnn fie während der Dauer ihrer standtsckgeii Funktion im Staatsdienst angestellt oder befördert werden, so richte er an das Direktorium den Antrag, dasselbe wolxe sich ohne Verzug Mit der Königlichen StaatSregierung bargbcr ms Vernehmen sehen, welche Bewanbtniß es mit der Bexorderung resp. Anstellung der gedachten Abgeordneten habe. Prafident 1)r. "Schaffrath erklärte, diesen Antrag auf die Tages- ordnung der nachsten («Yißung bringen zu wollen.
Von den Gegrnstanden der TageSordnung ist ein Bericht der dritten Deputatwn über den Antrag des Abg. 131“. Pfeiffer Volks-„und Arbriter-Bibliotheken bstreffend, zu erwähnen. ,
DJ Anträg;X der Deputation:
' art die "'önigl'icbe Staatöregierung das Ersuchen zu richten m das nachste Budget eine an eme “ene um " , UnteerJaldtungtoTn BoLllkstbibliokaens'einzuSsteÜxblé zur Grundung und am: en 11 ra es n. . ' ' Petitionen für erledigt zu Jrklärcnébnd Abg. Dr Pfeiffer und M 3) Antrag und Petitionen an die Erste Kammer gelan en zu
lassen und dieselbe zum Beitritt 11 dem5 , „ Kammer aufzufordern, 3 Beschlusse der weiten
wurden genehmigt.
Württemberg. Stuttgart, 2. Oktober. W T B
Dem „Schwabtschen Merkur“ zufolge hat der hiefi é Gemeinde)- rath das Gjesuchnder Schußengilde genehmigt, da? zur Ab al- tung" des nn nachsten Jahre hier stattfindenden deuts en Schxttzenfestes d'er'unwett der Königlichen Villa bei Berg be- findliche Pkuß bermlltgt werde. Der König hat die Benußung der dort gelegenen Jronländereien gestattet, und der Herzog Eugen hat das thm angebotene Ehrenprästdium bei dem
Schüßenfcfte angenommen.
H Darmstadt, Heinrich ist gestern Abend zu me
30. September. Der Prinz
hrtägigem Besuche hier ein-
e Zweite Kammer Die Wiederwahl des gg. Weber (Darmftadt) g und weiter bezüglich n erklärt, daß sein präsentationsgehalt nicht s ersten Präfidenien ität wieder-
1. Oktober, (Fr. 3.) Heute trat di längerer Pause wieder zusammen.
Abg. Küchler und die Wah und Weber (Offenbach) wur des nach Mainz versetzten Abg. Gold Mandat durch den jeßt bezogenen Re Bei der erneuerten Wahl de Präsident Görz mit großer Major lle des ausgeschiedenen Sekretärs der Wedekind (Darmstadt) bestimmt. Ausschuß wurde Abg. Küchler wie Ausschuß Abg. Weber (Offenb es wurde Abg. K
den für gülti
erloschen sei. wurde der frühere gewählt. An Ste Greim wurde Abg. v. dergewählt, in den Zum Mitglied des üchler wiederholt gewählt. Berathung des neuen Pensionsgeseß- Civil-Staatsdicner eingetreten und hier- aupjsache mit den vom Ausschuß und antragten Modifikationen zu den ein- m Ganzen einstimmig ange-
Kirchengeseß-Ausschuff Sodann wurde in die Entwurfs bezüglich der bei das Gesch in der H bezw. dem Abg. Buff be zelnen Artikeln und schließlich _i
Weimar-Eifenach. Weimar, 1. Oktober. e in ihrer heutigen 4. Sihung einstim- lten Entwurf einer Adresse an den chtete Abg. Diakonus Förtsch im chuffes für Petiiionen und Be- Petttion, betreffend die am Schlusse seiner Synode wolle b
Sachsen- Die Synode genehmigt mig den bereits mitgethei Hierauf beri Namen der Majorität des Ausf schwerden über die demselben übergebene Erweiterung des Konfirmandenunterrichts; Rede übergab er folgenden Antrag: Die
Großherzog.
