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SÖildérung und mit Vermeidung von waihemaiiscben Dxdukiionen k-ie mcrwrologistben Erscheinungen auch solchen Lesern vustandlick) _zu macß-cn, we1che sick) nicht eingeberxd mit pbyfika111chenSiudien beschaf- tigt haben. Das Buch zerfallt m 1e_chs A_btbe1[ungen:_„Uuser Planet und seine Hüile“, „Das Ltcht und die optischen Erscheinungen in der Atmosphäre“, ,Die Wärme“, ,Die_Strömungen der Luft und des Meeres“, ,Die atmosphäriiéhYFeuchti keit“ und „Die elektrischen Er- Ybeinuugen in der Atmosphare“. _ ebcrfirbt über die Geichichi_e der Meteow19g1e und stellt die GefiÖtS- punkte zmammcn, we1che_bei ein_er BorbeUagmxg des Wetters in Be- tracht kommen. Hier wird gezeigt, 111 wie großem Irrthume sich der- 'enig'6 befindet, Welcher meint, das Wetter auch nur für den nachsten ag, viel wenigcr für längere Zeit vorher wissen zu kö_nnen._ Ju- defsen ergicbi fick) aus den interessanten Ansführungen, daß wenigstens tirfgréifcnöe Störungea in der Atmosphäre sich mit Hiilfe der_aus 'ablreichn Beobachvmgea geWonnencn R-sultate mit einiger Stcber- eit auf 8 bis 10 Tage wohl vorausbestiminen lassen.
"* Dichn.96-100 der Wissenschaftlicben Beilage der Leixxziger Zeitung enthalten folgende größere Aufsatze: Dic Erd- 111110101111 des Freiherrn von Hübner._ (Fort1eßung.) --_ Das O_reu- 131111)? Generalstabswerk über den deut1ch-1ranzöfifchenKr1eg. - Mufi- kali1che Zustände in Leipzig,
_ Indem ivir auf die kürzlich er1chieneue 5. Lißferung des Pracht- werkes „Jtalien“ (eine Wanderung von den Alpen bis zum Retna, *in Schilderungen von KarlStieler, Eduard Paulus, Woidemar Kaden, mit Bildern von Bauernfeind, Böcklin, Calame, Clos; u. (1. Holz- stbniite von A. Clos; in Stuttgart, _Verlag von _J. Engelhorn) aufmerksam machen, bemerken wir, daß dieselbe in keiner Hinsicht binier den erstsn znrüchsteht„ sowohl was den_ von Karl Stieler her- rührenden Text: „Drei Seen“ und „Turin“ nut den 12 eingeschalieten; um Theil vortrefflich ausgeführten JÜusiraiionkn als die dreirneister- Basten Tondruckbilder Markusplatz mit Piazeita in Venedig von Rudolf Schick, Abend auf _Monte Pincio _in Rom von A. 19. Werner und aus der Villa des Hadrian bei Tivoli von Gustav Clos; betrifft.
-* Bei der Wiedereröffnung des Großherzoglichen Mu- seums in Darmstadt ist. wie die „Darmst. Ztg.“ schreibt, in dem Kupferstich-Kabinei zunächst durch Allergnädigste Verwiüigung Jbrer Königlikiyen Hoheit der Prinzessin Carl von H essen eine Folge von Piwiolitbograpbien nach den Originalskiz,en des H0ch11elig€n Königs Friedrich Wilhel11117. von Preu en zur Ausstellung gebracht. 1533 sind meist landschaftliche Komposttionen mit reiche_n Archii-Zkturen, phaniaficvoÜ aufgebaute Städte mit Pracbtbauten, die uns in die Zeit drs klassischen Aitertbums und nach den sonnigen Ge- staden des Miiirlmceres verseßen; und sie find, wie aus den beigesetz- ten Daten hervorgeht. zum Theil Vorabnungen der Herrlichkeiten Jtalicns, Welches der Autor im Herbfte 1828 als Kronprinz besuchte, zum Theil mögen es Rückerinnerungeq an die dort cmpfangsnen Eitz- drücks 16111. Durck) alle aber geht ein Zug der Wahlverwandtschaft mit dem Geiste Schinkels.;
- In Paris starb am 6. d. M. der berübmic belgische Maler Gustav WapperE, 71 Jahre alt. Die flämische Maler1chule ver- dankt ibm eine neue Belebung. Sein im Jahre 1830 aufgestelltks Bild „Episode aus der Belagerung von Leyden“ hatte zuerst die au- gemeine Aufmerksamkeit auf ihn gelenki. Als sein MeisterWerk wird “das Bild „Episode aus den Septembertagen“ bezeichnet. Zu seinen bemerkenswrrtbesten Bildrrn zählen: „Nbséhicd Carls 1. von seinen Kindern“, „Die Veriheidigung von Rhodus durch die Johanniter“, „Die große Aniwerpner Fischerei“, „Genofeva“, „Peter der Große in Saardam“, Boccacio, den Decamerone vorlesend, „Camoens“ 11. 1.11). König Leopold 1. batte_ ihn im Jahre 1847 in den Freiberrnstand erhoben und ihm den T1t61 „Maler des Königs der Belgier“ verlishen.
St. Petersburg, 14. Dezember. _ (W. T. B.) Ueber die Beobacbiung des Venusdurchganges am 9. d. auf den rus- “sischcn Stationen liegen '?th Weitc're Meldungen vor. Darnach find in Nertschinsk drci Konia e beobachtet und acht Darcbmesser, sowie dreißig Abstände am Heliomeier gemessen worden. In Teheran sind die Veodarhtungen voÜkomnicn gelungen. 211111) in Theben (Aegyp- irn), ivo dic WitterungsVLrhältnisse besonders günstig WUIT'U, haben “0101011611 dcn bésien Verlauf Jenommen Und zu sehr befrisdigenden Resulraie11_gefük)rt. -- Zn Kiachia und in Pdsfiet wurden mit Erfolg pboiograprche Aufnahmen auSgeführt.
Königliche Schauspiele.
