2104
Eides für entbunden, weil fie diesem unglücklichen Fürsten
Schuld “geben, auf den'Rath seiner Minister die Charte selbst“
verletzt zu haben. Dieselben Pairs haben also auscheénend
cin Interesse daran, die JNinister, deren Anklage im Werke_
ist, schuldig zu befinden. Ich werde daher nicht durch Able-
ngjxjnes Eides einemSysteme beitreten, welches den ONinisi'ern eiche Männer zu Richtern giebt, dercn scheinbarcs Interesse die Berurtheilung derselben erfordcrr. Hiermit habe ich die Gründe dar elegc, warum ich mich weigere, den von mir Verlangten Lid zu leisten; ich habe geglaubt, fie meinen Kol,- Legen kund geben zu müssen. Präfidenc, der Kammer in ihrer heutigen Sitzung gegen- wärtiges Schreiben vorzulesen, und bicce dieselbe, es in das Protokoll einrücken zu lassen. Ein Pair, der seines Rechtes, “Zn der Kammer zu filzen, für verlustig erklärt wird, weil er
«'nem Eibe treu bleibt„ kann sich darum noch nicht seiner ;
Verpflichtung, im der Kammer, derer: “*I-F;?icglied er ist, mit zu berathschiagen und zu stimmen, für rechtskräftig entbunden ha'ksn. Sein Wille macht sich nicht zum Mit- ß'chuldigen des Hindernisse» wodurch er abgehalten wi-rd,
diese Pflicht zu erfüllen; er giebt. dem -Mißbrauche der Ge; :*
Walt nach. Ich bin, Herr Präsident, mit hoher Achmug 22. Der Graf Florian v. Kergorlay, Pair von Frankreich.“*' Paris, den 23. Sept. 1830.
Das Journal du Commerce änßert: „,Die Regie- kkung beschäftigt sich, dem Vernehmsn nach, mit einem Ge- Fch-Entwurfe über die durch den Artikel 291 und ff. des Strafgeseh-Buches verbotenen Gescüsckmfrcn und Verein?. Diesem Gesehe zufolge würde sich jede Gesellschaft, in wel- cher Anzahl und zu welchem Zwecke es sey, ungehindert bil- den können, wenn sie sich ähnLichen Bedingungen, wie den Für die periodische Presse bestehenden, unterwirft. Dem gemäß würde von ihr eine Angabe der Namen der Dirck'coxen, Vorfißer und Mitglieder der „Büreaus verlangt: werden; dke'se “würden eine Caution stellen müssen un!) für die in den Ver- sammlungen gehaltenen Reden, so wie die Redner selbst, verantwortchh seyn.“
Ein Blatt hatte geäußert, der Herzog von Orleans hahe Den WunschausgesproMn, den Verjammlungen dess Vereins Der Volksfreunde beizuwohnen. Das Journal des; Dé- Dats erklärt jedoch diese Nachricht für vöxlig grundlos.
Die Herren Burnouf, Namder und Dubois find zu Ge- Ueralskudien-Jnspckcoren und die Herren Véqnier und Artaud zu Inspektoren“ der Pariser Akademie ernannt worden.
Vorgestern sollten die Redacteure der Blätter le Pa.
tviote, la Révolution, l'At'gle, l'Jndépendant und le Tocsin ,
national wegen Nichtleiskung der geschlichen Caution vor dem hiefigen Zuchtpolizei-Gerichte erscheinen. Auf den Antrag éhres Rechtsanwalts wurde aber ihre Sache auf den 7. Ok; tober vertagt. Dasselbe Gericht verurcheilce gestern zwei In-
dividuen, welche bei einer der Zusammenrotrungen von Ar- ; . BÜrgergar-de 1elbsr weniger geneigt zu keyn schien, gegctx Eben war man am 22sten-
Ritern gerufen hatten: „Weg mit den Schnellprcsscn!“, zu Dreimonatlichem Gefängniß und 50 Fr. Geldstrafe. . Vorgestern versammelten fich ungefähr 150 Schlosserund «Schmiede auf den Elysäiscbcn Feldern, um eine Erhöhung M Arbeitslohns und Abkürzung der Arbeitszeit um eine Stunde zu verlangen. Die “„National-Garde erschien bald an Ort'und Stelle; einige wurden verhaftet und die Ruhe warh sxhnell wieder hergestellt. „
Du aus den Herren v. Schonen, Montalivet und Du- vergier de Hauranne bestehende Kommisfion für die Civilliste
dar in, Abwesenheit des in Aegypten befindlichen Barons
Taylor einstweilen „den Bühnendichter Mazéres zum König!. Kowmissarius beim Theätre frangais "Ernannt.