der von der Kirchenregierung vorgelegte Eniwurf eines errichi betreffend, in folgendrr Der Konfirmandsnunterricht im 1 WWE Jahr hindurch, von 3 Stunden ertheilt. An dcm-
Kircbengeseßes, dcn Konfirmandenunt _ amendirt Werde: Großherzogt Ostern bis D, selben nimmt Jahrgang der Ostern begmn eigentliche Vorberriiung auf [ck [ich 2-3 Stunden. §. 3. D können je nach lokalen oder pers zelnen Fall von dam Großherzoglichrn Kir 'edoch nur in Bezug auf F nem solchen Falie bei dsr bi unterrichts. “
Dagegen brachte Abg. Schenk
„,Die Synode wokle beschließén, firmandsnnnterricht betreffend, Der Koufirmandenunterricht im bes Jahr hindurch crkbeilt und zw wöchentlich zwei Stunden, in der [ich drci Stunden.“
Die Berathnng wurde a
In einer weiteren Plenar Uhr) sol! der umfaff Landeskirche und die Vorkom kommen; auch soUen dann zwei Ausschüsse ge zur Berichterstattung Über entwurfe, die Ablösrmg geistlichen Stellen betre Über die Geschäftsbrdnnng.
Anhalt. Für den 17. Oktober ist der Landtag zu einer außerordentlichen Session zusammenberufen.
hum wird in Zukunft ei: ern, in wöchentlich 2- aucb bis sechs Wochen Vor Ostern der zu Konfirmirxnden Theil. §. r für die Konfirmanden des ie Konfirmation,
zweitfolgende Scrhs Wochen vor betreffenden Jai)cm die in ebenfails wöcheni- isyknsationen von dieser Verordnung önlichrn Verhältniffrn für jadcn ein- cbenratl) crtbsilr Werdcn, ilialgemrinden. Für diese brwendct es in herigen Ordnung des Konfirmanrc-n- den Antrag ein:
daß der Grfeßxmwurf, den Kon- fylgcnder Weiss amcrrdirr Werde Großherzogthum wird cin vcsies hab. ar in dcr Zsit vor Wsihnacbtsn in' Zeit nach Weihnachtsn in wörhcnf-
uf morgen vertagt.
fihung am Sonnabend (früh neun ende Bericht über den Znstand dcr mniffe in dcrselben zur Sprache wählt Werden, einer die Grundzüge zu einem Geseh- dherrlicher Rechte der Kirchen und ffend, der andere zur Berichterftaitung
Die Schiffs= e September troß der verringerten ? 17,253 Mk. 5 Sch. mehr, die 4 Sci). mehr, :die Verkaufs- r, und nur die (bekanntlich in se 26,529 Mk. 9 Sch. weniger
abgaben ertragen bis End Zahk dcr angekommenen Schiff Stempelabgabe 79 Mk. abgabe 7307 Mk. 3 Sch. meh den lehren Zügen liegende) Acci als im vorigen Jahre. _ ZU Ostern nä Reihe vbn Jah gemeinnüßiger ein, und eine an ha[tende Gewerbeschul an ihre Steile. Der Senate am" 30. U. M. durch die der Gewerbeschule zu Elberfeld, Dr. S Auf die öffentliche Aufforderung zur welche mit einem Minimalgehalt das durch Alter-Zzulagen v auf das Maximum von vierzig Kompetenten gem werbeschule vorgeseßte Be gebracht und dem Senate präsentirt waren.
