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Departements dcs Indre und“ der Loire alsbald wiederHcrge- stellr worden.
General Lamarque ist am Listen d. in Angers eingetroffen.
Die Herzogin von Gontaut, Gouvernante des Herzogs von Bordeaux und seiner Scdwesrrr, ist aus Engiand hier atigek'oénmrn, wie man glaubt, um ihre Privar-Atigrleqetil)ci- ten zii ordnen und dann zur Königl. Farnilie iiach Editiburg zurückzukehren.
Die bisherigen Prämien auf den Stockfisckrfang smd durch eine Königl. Verordnung um 1 IJZiUidn erhöht worden.
Großdriränien Und Irland. London, 23. OLT. Cin Korrespondrnk der Timer: thrilc die Skizze eines Planes mir, dcm Mangel an Kapi- talien in Irland abzuhelfen, und dir dasigr Bevölkerung orme Einführung von ?irmen-Gcsckzen zii brschäfrtgrn. Es wird Uiirer Atiderixm vorgeschlagrti rim: Lißgade auf Lärrderrirar zU saßen, wir “in dcn Vercimigtrn Staarrn, urid dir“,“e zii “Bcr-
bcsserimgen im Zniicrn, wir Kanäle, Eisenbahnen, giire Hri- *
fenpläkze U. 1". w. zii verwcndrii, und dadurch 50(ck,000 Meri; schen zu beschäétigen; ami) sollen rim den 5 JFiiili-snrn bruck); lirgenden Acres Landes "3 Miliionrn kultivirr rind iu Paidr- gr'irern, jedrs von 31) Acres, ringekHciit werdeii, dir ririe T))?illion I)ieiiscixrn rrnädren WÜTÖLTZ.
Zn Diiblin fand vor citiigcri Taxxrn dcrö Üdléciw jähr- liche »))?iccagsmahl der Freunde Mid Umrerüi'ikxer drr Clondal, kin-Freiscbulc stark,- am welcdem Z-«400 Personen Tdcil mii)- men; auf de:! Galirrirrn [)atrcti si-xi) CML "Menge Dawrxi CM- gefunden. Herr O7C011116Ü, der an .der Tiifel den Vorsiiz haxir, hielt eine lange Rede Über den drrmaiinU Zusraxid Irlands und Über die Proclarimridn drs Herzogs von „Ror- thumberland, wobrier darzusielirii "suchrc, daß irrzrerr drriUri- terthaucn drs Köiiigs cin vrrfas'ungsiriäßigrs Richi r-icdk enrziehen könne; den Beschluß dcrrcibrn mach der TMK: „cine baldige imd voUsränr-ide Aufdrbiiiig drr Umidti“, der Mit dem lauresren Entdusiasmns (UifJMVMMcn wurde.
Arif Baschi drs Herzogs von eriiiizzrdn, als Constribrl des Towers, werden die um den Tower sirix) rckrrumzieickrridcti Ufer der Themse gereinigt und kiefer ngrab-Jn werden, was srit Carl's ll. Zeiten NWT geschrlzrri ist; 'die Arbeiter [)offrn bei dieser Gelegenheit Minzen und sOtkstiIT werriwdllr Gr- gcnsiände aufzufinden, ie fili) drr Sag? U&Ü) dorr drsimdexi oUrn. * s Die in LONDON Hrsirhrtidrn 11)" FrUrr-AffcéiiNWZ..-Geisli- schaften sollen in den lrlzrcn 7Zalrrcn für von ihxirti Zrzcich- Urte Versicherungs;Summen der Regierung «3,380,151 Psd. an Abgaben grzahlc habari. -
zkg'iich in dcr irlzrrn Words haben sick) einizze Besorgiiissc rider d,!-
1 Zr Auslande verschiffr wurdc. los. So lange England der Siapclpiafz fiisc aller in TNexiko * 1 einen Einfriil vori Plünderern aus Brügge befürcßtecc. Die
Dirie Brx'orgiiiß isc gamz grrxiid-
und Brasilien produzirrer edler J.*thalic isl, so ianxze rnéisscn x i.“ “
wtr beständige Brrsck)iffrxiigrn derselben von Hier aus erwarrr:
Bei den in Kent sattfindrndcm UUL'UlMU ist es haupt“- sächlich auf Zerstörung drr Dresckxmascdincn abgesehen; der Spectator macht die ärmrre Kaffe daran? aufmerksam, dci'ß sie gegen diese V)?aschinen am wenixxs'en zu Felde zu zielreti Ursache [)ättcn, da ein nicht iinbrrräcl)riichcr Their *.*-on Kör- nern (“ZZ Procent.) die bei der sousi ZNVÖWLÜÖEU Art des Ausdrrschcris vrrldr'erv gehen wärden, vermdge dicser Ma- schine mehr gewontwn, rind somit riatüriicl) die Kornprrise verhälxnißmäßig billiger grmachr wr'irdrn.
