Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger uud Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
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Register für das Deutsche Reich.
Aehnlich verhält es fick) mir den erst
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zu später Zeit datircn.
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vorzugSweise südwestwärts. den HandekSoerkehr Hamburg?»
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Abtbeisung 1. _ Nr. dcm 111 015111 WohnMden är.
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anfmanne Heinri
schweige von einer HandelSrcgistcr i
demselben die Reds ufer für 1einc
gsfübrtc Firma:
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Cölu, den 9. November 1874.
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_ Cölu, den 10. November 1874.
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vertreten.
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Nr. 605 das. criheilt.
Firma zum Ferdinand Möller Nr. 169 UE Prokurcnregifters.
Firma
Nr. 170 das. Nr. 171 Das.
Die Firma ist durch Ekbgang au_f Firma:
in den Rheinarm, die Becht; Sicénbaus überge-
der andere zn Lande über Bremen, Wilderbausen und Kloppen henden Geschäfts ist dsr Kan
Alleiniger an hier.
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eingetragene Genossenschaft alomon
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Hakodate abgegangen ist, um sofort nach der Ankunft desselben vollstreckt zu werdcn. (Hier folgt der Text der oben mitgetheilten japanischen Dokumente.) cho, den 25. September 1874. Der Minister-Resident des Deutschen Reiches. von Brandt.
Der japanischen Regierung und dem Volk als solchem kann an dem Verbrechen des einzelnen Fanatikers eine Schuld nicht beigemeffen werde'n; ist doch die Regierung in jeder Weise bemüht gewesen, durck) entgegenkommendes und energisches andeln den sehr trauri en und aufregenden Eindruck zu vcrwis en, welchen die Mordt at hervorgebracht hatte.
Drei Biographien deutscher Musiker.
Der fruchtbare mustkalische Schriftsteller und Komponist August Reißmann, dessen fleißige Arbeit über die „Geschichte des deutschen Liedes“ seiner Zeit Erwähnung fand, hat sick) auch die geschichtliche Bearbeitung der jüngsten Phase der Musik, die durch Mendelssohn, Schumann und Schubert vertreten wird, angelegen sein lassen. In drei umfangreichen Bio- graphien“) beschreibt der Verfasser zunächst die Jugend: cindrücke, welche die späteren Meister empfangen, und das Ent- stehen ihrer Erßlingöwerke, ihre künstlerische Fortentwickelung, ihre Erfolge in der Oeffentlichkeit; dann folge11ausführliche, mit cingehcndem Verständnis; geschriebene Charakteristiken ihrer Hauptwerke und eine gedrängtc Darstellung der kunst- und kul- turgeschichtlichen Bedeutung der Musiker. Im Nackystchenden folgen wir den Ausführungen des Verfassers und versuchen eine Charakteristik Mendelssohns, Schumanns und Schuberts in der angedeuteten Beziehung.
Mendelssohn nimmt nach Reißmann eine mehr vormit- ielnde Stellung ein zwischen alter und neuer Anschauung, zwischen dem Mufikkmpfinden der älteren und der neUcren Zeit. Er war unablässig bemüht, dem Kunstwerk einen bestimmten Play im Leben der Nation zu geben, und bestrebt, die kiinst- lerijchen Bedürfnisse seiner Zeit zu erkennen, um diesen dann in edelsjer Weise in seinem Kunstwerk entgegen zu kommen. Men- delssohn erwählt die größten Meister (Back) und Haendel) zu seinen Vorbildern, aber nur, um die Größe ihrer Anschauungen seiner Zeit in den ihr geläufigeren kleineren Formen zu vermitteln, und auch aus den Scbäßen