1921 / 65 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 18 Mar 1921 18:00:01 GMT) scan diff

Vortrag „Mit dem Flugzeug zur Noxd- und Osiseeküsie' gehalten. 91111 Mntwocb wird Kurt Htekscber seinen Vortrag „Spanien“ und 0111 Fkéiiag der Professor Franz Gyerke seinen Vorm .Jetusalem“ 101050150101. -- Fm Hörsaal wtrd am Freitag, bends 8 Uhr, der Vortrag „Werden und Vergehen im Weltcnraum“ ebalten wsrdxn. Außerdem findet am Donnerstag. Nachmittags 44-11 r, eine Wisdsrbobmg des VKrtrags „Thüringen" zu kleinen Preisen statt.

B r 131; 1 a u, 17. März. . (W. T. V.) Der .SÖlefiscbsn Zeitung“ zufolge veranstaltete der P r t 11 z a rl v o n S ch w ed e 11 auf Ver- anlaffung des früberkn _ deutschen , Gesandten m Stockholm Grafen von Püxkler zur Lindersung der Not der deutschen Stu 021111311 unter dem Beistand „des schwedischen Roten Krems:"; einige Ko_n 1. erte, bet „denen der Graf von Pückler mitwirkte, Das finanztelle Eraebnis dteser Veranstaltungen ist sebr exfreulich. Dem guten Zweck find erhebliche Summen zugeführt Worden.

B 2111, 17. März. (W. T. B.) Nack dreitägigen Verband- [1111111211111 die Ta ung des Zentralkomitees und Exe- kutiVausschusLes des Internationalen Metall- arbeiterbu ndes abgeschlossen Worde_n. Es nabmey daran Ab- gesandte aus Frankreich, Holland, Jtalten, Belgien, Dentsckyland. (811111111112, [“ltumrn, Oesfc'rreich. der TsÖSÖO-SWWakei, Luxemburg, SMvedkn 11110 der Scbwsiz teil. Den Vorsi führte Jlg-Bem, Jn dsr Stclkungnabme xur Moskauer ewerkscbafts. Zn tsrnat 1 on ale wurde die russische. Revolution einstimmig begrüßt 11110 dem russischen Pro1eiariat Untersiüßung zugeßchert. Mit 2950110111 Wurde festgestelkt. daß *die Führer der kommunistischen PartCi, Von denen die 111eis1en weder mit den wirtsckmftliÖen, noch dsn 8011111111811 Verbä1tniffen der westeuropäischen Organisationen bekannt sind, für diese nur Beschimpfung und Spott übrig haben. Dies ici nicht der Wil]: des ruifiscben Proletariats, sondem das Wcrk der desvotiscben Führer, die selbst der Arbeiter- 1011011 die Wahrheit Verschweigen. Deshalb könnten jene Metall- ar[*liierorganisationen, welche der Moskauer Internationale bei- trkten, nicht zugleich Mit1ied des Internationalen Metallarbeiter- bUndch sein. (35611611 die in ondon beschlossene weitere Bese ung deutscher Städte wird Einspruch, erhoben, weil, 11: den Fried?" varzöarrt und WM wirtsxbaftltcbe und militärische Kämpfe beranfbescßwört. Das Komitee erklärt fich solidarisch mit dsr 1911111111711 Arbeiterklasse, die gewillt fei, alle Kräfte 31.1111 Wiederaufbau der zerstörten Gebiete einzuscßen nnd 1319 51301851 einer Reputation anerkenne. Ein Wiederaufbau dxr Produktion und der Konsumkräffe der Völker aller Länder 591111111" die Znternationalisierung der Kriegsschulden. Die allgemeine 21 brüstung dcs Militarismus sei mr Sicherung des Friedens in aÜen Ländern notwendig. Einem Statutenentwurf für den I n t e r 11 a t i o n a 1 e n V e r ba n 5 wurde grundsäJLicb zuFestimmt. Er soll dcmnäcbstdemJnternationalenMetallar eiter- kong reß, der auf den 26. Juli d. J. in Berlin angesetzt ist, 110111018111 Werden. Die Landesorqanisationen werden aufgefordert, die kämpfenden Verbände in Luxemburg und in Skandinavien finanziell und moralisch zu unterstützen.

Handel und Gewerbe.

Institut für Weltwirtschaft und Seeverkehr.

Zn Kiek fand am 16. März 1921 die ordentliäpe Genera!- dsrsammlung der Gesellschaft zur Förderung des Instituts für Welt- wirtwbafk und Seeberkehr unter dem Vorsitz ibkes räfidenten Dr. 30. 1101. 11. 0. H. Dtederichsen, Kiel. statt. Im 0 gelaufenen Gescbäftsia'br' beliefen fich die Einyabmen an Beiträgen usw. auf 1,6 M1111on Mark, welcher Betrag dem Institut zur Verfügung (1011-2111 Werden konnte. Für das laufekide Geschäftsjahr wurde ein Hausbusfsvoranskblag von 2,3 Millionen Mark aufgestelkt. Das Ergebnis dEr bisherigen Eingänge berechtigt zu der Hoffnung, das; der Haus: 5011 111 dikser Höbe zum ?lusgleich gebracht Werdenkann. Neu in den Vsrwaltung-FIrat der Gesekkicbaft Wurden gewählt die Herren Jsinricb Vierwes, Gknemkdirektor der Mannesmannröbrenwcrke zu Tüffékdorf, Eduard Staffel i. Fa. Louis Staffel, Wi enbausen, Kmnmsrzienmt Max von Bleicherx 1. Fa. Adolf Bkeicber u. Co., Lsipzig-Gohlis, Geheimer Kommerzienrat von Oswald, Koblenz.

- Das Präsidium und der Gesamtvorstand des Zentral- vsrbandes des Deutschen Großhandels habcn kaut „181111110 des?; „W. T. B.“ in einer aus allen Teilen des Reiches stark besuck'ten Zentralvorstandssißung beschlossen, die Bezirks- ?Wpen und die angescbloffe'nen Fachverbäxtde des deutschen Groß- *311d€15 aufmiordern. in 15an Mitgkiederkreiikn dahin zu wirken, daß (“5- 01.3 61116 selbstbcrständkiÖe paixiotischc Ebrenvflicht jedes deutschen 5100111100115 (1111161011011 werde, Von dem B 21119 aller für de n kanischen Markt entbehrlichen Waren aus den- j211igen feindlichen Ländern, die sich den Zwangs- 12101'31105111811 anschließen. abzusehen.