Niederlande._
Aus dem Haag, W.,Okt. Zu der gestrigen Ver,- sammlung der zweiten Kammerdcr Grueral-Staa- tc'n wurden drei von “eiuer „Königl. Botscdast begleitete Ge- sekz-C'ntwürfe vorgelegt. Dcr ersie brtriffc das Bridgec fiir das Jahr 1831, und heißt es darin, daß, da unter den ge- genwärtigen Umskänden die Entwerfung eiiies Etats fÜr die nördlichen Provinzen unmöglich sey, vorläufig die Abgaben, wie sie im Gesekze vom Dezember 18:29 desiimmc seyen, boi,- behalren werden sollren, und dagegen das Gesek v. Z. 1830, welches eine „Abgabe vom Kaffee vorschreibt, nichr eingeführt werde. Fern'er srllen die Ausgaben so weit sie die udrdléchen Provinzen ,angeörn, vorläufig und in Erwartung näherer Bestimmungen auf dem Fußs des Jahres 1830 beibehalten werden. Der zweite“ Geseß-Entw'urf betrifft die Summe, welche im Jahre 1831 zum Ankaufe und zur Abiösimg der _ StaarsiOuidverwaudt werdén soll. Das Syndikat wird er„- “mä-Idklgk, deu eine Summe von --1,750,()00 Gaiden zu ver- wenden. In dem. dritten Gesckx-Entwurf "eridiiid wird dar,- Wf “USUWIW daß die Haupr-Summen der Grundsteuer
Menge edlen “Metaich gräsußrrc, die von l:»ier Miri) drm ; ; wririze an diriem Gefechte Theil genommen, zog darauf nach
für die nördlichen Provinzen, so wie fie für das Jahr 1830 bestimmt worden, auch für das folgende Jahr als Norm die- nrn sollen. -- Die Kammer beschloß, diese Geselz-Encwürfe zum Druck zu befördern, Verwandeln: sch darauf in ein Gcneral-Comicé und ging zur Berathung der Antwort auf die Königl. Thronredc rider. “
Herr Pescacore, Mirglérd der zweiten Kammer für dar; GroßherzogiömriLiixcmburg, befindet fick) dermalen in der hic,- figen “Residenz.
Die Scaats-Couranc enthälc Über das (gestern un,- ter A::rwerprn erwädnre) Gefecht bei Ooscburg in Seelän- disck); odcr Sraats-Flandern einen amtlichen Bericht. Es [)cißr darixr: „.Der Theis der Provinz Zeeland, welcher jen- seits der Scheide liegt, ist aufs Neue durch die Jusurgenten dcs ,benaihdarrcn Flandern yeimge'sucszt worden. Am Mster; Vormittags rrsckzien ein Trupp, ungrfähr 70 Mann stark und QUJCfÜÖFT von einem gewissen Ernst Grégoire, in Terneuzen. Der Lrßcrre, der von der provisorischen Regierung in Brüs- sei den Auftrag [)*Ure, sich in BMZ drs nördlicher: Flanderns zu bririgen, forderre von der srädtiscswn Behörde in Turnen- zrn dercn Amrrk'ennmrg der provisorischen Regierung. Um einrir; LUÖZLLÉWU Unfuge vorzuberxgen, schlug die städtische thörde diese Fordcrimg nichr geradezu ab, sondern erklärtr siii) brrrir, die Unsicher: drr Gérneinde dariibrr erst vertiei)rxia:x: zii wollen, jedoch dürfe keine fremde Fahne aiisIesrccrr * UUÖ kein Eid von ihnen gefordert werden.