Jm Königlichen Opernhause fand gestern zum Besten der Genossenschaft deutscher Bühnenangehö- riger eine Matinée statt, in Welcher F. Raimunds [8153163 und beliebtestes Zaubermärchen „Der Verschwender“, Musik von Conradin KreuHer, zur Aufführuug kam. Da die bsßen Kräfte der Königlichen Bübne fick) in Berückstchiigung des Zwecke.; der Vorstellung zur Mitwirkung in derselben bereit erklärt haiken Und einer der vorzüglichsten Darsteller des „Valentin“, der Direktor des K. K. privilegirten Carl-Theaters in Wien, Hr. Jauner, diese Partie übernommen hatte, so erschien „Der Verschwcnder“ auf der hiefigen Königlichen Bühne “in einer Besexzung, wie sie das Zaubermärchenselbft in der Blüthezeitdes Königstädtischen Theaters, wo der Valentin eine der besten Roilen Schmekkas bildete, nicht gehabt hat. Es bedarf daher wohlkaum der Bestäiigung, daß die gestrige DarsieÜung i11allen Theilen vor- züglick] war und die Mängel, von denen auch dieses Stück tray seiUer Beliebtheit nickzi frei ist, verdeckte, das Schöne der Dichtung aber desto mchr hervortreten ließ. Von-den DarsteUern ist in erster Reihe Frau Maklinger in der Rolle des Kammermädchen Rosa zu nennen, wekche ihr nur in den ersten Scenen Gelegen- Heit bietet, leichte Proben ihrer Gesangsfertigkeit zu geben, dann aber reine Spielpariie wird. Wie groß Frau Manngers Bega- bung_auc§ 111 diesem heitern Genre, wie redegrmandt und charak- terifti1ch 116 im munteren Dialog ist und wie 1111: Humor: züne Det, das hat gestern ihre Rosa im ganzen Umfang gezeigt. Ihr Vortrag verdierite den reichen Beifall umsomxhr, als er mit Rück- “ficht auf den Valentm streng im Wiener Dialeki gehalten war, was „aber dem Fluß der Rede und dem Verständniß keinen Eintrag that. Hr. Jauner als Valentin stand der Rosa im Spiel ebenbürtig zur Seite, auch reichten seine GesangSmitiel fiir die vorgetragenen Lieder aus. Das Hobellied wurde mit besonderem Beifall auf- genommen und 63. 63150 verlangt, worauf der Gast zwei Verse Hinzufügte, in denen er Namens der mitwirkenden Künstler dem “Publikum für die rege Theilnahme an dem gufen Werke, deffen Förderung die Vorftellung bezweckte, aussprach. Hrn. Jauners Spiel war besonders in der Wiedererkennungsscene im dritten Mit v.arzüglich. Der Floitwell hatte in Hrn. Berndal einen .1usgezeichnetea Vertreter gefunden. Die Fee Cheriftane hatte FF:. Erhartt, den Azur Hr. Beß übernommen. So kamen aur'h diese wenig dankbaren Partien zur vollen Geltung. Von den kleineren Rollen smd noch zu nennen: der Kammerdiener (Hr. Kahle), der Baumeister Sockel „(Hr. Hiltl), der Cheva- lier D*u_mont, der Verehrer der Natur (Hr. Döring) und das alte W'etb (Fr. Frieb-Blumauer), welches sich leider nur einmal (.'Uf der Bühne zeigt. Frl. Merger (Amalie) und Hr. , Goriß (“Baron Flitterftein) hatten 171!) mit ganz untergeord- neten Rollen begnügt. Um den mußkalischen Werth der Dichtung zu erhöhen, hatten r. Krolop und
“Frl. GWFW im zweiten Akt, der rftere die Ballade
der alte att von Helene, componirt von Baum, Frl. Grosft La Fioroja von Enrico Bevignani eingelegt. Sämmtlichen Darstellern wurde von dem vollbeseßien
as Schlußkapitel giebt eine
GeWerbe und Handel. _ Die Lalffißer Mascbinenfabrik (vorm. J. F. Petzold) m Bauselx k)at in dem zweiten Geschäftsjahre einen Bruttoertrag von 17.911 Thlr. und einen Reingewinn von 6099 Thlr. erzielt. Die Divißende ist vom AuffichtSrath auf 3 pCt. UT_Tsigeseßi. In beiden Betriebsjahren find für Banken, Maschinen, erkstatieinrichturigen, Werkzeuge, Utenfilien :c. 75,408 Thlr. verausgabt. Zur Deckunz dteser Ausgaben reichten die vorbandeuen Mittel nicht aus, der Aufsichts- rath beschloß deshalb die Aufnahme eines hypothekarischen Darlehens von 50,000 Thlr., welches indes; bis jeßi nur bis zur Höhe von 30,000 Thlr. realisirt ist.
- Dem Bericht der Nürnberger Aktien-Bixrbrauerei, vorm. Heinrich Henninger, entnehmen wir, da[; das erzeugte Quanium 95,077 Heki. betrug, gegen das Vorjahr -1- 1311, Troß der Theucrung des Rohmaierials konnte ein befriedigendes Resultat erzielt und 1111 die Aktionäre eine Dividende von 876 vertbeilt wer- den; dieselbe beziffert sich bei einem Aktienkapitale von 2,275,000 Fl. auf 182,000 Fl. Dem Reservefonds wurden 576 des Reingewinns mit 10,741 Fl, überwiesen; die Abschreibungen belaufen sich auf 37,573 Fl., die Tantiémen für Aufficthrath, Direktion und Beamte 24,158 Fl. - Der Rcservefonds ist nunmehr auf 21,750 Fl. gestiegen.
_- Ein falscher oldenburgischer10-Tbalcrschein :ift bei einem Breslauer Bankinsiiiuie angehalten worden. Derselbe trug die Nr. 138,165 11166. 8. Die Unächtbeit wurde erkannt an dickercm Papier, unsauberer Zeichnung namentlich der beiden Seitenfiguren auf der Vorderseite, und lautet die untere Zeile auf dem Ayers drr ächten Noten: 0110888262005 01.019 1113. 241311511013110., während auf dem falschen dgs mittelsteWort 01.013113. laurei, also statt des 13 ein 6 gedruckt 111.
London, 13. Dezember. (W. T. B.) 21113 Alexandrien wird Vom heutigen Tage trlegraphiri, daß nach einer amtlichen Bekannt- maxhung des Vize-Königs die bis zum März QI. inkl. fälligen Obli- 011011811 der ägyptischen Staatsschuld m11874 ])1". 8111111111 dis- ont1rt wrrden sollen.
VerkehW-Anftalten.
_ Berlin. _ In der am 10. d. M. untcr Vorsitz des Ministerial- D_1rekro_rs Wetshaupi abgehaltenen Versammlung des Vereins für Eisenbakixtkunde Wurde eine Ueberficbi des Personrnverkehrs auf den Babubdsen in Berlin mitgetheilt. Während der Zrit von 1853 bis 1873, - bei einer Einanerzabl Berlins von 415,425 im Jahre 1853 _ von 581.471 im Jahre 1863 und von 910,909 im Jahxe 1873 beirug die Zahl der in Berlin angekommenen und ab- gegangenen Rc11e11den in den Jahren:
1853 1863 1873
auf der Berlin - Potsdam - Magde- burger Eisenbahn . . . . 512,983 926,121 2,225,812 „ „ BerlinStettinerEisenbabn 245,061 427,438 1.032,175 , „ Verlin-Anbaltcr Eisenbahn 232,317 377,023 1,073,586
, Niedersckzlefisch -Märkischen Eisenbahn ........ 231,911 447,545 1,863,190 Verlin-Hamburger Eisenb. 214,863 448,900 1,047,037 Berlin-Görlixzer Eisenbahn -- _ 367,46?- Berlin-Lohrter Eisenbahn - - 782,286 Ostbahn .......... -- -- 851,677 _ _ im Ganzen 1,437,135 2,927,027 9,243,225 Wahrend also im Jahre1853 die Zahl der auf den Berliner Bahnhöfen _angekounneusn und abgegangenen Reisenden nur das Vier- fach? der Emwvhnerzabl vorx Brrlin betrug, steigerte sich dieselbe im Jahre 1863 auf das Fünffache und im Jahre 1873 -- bei einer doppelt 10 großen Einwohnerzahl wie im Jahre 1853 - auf das Zehnfache; die Erfahrungen der lech Jahre sprecben dafür, daß fich dieses Verhaltmß mit der_ Weiteren usbildung des Lokalwerkehrs, ins- besondere mit _der_Verb-s1eru11g dcr Kommunikationen im Innern der
Stadt noch gunstiger gestalten wied.
