1899 / 124 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 29 May 1899 18:00:01 GMT) scan diff

“M-WKQNÉWÉ' ;»3 “- -.„-„ _

' betreffend die von der Gemeinde zu verbängendcn Strafen

. gewicht. Tsm „Temps“ zénfolge lauten die Sckilußavtrcige des

-./

Der niederösterreicbische Landtag hat am „Sonn- abend die neue (Hemeinde- und Wahlordnung m der Spezialdebatte angenommen unter Ablehnun?) der Abänderungs- aniräge der Opposition. Der Paragraph er Wahlordnung,

mcgcn Wablbcciiifiuffung, wurde auf dsn Wunsch des SWR- haltcrs fallen gelaffen.

Großbritannien und Irland. Die Königin bat sick) am 26. d. M. von Windsor nach Baimoxa! begeben. In der Bkgleiiung ?brer Maxejtät bkfindet sich auch die Großherzogin von He ien.

Frankreich. * :*, Der Präsident dk!“ Rspublik Loubct cmpfmg ani SOM: äbcnd dcn GLULLUL (Hall"isni, weichsr ai:f3er dcr RLibe zum T*iVisiOUSJanral ernannt wbrden ist. . IJ Tixuillier, der Präsident. dss Gßneralratbs der Seine Ladikal), ist, dem „Temps“ zufolge, Mit 547 Stimmen zum e**xonator für das Scine=Dcpartement gewählt worden. Dcr Gkgstxkandidat Lon uet (Sozialist) Erhtélt 135 Stimmen. Nack) eincr geßern zur Jeier des Jahrestages der Pariser Kommune in der UL Memlmontant_abgcbslistien anarchistischen Versammlung kam 'Es “beim Verlasi'cn ÖKB Versammlunaslokais zwischeii dcn Anarchisten, wclche _mi ans durch die Straßcn maxfcbicren WOÜi-kn, Und der Polizei JU ('i-“wm Zusammenstoß. Meiser? „Manifcftaxiten und funf Polizisten wurden verwundet. Einige Verhaftungen wurden vorgenommen. _ Tem (Hencral-Prokurator cim Kassationsbofe Mayau ist am Sonnabend Vormittag der Bericht des Referenten uber die Dreyqu-Angclchnbeii, Ballot-Bsaixpré, ngcgangen. _Dsr Bcricbt schließt mit dem Anika auf Remfion des Drcysus- Prdzciscs iind Verweisnng der Sache vor cin neues Kriegs-

Obcr-Staaißanwalts I) anqu ebenfalis auf Revision des Treyqu-PrOZLsics und Verweisung der Sache vor ein neues Kricgßgericht.

Italien..

In der vor cstrigen Sißung dinDeputirienkammer gab, wie „W.T.D“ berichiET, derM1mstevPräs1dsntVeii'oux dem lcbbafien Bedauern darübkr Ausdruik, daß der Prajident fick) am Freitag gezwungen gesehen habe, ,die Siizung quizubeben infolge der Beleidigungen, welche voii einigen Deputirten gcqen das Hcer gcscblsudert worden selCn, das dcm Lande bas TbLUNstL und Hciligfts ssi. (chbaftcr, langanhalténdbr VU- full; Hochrufe von (311911 Seiteii auf das Hecx. Mchixere Toputixte von der äußerstch Linken sticßczi leidenschaftiicbe Protestrufe aus; die ganze Übrige Kammcr dxuckte ihrkn befngcn Unwiilén darüber aus.) Unter aUgcmeiner, lebhafte)“ Bembgung suswendierte der Präsident die Sißung. Nach einer Viertel- stundu wurde die Sißung wieder aufgenommen. Der Prei- sidcnt richtete an das Haus die drm MdL Ermahnim'gUdie Rede reibeit in jedem Fal1e zu (1 ten. Der Mimster- Präident Peiloux ergrifL abermals, das_ Wori und sprach sein Bcdaucrn aus, da er am Freiiaq-mcht, Wie er es heute gethan, babe aussprichen können, da das Vaterland das ganze Heer bewundere und ihm dankbar sei. (,Lebbastcr, allgemeiner Beifall. Rufe: „Es lebe das Hexri“; die aizßerste Linke bkkbikit fick) schweigsnd.) Dcr Minister:Prasident fordorie dkn Kricgs - Minister auf, dem Hecrx sk0f01't von dieskr Kundgebung der Kammer , Mittheilung zu machcn. Dcr Dcputirte _Uiigaro schloß sich den Aus- fü'qrangen ÖW Minister:Präsidenten Ponux an. DercDepu- titre Ferri erklärte, er habe an) FretiaZ-das, Heck nicht bc: leidigen woiicn, sondern nur eme ges 'chtllck)? Thatsache, das Verhalten eines gewissen Generals," von Offi- zicrcn und Soldaten in Afrika konstaxiert. (Lärm; Umterbrccbungeu) Skins Ausfübrungen hatten demnach nicht dem ganzen Heere gegolten, fondsrw iiur d?m- 'c:1igcn Tbcilo, welcher ficb desselbén Unwurdig gczsigt abe. Der Präsident erkläite, cr fuffe die heutigkn Worts “srri's als Eine Korrektur seiner neulichsn auf. Damit ski dcr “Omiicbenfaü erledigt. Tie Kammer gmg'durauf zur Erörterung dcr hinsichtlich der Tagesiwkriung cidgßbxachien Anstrich Übkk. Ter Deputirtd Fsrri'sxßie hlcrbkl some niul'cb unterbiochcnen, chn das Mimsterium ?)Lkichtkfkn AUsfsibrimgcn fort. Die echte, das iechte und as linke Z*3ntrum vcrlicßon dcn Zißungsiaal imd betraten denseibkn erst wicdkr, als der Tcputitte VentUri doch-xt crgriff. Ticser richiet€ cbenfalis Angriffe gcgen d_as_ Mlmstkklum. Jm WkilanU Vei'lauf dcr Sißun _mißbillixxie der Dcputirte Vincbia das Scbrruigen der LgiLkUPg bxzüglick) der wirth- schaftlichcn Maßnahmen, sowie ihre Eikiarungen über die Kolonialpolitik. Dor Deputirté Chiappßro forderie die Re- immg auf, von jsdcr Bssrßmi chincsi1che§ Gcbiets abzu- xzcbsn. Tie Bsratbun wurde so ann gßschldnen und mit dsr Bcgründung von fünLZxkbn, fast sämmtlick) von der äußexsien Linken vorgeschlagsncn Tag;?)ordnungén bcgbmien; Dcr Miyister: Präsidsnt Velloux schlug vor, die heutige Siyung wie ge- wöbnlich den auf dkr Ta eZordr-u'ng stehknden Zntcrpxllatioiien U widmen, mit AUSUQ me dérxcnigen Über die auswärtige oiiiik. Er variangte außerdem, wmn die Beratbung über di? chicrimgscrklärungcn nicht vor Tonscrsiagbecndigt sein soUte, an dioscm Tage die Debatte 11er die politischen MSF: nabm-sn zu beginnsn. Der Dsputirte Saxcbi gab hierzu im Nxmcn der äußerstkn Linken seine Zustimmung. Hierauf wurden die Vor chläge des Minister:P1äfidc-nien an cnommen. Die Zeitung „Avanti“ melbsi, dir) äyßexste “mib babe bcschlosstn, daß jeder Ab sordnct-x der Viirtei 1":er dis Ne- gisruvgserklärung ein: bebnxcre TageSordnung 11211611 solle, um auf diese Weise die Obstruktion zu begiiinen. Der Pupst empfing am Sonnabend din Intcrnuntius_im Haag Tarnassi, welcher demnächst auf einen höheren Posten als Nuntius verseßt werden sou. _ Der Kortzii-Präfekt, Kardinal di Pietro eroffnet; gestern