- In “DE!“ gestern abgekaüenen HaupWersammkung des Zechen- 11 0 r b a n d es wurde laut Mxldung des „W. T. V.“ zu den schroeben- dan Vkrbandlnngen über das U e b e r s chich t e n a 1) k o m m e 11 101115116 €19111111g eingxnommen: Die Dortmunder Verhandlungen 113078811 11111 131110111 Einigungsvorscblag abgeséhlossen, der eine Aende- 7111111dkskisbsrigenUkbsrscbWtenabkommens vorsteht. dure!) die das 9511111011111 dcr ansrkanntermaßen scbon jetzt mit Unterbilanz arbeitenden ZSÖLU wcier Mastet werde. Eine solche Belastung kann aber im «..?-7111101110011 Mkmcnt unter 191111311 Umständen extra en werden. Ts: ZsÖMkerband kann “riesen Eini ungsvorscblag a geeignete L*.“kak-Jsze für ein nenes Abkommen ni 1 ansehen _ um so Weniger, 015 Ti? 10501 001.11 scbcne Lohnerhöhung in der tatsächlichen Ent- 1-.*;ch1ung der ?cbenFHaLtungskosten keine Bc ründung Jndet. Auch ZZZr dyn 241311117111 111110114 werde ein 71711578 bkommcn nacb analt 111:- 5771131111110 d1€ bedenklichsten Folgen für die gesamte Produktions- WZZZMKKT babm. ,

-- TLS (55xsamtiumme der im Umlauf besmdkick'pen Berlin er Lk.: .". dbrix se e1nskb1ie51ich dsr der Sicherheitömaffe und der P?W'xbxis'kgme des 571111111110 gebörigen Stücke bktrug Ende Dezember 1272“) 1715117107111 293 423 300 571 gegen 290 478 400 .“ im VorjaHre. '“?r „:?-351 130111 1. Januar 1920 bis 31. Dszmber 1920 find _61 *“ *“1107És117éke „zur 91611- und Ngcbbeleibnnq angemeldet Worden. 4571 1211 auf “01911: Meldungen hm genehmigten Belcibungen smd 13 (151 500 „75 noch nicht abgehoben. '

«-- 7111 der 0011110011 S1Z1mq des Vsrwaktungsrats der Berliner 5.371 ck sls-Geielkscba ft wurde laut Meldung des„W. T. B.“ “(1217 2111031115 für 1920 vorgelegt. Der Nobgewinn bekrägteinschließlich Vkrtraa 77 848 906 .“ gegen 33 325 995 .“ im Vorxahre. 111101111911 1920 (Vorjahr in Klammern) Wechsek- und Zinsenkonw 39 923 99-1 M 121 030 941 .“), Prowifionen 21 659 875 .,“ 115421 661 .O), Sondergcwinn 11 124 779 (-,*- .“), 72 708 649 576 1201152603 «E). Hikrzu Borna? aus 1919 5140256 .“ 15813391 „M). 91011) Abzng der 2erwc111ungskosten (einschließlick) P0011011-kaffenbeiträge) von 31 780248 .“ (10468799 .“) 11111? Sikuern 9107 733 ck“ (2729121 576), verbleibt ein Rsmaewinn von 36 960 923 ckck gegen 20128073 „11. 21111 Antrqg dsr Geschäftsinbaber hat der Vcrwa1tunasrat bescbkossen, 1707565010115 _dsr (Hensbmigun der Bilanz durch die GeneraWersamm. 111130 110 Ddidende für das ??ommanditi'apitxil von 110000000 .“ F1," 19»? W (1611111 10 11?) im Vorjahr festzumzsn, dsm 0112111195911 „1101011111011156 15 51111000 „14 zuzuweisen 11110 die nach Abzug der Ge- YZYMYJZWL 1101100110089" 460 406 «4 auf neue Rechnung vorzutragen. ÖMÖ'MMÜ 50111 31._ Dkzcmber 1920 weist folgende Ziffern auf: xxxszÉÉ-FML 187918138 576, 11111065611116 Wertpapierabrecbnungen 4 4115377,“- WSTWU 1 341 78-1435 „711, vérzinNich Skl'aYanwsisungen 1:13 2101100 11110 F?r „Bunkkssiaaten 54 406 876 «74, Wertyapjgxg 432011 000417, ,K'211101110Wk'1101108 43 231583 .“, dauernde Beteili- am'axn 1,13 698 231 “4, Grundstücke 3 987 988 „71, Schuldner 948.631 63“) “Ü Bankgkbäude 8 750000 «16. .. „Haben: Kommandit- kawta! 110000000 .“, ordentlicher Reservefonds 34 500000 „46,

-51379299(Zun.208772). _UngariscbeGes _ ' A 11 lag e n. Sikberkurant- und Teilmünzen 200. Ungarische Staatsnoten

Es er-.

Akzevke und Weeks 127 719 107 .“, Gläubiger 2 354 527 409 .“, rückständige Gewinnanteile 487 215 .O, Talonsteuerrücklage 1060000 .“,

"Gewinn- und Verlustrechnung „36 960 923 576. Die Generalversamm-'

lung wird zum 9. April 1921 einberufen. '

_ Die Continental Caoutcbouc- und Gutta- p e r ck a : C o m p a g n i e Akt.:Ges., Hannover, 115111111 laut Meldung des „W. T. B.“ vor, 30 v.? aufdas erhöhte Aktienkapital zu verteilen.

*- Jn der le ten Auf cthrarsfiyunq der G e b : ü_d : r F a b !: Aktiengesell ckaft, Pirmasxns, Wurde bxsehloffen, der auf Freitag, den 8. April 1921, Vormittags 11 Uhr, xmzuberufendeu Generalversammlung die Verteilung 'von 12 vH vorzu1ch1agem

- Die Goldausbeute in Transvaal betrug squt Meldung des „W. T. B." im Monat Februar 558137 Unzm tm Werte von 2372 083 qund Sterling gegen 651593 Unzen im Werte von 2769 270 Pfund terling im Januar. und egen 625 330 Unzen im Werte von 2657 653 Pfund Sterling mx Fe war 1920.

