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zu erklären; ein äußerstxr Enkschluß, ders ick) nur wic Leid- wesestz fasse. . Dx inzwi1chentdie Umßände ihn schlechrcrdings erhetxchen, brtte xc!) Ste, meme Herren, den Einwoymern zu
befehlen, daß sie fick) auf einen Mdnac mic Lebensmichin
versehen. Bald wird eine Depesche hierüber Ihnen die förmliche Erklärung des Belagerungs-Zustandcs dieser Festmtg anzeigen. Nur Ruhe und Stille bei den Einwohnern könn- ten mich bewegcn, die Vollzisdung dicser ssl'EUJLU Maaßrech noch auf einige Tage zu“ verschkcdxx1. chr chxekal-Liexxke- nanc Baron Chassé.“ '
Heure erging folgender Tagsb-echl an das Hesr: „Se. Königl. Hoheit der Prinz von Oranien geben den Tsuppeu zu erkennen, daß die Trennung der: Nakional-Belgier uud Holländer Corpswcise in kurzem startfinden umd Gemeral van Geen erwartec wird, um sie zn“ bewerkstelligen. Die Belgi- schen TrUppen werden in Belgécn und WM Befehl des Prinzen bleiben, Se. K. “:““:- fordcrn demnach die Offiziere, Unrer-Offlziexe und Soldaten ams, in Ruhe die Zeic zu er- warqten, wo diese Maaßregci znr A::sfährung kommen wird. Auf Befehl Sr. K. H. dcs Pritkzen von Oxanien, dcr Graf v. Crucquembourg, Odersc, Adjutant Sr. K. H.“
Die feske Haxcuxig des Milxmirs Oak axxf die'; Hicfigc; Be- völkerung einen günstigen Eindruck gemacHt, UNT) scéc gesxern Abend, wo «m Meckxelner Thore ein Afoauf starkfamd, dei welchem mehrere Menschen getöchc und vcrwundck woyden, ist hier Alles ruhig gebliebsn. Zxxzwtschen rücken die INKU“- genten unserer Stadt immer nähcr, und IFTCCLMLU ist von den Königlichen Truppen bereiks gcräxtmt worde::. Der An:;- fall des bei Lier scarrgefundenen Gefechkes ik? noed uichc bc- kannt geworden. -- Hier“ in der Scadc iss die B-rcwancer Fahne zwar noc!) nicht aufgesteckc, dock) wird bcroßcs von mehrerch'inwohnern dieBradanter Kokarde gekraazem Man glaubt nicht, daß unsere Stadr, falls die Brdffckér his? er- 1cheinen sollkcn, diexen einen dssondern Widerstand dieren werde. Bereiks sind zu Kandidcxtcm für den Narionax-KOU- greß folgende Per]onen hie? erwädlc worden: H. Cogels, P. van den Rest, V. Serruys, Cassiecs AWH, van den Ho- vgn-Vorluysen, Claex; (Advokac), Vcrmeulcn Ogsz (Advokar) Verduffqt) und de „Haan. Aljgemein glaubt: man, das; die Hollat1d11chen Truppen bald zrxrÜÉqeßhickt werden dürften; Se. Kömgl. Hol). der Prinz v. Oranien “fährt énzwéschen fort. em Belgi1ches Heer zu organisiren.
Gent, 17. Okt. Dem Journa'. des FLÜUÖL'LS zu- folge herrscht jeßt die vollkowmexjste Eintrachc zwischen der hiefigen Bürger-Garde und dem Pariser Freicorps. Der Oberst v. Pontécoulant soll sick) ganz besonders um die Auf- rechthaltung des guten Vernehmens verdient" gemacht und un- ter Anderm die hiesigen Arbeircr von der Errichtung einer Barrikade gegen die Bürger abgemahnt haben. Um die Spri- lzenleute für fick) zu gewinnen, l)ac er sich bei ihrem CNPS als Gemeiner eiyscbreiben lassen.
