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In der Ersten und Zweiten Beilage zur heutigen Nummer des „Reichs: und Staats-Anzeigers“ wird die vom Reichs- C'isenbahnamt auf esteUte tabellarische Uebersicht der Be- triebs-Ergebnt se deutscher Eisenbahnen für den Monat März 5. J. veröffentlicht, auf welche am Mittwoch an 012521“ Stclie auszüglich hingewiesen worden ist.
Köln, 21. April. Einer Meldung des „W. T. B.“ zu- folge kxat die Schwäche des Kardinal-Erzbischofs Kremenß ;scit gestcrn zugenommen.
Bayern.
Ueber das Befinden Ihrer Kön1g11ck)611 Hoheit der Priuzessin Adelgunde ist gestern früh folgendes BUÜLUU aUSgegrbrn mvrdcn:
Jbre Köriiglichs Hobeit die Prinzrsfin Akkl-Iunkk bai kiki? IMS Nacht verbracht, ami) beute Morgen ist ierufiand InfrxsdensikUknd- Brdcutcnde Säywääxe und Schonungsbebürxttgkrit sind immer noch
vorhanden.
München, 20. Ayril. Profcffor J. Baurr. [)r. Kastner.
Ju dsr Kammer der Abgeordneten stand gestern ein Antrag des Abg. Luß zur Bcratbung, welchcr die Staats- regierung auffordert, im BundeSratbe für 171€ Erbaliurg drr Vrivatnotcnbmiken und gegen bcschränkcnde Vcstimmungen bezüglich des Diskontsaßes dcr Privatnotrnbanken zu wirksn. Ridnsr aller Varieien befürworteten den Antrag. Dcr Finan ck mister ])1'. ("'reihrrr von Riedel erklärte, dem „W. T. .“ zufolge, die “- cndenz dcs Antragßfeiihmsym- pathisch, und rr bitte um einstimmige Annahme desselben, doch met drm Vorbshalt, daß man auch dem Reiche gebs, was drm R91chL znkomme, Der Minister bob dnnn nacb- drücklick) bi? Vcrdicnstc der Reichsbank um die Hütung des (8011): und Baar-Schxßcs hrrvor, dic jrdcm Deutschen Vor- theil bringe, und brtonte, das; die Privatbotenbanken nicmals dir Diskontpoliiik dcr R€ichsbank durchkreuzen dürften. Drr MinistérWräsident 131'. Frcibcrr vor1 Crailsheim erklärte auf eine gelegentliche Bemerkung dcs Abg. Dr. Jäger: I" der Eisrnbahnpolitik sei der Süden nicht vom Norden iibrrvorthcilt worden. Die bayerische Eiscnbdhnverwaltung siehe zu dcr prchußischrn in dem freundschaftlichsten Verhältniß, cine Eiser-bahnchrinschaft mit Prenßen sei für Baysrn kein Bcdürfr-iß 1111 sei auch niemals von Prrußkn angeregt worden. Hierauf wurde der Antrag Luß einstimmig an- genommen.
Sachsen-Coburg-Gotha.
Ihre Königlichen Hoheiten drrHcrzog und dieHerzogin von ConnaUgbi trafen mit dem Pxinzrn “Arthur und den Prinzrsfinnen Margarethe und Victoria gcstern Mittag in (801110 9111 und wurdrn am Bahnhofs 13011 Seiner König- lichen Hoheit dcm erzog und den Mitgliedern der Herzog- lichen Familie rmp ungen.
Oesterreith-Ungarn.
Etwa hundcrt böhmische Landtags-Abgcordnete Untrrnakimcn gcsirrn, wir „W. T. B.“ aus Prag berichtet, uxitcr Führung des ObersiNandmarschalls Fürstcn Lobkowiß cinen Axisfiuq nmch Kuttcnbcrg zur Besichtigung der micderhcrgcstclitcn historisch denkwürdigen V::uicn daselbst. .Bei dem aus dicscm Anlaß abgebalicncn Festmahl wurdcn mchrcrc Trinksprüche angrbracbt, wslche sick) vornehmlich auf die politische Lage“ bszoxrn. Auf den Trinkspruch, welcher die historischen Vcrdienstc des Adels wiirdiqik, rrwideric Fürst Lobkowiß: er und seine Gc- sinnungsgrnoüm sricn ststs ihrem Zdral, dem Volke und dem Lande nach bcsxrn Kräftén zu dienen, tm: gchicbrn. Er liege dir Hriimmg, daß auch die jüngcrc Gcneratirn des böhmischen (Rrbßgrimdbcüizrs dicscm Ikeal ich blribcn werde. Im N-Jinsn drr 1611?er äUßCTtL sich Prinz Schwarzenberg JUWMMOUÖ.
Großbritannien und Irland.
Ter MimiLcr-Präsikcmt Lord Salisbury Abcrd vor. Cannus 111115 London zurückgrkewt.
Jm Obcrbaaie beantragt? gest-xrn, wir „W. T. B.“ Mt'ldkt, Lord 28111161 13011 Killowen 0162111110511»: (ines Gcsiß- eniwurfs, wclchxr das Acccytisrexi und Zahlen 112116111181“ Pro- viiiorxcri bci Handeis- und anderen Trarsaktioncn untcr Siiure 111111, Tsr Lord:Großkan:lcr Lord Halsburt) erklärte, die chi-crimg Ubicrixüßs die BLU 11117 das 105175111“, b::kialic fick) 11er in Bowff der Einzelbrirrn 1er Zthungnahme zu- näcbit vor. Dir crix; 2177.an dcr Vbrlagx 111.101" darauf ge; nohmiqt, “
_Jm_1inirrl)aii1'c WZCÖLTÖOUL dcr Ziaaibickrriär für anwn Lord_HamiitIm 0.11?" cim I(nirag: i(inc kürzLich abgsgcbrnr Erklärbns, Tai; dio 011111ch1L3Uch€kc1nftch1 nacb Titindikn WÜUWUD dcr [xßi-m 1)in J;1"ré dUrch1chniitlich 900 1 im WMW von 327000 RUvirn ÖTLkägCK babs. MacLean (10111) 11301112 b€wciien, daß isire BDUQUUTUTU, drr Wrrxi) dcr Einfixbr bctraszc mindestsns 200000 Pfd. Ster], aiif den Aiiswcisrn drs Londonxr 3011311115 bxrahe. Tcr Zvrrchcr ricf iim ziir Ordimna, da AkJULUCT'TS bci riner Linirage 1111511161111] 121511. Maclean prowsiirrie birrgrgen: rr arzgmrxtierc nicht. (Ordnumsmie auf 19:1 minisxerirüen Väi ken.) Marl; an rii'f nus: „chr. ZLI mi-éi nichtmitcr fich 11115171 10011671, word? ick) PQÖ dei“ «ni.;r-cii Zsiic des Hauses (*.*-b :". “' E: 11111111 10037111 UMR" 5671123211111 ?Zniiisr Radikalen 11110 1112201 110111105911 312111er 1.3 U.“.ionisxcx auf 5111 Bänken drr Radxfäien 3131113. - Ter Parlamsnts - Z-Ikrriär dcs Aus- wärtigsri Yrodrick erklärte: die Verhaftung dss D:rekiors der deUn'ch-én Pßamage bei Ayia sei auf bis bxichworene Aus- sage crfolgt, daß dsrsklbe gesehen worden sei, wie cr dis Be- meßuann :*er EiUgrbor-chn gclcitct habe, wclche brLtische Untrr- tbanrn 11:10 EingibUm dcrsrlbcn angriffcn. Das 191 die .;,éiammte Informaiibn, 111211112 021" Régierung zugegangen ici. Axsfübr- 11chLké Emiclbcixn m:":ßten abgéwartrt wcrdm, 852 sich ein Urtheil Übrr die Ang-siechheit bilden 11.712. Schließlich nahm das „HMS Tiki? um Budget eingebrachte Rcsuiution, betreffend die WirdérrinfÜZrung des 'Theczolles, an. “
Frankreich. Tsr Kßnig von Schweden und Norwegen ist geirxrn 110.1 Paris nach KarlSruhe abgkreist. Ter TcpuÜrr-x Truman! ist, wie „W. T. B.“ mcldet, 96Min Abend in Algier eingetroffen und von einer großen Meus-Ösxmrngé (mpfargen worden. Trurr-ont ermahnte
zur Ruhe.
ist gestern
Italien.
