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entschieden. Das Land scheint indessen vergessen zuhaben, daß Hr. Canning eine ähnliche Erklärung, und zwar mfnoch färkdren Ausdrücken, machte, und daß dadurch dre Sxätngetc des Ministeriums keinesweges erschütterx ward! Hx.Ca:_1mng jedoch war bei der Nation beliebt, wcewohl germgchhäch von der Aristokratie. Es ist zweifelhaft, ob der Herzogzxmals die Liebe des Volkes besaß; gewiß aber ist es, daß er [ett de-r katholischen Emancipation von der Tory-Aristoßratte nur eben so viel Bitterkeit als Ungerechtigkeit gchaßc wurde. Was die Frage der Reform betrifft, so ist es unglaublich, tmc wie Wenigem der Hunger der Nation hätre gestillt xderdcn kön- nen, wenn ihr Appetit auch nicht völlig befriedtgc woxdcx: wäre. Die Uebertragung der Wahlfreiheit von dem wmzx- gen Burgfiexken East-Retfoyd auf eine bevölkcrre'Stadt, ww: Birmingham und ONanchester, würde etwas bestxrnmr Guted gewesen und als eine ernstliche Hinneignyg zu- emer allmälc- gen Verbessermng des fehlerhaften Reprätencatw-Syskems bc- trachtec worden seyn. Wie die Sachen dermalen stehen, waar es bei dem schändlichen Vsrfahren it: Stamford Und Rechr'c, das auf Jedermann den tiefsten Eindruck gemacht hakte, mchc hinreichend, jeden Fehler des Systems ohge _Weicechs geradezu abzuläugnen. Wir fühlen für den König dre [)erzltchste Th-s'tl- nahme und wünschen Sr. Majestäd mit gleicher Aufr:chctg- keit einen glück!,ichen Erfolg in der 1-chwierigsten Pfiichc MUSS durch eine Repräsentativ-chierung beschränkten O)Zona_rchen --nämlich in der Wahl oder Ernetmung eines Ministerrums. Die TNaterialien , die dem Königlichen Wi_llen dermalen zu Gebote stehen, smd von einer mehr chaotiwhen Naxur' , als das Chaos selbst. Ueber ein neues Ministerium J| _noch nichts entschieden. Möglich ist es, daß aus perjönitcher Freundschaft Lord Anglcsey zu den geheimen Beratdungen des Königs hinzugezogen “ward , auch soll Lord Grey eme Unterredung mit Sr. Majesiäc gehabt haben. Man. glaybt, ob mit Recht , wissen wir" nicht , daß lekzrgenannter Lord den Auftrag erhalten werde, ein Ministerium zu btlden; , In De- treff der Refignation des Lord-Kanzlers walten exmge , ww- wohl nicht mir Gründen belegte, ZWetfel ob; wenn er ?ber resgnirt, so hat er bei Gelegexzheir dcr Verhandlyngyr uvex die Regentschaft vom Oberhau1_e als Minister mcc emer w vortrefflichen, deurlichen, historixchcn und passendey Rexde Ab;- fchied genommen, daß man sagen kann, niemals ]cy eme be]- sere im Hause gehört worden.“
Noch ehe die Refignation der Minister bekannt, xvar, äußerte fich der Globe über einen v'orfausge'sekzten I)?nn|cr- wechsel: „Sollte das dermalége Manttkcrmm rcfigmren, so muß das künftige aus kähnen und chdrakccrfesken Männern zusammengesekzt seyn, wenn es seémeßlufgabe glückltcy lösen will. Es wäre unwürdig und unredltch, wenn man m Ab- rede stellen wollte, daß der Staatsmann, der bisyer an dex Spikze der Verwaltung stand, ein' trüjchtigcr u_nd grdsxer Mz- nister sey; und sollte er fich z_uruckzeeh2n, 1o,zwetf*eln war nichk, daß man, wenn man !eZm: alt43n Vcrbmduygen und seine besrcmmten Anfahren berückuchrigen Will, und xobald dtie getäuschten Erwartungen und Aufregungen der lelzcen wem- gen Wochen vergessen seyn werden, sch) der bürgerlwhcn Vek- dienske dieses berühmten Mannes mét Achtung und Dankbar- keit erinnern werde. Das Land hat fich gsxämcht gesehen, weil der Minister Wilhelms 17. die vdm Mmister Georgs 17. erregtenHoffnungen nicht erfüllt?; stine Nachfolger wer- den jedoch die nämlxche Prüxung. zu Ubekskehcn haben. Jeder Verein von Männern, cr 1ey jo mäcdtig als er wolle, der es versuchen mdchte, micL-Zst und ohne Offenhxidgegen das Land aufzutreten, -- dem es nicht gelänge, , dee Tr1parniffe in den öffentlichen Ausgaben zu bewirken, we!che das allgemeine Be- dürfniß erheischt, »- der néchc _mit, Kraft und Redlicykzxit da- hin strebte , das Haus der Gemeinen einigermaßen umzu,-
