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der deute, was in der Charte umgangen worden ist. (Un- terbrechung,) Durch meinen Vorbehalt thue ich nichts weiter, als daß ich einem Prinzips huidige, das Sie selbst, 111. H., gewiß nicbt verläugnen werden.“ Hr. Dupin der AM. er-
wiederte Herrn Voyxr d'Argenson: „Sie wollen einen EW , unbeschadet der Fortjchritte der Volks-Vernuufr l_eésken. Dae]: '
Vernunft hat bereits _aroße Fortschricxe gemacht, vorzüglich svas die Elbe und die Verlelzung derselHen betriffx. Die Völ- ker müssen, wie die Könige, ihren Schwörer: treu bleiben; vorzüglich aber sollen die Depucirtcn ihnen hierin mit gutem Beispéele vorangehen, sich dem Geseéxe unkerwcrch und in den vorgeschriebenen Formen schwdren. Es ist bereéts in kie- ser Versammlsng allxxemeén anekkannt worden, daß *die EiQes- leistung unbedingt unQ ohne irgend einen Voxbe'oalt gcscbshen müsse. Sie können daher keixien andsn Eid (116 den „Ihrer Kollegen leistet»; die Verfiiäztung ist für Alle gseick). Wollte, jetzt, nachdem wir AiZe unbedingt geschworen, Einer von uns seinen Eid motéviren, so würde keine GleichförmigÉeU mehr unter uns bestehen. Ick) verlange daßer, daß He'crn Voy-sr d'Argenson nochmals die Eidésforknel vorgelesen werde, und
daß er ohne Weiteres antworte: „Ich schwöre es,“ HM '.
Voyerd'Argenjon am Fuße der Rednerbühne: „Ick e?- wartc die Entscheidung der Kammek.“ „Lehrers Stim- -men: „Die Entscheidung ist Bereits erfolgt; schwören Sie unbedingt.“ Herr Boyer d'Argenson: „ Und wcnU ich nun noch einmal mit demselben Vorbehalte schwöre, was würde die Folge davon seyn?“ Mehrere Stimmen: „daß Sie nicht aufgenommcn würden.“ Der Präsident: „Herr d'Argenson, schwören Sie ohne Wciteres?“ Herr Voyer d'Argenson: „Wexm die Volks-Souvrrai- necäc nicbt dekretirt worden wäre , so würde auch das Rovi- sTons-Recbt nicht stillschweigend in der Charts enthalten seyn; so aber kann ich nicht anders als mit Vorbehalt sckzwdren und ziehe es dahervor, mich zu entfernen.“ Ciuige Depu- tirte, untern Andern Herr Karl Dupin, verlangten jetzt, daß man über die Zulassung des Herrn d'Argcnson abstimmen lasse; diesem widersetzte fich aber mit Macht Herr Persil und erklärte kategorésck), daß wer Deu Eid nicht unbeüingr leiste, auch nicht aufgenommen weröen könne. Mittlerweäe hatte Herr Boyer d'Argenson bereits die Thür “erreicht Und war im Begriff hinauszugehcn, «216 er fick) pldkxlixk) cines Andern besann und mit der Erklärung umkehrte , daß er bc- reit sey den Eid unbedingt zu leisten, insofern die Kammer ihm nur die Versicherung geben wolle, daß derselbe weder direkt noch indirekt der Volks-Souveraénexäc zu nahe erste. Auf die Erwiederung mehrerer Stimmen zur linken Scixe, daß Niemand das Prinzip der Volks-Souveraiuetät in Ab; rede stelle, erklärte Herr d'Argenson, auf Befragen des Prä- sidenten, daß er den Eid, nach der von ihmabgegcbc- nen. Erklärung, leiste. „€€ n'651 [ck88 0013!“ rief man 113111 indeffen sogleich von allenSeiten zu. ,„Wohlan denn, Herr Prä-