der Romantik hob er manch ein Kleinod heraus, aber gleichfalls nur, um es in der seiner Zeit bequemen Fassung zu geben; von der erdrückenden Fülle und Tiefe des Inhalts derselben fühlte er fick) nur in geringem. Grade ange- zogen. So erscheint sein Kunstwerk mehr anziehend, als tief, mehr glänzend, als gewaltig und ergreifend. Damit geivann er ganz naturgemäß eine höhere kunst- als knlturgeschichtlichc Be- deutung. Zwar bestimmte auch er eine Zeit lang die Entwicke- lung der Tonkunst unserer Tage, dock) kaum länger, als der blendende Glanz seiner Erschcinung dies bcgünstigte, und auch nur so, daß er eine Reihe mehr oder weniger talentvoller Nack)- ahmer fand. '
Robert Schumann dagegen gewann eine höhere kunst- geschichtliche Bedeutung. Indem er nur darauf bedacht war, seine künstlerischen Ideale mufikalisck) zu gestalten, unbekümmert darum, ob diese auch von der Gegenwart voll und ganz gewür- digt und begriffen werden würden, gelangte er allmählich zu einer, von der Praxis seiner Zeit bedeutend abweichenden mufikalischcn Darstellung, und es bedurfte einer längeren Zeit, che diese fick) Bahn brach und fie als eine nothwendige Phase der Mufikentwickclung erkannt wurde. Schumann konnte aller- dings damit cxst sehr spät und nur allmählich in weitere Kreise dringen, aber dann sammelte fiel) auch bald eine begeisterte Schaar von Kunstjüngern um ihn, die an seinem Geiste Anregung für ihr künstlerisches Empfinden, bei seinem KunstwcrkAnleitung für ihr kiinstleriscch Schaffen suchte. Dieser Einfluß, dcn Schumann somit W die künstlerische Entwickelung unserer Tage gewann, wurde 01110an 11achaltigerund bcdkutungsvoller, wie bei Mendelssohn,. wie denn auch eine gcdcihliche Wcitercntwickclung unserer Kunst ganz besonders durch diesen jüngsten Meister bedingt worden ist.
*) Felix Mcndci“so1)n-Bartl)oldy. Sein chen und seine Werke, dargestellt von August Reißmann, 2. stark vermehrte und verbesserte Auflage. Mit Portrait in Stahlstich. (Berlin 1872. Ocrlaa von J“. Guttcntag (D. Collin).
Robext Schumann. Skin Leben und scinc Werks, dargestcüt von August Rcißmann, 2. bcrmcbrtc Auflage. Mit Portrait in Stahlstich. (Bcrlm 1071. Vrlag von Z. Gutteutag (D. Collin).
FranzSch11bert. Sein chen und seine Werke, dargestcklt von August „“Reimnann. Mit Portrait in Stahlstich, Notenbcilagc
"hren SWH und auch
anz Gothland in 1
nud Facsimile. (Berlin 1873. Verlag von J. Guttcntag (D. Collin).
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Der Grund, weshalb er nicht die gleiche kulturgeschichtliche Be“ deutung gewinnen konnte, ist darin zu suchen, daß der große Reichthum und die Tiefe des Inhalts, die er in seinem Kunst- werk darzusteüen bemüht war, die formelle Gestaltung desselben erschwert; daß diese häufig nur mit jener ernsten Hingabe er- kannt und erfaßt werden kann, welche sehr selten vorhanden ist und nur aus der liebevollstcn Beschäftigung mit dem Meister und seinen Werken fick) von selbst ergiebt. Es war ja die Misfion des jüngern Meisters, daß er fick] in die Wundertiefcn des romantischen Inhalts ganz versenkte, daß er dem phan- tastischen Zuge derselbcn bis an die äußersten Grenzen fokgte, und dabei verlor er selbst nicht selten Formen und Umrisse.
Damit aber ist zugleich auch der Grund angedeutet wor- den, weshalb Franz Schubert wiederum eine größere kultur- geschichtliche Bedeutung gewann, die natürlich auch noch bedeu- tender ist, als die Mendelssohns. Schubert überkam die Romanük gewissermaßen als erst neu entdecktes Gebiet, auf welchem er, nachdem er fick) crst zurecht gefnnden hatte, mit naiver Sorglosigkeit formen und bilden konnte.