- D_i3 [andespolizeiliÖL Abnahme dEr Eisenbahnstrecke ROP- pen-Cü1irin der Breslau-Schweidniß-Jrsiburgcr Eissnbabn findri am 16. d. M. statt, 10 daß die Betriebseröffnuxg wobl vom 1. Ja- nuzr k. M. ab erfolgen dürfte. Dieselbe wird fich jedoch nur auf den Guiexverkehr erstreck_en, da drr Beginn des PersonenNrkrbrs erst nach bollstandiger Fertigttcüung der Hochbauten, (1110 etiva Mitte des künftigrn Jahres, 1n Ausficlzt genommen ist.
Hause der reichste Beifall zu Theis, Hr. Jauner Und Fr. Mal- linger wurden wiederholt in offener Scene und nach den Akt- schlüffen gerufen.
Se. Majestäl der Kaiser und König, Seine Kaiser- liche und Königliche Hoheit der Kronprinz, Ihre Königlichen Hoheiten der Prinz und die P1inzessm Carl wohnten der Vorstellnng bis zum Schlusse bei.
Zu wünschen wäre, daß eine häufigere Wiederhokung dieser Musteraufführung zu ermöglichen wäre. .
- Im Königlichen Schauspielhause wurde am Sonnabend Abend eine „Komödie“ in vier Aufzügen von Mo- senihak, betitelt „Die Sirene“ zum ersten Male gegeben. Das Motiv ist ebenso wenig neu, als die Eharakterzeichnung von hervorstechender Bechtung. Ein talentvoller Jurist, Friedrich von Eggenburg, der seine Jugendjahre in ernsten Siudien verbrackst, die ihm nun die 2111611161 auf dic: höchsten Staatsämter eröffnen, ohrie daß er diese ambitionirte, wird durch Übermäßige Protek- tionsluft seiner Umgebung dazu bewogen, von der ihm angsbotenen Ministeriandidatur zurückzutreten und eine Professur in Boston anzunehmen. In diesem Enischluffe wird er nur befestigt, als seine Jugendfreundin, die Tochter der Präsidentin von Waltersdorf, seine Bewerbung ablehnt und die märchenhafte Erscheinurig einer lachenden „Sirene“, die einst in der Villa Albani in Rom den tiefsten Eindruck auf ihn gemacht hatte, plößlick) in der Person der Geseüschafterin der Generalin von WaUsee, Elise Jung, wieder in die Wirklichkeit tritt. Die naive Natürlichkeit, die ihn schon bei der ersten flüchtigen Begegnung bezaubert hatte, bemächtigt fich seiner von nun an so vollständig, daß er die eigennüßige Protektion der koketten Generalin zurückweist und mit seiner Elise als Professor nach Amerika geht,
Vier Akte smd für den in der vorftehenden JnHaltsangabe voklßändig erschöpften Stoff, der jeder feffelnderen Entwickelung entbehrt, mehr denn zuviel. Die Leßtere geht nach einer er- schöpfenden Expofition durch Wiederholungen von Akt zu Akt obne Vertiefung oder weitere Ausführung der bereiis im erften Dialoge fast vollzählig vorgeführten Charaktere nur noch in die Breite. Der Schauspieler Lothar ist eine interessante Episode, die Figur des Redacicurs Saftgrün eine wenig motivirte Karrikatur, die ohne Scbaden - vielleicht zum Nußen - fiir das Stück fortfallen könnte. „Auch der Präsident iß im höchsten Grade ckargirt, während der Dichter die Ekise Jung im Gegentheil so märchenhaft poetisch verklärt hat, daß fie die iibrigen Menschen von Fleisch und Bein voklftändig verdunkelt. Mysenthal hat fich glücklich zu schäßen, daß in Fr. Niemann gegeznvartig eine deutsche Schauspielerin lebt, welche einen solchen duittgen Mädchencharakter mit warmem Leben zu durchdringen versteht. Fr. Niemann war, wie der Titel des Stückes es ver- langt, der Mittelpunkt alXer Theilnahme und des gerechtesten Beifalls. Neben der Genannten erwarb ßck) Hr. Berndal als Fried- r1ch von E genburg die weißen Sympathien, die man dem nach Charakterzexäznung und Maske outrirten Redacteur Saftgrün des Hrn. Dehnicke nicht zu schenken vermochte. Aus dem alten
„_ Die Arbeiten behufs des Durchsticbsbei Caseburg Swim) die vom Anfangs- und Ausgangspunkt gleichzeitig in Angri gexvm:
men worden, find wegen des eingetretenen Frostwäters für die,“ _
Jahr eingesteut Worden.