Der König und die Königin besuchten,wie „W.T.V.“ aus Sassari meldet, gestern die Kathedrale von Alghero. in der sich das Grab eines saooyischen Fürsten befindet, Aner- höchstdieselben wurden daselbst vqn dem Bischof yon Alghero empfangen, der dm Segen thhkllte. Am Nachmittag kehrten die Majstäten nach Saffari zurück und begaben fich, begleitet von dem Minister-Präsidenten Pelloux und dem Minister
der öffer-tlichen Arbeiten Lacava, nach der Kathrdrale, wo '
sick) gleichfalls das Grab eines savoyischen Jürsten befindet. Beim Nahen des Königs und der „önigin läutetsn die Glocken der Kathrdrale; der Erzbischof empfing die Majestäten am Portal, und die Orgel spielte die Königshymne. Der Erzbischof erthrilte sodann den Segen und zelebrierte ein Tedeum. Später wohnten der König "und die Königin eincm Rciterfcstzug im Stadtpaik bei. Urberall wurden Allerhöchst-
denstlbcn von der Bévölkcrnng ]ubelnde Huldigungen dargebracht. Spanien.
21112; Sevilla ist, dem „W. T. B.“ zufolge, in Madrid die Mcldung cingitroffcn, daß ein Übrer der Ultramontanen fick) fü.“ ein Bündnis; mit den Carlitcn auSqrspwkbcn Habe.
Dor Krsuzer „Conde Vcnadito“ hat Bilbao ver- lasscri, um an den baskischen Küsten zu kréuzrn und die Lamdung von Waffen zu verhindern. Der Miniiicr des Innern Dato c-rklärte, dir chZicrUng fahre fort, Vorficht§maßregeln zu treffsn, um verbängnißvollcn Uebrrraschungen vor ubeugen.
In (Granada vsrlaniete, die Carlisten beab chiigten, an der Küste von Motril Waffen zu landen; infolqe dessen wrrdc die Küstengegend von zwei Kompagtiien Soldaten bewacht.
Belgien.
Die internationale Konferenz zur Redekung der Einfubr urid dcs Verkans von Spirituosen in Afrika ist, wie „W, T. B.“ meldet, gestern Nachmittag in Brüssel zu- sammrngstrrtsn, Bei der Konfsrcnz sind elfMäcbte verxrsten. Auf Vorschlag des britischen Gesabdten wurde der Staats- Ministor Baron Lambérmont zum Präsidenten gewählt. Dis Konfrrcpz wird heute mit der Fcststeüung und Berathung ihres Progrcimms beginnen,
Rumänien.
Anläßlich dcs srckizigsicn Geburtstages drs Königs wurdc gcsterw, wie „W. T. B.“ aus Bukarcst meldet, in der Mstrr-politankirche__ein Tcdcum zelcbriert. Drm Gottrs- dienste in drr kath0111che3 Kirche wohnte das diplomatische Korps bci.
Schweden und Norwegen.
Zum Vrrtretcr von Schwedrn uud Norwegen bei der Konfercnz im Haag ist, dem „W. T. B.“ znfolge, der Ge-
sandte? in Rom, Freiherr von Wildt, ernannt worden. Asien.
Dechneral-Gouverneur von französich Indochina D o umer ist, wie dem „W. T. B.“ aus Saigon berichtet wird, am 16. April in Bangkok eingetroffen. Der König von Siam und die Princn bereiteten ihm einen länzcndcn Empfang, um zu beweiszcn, daß es ihnen erwünscht ein würde, Znii fFrankreich wieder freundschaftlichc Beziehungen anza- nup cn.
Tas „Rcuter'scbe Burcau“ erfäbri, daß ernste Meinungs- vcrschiedsnbsiten zwischrn den Mitgliedern drr tagaLischcn Junta in Europa beständcn. Die Mehrzahl derselben bs- günstige die Verhandlungen mit den Amerikanern. Vier Miiglicdrr, welche für die Vcrhandlnngrn friert, Hätten sick) 111111) Miiniia bkg-brp. Ngoncilld und zwsi andere Mit- glieder dsr Jimta, wclche dcn entgcgengcstytcn Standpunkt ciniiäbmc'n, scien in EUropa geblieben.
Afrika.
_ Zn Tripolis eingetroffene Nachrichten aus Murzuk bcmgcn, dcm „Nrutcr'schcn Burcaxi“ zufolge, daß eine franxösisckzc Exvcdition in Vagbirmi angekommen sei, um dcn Stiltan gegen den mächtig-cn Häuptling Rados zu Ubirrsrüßcn. Falls disses yorgchcn von Erfolg beglsitet sei, 10112 der Sultan von Baghirmi zum Sultan von Borna gemacht wcrden.
Parlamentarische Nachrichten. .
__ Tcr_Vcricht 1":er die gcstrigc Sißung dcs Rcichöiages bcwxdct 1ich in der Dritten Bcilagc.
-_- Auf dcr Tagesordnung der brutigen (60) Si ung des Haiiiss dcr Abgeordnrten, wclcher dcr Vize: räsident dss SmatS-Minincriums, Finanz:?)Ikinisicr ])1'. von Miquel 1:11) dcr Minister dsr (eistlichen, Untrrrichls- und Medizinal- Axxcirg-Zmbrircn 1). [)1'. B 0118 beiwobntcn, stand die erste Lesnng ?ck- Gcmßcntwurfs, bcircffcnd dic Dicnststcilung dcs 5111121115102- und die Bildung von Gesundheits- 151711111111011211.