Daß die bedeutenden Instrumentalwerke Schuberts an- fangs nur geringen Anklang fanden, hat seinen Grand nur in der Eigenartigkeit ihres Inhalts. Nachdem dieser durch die Lieder namenjlick) auch den größeren und weiteren Kreisen, ver- mittelt worden war, und ihnen immer geläufiger wurde, er- warben fick) auch die instrumentalen Werke gar bald einen Kreis begeisterter Verehrer, der fich dann fortwährend erweiterte. Sie waren es, die namentlich auf die jüngsten Romantiker einfluß- reicl] wurden, und in McndelSsohn und Schumann die ge- sammte moderne Mufikentmickelung bestimmen halfen.
Schumanns ganzes Denken und Empfinden wurde von früh an fast ganz ausschließlich von der Welt der Romantik gefangen genommen. Lange vor der Bekanntschaft mit den WerkenSchu- berts fühlte er fiel) zu ihr und ihren Dichtern hingezogen; die Schöpfungen Schuberts aber gaben ihm erst Anregung und die entsprechende Anleitung zur musikalischen Darstellung der Ge- bilde seiner romantisch erregten Phantasie, seines romantisch bc- wegten Innern. Auch Mendelssohns Naturel] neigte nach dieser Richtung, und obgleich seine ganze Erziehung andern Zielen zustrebte (der Vater war der Romantik geradezu abhold), so sollte dock) auch er seine ersten nnd im Grunde bedeutendsten Erfolge hier erreichen. Seine Ouverturen, vor allen jene zum Sommernachts- traum, die er, kaum zum Jüngling herangcreift, schrieb, wie die zum Märchen von der schönen Melufine und die Hebriden: Ouverture, smd seine unstreitig bedeutendsten Werke und gehören zugleich zu den kostbarsten Erzeugnissen der musikalischen Romantik. In ihnen offenbart fich aber auch der bedeutende Fortschritt, den die beiden jiingeren Meister dcm ältc'ren gegenüber bekunden. Selbst das bedeutendste Werk Schuberts nach dieser Seite, seine (1- (1111 Sinfonie malt uns diesephantastische Welt der Romantik nur mit den brillantesten Farben; fie läßt nns auchwohleinzelne Figuren darin crkenncn, aber diese smd ohne eigentlich individuelch Ge- präge. Wie die meisten Instrumentalrverke des Meisters, b?schäf= tigt auch diese Sinfonie vorwiegend die Phaniafie. Dic Empfindung wird weniger in Anspruch genommen, oder doch mehr nach Anleitung des Vokalen, weniger echt instrumental. Nur in einigsn Werken finden sich Phantafie und Empfindung ziemlich gleichmäßig beschäftigt. Indem Mendelssohn und nach ihm Schumann diesc Märchenwelt nicht nur mit der Phantasie, sondem auch mit dem «Herzen er- fassen, werden beide über jenes schwelgcrische Spiel mit Instrumentalklängcn hinaus zu wirklichen, in 1111) ge- festigten Bildern geführt. Dadurch tritt die farbensthimmerndc Märchenwelt auch in ein näheres Verhältnis; zu dem Hörer, indem fie die Empfindung anregt und den Verstand beschäftigt. Anstoß und Anleitung hierzu erhielten beide hauptsächlich von Franz Schubert.
Nock) einflußreicher war dieser indes; durch seine kleinen Klavierstücke durch die ImprompiuS, Momms muficals und selbst durch seine Tänze auf die mustknlische Richtung seiner Zeit; denn fie erzeugten eine gewissermaßen neue Literatur, und ganze Jahrzehnte unserer Mußkentwickclung widmeten fick) ihrer Pfiege fast ausschließlich. Sie regten Schumann zu jener großen Reihe von Charakter- und Phantafiestücken, Kinder- und Ballscenen, Impromptus, Novelletten 11. s. m., und Mendels- sohn neben den Cappricio's zu den Liedern ohne Worte an. Der Reichthum von feinen Einzelzügen, wie die große Mannicbfaltigkeit, in welchen der romantische Inhalt fick) darlegte, trieb eine ganz unabschbarc Menge solcher kleiner Formen hervor, in denen er verkörpert erscheint, und noch ist nicht abzusehen, 10mm und wo das Ende erreicht sein wird.