dent,“ äußerte Hr.d'Argenson, so verlesen Sie noch eimnal die 'idesformell'“ und mit leiser Stimme antwortete er darauf : „Ich schwöre es!“ So endigte fich diese Scene, die der rechten Seite- zu wiederholten Malen Anlaß gab, laut ihre , Mißbiüigung zu ekkennen zu geben. -- Herr Lafficte ver- langte hierauf das Wort und äußerte fich folgendermaaßen: „„Meine Herren, Ick komme, Ihnen von dieser Redncrbühne herab meine lebhafte Erkenutlichkeit für alle die Beweise dcs Wohlwollens auszudrücken, die mir in der Zeit, wo ich den “Vorstß in dieser Vemammlung zu führen die Ehre hatte, von Ihnen zu Theil geworden "smd. Hätte ich nur meinen Wünschen folgen können, so würds'ich gewiß noch lange die,- sen Silz behalten haben, zu dem Ihre Stimmen mic!) beru- fen hatten, und auf welchem Ihre Nachficht mich in der Ausübung ehrenvosler und" schwieriger Functionen täglich unterstüßte; fck habe aber einem höheun Willen nachgeben müssen“, welchem ungehorsam zu seyn ich und meine Kollegen für "strafbar gehalten haben w rden. Ernsten Begebenheiten
Menüber mißtrauten die besten Bürger, die gewandcesien Jauer, ihren Kräften; „nicht minder mißtraute ich den memigen; aber der König und Frankreich brauchten Mini- ster . . . (Stimme zur Rechten= Seyen Sie ganz ruhig; an Mmistern wiyd es nie fehlen) und so gab ich, mit weißen Kollegen, »der gebzeterisehxnNothwendigkeic nach. Der Zwech Uk. Répräsentatw-Regurung ist, es mit allen Namen,
allen „fähigen und populären Männern u versu en, [teh ihrer' zu bxdienen und se sogar dem Dien e des Laédes dlz opfern. Em Jeder muß, wenn ihn» die Reihe trifft, sich dtesxer furxhtbaren Probe unterwerfen; dienmskkmde, nicht das VU'NMÜ- besximmen die Dauer derselben; die Umüände KW für Aus schwwxig gewesen und werden es auch künftig seyn. „Jedermann rst es aber Frankreich und dem Könige
schuldig, daß er sich mit ihnen messe. In meiner neuen Lauf- bahn,.m. H., werde ich ebenfalls Ihre Nachstehc und Jvren Beistand in Anspruch neßmen müssen; vergönnen Sie mir, daß ich Sie darum ersuchen und darauf hoffen darf. Die öffentliche Ordnung zu befestigen,-ok)nc die es keine Wahre Freiheit giebt, die Gex'eße zu vervollständigen, zu vcröeffern und vorzüglich ihnen Ackéxkung zu verschxxffen, das «(»Ver- nehmen mit Europa aufrecßt zu erhaltan, und Allen: vorzxx- beugen, wodurch dasselbe gestört werden könnte , -- dies :| die Pflicht und der Wunsch dex'er, denen D*:r Kök-ig die Verwalmng des Reichs anvertraut har. Heil DMW, die
: (11111) nur einen schwachsn Autheil an eém'm jo 1“c:,ö:*-exu unk.)
edeln Welke haben! Würde ein solches GMX mir z:,x Theil, so kdnuke dasselbe méch allein fÜr die Chke, woraüf ic!) heuxe vsrzéchtc, so wie“ für das ;;:“oße Opfer *eur'sc1ckä-x*igstr, das ich bringe, indem ich das hohe “Zémt, wozu der .RöUi-„x mla) zu berufen geruhc I)ac, anneönxe. Ich erderkzois Ihnen, m. H., den Ausdrmk Mewes Dankes und b;:re Nock) cénmal um Ihre Guns? und Ihren Bcißand.“ Rack) Bccnöigung diesc-r AUrede, die mir eixajéimmégcxn Veifxli ausgsnommen wurde, hob der Präsident: (um 4-1 Uhr) die Sikzung auf. Am folgenden Tage sollte die Verification der Voijnmaxten fortgeselzc [md zur Wahi des PxäüOenren, so wie eins:; ?*ace- Psästdcnten, geschricten werdcn.
Paris, 4.Nov. Gestern Vomnéttag hatte der Contre- Admiral von Rigny es:;e zxocistündige “Liuixienz b;:m Köexiqe. «- Sp.?tc-rhin hatte der öZéxkkxäpz.Dire€'kor Colxoc die WW, dem Monarchen Exemplare dxr nenen mc": dcm Bixdmsxk Sr. Mchßäc geschlagenen Gold- und Silber-Dxünzen zr: über'- ret )en. “
Der König wird hence im Pakaés-Royal an die vier Légionen des WIZÖÖUÖLJ die dreifarbigeU Fahxxsn mxöxßeiien.
