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-- Der Achener Zeitung zufolge hat am 4. Nov. eine aus Kavallerie und Infanterie bestehende Abxheilung der Holländischen BesaßunYaus der Festung Mastrtcyx den eine kleine Stunde von .chen *gelegenen_Nixderlänxtschen Gränzorc Vaels besetzt. Gleich nach dem Cinrüxken lteß der kommandirende Offizier die Brabanter Fahne abnehmen, andern Aussagen nach, dieselbe verbrennen. Dem Vernehmen nach, (sagt jenes Blatt) ist der Zweck des Erschei_nensedteser Truppen nicht, den Ort_ oder die Gränzge end xorcwahrelxd beseße u halten, sondern eine werthvolle endung ficher m die Feéung zu geleiten. -- Auch nach Heerlen soll am 4ten ein Truppen-Detaschement geschickt seyn. „
Brüsse'l, 4. Nov. Die provisorische Regierung hat für Antwerpen die Verfallzeic aller zwischen dem 25. Oktober und 2. November fällig gewordenen Wechsel bis zum 6Ten d.. M. verlängert..
Unter den für den National_-Kongreß gewählten Depu- tirten bemerkt man ferner den Grafen v. Oultremont,_ Vi- lain KUK, v. Brouckére, Surlec de Chokier, Graf '.!ir1choot, Baron v. Loe, v. ONeulenaere, Vic. .Dejoyghe, Baro'n Seems, van den Brouck de Ferbecq, v. Termonde, Gendebier1,v. Staffarc, Fallon u. a. m. ,
Bei den gestrigen Wahl-Versammlungen für den Raxco- nal-Kongreß bemerkte man sehr. viele Geistliche. Der Vrai Pacrioce skellt in dieser Beziehung folgende Frage auf: „Wenn die Priester das Recht haben, bei der Wahl der Re- präsentanten der Nation und der Verwaltungs-Beamtsn der Städts und Dörfer mitzustimmen, !)ac dann das Volk nichr dasselbe Recht, seine Päpste, Bischöfe und Pfarrer zu w-Khlen.“
Der Graf Friedrich von Merode ist heute früh an einem hinzugetretenen Nerveufieber in Mecheln gestorben,.
Don Juan van Falen hat aus Mons vom 30. Oktober eén Schreiben an den &ourréer des Pays-Bas gerichtet, woxém er fich beklagt, daß er auf ein bloßes „man sagt“ verhaftet worden. 'Das politische Glaubensbekenntniß, wozu max: ihn aufgefordert, werde deutlich und vollständig erscheinen, wbald sein Prozeß zur Oeffentlichkeit gebracht seyn werde. Inzwi- schen verstehere er, daß er nie, weder direkt noch indirekt, mit irgend xinem Mitglieds der FamiLie des Hrn. van Mannen oder des Hauses Oranien in Verbindung gestandem, unk! daß er seit Anfang 1826, um welche Zeit er aus den Hcrcénigten Staaten nach Belgien gekommen sm), um fich dort mit seiner Familie niederzulassen, nie irgend eine Ehre oder Gnade von diesen begehrt, noch erwartet habe.
Löwen war noch vorgestern der zügellosesten Pöbelhcrr- schaft preisgegeben. Die Details der Ermordung des un- glücklixhen Major Gaillard smd empörend. Die “Feder wei- gert sich, sie niederzuschreiben. Nachdem man ihn untexr den gräuléchsken Mißhandlungen vom Kanal nach dem Markte
eschleppt, wurde er- am Freiheicsbaume aufgehangcn. Der weig brach aber, der Leichnam fiel [)exunter und wurde nun eine Stunde lang von dem wüthenDen Pöbel, der um seén Schlacbtopfer sang und tanzte, durch die Straßen gekchlcifr, Die Urheber dieser furchtbaren Gräuel-Scene find bekannt die provisorische Regierung hat versprochen, fie bestrafen zu lassen, aber keiner der Löwener Zustiz-Beamten getraut fixh, die Untersuchung zu führen. 500 Mann Truppen, die vor einigen Tagen dort ankamen, wurden theils vom Pöbel vertxiebemdüe übrigen mußten versprechen, nichts gegen das sogenannte Volk zu unternehmen. An die Stelle des Frei- eitsbaumes, den Rouffel hatte abhauen lassen, hat derPö- el einen andern epfianzt, ergoß steh hierauf in Verwün- schuxtsgen gegen oussel, zerbrach die. Laternen vor seinem Zane und drohte, die Wohnung eines Jeden, der es dem iäetcxk des Volkes entgegenzuwirken wagen werde,“ in Brand zu „: en.