„*Die Ztisiirgcnrrn drgnügten sich mm, jene Bcßörde xu zwin;
gsm, eiiie Bcraiiiicmachnng wegen Aufdrbmig der Schlacht- steuer zu erlasscri, wclche abgrzwungene BcArnntmaohung je- dock) von den Einwohnern schr gieichgÜltig aufgenommen wurde, und nackydem er sci) einer kleinen in den öffentlichen Kaisern bcsixrdiiiiwii Summen, so wie einiger Gewehre bemäch- rigr [)iirre, zog der Trupp wieder iw. Abends kam er in Axel an, wo ÜUf ä[)nliche Weise verfahren wurde, und wo man cbrtifailr; einige Gewehre und Patrorzen sick) aneignete.
ir „;nsurgrnrcxi Übernachteren in Axel, und gingen darauf am MMU Uriel) Hrilsr, wo sie die Gemeinde-Verwultung, wslche 'die provisorische Regierunß, anzuerkemien sich weigerte, ab1"el§tcri, mid W) der Gewahre der Komnmtml-Garde bemäch- tigtcr'. Dieser Trupp schien sich darauf ganz zerscrrric 37,1 [)(KÖM, als cm*: 2211» eine neue Bande von gleicher Stärkr in Yieridykr rrséizir-zi, von wo sie, nachdem se die Fahne des Aufruhrs mifgepßanzt harre, nach Orsiburg zog. Hier fand sic- Fedor!) eiiien muchigen Widerstand von Seilen der ge; w-affnetrti Einwohxirr, die von einer ?ibrhriluug der Garnison des Forts Frederik Hendrik unrersiüßt wurde. Es gelang
, , ! „ ; denselben, die Znsurgenten mir VeriUst von 4 Getödtecen, Im Examiner heißt es: „Seit einiger Zett imd vor- einer Aiizahl Verwrinderen und mehreren Gefangenen ausein- 5 andrr zu treiben.
„_ Unrer deri Gerödtrcen befindet fich einer der "2Tmsirdrrr, Namens J)?ar0chai. Die Truppen-Abtheilunß- YFM» iind wolire sich von da nach Sluts begebrn, wo man
Garnisoéi des Forts Frederik? Hendrik hat seitdem auch eine atiseizmtiiixr Verstärkung erhalten.“
Die Sraats-Coura nr meldet auch: „Der Herr Thorn, der VM dcr Rrgirrung, die sick) in „Brüssel aufgeworfen ha?, zitm Gorwrrneur des Großhrrzogchrims LUxemburg ernanrec wurde, isi am 1.9(011 d. Abends in Arlon angekommen, wo cr vorlänfig seinen Sitz [)reben soll und wo er,'wie man ver- nimmt, Mic Freudenbezeugungen empfangen wurde,“
Die Fest::ng Breda wird fortwährend mehr in Verthei- digiings-Zusimrd gesckzr; die Stadt wird auf zwei Monate mir Lebensmirrelti vrriehen.
Zn Herzogembusck) kam ara 2511611 cin Bataiilon des Iten Regimenres an, welches, wie man vernimmi: nach Mastricbr bestimmt ist. Zur Drckung eines Transportes sind am Wsren 100 Küraistere von dem erstern Orte nach dem lekzterti abgegangen. - Bereits hat man angefangen die Umgebung von Herzoaenbusck), zur bessern Vertheidigung der Festung, durch Oeffnung der Kanäle; unter Wasser zu xeßcn.