Zn Lyon werden Vorbereitungen zu einem glätxzenden Empfaßge des Herzogs von Orleans getxoffez, ven smn: zum 15ten "09 DN. dorc erwartet. »
Nachstehend“; ist ein Auszug aus"; dem Danksagungs- Scizrsibe'n d::s Herrn Qdilon Barroc an die Wähler'dxs Eure- Departemexxts, “11713151: Ser Constitutionnel die Poiirik des jcßigen WTiNist-eriums _erkennen will: „Sie [)KÖSKU mir, m.H„ als Sie- M11) zu Zhram Deputirten wäßlken, de:“; Vorzug vor mehreren eHrenwerrhen Mitbewerbern gcqcben, die fich Ihnen durcH große Talcme und dem Lande geleistete Dienste empfahlen. Herr Dupont verlangte , als er 1111) “de:“ Jhnen für mich v-kaandte, d&ß Sie ihm einsn- Vexfeäzrer seiner Grumdsäkxe in der Kammer gsßen möcßten, und Sie haben ihm eéan solchen gkgcbxtx; zwischen seinen und nwinen Prin; zipésn hsrrsthc in der That die vollkommenske Uebereinstim- mung. Nachdem wir in Folge der lcßten Rewolucion eine Regi-srxmg gegründet habc-n, vie den-Bedürfnissen kes Lan“- des in jeder Hinsnéxt genüzxc, müssen wir, meiner innig»- UTbUFMJUUg nach, nur noch darauf bedachk seyn, sie zu be- fescigen. _Wo sollen wir aber die Kraft unserer neuen Re- gierung kuchen? Hier theilen sei) „die Ansichten derer, die fick)“ als sie aufrichcigstcn Vaterlandsfreunde bcwiessn und unter einem Paniere gefochcen hchn, okxne daß fie deshalb aufhören, sci) g;:genscicég zu achten. Für die Einen han- delx es fick) daruwx, das Prinzip und die politische und ad- ministrative Organisation der im Jahre 1814 wieder;- hergestellten Monarchie beizubehalten mw dabei blos alle Unterschleife uud Gewaktthätigkeitcn zu Nrmééden; die An- dern dagsgen wollen die gedachte Regierung als eine unglück- liche Epijodagän lich mxfgehen und unsrs Revolution vor: 1789 nach den Seitdem gemachten Erfahrungen vollenden. Daher jene beiden Systeme, die bereits vor den drei Juli- tagen im Keime existirten, im (vorigen) Ministe-r-Rathe zismléch zu_ gleichen Theilen repräsenrirc werden und durch ihr gegenwériges Absxoßen jene Schwankungen herbeigthrc haben, wodurch dj_e Wirkung des Gesetzes gelähmt, das Ver- träuen gestört, unxre Zukunft unstcher gemacht uud zum Theél auch jene U::behaglicßkeit unterhalten wird , die der Handel und Gewerbfieiß empfinden. Ick haltexes kaum für nöthig, Ihnen zu“ sagen, welch_em von beiden Systemen ich ange- höre. Unter der im Jahre 1814 wiederhergesreilcen Monar- chie konnte, mit Rüchsichc auf ihren Ursprung, immer nur von Zxxgeftändniffen au das'Volk die Rede seyn.. Un- sere Revolution _von 1830 hat dcn gese11schastlichen Zu- stand gerade aut das entgegengeseßte Prinzip, auf das des Jahres 1789, gegründet. Sie hat _dée Freiheit der Bürger zum gemeinsamen Recht, und die im I"- tereffe der öffentlichen" Ordnung fesczu."eßenden Modifica- t_ionen zu Ausnahmen gestempelt. Jede Freiheics 1, Be- 1chränkung also, die durch die Norhwendigkeit cer Erhaltung