im Namen des Papstes das Konzil von 53 Er biscbbfen und Bischöfen des lateinischen Amerikas. Kardinal iPlEtko Ze- nehmigte die Wahl des Er bischofs „von Saniiago de Chile Casanova um Präfidenten es Konzils. Hierauf wohnten der Kardinal di“ ietro und alLe Bischöfe dec Mise bei, welche'von dem Erzbischof von Bahia gelejcn wurde. Urzter den zahlreichen zur Messe eingeladenen Personen befanden slch, auch die diplo- matischen Vertreter der Staaten des lateinischen Amerika; beim Päpstlichen Stable. Schließlich erklärte der Kardinal di Pietro im Namen des Papstes das Konzil für eröffnet, ws1ches sick) mit 1100 Artikeln, betreffend Fragen der

c,-

vdraus ausgearbeiteten Xrogramm zu beschäftigen haben wird. Die endgültigen Besch1ü e des Konzils werden dem Papst zur

Genehm1gung unterbreitet werden. Niederlande.

Wie das „Reuter'sche Bureau“ aus de!" HWI berichtet, beschäftigte sich die zweite Sektion“_ der 11. Kommission vorgestcrn mit der Akt? der Yruffeler Konferenz von 1874 und zwar spezikll mit _den Artikeln 23 bis 34, in welchen die Frage der Kriegs- gefangenen geregelt wird. Ukber diese Frage wurde eme Einigung erzielt, "vorbehaltlich einiger unbedeutenden redaktio- neUcn Aenderungen. _ Der Stadtrath vom Haag gab am Sonnabbnd Abend zu Ehren der Delegirten em qlanzendes Konzert, wslches vom Stadt:Orchester von Amsterdam aus- geführt wurde.

Türkei. Aus Konstantinopel wird dem „W. TB.“ berichtet, es vkrlaute daselbst, daß die tüikischen Delegirten bei de; Konferenz im Haag dcn Austrag erhalten hatten, gegen die Nbéabe eines Votums der bu B9)

garischen Deiegirtm bei der andlung der Schiedsgcrick)isfrage, sowie bei alien Fragen, welche völkerrechtliche Angelegenheiten berührten, ferner beider Diskussion übsr solche Fraaén, durch welche das _Vertrags- verhältnis; Bulgariens zur Pforte verleßt werden konne, Em- sprucb zu erheben. _ ' Dem Wicnor „Tslegr. -K*orresp.-Bureau“ zufolge sind ruffiscberseiis die Vcrbandiungcn mit der Pfoxte wegen bcr Ncpatriierung der armsniscben Flüchtlinge bis nach der Rückkehr des Botschaftsis Sinowjew vxrtaqdworde'n. Es beiße, der frübxre Türkische Botschafter 111 MW Zia Pascha werde demnächit mit dim Aafirage nach-St. PENTI- burg entsandt werden, den Kaiser von Rußland zu bewegen, die Forderung dcr chatriikrung fallen zu 1affcn.

Bulgarien.

Ti?- außerordentliche Scifion dcr Sobranje wurdr, wie dem „W. T. B.“ aus Sofia beri ict wird, ge'stern von dsm Fürsten mit 011191! Thronre e_eriiffnet, in welcher Höchftderseibe des Ablebens der Furstm gedachte und dcm Volke für die Beweise der Tbeilnabmc und der Tr_auer dankte. Die THronrede konstatiert die freundschaftbchen Bczicbmigen zu Riißiand, welches Bulgarien befreit habe, sowie zu den Übrigm europäischen (HYoßmächten und,den Nachbarstaatcn, gan“ besonders der Turkei. „Im Zeichen dicser freundschaftlicßcn Beziehungen nährnLn die bulgarischen Vcrtrcter an der Fiicdenskonferenz theil, Dl? _Thronrede verweist weiter darauf, daß, dank der Wabifrcibeii bei der chien Wahl, dic: bervorragxndsten Personlichkeiten aUer politischen Richiungm dcs Landes in dcr Sobranxe yertrcten seicn. SchliLßÜck) kütidigt dic Thronrede Gcscßentwiirfe, be- trcffcnd die Korveifion dcr Staaisscbulden und das Ueber- einkommen mit den Orientbabnen, an. Die Thronrede wurde enthusiastisch aufgenommxn. Dcr Abg. Watscheff wurde zum Präsidenten der Sobranxe gewählt.

Schweden und Norwegen.

Das norwegische Storibing bai, wie „W. IFJ.“ aus Christiania meidet, vorgestern seins diesjährige SLULOU geschloffen. In der am Vormniag abgehaltenen S1Z11ng stand das Budgct zur Bcraihunq. DÜSsleL weist an mnabmen 78 900 000 Kron. und an AuSgaben 76100000 Kron. auf.

Asien.

Der „Times“ wird aus H 0 n gko n g vom 27. d. M. gemeldet, daß auf dem Sikiarg der englische lußdampfer „Joon“ von Piraten angegriffen worden ei; diese hätten (Held und sonstiges Eigenihum im Werthe von 7000 Danrs fort- geschlsppt. Die von Großbritannien neu erworbenen Inscln würden von bkwaffnctcn Bandkn von Plündercrn bcim- gcsxicht. Die Polizei sei nicht im stande, ansreiehenden Schuß zu gewähren.

Afrika.

Nack) circm in Paris cingciroffencn Telcgramm von der Insel Madagaskar bcfindct sich k-cr Stamm der Tatalas in der Nähe von Jim:» im AUfsmnde. Ein Beamter und ein Sergeant scicn von dcn Aufständiichcn „qktödtci worden.

Die französische Expedition Foureau - FondSre, wolckze von Uesso am oberen Sa1*gha aufgebrocbcn war, um die noch unbekamten Gebiete des Französischen Congo wischen dsm obercn Sangba und dcm Laufe: dis Ogowe zu erxorschen, ist einsn Monat früher, als man erwartete, vollzählig am

Ufckr dc-s Come, einch- Ncbenffuffes des unteren Ogowe, ange: Gcbiisck) und dichten Wald

kommen, nachdem sic1000 [(U] dur in einem von menscbcnfreffenden a uins bewohnten Lande zm'Ückgk-lcgt batte. Tic Vorhut untir er Führung Fondére's, welcbe bis Ningkninge dorgxdrimgen war, mird voraus- sichtlich am 31. d. M. in Libreville eintreffen. Foureau bleibt noch im Hinterlandc, besorgt die Ablösung dcr Posten in.chBokoni und dürfte in etwa 12 Tagrn die Küste er: rei en. Aus Johannesburg meldet das „Neuter'sche Bureau“, der britische diplomatische Agent Conningham Greene babe gegenüber cinc-m Führer der Uitlaiiders geäußert, die britische Regierung wünsche? sehr, bald eine weientiiche Aabderung in der Lage der Uitlanders zu séhen. Tie Bc-reit- willigkeit des Präsidenten Krüger, mit dem britischen Kom- missar zuiammsnziikommcn, wsrde als Anzsichcn dafür be- trachtet, daß die Südafrikanische Republik aufrichtig wünsche, zu einer Lösung der Frage zu kommen, welche die biUigen Wünsche der bisher nicht wahlberechtigten Bevölkerung befriedige.