„"T-z. 1)r. Lan,!erbank- (fr. Vblksp) won drr Tribüne zur :ck: ;. 51-112 und zum Ministsrtisckpc bin Wrecbe'nd und dcsbaib aaf drr J:.rnziiixéntriküir ich::“er rxrsiäpdlick), fübrt aus: Bci (1nék ')Zxxxxr:;;116'bru1 k01171n€ 2»:- bauvtfäch1ich darauf an, das; dir Lokal- 1112371511 möglichst 1:11! und zwsckmäßig 1111141181811. Allgemein babs 17,11. ;;,3131112, dxß ki“: Vrrlazr diesrn Zwrck erfülle'n Werde. Von «17; Icr1r7€chungsw die irübrr gswachs [vordem skis", finde sich abcr in :;r T*."YÜZS writer nichts a1s Line grringr Bxfferstclinim dcr Kreisärzte. 25:5“. 5:1“?! Mérixinalreiorm im größersn StilS stehe überhaupt nichts (ZU:). CH ?-;-1 aiies beim Alten geblirben, wie wir es brreits seit dcm 31er 1335 51511111. In den Moxiren sei davon die Rede, da!"; dem Kréxx-Z:zt 62110 _,beizrrc Bewegunasfrcibri: se,“,chn wi'rdc'n müsse, und 11.1, Z 52151. 2 bab? der Kikisarxt die Abf.;abc, die gesundheitlichen Bzrbalirzxmß des Kreises aus 119€an Ansch1uu11g zu beobachten ““,“." „11-1 115 Bevölkerung auiklarcnd und belebrcnd einzuwirken, 3111; 1155-0211 wirklich zur Wabrbxit werdrn, fo müßten die Gksund- béitTkkMxx-UJWUM in 13211 lätiklichcn G-ineindsn nicht untcr den Landratb (51112111112112111. Dcr Kreikarzt müffe cinr viel giößere Freibrit der 3131112155- kszn; » sei !.ich1 abzaskben, w1€kk nacb dirsrm Gescs lic ibm gestxütxn Aargaben eriülien 10116. Tie Tbätigkcit drs KreiSarztes wsrr: nur dann 5111711 Arifbrderuogru genügen, wenn sie nicht nur gut bezablt WITTE, sendsrn auch mit drrjenigkn der ärztlichen Berufs- bsretxx u_nx dir Acrz;ek-1mmern in Vrrbiniung stébr. ,
13610qu1111115 (fr. ions.) bedaxert gleichfalls, daß keine aus- ,;xdébxterc Rrkcrm drs Mkdizinalwesxns Vorgefeberi sei, und wünscht, da:; eine (_;kößkré vaularifieruzig der Hygiene herbeigeführt werde. Auch bezuglich dsr g(meir-gefabrlichen Krankheiten müßten größere Vorkehrungen getroffen werden.
(Schluß des Blattes.)
! Dem Hause der Abgeordneten ck der Entwurf eines GefeÉes, betreffend die Bewilligung weiterer Staatßmittel zur erbesserung der WobnungSVerbältnisse von Ar-
beitern, die in staatlichen Betrieben beschäftigt sind,
und von geringssoldeten Staatsbeamten, nebst Begrün- dung und einer enkkchrift über die Ausführung der Geseße vom
13. August 1895 und vom 2. Juli 1898 zugegangen.
Statistik und Volkswirthschaft.
Der diesjährige Verbandstag drr deutschen Berufs- Zenossensibaften wird am 28. und 29. Juni d. J. in Konstanz aitfinden. Gegenständr der Beratbung werden sein: die Frage der thbeiligung an der Pariskr ertausstellung, die Novelle zum InbczlrditätSqese und besonders das Zusammenwirken der deuischsn Vereine vom otben Kreuz mit den BerqugenosIsensckpafTen. Die Zahl der dem Verbande angehörenden Berufsgenoffenschaften ist auf 46_gestiegen, von denen 22 über das ganze Deutsche: Reich vcr- 13161181! sind, während 12 spezirü dsm Norden und 12 drm Südsn bxzw. dem Westen angehören. Nur noch eine berbältrxißtnäßig kleine Zahl yon Berufsgeiioffenschaitrn steht außerhalb des Verbandes, aber arzt!) auf seiten der [esteren wil] man hinsichtlich des Zusammen- wirkens mit. dem Rothen Kreuz mit dem Verbande gemeinsam vor- geben. Die 46 Verbands - Berufsgenoffenfckxaften rspräsentieren 334 616 Betriebe und 4277 570 Arbeiter.
Der_chtralborsiand deutscher Arbriterkokonien hielt Zkstkkn im Anschluß an dir Zabreßbersammlun des (Gesammt- vorfiandes déutscher Verpflcgungssiatioxien im errenbaxise seine Jahresversamwlung ab. Der Vorsitzende, Geheime Regierungs- RaTb von Maffow-Potsdam, erstattete den Vorstandsbericbt. Danach gehören, wie wir der „Rat. - Ztg.“ entnehmen, drm Zentral- iwrstand 32 Vsreine im Deutschen Reiche an, welche cbénso viele Arbeiterkolonien mit zusammcn 8925 BMW unterhalten. Die Arbetterkolbnien sind jedoch im borigen Jahre bis zur Hälfte, cinlene: sdgar Öls, zu Z ihrer Faffungskraft nicht belegt gewesen. Die Ursache [ir t,_ Wie Herr von Masson) hervorbbb und auch schon in dkl." borgeirtgrn Jahresversammlung der Verpflegungsstaiionen FonsiaTtert wurde, in dem wiribscksaftlicben Aufschwun 8 auf mdustriellrm Gebiete und drn boden Löhnen, welche den rbeitern gezahlt wurden 11111) die au_ch sonst arbeitk-scbeue Personen zur Arbeit Veranlaßtkn. Gle1chwobl hattén die Arbeitetkolonien im vorigen Jahre 767 805_Nachtquarttere gewahrt; sie bättrn aber noch über 506 000 Kolonisten untéxbrmgrn kßnnen. Für die Arbeiterkolonien bedeute dies einen großen YUSsÜÜ ar] Einnahmen. Beklagensrrertb sci es, daß das Publikum gxwrrbsmaßtgen Bettlern imm-Ir noch :ricblicb Gaben sprude; man 1911118 die Einnahme eines gewerbsmäßigen Bettlers im Durchschnitt auf tMÜÖ 2.44 a:]nebmen. Dirie AuSgab-Zn sollte man lieber den Arbeiier- kolon'ien und abn'lichenInstituten zuwenden, die fich bemühten, diese Arbeitsschkuen Wieder einem gesitteten Leben und der Arbeitsfreudigkeit ziizufubren. Wohl gebe es unter den Kolonisten eine Anzahl mit mora- lischerzi Defekt bebafteter Individuen, welche, in Freiheit gelangt, ibre Er- sparnisse sofort Vrrge'uden und wieder in die Arbeitsscheu zurück- fallrn; die_ Mehrzahl aber, insbewndrre diejenigen, Miche unversckpuldet m Noxblaae griatban sind, böben sich wieder und kehrten xur Arbeit zuruck. Für die erst'cren bliebrn die Arbeitrrkolomien ein noibwendiges Mittel. Jm Axsland interessiere man sich für die Arbeiterkolonien mebr als bei; uns, wie vielfache Anfragen an den Zentralvorstand ergaben. An den Bericht des Vorsißenden schloß sich eine lebhafte Diskussion an, in We1cher die Delegirten ihre Erfahrungen, die sie mir den Kolonisten gemacht haben, zum Außdruck brachten.
Zur Arbeiterbewegung.
Aus Krefeld wird der „Köln. Ztg.“ zum Ausstande der Sammstweber berichtet, daß grstrrn in allen Fabriken bis auf zwri die Arbeit wieder_aufgknommen odrr wenigstens eine Einigung erzielt wordsn is!, jodaß beuie die Arbeit wieder aufgenommen werdsn sollte. .
In Frarikfizrt a. M. ist der „Fils. Zig." zufolge der Aus- stand drr Wetßbtnder, Maler und Lackierer bcrndet. Eine“ Versammlung der Arbettge'rkr gcnbbmigie am Mittwoch einstimmig die von dexi LobnaUsscbüzicn erLinbarte Regelung der Lohn- und Arbeirsbrrbaltniffe. Gestern Nachmittag fand alsdann eine Ver- imnmlung der Arbeiter statt, dio_kb€nfal1s die Vereinbarungen gutbieß und in geheimer Abstimmung brschlbß, heute früh die Arbeit wiider aufzunrbmen.
