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Castelnaudary, dcr General-Prokurator in Lyon, Herr Madier de Montjau; * _
Aurillac, dcr Prokuräwr Herr Bonnefons (statt des Generals Higonet);
St. Flour, der Prokurator Herr Teillard-Nozerolles (stAtt des bei den lesztern Wahlen doppelt gewähl-
' ten Hrn. v. Vatimesnil); „_ _ Moissac, der Divisions-Chef Herr v. Féruxsac (xracc des Hrn. v. Beauquesne); „ Privas, Herr v)on Bernardy (statt des Marques von ' Bc-xms ; Loddve, HEW Renouvicr (statt des Vicomte von la Peyrade); Rennes, HEW Zollivet (statt des bei den letztern Wah- len doppelt gewählten Hrn; Bcrnard);_ . Ploö rtnel, der bereits:]: Rcdon gcwahlce Herr EatYl-grd- * Kerbertin (staexc dcs Marduis von 1,“ Boöjstgre); Figeac, Herr éelpon (starr des Hrn. Syrccys de Mar;- riUléaC ; Roawne, Her.“ Alkock * mit 210 unter 216 Stimmen.,
Von allén zu öffentlichen Acmrorrn beförderten Dexurxr- wn sind bisher nur 3 MM wieder ZCWählk „worden, “nam'tcch die .HU'WU Buffon (Eure und Loir), Roder (Am) und Bavvux (Seine). - “ _ '
Der Hexzdg von Orleans hielc_gexcern (Ws dem Mars- felde cine ;usterung Über “das Hquen-Regim-ch Charkres, dessen Obe'ést er ist. - „
An der cms den nächsten Sonntag atxderaumteu Maske- rung werden, wie Man sagt,- üdev 100,000 IMM: Nacional- Garden Theil nehmen. „
Dic R.;giermxg hat vorgestern einen Vertrag Über den Ankauf von 566,000 Englischen Gewehren abgeschlossen, „.'Ze ,zur Bewaffnung eines TT,!e-ils der National-Gayde dienen Loden,
Dem Vernehmen nach ist die General-Dir:ek'téon der schönen Künste dem Grafen Alexander von Laborde zu-
9dacht. 9 Hier ist unterm 26éken d. M. folgdnde Königl. VMW- nung erfchicnen: „ZUBetracbt, daß es, Um dem Zwecke des Gesetzes vom 1722n d. M. (wezzen der 30 Millionen fx'n' de_n Handelsstaud) vdklskändig zu genügen, darauf ankommt, dre Bestimmungen deffW-cn auf alle Handsi treibezxden Klassen auszudehnen und namenTl-ich das Diskontiren wieder Weck)- sel, weiche dio Bank na-xk) ihren Scarutcn nicht annehmen darf, zu erleichcerm insofern nur der Truffaut oder der Pré;- seutanc in gutem kaufmännischen Rufe steht, indem, es dre Absicht der Regierdng ist, momentanen Verlegenhethn des Kaufmanns abzuhelfen, keitrcsweges ader denetx zu Halse zu kommen, deren Mikkel bereits ganz erxchöpfc smd, -- habcn Wér befohlen und befehlcm hiermit: Arc. 1. Es soll,. neben der durch unsere Verordnung vom 18ten d. M. mederge- seßwn Handels-Kommisfidn, ein aus 7 Mitgliedern bestxßen- der Diskontirungs-Ausscvuß gebildNZ-werden, der untex semex moralischen Verantwortlicdkeic Wechjci auf Paris m:c zwe: guten Unterschriften und zwischen drei und sechs Monaten fäUig, so wie: Wechsel auf die Departements von höchstens drei Monaten Sichr, welche die Bank nach ihren Statuten nicht acceptiren darf, annehmen wird. DerAusschuß hat eine Summe festzusetzen , dem:: Höhe füt.