Wie dieser neue Inhalt in seiner Mannichfaltigkeit auch den großen und weiten Formen zu vermitteln ist, damit diese er-
Steiuhans Nachfolger zu 03111. Auf Anmeldbü
Bielefeld.
irma Ferdinand Möller,
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1511er, Ernestine, geb. Abtheilung 1.
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6. November 1874. Kreiögericht. _ Bekanntmachung. Zn Unser Firmenregi
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Der Ehefrau Ferdinand
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Nr. 501 des Firmenregistcrs.
Firma
9 HandengeseUscbaff
ffen
rricbtete 0
ff & Pelzer c
ho
,
1: am _13._No- Ge1ell1chaf-
zu vertreten, steht
für fich zu.
Jri bas hiefige Handelsregister ist
[lichaft
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cseklschafter
Heinrich Pelzer zu Saarn.
ufmann dre Ge
Mülheim a. d. Ruf) 874 eingetragen, und find als
ter vcrmsrkt
. s
1) der Anstreicbcrmeistcr Friedrich Niederl) zn Saarn, fugni'.
2) der Ka
Die Be
u Saarn bei vember ]
jedsm der beidkn G Rurxtlorf. heute auf
3
HandelSJeseÜ-
u Bielefeld.
offenen
der Hermann Steinhaus bier.
Tb. Mann zu Bielefeld.
Der Kaufmann chmann Steinhaus ist als Theil-
babsr eingktretsn, daher bier gelöscht.
. Mann & Co. z
* s ! *
ianofabrikant ThcoplÜl Mann hier,
eseÜschafter
Nr. 253 dés ZefellschastSregisters. Füma Th Die find:
schaft d?! Kaufmann
1) der P
2)
Firmenregisters.
602 des
Ni“.
* .
Busse zu Canton 111. ist
nbaber res unter der Firma:
Der Kaufmann Julius
cingetrageu
irma ist erloschen.
1a: L. S. Rosenberg,
Firn 001011118 9:
Busse zu Bielefeld
ts.
J Iulius
alleiniger
, s
Die F
Burgdorf. 12. November 1874. _ Königlich Preußischks A111t6gericht. Abihccknng 1.
Burgdorf, Hermann
0 *
enberg, ssung
Ort der Niederla
(101011119, 3: ereninbaber Kaufmann
nutzäork. In das hiesige Handelsregister ist
heute auf
0 *
ma: Hermann Ros
2
cingetragc n : F i 1: 001011110
Klockenbring
bier ist als alleiniger Inhaber des hier unter der
Firma:
0 .
nn Vreden hier ist alleini-
cr der Firma
Herma ier unt Hermann Vreden
ar k) chäfts.
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beftebknden Gesc! Herm. Klockenbriu
bestcbenden Geschäfts. 401
1'
Nr. 603 das. Der Kaufmann Der Kaufmann Hermann
ger Inhaber des
bestehenden Ge Nr. 604.
Vertrexer
cb SchtVe-
in Burgdorf.
Rosenberg 12. Roycmber 1
g
Aktbeilung 1.
874.
Fisches Amtögericht.
Burgh orf, Königlich Preu
. .
Firma W. Steinhaus zu Bielefeld.
Nr.
0 *
13
Min
9. November
[Ligen Funktionen ent-
fä fugung vom
26
»,
einem Anfrage gema von 16mm 1
ge Ver selbigcn Monats bfi Nr. 7 unskres
chaftsregisters eingetragen.
um zu seinem Vertreter bestallt. [
fo
unden und durch ferneren Beschluß vom 28. selbigen olches ist zu
) Mats den Tischlermeister Adolph TimaeuZ
wbannes Behrmann s
rktor der leßteren, lierieljahr
edachten Zeitra
874 am 11.
enossxn
is
' .
]. Abtheilung.
Altona. chaftsbertrach ist neben
!“
tigung vom gestrigen Tage 1869 der
Nr. 114 unseres Firmenregisters
schen der da tragencn Firma:
2 unseres Genoffknschafts-
Zufolge Verfügung vom 11. November
f" st eingetragenen
Peter Heinrich Wilhelm Emke
1. Abtheilung. aselb
Bekanntmachung. I. I. Timm
Altona, den 12. November 1874.