Aus Reichenbach i. Schl. meldet „W. T. B.“: Von den 220 noch aussiändigen Webkrn drr Firma Wc-yl u. Rafina zogen nack) Empfang brit Aukstandsgeldcrn gestern Mittag 150 in din Fabrikbof und forderten 1ärmrnd ibr_e Entlassunßspapiere und irn Lohn für die nicht frrtiggemachten Webitücke; die Abrechnung f()(infé aber schon (1112- techixikch€n Gründen nicht Erfolgen. Als die Poiizei er- schisn, zeritrkate fich die Mengk. Der Bstrieb in der genannten wie in andércn Fabrikén ist nicht Uk!_1?1_kbkcch€n. Vom blutigen Tage wird iveitér gemel_det: Außer den _A1*.1tifte1n, welchen gekündigt wvrden ist, baben fast sawmtliäys Ausstandigen die Arbeit wieder aufgenommen; symit ist der AULstÜUd beendet. AÜG Forderangen dcr Arbeixer sind abgelkbnt w01den. '
Aus Ohligs wrrd der .Rbein.-Westf. Ztg.“ geschrieben: Der Tafchen- und Federm61[er-Schlägerei-Arbeiterverein des Kreiirs Solingen verixangte über die Firm:: C. G. Maus zu Solingen:Mangrnberg dkn stkott.
In Braunfchwckig w1r, wie dem „Hann. Cour.“ berichtet wird, den Maurrrn kurziich von den Meistern ker Vermittelungs- rorxcblag gemacht wordru, dai; für die Stunde ein Pfennig Lobn mehr („15.1511 werdcn W118, jedoch Unter der Bidingung, daß gcstkrn auf aUrn Bautrx- die: Arbeit wixder aufgenommen werden würde. Da Firs jedwch nicbt geichebcn ist, 10 dürfte am Sonnabend den 15mmtlichen Maursrn gekündigt werden. - Zwischen dcn aussiändigen Malern und den Innunßsmristerp ist gkstern eine Einigung erzirlt nbrdcn. Die Mairr hatten im weientlichen verlangt: einsn Minimal- ibbn von 42 «5, 911 stündige: Arbeitszeit und Abschaffung der Accord- arbsit. Dcr ermutrlunJSVorscblag der Meistsr, einen Minimallobn bon 40 „5 zu zahlen und die 91 stündige? Arbextszeit zu bewiUigen, wnrde mit 88 gegen 56 Stimmen ÜUJSJOMMM. Donath ist also der *Fiusstand der Maler als beendigt anzusehen.
_ In Mannheim sind, der „Köln. Ztg.“ zufolge, die Bau- 1chlosser in irn Ausstand g(treten; fie Verlangen Lohnerhöhung.
Aus Prag melket „W T B.“: In Georgentbal sind über 200 Weber Und Webbrinnen ausständig. Sie verlangen Lohnerhöhung iind Freigebung des 1. Mai. - Zu der Bodenbackoer Knopf- 1abrik von _Pächtcr bat eire Anzahl von Arbeitern die Arbeit eingestellt, wodurch die'Kündiguns anderer nothwendig geworden ist. Der Fabrikant will eine geringeLobm-rböbung bawikligen, mitder die Arbeitcr nicht einver- standen sind. - In Ringelsbeim und Schönbach ist ein Bahn- Zrbctterausftapd ausgebrochen. Verhandlungen zur Beilegung find im 81192me Mittwoch fanden Ansammlun enstatt, bei denen es zu keiner Rubeitorung kam.-Nach einer gleichfa sam Mittwoch in Budweis abgebalienrn_Versammlung des politischen Vereins Budoucnosi, in welcher dre Vorschlage der Baumeister erörtert worden waren, versuchten etiva tagierid Arbeiter durch die Straßen zu sieben, wurden aber von der Polizei zerstreut. Eine erbaftun wurde vorgenommen. Zabl- re1ch„e_15rariitischeGeschäftsleute schlo en ibre Laden. Die Nacht Verlies ruhig. Gestrrn Vormittag ist auch eine zweite Versammlung des Budoucnost ruhig verlaufen.
Aus Reichenberg in Böhmen schreibt man der „Köln.Ztg.“: Auf der Strecke Gabel-Kriesdorf legten 700 Bahnbau- arbeixer die Arbeit nieder. Die Deutschen und Tschechen wollten am Mittwoch die Arbeit wieder aufnehmen, die Italiener wollten
ße aber gewaltsam daran verhindern. Gendarmerieverstärkung i erangezogen.
Jg.;tm Ausftande der belgis en Bergarbeiter wird dem „M. . V.“ telegrapbiert: Im Ko lenbecken von Seraing ist die Lag cstern sehr viel ernster geworden; es arbeixeten kaum einige rbeiter. In einer Versammlung b_e lückwunscbte der Drvutirte Smets die Arbeiter ker Cockerill'| _en Koblenberg- werke, daß sie sich dem Ausstand angeschloßen hatten. Der Vor- stand des Koblunbergwerks Keffales bietct_ en Arbeitern eme Cr- böbung der Löhne an, die anderen Vorstande sind,!)ierzu ebenfalls geneigt. aber die Aussiändiaen weigern [ich nichtsdestbwch1ger zu arbeiten. In Herstal ist kein Arbeiter ausstandig. -- Tl?„Za5l der Ausständigen im Becken bon Charleroi nimmbbetracbtliä) zu; sie wird nunmehr auf 18000 geschäßt. In den meisten (Gruben wird jedoch noch in beschränktem Umfang gearbeitet. Ueberall herrscht Rube- Wie verlauiet, beabsichtigen cinige Hüttenwerke, aus Mangel an Kohlen die Feuer zu löschen. Wrnn der Ausstand bis Sonnabrnd nichi'beendrt ist, dürften Mkbkkké große industrielle Wsrke vorläufig ße1ch1offen werden. - Die Zahl drr im Becken Von Mons aus- ständigen Grubenarbeiirr betrug gestern 2000, also 1000 mehr als am Tag? zuvor. Jm Bassin du Centre wird die Zahl der Aus- stänkigcn auf 9000 vrranschlagt.
Kunst und Wissenschaft.