Bremer!, 1. Oktober. gestrigen Sihung di endgültig erledigt. erhöht werden sollen, des Senats zu der V höhungen bereits
_ Der Bau großartigsten Sch das Gymnafium, soll, ist jeßt auch der Klassenzimmer beläuft fi Gebäude die Wohnungen für Gebäude wird durch Luftheizm mer im Sommer ventilirt. Laboratorium, ferner ein gen find hergestellt. Die jetzigen Räumen soll zu jesige Hauptschule, dem neuen ReichSpo
Elsaß-Lothringen. Die Kaiserin von Oester hier eingetroffen und wird bl
chsten Jahres geht die seit eiUer langen ren als Institut der GeseÜschast zur Beförderung Thätigkeii hierselbft bestehende Gewerbeschule dere vom Staat zu gründende und zn unter- e mit wesentlich erweitertem Lehrplan tritr Posten eines Dirckwrs derselben ist vom Wahl des seitherigen Direktors chönfließ, besth worden. ng um diese SteÜe, von 4000 Ct.:M. dotirr ist, 250 Ct.-M. von 5 zu 5Iahren 5000 Ct.-M. steigt, hatren fich über eldet, von denen drei durch die der Ge- hbrde auf den engeren Wahlaufsaß
Die Bürgerschaft hat in ihrer der Erhöhung der Beamtengehaltr Die Gesammisnmme, um welche die Gehalte beträgt 120,000 Rm. Die Zustimmung orlage ift zweifeüos, und Werden die Er- für dieses Jahr nachbezahlt. der neuen Hauptsch ulgebäude Denkschlan die Handelsschule und die im Innern seiner Vollendung nahe. ck) auf 80. Außerdem find in dem die dreiVorsteher hcrgesteüt. Das ig erwärmt, und werden die Zim- ins Aula und ein phhfikalisches hurm zu astronomischen Beobachtun- Ueberfiedelung der Schulen aus ihren Neujahr statißnden, und wird dann die hemalige Eschenhof, abgebrochen, um ftgebäude Plaß zu machen.
Straßburg, 3. Oktober. (WT. V.) reich ist heute Vormittag 9 Uhr s morgen hier Aufenthalt nehmen.
als, welche, als eines der ds, drei Staatsjchulen:
Vorschule aufnehmen
Wien,2. Oktober. Der Kaiser 27. September d. I. in Anwendung ber die ReichSvertretung vom 21. Dezember heimen Rath und Großmei Ordens, Bailli
Oesterreich-Ungarn. hat mit Handsck) des Grundgeseßes ü §. 5: den Ge des shuveränen Johanniter - Santa Croce; den Gu
den Hofrath Wilhelm Rifle men Rath und Feldmarsch Freiherrn Kellner vo und Feldzeugmeifter im R
reiben vom
sters-Steüverireter Johann Freiherrn er Wladimir Grafen Dzie- r v.. Engerth; den Gehei- im Ruhestande Fried- Geheimen Rath
all = Lieutenant n Köllenftein; den uheftande Rudolf Freiherrn v.
bucher; den Großinduftriellen Franz Ritter v. Schmiit; den Ge- heimen Rath Simon Freiherrn v. Sina; den Kämmerer und Gutsbefiher Victor Grafen v. Widmann - Sedlnißky als Mit- glieder auf Lebensdauer in das Herrenhaus des ReichSraths berufen. „
_ Der Herzog Ernfi zu Sackzsen-Altenburg ist am
29. v.M. von Tirol in Salzburg angekommen und nach kurzem Aufenthalte von dort nach Gmunden abgereift.
_ Der Minister - Präsident Fürst Auersperg und der
Finanz-Minister Freiherr v o n P r c tis sind in Wien eingetroffen.
_ Der Kaiser hat den 3 Offizieren der Nordpol-
Expedition den Orden der eisernen Krone und sämmtlichen Matrosen, die an der Expedition theilnahmen, das silberne Ver- dienstkreuz mit der Krone verliehen,
Prag, 1. Oktober. Das Gesch, betreffend die Abänderung
zweier Paragraphe der Gemeindeordnung, .und das Gesetz, betref- fend die Errichtung einer städtischen Sparkasse in Prag, wurden vom Landtage in dritter Lesung angenommen.