1. Abtheilung. horn, eingetragene Genossen-
lbst mii dem Siße in Altona eingetragen worden sekl
ausmanß se
Königliches Kreisgericht.
Königliches Krengericht.
Zufolge Verfügung vom 11. d. Mis.
atnm des Ge
M
Infolge Ver
den 11. November 1874. eute unter Nr.
1" [)
Folgendks
Das D
in Altona, Ort der Niedsrlaffung König1ichcs Krengericbt.
Firma: Wilh. Emke. Altona, den 12. November 1874.
der K toon. beUie bsi tona-
1er Firmenregister unter Nr. 1185 eingetragen ist
glstkrs bei dem d
erein in Elms
-- aft,
Altona, rmerkt worden.
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neut und verjüngt werden, das haben weniger Schubert, als vielmehr, wenn auch nur in einzelnen Werken, Mendelssohn und mit noch größerem Erfolge erst Schumann gezeigt, indem er die Sinfonie nnd die Formen der Kammermufik mit dem neuen Inhalt erfüllte und in anderer Weise, wie Schubert. Während dieser, wo er die Bahnen dcr alten instrumentalen Formen verläßt, meist seinen Vokalftyl anf das instrumentale Gebiet überträgt, sucht Schumann den älteren SM im Sinne der neuen Richtung umzugestalten, und dies gelingt ihm in einer ganz stattlichenReihe bedeutender Werke.
Schubert schuf übrigens auch mit seinen Tänzen, seinen Walzern, Eccoffaisen, seinen Polonaisen, wie mit den Märschen diesen untergeordnetem Mufikformen eine ganz neue Ge- schichte. Strauß und Lanner haben jener finnlichen Lebenslust einen ausführlichem Ausdruck gegeben in zahlreichen Tänzen, die alle als Ausläufer der Schubertschen erscheinen, und Chopin hat ßck) nach jener andern Seite gewandt, er hat der tiefen Melancholie, die bei Schubert nur angedeutet ist, ausführlicher und bis ins Detail erschöpfenden Ausdruck gegeben in seinen Walzern und Polonaiscn, die gleichfalls unzweifelhaft sämmtlich durch die Sckmbertsckzen angeregt find.
Schuberts kulturhistorische Bedeutung ruht jedoch ganz be- sonders auf dem Gebiet der mufikalißchen Lyrik. Diese gewann der Künstler dadurch, daß er die Kunstschä e scincr Nation nm Werke von monumentaler Bedeutung bcreichrt und mit ihnen zugleich vercdelud und bcffcrnd auf Phantasie, Verstand und Herz des Volkes wirkt. Unter den mehr als 600 Liedern und axngefiihrtcrcn Gesängen Schuberts befinden fick) unvergänglicbe Mufin“ ihrer Gattung. Der Meister hat mit ihnen der Nation cinen kostbaren Schuß hinterlassen, der zins- tragend geworden ist, wie kein anderer. Mit seinsn süßen, her:,- erfrcuendcn Weisen machte Schubert erst die Lyrik unserer deut- schen Dichter Goethe und Srbiücr, Wilbelm Müller, Rückerk, Platen n. A. im Herzen des Volkes lebendig und vermittelte ihm die Dicksungen Osfians, Walter Scotts, Shakespeare's. Indem er ihm damit einen Einblick versthaffte in den großen Reichthum seines Empfindens, half er es mit aufklären über seine eigenen Ziele und Pläne.
Die Ueberführung der Warschauer Straße über die Bahnhöfe der Königlich Niedcrschlesisch-Märkischen und der Königlichen Ostbahn in Berlin.