“stalten," und »der nécht auf das genaueste die Politik der
icheeinméschung in .Kontéuental-Angelegenheiten befolgte, -- würde fich als Ministerium nur eines kurzen und aux jeden “Fall“ eines nicht ehrenvollen Daseyns zu erfreuen haben und Veranlassung geben den Austritt des Herzogs von Wening- ton zu bedauern. Die besten Freunde derer, die den Wunsch hegen, Minister zu werden, find diejenigen, die bald und mit dancer- Stimme ißnen diese Wahrheiten zurufen,“ - In Bezug auf die Verhandlungen im Unterhaus: über déie“ Civél-Lefte bemyrkt der Courier: „Die Abstimmung im Unterhause, obgletcb nominell wegen der F orm der Civid Liste, betraf in der That eine Frage Über den Grad von Verkrauen, welches das Unterhaus in die dermalige Verwal- tung seht. Wir wiederholen es , „daß nur die Rede von der Form der Civil-Liste war und von kei-xer Ersparniß. Die Minister schlugen eine verminderte Civil-Ljske, nach dem Musker aller früheren seit der Revolution, vor, abgefaßc mic «derKlarheit und dem Scharfsinn des BurkesthenGeistes, be-
stätige von Fox, und angenommen und befolgt von allen fol.- genden Mi.-istern.“ Nach dieser Bemerkung setzt das ge- nannte Blatt, als Beweis für seine Behauptung, auseinan- der, daß, WEM! wirklich nur an Ersparnisse gedachr worden wäre, der Vor1chlag des Sir H. Parnell, einen besondern Ausschuß zur Unxersuchung des Gegenstandes zu ernennen, bei weitem nichr 10 gut zum Ziele geführt haben würde , als die Erörterung desselben im Ausschuss des ganzen Hauses.
„Der Marquis von Anglesea“, heißt es in einem hies:- gen Blatts, „hat auf einen ihm gemachten Antrag, die Haupt- Bictschcist um Aufhebung der, Union im Oberhause zu über- reichen und zu unterstützen, eine vortreffliche und männliche Antwort ertheiltx Sie umfaßt die nämliche Ansicht von der GefaHr, von der Schwierigkeit und von der Unangemcssen- hch der beabschtigten Trennung , die man allenthalben hat, wo man im Stande ist, diesen Gegenstand cms dem richti- gen Gestehrspunkce zu bcurtheilen. Noch einige Wochen" län,- ger werden diesen so wenig zeitgemäßen Plan völZig beseiti- gen, eincn Pia", der unseres Erachtens nach, und sogar was dxn großen Unruhestifter selbst betrifft , nur aus der Voraus; sclzung entsprungen seyn kann,“ daß es: zu einer schnxlleren Adhülfe der wirklichen oder eingebildeten Zriändischen Be- schwerden führerz werde.“
Aus Dublin wird Folgendes geschrieben: „Die Orange-Logen in dcr GrafschaftDown haben den Katholiken den Oelzwcig dargereécht und sich verbiUdlich gemachr, |ck al- ler bisher üblichen Prozesfionen zu enthalten, zugleich auch den Beschluß gefaßt, die Regierung zu_bitcen, durch Anstel- lUng armer Leute „bei dffenclichen Buuren Irland zu beruhi- gen und seinen Zustand zu verbessern. Das heißt wahrlich, eme neue Epoche in der Geschichte Irlands begründen. Die nördlichcn Orangemänner smd Patrioten und Friedensstifter geworden, und wenn fie bei solchen wohlwollenden Gesinnun- gau verbleiben , so wäre die Anregung zur Aufhebun _der Union, die sie zu dieser Veränderung bestimmt u Faden scheint, für Irland eine große Wohlthat gewesen. ie man sagt, solLen die Orangemänner inBe-lfask urd Autrim ähnliche Maaßrcgc-ln beschlossen haben.“ '