“ keinen Präsentauten überschritteta werden darf. Art, 2. Von dem durch das Geselz vom 17ren d. M. eröffneten außerordentlichen Kredite der 30 Millionen wird eine Summe von 1,300,000 Fr". zur Ver- fügung des Ausschusses gestellt, und zwar 1 Mill.zum Diskonti- ren der Wechsel auf Parés und 300,000 Fr. zum Diskontiren derer auf die Departxxments. A r r„ 3. Der Diskonto wird für die Wechsel auf Paris auf 4 pCt. und für die Wechsel auf die Depar- t'xxments auf 5 pCt. sestgescht. ,Das Geschäft erfolgt mittelst Bordereaux, die, gleich den danach entweder auf den Schatz oder auf die Bank für Rechnung des Schatzes ausgestellten Bons, mindestens von drei Mitgliedern des Ausschusses un;- “terzeichnec seyn müssen. Art. 4. Die diskontircen Wechsel „werden jeden Abend für Rechnung des Schatzes der' Bank zugesteüt und von diesey aufgehoben, Je nachdem die Vek- fallzeit dex Pariser Wechsel hdranrückc, können dieselben un- ter der Garantie des Schaßes bis auf die im Artikel 2 be- stimmte Snmwe der Bank zum Diskontiren. angeboten wer- den. Art. 5. Die Wechsel auf die Provinz mit zwei guten Unterschriften und auf drei Monat Sichc werden, gleich den W6chseln auf Paris, „eprüft und mit den vifirten Bordereaux ,dem Schaße überwie en. Der Betrag derselben wird gegen eilten Bon gezahlt , den drei Mitglieder des Aussshussss nn- ksé'zctclmey müssen. Die Einlösung der Wechsel zur Verfall- "ZHW geschieht durch den Schalz. Art. 6. Zu Mitgliedern des
USWUff-cs wer'd-exa ernatmt: die Herren „Bouvactier , änd- M' m1t “UIläUdtsthen Hölzern, Zournet, ehemaliger Leder,-
händler, Hémon, Getvürzhändler, St. Féron, Händler mit Quincailkerécen, Ledoux , Bttchändlexch Ruffier und Loignon, Banquiers.“ - Dieser Ausschuß wird dem gemäß heate seine Operacionen beginnen und zeigt solches dem Hande! treiben- den Publikum im Monikeur mit dem Bemerken an , daß er vorläafig den Freitag und den Sonnabend zur Annahme von Wechseln beskimmc habe, daß absr die bekreffenden Borde- dcraUx mindestens 24 Stunden vorher echreichc werden müßten.
Der Monireur' enthält einen unterm Asten d. II?. von dcm Minister dcs Innern an den König erstattdten Be- richt, in Fo!ge dessen (wie bereits" gestern erwähnt) Hsm: Ludwég Vitct zam Gensral-Znspekwr der histo:ischen Denk- mäler Frankreichs mit einem jährlichen Gchalke von 8000 Fx. ernannt worden ist, Zur „Begründung seines Antrages saxxc dc? Minister in seinem Berichce unte1: Anderm: „Frankreich Mrd, seiner !)istokischen Denkmäler wegen, von dem gelehrten Europa dewamddrc und beneidet. Zadlreichcr und tnannéckx facher, als dée einigcr Nachbarstaaten, gehören see nichx blos eitxzelnen Geschichts-Peciodcn an, sondern sie bilden eine voll- ständige und rxx1r111tsr'd1'ochetre Reihe von »))?onumenten seit den Zeitexx der Druiden bis auf unsere Tage. So finden stch, neben Gallischen und Celtischen Grabmälern, Tempel, Waffsrieétungen, Aprhétheater und sonstige Uederreste “der Römischen Herrschaft, die es mit den JJTeiskerwerk'en Zéaléens aufnsHMx'n. Die Zeicen des Verfalks und der Finstermß ha- ben uns ebenfalls ihren vermischcen imd entarteten Stil ver- erdk. Als aber das Ute und 12te Jahrhundert wieder Licht
und Leben im Occidencc verbreitexe, da erschien auch mit _ihnen -