Linz, 1. Oktober. Der Minister Laffer hat sein Mandat
als LandtagSabgeordneter niedergelegt. Ueber die Gesehent- Würfe, betreffend die Sanitätsorganifirung in den Gemeinden und den Schuß des Jeldgutes, wurde vom Landtage der Uebergang zur TageSordnung beschlossen. Der Gesehentwurf über Jagdpachtung durch die Gemeinden wurde in erster und zweiter Lesung angenommen.
Graz, 1. Oktober, Ju nachträglicher Ergänzung der Antwort
auf die betreffende Interpellation erklärte der Statthalter im Landtage, er sei zur Mittheilung ermächrigt, daß die Regierung die Centralkommisfion zur Regulirung der Grundsteuer bald nach dem Zusammentritte des ReichSrathe-Z einberufen werde. Der Landtag beauftragte den LandeSausschuß, mit der ungarischrn Regierung ein Uebereinkommen wegen Uebernahme der aus Sieiermark abgeschobenen Zigeuner zu treffen, und beschloß, die dicffeitige Regierung um die Vermehrung der Gensd'armen zu ersuchen. Der Landeshauptmann verlas cine Zuschrift der Re- gierung, welche drn Landtag auffordert, wegen der bevorstehenden Eröffnung des Reick)Srathes seine Arbeiten thunlichst zu be- schleunigen,
Agram, 1. Oktober. In der heutigenLandtagSsiHung
brachte der Banus Gesehentroürfe über die Organisation der politischen Verwaltung und einen SanitätZ=GeseHentwurf rin.
Prst, 1. Oktober. Die „Pester Correspondenz“ berichtet
über die Reduktionen im Budget des Kommunikations- Ministeriums für 1875, daß das Gesammterspamiß gegen- Über dcm Jahre 1875 8,600,000 Fl. beträgt, WGVOU 6,800,000 Fl. im außerordentlichen Erfordernisse und die übrigen Ersparnisse rheich im Ordinarium, theils bei den Staatsbahnen, bei den leßieren namentlich durch Trennung der Maschinenfabrik§verwa[-
tung von der Bahndtrektion und durck) wesentliche Vereinfachung der Administraiion.
SchWeiz. Dic „N. Zürch. Ztg.“ erhält ein Privatiele-
gramm aus Genf, 1. Oktober, wonach zwischen der Stadt und dem Kanton Genf cin gütliches Abkommniß über die Braun- schweigsche Erbschaft zu Stande gekommen ist. Die Stadt gewährt danach eine Summe von gleicher Höhe wie diejenige, die fie allgemeinen WohlthätigkeitSanstaltcn widmen wollte, und der Staar verzichte't darauf, eine Erbschaftsstsuer zu fordern. Die Rechtsfrage bleibt unberührt.
Niederlande. Haag, 29. September. Nach dem
„Drentsche Courant“ find über die Herstellung von Verbin- dungen der Niederländischen Nordprovinzen mit Preußen durch Kanalis arion Unterhandlungen eingeleitet, Die verschiedenen Interessen von Ooerijsel und Drente soUen so sehr von einander abwékrhsn, das; Eine Kanalverbindung nicht genügend sein würde. Knnäle durch das Moorland (d. *i"..*:'d“arch Drenre) würden das da[digst praktische Resultat liefern. Die Zociézré JÉUÉWW 90111“ ['Sxpwimriou (LSI t011rb'101'68, Welche die AUsbentUng verschiedener Torfländereien (7885811) zum Zwecke hat, hat fich zur Herstellung von Kanälen erbotcn. Hr. van Holthe, zu Echten, hat ein Ge- such um Ausführnng eines Planes für Anlage zweier Kanäle eingereicht, welche die Hoogeweensche Fahrt mit den preußischen Kanälen verbinden würden.
“Belgien. Brüssel, 29. September. Der König, die
Königin und ihre Kinder find gestern früh nach ihrem Schloß in den Ardennen abgereist, Wo die Königliche Familie einen ziemlich langen Anfenthalt zu machen gedenkt,
Großbritannien und Irland. London, 1. Oktober.