Der Morning-Chronicle zufolge hatten in der letzten Zeit die politischen Vereine nach dem Muster des Birminghamer sich in rascher Folge in mehreren angesehenen Städten ve)?- breitet. Die Kopie einer Bittschrifk, welche der Verein an Birmimgham öffentlich zum Unterzeichnen ausgelegt h_atte, und iu welch§r der „König um Abdankung des Wellingtonjchen Ministeriums gebeten wird, weilLelzteres fich bestimmt gegen aüe Reform erklärt hatte , wird von genannkem Blatts mic denBemerkun mitgetheilt, daß durch die Refignatiön des Herzogs vvn 5LYellington der Kraft-Encwickelung dieser politi- schen Vereine, welche die Regierung sehr in Verlegenheét hät- ten sexzen können, vorgebeugt worden sev. - '
In der Umgegend von Canterbury und in andern Thei- len von Kent dauern die Brandstiftungen noch immer fort. Zahlldse Haufen von Landleuten durchziehen das Land, for- dern “own den Pächcert1 höheren Arbeitslohn und versprechen den'jem'gyn, die ihren Wünschen willfahren, Schonung ihres C'ÖZULTHUM'Z. .Mehéere unruhige ONenschen ßnd vom Mili- tair, deffxn Anzahl in der letzten Zeit auf einigen Punkten vermehrt worden ist, verhgfcec worden. Die Pächter einer Gegend haben eine Biltschrift an das Parlament abgefaßt, in welcher fie ihr;- gefährliche Lage vorstellen ynd um eine praktische Parlaments-Reform sowohl als darum bitten, daß man einen Theil des bisherigen Land-Eigenthums der Geist- lichkeit auf fie (die Pächter) übertragen möge,.
Das Königl. Schiff „Rifieman“ von 18 Kanonen, das in 19 Tagen von Malta in Portsmouth angekommen, bringt unter andern die Nachricht, daß der „Windsor-Caskle“ von 74 Kanone", Capt. Bouverie, nach Tunis und Tripolis abge- gangen war und am letzteren Orte einige Irrungen zwischen dem Bey und dem Engl. Konsul (der seine Flagge eingezogen hatte) ausgleichen sollte, die daher entstanden, daß der Bey auf die :häclichen Drohungen des Franz. Admirals Rosamel seine frühere Entscheidung zwischen dem Engl. und Franz. Konsul in Betreff der verlorengegangenen, und, wie es scheint, auf unrechtliche Weise in die Händedes Franz. Konsuls Rousseau gekommenen Papiere des Major Laing widerrufen hatte. * '
Niederlande. *
Aus dem Haag, 19. Nov„ Gestern wurde der Ge- burtstag Ihrer Majestät der_Könégin in der hiefigen Rks- denz, so wi? in vielen anderen Städten des Reichs, auf uns erhebende Weise gefeiert. , Da ist vielen Orten der 18. Nov. auch als de_r Jahrestag unserechfreiung von der Französi- schen Herrjchafc begangen wird, so gewinnt er dadurch em
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doppelces Interesse für das ganze nördliche Niederland. Vor- mittags fand hier eine große Parade statt, die Se. Königl. Hoheit der Prinz Friedrich, begleitet vom General-Lieutenanc van Limburg-Stirum und vom General-Major Snouckaert van Schaumburg, in Augenschein nahm.“ Mehrere Offiziere, Unteroffiziere und Gemeine wurden bei dieser Gelegenheit von Sr. Königl. Hoheit mit den iychr von der Gnade des Königs als Belohxmng terkannten Ordenszeichen bekleidet. Nachdem Se. König!. Hoheit die Truppen auf eine herzlicM Weise angeredet hatte, ließen sowohl diese als das zahlreich versammelce Publikum ein freudiges Lebchoch erschalxen.
Die erste Kammer hat gestern die beiden Geseß-C'nt- würfe hinschtlioh der Grundsteuer und der vorläufigdn Be; stimmungen des Bndgecs für das Jahr 1831 angemommen.
In der vorgesrrigen Sikzxxng berchäfcigce ssch die zweite Kammer der Generalstaaten mir der neuen Redaccion des (Heselxzes [)ét1sichklich der gezwungenen Anleihe in Form von Abgaben-VorsCWffen zur Deckung der Scaars-Bedürf- nisse. Auf den Aukrug des Prästdenten beschloß man, den gedruckten Berichc d.;rüber zu verthcélen und am nächsten “Freitags die endliche Resolution dieserhakb zu fasen.