eineneue Archikektur, die in jeder unserer Provinzen cine eigen- t[)t'tmlicl)e Gestalt an:1ahchn,«ein sondekbares Gemisch der alten Kunst der Römer, des dex'stxiät1déschen Geschmacks und der noch verwirrten Ideen dck Germanischen Völkerschaftem Aus die- sem Gemische ginch jene wunderbaren Gothischen Bauten hervor, die im chen, .14ten und 15ren Jahrhundert ununtey- brochen anf einander folgten und mit “jedem Jahre leichter, kühner und vexzéerrer wurden, bis sie zulelzt, unter ihrem eé- genen Reichthtxme erléegend, dem ästhetischen , aber vorüber;- gehenden Geschtnacke der Wiedergeburt der Kunst weichen
::ßcen. Dies ist das Schauspiel, das jene seltene Berker- tung unser'er National-Denkmäler darbietet, und wodurch un- ser Boden zu einem wahren Schulze für das Studium des Alrerkhums gewordem isr. Frankreich kann für einenGegenstand, der seinen Ruhm in so hohem Grade verherrlicht,- nicht gleich- gültig seyn._ Schom in den lelzcen Jahrhunderten hatte die große Gekedxsamkeic der Benedxktiner in den Ueberresten des Alterthum-s die Quelle mannéchfacher historischer Aufschlüsse erkcxnnr; von welcher Wichtigkeit fie aber, aus dem Gefichts- punkte der Kunst betrachtet, wären, daran hatte Niemand ge- dacht. Nach Beendigung der Französischen Revolution fühl- ten eixxége aufgekkärte Künstler das Bedürfniß , die Kanal- schäkzch die der 'Verwüsknng entgangen, zu “sammeln, und dße Grümdung des Nuzétz (188 l'elitZ-ZXUUUZÜUZ durch Lenoir be- reitere die Rückkehr der historischen Studien vor. Die Ver,- einzelung dieses “Museums facht: aufs neue den Eifer: der Archäologen und Künstler zu Ausgrabungen an Ort und StelTe an. Glüchliche Resultate smd dadurch zu Tage gefördext und manche Denkmäler vor der Zerstörung bewahrt worden. Doch fehlt es bisher noch der Wissenschaft „an einem CentrUm, von wo aus die guten Abschwu, die fich fast auf allen Punkten Frankreichs zeigen, geleitet werden kön- nen. Die Gründung der Stelle eines General- Inspektor's der historischen Denkmäler Frankreichs scheint mir diesem Be- dürfnisse zu entsprechen. Der Geléhrte, dem dieselbe über- tragen würde, müßte, um den Intentionen der Re kerung Einheit und Regelmäßigkeit zu geben, nach einander ale Pro-
.vinzen selbst bereisen, sich von der historischen Wichtigkeit
der aufgefundenen Alterthümer an Ort und Stelle ükoerzeu- gen, Nachforschungen anstellen , mit den Behörden und Ge- schichtsforschern korrespondiren, die Grundbesitzer über den Werth der auf ihrem Eigenthume gefundenen Denkmäler aufklären und den Esser der städtischen Behörden zu dem Zwecke anspornen , daß kein Monument von unbestreitbarem Werthe aus Unkunde oder Uebereilung znGrunde gehe. Gleich auf seiner ersten Reise müßte der Generalinspektor von all den einzelnen Gebäuden und Denkmälern, die die Aufmerk- samkeit der Regésrung verdienen, einen Katalog anlegen und, mit Zeichnungen Und Plänen begleiter, dem Minister des Innern einreichen. Er müßte diese Reisen, wofür er natür- lich entschädigt werden würde, alljährlich und nach Maaßgade der ihm von dem Präfekten oder seinen Korrespondenten zu- gehenden Benachrichtigungen wiederholén.“ -- Der König hat diese verschiedenen Anträge genehmigt. '
Die Gazette de France äußert fich in Betreff der