-_- Das der Deutschen Transatlaniifcben Dampf, schifrahrts-Gesellscbafr (Adler;Lime) in Hamburg gehörend, Post-Darxtpfschiff „L_e1_1_1n_g', Kapitan Toosbuy, trat am 10.21. zember__1e1ne viert? d1e31ahrtge Reise_ mit 84 Passagieren _ WMWer 14 Kajuis-Pa ag1ere ___10wie mit Post und voller Ladung von Hamburg dire 1, ohne 3131 chenhäfen anzulaufen, nach New-York «„ _ -_ Wix der „Elbf. Zig.“ geschrieben wird, fand am 8. Dezernher die f_e1er[_1che Einwerbung der reich mri Fahnen ge1chmück1ch Rbetnbruckex bei W_e 1 el statt. Nachdem der erste Böüerscbuß gefaun, erionte auch _1cbon die Signalpfeife eiu-sr Lokomotive, und kurz da:. auf_brausie em bekrän ter Zug, bestehend aus einer Lokomotive mit zvoei Perforxenwagen, seran, in Welchem sich einige DirektionSmiiglie. der, dir- h_oheren Baubeamten 2c. befanden, welche, als sie auf dem leßten Pfeiler angelangt waren, den Zug verließen. Hr. Abtheilung» Baumeister Mackensen hielt zunächst im Auftrage des erkraui. ten Hrn. Ober-Jngenieurs Dreling eine Rede über_das pollenden Prachtwerk der Brücke und nahm demnächst xmen '_ ihm von einem Werkmeister auf einem seidenen Kissen uberreichten ver. goldeten Rage], steckte denselben in eine freigelaffene Oeffnm: der leßten Sch1ene worauf demnächst dcr Hr. Landrats) Dönhoff dn, ersien Sibchg gasführte, welchem die übrigen anwesenden Herren in gleicher Weise folgten. Hierauf hielt Hr. Landratl) Dönbdff die Fest. rede und 111101; unter BöÜerichüffen mit einem Hock) auf die Direktion der K.-M. Eisenbahn und die sämmtlichen Beamten und Arbeiter, we1che bei diesem Bau thäiig geWesen, fowie auf den Kaiser und König Wilhelm, 111 rpelcbss die anwesenden Personen be_ eistert einstimmtm, Dann war die offizieÜe Feier beendet, und der ZUERST? sicb, aus Geldern bxnbrausend, wieder in Vervegung. Zur ch1u1zxe1er ioUte Abends em Festessen für die Direktionsmitgiieder, die sammtiichen hoheren Baubeamten und verschiedene Ehrengäste stattfinden. Die erste Probxfabxt War auf gestern angeseßi. _ _- Dre nachste in Bayern zyr Eröffnung gelangende Bahnlinie 1st die K_ohlenbabn von Peii1enberg nach Sulz, deren Br* fahrung 111 den 11ächsten Wochen bor sich gehen wird. - Alsdann ge- langen d1e_Bahnstrecken Aungurg- Ingolstadt und Nürn- berg-Crailsheim im nächsten Jahre in Betrieb. Die brzügiichen Tarife werden zur Zeit ausZearbeiret. -- Die zwischen Schiveinfuri 11110 Oberwern belegene Statiyn O berndorf- S (hw einfurt (cigent. 11ch Rangrrbahnhof Schweinsurt) wird am 15. d. M. in Benutzung genommen.
New-York, 12, Dezember. (W.T. B.) Der Dampfer |_
„Cimbria“ bon der Hamburg-Amerikaaiscben Gesellsckmft ist gestern Abend 11 Uhr hier eingetroffen.
Königliche Schauspiele.
Dienstag, den 15. Dezember. Opernhaus. (249. Vor- ßellung. Der Prophet. Große Oper in 5 Akten. Musik von Meyerbeer. Fides: Frl. Brandt. Bertha: Frl. Grossi. Io- hann von Leyden: Hr. Niemann. Oberthak: Hr. Schmidi. Anfang halb 7 Uhr. Mittel-Preise.
Schauspielbaus. (261. Vorfteiiung.) Alte Sebweden. Schauspiel in 5 Akten von Brachvogek. Anfang 7 Uhr. Mittel-Vreise.
Mittwoch, den 16. Dezember. Opernhaus. (250. Vor- fteUung.) Der Liebestrank. «Komische Oper in 2 Abtheilungen. Musik von Donizetti. Adine: Fr. Mallinger. Nemorino: Hr. Link. Belcore: Hr. Schmidt. Dulcamara: Hr. Salomoii Hierauf: Thea, oder: Die Biumenfee. VaÜet in 3 Bikdern von P. Taglioni. Anfang halb 7 Uhr. Mittel-Preise.
Schauspielhaus. (262. V0rsteklung.) Die Sirene. Lufk spiel_in 4 Aufzügen von Mosenthal. Anfang 7 Uhr. Mitjel- Prei ?.
Eine Aufführung der heut ausfailendrn VorsteÜung „Der Verschwender“ wird für später in Aussicht genommen.
General-Jniendaniur der Königlichen Schauspiele.
wieder eines ihrer unüberirefflichen Kabineisstücke. Nucl] Hr. “
Voilmer erwies sich in der Rolle des Schauspielers Lothar als höchst gewandter Komiker. Besondere; dem Spiel dieser, aber auch der anderen beiheiligtcn Kräfte der Königlichen Bühne war die beifällige Aufnahme des Stücks zu verdanken.
Prozeßverh andlung gegen den Grafen von Arnim. Berlin, 14. Dezember. 5. Sißimgstag.
Die bxuiige Sißung wurde VZrmiitangm 101111" von dem Prä- sidenten mit der Mittheilupg eröffnet, daß nacb amilicbsr Auskunft des franzosichen_ Justiz-Ministrriums und der bissigen französischen Gesandiscbast die von _der Anklage aiYezogencn §§. 173 und 254 des 60118 1161131111 Frankreick) noch 130116 ecthgültigkeit haben, was von der Vertbetdtgung des Angeklagten bestritten worden war.
Es folgte demnächst dj_eVemrhmung des aus Paris telegraphisch berufenen Boisrbgfts-Sekretars *.*. Holstein. Derselbe erklärte auf die von drr Vertheid1gung gegen ihn erhobene Verdächtigung, daß er Weder von deu) Rerchskanzler Fürstm v, Bi6111arck noch von irgend Jemand auf des1en Veranlassung direkt odrr indirekt einen Auftrag zur Ueber- Wachyng des Angeklagten erhalten habe. Likienstücke Habe er aus dem Arch1v1chranke nie auf längere Zeit entnommen.
Nur?!) der Vereidigung des Zeugen, der nach dem Resumé dcs Vbrfißendcn den ihm gemachten V0rWurfe der Zwischenträgerei Widcrlrgt babe, erklärte der Letztere die _BeweiSaufnaHuw für geschlossen.
Vor Eröffnung der Plaidoyrrs 1i€13 der Vorsitzende eineErklärung des Untersuchungsrichiers, Stadtgerichts-Ratbs Pe'scatore verlesen, durä) welche die von der Veribeidigung in Betreff der Behandlung des Angeklagten erhobenen AnYuldigungen zurückgewiesen wurden. __ _ Darauf begrundete der OtaaTSanwalt iii längerer Rede den ; n rag:
auf Grund der §§. 348 und 350 des Sirafgeseßbucbes gegen den Angeklag_ten auf eine Gefängni strafe von 2 Jahren 6 Monaten, ]edoch ohne Verlust der ärgerlichen Ehren:echt0 zu erkennen. _
Hierauf Wurde die Sißung bis Nachmittags 4 Uhr vertagt.
Die angezogenen Paragraphen lauten:
. . EinBeamter, Welcher, zur Aufnahme öffentlicher Urkurzden befugt, 1nnerhalb seiner Zuständigkeit vorsäßlicb eme r_echtlrch e_rhebitchc Tkxatsache falsch beurkundet oder 111 öffeni- [1_che Regtfter_oder Bucher falsch einträgt, wird mit Gefängnis mcht unter Einem Mouai bestraft.
_Dieselbe Strafe trifft einen Beamten, welcher eine ihm amtl1ch anvertraute oder zugängliche Urkunde vorsätzlich ver- nichtet, bei Seite ckafft, beschädigt oder verfälscht. , “
_ §._350. Ein earnter, welcher Gelder oder andere SWE"- d1e er 111 amilirher Eigenschaft empfangen oder in Gewahrsam hat, unterfchlagt wird mit Gefängnis; nicht unter dreiMonaten bestraft; auch kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden.