Der Belge meldet: „Nach der Aussage von gestern. Abend aus Antwerpen hier angekommxnen Personen waren die Bewohner-dieser Stadt in “der größten Bestürzun und erwarteten _ein neues Bombardement, wozu, wie es chien, auf der Cttadelle alle Mgaßregeln getroffen waren.“
Dgs Freiwilligen-Corps des Vicomte von Pontécoylauc, ist IMU" in. Wu angekommen,
Der Advokat van de Weyer, -Mitgliey des Centrql-Aus- schy es, ,hat“ .sxch nach, London ein eschifft. E»,- soll mit einer M on an den- Herzog von We ingcon beauftragt seyn.
Türkei.
Zu einem (von der Allgemeinen Zeitung mitgetheil- ten) Schreiben aus Triescvom28. Okt. heißt es:„Schéffs- Capitain Sirovich, von Alexandria kommend, sagt aus, daß die nach Kandiett bestimmte Expedition mit 10,000 Mann Landtruppen am 18. Sept. mic günstigem Winde von dort ausgelaufen sey. Binnen „kurzem werden wir also von deren Operationen Nachricht haben können. --.- Ueber Malta erhal- ten wir folgende offizielle Mittheilung vom 22. Sept.: „Die Mauren der nahen Küsto von Tudz'clts, ungefähr 30 Seetnei-' len östlich von Algier, haben eine Mealccser- msd eine Sardini-
; sche Handelsbrégg angehalten und die Ladungen geraubt. Die
Cquipage des Maltesers befindet fiel) in den Händen der Räuber, welche solche nur gegen ein Lösegeld an de;; Englischen Konsul ausliefern wollen. Es steht zu fürchten,. daß noch viele ähnliclw Plünderungen von einer Bevölkerung verüöc werden, dis“ fich seit der Occupation Illgiers durch die Franzosen ohne Zügel und Lei- tung befindet und sick) ganz ihrer Raubsucht überlassen kann. Es ist den Franzosen mit ihrer geringen Kriegsmacht durch- aus unmöglich, ihrcn Einfiuß Über die fesccn Pläkze hinaus geltend zu machen.“ -- Nack) einem „Briefe aus Korfu vom 8. Okt. hat die Pforte die KÜsie von Akbanien in Blokade- stand erklärt, nm die begonneme Unterdrückung der Insur- reccion nacl)drüch§icher zu vcrfolgen. In deren Auerchxhal- tUUg ist eine AbtheilUng von fieben KriegsscHiffen bestimmt; zwei davon find bereits in Prevesa aachangr, und eine Brigg, von TRaclUnec Sckxape bcfehliZ-r, hat vor wenigen Tagen ,in diesem Hafen geankert. »- C'in andekeö Schreiben aus Korfu berichcet, daß es den Schiffen der Griechischen Regierung gelungen sey, zwei Piraten im Golfs von Sal.onichi zu neh- M?!" und nach Nauplia zu führen, wo fie gerichtet werden so en.“
Königliä)? Salzauspiele.
Donnerskag, 11, NOV. Jm Schauspielhause: Die Für- sten Chuwansky, T*.“aUersvéel in 5 Abtheilungen, von E. Rau- pach. (Mad. Bisch-Pfeiffer: Sophia, als Gaskrollc.)
Freixag, 2. Nov. Jm Opernhause: Das Konzert am Hofe, komasche Oper in 1 Akt; Must? v_on Außer. Hieraus: Therese; die RuchtwandLerin, pantomimijches Ballet in 2 Ab- tl)eiltmgen, vom Königl. BaUetmcisrer Ticus. (Dlle. Fanny Elslsr Wikd hierin die Parcte der Therese ausführen, und DUE. Therese Eisler tanzsn.)