Wien, 16. März. (W. T. B.) 2111st der Oesterreichisch- Ungariscben Bank vom 15. Ja11uar_ 1921, alle Summen tausend Kronen (in Klammern die Verandeimnogen geÉenübex dem Stande vom 7. Januar 1921). Oesterreich xsche escbafts- führung. Anlagen. Metallschaxz: Goxdnxunzen der Kronen- wäbrung, dann Gold in Barren, m auslandischen und Handle- münzen, das Kilo fein zu 3278 Kronen gerechnet, 53, Goldwechsel auf auswärtige Pläxe und ausländische Noten (Pfd. Sterk, Franken und Mark), emgeste 1 zur Ykünzparität zmch Arttkel 84 der Statizten, 6294, im ganzen 6348 (Ulm. 4592), Kassenscheine der Kriegs: darlehenskasse 115 457 (Abu. 374), Eskontterte Weebsel, Warrants und Effekten 25223001 ( un. 311264), Darlehen ge en Handvfand 947 325 (Zim. 188 298). ffekten 1186 (Zan. 1021), . esterreicbxscbe Devisenzenfrale 2286 307 (Abu. 600 934), Oksterretcbifcb- Ungarikcbe Bank „LiquidationSmaffe“. Uebertrag vom Jabra 1920 7 684 063 -,- , andere Anlagen" 1938 909 (Zan. 532 305). -- er= pf 1ichtun gen. Banknotenumlauf 32 501,014(Z1zn. 1 773 556), Giro- gufbaben und sonsti e sofort fällige Vexbmdlrcbkezten 4126 950 (Abr). 1743 604) Gutba sn der Oesterreich"ch-Ungar1schen Bank. „210111- dationöma e“ 195 334 (31111. 188 265), Sonsti e Vervüichtungen äftsfübrung.

970 208 (Abu. 190), Eskontierte Weahsel, Wajrants und Effekten 10 209 692 (Abu. 19 602), Darlehen gegen Hapdptand 192.993 (Fun. 840), Effekten 180 (Zan. 48), Oesicrretch1sch-11ngar1sche

nk „Liquidationsmaffe“, Uebertrag dom Jahre 1920 7274 364 (_.-1, andere Anlagen 99 779 (Rdn. 49 225). -“ Veryflchtu ngen. Banknotenumlauf (auf Grund der Absicu1pe1ung§m111e11ungen des K. ung. e'fincmzmiuisteriums) 14 617 981 (Zun. 238 406), Gtroautbaben und sonßige sofort fällige Verbindlichkeiten 3723 320 (21611, 277 616), Guthaben der Oesterreichisch-Ungariscben Bank „Ltqmdatwnßmaffe“ 3486 (Jun. 1141), Sonstige Verpflichtungen 402 631 (Abu. 30 061).

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Wagengestellung für Kohle. am 16. März 1921 Rubrrevier Oberschlefisches Revie Anzahl der Wagen

21 858 166

20420

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Die Elektrolytkuvfernotierung der Vereinigung für deutsche Elektrolytkupfernotiz stellte fick) kaut Meldung des 7318.1F0Y am 17. d. M. auf 1775 «111 (am 16. d. M. auf 1772 5,6) ur _ . - - .

Eksteüt. . . -. Nicht gefüllt . . Beladen zurück-

geliefert . . .

7 818

6 398.

Berichte von auswärtigen Werkv,aviermärkten.-

Frankfurt a. M., 17. März. (W“. T. B.) Abendbörse. Eine lebhaftere Bewegung machte sich_ nur am Kassainarkts bxmerk- bar, wo die Kursbewegnng in den meisten Pavixren xine a11fste1_gende Ricbtung verfolgte. Es notierten: Pinselfabrxk Nurnberg 479,50, Maschinenfabrik Eßlingen 297, Badenia 484, Karlßrube 334,50, Cisenwaxk Meyer 395. *Mctall Dannenhorn 235, Bmg- Werke 280, Cement ciode1berg 265, Cbamotte Anna- berg 625, Zeüstoff As affenburg _ 528,50. Angxboten waren Gelsenkirchen Gußstabl 380, gegen, ihre leßie Nonz 29 Prozent niedriger, Chemische Tb. Goldjcbmidx 772, Schcideansialt “490,50, Rüt erSwerke 404, Elektrowerke Remtger & Gebbert 270, Lxcht u_nd Kraßt 227, A. E. G. 279, Deutsch Uebersee 1015,» Montanaktten 11111, Harpener 444, Mannesmann 555, Oberbedarf 320, Auslandßvaptere behauptet, Hvroz. Tebuantepcc 370. Im freien VerkCHr erbrelt fick) die rege Nachfrage für Mansfelder Kuxe, der Kurs „stellte sich auf 5225, 5275, 5250. Chemische Rhenania 700. Devisen katxm ver- ändert, Brüssel 455, Holland 2165, London 240, Paris 437, Schiveiz 1087,50, Italien 235, New York 627/8. '

Köln. 17. März. (W. T. B.) (Amtliche Notierungen.) Holland 2167.60 G., 217220 B., Frankreich 437,05 G., 437,95 B., Belgien 457.25 G., 458,25 B., Amerika 62,88 G., 63,02 V., Eng1and 246,00 G.. 246.50 B., Schweiz 1091,40 G., 109360 B., Jta1ien 233,25 G., 233,75 B., Dänemark 107390 G., [076,10 V., Norwegen 995,00 G., 997,00 B., Schweden 142855 G., 1431,45 B., Spanien 876,60 G., 876,40 Y., Prag 82.01 G., 82,09 B., Budavesi 15,73 G., 15,74 B., Wjen (aste) "",-*- G., “*"-'- B., Wien (in Deutsch-Oesierreicb abgest.) 15,03 G., 15,07 B.

Leivzig, 17. März. (W. T. ,B.) Sarbfiiche Rente 5725, Bank für Grundbefitz 140,00, Cbemm er Bankverein 200,00, Ludwrg Hupfe1d 286 00, Piano Zimmermann 97,00, Stöhr u; Co. 503,00, Sächs. Wolégf. vorm. Tittel 11. Krü er 500,00, Cheznrch-r Zimmer- mann 260,00, Peniaer Mascbiitenfa xik 164,00, Lerpzrger Werkzeug Pitt1er u, Co. 424,00, Hugo Scbnetdcr 346,00, Friß Schulz jun. 364.00, Niebeck u. Co. 202,00.

Hamburg, 17. März. (W. T. B.) Böxsenschfußkurie, Deutsch-Ausikalifcbe DanwfsÖiff-Gesenscbaft 403,00 bts 412,00 bez., Havag 186,00 bis 188.25 bez.. Hamburg-„Siidmm'rika 397,00 bis 402,00 bez. Norddeutscher 21005 169,75 G. bis 172,50 V., Vereinigte Elbeschiffabrt 327,00 G., 332,00 B., Sebantungbabn 554,00 bis 561,00 bez., BrasilianisÖe Bank --,-- G. , B., Commerz- und Privat-Vaitk 213.00 G.. 214,00 B., Vereinsbank 201,00 G., 203,00 B., Alsen-Portland-Zement 429,50 bis 433,50 bez., Anglo- (5o111111enta1 380,00 G., 385,00 B., Asbest Calmon 334,50 bis 335,50 be ., Dvnmnij Nobel 340,00 bis 343,00 bez.. Gerbsioff Renner 420,00 ., 430,00 B., Norddeutsche Jutespinnerei 300,00 G., -.- B., «Harburg-Wiener Gummi 365,00 G., -,-- B., Caoko 150,00 B., Skoman Salpeter 185000 bez., Neuguinea 520,00 G., 540,00_V., Otavi-Minen-Aktien 540,00 G., 550,00 W., do. do. GenusUckZ. 500,00 G., 510,00 B. -- Tandem: Schwächkr.