Der Versuch ist strafbar.
Redacteur: F. Prehm. Verlag der Expedition (Kessel). Druck: W. ElSUek-
Drei Beilagen
Berlin:
Fräulein Toni von Eggenburg machte Fr." Frieb-Blumauer
(einschließlich Börsen- und HandelSregisiér-Beilage).
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königli
?; 2.23:
Deutsches Reich.
Nachweisung der Einnahmen cm chbielstempelsteuer im
Deutschen Reiche
für die Zeit v. 1. Januar bis zum Schlusse des Monats November1874.
Ober - Post- Direkiions-Bezirke.
me in demsslben
November. Emnah Zeitraume
Hierzu Einnahme in den Vormonaten. Zusammen
M
des Vorjahres.
In 1874 + mehr - Weniger.
_» ? Einnahme im Monat
»?
1 4.
8“?
[, Jm Reichs- Postgebiete.
umbinnen . . 711 7,455 8.166 7,930-1- Y Janzig . . . 3,390 40,853 44,243 55,199-
1) Königsberg . . 4,567 47,931 52,498 52,95?-
4) Berlin. . . . 20,450 228,763 249,213 366,768 5) Potsdam. . . 1,043 11,393 12,436 12,919 6) Frankfurt a./O.. 2,376 24,668 27,044 30950 71313115, *. . . 3,611 38,014 41,620 42,648 Z| (55611111 . . . 633 7,585 8,218 8,259 9) M““- - - - 333 931 261? 5 . . 5,5 5 , , 10) Breslau ' . 2,361 31,301 33,662 43,601 - - - 36? 353, bur . . 5,644 5,5 , , 13) Magde Ö.. . 2,369 23,883 26,252 „26,805 15) Erfurt . . . 3,262 31,323 34,585 37,924
11) Liegniß 12) Oppeln
14) HaÜe a./
16 17) Hannover . 18) Münster . 19) Arnsberg . 20) Cassel_ . . . . 21) ranksurf a./M
23) Coblcnz . 24) Düsseldorf
26) DreSden . 27) Leipzig . 28) KarlSruhe
30 Darm'tadt .. 3614 36,017 39,631 3 31? Schwe|rin i./M.* “680 8,413 9,093 1
dnbu . . 1,297 13,609 14,906 14,649 33 eraZnickFeig . 1,645 16,366 18,011 17,223
34 Lübeck . . . . 728 8,819 9,547
35) Bremen . . . 6,599 73,979 80,578 89,036 * . . . 20,185 229,722 249,907 273,643 36) HUMMEL 5,911 50,952 56,863 56,275
' fr, b i. E. 3381 Feéß _urg_ ./ . 1,518 11,989 13,507 1
Kiel . . . . 1,659 15,397 17,056 18,932 2,259 22,077 24,336 27,242
2,688 23,817 26,505 27,353 7,200 71,529 78,729 77,603 1,320 14,034 15,354 16,830 „ 9,475 100,781 110,256 127,977 22) 15111 . . . .* 8,899 92,732 101,631 113,998 1,226 13,063 14,289 13,377
. . 12,927 135,33Z 148182) 1594932 ' . . 603 ,5 , '- ,.
25) TW ' ' 3,110 33,832 36,942 39,308 10,058 106,797 116,855 127,284 . . 4,736 43,680 48,416 46,592 29) Konstanz . . . 1,2201 13,342 14,562 13,176
1111111
8,336 1,729
8,330
|+++|+++| | | |*|-| | |-|-| | | | | ||
3,179
Summa 1. 170,7061,810,024 1 980,730 2 234,344 11.Bayern . . 10,252 108,642 “118,894 “107,623 [U.Würtiemberg 6,059 59,226 65,285 61,656
Ueberhaupt '18"7'",0_17_"1"",97"7,892 2,164,909 2,403,623
Berlin, im Dezember 18 Kaiserliche
4. 6 Statistisches Amt.
Reichstags = Angelegenheiten.
Berlin. Der Vorstand des Vereinsfür die berabaulichen Interessen im Ober-Bergamtsbezrrk Dortmund bat dern Reichöiage in Betreff der Erhöhung der qucbtiaße_f_ur Kohlen und die gleichtarifirten Artikel auf den Rbetmsch-Westfalisiben Eisen-
bahnen eine Yetitioy eingereicht mit dem Anfrage: wolle seinm &
„Der Reichstag
influß dahin geltend machen, daß nunmebr, nachdem
au ämmili en Staatsbahnen und den meisten rivaibahnen die 6511818516613 auf Grund des Bundesrathsbesch1uYes x_rboht sind, - Seitens der Auffichtsbebörden unter Zuziebnng von «znirressenten
eine sorgfältige Erhebung dariiber veranstaltet werde,
ob Seitens der
ck "Inserate für den Deut1chen R61chs- u._Kgl. Preuß. Staats-Anzeiger, das Central-HandelSregister und das Postblatt nimmt an: die Inseraten-Expeditiou dex Dwtsrhen W-"aneigers smd Königlirb " Subbafkationen quqebote- lwLkadungen 6. Veksch1edene Bekanntmacbingen.
ren [ eu Staatz-Anzeiger-x BerliZ, ZS??? Wilbelm-Straße Nr. 82.
Steckbriefe und Untersuchungs- Sachen.
Steckbrief. Der unten näher bezeichnete frühere
ostexpeditiouSgebülse Hays, Wilhelm August
empert ist Wegen Urkundrnfauchung _3u 311161 Mo- naten Gefängnißrechtsk16ftrg verngetlt. Dxrsexbe latitirt und werden deshaw alle CM - und M1l1tar- behörden ersucht, den Kemperi _11n Befreiungsfaile festzunehmen und mit allen ber 1k)m fich vorfindendex Gegenständen und Geldern mittelst Transvorts an dre nächste Gerichtsbebörde, Welche 11111 Strafvolljtreckrmg und event. Vena richtigung brerm1t ersucht wird, abzuliefern. Berl n, den 2. Dezember 1874. König- liches Stadtgericht, Abtheilzmg fUr Untrrsucbungs- sachen. Deputaitou ]. fur Schwurgxr_1cht§sach_)en. Sigualemeut. Der frühere Post_expedttwnögebulfe Hans Wilhelm August Kempert 111 25 Jahre alt, am 18. Februar 1849 in Strgsburg m der Ucker- mark geboren, evangelischer Reltgwn, 168 Cent. groß, hat blonde Haare, blaueLlugen, blonde Augenbrauen, keinen Bart, ovales Kinn, hervorstehende Nqse, ge- wö nlichen Mund, 1chmal_-o_vale _Gesichtsbtldung, bla e Geficbtsfarbe, vollstandige Zahne, sprich_t die deutsche Sprache und hat keine besondere Kennzeichen.