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angekündigten Ministerial ; chändedung folgendermaßxn: „Alje Zournaée behaupten„ und mehr mit Unxechr, daß gletch-
zejcég auch eine Veränderung in dem bisherixxxn Sysieme der,
VerwaltUUg eintreten werde. Eine solche Veränderung in einem Augenblicke, wo die Majoritäc der Depukércen-Kamme'r Kc!) verstärkt, is? eine Erscheit1ung, die der Berra ,Umgen gar viele darbistet. Kaum find 100 TKZ? verßossen, daß die von Ludwig IMU]. gcsristeke Repräsenratév-Mo.",archie zu Grabe
gekragem ist; der ségende Liberalismus hat cm einem Tage
sdine 15jäl)rigcn konstituivendenThxoréeen verwirklicht,»- und schon, sind alle disse Theoyieen wieder vernichtek. WTM ver- lanqte damals, da?.ß der König herrsche, aber Uichk kcgiere, daß" die Bildxmg des Mimsteréums von der Majoritäc der DEPUTÖUEWKUMMLV Und mithin de'c TWhl-Kdlxsgien abhängig gemacls werde, U;:d daß sdmaä) dic STMRTS-VMWKUUUJ von dsn Kammern ausgehe. Ohne Zweis-c-l war dies der Wunsch dsr (ideraken Partei, dessen Ikichkdefdlgxxtxg Karl F. dw,: Tdcon gekostet ha?, und der durch die Akte vom 7. August »ErwirkLWc WOMEN" ist. Die drei Moxmte, die seérdxm V??- ßdssgn, ;;?igen uns in der That ein Ménéstsrinm, das die WWjovU-T: der K.,.anr für sich ha: und mir déss-et', zu iner dxédasrs'céxigcn “(L,?"rhxelcuxxg, dieselde Baht,: b;?foigx. Pl-Z-Zlick) ader hat sicé) dies WLW gdändect. Zwa'; find die j2§§.ig612 Minister ai»: Depucirte wiedex gewädlc WOMEN, - x:,Ud dis bishe- r:“;xze WTajk-r'icät dsr „Kammer dak Fkk) HUN?!) dée neuen Wadisn nos!) verstärkt; aber mittlerweile isé: die's? “I)?äxdrékär Und das Mix*:ißexiux.n ssldsk mic d'or Hanpkstadk it". Widsr- sprUsf; gerakhen; ein Zox-itdngskrieg [).-xc ZTa-T'xgefxmdcn, „Volks- Mfläufe Hm) die Fcégs davon geweseU, LMO der KNM [)KT fick) das Versprsch-M enkreißcn lassen, Nächts von dsm zu thun, was er m€x seinsn Ministern und dN“ Majorität der Kaxnmer verabrcdex' haiko. Hierdukcé) ist nun. die Regierung in eine Lage gerakhen, die se verayxlaßt, eLn MiniK-xrium axxßerhalb der Majoriéäc ÖBB KWmer und der ?“FahL-Kolle- géen z:;n ernennen, Die Folgen davon „sénd urxdsreckzc-nbar. Die Souverdinetär liegt jekZC nicht msk);- in den 3 Staake;- (Gewalten, sondexn in den Volksmassen, dée sich in der Nacht vom 18ten aws den 19ten Oékoder geltend gemacht [)aden. Ohxxe Zweifel wird mm sich bemühen," ddrcl) die Auflösung der Kammer die erfoWerlicbe Uedereiustimmxxng Wischen ihr und dem erftigcn MérxHsteriUm wisdsrherzustellen. Um abdr die jekzige Majorikät in der Kammer zu brech-sn, würde es vor Aäem erforderlich seyn, das Wahl-Geseéz zu ändern. Wer: anders kann dies jedoch, als die Depurérren-Kammer selbst, und wie läßt s-ch von dieser erwarten, daß se ein Ge- sekz geben werde, das ihr selbst dctn Tod droht? Die Gewalt allein könnte ße dazu bewegen, und das zu gewärtégende ONét1iste7rium wird also, gleich dem Pdlégnadschn, zu Scaais; Üreichen. gege'a die Kammern seine Zuflucht nehmen müffeu, mix dem einzigen Unterschiede , _daß dieses das Wahl-Gdselz
ändern on-ce, um es mit dem 1ouveraiueu Könizxe in CM„ .