Eben dieres Blatt sagt, daß in dcr Nachr vom 14. Okt. ein Versuch gegen das Leben des Hrn. von, Cop- pens, Commissairs der provisorischen Regierung, gsmachc worden sey. *
„Nachdem“ gxskcrn Abends cin lebhaftes Gewehrfxxuer zwrdchen der Bexalzung der Citadeüe Und dem Pariser "FWT- corps stattgefunden, wobei von dem LeßtewnPWhrcre VRO- wunder worden, sollen heute CapirulaciMs-Uuterhandlungen angeknüpft „worden seyn. ,
Brüs1el, 18. Okt. Unsere [)eufigen (das Dacum vom 10ten ck_agenden) Blätter enthalten die (vorgestern von uns m:rgecherltx) Proclamarion Sr. Königl. Hohexc des Prinzen von Dramen, und das Journal de la Belqique giebt zum bessern Verständniß derselch eincn Wieder-Abdruck der da- rin erwähnten Prociamation des Prinzen vom 5tcn d. 932. (Vergl. Nr. 285 d; St.-Zeit.) '“
Sempsr und Campenhout smd gestern von den Königl. Truppen derlaffen worden. “
Von Alost ist gestern eine Frei-Compagnie nach Gent aufgebrochen.
, Man will hée-r wissen , daß die Citadel-le von Genc be- mts kapitulirc habe.
Der Obersr-Lieutenant- Niellon und der Kammandant der L_dwener Bürgergarde, Deneef, smd mit ihrer Truppen- Abthetlzmg jn Lier eingerückt. '
Dm mr_c Entwerfung einés neuen Grundgesetzes beschäf- tkgtx Kommtsfidn 1"th ihre Arbeiten fort. Das monarchische Prmzw, so wre die Errichtung einer erblichen Pairs-Kammcr, ist WHF derselbendanerxScmnt worden.
* „ (: gegen en teuerbecrag, dessen -* ahlun ua der ersten Bxsktmmung der provisorischenRegieermg fügt: dieYand- gemeinden als Bedingung aufgestellt War , um an der Wahl
besagte Regierung ück) dadurck) veranlaßt gefunden d' , _ n: 'n Stsuerbetrag odcr Wahi-Census um dte Hälfte [)eradzusekzsebn.
den. 2) In der Provinz Limburg Z.;") Gulden. 3 ("n der Provinz Lüttich 37 Gnidexx 50 Cents. 4) Zr“- Ost ;)FlZUdern
gun 50 Gmd.
deU IZM, udn anf dex“; 8. Ndvbr. fesfgeselxoc,
Y_Zycrr Gendcdéen isc neUsrdings m einer diplomatischen IJTiFFtdn von häer abgereist. wixd Herr" Kockaerc, erstsr Präsédcnc dcs Hicsigcn Gerichts- hofes, tm „Zustiz-Comiké den Vorsitz führen. Unsere Blätter
iHm von der. provisoréschcn Regierung übertragsne Prästdium dieses hoHe Läsmc einzutreten.
nichr zU Stande bringen komme, da wohl Se. Königl. Ho- l)_etc dcr PrKinz von Oranien, nicht abox uncl) (Je. Königl.. IYOWT der Pxinz Friedrich, mir den gemachten Vorschläge:?- stcl) cmkverskanden zeigte. -
* Luxrrick), 19. Okt. Es ist Herr Charles de „Bron;- ck€re, eyemalinr ArcilZerie-Offiziek, der zum Mélitair-Kom- wandanten [[»]-“:rer Provénz c-x'natmk worden ist. ZUM Prä- WMW: des !)éoßgcn Obcr-Gex'échcslwfds yar man Herrn P O. Nicola!) ernannt.
Deuksebland.
. “Dresden, 20. OS?. Se. Kßni l. OJTa'erät und de?- Prir:zen Miröegentcn Köanl. Hohcéc [)Zben sighsgnädigst be? wdgen gefundexx, den Konferenzminißcr UNd Wirklichen Ge- heatmenrqu), eriyerrn von Manteuffel, unter EnthedUng voxr scmer dtshejrigen Function als Präfidenk des Geheimer; Fix. na„nz-Koxlegrum-Z UNd dem damit verbundenen Beéfiße im GSF". [)ecmcu-MaLZZ-e, zt; Höcdsédero Gesandten amDeucsÉhen Bun- NSWF szßxéank'xudr-cßam *))?ahén zu ernennen.