Wien, 17. Mäxz. (W. T. B.) Die Börse, verbie1t fich Heute in Erwartung entscheidender Meldungen über die Londoner Ver- handlungeiz referdtert. Der Ve1kebr gestaltete sich erst gegen Sch1uf1 em _wemg lebhafter. Eine auögesproäyene feste oder schwache Stimmung War nicht zu erkenn'en, jedoch ver- kxbrten Svexialvapiere, wie Banken und Südbabnwerte sowie 2111101112 _ Schrankc'npapiere, unter [eßteren besonders apier- fabr1xaktien, m fkstxr Haftung bei anziehenden Kursen. De Ab, fcbwacbuna der Zümcber Kronendc'vise übte keinen merkiiöhen Einfluß aus. Se1bst am Markte der Valutawerte war eine gleichmäßige Haltung mehr festzusteüxn. Im freien Valutenbankel gesialtete fich der Verlauf ruhig und die Kurse ;.ogen e11vas an. Am An1agemarkt K,?wännen Notc'nxenten F2 vH, Ungarische Kronenrente büßte 5vH. em, Wogegen .Kttegégnlcibs um .) vH anzog.

Wien, 17. Marz. 1W.T.B.1 Türkische Lose 405300, Staats- ba1111__6020,_00, ,Sudbabu 39.310,00, Südbabnvrioritätkn 50,40, Oester- reicbucbe K'xedtt 145000, Ungarische „Kredit 299000, Nualobank 1730.00, l1ntonban11450,00, Bankverein 1304.00, Länderban12990,00, Oesterre1ch1sch-Ungar1sche Bank 5391100, Alpine Montan 8630.00,

Koks und Briketts

Yrager Eisen 15 41V. Rima Muranver 6250.00. S_kodqwekk, “1 algokoblev 10 650,00, Vrüxer Kob17n_ --,-, Galizm 300,50 3.670,00, Lloyd-Aktien 438.00, Pold1„butte.58„00.00, Da, Oesterreichische Goldrente -,-, Oesterreichischx Ktonen

mkkr) rente 11

Februarrente 100,00. Mairente 100,00, Ungarische Goldrente

Ungarische Kronenrente 232,00, Veitscber 282,50. Siem

2532 00

W1en, “17. März. (W. T. B.) Notierungen fr [ : A terdam 244,25 G., Berlin 1126.00 G„ zen (: e M Paris 4.905,00

121,75 G., London 2755,00 G.,

enk-Q.

GW

122.50 G.. Marknoten [125,00 G.. Lirenoxen 262000 ': „; slawische Noten 1925.00 G., Tschecbo-slowaktscbe Noten 3300

ra . 17. März. (W. T,. B.) P Berl

zentrale :

5 % Argentinier von 1886 92. 4 6/11

4 % Javcmer von 1899 58, 5 % Mexikanische 5 0/11 Russen Ba1timore and Obio Southern Pacific 92 Corvoration [o']

7/ . Randmin 5 % Érxegsanieihe

(W. T. B.) Devisenkurse. Belgien 104,50, England 56,39, 496,00, Italien 54,25, Schweiz 249,75, Spanten 201,00, 1.W- T- VI 5 0/0 Franzöfifcbe

1899 572, 3 % ortugiesen 204, 411% Russen von 909 12, Pacific 142, Pennsylvania 45, Pacific 147. United Staws Steel Tinto 23. De WMS 10. Goldfields 4 % fundierte Kriegöanletbe 711, Siegesanleibe --,-. _ Paris, 17. Marz. 22,87, Amerika 144250,

Paris, 17. März. . 83.95, 4 % Fran ösiscbe Anleihe „67.60, 3 9/0 57,85, 49/0 SWM?

Süezkanal 6285, Rio Tinto 1340.

Amsterdam. 17. März.

Notierun in 121.50 G., Marknoten 121,50 G.

Lo n d on, 16. März. (W. T. B.) 211? 0/11 Eyglische Braülianer

ebe äußere Anleihe -,--. 5 ('/11 * ussen v„

3 c'/c1 Russen von 1896 19,00. 4% Türken unifix

-W1

1181! „der *

Y 10 11

1.1.1111 Goldanlejh, von [M 40, Ca

06 21).

». “*,

Deus

1, ].

Franzöfiszx *

(W. T. B.) Wechse1 aus

11,362, Wechsel auf Berlin 4,62. Wechsel auf Paris 20,171, ., auf Schiveiz 50,30. Wechsel auf Wien 0,70,_ Wechsel auf KM, 49.30, Wechsel auf Stockholm 66,00. _Wecbjel m_tf Christiania Wechsel auf New York 291.00, Wecbiel auf Muffel 21.12 *,:

auf Madrid 40,35,

Wechsel auf Italien 10,90, - 50)“

Staatsanleibe von 1915 869/16, 3 o/o Niederländ. Staatöanleihe Königlich Niederländ. Petroleum 553,50, Holland-AmerikaEinj; Atcbijon, Topeka 11. Santa F0 --,--, Rock Js1and 281)w („

Pacific -,--, Southern Railway “',-".

Union Pacific ]

Anaconda 85,50. United Statys Steel Cory. 95,00. (_: (121,2an (-1 twech1ej London 22,85, do. auf New York 586,00, do. aui Hamburg do. auf Paris 40,35, do. auf Antwerpey 42,50, do. auf Zürich 11, do. aus Amsterdam 201,50, do. aut Stockholm 132.75, do.

Kovenbagen, 17. März. (W. T. B.)

do. auf Helfingsors 15,00.

Christiania 93,25. (W. T. B.)

Stockholm , 17.9)1ärz.

Siebtivecbsel aus L

17,26, do. auf Berlin 7,10, do. auf Paris 3100, _do. auf ;, 32,00, do. auf 1cb1veiz. Pläße 76,50, 50.0111 2111111000111 ] do. auf Kopenhagen 75,50, do. auf Cbrtsttama 70,00, 11

Washington 443.00. do. ans O_elfingfors 11,10. . Cbrisiiania,17. Marz.