Der Herzog von Edinburgh eröffnete gestern in Liverpool unter entsprechenden Feierlichkeiten das nene SeemannH=Waiscn= haus in der Nähe von Newsham Park, zu dein sein Vater, der verstorbene Prinz Albcrt, den Grundstein gelegt hatte. Das Institut wurde durch öffentliche Subscription mit einem Kosten- aufwande von 25,000 Lstr. erbaut und beherbergr bereits 200 Matrosemvaijen beiderlei Geschlechts.
_ Dcr Premier-Minister DiHracli hat fich bereit erklärt,
das ihm von der Stadt Aberdeen angebotene Ehrenbürgerrecht anzunehmen; aber er hat noch keinrn Tag für die Entgegennahme desselben an Ort und SteUe anberaumen können.
_ Der Herzog von Leinster starb gestern in Carton-
House, Mahnorth, Grafichaft Kildnre, im Alter Von 83 Jahren. Der Erbe seiner Titel und Würden ist sein Sohn, der Marquis von Kildare, der schon zu Lebzeiten seines Vaters in 1870 ins Haus der Lords berufen wurde.
_ Der soeben verbffenilichte Bericht des Schaßamtes
"
Über die Staatseinnahmen wahrend des am 30. Septem- ber beendeten Vierteljahrs liefert einen neuen Beweis dafür, daß der Schaßkcmzler in seinem Budget die wahrscheinlichen Ein- künfte überschäßte. Die Einnahmen in dem gedachten Quartal betragen 15,981,594 Lstr. gegen 17,342,439 Lstr. im korrespon-
direnden Quartal des Vorjahres, d. i. eine Abnahme von 1,360,845 Lstr. Der Ertrag der Zölle ist von 5,012,000 Lstr. auf 4,572,000 Lftr. gefallen. Die Einkommensteuer brachte 349,000 Lstr. gegen 457,000 Lftr. in 1873, und verschiedene an- dere Einnahmen betrugen 1,244,594 Lstr, gegen 1,276,439 Lfir. im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dagegen ist die Einnahme aus der Stempelfteuer um 46,000 Lftr., der Ertrag der Ge- tränkesteuer um 1,044,000 Lstr., sowie der der Grund- und Gebäudestcuer um 55,000 Lstr. gestiegen, während (zuck) die Post, die Telepraphen-Verwaltung und die Kronlßndereten mu ver- mehrten Einkünften figuriren. Der Bericht fur das am 30. alt. beendete Jahr weist eine Einnahme von 75,966,219 Lstr. gegen 77,428,999 Lftr. im Vorjahre auf. . ,
_ 2. Oktober, (W. T. B.) Ein mxt Pukver beladenes Schiff auf dem Regentskanal ist heute M_orgen*in die Luft geflogen. Die Regentskanal-Brücke tst_ zerstort, viele der in der Nähe befindlichen Gebäude find beschadtgt, 3 Schiffe sind in den Grund gesprengt. Auch eine größere Ynzghl von Per- sonen wurden beschädigt und 5 Todte find bis 1th aus dem Wasser gezogen.
_ 3. Oktober. (W. T. B.) Der spanische Dampfer „Juan“ aus Santander, der am 30. v. Mts. in Sligo in Ir- land angekommen war, isi von einem Offizier der englischen Küstenwache mit Beschlag belegt worden, weil fich an sei- nem Bord 13 Armstrong:.Kanonen befanden, von denen man annimmt, daß fie für die Carliftej bcßimmt sind. Der Kapitän des Schiffes behauptet, die Kanonen gehörten der Madrider Regierung und seien nach England geschickt worden, um daselbst repaZirt zu werden. Das Schiff ist noch nicht wieder frei- gege en.
Frankreich. Paris, 1. Oktober. Das „Journal officiel“ veröffentlicht heute die von dem Präsidenten der Republik ge- biUigten ministerieüen Verordnungen, welche die näheren Be- stimmungen für die Organisation des religiösen Dienstes tn der Armee enthalten. Denselben geht folgender Bericht des Kriegs-Ministers an den Präfidenten der Repnblik voraus: _ „ Paris, 25. S*cpismbcr 1874.