Man schreibt aus Dordrecht vom gestrigen Tags: „Den heute aus Antwerpen eingegangenen Berichten zufolge hat der Feind wiederum gestern Nachmittagsunsere Trup- pen in deren Stellung angegriffen, und ist das Kationen- und, (Gewehr-Fcuer bis spät am Abende gehört worden. Von 5 Uhr an hat es sich jedoch immer mehr. entfernt, so“ daß wohl nicht zu bezweifeln ist, daß der Feind wiederum auf allen PUUÜEU zurückgeschlagen und vertrieben worden ist. - Privatberichccn aus Masrrichc zufolge hat die Stadt seit eitiigen Tagen cin ganz anderes Ansehcn'öekommen;
Beilage
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Beilage ziir NiigeMriiieU Preirßischen Staats-Zeitung “E'" 303'
Alles war in Thätigkeik, und die wichtige Festimg in den bescen Vertheidigrmgszustand gebracht worden. Ueber drn Bosch und den Kanal enrlimg waren einige Schiffe mic Heu und anderen Bedürfnissen zur Verrheidigimg der Stadt in die Frstunq hereingebrardc worden. * Um diesen Weg zur ferneren Anfuhr von Lebensmitteln gegen dieAngriffe voti Streif-Corps zu sichern, hat man starke Posten am gaxizen Kanal auf ein- zelnen Punkten aufgestellt. Die Besafzung, die ungefähr 8000 Maxin stark ist, wird auf diese Weise LÖUL lange Bld,- kade odcr Beiagerrmg aushalren können. Auw war er; in der Stadt ganz ruhig, und haben fick) all:: Gerüchte von (Häß- runqen unter der Bürgerschaft nach strenger Unrersiickwng als falsch erwiesen.“
Es ist eine Bekanntmachung des Fixiaiiz-Ministers van Tets van Goudriaan erschiericn, in der es heiß, daß, da für die von der Regierung erdßiirre Anleihe von :).0 YJTilliOticti Gulden sich nur Unterschrifrrn bis zum Belauf von Z,472,51)0 Gulden gemeldet [)ärcen, Sr. INajestäc der König brfohien haben, daß unter Bezeugmig des AUerhöchsien Wohlgrfaüens über dcn Eifer derjenigen, *die jene Summe gezeichnet, das Anleihe-Projrkc zurückgeiiorimixri, urid der gezeichtiece Betrag nicht angerwmmcn werden soll.
_- Drr Altonaer Merkur meidet in einem Sehreiben aus Amsterdam vom 23. Okcober: „Man will_ hier Nach- richt Über Antwerpen iwden, daß von der C'tiglijchrn Rrgie- rung Ordre ziir Eirisckziffimg von 10,000 TNatm auf- zwei KriegSschiffen nach der Schelde gegeben worden, das;, nach Ankunft dieser Truppen in-Antwerpen, eine Erkiärriiig der großen Mächte erscheinen und das Einrücken anderer frem- der Truppen von der Landseite [)er erfolgen würde. Ich glaube hieran fÜr den gegenwärtigen Augenblick nicht, wohl aber, daß man sich auf eine soiche ONaaßregel vorbereitet, denn sie dürfxe sehr bald nothwendig werden. Der dem Herrn van (Gern gegebrneAufcrag, drffcn ick) neuliri) er; wähnte, scheint,. wenn Überhaupt die Nachricht einigen Grund hat, nur ein brditigcer gewesen zu seyn, durch den man auf keine Weise arif“ die [cßcen nachgiebigcn Schritte des Prinzen von Oranien vorbereitec gewesen. Sie [affen sich mir daraus erklären, daß er seine Ohnmacht fühlte und Zeit gewinnen wollte; aber sie wirken gewiß schwächend auf seine Streitkräfte zurück", und er hat mit einem (Gegner zu tk)un, der jeden Vorrheil zu benußen entsrhloffen isc. Antwerprn und TNast-
richc können auf keinen Fall aufgegeben werden; aricl) ist ein *