Steckbrief. Der Arbeiter Wilhelm Happel aus Arnsdorf, .Kkeis irschberg, soll wxgen Wisent- lieben Meineids verba et werden. Sem gegenwär-
Signalement.
fund. Nase
blonder Schnurrbart. _ __ _ unterse 1. Besondere Kennzeichen: fehlen. Komg- § liches reisgericht zu Jauer,
Die nachbenannteu M_iliiärpflichiigen: 1) der Leo- Dieselben werden deshalb
Erste Bella e
14. Dezember.
Bahnberwaliungen bei ihren Erhöhungen ein verständiges Maß ein-
gehalten wvrden ist, -- und ob namentlich bei der Tarifirung d_er- auffichtsbebörden obgelegen, die über den Umfang
Die Ausführung dieses Besrbluffes habe zunächst den Landes-
8 0 ck Preußischen Staats-Anzriger.
197-34-
„;,-J
der im konfrcieu
'enigen Artikel, für Wel e in der Reichsverfaffung der Einpfenmg- Fall vorzunehmenden Erböbuu?chinnerhalb der gezogenen Maximal-
' ' ' ' ' t ili en n- ren e 11 be timmen und Aus _ _ _ _ ar1f pro Centner Md eile vorgesehen [|“ die wir b1chaf ck I ?ungzenzzu Lerhinderu gehabt hätten. Jn1oWert derartige AusWrsr-
tereffen desLandes die gebührende Berückfichtigung gefunden haben.“
reitungen einzelner Cisenbahnvcrw11-
Die Petitions-Kommisfion des Reichstages hat beschlossen, die tungen dem Reichs-EiienbaHn-Amie bekannt gewordsn seien, habe die-
*
Petition dem Reichskanzler mri der Aufforderung zu überWeisen, die ses eine eingehende Prüfung und Verfolgung eintreten lassen.
Frage der Eiicnbabntarif-Reform einer eingehenden Prüfung und
Wenn in letzterer Beziehung hervorgehoben sei, da selbst 0117
Begutachtung durch Delegirte der Landwirtb1chaft, des HMVEW- der den preußischen Staatsbahnen und insbesondere auf 1111 en, die', 11116
Industrie und der Eisenbahnvenva11ungen unterzieYn zu lassen. Bei der Beratbrmg diefer Petition haben die
. die Ostbahn, Mehreinnahmen gegen de11 Etat erzielt häiien,_ die Tzi- undeékommissare, rife um voÜe 20% erhöht seien, so sei zu entgegnen, daß die 111011111-
Präfidént des Reichs-Eisenbahn-Amies Maybaeb Md GLHÜMU Rc- schen StaatSbahnen als ein Ganzes aufzufassen seien. Ob dir M*“br-
gierunas-Ratl) Kräfft, folgende Erklärung abgegeben:
einnahme auf der Ostbahn in der That eine höhere Rente 01111666
„Was "nächst die Frage der Tariferhöhung betreffe, |O hätte_n oder ihr nicht vielmehr die_Eröffnung neusr thnsirechcn_ 11110 HP die sehr unZÜnstigen BetriebSabschlüffe für das Jahr 187? Md d“ höheres Anlagrkapital gegenuberstehe, stehe dahin. _Tl)atiache__1.-1, Wahrnehmung, daß die Ergebnisse des Jahres1873 ""ck bmier denen das; die Westlichen Staatsbahnen und unter diesen d1e Wesi1aii1ck)e,
des Vor'ahres zurückbleiben würden, die im Besitz von Staatsbahnen befindlicé _ _ _ _ Einnahmen Bedacht zu nehmen. In _ gle1cher Lage hatten sich die Privatbahnen befunden, und sei bon dte_sen an die Landcs-Yuffichrs- behörden der Antrag gesteÜt uxordex, 1hnen d1e _Ermachttgung zur Vornahme einer allgemeinen Tariferbohung zu ertbe1len.
Die betreffendkn Bundeßregiermxgen ieren nun zwar der Ansicht gewesen, daß sie nach der gegenwäritgext Lage der Geseßgebung nicht behindert seien, über die Notwendigkeit und den Umfatigder Ta1.f- erhöhung selbständige Ent1che1dung zu treffen; d1e_Kom§;11ch_preu- Fische Regierung habe Bedenken getragen, 10wvl_)l die Tarrferhohung auf die unter dem Schutze des Art._45 der Reichsverfaffung stehen- den Artikel ohne Zustimmung des Reichs guözudxhnxx, gls auch auf eine Erhöhung der Frachten für diese Arirkel, die 1111: emzeluebeson- drrs cki_wthleidrnde Bahnen von ganz emmenter Brdeutung seien, zu veri ien. _ _ _
3 Dies sei die Veranlassung gerve_1en, daß die Reichs_ge_1valt mit der Angrlegenbeit brfaßt worden. T_O1esxlbe Habe die Bernebsergeb- niffe dss Jahrcs 1872 für 1111) MM) n1cht_fur maßgebend, sondern für notHWendig erarbtet, zunächst duBeinebSergebmsse des Jahres 1873 abzuwarten. Es seien fodamx die emgehendsten Erxnntelungen angestellt, und als fich aus diesen ein sehr bedenklicher Ruckgang der Eisenbahnrenie zum bedrohlichen Nachihe1l fur dre w_e1iere Ausbil- dung des deutschen Eisenbahnneizes ergeben habe, die_Frage der Tariferhöhung der VeschluÉnabme des Bundesraihs unterbrettet rprxrden.
Mit der Frage der ariferböbung habe man geglaubt, d1e1en1ge einer Tarifreform in Verbinduyg bringen zu soklen, welche leßiere zum Außgangspunkt die allgemeine, Jedermann bekannte Klage uber die große Verworrenheit der Gütertarife der de_utschen Bahnen habe, zu deren Beseitigung _dem Reiche durch Ari. 45 der Reichsverfassung ein Mandat gegeben sei. _ _ _ _ '
.Der Bundesraik) habe fich 11n Prinzip fur das sogenaxmie Wa- genraum-Kolloiarifsystem, wie es au_f _de11_ Eisenbahnen 111 Elsaß- Lotl)ri11ge11, Baden, in der Pfalz, sonne m vielen E1fenb_al)_nverbanden für den direkten Verkehr mit jenen thnen besiebe, eni1ch1eden._ Er habe sich jedoch nicht verbeblt, daß e111_e ploßltäxx _und_unver1_mtielie Durchfiihrung dieses Systems _vielerlei Unzuiraglichkerten fur den 121319611, an der Hand des bisherigen Systems großgezogeqen Zustand zur Folge haben würde, und daß es, um solche zu vermeiden, notbx wendig sei, ein Uebergangsstadium zu 1ch_affen_. Dem_B1_mdesr_aih sei dies dadurch erleichtert worden, daß _1nzw1sc_ben die uberW1e_gen_de Mehrzahl der Vabnverwaliungen sich uber enz System vrrstanert habe, welches sich zwar an das_ bestehendx. «schließe, mit dem elsa - lothringischen System aber d1e_gieichma_ßige Vehandlun_g_des KoLo- guts, sowie die Tarifirung der nicht Spezialklassen zugewre1enen Gurk nach dem Raume gemein habe. Der Bundesrats) habe demgemaß m seiner Sitzung vom 11. Juni 1). J. beschlossen: _ _ _
1) daß vom Standpunkte des RAW (1113 gegcn_eme mgßtge, irn Durchschniti den Betrag von 20 Prozent n1cht uberschreit_ende Erhöhung der Eisenbahn-Fracbitarife unter der Vorausseßgng nichts zu erinnern sei, daß, sobald als die erforderlichen Vorarbeiten es ge- statten werden, spätestens aber m1t deni 1. Januar 1875, chs soge- nannte gemischte Tarifsystem znr Einfuhrung gelange, daß 1ndes1cn diejenigen Bahnverwaliungen, Welche das 10?e_nannte_ naiur11che (W(z- genraum- unk; KoÜo-) System bereits e_mge ubrt Hatten, 101ches ber- behalien dürften, und daß dessen weiterer Einfuhrung mchts ent- gegenstebe; _ _ _ _ _
2) daß interimistisck) eme Erhöhung der besxcbenden _Gutertgrzfe, unter Ausschluß der zur Zeit geltenden Saxe fur Getreide, Fußen- früchte, Kartoffeln, Salz, Mehl und Mublenfabrikate, _dur emen Zuschlag von höchstens 20 Prozent_berbe1gef11hrt werden durfe.