- Das “Journal des Débats wird mit dem 1sren und die Ga etre de France mit dem 15cm k. M. in vergrö- ßerxem ormat erscheinen. Beide Blätter gcben die Oeffent- lich-keit,.der Sißungen der Pairs-Kammer und die bevorste- henden wichtigen Verhandlungen in beiden Kammern ats Hquptgründe_ dieser Veränderung an. Der Constitution- nel-hat beretts seit gestern ein größeres Format angenommen.
. Dem-Messager xdes Chambres zufolge,. isi General Clausekmtt xo vielen Gesuchen um Erlaubniß .zur Rückkehr nach _Franßreich,bestür-mc worden, daß. er erklärt hat , jeder
xsunde OIÜzßer, der nach der Heimath zurückzukehren wün- MJZYR !emem 'diesfälligen Gesuche zugleich seinenAbschied
A Niederlande. ', us de)" Haag 27. Se k. Man liest ol ende Ar- tikel "FUZZI“? Blastée der Stpaats-tCour'anft:g
„ ? er wi en bereits, daß am 24sken d. der obere Theil-M Stadt_Brüssel, der Park, die drei Palläste und
Ick ersuche Sie daher, Herr '
k x ! x
die nahe dabei gelegenen Straßen und _Pläße von den Kö- migl. Truppen bescht worden sind, so wie daß alle-Thore und AUSgänge fich in deren Händen befunden haben. Im inneren Theile der Stadc-wurde jerch noch den ganzen Ta über gefochten. Jetzt besßen wir aus Brüssel folgenden erscht vom 25. Sept. Vormittags 11 Uhr: „„In der verwichnen Nacht ist es ruhig gewesen. Das Feuern hat im Parke und' in der Umgegend später angefangen, als gewöhnlich.» Um 10 Uhr kamen drei Personen in das ben die Erklärung ab„ daß es unter _den Aufrührern keine Autorität mehr gäbe und auch keine Chefs vorhänden sehen",
daß Herr von Hooghvorst ein freies Geleit sich erbitte, um '
hierher zu kommen und über die Mittel zur Herstellung der' RUhe zu herathßhlagen, zu welchem Ende““ auch darum nachsuchce, das; um 11 Uhr das Feuern von beiden Seiten eingestellt werden möge; dies wurde zuqestanden. Die Trup- pen haben eine ausgezeichnete Tapferkeit bewiesen.““ „Während von mehr als einer Sein? Versuche gemacht worden sind, die Bande der Einigkeit zwischen den Bewoh- nern der beiden Ahtheilungen des Reiches zu zerreißen, muß es dem „Herzen jedes Wohldenkch-en erfreulich seyn, zu ver- nehmen, daß die Süd-Niederländer, die sich unter den Fah- nen des gemeinsamsn Vaterlandes versammelt hatten, mik den Norö-Néeherlänhern in Tapferkeit und Treue wetteifern. Deshalb glauben wir auch eines bei der Regierung eingegan- genen Berichtes aus Bergen (»))Tons) Erwähnung thun zt? müffen, in welchem von dem Zten Infanterie-Regimente und vom zweiten Bataillon Feld-Artillerie, die daselbst in Besatzung liegen, unh dsren Offiziere sowohl als Soldacen beinahe ganz aus Belgieru bestehen, gesagc wird, daß niemals ein Trup- pen-Corps von einem bessern Geiste beseelt, gewesen sey. Cs herrschc hierüber fürwahr in allen Berichten, aus welchen Orten diese auch kommen mögen, nur Eine Stimme.“ „Berichte cms kattick) vom 22sccn d. enthalten die Mel- dung, daß der General van Boecop ferner auf die ZurÜ-ck- gabe des Forcs „la Chartreuse“, welches zwei Tage vorher von „einer Abtheilung der bewaffneten Bürgergarde hesch worden war, gehrungen habe. Dcr Graf von Berlaimonc, Oher-Befehkshaber der Lütticher Bürgergarde, hat ihm die Antwort ercheilc, daß die Einnahme dieses Forts ohne séin Wissen und gegen seinen Befehl stattgefunden und daß er den jungen Clermont, de:,“- jekzc das Kommando in der „Chars treuse“ führe, Vergehens ermahnt habe,. daffclbe wieder zu räumen.