Jm Schauspielhauée' 890610918 (Lßnmnäéx 1) 1-8 80- 001168 1'9k31'é8811131i0u (142: 1.3 ]YaMncde, coméciicz an 3 'UGkLJ 01 (“„-n 1311258. 2) [„a janno MurrUiuc, xx:xuclczyjllez EU 1 301€, piij' 5014118. “
Königskädtiscbes THeater. Donnerstag, 11. Nov. Die Kreuzfahrer, Melodrama in 5 Akkon, von Koßebue; Musik“ von verschiedenen Meistern. Freitag, 12. Nov. Fra Diavolo , oder: Das Wirths- haus zu Terracina, komische Oper in 3 Akten; Musik von Auher. (Herr Spilzcder zum erstenmale die Rosse des Lord Kokburxx.)
ÜUZWäkKZZS ZökZLn.
Umsteräam, 5. Royombar. Kißäarlxwirk], Zobulä 40Z. [(asm-Zijlets 16327. 088t. 5-[n'0c. Notall. ZZZ. Kuss. ["DJ]. 1111]. ZK. Kuss. Qn]. Lamb. Cort. 915.
llamburZ. Z, KMember. ()(xsiox'r'. 4proc. Natal]. 80. Zurxlc-Ückion 1018. FUF]. Kuss. In]. 9114-- liU8§.,Ün]. 11.111111. (,"-Ut, 907;- ])äu_. HFF. Nola. pr. 39 R07. 103Z. 91131185. TU_Z]. 4yroc. 83:7. *
l'aris, 3. Koycmbsr. „ 591'00. pr. Com &. 91.85. iin Cour. 92.1". 3111'00. llama ])1'. (Iomyt. 61 „35. 1118011". 61 . 60. Fiyroc. Req). yr. eomyt. 63. 40. i'm conr. 63. 60. 511x022 Jpnn. Rente? [nn]). 42Z.
' Wien, 5 Koyombar. 591'00. USWU. RZ. 491'90.80795. ['gxtial-0b1i3'. 117773. Zank- Ückisn 1023.
Neueste Börsen ; Nachrichten. Paris, 4. Nov. Hproc. Renxé yr. .compt. 90 Fr. 90 C. sin ooür, 91 Fr. 5-C- ,xoc. pr. aamyt. 61 Fr. 10 C. ijuoour.61Fr. 25 C. 5pxoc. Negp. Fals. ])1'. comyt. 63 Fr. 5 C. 611 cour.63 Fr. 15 C.
5:7")?- pan. Rente perp. 42.
Frankfurt a. M., 7. Nov.
Oesterr. 5proc. Metall. 9077. 4proc. 81-3. “G., 2Zproc. 47,77. 1proc. M;. „B. Bank-
W94 1255. G. "“Par'tial-Oblig. 117Z'x. Loose zu 100 Fi. 166. B. Pola. Loose 52. G. „„.-„M.-
' Gedeuckt' bei A. W. Hayn.
Nedaeteur John. Mitredaeteur Cottel.
Allgemeine
Preußische St'aats-ZeitU-ng.
„KE 314.
Amtliche Nachrichten.
Kronik des Tages.
Der Mustklehrer A. B. Marx :'[k um außerordentlichen éfe-ssor der Musk in der philojoptzts en Fakultät der bie- n Königißchm Universität ernannt worden.
Durchgereiß: Der Katserl. Russische Kammerjunker und Legations-Secretair bei der Gekaudtschaft am Königl. Niederländischen Hofe, Fürst Galizén, als Courier aus dem Haag kommend, nach ““St. Petersburg.
Zeüungs-RaäMXÖtew Anstand.
Rußland.
Petersburg, Z:. Nov. Sr. Majestät der Kaiser smd om 31sten vorigen Monats in erwünschrem Wohlbefinden in ZZarskoje-Selo angelangt.