( W. T. V.) Sich1111ech1el

London 24,80, do. auf Hgmbuxg 10.15, do. auf Paris 44,75, . New York 635,00, do. auf 2111162100111 219,00, do. 0111 Zürich11 do. anf Helsingfors 16,10. do. auf Antwerpen 47,25, do. aui"

bolm 144,00, do. auf Kopenhagen 107,75.

]

Berichte bon auSwärtigen Warenmärkiei Baumw-

Live'rpool. 16.31.1153. (W. T, B.) 111111013, 4000 Balken, (8111111111 9500 Nanen, Banniwolle - Ballen. Märzlieférung 7,49,

ägyptische unverändert.

dmvon amerik , ck ' ' „Apinieferung - Mailieferung 7,60. -- Amerikanische und brasilianijche 5 Punkte

Acronautisches Observatorium. Lindenberg,.Kr. Beßskow. 17. März 1921. -- Pilotballmiaufstieg von 5 8 38110611

Relative Feuchtig- t keit un en %

Temperatur 0 0

Seehöhe Luftdruck

D mm oben

Wind

Richtung

Ges Se!- 11-

122 1000 2000 4000 5000 7000 7600

Klar. -- Sicht: 8 km.

(J“sriFeYun-g des Nichtamtlichen in der Exsten

und Zweiten Beilage.)

SMS 6

SW SSW NOzO NOZO ONO

]

Theater.

Opernhaus. (Unter den Linden.) Sonnabend: 68.)-

503111155orsteüung.

Sonntag: Parsifal. Anfang 4 Uhr.

Schau iLlhaus.(AmGendarmenmarkt.) So

bezugsvorste ung. König Richard der Dritte. Sonnta '

An Stelle der ursprünglich angekündigten stellung „(ck 051 fan habbo“: Bohdme. Anfang 51 Uhr-

nnab.: 65. ), Anfang 7 ' Vormittags: 7. Matinee: Stimmen der V,

Anfang 11 1 br. Ra mittags: 19. Volksdorstellung 3116ka

Preisen: Torquato Ta o. Anfang 21111117. -

der Große. 1. Teil: Der Kronprinz. Anfang 7 Ubi-

bends:

Familiennachrichtem Geburten: Cine Toéh'ter: HmKrafft Frhr. vondem '

beck-Milendonck (Karwe. Kr. Ruppin. V e r l o b t : Frl. Anni von Bünau mit _ beim-Klein-Spiegel (Klein Spixgel. Beztzk Gertrud Engel mit Hrn. Studienrat Erwin

Chuchul (Stendal).

9171561111 Otto von 11-

Steltin). “„

T1 1111111115,“ G 6 st 0 r b e 11: Hr. Landesgeriäytspräsident a. D, G? Ob“)

- VérankvcrtlicberScbriftleiter: Direktor Dr. Tyrol, Chalk"

VerantwortlicZkfür den AnzeiHenteil; Der Vorsteher dk?! Ü!“ '*'

ecbnunaßrat ' Lengerina "111

Verlag der Geschäftssteüe *(M e n g e r i n g) in

Berlm Verkru-

Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagsanst“lt

Berlin Wilhelmstr. 32. Sieben Beilagen

(einscbkkeßkich Börsenbeilage und Warenzeiäyenbeilaae

911.221

und Erste. Zweite und Dritte Zentral-Handelöreaißes ** '

7 14-774

Deutschen Reichsan

, r. 650 Nichtamtliches.

(Fortseßung aus dem Hauptblati.)

Deutscher Neithötag.

j Nachtrag. 1

85. Sißung vom 16. März 1921.

9192111sfiibruygen. die bei der Besprechung des Kapitels olizeijckwß“ tm Hausha1t5plan_ für das Neichs- injsteklum des nnern m Erwrderung auf die Be- 1111118?" des Abg. emdt (Teutschna? der Reich§minister Innern Koch gemacht hat, hatten fo genden Wortlaut: Meine Damen "Rd Herren! Gegenüber dem weitgehenden Ver- , des Herrn Vorredners auf Einschreiten der Reichöregierung niiher einzelnen Vorgängen innerbakb der OrdnungSpolizei kann (zunächst nicht anders als wieder einmal mein alte? Lied singen varan hinWeisen, daß wir nicht in einem unitarischen, sondern einem föderalistischen Staat [ebm Es ist ganz eigenartig: im „,. bekennen sich auch gerade die Parteien der Rechten immer dem Grundsaß des FöderaliSmus, immer zu dem Gruwdsaß, daß aßen als der führende Staat in Deutschland seine eigene selb- 119"; Verwaltung haben soUe, ungestört bleiben solke Von dem Ein- jff des Reichs. (Zuruf bei den Vereinigten Kommunisten: Wie es 1,1) In der Praxis liegt es aber bei allen Parteien des Reichs- 19. daß man sagen kann, wie eben in einem Zwischenruf gesagt 1: wie es paßt! Alle Augenbliche wird von uns Verlangt, daß ,jnschceifen: von dem einen, “daß wir gegen Bayern einschreiten, , dem anderm, daß wir gegen Preußen oder gegen Braunschweig schreiten, Immer dann, wenn das Verhalten irgen ines Einzel- 116 dem einzelnen nicht gefällt, wird ein Einschreiten verlcmgt. ade heute morgen hat ein Parteifreund des Herrn Vorredners 1 zum Vorwurf gemacht, daß ich in der Frage der Auflösung von ganisationen viel zu sehr in das Eigenleben der Einzelstaaten ein-

1

ffe, (Hört, Hört! links.) Wenn aber auf der anderen Seite ein ,

1111111111 so handelt wie es auf der Rechten gewünscht wird, kommt türlich der entgegengeseßte Wunsch. (Zuruf bei den Deutsch- ionalen:'Die Ausgaben steben doch im Etat!)