“ Die acht Soldakcn, die sich bei der Einnahme in dem Fork bernden hacken, werden von den Lüttichern noch immer gefaiagcn gehalten, wiewohl einige Offiziere der Bür- gergarde: einige Schritte gethan haben, um ihre AUslieserung an den General van Boecop zu bewirken. Compagnie, die in Lüttich garnisonirc war, hac in der lekzten Zetk keine Disnste gethan. Einige Mitglieder der Bürger- ga/rde trügen kürzlich darauf an, daß man jene PIannschaf- ten wieds»: ihren Dienst ankreten laffe, dgméc fie, wozu die
Raub „und Plünderung wache. _ „ mit den U:".terhandlungen über diesen Gegenstand noch be-
schäftigt, alsxkdie OJTannschaften der Marechauffee, die fich")
sämmtlich in ihrer Kaserne befanden , durch einen Theil der Bürgergarde entwaffnet wurden.
wiewohl dée gesekzlt'che Aukorirät, mindestens dem Namen nach, dort noch besteht. Der Graf C“, dDulcremouc und Herr Raikem, die beidezu Mitgliedern-der zu „Brüssel ein-
gesetzten provisorischen Regierung ernannt wurden, haben er-
klärt„ daß dies ohne ihr Wissen geschehen sey, und daß ste nichc gesonnen „wären, die “ihnen übertragenen Functionen
anzunehmen. Der Erstcjetfaxnnre ist “am 22steti d. nach Pw“:'n--
hidres' in Frankreich abgereist.“ ,
„Von den sechs ONinisrern, die sehr des „Königs Kabi.-_ n'etsrath bilden , find zwei in den südlichen Provinzen gebo- ren. Diese beidenScaarsniämr'er werden nun, auf den Grund einiger in den Zeitungen erschienenen Artikel, deven Zusam-
menstellung ihnen durchaus fremd ist , oder auch wegen *einix
ger Umstände, mit deren eigentlicher Beschaffcnheéc man noch nicht genau bekannt ist, einer zu großen Geneigtheic für dte Provinzen, in welchen fie„geborcn smd,“ beschuldigt. qu hat fie selbst auf diesen Grund in den Augen der Nord-Neex derländer verdächtig machen wollen und ist so weit gegangen- es ihnen sehr übel auszulegen, daß fie sich von dem auf fie geworfenen Tadel nicht “öffentlich gereinigt haben. Zu-
Évischen läßt sich das Stillschweigen der beiden'ho-hen-Staats- ,
eamten sehr richtig daraus erklären, _daß fie die ONehkbM der Nord- Niederländer für verständigt und erfahre"? Legte halten, die von selbst begreifen werden, daß unter den schw“- rigen Umständen, in denen [?ck die Verwalxung dermalen ,be-
Hauptquartier und ga- „
Die Mareehaussee- "
. Es geht hieraus hervor,“ daß in Lüttich die Anarchie immer mehr überhand nehmcz
,x
2105
findet , nichc-Allcs zur öffentlichen Besprechung geeignet ist; daß der König, in welchen alle aufrichtigen Niederländer mit so vielem Rechco das vollste Vertrauen sehen, keine Verrä- ther in seinem-Rathe behalten würde, und daß, während man die zwei großen Abtheilungen des Reiches als von einander geschéeden betrachten will, es “doch nicht unzweckm'äßig ist, jede dieser Abtheilungen in des Königs Rach vertreten zu sehen.“
„Durch Kdnigl.-Beschluß vom 20sten d. isk angeordnet, daß der freiwillige Eintritt in den Dienst derJnfanterie-Re- gimenter durcb außerokdencliche TNittel befördert werden soll, und find zu diesem Zwecke «von dem Gencral-Direktor des Kriegs-Departements die uöchigen Maaßx'egeln getroffen wor- den.“, Auch wegen der gewöhnlichen Anwerbungen und der zu be,- willigcnden Handgelder undZUlagen haben, dem 0 b i g e U B l a r te zufolge, die kommandirenden Offiziere neue Befehle erhalten.