' In diesem Beschluss sei somit unie_r1ch1e_den Zwifxben e1ne1n_ De- finitivum und einem Jnterimistikum. Fur __die desigittve Regu_ltrung sei eine durchschnittlich 20 Prozxnt nicht ubxrscbrettende Erhohung, für das Juterimiftikum ein Zajchlag von hochstens 20 Prozent ge-
Oeffentliche
Steckbrieée uno Untersuchungs-Saazey.
uyd Mund: probortionirt. Bark:
stattet.
u. derg'r. 7. Literarisck): Anzeigey. ;. Verkäufe. VeWaÉLURgKk, Sgbmifßonm “zr. 4. Verloosung, Umsrtifation, Ztrözayiung 11.5.19, vn öFentliehen Papieren.
8. Familien-Nacbmbten.
Erscheint in separater Beilage.
. * - ' . , | Weißenburg, geb. den 9. November 1851, eliscb Größe: Yxsr_.___30 FLY; YFZYM'SLZJL; Johann Naölawski in Bur1chewen, geb, den
rei. Augen: blau. Au_genbrauen: blond. Kinn:
iedurch
die Norm1
Die ra ? der Tarifreform sei eine sehr 1chwierige; fie beruht? die maieriFellegn Interessen des Volks 1:1 10 1)ol)em_ Grade,__das_ es nicht zu rechtfertigen wäre, IvoÜte man ibre_Ducchfuhrung ur-e1eilen, Dies wurde daher auch keineöWegs beabsichtigt. _ _ ck sei gegen die etWa beabsichtigte UeberWersung der Petr- tion des Klubs der Landwirtbe 111 Franksurt_a. _ regierung für die weitere Erörterung der Tarrfreformfrage nichts zu
9. Central-Handels-Regißer (eirxiryi. Konkurse). -
_ Nassauische und Saarbrücker Bahn nur einen äußerst germgsu Urbsc- en Bundeöregierungen veranlaßt, auf eine Aufbesserung der schuß gewährt hättew _ _
Der BundeSratb habe in seinenz Bescbluffe vom 11. Jtzni [011186 dern Reichs-Eiienbahn-Amie den Anstrgg xxthe111,_ vorbehalthcl) 10111111- Genebmigung, die spezieklen Tarifvdr1chr111811 i_ur die beideri 501- genannien Systeme festzustallen, sow1e die Cmre1?ung der Urtikxl m die einzelnen in Ausficht genommenen Speziczl __
Beides nach Anhörung von Delegtrten der (811011611111- verwaltungen und, soweit erforderlich, auch des Handelsstandes.
Das Reichs-Eifenbabn-Amt sei diesem Auftrage nachgkarimyn. Es habe im Monat Juli und Anfangs Ausust _m11 Delcg1rie11_ res andelsstandes, die von dem bleibenden AuS1chuß dcs deutnbert
lassen zu bewirken
andelsiages bezeichnet worden, sowie mik Komuiiffarzen der 011211- babnverwaltungen verhandeü. Ueber das_Ergebmß dtcier PkkbUld- lungen habe der BundeSratk) 11011) Beschluß zu fassen. Das1elbi- rut- sprecbe weder den geh-*gten Ecwmiungey, noch den Beschlusicn res Bundesratbs. Es sei dabei nicbi nur eme Vsrmebrung der S0e1111- tarife von 4 auf 12 für nothwendig erachtet, sondern von den Emsa- babnverWaltungen auch zur Bedingung ge111acht, daß das Wagxnmnm- Kollofystem da, wo es bereits zur Eiyiuhrung geko_n_1men 121, Mg- geschafft und das gemischte System 11112111 zur Durchsubrnug gebr.1ck)i: werde, was keineswegs beabsichtigt worden. _
Für die Beurtheilung des Ergebnisses der Enquéte salle 1811161: ins Gewicht, daß die zugezogenen Delegrrten des Handelsstandcs 1111“) selbst mit Recht nicht als Vertreter desselbexi angeieben, 111211111301 11116 Vertagung der Reform als nothwendig bezetchiiet hatten.
Es sei deshalb in Aussicht genommen, _brr dem Vgndcsratbe dert Anirag 311 1116611, für 12131 über das einzunibrende T_arrfiystem 6111111 definitiven Bsschlnß noch nicht zu fassen, vielmehr eme neue“, umfas- sende En Wie unter Zuziebung von Vertrsterrz des Hanelsstandss, der Judu irie und auch der Landwirtbschafi, wre der 0111111011051» 511 veranlassen, _ _ Provisorium des Frackytzusckplages unter entsprechenden Bedinzrmgrn und Beschränkungen einstweilen foridauern zu lassen, und dahin zr: wirken, daß den Privatverwaliungen innerhgxb der danack) gezogenen Maximalgrenze freiere Bewegung 111 der Tarrsstcünng gezthri wsrde. Das letztere erscheine nothivendrg, Werk erfahrungßmaßig 0011 011
das durch den Beschluß vom 11. Juni cr. geschaffene
Eisenbahnwerwaliungen mit Tgrifermgßigungen zgruxkgebalten wurde in der Besorgniß, daß die W1ede._erhob11ng Scbwrerigkerien begegnm könne. Es sei die Unterstellung nicbt ausgeichqloffen, daß, WS_UJ dm Eisenbahnverwaliungen von den Landes-Aufnchisbelwrden die Er-
Tarife um 20 pCt. als Maximum bezeichnet, und maer-
alb dieser Grenze freie Bkwegung _gestaitet worden _ware, fir 00a der Ermächtigung zur Erböhng nicht 111 dem UMWE- W1e_ ge- icbeben, Gebrauch gemacht batie11._ O_urften derartige Miix111111- Tarife einerseits als eine Korrektwmaßregel gegsmzber der _nacb- gelassenen Tariferhöhung angesehen] ixerden, 10 wurden dtr1sib§n eiis in der beabsichtigten Ve1chrankung (11161) einen Anbal_t tue rung der Frachtsäße innerhalb des etwaigen neuen Syitems
M. an die Reichs-
Die Petition des Vereins für die _bergbgulicben _Jnteresiep nn Ober-Bergamts-Vezirk Dortmund stehe, insoweit fie die T_Jeserßgurig oder Herabminderung der eingetretenen Jrachtxrböbung fur die im Art. 45 der Reichsverfassung gena1mie_n Artikel zgm Gegenstande hat, mit den Intentionen der Reichsregierung und mit den 110112161171: angebabnten Maßnahmen in Emklxmg. Auch sie Werde - bei 9161- chem Beschlusse - eingehender Prufung unterwvrfen Werden.
v Anzeigee.