Aus Moskau trafen in diesen Tagen die General-Adju- kanten Balaschoff und Fürst Tscherbatoff , so wie der Sena- tor Fürst Schachoffskoi, t'n hécstger Residenz ein.
Nach“ amtlichen Berichten lagen am 25sten v. M. in
Moskau 9"3 Personen an der Cholera krank; es kamen an Ldemselben Tage 237 hinzu; 68 Individuen männlichen und ?17 bweiblichen Gsschlechts, zusammen also 105 Personen, ! ar en. - In der Nordischen Biene heißt es: „Wir“ hier in “St. Petersburg , obgletch innigcn und schmerzl1chen Anthcil an* dem Unglück nehmend, das die Cholera Über einen Theil '.unserer Landsleute verbreitet, smd, was 'die Gesundheit un.- screr Refidenz betrifft, ruhig unh verlassen uns auf Gott "und auf die Vorsorge unseres gurm Kaisers. Sr. Peters- «burg wird durch einen doppelten Mtlicair-Cox'Don beschäl3tz -am Tichwinschen Kanal find Barriéren crrichtec und an meh- meren anderen Orten Quaram'ainen, die Unter der strengsten “Aufficht stehen. Von allen Seiten laufen Nachrichccn dar- übev ein, daß die Cholera abnimmt und sich in den nördli- *chen Provinzen minder heftig in ihren Anfällen zeigt, als es in den Kaukafischen der Fall war.“
Auf den Antrag des Ministers des öffentlichen Unter- richts ist ein Allerhöchfter Befehl zur bxsseren Einrichtung des Weiß-Reußischen Schulbezirks erlassen worden. Die jährli- --chen Ausgaben der Regierung Für die Gymnasten und Kreis- -Schulen jenes Bezirks werdcn 166,085 Rubel betrag“; Hierzu kommen noch für die erste Einrichtuna der Schulen “und zur Anschaffung der Unterrichtsmitcel ein für allemal "20,000 Ruhe].
Auf Kaijeri. Befehl werden außer den bereixs cirkuliren- d'en Platina-Münzen zu 3 und 6 Nudeln neue Münzen “von demselben Metall zu 12 Rubein, an Form den Salder- Rubeln gleich, geprägt werden.
Der Werth aller auf die diesjährige Messe von Nisch- xei-Nowgorod gebrachten Wagren “war folgender: AfiatésM “Waaren für 17,385-000, Rudssäze rohe Waaren und Fabri- dkate für 84,000,000 und ausländische Eukopäische und Ko- lonial-Waareu für 15,433,000 Ruhe!. Der Gesammtwertl) :betrug mithin 116,818,000 Rubel. Von Thee wurden 32,368 Kisten an ebracht und von Seide 9290 'Pud. Der Werth" aller RusFschen Wollen-Fabrikate belief . :ck auf 7 Millionen RUM- dU“ Polnischen anf ungefähr 500,000 und der aus- “ländischen auf 2,200,000 Rubel. Der Werth der Rusfiscben Baumwollen-Fabrék'ate:betrug 19 Millionen, der aUsländi-
“schen 3 MiKllionen Rubel, der Russischen Seiden-Fabrikate ,
Berlin, Freitag den M““ November.
1830.
8; Million tznd der ausländischen 1,700,000 Rubel. An *ro- vm einheimischen Produkten befanden fich auf der Messe über 2 Millionen Pub Eisen , Pelzwerk für mehr als 8 Millio- *ncn Rgbel, rohe Häute und gegerbces Leder für mehr als 3*Mclltonen und Fische für 1,600,000 Rubel. Der Werth vou Kolonial-Waaren belief fich auf 5,383,000 und der aus- kändiscyer Weine und Branntweine auf. 4 Millionen Rubel.
Frankreich.