Am 24sten d. ist der Minister des Innern mir der Cen- tral-Scction der zweiten Kammer der General-Staaren von 11 bis halb zwei Uhr “än Konfcrcmz gewesen, um die von den Sessionen aufgeworfenen Bedenken, hinsichtlich der vorgeleg-
....„ „"...-«., .-.-...,... “..“ _., -..-*......
ten Fragcpunktxe wegen der Nothwendigkeic eincr Aenderung ;
der National-J11stétucionc:1, in Erwägnng zu ziehen. Man vornimmt, smd jene Bedenken sehr weirläufrig, und ha- ben mehrere Mitglieder in den Prorokolien ihre Berncrkungm aufnehmen lassen. Heute Wikd abermals eine Konferenz zwi,- scheu dcm ONim'ster des Innern und der Central-Seccion
1 Uhl? “sämmtliche Sectéonen zusammentreten. Dik- Ro tcer d am sch e Co u r a nt enthält Über das, was
seit dem 23|et1 in Brüssel vorgefallen ist, Auszüge aus Pri-
würdig eyschiencn, da?""; fie jedoch für die vollständige Richtig- keit derselben nichr einstehen kötme. ?.Zsken“, heißt es darin, „ist aus dem Laekener Thore ein starker AUsfall geschehen, der durch die Truppen des 5cen
„DLZ OJTONJCUS am ' " . -' len i“? “ekt an Bord der Frecact-z „Eurydice“ ebrachc / c
Wie :
mixtags hörte inzwischen das Schießen auf, undz-man'jver; nimmt, daß in jener Abtheilung der Stadt*die Bürger mit dem Pöbel und den Lüttichern im Kampfe begriffen .Wa- ren , und daß man aufs neue angefangen habe, zu par- lamenrirem. Jemand, der hier vor einer Stunde aus Schaer- beck angekommen ist , berichtet , daß ein Priester aus Brüs- s'el bei dem Prinzen erschienen sey und flehenrkich bei Sr. Königl. Hoheic um Gnade für die Stadt gebeten habe; der Priester hac fich eine halbe Stunde bei dem Prinzen anfge- halten. Späcer hörre man zwar wieder aufs neue den Ka- nonendonner, doch wird dessenungeachket versichert, daß eine Capéculation seitdem erfolgc sey. Man erzählc auch, daß der Kommandant der »Meuterer, Herr v. Hooghvorsk, gefangen genommen worden, und daß man den bekannten Herrn Vle- minckx in Gent arrccirc habe.“ _ „Man vornimmt“, heißt es in der Rotterdamschem Courant, „kmß dée (in der obern Stadc befindliche) Bank von Brüffel von 54") Bürgern, gemeinschaftliä) mit dem Mi- licair, bewaxhc wird; héeraus :| deutlich zu ersehen, daß zwischen den wackern- Einwohnern dieses Stadtcheiis und der OJTtlxcair-WaM die onkommenscs Einrrachc herrsche. _ Der
' Gouverneur von SÜd-Barahanc, Herr van da“.“ Fosse, ist,
Regiments unter dem Obersten Schenofk'y und d-urch, eine Z halbe'Barterie „reitender-ArciUerie Unter dem Premwr-Lxeute- ;