Statistik und Volkswirthschaft.

Tödtlickxe erunalückungkn im KindeSalter in Preußen 1897.

(Stat. Korr.) Die Zahl der im Jahre 1.897tödtlich Verunglückten Kivder (bis 15 Jahre) betrug in Preußen 3626, wovon 2315 =63,8 :). H. Knaben und 1311 = 36,2 v. . Mädchen waren, während von den 8969 verunglückten Erwach enen 85,6 1). . dem männ- lich€n und nur 14,4 v. H. dem wxiblichen (Geschle t angeböiten. Unter 5 Jahre alt waren 1254 = 57,5 v. H. Knaben und 926 = 42,5 5. H. Mädchen, zwischen 5 und 10 Jahren 572 = 70,3 1), H. Knaben and 242 = 29,7 v. H. Mädchen, zwischen 10 und 15 Jahren 489 = 77,4 Knaben und 143 = 22,6 Mädchen.

418 -= 11,5 v, H., sind gestürzt .= 8,4 v. 78 =- 2,2 v.

H. und auf andere gekommen 205 - 5,6 v.

betrafen. Von den 418 Ueberf

meist (in

Eisenbahn wurden 32,

auch von Stühlen, Bänken und wesentlich bäufiger als ältere Kinder

entziehen können. Von den

Bsite (davon 11 im Schlafe von d Von den erschlagenen Kindern zwischen 1 und 5 Jabten und 102 Lasten und übri en dur duch

den an Vergifiung Gestorbenen

Atropin 3 mal, wertb wegen des underantwortlichen “eben worden war. Durch Genuß Fische bezw. Mießmuschein je eins.

Vaters u. s. w. eipielt, theils fie Yersonen zum bier. Durch

tich', Kinder, an Blutbergtftung 37.

ax": der

ermittelt werden.

Wkgen dcs Ausstande's dkk

Mittag im Bureau der „Neucn sprechurm zwischen den Rbedern und

drei Mark; sie sagten ferner zu,

aniräge Abstand nehmen zu wolikn,

ist damit beendet.

Wm Sonyabend, die Atbeiter 21 Ukberstunde. Dieselbe Forderung Färbkrkien gsßellt rvxrdkn.

216 Bergleute. rubig.

Gesellschaft in Weimar wur von Jbrer Könialichen Hoheit der

ments, sowie durch die Damen

Brauch im Saaleder .Erbolung“ sta Ihre Königlichen

Eduard von Simson zum Präsidenten

das Wort Professor Dr. Fre Präsidenten 1)r. Eduard von

Nachruf widmete. Bojanowski den Jahresbericht ( überbrachte der Goethe- Ge deutschen Hochstifts in

Doktrin, Kirchenzucht und Liturgie, und mit, der rgcznisation der katholischen Kirche im lateinischen Amerika nach einem an

Was die Art der Verunglückung betrifft so ertranken 1381 = 38,1 v. H., verbrannten 742 = 20,5 v. H., wurden überfahren

der dortigen Feier des 1501111)

H., erschlagen 168 =: 4,6 v. H., du

360 Fäklen) bandelte 2 Jahre, die also in der Regel schon laufen können; durch die durch Straßenbahnen 27 „Kinder, (davon 12mal mit elektrischem Betriebe) überfahren, die übrt en meist durch Last- und Geschäftsten. Verunglückungen durch " Kindern verhältnißmäßtq seltenxr als bei Erwachsenen; wahrend sie bei dieisn ein Viertel aller Unsailx betragen, machen nur etwa ein Zehntel aus. Bet der Gesammizabl handelte es sich 98mal um Stun aus dem Fenster, 64mal auf ebenem Boden,

40mal vom Wagen. An Erstickung geben ganz

wurden 41, durch Schlag von Pferdewund __ und Schlag beim Gebrauche von ArbeiiSJeraxbe 2 getödtet.

ells Frankfurt a. M.

330 9,1 v. er ickt 304 = r?" VestiÄiftuug

und unbestimmte rt um-

H. der verun lückten Kinder. Ertrinken ist in allen Altersstufen bei beiden Ges lecbtern die häufigste Art der Verunglückung. bei Kindern jrdocb als bei Erwachsenen; iibrigen! ertrunken 316 Kinder allein beim Baden. Auch tödtliche Verbrennungen sind bei Kindern recht häufig; auf diese Weise kamen im Berichtsjabre 355 Knaben und 387 Mädchen um das Leben. Leytere sind also in größerer Zahl.als erstere ver- treten; auch bei den erwachsenen Verbrannten finden sich fast eben- soviel rauen (202) wie Männer (246); obne bäusli e Thätigkeit beim Feu-ranmacben im u. s. w. von Bedeutung. In diese Grupve find 372 Fälle von Ver- brübung mit eingerechnet, von denen 342 Kinder unter 5 Jahren

im Verhältniß noch häufiger

weifel ist hier die fen, im Kochberde

abrenen waren 276 Knaben; es sich um Kinder über

tur; sind bei

sie bei Kindern

dergl., 41mal von der Treppe, unge Kinder

und Erwachsene zu runde, theils

weil sich bei der Enge der obexen Atbmungßorgaqe diese'leicbt durcb bineingeratbene feste Gegkniiände Verstopfen. xbezls weil sich jene ersteren Kinder den das Leben bedrohenden Sebadlicbkeiten nur s wer Kindern waren 183 unter 2 Ja ren, 63 zwischen 2 und 5 Jahren und 58 xwifchen 5 und 15 Jahren; der größte Theil (109) erstickte durcb Rauch odcr Gase, 61 erfiickten im

er Mutter erdrückt) und 56 durch

v-Jrfcblnckte GMkNstände (dies war 12 mal der Saugpfropf).

waren rur 2 unter 1 Jahre, 64 älter; 55 wurden durch Balken,

ausiierätbe erschlagen, 16 durch Windmühlenftii ex, die stürzeide Gebäudejbeile, Steine, Felsen und * aume; Maschinen (Räder-, Trieb- und Mühlenwetke, Dreschmaschinen)

Ochsen 33, durch Stoß Unter waren 34, also fast die Hälfte,

zwiicben 2 und 5 Jahren. Als einwirkende: Gift find bezeichnet: Karbolsäure 10 mal, andere Säuren bezw. Laugen je 8 mal, Arsenik 4 mal (je 2 mal Fliegengift .bexw. gefärbtes Zuckerjeug), Salmiak 2 mal„ Nikotin, Benzin und Strychnin je emmal.