Das Geyß beresss der Organiiation des religiösen Dienstks in drr Lizrdarmre vom 3, Juni d. I. wird in Kraft gefaßt w.?rdkn. Es Ut _aljd nothwendig, die Besoldungen für di? Titular- und Hüifs-Al- moiemrrs festzuieizrn, datyii die Kandidaten so schurli als möglich vori der, Stcibmg Kenmnix; erhalten, die sie haben werden. Nur in Kriegszrtten chu dic Strüsn des Ober- und dsr Corps-Almoseniers bexeßt wsrden. Ich habe geglaubt, das; fie, Was die Besoldungen an- béjlangt, solgc'ndermaßen gestellt werden könnten: Dxr Ober-Almofenier Wird 6000 Fr, Brsolduxrg, der Corps-Almosenier 4000 Fr. erhalten. Was den Trtular-Almownier anbelangt, 10 wird man ihm 2000 Fr. Pro Jahr anweisen; rr wird außerdém eine Cntsckzädigung fur seine Wohnunz; _oder für die Möbel erhalten. Ick habe es auch fur _nrrßlrch erxchtei, in cinem speziellen Tarif außer den_ verWreder-rn Enmchädigungrn, Gratifikationen und Lmstungeq 1_n Natursrzsugnissen, W(icbe dcn Titular-Wmoseniers schon «Hi bcwribgi' wrrden, auch die festzuseßeu, welch? in den aus dem Kriegs cntwrmgendsn Artsnahmefäilen drm Ober- und ch Corps- Vllmosrnirrs zukommsn "müssen. Da die Lllmosrniere koirjr Psnfion erhalirn können, so wrrden ibnkn dir 2 Proz. auf ihrrn Sold nichr abgszogm. Was die Hülfs-Almossniers anbelangt, Miche in Friedens- zsiton in drn v:“riäiiedencn Garnisonrn verwandt werdcn könnten, ',0 wrrd-én ste vmzquc-ifa aus der Gemeindr-Geistlicrkeit oder unter den Almosemrrs grwabU werdsn, Miche bersits in Einem I)iilitär-Hrspital rdkr _einrr Militär-Stmfanstalt angrstrllf sind. Ems spezieÜe Ent- 1chädtg1m3 von 400 Fr., Pro Jahr scheint mir genügend, um den Hüis-Aimrseni.r_ zu rnt1ck)ckdigrn, drr dicsklbe zuglsick) mit seiner Civil- oder Milifäl-BLWWUUJ erhaltrn kann. Ich habs dabcr die Cbre, Hcrr Präfidiut dcr Rxpublik, Sie zu bittrn, den gegenwärtigen Be- richt und den binzugcrrigrsn Tarif bswiiligenxuchn. Wriien Sieec.
Dcr VirL-Präfident dess Ministerraths, KrirgOMinister, Grnrral dr Ciffer). GebiÜigt: Der Präsident dsr Republik, Marschali de Mac Mahon, Hcrzog ron Machta.
Der Tarif sexzt die Vesoldungen, wie oben angeführt, fest. Die Entschädigungen find foigende: Ober-Almosenier für Woh- nung jährlich 960 Fr., für Möbel jährlich 300 Fr.; außer- ordentliche Entschudigung für die „Raffemblements“ 60 Fr., als Kriegsgefangene für das Gepäck 800 Fr., für Verlust von Pferden 400 Fr., in KriegeZzeiten fiir getödtere Pferde 400 Fr. Für die Corps-Nlmoseniers stellen sich die Ziffern folgender- maßen: 720, 240, 60, 600, 400, 400. Beim Beginn eines Feldzuges erhalten der Ober-Almosenier 1200, der Llrmee-Almo- senier 900 und der Titular=Almosenier 600 Fr. Gratifikation. In, Kriegszeiten erhalten der Ober-Mmosenier drei und der Corps- und der Titular-Almosenier zwei Raiionen. Jeder Al- mosenicr erhält dann ebenfalls für zwei Pferde Futter. Ferner bekommen in Kriegszeiten der Ober- und die Corps-Almoseniers die für die Stabsoffiziere festgesetzte, und die Titular-Ulmo- setkicrs die für bis Offiziere der unteren Grade bestimmte Kriegs- zU ng.