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der Ordnung nicht gerechtfertigt wird, ist geskßtvtdrtg, und zwanzig, “Ministerien wüxdensumsonst aüe Ihre Gx- wandtheit ausbicten , um ste emzuführen._ Das “Mt; nijieréum wird sich durch Männer ergänzen, dw stet) vonxxen Traditionen der vorigen Monarchie loszunxachen x_ms'scu weröen; -- durch Männer, VEU?" die Anarcßte :be 1o zu- wider" ais ihren Vorgängecn ist, die aber begrcxfcn )ver- den, daß ungleich mehr ELLMcntc der Atzqrchxe 'm cmxm) Verwaltungs-Sijcm liegsn, das dée myraktzchch MP polm- schen Beöürfnisse einer Nation, wie dxe-umrxge, m ailzu enge Gränzeu einschließen will, als m emem solchen, das dic-sen Bedürfnissen in vollem Maaße genügt. “Zeh wekde das Ministerium alsdann nacb alxen Weinen Kraxcetz unterj'éäkzen. I'm entgegengeseßxen Falle abox Wcl"":-E i_ci) zwar bet meiner Opposition Die ganze Gewalt der Vsrnuxxsc xmd den vollen cher meiner Seele zu Hx'tife_ nehmen, „zugleW-adLr auch miä) mwexhokcn jsdwedcm Vcr1uche widxrßßen, dxe ofz Few: Bcrakdung dUrch GUVÜU und den gejéßltxixn C'MfiUZ Unsexer Znstitxxrionen durch Unordxzung mW Yeruw: zu er- Felzen.“ ' _
Der CoUrrier fran-xais wii! wxssen, dax; ccr Mar- schall ?Naison das PNernklle tze? answärxxgch„2111132153311;- heicen nur c:"nikweilcn angenommrn,_ 1117.13 da;“; er “maxx: [ur (ck: Reise nach chn schon in Bcrcctjchaxc geketzteu Cqmpagen keinen Gegenbefshl etté)ei1cl)abe. _ „ _ . _ _
HW: Mérxiwou nahm gex'kern vom “Z)Txmsrertxxm des dx- fentchen Unterrichts Bchlz UK;- ernpfiUg ?sz cycss dec em; zelnex: AZWCÖLUUZEU. Der „Herzog von;)rogxtc hatte das Hotel bcrcics seit mehreren Tagen verlasew, .
Die 1101er Mmißer weröen djs ttzmn géwÖHUlwk) zur Beskrcimng der ersten Einrichtungs-K'oqken bestimmten 25,001) „Fr. nicht beziehen. "* .
ELT] Abendblatt melée-T: „Start der angxck3a3“7xex1 M;- vister ohne Portefeüille k'oU'en Umer-Sccxaxs-Occremtrxx cr- :nannt werden. Man bezeichnet für OceWPNken, xv»lche 1311111) dic: ZUs-zmmetisefzung drs jeézich-t Ministeriums kei): _Foiästg “weröxn, (““en Staatsrat!) Thiem; für Pi.“ JtmmzeU, die Sraai-I;
[ULM BauDe oQ-er Mlsnt fÜr Das Innere», DW GENAU! HOW ! _“ * __ _ „ _ „ , „ 1121711 cadélndcn Muckslcck au; dee vortge RTJU'L'UUJ geworfen
für das .“Kkiegswsscxx, den Kömgl. Pro?;erx-x ZS-„LYTH: “;ck? die Just'iz, den Sci)tff5,Capxt-„m .Hngon xm“ TM“ I„32„1:;r,;:«x, Nn Grafen Lanjuinaxs für die aUÖ-xvä „:::-en Angeßgenhescm.“ - Der LZZ-Znsral-Major Sr. Cyr-NUguc-Z ist zum Dxrektor der Personalie.“- des Kriegs-Mimj'ccrmms ernannt worden.
Der heutige Moniteur enthält Nachträglich noch zwei von dem Grafen MILE kontrastgmrre Königl. Veroryxxunzxn; Durch die erste (vom ??ten 1). I)?) wird der bishcrtge Wes dcr erstem Achilanq Ns T))?c'mixkemnnx der ausxyärrigen .Un- qelegenheiren, Hr. Serxuricr, zu:.n chandxexx dex de:) Nocd- Amerikanischeu Freiüaatsn, und dxxrch_ “ore zwcxtejxv. 11er d. M.) wird an dcssm stlle Hr. Dexages, ("sdzrregcr erster Skcretair bei der Franzöi?! „ _ '“ ' ck pet, zum Chef der gedachten Abcézeßlung em auswamzen „pe- parxcment ernannt.. .