Morphium , Chloroform, Besonders bemerkens- Leicht uns der Pfleger des Kindes

ist sin Fall, wo Eine mit Sublimat gefü te Flasche zum Spielen ge-

von giiiisen Pi1zen und Beeren

amen 16 Kinder um, durch verdorbene Wurst 4, durch verdorbene

Ersckwfsen wurden 44 Kinder;

theils batten sie mit dem geladenen Gemebr oder Rebolver des

len sie dkr Fahrlässigksit anderer Explosion von Gescjoffen,

ünd- und Sprengpxäparaten wurden 2 Kinder getddtet. An Schnittwunden und

Verblutung starben 23 Leßierer war 14 mal Wunden

an den üßen Vorbergeaangen, während bei Erwacb enkn Verletzungen and und den Fingern in bervorragendkm

131 Fällen) zum AusZangsvunkt dieser Erkrankung dienten. Nach Jnsektßnfticb starben 16 Kinder, nach _ Hunde 3, nach Schlangenbifz 2. nach Schlag, Stoß oder Biß anderer Thiere gleichfalls 2; 2 Kinder sind xrfroren; durch den Blix; erschlagen wurden 23, vom Sonnenstich befallen 15 Kinder. (Ein dreijähriger Knabe batte sich im Walde Verirrt und derbungexte. Zn 33 Fällen endlich konnje über die Art des Unfalles Naberes nicbt

aße (in 50 von

dem Bisse toller

Zur Arbeiterbewegung.

Stettiner Sceleute (vgl.

Nr. 123 d. Bl.) fand, wie „W. T. B.“ meldet, am Sonnabeend

Dampfer-Comragnie“ eine , Be- Mitgliedern der Sirikekomrmsfion

statt. Die Nbeder bewilligten eine Crböbung der Monatsbeuer um

falls die koniraktbrüchigen See-

leute sofort an Bord gehen würden, von der Stellung weit-xrer Straf-

dagegen sollen die bereits eingelei-

teten StrafNriabren ihren Gang geben. Eine Nachmittags von den ausftändigen Seeleuten einberufene Vkrsammiimg beschloß, die Zuge- ständiffe der Rbedereien anzunehmen, und emxfabl dringend den Aus- ständigsn, sofort an Bord ihrer Schiffe zuruckzukebren. Dieser Be- schluß kam unverzüglich zur Ausführung. Der Ausstand der SeelC-ute

In der Färberei der Gebrüder Hiüekamp ju Müpckoen- Gladbach verlangten, nach einer Meldung der „Rb.-W€sts. Ztg."

„M Wochsnlobn und 50 „3 für die sol] in alien Gladbacb-Rbeydter

Die Färbereibesißer beschloffen dagezen, die Lohnforderungen der Arbeiter abzukbnen. ,

Die aussiändigen Bergleutw der Prwaigxube Spittekx (vgl. Nr. 123 d. Bl.) beschldffen, wie die „Rb.-Wests. Ztg.“ aus Saar- brücken erfährt, am Freitag in einer von 200 Mann besuchten Ber- sammiung, nochmals durch vier Ausschußmitgiieder mit der Kreis- und Grubendirekiion gemeinschaftlich zu verhandeln und je nach dem (Er- gebnis; zu bsraiben, ob am bkutigen Montag angefahrexi werden solle. In Spiticl arbeitsten am Sonnabend 128, aUsfiändig waren noch In der Privatgrube Klein-Rosseln war (1088

Kunst und Wiffeuschaft. Die dieSjäbrige ZM. Generalversammluné: der Goethe- e

de am reiiag A nd durcb einsn

eigknariigcn Prolog im engsten Zirkel erö net, und zwar durch eine

Erbgrrßbuzogin-Wiiiws _ nach

einem bereits in Berlin Vorangegangenen und woblgelungenen Versu _ Veranlafzte Rezitation de's „Ur-Fauft' durch Herxn Profeffor rich Schmidt, den Entdecker und HerauSgeber dieses tntereffanten rag-

Niemann-Raabe (Gretchen), nna

Schramm (Marthe) und Herrn Hof-Schauspieler Carl Weiser(Mepbisto). Die Hauptversammlurg fand am Sonnabend Vormittag nach altem

tt. Zur angeskßten Stunde, nachdem

Hoheiten der Großherzog, die Erbgroß- berzogin-Witjwe und der Erbgroßberzog den Saal betreten und inmitten desfc-lben, dem Vorstandstiscb ae enüber,Plaß genommen hatten, eröffmte der Wirkliche Geheime atb, Fischer mit kurzem Wiükommenögru tündete, daß der Voxftand an telle des den Geheimen und Profefior Erich Schmidt zum Vize- Präsidenten erwählt babe. Nachdem der Geheime Hofrath 1)r.Ruland den Präfidentcnsiß eingenommen und keine Koliegen im Vorstand um ihre bewährte Mitarbeitschaft auch

Professor K u n o die Versammlung und ver- Verstorbenen 131". Hofrath 131“. R ul a n d

ernerbin ersucht batte, erhielt nzel, welcher dem verstorbenen *Zimson einen tief empfundenen

und des Verewigten geistiges Wesen und Wirken trefflich kennzeitbnenden Hierauf nétattete der Geheime

Hofrath yon u.). Herr Profeffor 1)t. Valentin (hast im Namen des Freien eine Einladun m rigen Geburtstags dcs Di ters.

Dmm besii Profeisor Erich Schmidt die Rednetitibüne, um den an- gekündi teu ortrag über Goethe's „Prometheus' zu halten,welcher sich unmitte bar an die vorjäbrigen Ausfü brungen über das ,Pandora'-Frag- ment anschloß. _ Dem Jabreßbericbtsind folgende MittheilunTen ent- nommen: Die Goetbe-Geseuscbaft hat der MYM Wilbelm-Bi liotbek zu Posen so viele Bände von der neuen oetbe-Außgabe verehrt, als bis jeßt berauSgekommen sind. Um das „Iabrbuch“ batsich Herr 1)r. Schüddekopf jebr verdient gemacht; das Ericbeinen ist ohne sein Vetskbulden vxrzögert worden. In der Vorsiavdssiyung wurde beschloffen, für das Goeibe-Dmkmal in SiraßburZ 1000 .“ a]s Bei- trag zu bewilligen. Die in Gemäßbeit des vor" brigen Beschlusses dem Bildhauer Karl Donndorf zu Stuttgart, ohn des Profeffors Adolf Ponndorf, zur Ausführun übertragene Büste Ihrer König- lichen Hoheit, der verewigten ros-bcrzogin Sophie ist von dem Geenannten in Maxmor höchst gklungen außgefübrt worden. Eine zahlreiehe Beibeikiqung bei der in Frankfurt a. M. stattfindenden Fier zu Goethe's 150 jährigem GeburtUa-Ze wird Dann kmpfoblen. _