In der Gesammtßißung der Akademie der Wissen- scHafren vom 13. April (bbrfißender Sekretar: Herr Vablßn)_1as Hört Klein den ersten Theil seiner „optisäpszi Studien“. Dte'uber- rasäzenden Erfolge, wrlckxe in der Mmcralogie ,und Peirogravbte mtt der Meibode der Totalre'ßx'xion in neuester Zeit erzielt worden sind, bänen. wie in der Abhandlung auSgeiübrx wird, schon längst erreicht Werden können, wenn die Instrumente einfach,) und praktisch geweien wären. Nachdem nun dissem Uebelsiand bei den Tiztalrcflektometern abgeholfen worden ist, lasirn siä) Aufgaben, die 1113er fur sehr „schwer be- baubelbar galten, in einfachster Werse lösen. Dies wird an rmer Reihe yon Beispielen gezeißt, zu denen uamentlichder Anortbtt und die übrigen Plagioklase (lrßtere in Dünnschtliffcw zur Betrachtung kommend) gehören. -- Herr Dümmlcr uberreicbte d€n Jabrks- bericht Über die „1110001110018 QSTWÜTÜQS 1115101103“; - Dre Akademis bat ihrem Mitglieder Herrn Hfarnack“ zur Fortfubrung der Arbeiten an der Geschichte der Akadem1e 1000.44 bewtutgt. Die pbilosopbischchistorische Klaffe bewilligje Herrn Dr. Wilbelrn Kroll in Breslau zur StausZab-Z der ,Sommsntarjj 111 k18101115 10111 1111511011111“ des rbclus 1000 „;ck; Herrn 131. Max Reich m B:.rltn zur Sammlung und erzeichnung handschriftlicber Eraßmus-Briefe 1800 „14; Herrn Biblioihekar Dr. Georg Skembausen in Jena zur Jndrucklegung des zwsiten (Sch1uß-)B1ndes feines Werk::- „Deutsche Privatbriefe des MittelalterS' 400 «14
44: Zwei interessante Kollektiv-Au_sstellungen fi1_1_d gegen- wäriig in den binterrn Räumen des Kunstialons don C.§Dch_u11e vereinigt. Der bekannte Münchner Tbiermaler Heinrich Zugei bat eine ansebnlickoe Zahl seiner neuerrn „Arbeiicn zu einem ,achtung- gebietenden Ganzen vereinigt. „Daß eme solche_lange Reihe von rgenständlieb durchaus gleichartigsn Bildern - Zugel malt fast aus- chließlich Schafberden -- nicbt ermüdet, vielmehr von Ankangbis zum Ende den Beschauer fesselt. ist allein schon ein Zeugnis; Für die große künstlerische Kraft, die in diesen Bildcrn steckt. Ter Tbierfreund und Kenner wird sichkrlicb noch in Weit höherem MaßxAnregung und Befriedigung seines Intereffks empfinden als der Kunstsguyb, den al1ein die frische und gesunde Art der Wiedergabe eines Stu'cks un- verfälschter Natur an Züael's Würfen entzückt. Bei aller Bkreitexmd scheinbaren Sorglofigirit des Vortrags erzielt der Malrr eme uber- raichende Intimität der Stimmung. Das Sbunenitcbt, das „sich über die Viabweiden der Elbmarsäoen brkitet, tas saftige Grün der Vrgetation und - 11181". 1101 108.51. -- die schier pbysiognomiscbe Vielgcstaltigkeit feiner 'Tbierschildrrung halten stets die Aufmerksamkeit wach und bereitetx einen ungetrubten Genuß. Feine Beobachtung läßt den Maler Zuge des Jbierlcbcns aufgreifen, an denen der stumpfe Blick achtlos abgieitmwurde. Wie anmuibig weiß er die selbstbrwußte Koketterie der erblinge des Kub- birten zu geben, dis ibrém Hüter zur besonders ausgeiuchsen Weide folgen; das Nachdräna€n drr Herde b1111€k 'dkm Leitbämkmel, die Athviébligkeit dss Schäfrxbundes, die Ciganwtüiskxit drr Zicgrn, die läifige Haltung der ausgespannien Ackrrgäuls -« wir'lcrncn a11es mit geschärfikm Blick brtracbtcn, und gsnicßen durch die Vcrmrtielung dis KÜNstlSWUJks doppxlt. Daß die stoffliche Wiedergabe des grauen WoUvelzes der Schafe, der glatt gesiirnten Kühe u. s. w. durchaus auf der Höhe virtuoier Technik steht, obne doch ins lebrbaste, ab- bildungSmäßige zu 1011811, brdarf kaum beionderer Betonung. ©2qu- übrr diesrm frischkn Natnrbaucb, der den Bildern Zügei's entströmt, mutbet die Kunst Wilbrlm Sieinbauien's etwas blaßblütiq an. Troßdem bat auch bieier Fiankfurier Cinfikdler fich tief in das Leben déi," heimatblichen Natur r*crsrnkt. Er bolt aber aus ibr bsraus, was seiner zarten, zu grüblerisÖer Weichmütbigkéit. geneijxten Emrfindung zuéagt. In seinen figürlich-rn, meist der beiligen Ge- schichte entlébntxn Darstxilunqcn, wie drr Schilderung Johannes des Täufers, des Nikodemus u. A., wandelt er die Bahnen der Naiarener- kizpst: nur will uns seinrAuffaffung innigrr, Psychologisch iiefaründiger dunk-n, als die wesentlich in formaler Nacheiferung dsr Quattro- LZUUstT'n steckexn gebliebene Malerci eines Obkrbeck. Die asketische FNMJLWUJ ist, ihm wiUkommen, um klar und tick ausdrücksn zu 101111211, ,was _") drnx Gestalten seelisch vorgeht. Das; das bei einem SlJan-ngetx Künstler leicht in Uebertreibung vrrfällt, ist zx! LSJWan: Daß (*Kixifachbeit der litbograpbiickjen Technik, dt? STCWHIU'SU 511171161 fur Feine Vorwürfr 11811qu bat, bkfiütri ibn eber vor 10161811 Mißörtffkn als die Oeliechnik, obw0111 er auch diese in 11191113? UW schllchTk (Hkétzzkn Wängi. Skins Landschaftrn, die denen VM HJS TÖVMÜ M RYZÖTÖUM und Tiefe der Emvfiixkung nicht 1211611 uorrlegen find, bsw;t]en,_ daß nicht etwa Unvermögem solche Be- scbignkiztig dcr Mitisl Vcramlaßie. Sie dürstkn dem bereits im dr?i- undxünszxgsien Librnsjabre' stebénden Künstler, der in Berlin zum erstrn Mal unt so zahlreichen Prbbrn seines Taiknts erscheir-t, noch mehr Freunde zufübrkn als die biblischen Darsteliungcn, die übrigens - soweit sie: in Steindruck aus- geführt find - durck.) cine Ausstellung der Firma Amslcr 11.Rutbardt birr bereits bekannt geworden sind. (Ein Selbstporträt in balber Figur und ein zwrites, da? dcm Maler im Verein mit seiner Gattin in einem herbstlich fick) braunenden Park darsteUi, rückt is_ine Eigenarf dem Beschauer persönlich nabe. Man jbut Steinbaukrn Unrecht, wenn man in ibm 1851911ch einén Nachabmrr Tboma's, mit dem ihn enge Freundschait brrbiudet, siebt. Seine Natur ist wesentlich andxrs grartet; der schwerblütige Niedersacbse - seine Familie stammt aus der Gegend des Harzes - bat mit drm idyllisch veranlagten Sohn des Schwarzwaldes nur die Neigung gemein, das innerlich Erworbene und Geworbene böber zu stLUen als das äußerlich Ungelernte, eine Anschauung, die ebensowohl zum Glück wie zum Verbängniß eines Künstlerlebens werden kann.