Wenn man Berlin, durch das ([)cmalige Stralauer Thor gebend, Verlänt, das jvßt rnr noch durch Ein Stcnergcbäude zur N(“(bkM nnd die Ucberrestc der alten Stadtnuxucr an der Oberbaumbrücke ange- dsutet ist, bemerkt man zur Linkcn da, Wo man die naturgemäße Fortfeßung dcr genannten Ringnmuer vcrmuthct, statt derselben 6111211 breiten ungcpfiasterten Vorplatz, dar fick) schr bald nördlich in drei Theile zcrlcgi, cinen mittlrrcn, in (Hestalt eincr rampenartig anstei- genden brcin'n Straße, wclche theilweise die Aussicht auf die davor- gclcgencn Bauten des Königlich Niedersckolefisä)-Märkisckcn Bahn- boch raubt, Linen linkfcitigen, dem Terrain folgenden schmalen ch, dcr vorläufig die, früher an der inncrcn Seite dcr Stadtmauer hinfsxbrcndc Kommunixation zwischen dym Stralauer und Frankfurter Thor cht, -- und eincn rschiscitigcn, längs der Berliner Wasserwvrkc mit ibrcn Rcscrvoirs fick) l)in*icl)cnd_kn, nach dem BcbauungSPlan für bis Umgcbungancr- [ins urprüngltch zur Anlage eines kleinen öffcntlicbcn Parks (1116er- scbcncn, gegenwärtig noch als Holzvlatz vcrpacbfctcn Strcifcn.
Ein am Eingangc zum Platz stehender Pfosten lehrt, das; die nen angelegte, in die Stralauer Chaussec einmündcndc, in dcr Vcr- 1ängcrnng dvr Oberbaumbrücke nördlich zum Außenbabnbofc der Königlich Nicdcrsck)lcfisckpMärkiichen und weiter dcr .Königlicbkn Ost- bahn fick) k)inzicl)enrc Straße dcn Namen dék Warschauer fübrt, einc Bczcicbnnng, Miche derselben im März dicses Javies d111ch Allerbökbste Kabmctöordre verliehen wvrdc'n ist. Nach Ucberscbroitung dkr 119“ nannten Bahnhöfe Wendet sich die Straße in breifcm Ingo, dcn che: nmlich Wicjcnwcg (jcßt (Hubcncr Straße) und den Boxbagcncr Weg dulch1chnctdcnd, dcr Frankfurtc'rAlleczu, bcidcren Krcuzmm sie dich an 110 Grenze des Wciébbildcs von Bkrlin tritt. Von dort zieht sie sicb, untcr dcr neuc11_ Bcncnnung Petersburgcrstraße, am Vcrsnckch-ld für land- wirthftbnTt'chc Maschinen vorbei, zur Clmuffcc vor dem Landöbcrgcr Thore hin, Welche fie östlich vom aÜgemeincnstädtisÖcn Krankenhause krrcicks. _Dann in Wcitercm ZUJL als Elbinger Stxaße sich nord- westlich l)1n:er dcm Friedrichshain verum zichcnd, stößt" fie auf die großartigen ncuen Anlagen der Städtischen (Haöanstalt in dcr Greifs- walder Straße und mündet an diesen vorbei, nochmals dyn Namen wechselnd, als Danziger Straße die Prknzlallkk Chaussee überscbrei- tend, an der Kreuzung der Scbbnbaufcrs der Kastanim- upd der Pappcl-Allcc, dcm Elisabcil)-Siechcnl)ause gcgsnübcr, wieder in be- bautere Stadtviertel dcr Rcsidcnz ein, nachdem sie auf dmn Weitsn Wege vom Ostbahnhof hcr anerdings nur Wenig belebte, großen- tbeils sogar noch unbcuanntc Straßen und Viertel erührt hat.
In diesen großen Strnszcnzug fügcn fiä) dann zwei jvciicre kleine Straßenzügc ein, deren cincr nördliäwr, dcr Bcrnaucr Straße
August 1874, an
22. änderung des Gesxllschaftß-
arz Welchem Tage eine Ab
vertra
dem 31. Altona
[er zu Char-
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November 1874 sind An Stelle desselben
erichts zu Berlin. Jacobius ist aus dem
der 1874 folgénde Eintragungen er-
Ge" biet": uges
(haft in irma lara“ fürFBerlin in
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burg
1 s
ls bevollmächtigte):
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-irektor der Ge1ellschastge-
gest tragen: &
st. Direktors Freiherrn von Bre-
D lnghoff in den Vorstand Eingetreten.