klang zu bringen, wogegen jenes es wird verändern wollen, um es dem sé'l-TWLWÖUSU Volke anzupassen.“
Das Journal des Débats sagt: „Unsere jeßige Lage ist ein Wunder; man muß daran ZLÜUÖEU, um sie zu begrei- fen , denn- ein verständigcs Raisonnemeut vermag es néchc. Das" gegenwärtige Ministerium, wenn man es noch ein ge- gemvärtiges nennen kann, i;“k ein Ministerium der *Méßigung. Es hat in der Deputirccn-Kannner eine ungshcurcr Majoyi- tät; es Erfreut“ stel) des einstimmigen Beifalls Frankreichs, wie die Wahlen im Wssten, Süden, Norden und Osten be- weisen; endlich bestHc es das persönliche Vertrauen des Kö- nigs, dine Stüße , deren es nothwendig bedarf. Was thut nun dieses Ministerium, das von den Kammern, dem Könige und der Nation uuterskülzt wérd-und alle eseßléchen und mo- ralischen Bedingungen seiner Existenz in lch vereinigt? Es zieht stck) zurück , weil es nicht regieren kann. Welches ist denn ,aber das Hinderniß, das ihm im Wege steht und es zam Rücktritte nökhigt? Es muß rein heraus gesagc werden: Wir haben blos ein Uebel gegen ein anderes vertaxxsäxt. Un- terKarl )(. hatten wir eine jesuitésche Kamaricxa, die den Gang der Regierung hemmte, der Majorétät der Kammer und dem Wunsche des Landes troßte, das Ministerium Mar- tignac am Regieren hinderte, am mit ihren eigenen Männern und Ideen aus Ruder zu kommen, und zuletzt durch Staatsstreiche der vorigen Dynastie den Untergang bereitete, Ießk haben wir eine demokratische Kamarilla, die ganz den Charakter und die Züge ihrer Vorgängerin hat , nämlich dasselbe starrkdpfige Beharren auf ihren Anstehteu, denselben MMM M Einfichc, -- eine Kamarilla, in der es, so wenig wie in der vorigen, an Polignacs fehlt , und die auch ihre Chantelauzes Und Guernom-meitlés finden würde. Sie ist von demselben Hasse und “dersexben Ungeduld gegen die De- pxxtérten-memczx, von demselben Widekwéllen gegen die Zü-
gel des Gesetzes beseelt. Vor einem halben Jahre war man monarchijch, nicht weil man der Monarchie wahrhaft gedient und durch seinen ganzen Lebenswandel Ergebenheéc gegen das Kdmgthum gezeigt hatte, sondern man war monarchiscs) oder lxkchtmonarchi1ch, “e nachdem es der Kamarilla gefiel. Heute fmdec dasselbe im enkgegengeseßten Sinne statt. Man mag vor drei Monaten vom Volke gewählt worden seyn , man mag die Procestation vom 27. Juli unterzeichnet haben, man mag der neuen Monarchie von ganzer Seele exgeden seyn; das Alles ist nichk hinreichend; wenn man der demokratischen Kamarilia mcht gefällt, ist man kein Patriot. Sie verdammt, wie ihre Vorgängerir1,2llles, was ihr néchc gefällt. Wir, die wir fxézher behanpceten , daß die Charte die Richtschnur für das Kdnigthxvm sey , wir behaupten jelzt auf die Gefahr hm, von den Demokraten exkommunizirc zu werden, daß das Volk sich kein über das Geselz erhabencs Recht. vor- behalcen hat, daß es, nachdem es die Behörden zur Aufdecht- haltung der Gesetze eingescßr, fich keine Gewalt mehr an- maßen darf, so lange die Depositaréen der Gewalt die Ge- sckze nicht Überschreiten. Die jesaitésche Kamarilla Hegte ge- gen die Dsputérten-Katnmer und die Wähler gleich großen Haß; unsere demokratische Kamaran thut gerade dasselbe. Frgnkretcl) hat nicht gesprochen, sagten die Blätter der erse- ren nach den Wahlen des vorigen