Die deutsche Kuniiausstcliung Dresden 1899 ist, wie das „Dresdner Journal“ berichtet. in Anwesenheit Seimcr Majestät des Königs Albert, des Allerböcbsten Prorektcors der AussteUung, Ihrer Majésiät der Königin, Ihrer Kontgltcben _Hobeiten des Prinzen Georg, des Prinzen Friedrich August, des Prinzen und der Prinzessin Johann Georg, des Prmzxn' Albert. und der Frinzessin Mathilde, einer der Staats-Mimster sowie „zahlreicher
ofwürdenträger und ertrster der Königlichen und stadttschen Be- hörden gestern Mittag 1 Uhr feierlich eröffnet worden. Die Allerböäosten und öchsten Herrschaften wurden in der Kuppelballe des Aussteüungs- Pala es von den Mitgliedern der AukstellungF-Kommission, - an deren Spive der Vertreter der Königlichen Staatsregierung, Geheime Re kerungs-Ratb 1)r.Roscher und der Ober-Bürgermei ter Beutler- ebr7urchtsvoll begrüßt und alSdann in die große kulpturenbakle Keleitet. Nachdem der Sängercbor der Kreuzschule unter Leitung des Musikdirektors Profeffor Or. Wermann das „8111711111 fac: rsgsm“
von Felix Dräseke vorgetragen batte, richtete der Vorfißende der Aussieünngs-Kommission Profeffor Kuebl eine Anspruchs an Seine Majestät den König, die mit einem Hoch auf Allerbochstdense1bxn schloß. Im Auftrage des Köni serklärte nunmehr der Geheime Regie- runqs-Ratb 131. Roscher die usstellung für eröffnet. _Als die be- geisterten Hochrufe verklungen waren, stimmte der Sangerchor der Kreuzkireke die Grüllich'sckoe Sa:!)senbymne „Feil, König, Dir im Ruhmeskranz“ (Komposition von O. Wermann an. Damit batte die festliche Handlung ihr Ende erreicht. Unter Führung von„Mit- gliedern der Ausstellungskommission traten hierauf die Allerbocbften qu Höchsten Herrschaften einen Rundgang durch die Ausstellungs- r ume an. Die Ausstellung umfaßt 553 Oelaemälde, 260 Aquareüe, Pasielle und Zeickynungcn, 359 Radierunaen, Lithographien unonlzfÖmtte, 302 Bildwerke, dazu eine reiche Sammlung kunstgewerbltcher Erzeoug- nisse (102 Nummern), einschließlich 15 Zcmmereinmchtungxn, weiter die Lukas Cxanach-Aussteüung und die Sammlung von 5Illt-Meißner Porzellan. Das Hayptverdienst an der Gesammtleistung kommt den Herren Profefforen Kuebl und Architekt Gräbner zu, die genietnsam den Plan des Ganzen entworfen und dir Ausfüerung bis in al1e (Einzelheiten überwacht haben. Die Gsmaide baben dre Vertreter der einzelnen Künstlsrberetrr selbst_ in' den br- ireffénden Räumen angeordnet; die ungrmein (ebmirrige Aus- sjeüung der Bildwerke hat an Stelle des Professors Trey, der gemeinsam mit Professor Diez ibre Auswahl getroffen hat, zumstst Jnspekior Kühnert geleitet; die kunstgewerblicbe Abtheilung haben die Herren Geheimer Regieranzs-Ratb_ von Sevdliß und Architekt Gröbner zuiammengebrocbt und aufgestellt; Profeffor ])1'. Lebrs hat allein die graphische Abtheilung ausgewählt und angxordnet; cndlicb baben Proféffor Berling und Obsrstieutnant von Haugk das Meißner Yorzeüan gesamme1t, während Geheimer Hofrath Proirffor Graff die usscbmückung der drei Zimmer dafür emworferi und angeordnst hat. Ein kurzcr Rundgang, auf drm wir ebensaÜs dem „DreSdnrr Journal“ folgrn, ma die Anordnung des Ganzen kurz darlrgen. Die Kuppelhaüe ist in 1le eigenartiger Weise geschmückt. In der Mitte sieht die symbolische Grfialt des „elektrischen Funkens“ bon Reinhold Vegas in Berlin, während die Wände mit ihrem geschnittensn und grün gestrichenen Holzwerk einen beiteten Garten vor- täuschen. Natürlicher Rasen verstärkt die Jüufion. Die an den Kuppelbau fiä) anschließende imposante große HaUe, die
aber nicht mindcr wirkiam. Gelbe Wände init einem blauen Fries schaffen für die Bildwerke einen rigrncirttgeri Hintergrund. Das Hauptstück ist ein Brunnen von Rudolf Maison, „ein 'Wrrk ron imposanten Größrnberbäliniffen Jm Hintergrunds ist ein?; Estrade errichtet, deren Mitte Tuaillon's koloffaler „SiegeSrriter“ einnimmt, Rings umher sind eine Fülle bon Bildwerken Vertheilt, von kenen als besonders in die Augen faÜend hervorgehoben seien die Büste Seiner Majestät drs Königs Albert von Max „Baumbach; die brtden SarkoPHage des Hocbseligen Kaisers Friedrtch und Stcbusberg's von Vegas, die Soldatengruppe .Der Durst“ von Cauxr, das Grabmal der Frau Sckxweigbofer von Robert Diez, das „Schicksal“ und die .Haide“ 'von Hugo Lederer. Der von der Kuvpelbaüe auf bir linken außersten Seiie gelegene Saal ist Max Klinger in Leipzig überlaffen worden. «Hier ist dessen ge- waltiges (Gemälde .Cbristus im Olymp“, in vorncbmxr und wirksamer Waise aufgestxüt worden. dazu einige Bildrvrrke des1€1beti Meisters, besonders eine wundervolle .weiblickoe Herms", Lie bisr zum ersten Male an die Oeffentlichkeit tritt. Zur Linken (©aa12) findst man den mit alten Gobelins aus dem Königlichen Schloffe ge'icbmizckten Saal des Leipziger Bildhauers Karl Seffner, dqrm u. a. die Buße Seiner Majestät des Königs, eine Büste Max Klinger's und zahlreiche andere Büsten brroorragender Persönlicbkriten der Letpxiger, Gelehrten- welt. Außerdem smd bier das der Stadt Dresden gevörtge große Bildnis; Seiner Majestät des Kaisers bon Hermann Prell und ein Knabenbildniß von Paul Kieß1ing angesteÜt. '
Zur Rechten vom Klinger-Saale lirgen_ drei klxinere Kabinetts (3 bis 5), darunter das bon Hans Unger persönlich ausgrkchmückte 1.1le nur mir seinen eigenen (Gemälden ausasstane violette Kabinett (5), in dem noch einige Bildwerke von Franz Stuck ihren Platz gefundéribaben. Irn sechsten Saale, derin pompejaiiiscb-rbtbér Farbe gebalien Ut, babLn die Karlsruker und die Düffeidorsrr Künstlergenoffsiifckpaftcn 1er SteÜe, daiuntsr Karl Juukrr (.Rciierin“ in Lebensgrbße), _Heßwag („Nach Sonnenuntergang“), Eduard von Gebhardt („Der iznglaubig-e Thomas“, „Abendmabl“), MUnkbe, auch Hans Thoma, Trubner emigx Worps- werer und Stuttgarter, darunter Robert Haug („Kampf in einem Kornfeld“). Im folgenden siebentrn Saale (Goldton) find die 'Ge- mälde der Münchener Genoffenycbast untergebraäpi; am meisten faUrn bis: in die Augrn Louis Corintb's „Kreuzigung“, „Tie beiligc Nacht' von Walther Jule„ die _von Engeln angebetete Madonna von Karl Marr,. Fritz War's „Herbst- abcnd im Eichwald“, Charles Palmiéz's .Abxnddammerung“, „Kain und die Flora“ bon Kunz Mryer. Der achte Saal (rötblirbe Wände) gehört der Dresdnrr Kunst,;enoffrnschaft; Vertreten sind, hier 11.21. Franz SchkaLk („Jm Moor“), chques Schenker („Winter- abend“), Albert Stagura („Ort des Friedens“) und Otto VFW» („Mariä Verkündigung“). Dic: Mitt; nimmt _das ,Waldxnar en“ von Rudolf 6158 ein. Auch sind bier einige altere historische Ge- mälde on crbinand PauMls untergebracht_. Der neunte Saal (weiße ände) enthält (Gemälde und Rarierungen vbn Richard Müller, Georg Lübrig, Karl Medis und Emilie Pelikan-Mediz. Wendet man sich sodann zur Linken, so gelangt man zu dem Vor- nebmen, mit grünrm Samnut ausgeschlagencn zebntcxi Kabinet, wo Gotthard Kuebl, Leon Pohle, Paul Kießling, Friedrich Preller und Robert Diaz ikre Wcrke 5612111th haben. Die dreifolgruden Kabinetts enthalten die AussieUung Von 'Uli-Meißner PorzEÜan, und zwar ge- langt man zunächst in das Empire-Zimmer (Marcolxmscbe „Zeit), dann in das Rocbco-Zimmcr (Periode Kändlers) und exidlich in das Hrrold-Zimmer (1720 bis 1733). Die drei Zimmer sind" im Stile der jswriligen Zeit sowie mit schien Möbrln und. Grinaiden, zumeist aus Königlichem Befiy, prächtig ausgestattet, und die kostbaren Por- zeklane smd in dekorativer Weiie geschmackvoll anigesteüt. .