* er 0 ; un «Justizrat und eicheré er Ge eim * '- fdreadar, wk. Maximilian kacherz, ist zZm GLZCÜUZL Ye?- lztnetsraxh zxnd der Hof,- und Zustizrach, Karl Friedrich- Schaax-„jch1mdt, _zum Geheimex: Referendar ernannt worden. „Dre Uncexßuchung gegen die hierselbsc „bei den kumul- tudrt1chen Z(juxcriccen verhafceken Personen geHc rasch vor- waxxö und rst gegen mehrere bereits becndigc. Gegen drei. dcr'xeiben :| auf Zuchfhaussxrafe, gegen nenn auf Gesängniß, uach Verhälsniß ihrer Schuld bis zu sechs Wochen erkännc worden. Dagegen find auch viele, in Ansehung deren cin: Verc-zzckxk fix!) nichr begründete, der Haft wiederum entlassen. thpth, “21. Okr. Die lekzte hiufig“, W?Waelés-Messe' war emexdcr merkwüxdigsren, welche man jemals hier erlebt" hat; Aux" keiner unjerer vorigen Messsn sal) man so viele Ortencalen, (Griechxn, Armenier Uaad )eldsk alte Meßfreunde'“ axts Prody,_ Warxchau mad MoSLau; aber sie- brachten we- nrg Geld mcc- und desto mehr Wechsel, besonders auf Wietr u. s. w.,_ wetl' see auf der Reise, zu besseren Preisen als- sonst, Geld, m der Messe hier zahlbar, hatten kauken kön- nen. Das. war eine na!:Ürlicbe Folge der ungewissen Zeit, wo Alles etYr, baar Geld zu machen; den guten Leuten [Zuch- tete aber mehr ein, daß eben daher die Wechsel in Leipzig“ schwerer umzusetzen seyn wÜrden, was ste hier denn bald er;- fahrer), da ste- früh eintrafen und rasch zu kaufen anfingen,- aber thre Papxere witen los werden konnten, als beT einigen. alten Bekannte'd unter den Verkäufern. Diejenigen, die nun- unter der Bedmgung des Kredit5 oder der Abrechnung durcb angxnommenee_Wechsel verkaufen konnten oder wollten, haben- gxoße Geschasxe _gemacht und theuer verkauft. Die Fremden,- dte ÜÖ'KWÖU m Wien zutrauten , reisten mit der Eilposk nach Wten,“ verschafften sich dort haar Geld oder solche Wech- sel, die man hrer diskonciren wollte, und kauften dann starke Massen von Waaren. Die Andern mußten , ohne ein'" Geschäft_ge1na_cht zu haben, zurückreisen. So unglücklich aber dte1er Zufall auoh ist, so erhellc doch daraus, wk: sehr der Geschmack der Emopäiscyen Fabrikätc, die ße zum Theil- etgens bestellen müssen, in der Levante, im innern Asen,-
o.-
der Daputirten zum National-Kongresse Theil nehmen zu
mw in Rußland zunimmt. Im Ganzen ist sonach all'erdingö-
können„ véexfadhe Reclamatiotwn erhoben worden, so hat die
Um Wähler seyn zu können, gcm'xgt es demnach, wenn ein Ecnwohner emcr "Landgemeinde an direkten Steuern folgende Quocen bezahlt: 1) Zu der Provinz SÜd-Brabanc 50 Gul-
75 GUM. 5) In WeFk-Flandern 7.3 GUld. 6) Im Henne- (» . -7) In dex Provinz Naméjr 25 Guld. 8) «zu derProvenzAnrwcrpen37Guld.50 Cents. Dahiernack) cine Refoxm dcr Wayl-Listen „nöthigisk, so ist die Schließung diescr LÖ- sten bis aufdet1Zx.Okt. hinausgeseßt, und die Wahken selbskwer- den erst am 3. Ndvbr. ihren Anfang nehmen. Eben so ist hiernach denn aus:) die Cröffnmxg des Ncarional-Kongrcsses, statt auf
Während seiner Abwesenhcél:
erzählen, daß der Leßrgenannre sich lange Zeit gewsigert, daI.
de;; Gsxixhiksdofcs anzunehmen, und nur durch die dringende» Oxrtcn Hemer zahlrerchen Freunde bdwogen worden sey, M,
Herr Dükcpoxédux isc «us Antwerpen zurt'xckgckommen, wo- er, ww es [)etßr, dte gewunshce ?[U-öweMcLUng der Gefangenen.