ei der Ergänzunaswabl eines Vorstandsmitgliedes Wurde in der Vorstandssißuna beschlossen, den durch seine Goeibe-Foricbungen vsrdienten Profeffor Dr. Ernst Martin zu Straßburg auf die bis 31_. Dezember 1900 dauernde Wahlperiode in den Vorstand zu Wahlen. _Der Gewählte nahm die Wabl dankend an. _ Nach dem Kaffenbertcht des Kommerzien-Ratbs 1):“. Moritz zählte die Goetbe- Geisliscbaft bis zum 1. Mai 2656 Mitglieder. Die Einnahme betrug im Vorjahr 30166 „44, die Ausgabe 28155 «M Aus liiexariscbe AuSgaien sind 255 996 .“ verwerxdet worden. Das Vermögen der GefeüsÖafi in Papieren beträgt 68 295 .“, der Werth der Bibliothek 25136 .“ Cine bedeutende Spende der Frau General- leutnant von Radowiß wurde dankend erwähnt. Endlich wurde ganz besbiiders hervorgehoben, daß auf AntraK) des _Großberzo liaben Staats- Mmtsteriums von dem Landtage obne iskutsiou sowoZl der Goethe- Gesellscbaft wie der Sbakespeare- Gesellschaft Steuerfreiheit bewiüigt worderi isi. - Aus dem Berickot des Geheimen Yofratbs Vr. Supban über die Goetbe-Biblioibek und das Goeibe-Ar iv sei Folgendes ber- Vorgeboben: Zum 80. Geburtsta e Seinér Königlichen Hoheit des Großherzogs wurde im Auftrage einer Königlichen Hoheit des Erb- roßberzogs Wilhelm Ernst berausgegeben: „(Goethe vnd Maria Yczulywna“ und diese Schrift als ein BUirag der Goethe-

tbltotbek verehrt. Weiter haben die Mitarbeiter an der Goethe- Yusxzabe dem Großherzog ein Album mit ihren Photographien UbkkrAÖt. Seine Majestät der Kaiser bat sämmtliche in der Bibliothek zu Berlin befindlichen Original-Goeibe-Handschrifien getreu nachbilden und diese Sammlung der Goetbe-Geseüschast überwexsen laffen. _ Von den dem Goetbe-National-Muséum gewidmeten (He- schenkcn machte der Vorfisende noch folgende namhaft: Zu- nächst erhielt das Museum 400 bis 500 von Goethe in Iialtxn auf,?enommene Skizzen, mit deren Fksisteliung man noch beschaftigt ii. ZM“ hat Frau Fisck ,zu Arnheim. eine Ver- wandte der Goc: e'tcben amilie, dem Museum ein BAMF von Charlotte Buff in hohem lier berebrt. HerrKongien-Ratb ov zu Miiau hat ein Goetbe-Pdrträt aus alter Zeit bsigetragen. Eine sebr Wertbvylle Bereicherung ist das Oklg-mälde „Der sterbende Goethe“ Von Profeffor Fritz Fleischer. Der Künstler batte dasselbe Seiner König- lichen Hoheit dem Großbsrzog anZedoten, welcher das Geschenk bald- voll annahm und dem Museum 11 erwies.

Dem Festmahl im Saale der Eibclungs-Geseüschast folgte am Abkiid eine Aqffübrung bon „Torquato Tasso“ im Hostbeater wit Stella Hohenfels vom ofburg-Tbeater in Wien als Prinzessin Leonore, Frau rasch - revenberg aus Berlin als Leonore Sanvitale, errn iecke aus DreSden als Tasso und Herrn vou Poffmt gas iünckxen als Antonio. Ludwig Fulda batte einen Epilog dazu gedichtet, der auf das bevorstehende Jubiläum Bezug nahm und von Frau Hohenfels gesprochen wurde.

Gestern Mittag fand die feierliche Ueberaabe der oben erwähnten, yon der Goetbe-Gesellsckzast für das Goethe-Schiller- Archiv gestifteten Büste der vereidigten Grcßberzogin Sophie statt. Der Wirkliche Geheime Rath, ?Iwieffor Kuno Fischer vollzog naznezis des _Vorstandes der Geellscbast die Uebe: abe. Seine Königliche Hoheit der Großherzog sprach in längerer ede Höch-stsxinen Dank au]. Anwesend waren ferner bei der Feiér Seine Kömletcbe Hobxit der Erbgroßberw Wilhelm Ernst, Ihre Königliche Hoheit die Wtitwe des ErbgrÉß erzogs Carl August, das Staats- ?)LinUiliiZiuzn, der Vorstand der oetbc-Geseüsck7ast und die Direkiion e r w . "

Literatur.

Yxkundx über die Einweibung der ewang elischen CribsLr-Ktrche in Jerusalem und Ansprache Seiner Ma'je'stät des Kaisers und Köniss. E. S. Mitiler u. Sohn, Königliche Hofbuchhandlung, Berlin ZW., Kocbstraße 68_71. Groß- Folw-Ausgabk in Mappe Pk. 15 .“, (Ausgabe in Lexikon-Okiav 1.“ Tie. voti chen Kaiserlichen uxnd Königlichen Majesiäien am Tag€ dkr (Linkveibung der Erlöser - Kirche (am 31. Oktober v. I.) m Jexusalcm unterzsickoneie Urkunds, mit der dies? Havvtstätte evan- gxli'scbkn Békc-itntniffes tm Hciligxn Lande rem Erlöser geweibt wurde, ist im Faisiunlsdruck, also qucbwunter Wiedergabe ihrer künstlerischen Umrahmung und der Unterichrnt dcr Kaiserliäosn Maj-Zstäten, auf Veranlaffung 'der EVÜUJLUschkn Jérusalémstiftung vervielfältigt woxdkn. (Es ist dann! mä): aULin Lin würdiges Gedenkblaii zur Ertnxicriing an jenes große kirchliche Fest geschaffen, sondern x_ngletcb eme geschichtliche UlkUnké', deren Wortlaut eine? Uebersicht uber die Entwickelung des evangciiichcn Glaubenswerkes im Heili'en Lgnde und ein exbebkndes Z-zugniß don d-„r Treue im (Glan sn steht, die dczs Kaiserlicbx Paar besselt. weiteren Kreisen drr evan- ézelischen Cbnsienbeii „zuganZlicb gemachi. Die HerauSgabe ist, wie

on oben „angezeigt,'m zwei Formen erfolgt: in einer Gkkß-FQÜW Ausizabe, die" genau in der Größe dss Originals die Urkunde und auch die sie umbuüende Mappe wiedergiebt, und in einer Verkleinerten Ausgabe, _die außer_d8r Urkunde skibst auch die Ansprackye enthält, welche Seine Maxesiat der Kaiyer und König, nach bekndeter Ein- weihung Von den Stufen des Altars herab als Bekexntniß und Mahnung an die Festbersammlung richtete.

_ Nazbtrag zur Rangliste der Kaiserlich Deutschen Marine fur das Jahr _1899. (Abgeschlossen am 25. Mai 1899.) Auf kaebi S*:iner Majeftat des Kaiiers und Königs. Rédigiert im Marmekabinet. E. S. Mittler u. Sohn, Königlich Hofbuchband- lizng, Berlin 5127. r. 60 „z. _ Dieser alijäbrlich für dkn Sommer- dtens_t erscheinende achtrag zur Rangliste der Kaiseriichen Marine enthalt (aiif 71 Seiten, gkgen 66 Seiten im Vorjahre) eine Ueber- sicht der_ Emtbeilung der Marine, die Dienstalterslisten dcs gesammten Oeeoifizier-qups sowieseiner Hilfskräftk, ferner unter Zugrundelegung dyx Neuorganisation die Steilenbeseßung der Mariuebebörden,a[1er im Dl€nst stehenden Fahrzeuge der Deutschen Marine, sowix die Stäbe der Matrosen- und, Werst-Divisionen,_ der Matrosen-Urtillerie und der Torpeder-Abtbeilungen ic. Ein bejonderer Abschnitt verzeichnet das Personal des Gouvernements Kiautschou.