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aftSreqister. woselbst unter Nr.
heater-Dircktor Friedri
ist
n ssenschaftßregister, wyselbst untsr
1. Abtheilung. 39 die hiesige Genossenschaft in Firma
einge eä. Alexander
gt , den 12. November 1874, Chart ande ausgeschieden,
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UU gk Aktien fmcmn Ferdinand Scheib
QandelSregister then Stadt
ugung vom
Königliches Krengericht.
ellsämft Oer T
zu Berlin „Es beurlaubte
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steht, ist
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folgend, die Hauptstraße bis zum Stettiner Bahnhof geleitet, wäh- rend der südliche Außläufer, in Rückwärtsverlängerung der Oberbaum- Brücke die Schlesische und die Görlißer Straße schneidend, danör- 1113er Bahnhof erreicht und darüber hinaus, an der Barliner_Wcich- Yillngrenzc den Schiffahrtskanal überschreitend, der Hasenbaidc zu- ü)rt.
Aus dem Gesagtkn geht zur Genüge hervor, das; ein Straßenzug
von der gcschilderten Arisdehnung, welche wenig unter 1.1 Meile zurückbleibt, und der sick) in kechfidenz nur noch dcrjcnige Straßxn- trakt an die Seite steÜen kann, welcher im Süden der Stadt, bctm Steuergcbäudc am Kreuzberge bkginnend, und die Bkllc-Allianch die Große Friedrichsstraße, sowie die Cbauffec- und Müllerstraße um- fassend, das_ Berliner Weichbild am Chauffcehaus an der IZchlex- [traße kaläßt, in der Zukunft eine hervorragende Bedeutung sur _dtc Bcrkclyrsverbältnisfe dcr Stakt criangcn muß. Die W101- tigkeit desselben wird aber noch durch den Umstand cr- öht, daß die geschilderte „Ringstraße“ auf ihrem Zuge ' Bahnhofkgebictc, nämlich außer den bereits angeführten der Görlißrr, dcr Niederschlcfiscl)-Märkiscben, der Ostbahn und der Stei- tincr Balm in der Bernauer Straße auch den Nordbahnhof und den in der Nähe des Ostbahnhofcs projektirten Bahnhof der Berliner Stadtbahn berührt, so wie dadurch. daß die Kreuzung mit 2 Waffexstraßcn, dem Schiffabrtskanal am Cottbuser- resp. Wiesen- Ufkr, sowie der Spree am Obrrbaum, dic Außnußung der Entlade- stellen zu einer außergewöhnlick) vortbeilbaftcn macht.
Zweck dieses Anfsaßes ist es 'cdocb, speziell die Anlage des im Eingangc crwäbntcn Theiles der traße, welcher an der Stralauer Chaussee beainni und 'cnscits dor Bahnhofsgebieie der Königlichen Niederschlesifch - Märkii en und der Königlichen Ostbahn endet und in Veranlassung dieses Umstandes mi_t einer bedeutenden, seit mel)- ZAM Jahren im Bau begriffenen Straßenüberführung verknüpft ist, zu
eirachtcn.
Im Süden beginnt derselbe mit einer, in d_er staitlicbcn Breite von 26,5 Meter (84-1 Fuß), von welcher die beiderjeitigcn Bürgersteige je 6,0 Meter (19 FW;) in Anspruch nehmen, ansteigcndcn Rampe von ca, 250,0 Meier (801 Fuß) Länge. __Diese Rampe, Welche an ihrer böcbstcn Stelle, wo fie an die Gclene dcs Königlich Nickerscblefiscb- Märkischen Bahnhofs [)eraniritt, die HSH? von nahezu 7 Meter (22 Fuß) errcicht, ist an ibrer östlichsn, dcn erlinex Wasscrwerken zugekehrten Seite von einer senkrechfen Futtermaucr begrenzt, während die west- liche der Stadt zquvendcte Seite in natürlicher Erdböscbung abfäUt. Diese lcYcre ist jedoch_nur zum kleinsten Theil fertig gestellt, da die von der * öscbung beanjprnchte Grundfiäch nahezu die ganze Breite des jsßt noch als Kommumkation zwischen 5601 Stralauer- und dem Frankfurter Thor dienonden schmalen Wegejtrcifens (der ehemaligen innern Stadtmauerstraße) cinpebmen und dan Vexkcbr svcrren würde. Diese Bcrbindun mu); viklmelß noch so lqngc offcn gehal- tcn We'rdcn, bis die Uebccijülnung dcr Straße über 1316 Bahnhöfe der J'Tiedsrschlkfischen und der Ostbahn nebst dem jemeifigcn Rampen- Anschluß volLständig fertig gestellt und der ges1m_mte Wagen- und Fußgängerverkehr, wclcher jetzt im Niveau der Gelctfe unterbcn bier- mit unvermeidlich vzrbundenen zc'itraubenden und gefä1)rlichenStö- rungen stattfindet, dann als ungehinderte, gcfabrlose Passage dsr bock)- gclcgenen Brücke zugewiesen Werden kann.