Waffenstillstand nur denkbar, wenn er von den fremden Mächten gewissermaßen geboten und von ihneri garantirt wird. Wie könnte man auch mit einer providoristßrn Regie- rung etwas mic einiger Sicherheit für die anunsc bestim- men, und noch dazu mit einer solche-:1, wie die Brüsseler, de,- ren Interesse es offenbcxr ist, den gegenwärtigen„Zustand, der den bessern BÜrqern Gewalc anthuc, durch diejelbcri s))?itcrl zu erhalten, durch die er herbeigeführt worden, nämlich durch fortwährende 'Linfrrgmig des Volks, war; denn aucb vermit- telst der Klubs und der Presse tägliä) geschiel)t? Aber das Werkzeug ist ein zerstörendes Und wenn ihm nicht Raum zur Wirksamkeit nach außen geschafft wird, muß es im, Innern verheerend bis zur Auflösung forcwirken. Hierherr1chtder beste Geist unter den höhern und mittlern Klassen. Der König [)at sick) dem Volke der alten Oranier in die Arme geworfen; [)offe_nrlich wird sein Vertrauen nicht getäUjckyc werden. Wen die Pflicht niclit treibc, mahnt das eigene In- teresse. Auch hat die Bewaffnung in allen Provinzen dcn bester: Fortgang. Unter diesen Umständen können freilich die Finanzen nichr gedeihen", und die Fonds bleiben gedrückt.“ .
Antwerpen, 25. Okr. Der General-Lieutenant Chaffé, Kommandant unserer Festung hat Folgendes an den: I)?»- Zkstrac der hiesigen Stadt erlassen: „Hauprquartier Antwer- PM, 24. Okt. 1830. In meinem Schreiben vom 17cen d. h_acte ich die Ehre, Ihnen, meine Herren , anzuzeigen , daß em stilles und ruhiges Betragen der Einwohner mich allein Würde bewegen können , noch einige Tage vielleicht zu war,- kaU/ xhe' ich diese Festung in Belagerung5-Zustand erklärte. Ick Mmeixhelte mir, daß diese Anzeige den gewünschten Er- wlg. [Jaden würde, doch hat die Erfahrung das Gegencheil bewUJLen.“ Demzufolge beehre ich mich, Sie zu benachrichten, daß 1ch_Tie-Festung Antwerpen von heute “Mittag ab in Be- lagerungs-Zusiand scfze. Die Verbindung jeder Art mit Brüssel, Mecheln, Lier und Cent ist nun von diesem Augenblicke an
“HZW'OMU. Hinsichts der Fremden hat man streng die Ver-
füguxngcti des Dekrecs vom 24. Dec. 1811 zu befolgen, und trägt für die genaue Wahrnehmung desselben der Magistrat die persönlichr Verantwortlichkeic. Zch ersuche Sie, m. H., dem Imhc/ch drs Gegenwärtigeii die größtmögliche Verbreitung zu geben.
Der Gouverneur hat den Nord-Niederländischen Beam- ten verboten, nach Hollaxid zUrückzukel)ren, weil er von Re- gierungswegeti drshaid kerrie Vorschrift erhalten.“ Es ist ru- hig in der Stadt. Arif Befehl des General Chaffé sind die Thore geschloffen, ausgcrwmmen die nach Holland [)in. Die fremden Konsuln gaben ihm ihre Besorgniß darüder zu er- kennen, daß die Truppcn auf die Cicadelle gezogen werden mdchten; er anrworrei'e, daß die Stadt sowohl als die Cita- deiie so lange als mögiick) vcrcheidigr werden sollten, und zwar ausschließlich durch Nord-Niederländische Truppen.
Die Belgischen Gretiadicre und Jäger wurden gestern M*orgen mir Urlaubspxisssn nach ihrer erimatk) fortgeschickr, allein die Arifri'ii)rer aiißeryalb der Stadt schossen auf sie, fie mußten umkehren Und wurden wieder in die Kasernen an- grnommen. »
Die Hasen-Arbeitcr werden hisr mic Pikcn bewaffnet, um die Docken zu bewachen.