Juni; Frankreéch hat nicht gesprochen, Zagr auch die ultra; demokratische Presse. Da.; Frankreickz, mel-„hcs die Jesuiten träumten, war ein Utopien, wie die Erfahrung gelehrt hat; das Frankreich unserer De- mokrakcn ist weder in dex Deputircen-Kammer, noch in den Wahl-Kolleßien, noch in der National-Garde vorhanden. Wo ist es also? Wie die J-esuiten, schafft man fick) also ein Frank- reich uach seinem Ebenbilde. Aber das ist nicht das wahre Frankreich, denn dies-xs will Ordmmg, Handel, öffentlichen Kredit und allgemcwe Sicherheit,“; jenes Frankreich aber ist das des AUfrul)rs; es ist nicht mehr werth und nicht zahl- reicher, als das Frankreich der Staatssreiche.“
Der National äußert: „Da die Zusammensetzung eines Ministeriums, von dev man jcic einigen Tagen gesprochen hat, und deren Gxundbedingung das Ausscheiden dreier Mét- gléeder aus demKabinet war, sich nicht verwirklicht, so muß man dieschTan für aufgegeben halten. Man scheint jetzt an eine gänzliche Veränderung des Systems zu denken und vexfichert, daß die hohe Einstaht des General Lafayette nicht frncfxclos zu Ratde gezogen worden ist. Der dritte November nal): heran, und die Regierung kann vor den Kammern nicht ohne System erscheinen.“
Eine aus den Herrn Philipps und “Kay bestehende Kom- misswu der Stadt Manchaxster überreichte am verwichenen Dienstags auf dem Stadthause dem General Lafayette und dem. Präfekten des Seine-Departemencs die Glückwunsch- Adresse der dortigen Einwohner an die héefigen Bürger. Un- ter den die Deputation begleitenden Engländern bemerkte man den ])1'. Bowrimg und den Reisenden Buckingham.
Der Skräfling Bcrrüé, welcher jetzt von der Instruc- tions-Kommisfion der Pairs-Kammer über die „Brandstiftun- gen in der Normandie verhört wird, wurde im vergangenen Juni in Toulouse wegen mehrerer in dieser, so wie in ande- ren Städten, began enen beträchtlichen Diebstähle verhaftet.
Die National-Öarde von Lyon hat den General Desaix mit 3889 unter 4879 Stimmen zu ihrem Anführer gewählt.
Die Regiekung hat bedeutende Summen zu Wasserbau- ten im Departement der Scarpe angewiesen,- um kütxftigen Ueberschwemmungen vorzubeugen. ' „_
Die Compagnie der fünften Legion" der hiefi en Natio- nal-Gardc, welche während der Unruhen in der acht vom 18cen auf den VW d. den Dienst im Palais-Royal versah- wird von Sr. Maj. dem Könige Ehrengewehre tmc der In- schrift: „Nacht des 18cen Okcober“ erhalten. . * _
Die Nacional-Garde verhaftete vorgestern emen _Men- schen , de': in alle Läden der Straße Saint-Denis erntrat und dée B;?Wer aufforderte, früh zuzumachen , weil an die- sem Abende große Unruhe in Paris seyn werde.
DerChef einer Abtheile im Ministerium der auswär- tigen Angclegenheiten, Herr errurier, soll zum“ Gesandten bei den Vereinigten Staaten , „?err von Beaurepaire zum Gesandten am Kurfürstlichen Ho e zu Kassel und der Baron Dnrand'de Nareuil zum Botschafter in Rio-Ianeiro be- stimmt seyn.
Das Journa! l'C'cho frangais, das den Artikel der Quotiduenne über die angebliche Flucht des Königs MW der Königl. Familie nach Neuilly in der Nacht „vom 18ten auf den 19ten d. wiederholt hatte, ist gleichfalls M Beschlag S?“ nommen und gerichtlich belangt worden.
Der General Lallemand ist auf dem Paketboot „Char-
lemagne“ von 'New-York in Havre angekommen.