Wo nun die vorausgeführta Rampe dex Warschauer Straße an das Bahnboéßgcbiet der Niederschleßxchen Etsßnbahn [)erantritt und dic-jcnige H5 2 Erreicht hztt, Welche _die Durchfbhrnng v_on Vakmzügcn unterhalb gestattet, erwcitcrt sicb d1cfclbe zu einem größeren lateau, in Welches von Osten her, den Reservoirs der Berliner Wa erwerkc Parallkl laufend, eine zweite txtäcbtige Rampe (der im Berliner Be- bauungsplan mit Nr. 47 bezeichneien Straße der Abtheilun 11117) von 250 Meter (800 Fuß) _Lange und 19 MOTU (6 uß) Brcitc cinmündc't, um g_emem1am mit der vorigcn in Ge tali cines eisernc_n_ Viadukts uber die mehrgenannten beiden Babu- böfe übergesubrt zu Werden. - Auch die Straße Nr. 47 ist an der einen, nach den Waffkrwcrken zu liegenden und der östlichen Futtermauer der Warschauer Straße entsprccbcnd senkrecht bcgrcnztcn Seite,_ durch eine Futtermaner al*gcsch_10fscn, während die andere, baynwarts gelegene, in natürlicher Erdbösthung abfällt. -- In dem zwi1chen den beiden Futtermauern sicb bildenden Winkel aber ist eine aranitcnc, freitragcnd konstruirtc Aufgangstreppe angelegt, Welche dcn Fußgängern eine schnellere Verbindung mit oben ermöglicht.
Die eigentliche, bauptsäcbliéb in Eisen konstruirte Ueberfübrung, Welche fill) in einer Länge von 217 Metor (690 Fuß) über 30 Geleise dss kombinirten (Jebikts dk]: bsiden Staatöbahnhöfk binzicbt, zer- fällt in drei, nach räumlicher Ausdehnung und Konstruktion vcr- schicdene Abschnitte, dercn crstsr (südlicher) dur das erwähnte Plateau an dem Vercini ungspunkt der beiden Stra cn gebildet wird, unter welchem cine maLfivc, gewölbte Unterfabrt fiir 3 Schic'nen- stränge liegt, - dercn mittlerer in_3 durcb massive gemauerte Pfeiler gcirennte Hauviöffnungcn, Mic_be 111 _sich wiederum durch Zwischen- stüßen aus sckmiedeeiscrnen Saulxn m 14 kleinere Oeffnungen von 12,5 Meter (40 Fuß) lichter Wette grtbctlt werden, _zcrfällt, und, durchgehend in Ciscn konstrmrt, dcr Kostenqrsparniß wogen auf eine geringere Breite (16,9 Meier 54 Fuß) bcscbränkt ist, _ dercn Drittcr (nördlicher) endlich, analog dem südlichen, als Gewölbebau konstmirf, eine_n_ Durchgang für das in den Werk- stätten der Königlichen Ostbahn be1chäftigte und sonstige Bahn- arbeiterpcrsonal, sowie eine eingclcifige Durchfahrt nach dem FWU), gonalen Lokomotivfckmppen der [eßtgenannten Bahn erhalten so .
Wie im südlichen Theile, bildet sick) auch hier über den Ge-