Die Brabanter Fahne wehrte gesrrrn noch von der Schläch- crr-HaUe.
Dcr Kanonendonner und das Kseingewehrfcuqr werden fortwäßrend sehr nahr gchdrc. Es heißt, daß alle Häuser u. s. w., die in der Festungslinie liegen, geschleift werden sollen. Man sieht einzelne Bauerhdfe in Brand „stehen.
-- Aus Amsterdam schreibc man: „Man schlug sich am 2511» bei Antwerpen schon in den Vorstädten. Die Cita- delle war auf sechs Monate verproviancirr, und General Chassé schien jisi) bis arifs äußerste halten zu wollen. Eine starke Mackxc von Kanonisrscbiffen deckt die Wafferseice. Die „Belgier scheinen “sehr starke Steilungrn im Besiß zu haben.
“Brüssel, 25. Okt. Diirck) eine Verfügung der pro- visorischen Regierung ist festgesrszt worden, daß die (gestern erwähnten) fiir vrrschiedeue Provinzen ernannten kommissa- rischen Vertreter ihrer Macht, unter persönlicher Verantwort- lichkeit besagt seyn sollen: 1) die Wahlen zu betreiben; 2) die Wieder-Orqanifirimg der »))?ilizen zu befördern; 3) soforc
"cine National-Garde zii bilden; 4) für die grnaUe Befolgung
der von der provisorijchen Regierung erlassenen Befehle zu sorgen; 5) endlich auf den richrigen Eingang drr Steuern, auf die Befolgung der ZoU-Geselze, auf Unterdrückung der Unruhen u. s. w. zu sehen. Die provisorischen Vertreter der Regierung dürfen ferner alle Bürgermeister, Schöffen u. s. w. vom Amte susyendcren und haben Überhaupt über alle Be- amten der Provinz,-mic “alleiniger Ausnahme des Souver- neurs selbst , völlig zu verfügen. Ueber ihre Thätigkeit, so wie Übrr den Zustand der Provinz, welche sie bereisen, ha- ben sie täglich, sowohl der provisorischen Regierung als dem Gouverneur, einen Berichc zu erstatteti. »
Unter vielen anderen Individuen, die gestern hier wie- der verhaftet worden sind, befindet sich aach der Franzose Parent,- bekatintlich bis vor einigen Tagen Anführer eines Fret-Corps und, wie er sich selbst bezeichnete, Mit-Sstürmer der Tuilerieen in den'Zuli-Tagen. *
Der Courier des Pays-Bas meint, daß seit zwei Tagen der Gang der Angelegenheiten minder beunruhigend erscheine, indem die Verwüstungen und Plünderungen auf- gehört hätten, 'die Freunde der Ordnung gemeinschaftliche Sache mit einander machten, und *die Büégergarden sick) reor- ganifirten. Alle Meinungen vereinigten sich“, um die Unab- hängigkeit des Varerlandes zu behaupcen , und eine demo- kratische Monarchie zu begründen.
Die Eröffmung der Athenäen und der vom Sraate un- terhaltenen KoUegien is: unterm 22sten Okt. auf den 18ten Oktober festgeseßc worden. Den Cursus für Holländische Sprache und Litteratur hat man abgeschafft. .. '
Um Banééecotcen vorzubeugen , ist neuerdings fiir alle fälligen Wechsel u. s. w. ein verlängerter anulc ?kkheilk worden. “
Einer der in Mons mit Don Juan van Halen festge- nommenen Adjutanten ist der bekannte ])1'. Tramper; “'der andere heißt Isler, Ein Bürger-Gardist von Mons, HM Cadet de Beaupré, hat auf eigene Verantwortlicbkeic, nach,- dem ihm die' Schritte des Generais verdächtig vorgekommen waren, seine Arretirung bewirkt. Als er zu ihm um 6Z- „Uhr
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