Zn demselben Blacko befindet stch auch noch_ «:e sehr ausführliche König!. chordnung we'gxn _Rcorgamjgteon Der im Jahrs 1.817 in Bxet; aufßem Lnncnmyffß „Orton“ gestifteten Ansmlc für die c;)eorekt_xche und p_rxakkzmxe Unter- weisung derjenigen“ jungen Leute, dre sich der Mache wcdmen. Die 'Anßalc soll in der Folge den Namen See-Schule führen und unter dem Oberbefclzle emes SchcffschCaptc111ns üehen , der „1 Fcegatten-Capttam, 5 Sci);ffs.-Leeuteucxnts, 1 SybiKs-Prediger, 1 Verwsttungs-Con1mts,'1 Ober-Clxtrux- gus, 7 Professoren und die hinlängltcbe Scknffs-Mamnchaxt
au Unter-Offizieren, Seeleuten und Soldaten upter steh hat.
In den Departements:Wahl-Kollegien haben noch nach- stehende Wahlen" stattaefun-Ien: „ „ der General Dufour» statt der Herren, von Cahorv, ' ' ' Hr, Muvat Sohn, ST-guy und Lenttlbac; Privas/
Rennes, . , . Hr. v. Kerntarec ?satt-des Hrn.v. Tregoxnaén); Alby, ..... „Zr. vGFchgucrol es (statt des Marqms von "'t. cry ; - “ Ora g uignan, Hr. Auberno n (statt des Hrn. v. Lyle-Taulanc); ill Hr. Dura_nt, Katt der Herren v. Roux und Marfe e, ' THr. Patatlle, Pardessus. “
Die PKirs-Kamsner hazt ihre legislativen Arbeiten wisder
begonnen.“ Mehrere KommMone-n versammelten fich vorgestern. Uebermorgen wird eine öffentlcche Sißung sacxßnden.
Der Minister des Inner-xz hat den Präfekten in Erin- Nerung gebrachc, daß Tas unlemgß promulgirte Gesetz wegen
chen Gesandtsclwft i:: Konjéantano- 4
. , . Hr. Cassaégnolles (statt des Hrn. “o. Blou);
Anwendung der Jury auf Preßvergehen auch die frühere ge;- selzliche Bestimmung aufhebe, wonach die Steinbrücke und KupferstsM einer vörgängigen Censur unterworfen'gewesen seven; dagegen bleibe die Bestimmung, daß von. allen erschei- nenden Scccndrücken und Kupferstichen Exemplare bei den “Behörden deponirc werden müßten, in Kéafk; in allen Fälien, wo Disse Deponixung unterlassen worden, sollten jene Blätter glei-I) i:: B3sch1ag Zsmommen wcrden. Fäexden fich_unter den' depomrtcn Blättern soxchc, welche den Präx"ekten anstößig Wie- ncn, so solle ein Exemplar derselbsn an den Königl. Prokurator geschickc werden, Damit d:“eser m:rsrsuche, ob ©::de zu einer gerichtlichen Verfolgung vorhanden sey. » Die deponirten Blatter werder] unter die Königl. Bibliorézek und 011! des Mi:;isteréixms des Znacrn vsrclxilt.