In leßter Linie liegt es leider so, daß draußen vielfach die 11 von Men Parteien die Meinunß verbreiten, daß wir uns hier Berlin ganz unnötigerweise um alle möglichen Angelegenheiten „merten, um die wir uns n-i-éht xu kümmern brauchten. Wenn es „1111111 um 21111211 einzelnen Fall handelt, dann wird von der Viel- iermi in Berlin gesprochen, und es wird gewünscht, daß die jchsregierung endlich aufböre, s1ch um a'Ue möglichen Angelegen- 11111 kümmern und dadurch den Beamtenapparat unnötig zu der-

ren. *Jck) muß grundsäßkich - nicht nur für diesen EinzelfaU --

stellen, das; während der ganzen langen Beratungen des Etats des '

1111611111113 des Innern eigentlich noch keine einzige Beschwerde Jagen chvorgebracht worden ist, daß ich, zu viel mit meinex Ver- tung eingeschrittcn Wäre, daß ich dagegen einer Reihe von Unter- ungen von 1111211 Seiten des Hauses geziehen Warden bin in Fänen, denen ich mir bei reiflicher Uebevlegung gesagt hatte, daß die -1enicht bedSUtend genug wäre, um gegen die Länder vorzugehen 1111111111) die Meinung hervorzurufen, als ob wir von der Reichs- ierung die Neigung hätten, in aÜes Mög1iche hineinzureden. Also wenn der ReichLXa-g wirk1ich Will, daß wir uns um aLle Dinge bekümmern, dann muß zum min5eften grundsäßlich der » -urf aufgegeben werden, als wenn wir in der Reichsregierung 111111) im R€ichsministerium des Innern za." unitarisch regierten. * so unitarifch, wie das der Reichstag in seiner Gesamtheit 1111111, immer dann, wo es ihm paßt, so unitarisch ist die, Reichs- terung nicbt. (Zuruf bei den Vereinigten Kommunisten:' Auch die

ienmg macht's so, wie es ihr paßt; siehe Bremen und Braun- : . . . - E19!) Meine Herren, Sie könnten ja die ganze schöne Speisen- , geben, daß 1ch zwar ngffe Grurvdfvagen von Real»? WOM "Ut"

SJbrer Zwischenrufe wiederholen; aber 111; glaube nicht, daß das -'e Beratungen irgendwie fördert.

Was den vorliegenden Fal] anlangt, so möchte ich doch sagen: 14) aucb nakurgemäß nicht in der Lage bin, auf jeden einzelnen ' Ulf kinzugeben - denn ich kann nicht über jede Frage in einen 1111112111111, um das Wort Notenwechsek zu vermeiden, mit der ßlschen Regierung eintreten, um festzustelxen, ob hier oder da U1belstand vorhanden ist -- so möchte ich im ganzen doch glauben, die Ausführungen des Herrn Vorredners in mancher Beziehung " über das Ziel binauögescbossen smd. Daß die Ordnungspolizei all da, wo fie dor ernsthaften Aufgaben gestanden hat, fich be- '* “hat, wird man, glaube ich, nicht leugnen können, und das gilt, "" 1472011, für alle Länder, die überhaupt eine Ordnungspolizei " InSbesonrdere ist es mir unbekannf, daß, wie der Herr Vor- 521101111121, viele HM-derkscbaften in Preußen hätten aufgelöst mélssen, Weil sie jeder Disziplin entbehrt hätten. Darüber ngendetne Nachricht an mich niemals gelangt. Ick) möchte dock) 11111, das; der Herr Vorredner dci irgendeinem falschen Gerücht Opfer gefaUen 111.

Was den Vorgang in Kiel anlangt, wo in der Tat [?ck einem Use am 7. November die Ordnungöpokizei in Uniform den Umzug acht„l)c11, so hat der Herr preußisckoe Minister des Innern ."" Vorgang aus eigener Initiatide alsbald auf das schäxf|e "" (Zurufe von den Vereinigten Kommunisten: Nanu? Wieso?) das Nomendjge veranlaßt, damit dieser Vorgang fich -nicht “bo11, (Zuruf yon den Vereinigten Kommunisten: Die Bek '.muffen das Koalitionsreckyt und volle pol'lkiscbe Bervegungs' .,t babe!!!) *- Sie können sich darüber mit dem preußischen '"“ de? Innern nc'üzer außeinandetseken. ch brauche die Be- ""na. die der preußische Minister des Innern seinem Vorgehen bai. hier in diesem hoben Hause nicht zu wiederholen, da annehmen darf, daß die große Mehrheit des Hanses hint“ dem “be" des VTLUKisÖLn Ministers des Innern steht. (Zustimmung ' "in"!) und bei den Deutschen Demokraten.)

* ' Ke Tätigkeit der Geworkscbaften anqebk, so kann es USW?" “wbt geduldet werden, daß die Gewerkschaften etwa ausschlag-

Erste Beilage

VjeYin, Frxitag, den 18. März

gebend bei der Einstellung von Beamten der Ordnungöpolizei wären. (Zuruf von den Deutscbnationalen: Sind es aber!) Es kann auch nicht geduldet werden, daß ste entscheidend wären für irgendwelÖe Anordnungen, die im Namen der OrdnungsPolizei geschehen. Wir haben diesen Standpunkt auch dem preußischen Minister des Innern gegenüber geltend gemacht. und ick) glaube, daß wir in diesem Stand- punkt miteinander durchaus übereinstimmen.

Ebenso kann es mir nur willkommen sein, hier zu erklären, das; es nicht geduldet werden könnte, wenn die Ordnungspolizei sich an einem Beamtenstreik beteiligte oder einen Beamtenstreik durch ihre Maßnahmen förderte. Ick) kann mich auch hier kurz fasen. Denn der Standpunkt, den die Reichsregierung in dieser Frage einnimmt, deckt fich ia vollkommen mit dem, den die preußische Regierung in Wbrfacben Erklärungen mit auer Cntsckoiedenheit eingenommen bat und den sie, 100121 mir bekannt ist, auch in der Praxis wahrnimmt. Also auch Hier liegt keine Veranlassung vor, den Reiclystag mit der näheren Erörterung zu befassen. Wer etwa den Standpunkt des preußischen Ministers des Innern nicbt teilt, mag an dem preußischen Minister des Innern im preußischen Landtag eine Kriéik üben. Ick) glaube, der preußiscße Minister wird dann die Begründung zu seinem Vorgehen ohne große Schwierigkeiten geben können. (Lachen und Zurufe bei den Vereinigten Kommunisten.)

Was die Zivilkmnmiffare angeht, so erscheint mir ihre Ein- richtung als unverträglich mit den Anforderungen des Dienstes. (Sehr ricbtig! bei den Deutschnationalen.) Sie erscheint mir außer- dem naturgemäß als eine Einrichtung, die aus Reichsmitteln irgend- eine Unterstützung nicht erfahren kann. (Sehr richtig! bei den Deutschnaiionalen.) Aue!) darüber haben wir die Länder, die die Einrichtung von Zivilkommiffaren ins Auge gefaßt hatten, unter- richtet (Brady! bei der Deutschen Volkspartei), und ich bin über- zeugt, daß sub auch in dieser Hinsicht der Standpunkt der Reichs- regierung durcbsoßen wird.