Cin Durchgangkraum (14) enthält namentlich köstliche ©1618- gemälde von Habs Cbristianscn in Paris, quilmalereien bon Schirm in Berlin nach Ludwig von Hofmann und ein dekoratives Gemalde Von Paul Sckxulßs-Naumburg. Es folgt ein Schlafzimmer (15) der Vrremigien Wsrksiätten für Kunst im Handtverk in München von Bernhard Pankok und ein Raum für Kunstgewerke (16 bis 18) von Karl (Groß, brrgestellf unter Mitwirkung von Dresdner Künstlern und Kunsthandwerkern.
Die beiden folgenden Räume, find der LukaZ Cranach-Ausstellung (19 und 20) gewidmet, die Karl Wörmann mit der vollen kunst- historischen Sachkenntniß zusammengebracht und mit dem Von der Königlichsn Ecmälbe-Gasetix ber brkannten feinen Geschmack angeordnet bat. Diese Abibcilung bildet einen Glanzpunkt; man wird von der Dresdner Auéstelluna an den alten Meister höher „einscbaßen lernen als bisber. Die große Halle neben dem Restaurant ist durchZ_wischen- wände in drei Schiffe (21 bis 23) getbeilt und enthält Écmglde von Weimarischen, Hamburger, Holstein-Zr u„nd einigen Dresdner Kunstlern. Es folgen die briden Berliner Raume (24 und 25) deren größerer sein Gepräge durch Anton von Werner's 5101037411- bild „Am 26. Oktober 1890“ (Beglückwünschung Moltke's) er ält, während der kleinere und künstleriich wertbvollere u. a. Koner's Bildniß des Fürsten HerbertBiSmarcx, Hugo Vogel's „Mutter und Kind“ und Max Liebermann's .Kindertpielplaß' aufweist. Die graphische Ab- theilung, die mii einer einzigen AUSnabme nur Originalarbeiten der Radierung drr Lithographie und des Holzfchnitis aufweist, nimmt die folgenden drei Raume (26, 27, 28) in neun Abtheilun en ein. Man findet dort nach einander Werke aus Dresden (Sezesäon), Weimar, Worpswedk, Berlin," dann im Mittelraume die hervorragendem Xichnuugen Max Klinger's, Arnold Böcklin's und Max Liebermann's.
eiter folgen KarlSrube, das die umfänglichste und bedeutendste Aus- steüung auf diesem Gebiet zur Schau gebracht hat, dann Frankfurt
(Kaus Thoma), Düffeldorf, Wien, Pra und wiederum Dresden ( unstgenoffenjchaft). Die ganze, vom 5Zrofeffor Lebts zusammen-
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der Plastik gewidmet ist, ist gänzliä) anders ÜUÖJeslatiks als 1897,-
aesteüie Abtheilung zei 1, einen wie hoben Standpunkt die grapbistbe Kunst gegenwärtig in eutschland einnimmt. , „
Ein besonderes Kleinod der Aussteüung bildet das Lenbach-Zimmer mit sechs außerlesenen Bildniffen des Münchener Meisters, darstellend Seine Majestät den König Albert, Ssine Königliche Hoheit den Prinz-Regenten Luitpold von Bayern, den FürstZn Bi5marck in Zivil, den Dichter Allmers, ferner zwei Damenbildninen. Skulpturenwon Reinhold Vegas, Karl Seffner (Büste Seiner Majestät des_Komgs Albert) und Eduard Beyrer ergänzen die Ausstellung des prachiigen
Raumes.
Es folgt der Saal 30 (bläulicher Ton), in den sich die Worps-
weder und die Düsseldorfer Sezession getbeili haben. Die großen Gemälde bon Fritz Mackensen und Karl Binnen bestimmen hier den Eindruck. Unter den Düffeldorfer Gemälden fällt besonders das Koloffalgemälde „Rückkehr von Rußlands Schneefeldern 1812“ Von Artbur Kampf auf; daneben 2Jiibt man Olof Jernberg's „Wald- inneres im März“, Kämpf's , egräbnißbild“, „die „Siötfiscbrr“ don Dirks, die „Baurrnbockpzeit“ von Bcrnbard Winter und Land7chasten box: Hermann Lasch. _ , * _ Hieran schlikßen sich die drei Sale: drr Munchener_(g01den), der Drcsdner(b1äulich) und der Karlsruher Sezession (grun) (31-33). Untsr den Wcrken der Münchener Meisirr begegnet man Arbeiten bon Freibcrr Von Habermann (Baccbaniin, Herodias,„que-nbildnifz in rotb), Hrrtcricb (Ophelia), Stuck(Pal1as Athene, Bildmß de? 0511161111- Musikdirektors Levi) und Paul Schulße-Naumburq (.Der Iiyiter“); besonders faUen in die Augen drei brsit gemalte Tbierstucke bon Rudolf Sibrcimm aus Zittau. Ja der Mili? des Dresdner Saairs i_tebt cine: Marmorgruppe „Mutter und Kind“ Von Pöppelmami; ferner findet man hier hervorragende Werks von Karl BMWA, Wilhelm Ritter, Pieisäsmann, Sterk, Pepino, MüUrr-Breslau und Andkrrn. Unter den Karlßrubern rndlicb ragkn hrrvor dir Werke_50n Graf Leopold von Kaickreutb („Erwitierwo1k9n“, „Unser Lrben wabrc-t 70 Fabre“), dann Kailmorgen („Maas bei Rotterdam“), Schönleber (:anwebr“), Carlos Grethe (drei Seestücke), Pößrlberger („Waldes- kuble“) und Hunswon Volkmann (,Abendsonne').