_ Die Ersahwahlen im Oise-, im Dröme- und im Tord-Dcpartement find auf den 8. November frstgeseht.
_ 2. Oktober. (W. T. B.) Vom Journal „Monde“ iß der kurz gefaßte Artszug einer angeblich zwifthen Frankreich und Italien betreffs des päp71lichen StUhles abgeschlossenen Kon- vention veröffentlicht worden. Die „Agence Harms“ erksärt, daß diese Nachricht jeder Begründung entbehre,1mddaßv0n einer Konvention zwischen Frankreich und Italien Überhaupt krinc Rede sci, chh das Gerücht, der franzöfisöhe Gesandte beim päpstlichen Stuhls, de Eorcech, habe den Wumfth UUSJesprochem seines Postch enthoben zu werden, sei unbegründet.
_ Der Straßenverkanf der Journale „Si-Jcle“ und „WIT. Siécle“ ist vsrboten worden.
Ajaccio, 2. Oktober. (W. T. B.) Hkute ist die ZU- schrift des Prinzen Louis Napoleon an Franceschini Pietri vom 5. U. M. publizirt worden, in welcher Pietri aufgefordert wird, sich nach Korsika zu begeben und die Kandidatur des Prinzen Karl Bonaparte um einen Sitz in dem Generalrathe
zu unterstützen.
Spanien. Der spanische Gesandie für Belgien, M arquis dz Pr at, ist, einrm Telegramm aus Paris vom 2.'Oktober Abends zufolge, nach Madrid berufen worden.
Jfalien. Rom, 2. Oktober. (W. T. B.) Der deutsche Gesandte von Keudell und der Minister des Aeußcren, Vis- conti-erxofta, find heute hierher zurückgekehrt.
Mailand, 2. Oktober. (W. T. B.) Der hiesige Bür- germeister hat heute Thiers besucht, um densrlben willkommen zu heißen. Thiers gedachte in seincr Erwiderungsrede der großen Fortschritte, welche Italien gemacht habe, sprach die Hoff- nung aus, daß die shmpathiickxn Beziehungen mit Frankreich, die im Intereffe Europas nothwendig seien, fortdauern möchten, und rühmte dcn Empfang, der ihm beim König geworden. Nach einer längeren ?luslaffung iiber die Verhältniffe in Frank- reich schloß Thiers seine Rede mit der Erklärung, die konser- vative Republik sei die einzige Regierung, welche Frankreichs Wohlfahrt auf die Dauer zu sichern vermöge.
Türkei. Belgrad, 2. Oktober. (W. T. B.) Der Minister des Innern Zumic bleibt auf seinem Posten, und tritt überhaupt keine Modifikation in der Zusammensehung des Ministeriums ein.
Rußland und Polen. St. Petersburg, 1. Oktober. Wie dem „Reg.-Anz.“-aus Ssewasto'pol vom 29. September telegraphisch gemeldet wird, isi der Kaiserzam 28. um 5 Uhr Morgens in Ssewastopol eingetroffen. Um 10 Uhr besuchte Se. Majestät die Kathedrale von Ssewastopol, die Museen und die Kathedrale des heiligen Wladimir und wohnte in lehterer dcm Todtenamt für die gefaUenen Krieger bei. Um 1 Uhr fand eine Revue der Truppen statt, über welche der Kaiser seine vonommene Zufriedenheit äußerte. Um 7 Uhr war bei Sr. Majestät Mittagsrafel, zu Welchem die obersten Chargen vom Militär und Civil Emladungen erhalten hatten. Am 29. Sep- tember'um 4 Uhr Nachmittags traf der Kaiser wiederum wohl-
behalten in Lioadia ein.