Meine Damen un1d Herren, dagegen muß ich mich wioDer grunédsäleich wen-den, daß es Aufgabe der Reichsregierung sein könnte, in der Frage der Ernennung und Entlassung einzelner

* Beamter, wie es die Entlassung des Herrn von Pvinorff ist, von

Reichs wegen einzugreifen (Sehr richbig! bei den Deutschen Demo- kraten.) Ich möchte einmal erleben, kvas die Herren auf der Rechten sagen würden, wenn ich an irgemdeiner bayerischen Emennung in Beamtenfmgen eine Kribik üben wollfe, auch wenn ektva einmal hier oder da dér (Eindruck entstehen sollte, daß ein bayerischer Boamter sich in seinen Gesinnungen gegenüber der Reichövegierung mehr bekvorgewagt 501, als es erwünscht erscheinf. Es kann also gar keine Rede davon sein, daß die Reichsregiewng sich in diese (Einzelfragen einmischen könnte, und Wenn man überhaupt auf föderalistisckyem Standpunkt steht, ::)-“te der Herr Vorwdner, muß er den Föderalismus auch da (mfreckzterhalten, wo es ihm vieÜeich1 einmal 11521111, daß eine Beamtenentlaffung wicht hätte vorgenommen werden soüen, die der pwußische Minister des Innern vorgenommen hat.

Von einer Ve'c-binÖung 15er Orkdn-uwgspolizei oder einzelner Per- sonen der OrdnungSpolizei older des Verbandes der Or-dtmngöpolzei mit 11er Entente ist mir nicht das geringste bekarmt. Ick glaube aber mit aller (Entschiédenbeit erklären zu können, daß nicht nur ich, sondern auc!) der preußische Minister dcs Innern es mit 'der größten Schärfe mißbilligen würde, wenn eine derarbige Verbiwdung bestände, und daß er nicht zögern würde, auch ohne daß die Reichskegierung sick) erst einmiscbk, dagegen mit allen Mitteln Vorzugehen.

Meine Damen und Herren, es ist selBstderstäwdliÖ für mich eine sch11vierige Aufgabe, hier Mittel für die OrdnuwgSpolizei zu verkangen, unk: zwar hohe Mittel, ohne daß ich gleichzeitig in der Lage wäre, auf die Verwaliung der Ordnungspoüzei durch die Lämder in allen Fragen einen maßgebenden Einfluß außzuütben. Solange aber die Ovdnungspol-izei eine Angekegenbeit der Länder ist, so lange muß nach meiner Ansubt auch die verständige Arbeitsteilung dahin

zuregeln versuche und mir da einen Einfluß bewahre, daß ici) es aber vSrmSi-de, in eine Kritik der Einzelbeifen einzutreten, die je nach der verschiSdmartigen politisckyen Einstellung des ' praxßischen Ministers, des bayerischen Ministers und des brcmnschweigischen Ministers selbstverständlicb 'm den verschiedenen Län'dern verschi€den geregelt werden umd die von Berlin aus einheitlich durch das 918111) zu regein einfach dazu führen wüWe, daß die OrdnungSpolizei eine Neichöawgelogenbeit würde. Solange Sie das nicht wünschen - und wir alle haben bisher diesen Wunsch nicht ausgefprochen -, muß man wohl auch hier im Neichöbag mit einer Kritik gegenüber den Einzelbeiben der Vevwalbung in den Ländern zurückhalten. (Bravo! bei den Deutschen Demokraten.)

Bei der Besprechung der AuSgaben für Zwecke der „Te nischen Nothilfe“ entge nete an Aquührungen des Abg. ret) (Soz.) der NeichSminiter des nnern Koch:

Meine Damen und Herren! Den in der Technischen Nothilfe

vereinigten Männern und Frauen spreche ich gern Work: des Dankes“

aus (bravo! rechts -- hört, hört! links), Weil fie uneigennühig und niemand zu Schaden den Willen in die Tat umgeseßt baden, einem armen Volke und Lande Werte zu erhalten, die ohne diese Tätigkeit verloren gegangen wären. (Bravo! rechts. -- Hört, hört! links.) Die

** Herren, die von der Rechten Bravo gerufen haben, wissen nicht, daß

ste dieses Bravo nicht mir anrufen, oijohl ich es gern auch für mich akzeptiere und die Herren von der Linken, die sich diesen Worten gegenüber erregen, wissen nicht (Zurufe links: oh ja!), daß es Worte dss Ministerpräfidenten Buck find, die dieser im Dezember 1920 als sächfischer Ministerpräfident gesprochen hat, («Hört, 17131111 rechts.) Ick habe als Minister nichl danach zu fraé'en, ob Streiks gerecht- fertigt find, sondern wir haben uns auf den Standpunkt zu stellen, daß bei aller Anerkennung des Koalitions- und Streikrechbes die Arbeiter in diesen lebenönotxvendigen Betrieben auf die LebenSloalümg der Mitmenschen Nückficht zu nehmen haben. Smiks, wie fie wieder- holt vorgekommen smd, kann man fich nicht auf Gnade und Ungnade ergeben. DeStvegen Wurde die Technische Nothilfe organisiert. Das smd Worte, die im Ianuax dieses Jahres der badische Minister- prästdent Remmeke von der Sozialdemokratischen Partei gesprockpen

“*.

zeiger und Preußischen Staatsanzeiger

1921

hat. Weiter: Es liegt heute im Interesse des gesamten Volkes, daß die Notwaffe der Nothilfe immer mehr vervolkkommnet wird, um ihre schwierige, aber wichtige Aufgabe im Dienste des Volkes ganz zu erfüllen. (Zurufe links: Warum lassen Sie denn nicht Ihr eigenes Licht leuchten7 -- Diese Worte smd'eines Noske würdig!) Nein, sie smd nicht von Noske, sondern ste stammen vom Minister Se13ering aus dem Januar dieses Jahres.

Meine Damen und Herren, warum ick; 509 1701310138?1 Ganz gewiß nicht, um einen sozialdemokratischen Koklegen dadurch zv kompro- mittieren, daß ich feststelle, daß er einer Meinung mit mir ist, sondern lediglich deshalb, um darauf hinzuweisen, daß nach meiner Ansicht niemand, der in der heutigen Zeit die Veranfwortung dafür trägt, daß unser Volksleben nicht gänzlich zerstört und unser Wirtschafts- 1eben nicht zerrüttet wird, ohne die Technische Nothilfe auskommen kann. Es ist ein Glück, daß wir so verantwortungsfreudige Männer auf den Posten als Minister haben. Sobald sie in ein solches Amt berufen Werden, sehen fié ein, daß es eine Notwendigkeit ist, eine solche Einrichtung zu haben, Ich bin überzeugt, daß auch in den Huren der Sozialdemokratischen Partei, die fich beute dagegen ge- roendet haben, vieÜeich1 aueh in Herren, die noah weiter [inks stehen, in dem Augenblick, wo fie berufen sein sollten, ein Ministerium des Innern zu übernehmen, das Gefühl. daß fie eine Feindschaft gegen die Technische Nothilfe nicht mehr verantworten könnten, übermächtig werd'en würde. (Widerspruch links.) Ick) kann mir wenigstens nicht denken, daß .die Herren nach dieser Rickytung hin anders gerichtet smd, als die Yéinister Remmele, Buck und Sedering.