_ Dex RechtsweBin Preußen. Von Dr.Droop, Wirk- lichem Geheimen Raib- eilin, Verlag von Franz Vahlen. Preis Keb" 3 „44 _ Diese Schrift giebt zum ersten Male eine Uebersicht iiber das in Betreff des Rechtsweges egenwärtig in ;preußen geltende Recht. Die DarsteÜung besteht aus zweiJTbeilen. Jm er ten Theil werden nach kurzen einleitenden Bemerkungen über die für die Rechtspflege und die Verwaltung besteäten Behörden, den Begriff des Reckoiswcges und die allgeweinen Grundsive “über den Rechts- und Verwaltungsweg in systematischer Darstellung die geltenden geseylickosn Bestimmungen über die Zulässigkeit des Rechtöweges und die sick) an sie anschließende Recht- sprechun des Gerichtshofes zur Entscheidung der Kompetenzkonfiikte, des ReiHsNrichts und anderer Gerichte behandelt. Es wird dargelegt, ob und nwieweit die StaaisbobeitSre te, die Ansprüche der Beamten aus ihrem Dienstverhältniß, die Ansprü e gegen die Beamten und die aus dem VefteuerunZSrechx desStaates, der Gemeinden und der Kirchen ?ck ergebenden nrsfprucbe nn Rechtswege zum Austrag gebracht werden _önnen. Der Ve affer theilt ferner die einfchlä igen Besiimmun en uber die Landesverwaltung im Wortlaut oder im uSzuge mit, beni rt

da] Verivaltungsjwangsvetfabxeu, erörtert die uit der Aufsicht des Staaies über Korporationen des öffentlichen Rechts, insbesondere kommunale Verbände, Kirchen, Schulen, “Waffngenoffenscbaften, Deicbverbände und dergleichen, sicb er:;tebenden Streitigkeiten im Hin- blick auf ihre gerichtliche Verfolgbarke , die Zuläs keit des Rechts- weges ge en polizeiliche Verfügungen in We e-, a eta, Strom-, Deich, F scherei-, Jagd-, Feld-, orft- Gewer & und ausachen und zieht scbließluh auch noch die Ei enba n-, Bergwerks-, Armer», Aus- emanderseßun ssacben, some einige andere Zweige der Landes- verwaltung :! der gedachten Hinsicht in den Kreis der Be- ttachtung. Der zweite Theil der Schrift behandelt die Kompetenzkonflikte zwischen den Gerichien und den Verwal- tungsbebörden in der Form eines ausführlichen Kommentars xu dex im Wortlaudmitgetbeilten Verordnuna vom 1. Auaufi 1879 In_ einem Anhang ist dann noch das einschlägige Recht der Fürfien- tbumer Waldeck und Pyrmont dargtstellt. Da sebr bävfi ragen dgiüber auftauchen, _ob Ansprüche, namentlich wenn sie öffentßi -recht- lieber Naiur sind, uberhauxt geltend gemacht werden können und, werzn dies der FaU ist, ob ierfür die ordentlichen Gerichte, Ausnahme- ge11chte, Vexrvaliizngskebörden oder Verivaltunos ericbte zuständi , qegen wen fie zu richten find, und welxbe Art des Äcrfolgungömiticks (Klage, Beschwerde und dergleichenx im Einzelfalle gegeben ist, und da man in dem vorlirgenden Bu : darüber schnell und sicher Aus- kunft Endet, ertspricbt das Werk, dem auch ein Sacbrkgister bkiaeaeben ifi, be onders den Bedürfnissen des praktischen Lebens.

Land: und Forstwirtbschaft.

Das Königliche Landes-Oekonomie-Kollegium batte in seiner dixsjäbrigen Plenatsißung kei dem Minister für Lavdwirib- schaft :e. die erufung einer ständigen Kommission für die gemeinschaftltchen Angelegenheiten der Landwirt!)- schaftskammxrn beantragt. Diese Kommisßon isi nunmsbr ge- bildet und hat in ihrer ersten Siyung am 28. April d. J. folgenden Beschluß über ihre „AuKaben gefaßt:

1) Die Ständige, ommissicn des Königlicbyn Landks-Oekonomie- KoUegiums detrgchtet im wesentlichen als ihre Aufgabe:

a., dux eine vorbereitende Zusammensteliung des einschlagxnden Materials n ibrxm Burequ oder in ihren Unterausschüffen dsn ein- zelnen Kammern die Bearbcxtung dt?! gemeinschaftlichen Angelegenheiten zu erleichtem;

b_. _ und zwar“ als ibrexHauptaufgabe - aus den (Einzel- besch1uffen und (Gutachten der einzelnen Kammern Gesammtbxschlüffe und Gutachten der_ Gefammtbeit, der preußischen Landwirtbschasts- kammern zur Verfugung des Ministers für Landwirtbscbast, Domänen und Forstxn zu stellen;

' L_. die gemeinickoaftlicben Angelegenheiten der preußischsn Land- wirihxcbastskézmmern nach Maßgabe der Sa ungen des Landes-Oeko- nom1e-Kblle,xiums offiziell zu Vertrkten, insbexondere die Wahlen etwa erford Lk11ch€k bksonderer Vertreter disskr gemeinschaftlichen Angelegen- heiten der Kammern namens derselben zu vollziehen.

Die Kommission bittet den Herrn Minister für Landwirtbscbafi, Do_mänen und Foxsten um eine geneigte Bestätigung der Richtigkeit dieier Auffaffung tbrer Aafgaben.

2) Die memissibn bittet den Herrn Minister, zur Deckung der durch die (Erfullung ihrer Aufgaben entstehenden Kosten ihr einen entiprecbenden Betrag bewilligen zu wouen.

Zum, Vor_s1(5§nden der Ständigen Kommiision ist Graf don SÖwertxi-Lormß, zum stellvertretenden Vorsivenden Hsrr von Arnim-Güterberg gewählt worden.

Verkehrs-Anftalten.

Laut Tele raxnm aus Köln (Rhein) ist die zweite englische Po t iiber Ostende vom 27. d. M. aUSgcblicben. Grme: Zugverspatung in England und schlechtes Wetter an ee.

Aussig, 27. Mai. (W. T. B.) An der gestern seiiens der Yeußtjchen Elbs-Scbiffabrts-Kommi]sion vorwndmmenen Girom-Jnspizterun sfabri nahmen dkr sächsis e Finanz- Mmister von Waßdor?, der (Hehemw Finanz-Ratb Oe aer, Bauraib Weber und der österreichische Bezirks-Hauptmann, tatt- balterei-Ratb Hue'tte ! tdeil. In Schönvriesen fand auf dsm Ver- dcck dks Sch1ff€s em Diner statt, bei welchem der Ober-Präsident der Provinz Sachsexi, (_SiaITI-Minister Dr. von Boetticher einen Toast auf Seme Maxkstat den Kaiser Franz Joseph ausbracbie, wklckoen szirks-Hauvimann Hueiter mit einem Hoch auf Ihre Majestäien den Deutschen Kaiser und dem König von Sachsen erwiderte.