5. Industrieäe Etabliffememozabriken U,Cwißandel.
___ _
Inierate nehmen an: dre autonsirte Aunonceu-Erpedition
von Rudolf Mosse in Berlin, Breslau, Chemmß,
Cöln, DreSden,Dortmm1d,Fraanurt MM., Halle “:S--
Hamburg, Leipzig, Münéheu, Nurnberg, Prag, Straß-
burg i. E., Stuttgart, Wien, Zunch und deren Agentey
sonne alle iibrigen größeren Anuouceu-Vnreaus.___ ,x- .
17) der zu machen und diefelben 0bzuliefe_rn1esp. die Zahlung . . . , . 4- Fe- zur ger1chilichen Depofition zu leisten.
bruar 1852, (H) der FUIYX) ._Hean 1n K?N?ten,
- - , - - . , eb. den 13. evtember .) , in er uner gu en
117113. Gesichtswldung. langltcb. Geficbtsfarbe. ge YerlMsung des _?)ieichSgel_)_iets_, sr?_wiäder_(€__ntz1e_§)1;_n§
-- . - " - . des ilitärdientes ange ag un 1 an run e
Zahne. voll1tand1g. Gestalt. _140 NÖYRÜÜZSYÜSMMYÖS AWZ? de? Gésxßks
vom 10, 61:3 * gemaß er n age; er omg-
den 9" Dezember1874. lichen StaatSanWaltsFaTt zu Johanmsxurg __ _1_oor_1 [SYNM den Arbeiter Casimir Sckjmelz zuleßt ___
. n . k _ ! _ 7. September cr. M n “Huchting geißendenei e0111171 dßn Grabßwko, Kreis Schweß wohnhaft, ist von seiner
SeUSlmr , den 18. Septsmber 1874._ Königlgicbes Krengericht. ]. Abtheilung.
Subhaßatiouen, Anfgebote, Vor- ladungeu n. dergl.
Evietaleitation.
pold Labinski aus Groß'Stamm, geb. den 27. Je- 10. qui1875, Vormittags 9 U r, anberaumten Ehefrau Magdalena, geborene Kempinskci, *- zur:
. ' el Dobr ewski in KoffeWen Termine zur i_nüpdliéhen Verhandlung im S_i ka17e111842)4.YuZ§rstY128-é8é 3)der arlLudwig Bergaä saale der Kr1m1nal-Deputation des unterzer
s- eit in Bromberg - wegen böslicher Verlassung ???en Fus Ehesäjeiduug unter der Behauptung geklagk
9 5 ' ' ' ' ' ' " " tr worden daß er tm Herbste 1867 sie plößlich ver- . 1849 4 d C rl Kreisgerichts 1111 hiesigen Gefangmßgebaude un e ,_ _ _ _ __ XbrérYZYenin JJZUTYnZZeUZlPZelb. den, 2.)D?§emb|er der Auffordkrung vorgeladen, zur festgeseßten Stunde lassend m d1e_ We1ieert gegangen und seixdem ver
1849, 5) der „Xohann Neummn m Alt-Vagnowen, zu erscheinen und die zu 1hrer Veriherdtguug dtenen schjÉaneierdsßeshalb der Casimir Schmelz zur Klage-
geb. den 23.
Mai 1850, 6) der Carl Surf; aus den Beweismittel mit zur Stelle zu bringen oder
Burschewen, geb. den 13. Mai 1850, 7) dkk Martin' solche dem Gerichte so zeitig vor dem Termine an- beantwortung und mündlichen Verhandlung hierdurch
Bax in Geor 8) der Jacob
16. Mä 1851 _ Koslau,r?1eb. 11411 9. März 1851, 10) der Christop S imanski - Dorf Ko
entbal, geb. den 3. Januar 1851, zuzeigen, daß sie noch zu demselben herbeigeschcxfft zu dem au
f uttowski in Guttenwalde, geb. den werden können - unter der Verwarnung, daß an den 2. April 1875, Mittags 12 Uhr,
9) der Eduard Kerstan in Dor Falle ihres Ausbleibens mit der Untersuchung und vor dem Kollegium im SißunnSztmmer Nr. 1 an-
18 1, 11) der Julius Loch in anganken, geb. den gen der ngeklagten mit Beschlag
1. Juli 1851, 12) der Johann Richter in Lindendorf wird daher allen denjenigen, welche von den
' ' ' ' ' laden ntsche1dung 111 aoutumaomm verfahren werden wird. beraumten Termtzte unter drr Verryarnung ge , ' ' ' 1 da das Vermö- da im alle emes Ausbleibens dre Behauytungen vsargen, eb. den 10. Oktober Gleichzem wud bekannt gemach , __JM ___ Es dcrß ___ rin ___Tr ugeftanden e_________ 1111 ___ ___m- Ange- 6111118613111 gegen 1 11 auf «* hefche1dung anni, er
eb. den 29.311111 1851, 13) der Johann Kwiate klagten Etwas an „Geld, Papieren oder anderm für den allein schuldigen Theil erklärt und Zu den
Zn Sa keim, geb. den 21, Juli 1851. 14) der Sachen in GeWahrsam haben, oder welche ihnen geseßlichen Ehescheidungsstrafen und in die
ti er Aufenthalt ist unbekannt. Wir ersuchxu, den- se ben im Betkstungsfalle festzunehmm und m_uuser _ Gerichtssefänguiß zur Untersuchungshaft abzulrefern.
rozeß-
Friedri Lehmann in Schniodoweaneb. den 2. Juni Etwas verschulden, aufgegeben, Nichts an die Ange- kosten verurtbeilt werde.
1851, 15) der Jakob Kempf in
eißenburg, eb. klagten zu verabfolgen oder zu zahle
den 19. April 1851, 16) der Carl August Kemp 111 dem Besik, der Gegenstände dem
vielmehr von Schweiz, den 5. Dezember 1874. Gerichte Anzeige |
Königliches Kreiögericbt. 1. Abtheiliing,
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