Meine Damen und Herren, daß auch der Vorstand der Bezirks- organisation Groß Berlin der Sozialdemokratischen Partei Deutsckp lands sich seinerzeit mit den wärmsten Worten an die Arbeiter und Parteigenossen gewandt bat, um fie zu veranlassen, der Technischen Nothilfe beizutreten, ist ja aus der Denkschrift bekannt. Wenn immer gesagk wird, daß eine solche Technische Nothilfe zu sehr mit reaktionären Elwnenten durchseßt sei, so kann ich nur sagen, daß ich es bedauere, wenn der Aufruf, den seinerzeit die Sozialdemokratiche Partei in Groß Berlin erlassen hat, in den Reibén der organisierten Arbeiter nicht noch 111251: Befolgung gefnnden bat, (113 es tatsächlich 0055051311 ist.

Meine Damen und Herren, solange wir lobenöwickytige Betriebe in Deutschland zu sckjüßen haben, solange Streiks vor ihnen nich1 baltmachen, solange solche Streiks auch gegen den ausgesprochenen Willen der (1901112111630an ins Leben gerufen Werden und solange solche Streiks ausgesprochenermaßen politische Absuhten verfolgen, so lange ist es unmöglich, die technische Nothilfe zu entbehren, und so lange wird die ReichSregierung an der technischen Norhilfe fest- halten, unterstüßt von der warmen BuwdesgNwffensthaft der Landes- regierungen, auch derjenigen, die Von soziakdemokratischen Ménister- präsiÉDenten und soziakdemokratischen Ministern des Innern regiert werden. (Beifakl rechts. Zuruf ['m-ks: Da sind SÖ? aber im Irrtum.) -- Ich glaube, daß nah diesen Beweisen Von-einem JrrÉum auf meiner Seite 10051 schwerlich die Rode sein kann. Ich exwä-hnbe Ihnen ja, daß diese Warmen Zusckyriften aus dem Ende des [eßten und dem Anfang diescs Jabrßs sind, auch die Zusckyrift des Minister Severing, die üébrigens 'm der Zeitschrift für technische Nothilfe erschienen War. Es gaht wirklich nicht an, in dem Augen- blick, wo man die Verankwortuwg zu tragen hat, fick) zu solchen Cin- rick)tungen bckennen, und in dem Augenblick, Wo man die Ver- anmvorfurig nicht mehr zu tragen hat, auf die bürgerliche Regierung loZzuschlagen, weil sie dieselbe Einrichßxng, die von ihren sozial- demokr-atischen Vorgängern getroffen wooden ist, auch ihrerseits hankd- babxn muß. (Sehr richtig! roch1s.)

Wenn mm gesagt wooden ist, daß die technische Nothilfe 52-1 Aerztestreiks umd bei Streiks von Milchlieferanten versage, so muß ohne weiteres zugegeben weuden, daß ich in der technischen Ndfhilfe noch keine Aerzko 001178, die in der Lage wären, einzugreifen. Wenn sich cyber solche Skreiks zu siner glsich€n Gefahr entwickeln, so 1131110 man ganz urpabbängig dadon, um wen es sich handelt, überall dafür sorgen müssen, daß die technische Nothilfe in solchen Fällen eingreift, Wir müssen " und da schließe ich mich den Worten des Ministsrs Severing an -- die technische Nobbilfe nichk abbauen, sondern müssen sie so aufbauen, daß sie aUen Notlagen, die überhaupt auftreten können, gewachsen ist. (Abg. Hoffmann (Berlin): Auch wenn die Minisber nach Stuttgart auSreißen?) -- Herr Abgeordneter Hoff- mann, wir können uns über diese Frage sebr eingehend unterhalken, 05er Heute nicht. HSM lassen Sie mich mw eins sagkn. Ick) bin nicht nach Sbuttgart gegangen, um zu streiken, sondern um Von Stutbgart ems dahin zu wirken, daß die rechkmäßige Regierung wisder ins Amt eingeseßt wird, also um zu arbeiten. Wäre ich in Perkin gsblieben, so würde ich aUeWing-Z sehr bald zu einem un- freiwilTi-gen Streik gezwungen gewesen sein, und um mich dem zu 611131051211, 5050 ich es genau so wie die sozialkdemokratischen Mit- glieéder der RegierUng vorgezogen, dafür zu sorgen, daß die Tätigkeit der Reichspegimmg nicht unterbunden wurde. (Wisdevholte Zurufe von den Vereinigten Kommunisten. -- Glocke des Präsidenwn.)

Meine Damen und Herren, ich glaube, ick; kann feststellen, daß die Notwendigkeit der technischen Nothilfe, die auch von so vielen Seiten anerkannt Worden ist, so lange bestehen bleiben wird, als Streiks in einer Form unternommen werden, wie sie entgegen dem Willen der Gewerkschaften beuizutage von Männern unter- nommen werden, die Streiks nicht aus wirtschaftlichen, sondern aus poütiscben Gründen ins Leben rufen, und ich würde mich freuen, wenn die Gemrkscbaften so erstarken würden. das; wir der Webnifcben Nothilfe erckraten könnten.

Wenn aber gesagt wird. das; die (Wiscbeidung über das Ein- greifen der becbnisckyen Nothilfe Ki dem Leiter der technischen Nothilfe läge. so ist das unrichtig. Der Leiter der lechnischen Nothilfe hat zwar das Recht, das Einschreiten der technischen Nothilfe zu versaaen. wenn ein Grund zum Einschreiten nicht gegeben ist. Er ist dagegen genötigk. das Einverständnis des Neich6minisiers des Innern oder 11211106 Bebollmäckotigten einzuholen, wenn er mit der technischen Not- hilfe eingreifen will. Im übrigen ist gar kein Zweifel, daß es möglicb sein könnte, die Art, wie die fechnische Nothilfe einzugreifen bat, noch Ungebender zu regeln, als es bisher der Fan geweint ist. wenn ib