Neu-Ulm, 28. Mai. (W. T. B.) Die neunte Haupt- versammlung des Vereins für die Hebung der Fluß-und Kanalscbifiqbrt in Bayern, welche in Ulm tagt, wurd? gefixrn Abend durch cm B e_gr üszu n gs fest eingeleitei. Skins Königliche Hoheit dex Prinz Luquig von Bayern wohnte dem Fkfte bei und er- wxderte auf einsn Vom Ober-Büraermeistcr von Ulm auf ihn aus- gebrachten Trinkspruch mit einem Toast auf die Stadt Ulm. Dabei wies der Prinz auf die Notbwendigkeit bin, die Donaustraße so aus- zubauen, daß sie der Großscbiffabrt genügt, und betonte in An- knupfung an _etne Wendung dss Vorredners, daß er schon früher deZ_Ausbau dreist Wafferstraßk gefordert babe. Der Prinz fubr fort: .Sie sehen dgraus daß ich nicht auf partikularistisckpem Standpunkt siehe, soiist wurde ich nur von der Umgestaltung der Donauwa er- straße, bis Keibétm oder Dynauwörtb gesprochen baben. Ich wün che, daß die bayeriscbxn HmdekUffe _ als solche ist die Donaubrücke bei R8 Lnsburg bezetchnet worden _ nicbt wkiter im Wege stehen. Man um die historischen Bauiderke [Kließlich ja nicht abreißén, man kann sie auch umgebefn (Beifall). E enso wünsche ich auch, daß unsere Nacbbmstaaicn im Nordwesten, Heffen und Preußen, auf einem ebenso wenig vartikulgrisiischen Standpunkt sieben, und ich möchte, daß xte dem Kanalbau bis Aschaffenburg kein Hindernis; in den Weg telisn. Ich wunsche, daß der Vertrag erfüllt wird, indém der Kanal von Mainz bis Frank urt a. Main und auch von Frankfurt a. Main nach Aschaffenburg ge aut wird. Gott sei Dank! wiffen wir ja Alle, daß der Deutsche Kaiser ein warmer Freund der Wasserstraßen ist. (Es ist auch bekannt, daß im'preußisckoen Landtage Verhandlungen uber Kanalbauten ,sckzwxeben.„ Die Kommission hat zwar die Vorlage abgelehnt, aber d1e_Komm1ssion ist ja nicht das Plenum, und wir wunschen alle,_daß die Schwieri keiten beseiti twerden möchten.“ Die Worte des P(inzen und sein an? die Stadt im aus;;ebrachter Toast fanden freudigen Widerhall.

Die [38111193 Hauptversammlung, welcher Seine KönigliYe Hobeit der! Prinz Liidwigbon Bayern beiwobnte, nahm bei se r starker Betbeiligung einen. glanzenden Verlauf. Im Mittelpunkt des Jntereffes standen einerseits die Mittheilungen, wrlche der Königliche Bauamtmann Hensel aus Nürnberg über die bisherigen Arbeiten des technischen Vereinsbureaus zur AUSarbeitung eines Donau-Main- Kanal-Projekts machte, andererseits der Vortrag des Geheimen Hof- ratbs_von Eyjb aus Ulm über .Binnenschiffabrt und Landwirtb- schaft , in welehem der Redner sich besonders gegen die Land- wirtbe wandte, wel e die Binnen!chiffabrtsbestrebungen bekämpften. Zum Fesimabl, wel es Nachmittags in Ulm stattfand, war außer dem_ nnzxn Ludw auch Seine Majestät der Köni von Wurttemberg, 'A erhöcbiWelcber Von Siuitgart berü er ge- fahren war, erschienen., m Laufe der Tafel brachte Aller- böchstderseibe einen Trinkspruch auf Ihre Königlichen Hoheiten den Pxinz-Regenten und den Prinzen Ludwig von Bayern aus, m Welchem er betonte, ein wie lebhaftes Jntereffe er an den Bestrebungen des Kanalbereins nebme, und zugleich bervorbob, daß das Werk, an welchem der Verein arbeite, zum Wohle der ganzen Bevölkerun , der Landwirt!) (haft, des Handels und, der Industrie, in lei em Maße dienen so e. Der Prinz Ludwig erwiderte diesen Trinkpruch mit einem Hoch auf den König von

dachte und der Hoffnung Ausdruck gab, daß durch den' Ausbau der Donauwafferstraße die Beziehungen zwischen Württemberg und Bayern noch enger efialtet würden. Unmittelbar nach Beendigung der Tafel kehrt: der önig von Württemberg nach Stuttgart zurück.

Bremen, 27. Mai. (W. T. *B.) Norddeutscher Lloyd. Dampfer „Prinz Heinrich“ 25. Mai v. Genua n. Bremen abgegangen.

- 28. Mai. (W. T B.) Dampfer „Eins" 26. Mai Reise v. Nkapel über Gibxaltar 12. New York fortges. ,Gera“, n. Australien best., 27.. Mai in Sidney angek. „Saale', v. New York komuwnd, 26. Mai Punta Delgada Puff. Stuttgart" 27. Vkai Reise v. Adelaide n. ?remaxiile fortges. ,Öarmstadt' 27. Mai a. d. Weser anoek. „Kai er Wilhelm U.“, n. New York best., 26. Mai Horta pass. .Mark“, 11. d. La Plata best„ 26. Mai in Montevideo angek. „Aachens v. La Plgta kommend, 27. Mai in Graves-Ind angel. „Munchen“, n. Balnmore best., 27. Mai Lizard pas. „Nürnberg“, v. Ost-A kn kommend, 27. Mai Gibraltar pass. „Maria Rickmers“ v. (Halbe ?" kommend, 27. Mai a.d.Weser an,;ek. .Trier', 26.Mai Reise b. Lissabon n. Brewen fortgeseßt.

' _Hamburg, 27. Mar., (W. T. B.) Hambarg-Amerika- Linie. Dampfer „ColombiansDxxnnerstag in Stciiin, „Pretoria“, v. dJiew York kommend, gestern in „Hamburg, „Graf Walder'ske' und „Fiirsi Bi:marck“ in„New Y-Kik, ,Francia“ in Colon, „Arkadia' in Pbiladeipbia, ,Affvrtg", v. Baliimore kommend, beats in Hamburg abgekommen. ,Cbrisitania' gestern v. Nsw York 11. Stettin, „Strath- garrv“ v. biladalpbia 11. Hamburg, „Andalusia“ beute v. Singabore n. Suez a geg., „Suevia' gestern Gibialtar passiert.

",Rottsrdam, 27. Mai. (W. T. B.) Holland-Amerika- Linie. Dampfer .Edam' beute Nachmittag Von Rotisrdam nach New York abgegangen.

Theater und Musik.

Jm_ Königlichen Oyernbaufe gebt morgen auf Nürt- böcbsten Befehl ais Parad e - Vorstellung Lorßing's Oper „Regina“ (Ouberiure,_ 11. und 111. Akt) in Scene. Di? Bkskéßung lcmtct: Re ina: Fraulein Htcdlcr; Richard: Herr Grüning; Wolfram: Ltr Ho mann; Zadxck: Herr Mödiiugsr; Balder: Hsrr Lieban; Lise: Frau Gradl; Wiitwe Balder: Frau (Hoeße. Hierauf folgt das Baslct ,Yergißmeinnicbt', in we1chem die Damen DeÜ'Exa, Urbanska, Lucia, Kierschner u. A.,mitwirken. Das Abonnement isi aufgehoben. Die Vorsteliung beginnt um 8 Uhr. _ Karl Maria Von Weber's FUF .Euryantbe“ geht im Laufe nächstkr Woche n-eu einstudiert n cene.