Dxputircen-Kammer. Sißung vom 3. Nov. Ju dtejer ersten Sitzung nach der Wiedereröffnung der Kam- mer führte der zweite Vice-Präfident, Hr. Benj.-Délesset:t, dez: Vorsitz. Zunächst verlas Hr. Jars, einer der Secre- tacre, dgs Protokoll der l'clzten Séßung (vom 9. Oktober). Hierauf jchrétc die Versammlung zur Bcidung ihrer 9 Bü- reaus. Bekanntltch besteht die Kammer aus 430 Mitgliedern; da indessen von den am 2821er: v. M. stattgefundenen Wah- len 20 noch unbekannt smd, 10 erst im Laufe des November erfolgen„ und von den neuen Deputirten einer (H&Gaillard- Kerberrin) dopp-clc gewählt worden ist, so zählt die Kammer vorläufig nur 399 Margiteder, so daß auf sechs Büreaus 44 und auf_drei Büreaus 45 kommen. Nachdem diese durch das Loos zuzammengeüellt worden, traten die Deputirteu nach ih- ren verjcßwdencn Abtheilungen zusammen, um ihre Präfiden- ten und Seccccaére „zu wählen, das Bittschriften-Comité zu ernenmm und die Vollmachten der neugewählten Deputirten zu prüfen. Um 3 Uhr wurde die Sitzung wieder eröffnet. Mutlerweile war Herr Guézok in den Saal getreten und (LW?- nachdxm er zahlreiche Beweise der Achtung und Freund- 1chatc von Jemen gleichgesinnten Kollegen empfangen , seinen Sitz auf der ersten Bank der linken Seite, zunächst dem lin- kßn Centrum, neben den Her*re:1 C. Périer, Louis, Royer- , Collatd und Dumas genommen. Hier seizten fich auch die Zer- rsn Thiers, v_on Rumigny und von Férussac; Hr. v al- vandy nahm temen Platz im linken Centrum, Hr. Isambert aber arxf dcr änßersten linkenS-xiee. Im Allgemeinen gewährte der Saal xolgenden Anblich: Die erste Section der äußersten rechten Stix? war gänzlich leer; in der zweiten Section saßen höchstens 15 _bis 20 Depurirte; das rechte Centrum war etwas besser verjchen. Die linke Seite dagegen, vorzügLéch aber das linke Centrum, hatten einen bedeutenden Zuwachs erhalten und warez: fast ggnz beseßc. Aas der Minister-Bank befanden sick) 1ämmrüchlé Mécglieder des Conseils, mit Ausuahme des Herrn Mértlhou. -- Es erfolgte zunäch| auf den Antrag der vxrscviedcneu Berichterstatter die Aufna me der Herren Madier de Montjau, Devaux, Sebastiani," . Périer, Clau- jcl, Duyont v. d. Eure, Bignon, Gaillard-Kerbertin, Girod, Calmon, Joüivet, Bernard, sambert, Riollay, Millerst, Louis, Vandeuil, Dupin d. cit., Duboys , B. Conskanr, Laffitte, Salvandy,Thil, Gérard, Eskancelin, Bérard, Hély d'Oijsel, Preiffac, Boyer d'Argenson, Kératry und Thénard. . Die Zulassung der Herren von Mosbourg, Delpon, Bachem, Galoz, Reuouvier, .Montépin und Prunelle wurde da egen wegen Unzulänglichkeit der beigebrachten Certifikate voriqäufig noch aus eseßt. Die anwesenden neugewählten“ Deputirtm leisteten ofort den üblichen Eid. Als die Reihe an Herrn Vyyer d'Avgenson kam, sagte derselbe: „Ich schwöre es, un- bejchadet der Fortschritte der Volks-Vernunft.“ Als man ihm von_ mehreren Seiten zurief, er solle, nach der desfaas“ en Ent1cheidung der Kammer, ohne Vorbehalt schwören; äu- erce er: „Das Prinzip und die Bass der Charte iC die Souverainetäc des Volkes. (Murren ux rechts" _ kik?- Sximmen zur Linken und in den Centris: , temand stellt dies“ in Abrede.) Alle Verfassungen aber , die die Volks-Souve-
* rainicät zur Grundlage haben, lassen das Revifions-Recht zu.
Da nun dieses Rechtes in der Charte, der wir heute Treue schwören, nicht erwähnt ist, so glaube ich der Regelmäßith
der Eidesleißung nicht zm nahe zu treten , wenn ich das nä-
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