nant Constant tapfer zurückgeschlagem wurde und sogleich einen ernstlichcn Angriff auf die Stadt, der gleichzeitig ge.;eU das Laekener und gegen das Schaerbecker Thor gerichrcr war, zur Folge hatte. Das erste scheint man mxr angegriffen zu ha-
welches der eigentléche AngriffSpunkc war. Die Häujer auf den Boulevards waren mic bcwaffnetem Volke bexeszt, doch brachren dix; gegen dieselben gerichceten Kanonen, die bereits um 7 Uhr JNorgens zu feuern anfingen, das aus den Häu- sern 'auf sie gerichtete Feuer sehr bald zum Schweigen, und die Truppen Orangen darauf muthég' in die Rue Royale “ein. Ein dem Heym OJTeeus gehöriges Haus in dicker Straße, aus "welchem gefeuert wurde, ist durch die Artillerie beinahe ganz niedergeschoffen worden; auch mehrere andxre Häuycr in dieser neuen Straße haben ein gleiches Schickyal erlicken. Auf der Place Royale und im Park muß man aUch auf vielen Widerstand getroffen haben, doch haben daxelhsr, wie man vernimmt, die Bürger den Truppen bkxgestanden „"und selbst aus ihren Häusern auf den meuterijchen Pö- bel geschossen. Alle Ausgänge 'auf der Place Royale wur- »den sogleich mit Geschütz besetzt, aus" dem man ein heftiges Fener auf die untere Stadt eröffnete. Am 24sten hac das Gefecht den “ganzen Tag Über gedauert und ist erst am Abend eingestellt worden. Freitag (25.) Morgens hat maxx wieder zu schießen angefangen und “Den ganzen- Tag aus 1chwerem Geschükze-ge.feuerr. Des Nachts wurde nicht gefoch'cen'; doch am Sonnabend begann die Kanonade wieder, die man erst einstellte, al-ss die Abgesandten des “Hrn. v. Hooghvorsk in das Hauptquartier des Prinzen Friedrich gekommen waren. Was darauf-erfolgt ist, weiß man nicht; doch erfährt man„ idaß ein Adjutant des Prinzen, der am Sonnabend um zwe: Uhr Nachmittags von „Bküssel abgegangen ist, die Stadt noch in vollem Kampfe begriffen verließ. Man erzählt,_ daß der be- kannte Juan va'n Halen, der unter dem Spanijchen General Mina“ gedient hat, und der ehemalige Franzöfische General Miléner, die beide seit Zahrew eine gastfreie Aufnahme in Den Niederlanden gefunden, die *Rebckle'n' angeführt haben.“
Ein heute Mittags erschienenes Extrablatt zum Alge-
meenen Handels; Blad enthält Folgendes in einem Schxeiben aus Vélvorden vom 26. Sept. Nachmittags um ZUhu: ,',Se. Königl. Hoh; der Prinz Friedrich befindet sich in Schaerbeek; dieVorposkcn der Na-tional-Truppen und die schweren Geschülze find im Park und auf der Place-Ro-
yale, beinahe in derselben Position als vor drei Tagen, auf; .