Jm Königlichen „Schauspielhause wird morgen Shake- speare“: Trauerspiel „Julius Caesar“ gegeben.

, Das Theater „des Westkns steht für dix? Sommersaison, die ani 3. Juni beginnt und bis zum 1. Ssbiember dauert, unter der Leitung des Herrn Max Hxinricb, welcher ein für Berlin auch gainzlicb neuxs Personal engagiert hat. Die Ccöffxmngövorsisllung wird das hiesige Publikum mit der Neuinscxnieruna von Viozart's Meisterwerk „Die Zauber öte“ bekannt machs", welche in München, dom Jniepdanten don Po ati eingefübrt, großes Aufsebcn errsgte. Um die durchdie schwierigenmascbineiien Einrichtungkn geboxenen Hauptproben zu ermöglichen, blcibt das Tbéatrr am 1. und 2. Juni gescbwffen. - Das neugewonnxne Solopexsonal seßt fia) aus folsienden Mitgliedern zusammen: Erster Kapellmeister: Herr Grimm aus HaU-Z; Regisseure: die Herren Schertel aus Beren, arimann aus Königsbsra; Tknöre: Herr Carlén a'us Bremen, Herr ofmann aus Brünn, Herr Lauth aus Kiel; Baritons: Herr DörWa d aus Bremen, Herr Piechlxr aus Duffeldorf, Herr Dabu aus Straßburg, Herr Fkank aus Berlin; Bässe: Herr Blaß aus Bremen, Herr Kotbé auI Metz. Als Tenorbuffo ist Herr Steder aus Basel, als Baßbuffo Herr Rudow aus Elberfeld engagiext. Als erste dramatische Sängerin wurde gewonnen: Fräulein bon Dierkes _aus Mainz; als jugendliche Sängerinnen: die Damen Rödex aus Lubch, Otty aus Teplitz und Schöne aus Elberfeld; als Aitistm: Fräulein, Bergmann aus Posen; als Koloratursängerinnén: Frau Engel- Skivixig aus Hannober, Fräulein Neumann aus Lübeck; als Sbubretten: d“. Damen Felser aus Köin, Hartmann aus Wien und Zinke aus Danzig. _ Für den Monat Juli ist es Hsrrn Direktor Hemricb gelungen, Herrn Leone Fumagalli zu einem mehrmaligen (Gastspiel zu gewmnen. Anläßliä) diefes Gastspieis wird Ambroise Thomas' Over „Hamlet“ zur Aufführung gelangen.

Unter dem Patronat bochstebender Damen aus der Hofgesxllfcbaft

findst am kommenden Sonntag, den 4. Juni, Mittags 1 Uhr, im Neuen Theater zu wobltbätiaem Zweck eine Matinée statt, zu _welcher rau Direktor Nitscha Buse das aus zur Verfiigung, getelit bat. Das abwechselungsreicbe ro- gramm fur diese Vorstellung verspricht außer dem Einakter „Dic _Manövsrbraui“, welcher bon Mitgliedern des Theaters auf efizbrt wird, a a. auch die Vorführung der Bilder Von dsr Pa äiiinareise Ihrer Kaiserlichen und Königlichen Maiesiäten durch den Kinematograpben von Ottomar Anschütz. Alis übrigen Theile des Programms werden noch näher bekannt gegebkn. Der Billst- Verauf findet bereits von mor en ab in den üblichen Kassenstunden statt. Die Preise sind nicht ei öbi. Jm Saal Bechstein Veranstaltet dkr russische Tenor- und Sdpransänaer Heir Cbarles_Gordon am Freitag, den 2. Juni, Abends 8 Uhr, Yin Wobltbatigkeitskonzcrt, über Welches Jbre Königliche H_obeit die Prinzkssin Karl Anton von Hohenzollern das Protektorat ubkrnommen hat und deffcn Ertrag für die armsn Kinder des'biesißen St Katharinen-Stifts bestimmt ist. Für dix BC- gleituxig am Klavier hat dsr Pianist Herr_ Gustav Erlemann seine Mtiwirkung zugesagt. Billets zum Preiie von 10, 5 und 3 „14 sind im Vorverkauf bei Bote u. Bock und am Konzéxrtabsnd an der Kass? käuflich.

_ Seine Majestät der Kaiser und König hat der Köni - !ichkn Schauspiklerin Fräulein Rosa Poppe unterm 27. d. IH. anläßlich ihres zehnjährigen Wirksns am Königlichen Schauipielbause Allerhöchstsein Bildniß überreichen laffen.

Maunigfaltiges.

, Am 26. d. M. hat im Berliner Raibbause eine Vorstands- sitzung de'r Deutschen Kolonial esellscbaft stattgefunden, die von Seiner Hoheit dem Herzog-) egenten von ZNeckien- burg-Schwerin mit einer längeren, mit lebhaftem Beifalie auf. gezwmmenen Reds eröffnet wurde. Seine Hoheit begrüßte mit ganz besonderer Genugtbuuna die Tbaisacbe, daß seitens „dex Berliner städtischen Behörden der Gesellschaft für ihre dtesxäbrige, Vorstands- und Hauptbersammlung die Fest- räume des Berlmxr Raibbauses, zur Verfügung gestellt worden iind, und sprach dem Burgermeister Kir1chner, welcher persönlich anwesend War, den wärmsten Dank der Deutschen Kolonial csellschaft aus. Daran anschließend gab der Herzog-Regent der Zréude darüber AuSdruck, das;, seiner _(Finladun folgend, Vertreter der Kolonial- Abtbeilung des Auswartigen mts sowie des Reicbs-Marine- amis bei den Beratbungen gegenwärtig waren. Im weiteren Verlquf der Rede, wurden zunächst die politischen Ereignisse Xfireift, welche seit der leßten Ta ung in Breslau in den , reisen der Gesellschaft lebhaften Widerßail gefunden hätten. Unter ihnen ständen die Samoawirren im Vordergrunde. Sxine Hoheit waznte daiwr, vor der von der entsandten Kommission zu erwartenden Klarung ein abschließendes Ürtbeil zu fällen, und fuhr dann fort: „Aber auch der bloße Verdacht eines Einbruch in deutsche Interessen und Rechte hat binaereicht, um überal] einen tiefen Unwillen in unserem Volke zu erwecken und selbst besonnene Gemütbcr ungewöhnlich zuentflammen. Dank dem mannbaften und woblabacwvgenen Auf. treten unserer Reichregierung, sind sie wenigstens zur Zeit, we wir hoffen wollen, überwunden worden. Ich fühle mich verbunden, bier_ mit allem Nachdruck aussusvrecben, daß wir der Neicbßreaierung dafur zu voUer_Dankbarkeit very tchtet sind und aus ihrer bisherigen Haltung das feste Vertrauen s öpfen dürfen, daß es ihr gelin en

Württembxra, indem er gleichzeitiZ3 des freundnacbbarlicben Ver- hältniffes zwischen den Königreichen ayrrn und Württemberg ge-

wird, auch bei der weiteren Behandlung dieser ungewöbnich