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von den Haupthändlern sehr viel verkauft worden, aber die Mehrzahl derVerkäufer fand fich sehr unbefriedigt, und viele Deutsche Einkäufer erschienen a'as Besorgnisse wegen der Zeitverhältniffe entweder gar nicht, oder kauften sehr wenig. Das Ende der Messe ergab zwar weniger Falliffemente, als man erwartet hatte, aber leider doch mehr, als man ertragen konnte, denn alles Zutrauen der Kaufleute und Banquiers unter einander isi jekzr sehr problematisch! Dennoch wurde sehr viel wollene Waare verkauft, aber bei aller Güre dersel- ben zu niedrigen Preisen. Die meisten Verkäufer in der Messe waren wiederum Preußen, woraus sich die steigcnde Fabrik-Jndustrie “in Preußen, besonders aus dem Bergschau, darlegk. Die Englischen “Fabrikate fanden einen sehr bedeutend geringeren Absalz, als _in voriger "Herbstmesse. Nach dem Orient ging weniger Seidenwaare. -- Dcr Diskonto war ofc Über 10 PWWUT.
Spanten.
Dcr E:“;glische Courier enthält folgendes PrivatscHrei- ben aus Madrid vom 4. Okt.: „In der vorigen Woche kam von Cadiz; aus innerhalb 50 Stunden ein Courier hier an mic der' Nachrichc von der dort erfolgten Ankxmfc sines Fran- zösschen E5chiffes mit aus Frankreich kommcnden Spanischen Emigmnten, welche von den Bewohnern auf dasfrem1dlich|e aufgenommen worden wären. Es hat fich aber seirdem aus- gewiesen, daß die Person, die den Courier adfercigce, falsch unkerrisdrec gcwescn; das wahre Sachverhälcniß war, daß das Erscheinen eéncs Schiffes mit dreifarbiger Fahne ledig- lick) durch den Reiz der Neuheit die Eimvohner von Cadiz; in Bewegung gesetzt hatte.
-- Das geUannte Blatt giebt auch ans einer Mor- gen-Zeitung ein Schreiben aus Paris vom 17cen' d.M., wo- nach dort aus Baydnne die Nachricht eingegangen, daß der Gemeral-Valdez, einer der Häuptlinge der an der Spanischen Gränze versammelten consxicucionnellen Spanier, mic sekner Abtheilung nach Vidno vorgerückc ist und von da aus um term 1Zten d. 'M. eine aufrähreriscbe Proclamation erlassen habe, in welcher er namentlich die Spanischen Soldaten zur Desertionundzur Theilnahme an seinem revolutionnaircn Be- ginnen aUffordert. -- Der Courier: äußcW in dieser Bezie- hung, daß durch eincn solchen Einfall ciner HaUdvoU Insur- genten in Spanien zwar allerdings neue Drangsale für die- ses Land verursacht werden kdrmken, “sonst aber gewiß kein weiterer Erfolg für die Pläne der Erstarren zu erwartcnstehe. „.Wir finden““, sagt derselbe, „keine besondere Anzeige, daß 'die Spanische Nation mit der jetzigen "Regierung unzuxriedcu sey; man kanu nicht umhin, zu gestehem, daß Leßtere ganz so libe- ral isk, wie die Beschaffenheit des Voiks es zuläßt. Ein sol- cher Bürgerkrieg wird deshalb durch nichts gerechtfertigt, und
wir müßten denselben um so mehr bedauern, da wir glaubeU, '
daß es nur noch wenig Zeic bedurst hätte, um alls vernunft- gemäßen Hoffnungen der Freunde der Unabhängigkeit zu er;- füllen, ohne daß die Nahe des Landes gestört werde.“
“J U [ :x: n d.
Berxlin,“24. Okt. Aus Düsseldorf vom 14. d. M. wird gemeldet: Gestern Nachmittags ging das schöne für die Preußisch-Rk)einische Dampfschiffs-Gesellschafc zu Ruhrort durch die Werkstätte der guten Hoffnungs-Hütce erbaute Dampfschiff, nach einer, dem Vernehmen nach, ganz befriedi- genden Probe-Reise, hier vor Anker. Heute Morgens bestie- gen daselbe Se. K. H. der Prinz,Fricdrich von Preußen, unser Regierungs-Chef-Präfidenc Hr, v. Pestel und mehrere andere hohe Personen, welche einer kurzen Prowaahrt stromauf- und abwärts beizuwohnen und dem vortrefftichen Gang? des Schiffes sowohl, als der äußerst reichen und exe-
anten Bauart und herrlichen innern Einrichtung„ ihren vollen &cifakl zu zollen gcruhten. Das Schiff fuhr alsdann Abends um 5 Uhr wieder zurück nach Ruhrort, wo die letzce Hand Zur gänzlichen Vollendung an dasselbe gelegt werden wird, um innen 8 bis 10 Tagen an seine Bestimmung an*): den Mit- telrhein abgehen zu können. Es verdient bemerkt zu werden, daß an dieses erste in Rhein-Preußen erbaute Damyfschiff nur Erzeugnisse der vaterländischen Industrie verwendet worden md. *
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Kaspar Hauser.