Durch ein ctgknakÜJCÖ Portal gelangt man dann zu der Obxr- lichtniiche (34), die Adolf Hildrbrand's „Lana“ birgt, und links schreit?! man durch eine Reihe ben ZimmereinriÖtungen: Vorraum (35) von Bruno Paul (Vrieinigte Werkstätten in München), Deutsch Siubr (36) von Hermann Billinx; in Karlsrube; Trevpénbaus (37) von Max_Rose in Drxsden mit Kamimiische boa Max Längst Und Glasgrmalde von Joirf GoU-Ir, Sbeisriirmner (38) Von Martin Düifcr iiiMünchei1Z Zimmer 39 mit Möbeln von Johann Ernst Satiler in Lbstbwiß, Kuxstrcrglasu-g bon E. Prbck) in Worvswede (aus;;eéüizrt von Erbr. Liebert in Dreßdrn); Jagdzimmcr (40) bon Hans «.Bei-1113111) in Münckoen; Kindsrzimmer (41) von Otto Ubbrlobde und Karl Vértscb' Zimwkr 42 mit Möbsln bon Ludwig Hoblwein, ausgeführt von , Pömenbacher, und Glasfenster von Richard Müller; Zimmcr 43 mit aeschnißter Dkcké und gemaltsm Glasrenster Von Otto Gußmann in Drxsren; Mufikzimmer (44) von Richard Nimerscbmid (Vereinigte Werkiiätien in München). Saa145 end1ich enthält 29 Bildwerke von Adolf Hildebrand.
Literatur.
In Paris ist, wis „W. T. B.“ meldet, gestern der bekannte Lustspicldiäotcr Edouard Paillcron, Mitglied dsr 3086611110 1718111311150, gestorbkn. (Er war am 17. Septembkr 1834 ebrndaselbst geboren und bsgaxin seine Laufbahn als Kanxlist bei einém Notar. Ein Einakter „1.0 1211115110“, mit dem er im Jabra 1860 im Odéon- Theater debütierte, während er gleichzeitig einen Band satirischer Gedichte „1195 191118511305“berausxzab, bahnte ibm den Wrg ziim “1110211110 1713119515. Hier gelangte im Jabra 1863 sein „])6111161' Fvurder“, worunter die [Eßte Phase einer Flitter- wochenzeit zu Verstehen ist, zur Aqffübrung. (Heringrren Erfolg hatt? Paiüeron mit einem ebeniaüs um!; in Versen sirsciiriebenen, drciaktigen Lustspiel „110 5000116 1110070010111“ (1865), auf das im Jahre 1868 der Einakter in Prosa „110 111011110 011 1011 5431111150“ folgtk. Erst 13 Jahre später erschien das Werk, das ihn berühmt machte umd eines der bewäbrrefikn Zugstücke des “1111153110 8131121115 warden 191118, „110 111011710 011 1'011. 8'011111110“ (1881), 'das mit seinen Anwieiungen auf die akadcmiscbe W611 und den Salonpbilosrpben Carb nicbt vsrbindertk, daß der Verfaffrr kurz darauf (1882) ziim Mitglied der Akademie gewäblt wurde. Vorder hats? Paillkron die “Stück? „881111 WÖ]1QZSZ" (1869), „11610118“, „1141111113 1110111“ (1872), „X)Srjis 1111110“ (1875)„,1-'ér11100110“, „LUISE 111Zl'8-d“ (1879), „1.0 011617111101" 111111101111“ (1880) anfübren und zam tbeil ir. dsr Zcitscbrift „12017110 (10:1 USU): 110111185“ erscheinrn lassen, dsr cr a1sSchwiei1ersobn Buloz', ihres Begründsrs, nabe stand. Nach „[KJ- 8011115“ (1887) folgte im Jahre 1893 „88001105“, eine Satire auf das Komödianteatbum in der Politik, der Kunst- und Schrift- stcÜerwrlt, in dsr Coquslin der Iüngkre 11ch selbst auf der Bühne karikikrtk. Die mrisien der Vorgenanntkn Stücke sind überfest auch auf dkutscben Bühnen mit _Erfolg in Scene 985111149811. Minder be- kannt sind bier die Gedichammlungen dss Vrrstorbenrn: „111110111'5 01. 11811105“ (1869, 11cm: Aus,;abe 1888), „13118310 [)0111' 18. 171111100“ (1871) und „118, koupés“ (1884).
Land- und Forstwirthschaft. Saatenstand in Oesterreich.
Bericht des K. K. Ackerbau-Ministcriums nach dem Stande zu Mitte April 1899.
Obgleich die Wintersaaten größtentbeils bloß lagern, da es an der schüßenden Schnesdcckr fehlte, übrrwinierten dieselben doch vrr- bältnißmaßig recht gut, und sind n_ur spatgebaute Saaten, die unter der Trockenheit unddurch Spätxröitr zu leiden batten, schütter ge- blieben, jedoch zuuietst nicht in dem Maße:, daß Umackerungen noth- wendig geworden wareii, Worüber Nchrtchtsn nur aus einigen Gegenden Ober-Oesterreichs vorliegen. Die Saaten konnten im Herbsie meisten- tbeils frühzeitig in danodexi gebracbthrdexi, haben fich fast ausnahmslos schön bestockt urid zsigen emen rech; giinstigen Stand. Im alkgemrinen bat Weizen bemsr als Roggen „ubexwwtert und steht besonders in einiaen Distrikten bon (Horz sebr Udptg. Die Märzfröiie haben jedoch häufig ein Gelbwerden der 'Blattspißrq bewirkt. Die im Monat März eingetretene kühle_ Witterung rxes einen Stillstand in der ngetation hervor, und warmereTage waren nun schon sebrerwünscht. Raps hat nur in Galizien und in der Bukowina gut überwintrrt, und es haben dieser Frucht daselbst a1_1ch die Sväifröste nicht viel geschadet. In Böhmen_ und Mabren jedoch, Wo der Raps im verflossenen 'Hsrbst haufig schon “sehr ungleich aufgegangen war, stebsn dieie Saaten schütter, und mußten nicht selten Umackerungeix borgenommfen Werden. Infolge der günstigen Witte- rungsverbältmff? konnte die Bodenbearbeitung leicht und früh- zeitig bewerksteUigt Wecdrn, sodaß schon anfangs März, Vereinzelt sosar schon Ende Februar, rnit dem Anbau der Sommerungen be- gonnen wrrden konnte und derselbe nicht selten schon zu Mitte März beendet_war. ,Nainentlich mit dem Bau von Hafer ist man in den Alpenlarxdekn m diesein Jahre ziemlich vorgeschritten, und gebt derselbe in gescbuyten jonnseitigen Lagen bereits auf. Der Wetiersturz um Mitte Marz ließ eine Unterbrechung in den Vesteüungöarbeiten ein- treten oder verzözerte dieselben, sodaß man in drn rauberen Lagen der Gebirgsländer und des Ostens vereinzelt erst etzt mit der Aussaat beginnt. Auch batte die ungünsii e * itterung_zur Folge, daß der Same schwrr ankeimt und die früß- gebauien Saaten in der Entwickelung sebr gehemmt sind. _Vor- geichritten ist der Anbau im aügemeinen in Nirder-Oesterretcb, Mabren und zum tbeil in West-Galizien. Auch, der Maisbau ist durch die kühle Witterung verzögert und noch weit zurück, sodaß man selbst in den südlichen Gegendkn erst mit demselben beginnt. Klee sieht nur in den Alpenlandern besser. Sonst hatte er in der_ mittleren Font, ferner in Böhmen und Mäbrkn vieichh durcb diE Trbckcn- eit zu leiden. Auch der Mangel der Schneedecke macht ch
fühlbar, und sind namentlich bei zweijährigen chcschlägen ? er Auswinterungen zu verzeichnen, sodaß dieselben zumeist schutter
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