Ysteüt, Heute früh hörte man hier wieder Kanoxxen- und ombardemencs-Fcuer. Ein Theil der aufrührerhehen nie- dxrn*Stadr ist niedergebrannt, und auch heute früh schlugen “d'? Flammen “wiede"? aufs “neue empor.- Um 10 Uhr Vor-
als alle geselehhe LlUroncäc in Brüssel nmgestürzk war, von dort cntfiohcn Und 1511 Mchln Mgekoxnmen, -- ZU Antwer- pen ist neuerdings ein Hanse von Gefangenen angekommen,
Über jene Fragepnnk'ce stattfindet:, und soUen alsdann um : die meistens der niedrigsten Volksklaffe av-gehören und zum
3Mc'm ließ sie . nach- berüchtigte
Theil aus unerwa-Chsenetz „Burschcy bestehen. aNf-angs auf der Börse bivvxmkirxhn, von wo sie der (Zitadelle gebracht worden jmd. Der
vacbréefen, von denen sie sagt, daß säe ihr als höchst glaub; ; Dücpecxayx, der nach Vilvorden gekommen wax“, um die
"Bedingungen eines Waffenstillstatidcs so wie das Ein-
rückMs ciner bcstimmken LsUzahl von Truppen méizuchei-
worden. - Zn Antwerpen und in Gent herrschr. fortwäh- rend dic größc-z RUhe. »" Aus dem Lager des General- Licutenanrs Corr Heilrgcrs (hei Mafiricht) sind Tkuppen nach Löwen mathrk, um die Stadt einzusckxließen. Die auf der Straße nach Lüttich- aufgefrellteu Vorposten dieses Armee-Corps, sind bedeutend verstärkt worden. Die große Cicache von Lüccicl) enkhälc Uéxter dem Befehke des Gene.;
"ben, um die Aufmerksamkeit yon dem [eßcern abznzichen, „. rals Van Boccop eme Besakzung von 2000 A*.kann, die ans
Befehl kvarrec, Um nöki)iz.zcmfal15_gegen die Stadt zu «given. Amtlichen „Berichten znfvlge, hac der General Howe hte ge: setzlichen Behörden von Mons wichst: hergestellt, und es wird daselbst kcms andere Fahne als die Niederländikche mehr ge- sehen» “2er Posten sind aussMi-rßlich vom Milkcaér besetzt, und die Bürger tragen keine Waffen. mehr.“
Sch1veden und Norwegen.
Christiania, 21. SEPT. Im Scorthinge am 17cen d. [che der Präsißenk den Königl. Befehl vor, daß am folgen- k-enTage die Auflösung deffelben statt finden solle; so wie die König!. Pkirtheilung darüber, welche B?]"chiüffe dieser Ver- sammiung Se. “Majestät zu sanccioniren für gur gefnnden haben; zu denselben gehört da:“, Verbot des Nachdrucks von Schrifxcn, worauf Unrerchanen fremder Skaaten ein Ver- lagsrechc befikzen.
Die Königl. Mittheilung über die Aussetzung der Krö- nung der Königin- lautet: „Es würde Uns erfreulich gewe- sen seyn, umgeben von den jekzxr versammejten Repräsénran- ten der Nation, dic'Krönung Unserer hochgeléebten Gemahiin Z. TNajestäc der Königi-n-fciern zu können. *Die-Umstände haben Uns jedoch verhindert, im Laufe der angenehmem Jah“- reszetc dissen Wunsch der Nation zu: erfüllen, und da Wir gnädigst in „Betracht gezogen haben , daß, die von einem:!“ols- chen Falle unzertrennlickzcn Reisen in der Erntezeit, hinderlich für die alsdann vorfallenden dringenden Arbeiten des Land- manns seyn würden, haben Wir gnädigst beschloffen,'_diese Festlichkeic auf eine" gelegencyn Zeitpunkt hinaxxszmejzen, wovon VZir hiermit den Storching gnäd-égst- unterrichten.“
Folgendes isk dée,.Kö,n§gliche Mittheilungx-Über_' die dem» Storthinge gemachten .Vor1chläq-e-.zu vcrschiedenen Aenderun- gen im. Grundgesetze: „Se. JNaj. baklagen, daß-:derch.jcht« versammelte Scorthing des Königreiches Norwegen nicht die'- Rorhwendégkext uud Rülzlich-keic der- Vorschläge „zu- Verbesse- rungen am Grundgesetze erkannt hat , die Se.ck))kaj. aufdie _ im.§. 112. desselbenvorgeschriebene Weise am 26. Februar. 1827 haben vorlegen lassen. Die Erfahrung der letzteren- Jahre hat Se. Majestät noch mehr in der Ueberzeugung be- stärkt, daßdie Paragraphen 17., 78., 79., 80., Zi., 82. und 92. des Grundgeseßes Modificationen und Aenderungen drin- gend erfordern.“ Die wider die Annahme dieser Vorschläge- angeführceu Gründe vermögen diese Ueb'erzeugun'g nicht 'zu schwächen. Für das Wohl des Volkes und keinesweges, um