Der unter diesem Namen bekaztnte Jünglin hat durch seine außerordentlichcn/ 1a etnzi en Schtcksale die An merksamkeit nicht nur vqn Deutschland, son exn auch von Europa auf sech czogen. Mm L| Mt Recht erßauxtt gewesen, daß so etwas, a s * allen, Nachrtchtcn zufolge mtt thm bts zu fernem Erscheinen auf dem
Markte von Nürnberg vorgegangen„ nxßttcn in der civilisirtcn Welt hat geschehen kdxmcn. Dcr Schierer, Welcher über die er- ßen vierzchü Iahrc scmcs Lebens gezogen worden, ist bis jetzt so “wenig gehoben, daß man nyr von ehm selber weiß, wie seine Be- handlung von der cxftcgt Ktndhcix an aus" allen „Bahnen gewichen, und maxt darauf hm ncl) bcrcchttgx sehen, mußte, zu vermuthen, es habe trgcnd eme großeMiffcthat réck) dahtnxcr zu verhüllen nöthig gefunden. Was denn dtcse harbarischc Wczsc, wie man mit ihm verfahrxn, bcwndcrs merkwürdig und fü? dcc myraltscye Seelen- kunde mtcrcffant macht, tft dcr Widerspruch zrvtschen Wéllc und Gefühl in denen_ , welche sic!) in dcr'NothweUdigkeit bcfandcn, ihn in dieser Wers; den Augen der Welt zu cntzichsn. Die A - sicht war wohl, sczn DasCYU zu Vcrhdimlichcn, mochte dies auch die Folge habcn/ thn phynscf) und gctftig zu verderben, oder die Natur zucht solchen Anstrengungen dex“ Bosheit unterliegen und scinemLebcn cm Ende machen. Da indcß diescr Haß weniger gcgen, ck11, als nur gegen sxm Dascyn gertcht und dieses, mehr rür cw; Unglück, als ,für „scmc Schtexld anzusehen war, so tsi an- dcrcvsctts dic Mcnsclckltck)kctt dcs Gcfuhls mcht zu verkennen, wel- che es trotz der bcftändigsn , angstveoilcn Flucht vor ihm und der schweren Last Mit thm cs nicyt uber sack) hat erlangen können, seinem Leben auf dem kürzesten Wege ein Ende zu machen , son- dern, da aus Ucdcrdruß so langwicrtgcr Obxorge und bei zunch- menden Jahren des Eingckerkerten ' das (He eimniß nicht länger mehr wohl :: vxrbergen war, nun, um ihn auf cmma[ los zu werden, ihn zu!,cizt cincr .Ocffcntlxchkcit preisgab, welchc geexen seine früycrc tiefe „Verborgenhctt eincn auffallenden Abskéck) macht. Die Wahrhcrt desen, was, fernen dürftégcn _AuIsagctx nach, bis dahin mit ihm vorgegangen war, ward durch scene ganze damalige Erscheinung bestätigt, so daß diese die an ihm begqn- gene _leéblichc und gxéskége Vcrkxüvyelang nur zu sehr bcwtes und selbst in den vorxéchtégstcn Bcurthcélckn cin Bcrdacht gegen die Wahrheit seiner Ans'sagen - wohl aufkommen, abcr srck) nicht behaupten konnte. Verdacht und Mißtrauen ck bei der gegen- wärtigcn Bildung der Welt, so oft src!) e_twas Anßcrordentlcches in ihr vcgicbt, das erste , was _ck den Gcmäthcrwzu„entstehen pflegt; es ts das, wa; jeder Vcrständigc und Scharfnchttge Yllenx cntgcgcnscizt, was] tick) dcm Wyndcrbarcn nädcrn will: htcrbct liegt einerseits zu Grunde das löblécHe und wohl begründete Be- streben aller Krétik, dle Wahrheit aus dem Mccrc von Jrrthü- mern hcrquszuhcbcn, womit déc Lügcnhastigkcit mxd Lcichtgläu- higkeit src umgécvt, nichts Unbcwicscncs an nck) kommen, nichts gcxtcn zu lassen, was, ohne crkankt und begrtffxn zu seyn, sick?- für sécl) geltend machen und behaupten wrll. "Sind “Zweifel,- Verdacht und Mißtrauen also da:; crße, wo- mit fick) auch jede Erzählung vowKaspar anuscrs Geschtchte an- hört, und insofern etwas aligcmcm vorkommench, auck) wohlbe- rcchtégtcs, Weéé dadurch aich der Weggcbahnk Mrd, früher oder