Gestern fand die fsierliche Eröffnung der Sifznngen des Caffarionsyoécs, des Königl. Gerichtshofes nnd des-*R€ch- :mnzzslwf-cs s;;"axr. Es wurde diesmal keine heilige Geistmasse “zuvor gehalkun. D*;r Cassarions- und der Rechmmgshof hat- ten dicse chce ohnehin erst seit dem Jahre 1828 angenom- men. .Die drei .Kannuern dcs Cassattonsßofes versam- n:*«:11'en siéy Mikel? dcm Borsikxc des Grafen Portalis in Schar- lucH-Roben. RW.) cinex kurzen Anrede des Präsidenten hielxé Heri“ Dupin d. A. als Gsxwral-Prokurator cinen Vortraxx, worin cx nau!) canr SG.):lHerung der“ Ut1abi.)ängigkcic, derkn der Zyxkiz-Beamce geni-xßcn müsse, die legislarive Maaßrcgcl rechcjercigce, woöurcl) Das Prinzip der Unabscharkeic 1321? Nishke'k besrätigx“ worden ist. "- In dem Sikzungssaale kes Königl. Gcri-cölshoses, wo alle Kammern unter Dem Vorfuß»: des erskcn PräZideUcen, Baron Séguier, versammelt waren, hatte [:ck em zahércicdes Auditorium eingefunden, um den Vortrag des ersten General-Aidvokaten, HUM Bexvßlie, zu vernehmen. Nucl) einigen Bemerkungen über den Einfluß der lcßtcn Revolution machte er zum Gegenstande j'cim'r Betrachtung die Waßrheic und Aufrichtigkcir, welche fortan der Waick1spr'-;1ch dcr Regierung nnd der GerichtsWse seyn müchn. Gercäztégéeic 121) die W,:hrhcic in dem Gesclxen, und der Zwsck der Urcdcäe sey &th anderer, als die Mani- festation dicser WKJTÉJÜÉ. Naäxdcm der General-Advo'éac
hakte, scvwß er mtc einev Anrede 1111 "W Advokaten, für weiäze, wée cr fick) aUSOrüxkcc, der EQ 11915 eime Wahrheit 391119121! sey, -- Au-cb dar Reämungsxzof hielt eine “éeéexlnbe Sißung in großeM Kostüm. Dererste Prä- fi'c-cnt, Marquis v. BaerMarboés, hielt eine Lobrede auf dée *Frcéheét, dercn Grundsäße von den Beamten des KoUe-giums stets im Herzen tief bewahrt worden scyen; et: rügte die Z))Tängei der cl)emaxégen Verwaltung, die Erhöhung der Abgaben, das AnsclzweUen der StaakösMtld; der RechUung-zhof habe öster vessucht, durch seine Vorstel- Lungen der Versxbwendung Einhalt zu t1)un, sey aber nicht gehdrc worden. Am Scbllxsse seincr Re-T'e sprach er die Hoff- nung aus, die neue 'Regxcrutxg werde in der Sparsamfetc das Mittal zur Erleichccrung des, Auflagen snchen und in“ dem Re-xTxnungshofe bxi diesem Besckeben tdätigen Byéstand finden. Noc!) einer kurzen Aureke des GeneraL-Prokurators, Hrn. v. Söhonen, an die Advokaten wurde die Sitzung aus- geßoben. -- Die Aövokaxen aller drei KoikegienÄeistcten nach Beendigung der Vorträge den neuen Ew. .
Nach der gestrigen Eröffmmgs-Sißung erat diéAnklage- Kammer des Königl. Gerichtshofes sogleich zusammen. Der General-Prokurator, Hr. Persil, trug auf Verweisung des Grafen v. Kergorlay und der Gcéchäfrsführer der “Quoti- dienne und Gazette de France vor die Asfisen cm. Auch in dem zweiten Prozesse der Quotidienne, we1che in ihren„Bläc„- lern vom 19. und 20. Okt. gemeloec hatte, der Kdmg und die Kdnégleamilie hätten ße!) bei den letzten Unruhxtx nach, Reuilly zurückgezogen, trug der General-Prokurqcor nm Re- quifirorium vor. DieEncscheidung des Gerickxtshofeswird in einer spätem gleichfalls geheimen Sitzung erfolgen.
Aus Bayonne vom 30. Okt. wird gemeldet: „Valdes
-i| damit beschästigc, seine zersreucen Truppcuwiedek-zu sam-
meln, um noch einmal in Spanien einzurücken. Er M in den Gefechten gegen die Königl. Truppen nicbt verwundet worden; auch das Gerücht, daß der, Genxrai O'Donnel sicb erschossen habe , scheint ungegründet zu seyn: Ueberall- _wo man den SpanischenxAusgcwanderten angehörtge Waffen und sonstige“'.Kriegs-Effekcen „sudet, werden dieselßeu von den Frau,- zdsischen Behörden in Beschlag genommen; Vor einigen Tagen ' wurden in Oleron 451) Gewehre, 15,000_Patronen MW ver- schiedene Kleidungsstücke kotxfißcixt; em Giesches “ist in Arudp, uud Laruns geschehen. Alle dteje Waffen waren für die „In-