später himcr dic Wahrhctt „zn kommcnz so ist der Zweifxl doch anderersxtxs selbst zu bezwcxfxln M ferner Nothwendt fett und Nccbtmäßtgkxxt, und das Mißtrauen selbst zum Gegen! ande, des gerechten ?)Nxßtrattxns zu maclxcn, wenn dadurch nichts bcwresen und aufgekl_a*rt, vtclmchr gcgen bcßßmmtc Thatsachen derstoßcn wcrd vxnd dxc darauf gcgründcte Versuchcrung doch nur cm Vor- und mch LU) End-UrtycilU. „ “_
Es rst dresdcr Fall mat einer so „eben crschtcnencxt Schrtft untcre dcm Tttcl: Kaspar Hauser, mcht unwahrschcrnlttch xm ZBctmchr, dargestellt vom Polizeirath Merker. Berlm bc: Ruk- cr. 1 30.
Was bis jetzt_übcr K*aspar Öauscynäckxst einigen Zeitungs- Nachxtchten dffcntlxck) bekannt war, ist Dtc klctne sehr lesenswerthe Schreft von Hanfsicngcl: Sktzzx der bis jcßtbekanntqn Lebxns- momente des markwürdégca „Fmdltngs KasparxHauscr m Nurn- bckg (Kempten 1830), und c'tn, ganz intercssantex Aufsatz des Hrn. “von Ptrchz vom Hrn. thmtxtal-Dircktor Hxßtg bxkannt ge- macht. Borde Schriften smd m „der gegenwärttgcxt wrcder abge- druckt und durchgängig nur mct Glossen, chtfeln, Fragen Vermuthungeq , Folgcrmsgcn g„ s. f., wclche zeulekzt no, emma! alle 111 einer ausführltchen Axtmcrkxemg knletck) wn- dcrhoxt werdcn, begleitet. Alle Nottzcw uber dtcse „noch sehr tm Dunkeln liegende Begebenhctt“, wre de';- Hr. Verfasser ste nennt, wcrdxn von ihm so gewendet und angesehen, daß se dgs auf dem Tttél angeführte Resultat eben. Je herber xmn dtcscs- Resultat tü, und je mehr txl) osx bck agetx muß, dctx metner Ueber eugmxg nach schuldlosen Jünglm als emen Betruger vor dxr elt httxeskellt zu_sehcn, welches, chtcksal von, allen, seiyen btttcrn Schi salcn gewrß das bttterfte tik, und je wcncger ich wxm- schen kann„daß in dem größeren Publikum fich em so„unbegrun- dqtcs Urthetl uber ihn htlde, nxn so mehr unternehme tch es, wo- mgfkens auf das" Schweerkgc etnes solchen Urthctls aufmerksam zu machen., Am Ende scmxer Schrift antwortet dex Hr. Perf. sxlbft auf dte gercchtc Frage jedes Lesers: „Aber wer M der Find- lmg, und was konnte er bei einem Betrage beabfickxtigen, wenn mgn auch annehmen wollte, da ein solcher von tbm getrtebcn w,»:rde? Dies fragt man mit Nc t;“ Folgendes; „Schwcxdürxtc dtes v„tcl1eicht selbst denjenigen zu beantworten wcrden, dté Ge e- genbcnc haben, die Untersuchungsaktcn mit Sorxxfalt durcb ebfä Ln können. Ohne genaue Kenntniß der Verband ungen ers ei
ke Acußerung jeder Vermuthung etwas sehr Gewa tes.“ SIZ. Aber der Voryéde nach ist scbyn Ach entschteden. „ as Erschei- nen Ka"par “Hausers in Nurnberg erregte schon lqnge meme Aufmer amkcit, und indcnx tch dem Gange dcs vermemten Phä- nomcns folgte, bat ß'ch mtr cmmcr mehr die Ueberzcugung eines
' vorliegenden Betruges aufgedrungen.“ Wir vermissen billig gleich