Nymwegen ist vom 17cen d. 932. ab in Kriegs-Zuftand erklärt worden; ein Thsil der Amsterdamer Schuccerei bildet die dortige Besaßung.
Did Insurgenken [)atken einen Skreiézug gegen die Z"“ sel Tholen (Provinz Seeiand, in der Mündung der Scheide) unternommen, doch smd ste mit Verlust von 29 Gefangenen von dew bewaffneten Einwohnern zurückgesckzlagen worden.
Neuerdings smd gestern aus den Königl. Werften meh,- rere m:““c Freiwilligen bemannte Kanonicrbooce näch dem die Provinzen Seeland und SÜd-Holland trennenden Kanale unter Segel gegangen.
.Die kleine Fischexsradt Avnemuiden auf der Insel Wal,- chern zeichnet fich durch die Bereétwilligkeic ihrer Einwohner, in den Königl. Seediensr einzutreten, ganz besonders ans. Mit allen Übrigen Einwohnern der Insel haben ste fich zu einer Land; "und Küsten-Bewachung vereinigt und außerdem einen Theil ihrer Fischerboote angeboten, um die Evolutionen zur See zu _unterskükzen.
Brüssel, 18. Nov. Die pxovisoréscbe Regierung hat angeordnet, daß in Belgien alle Arten Getreide und »Mehl zollfrei sollev» eingeführt werden können, ferner daß, wiewohl das amtliche Geselx-Bulletin immer ausschließlich in Franzö- sischer Spraché puölizirc werden soll, doc!) in denjemégen Di- strikten, in welchen Flamändisch oder Deutsch gesprochen wird, zugleich eim: Uebersetzung in einer der beiden Sprachen soll
Endlick) ist auch beschlossen worden, daß die von dem Brüssler Stadtrathe im Monat Mai d. J. an,- gekündigt'e Verloosung von anzukaufenden Gegenüänden der hier stattgehabten Gewerbe-Ausstellung wirklich zu Stande kommen soll, doch werden die nach den nördlichen Provinzen versandten Loose außer Gültigkeit gesefzt.
Zu der geßrigen Silzung des Rational-Kongreffes er- klärte der Advokat Nothomb, daß zwar auf der Redner- Bt'jhne ,eines benachbarcen großen Staates cin berüdmtcv Diplomat (Baron Bignon) fick) hinscbtlicb des Großherzog- thums Luxemburg gegen die Ansprüche Belgiens ausgespro- chen habe; dies sey inzwipchen etwas voreilig geschehen, Bel- gien wolle fich t1ichtsde|oweniger nicbt übereélen und die
"“Frage VOU einer andern Seite betrachten.
Unsere Zeitungen stimmen in ihren Berichten über die (ge- ÜEW mitgetheilten) Angaben des Hrn. v. de Weyer hinschtlicf) seéues Aufenthalts in England nicht Überein. Einigen Blät- tern , und namentlich, dem Journal de la „Belgique zufolge, hat derselbe geäußert , daß gleich nach seiner Ankunft in Eng,- land fick) die öffentliche Meinung zu Gunsten der Belgi- 'schen Sache kundgegeben habe; andere Blätter dagegen, las-
-1'en. Hrn. van de Weyer sagen, daß er eine ungünstige Stim-
mung vorgefunden habe. ,
Der Vrai Pacriote äußert: „Seit einigen Ta en herrscht in Brz'iffei eine dumpfe Gähruug, die man der b- .dankung des Herren de Potter, des par sxcsjleuoa populai- , _ _ Seine Parteigänger, von denen er unbezweifelt mchts wassen will, und die sein Interesse mit größerer Theilnahme, als er es wahrscheinlich selbst wünscht, zu dem 'ihrigen m'achen, scheinen die Absicht zu haben, es die provisori1che.-Regterung empfinden zulassen, daß sie ohne ihn und ohne seine Autorttät beim Volke nicht bestehen kön- ne. Man vermurhet darum auch, daß ich die provisorische Regierung gezwungen seben_werde, eine epucation an Hrn, de Potter abzusenden, um thn zu ersuchen , unter seine all- mächtige Aegide jene Regierupg zu nehmen, deren Sturz ohne einen solchen Schuß gew1ß seyn würde. Das :| in je-
dem Falle gewiß, daß aufreé ende Anschla e*et ' Straßen von Brüssel a:!geklcbzc “worden find?“ä tel m allen Aus Venloo smd 350 Soldaten und 25 Offiziere als Gefaugaene hier angekommen. . Dre Blokade dex“ Wesk-Flandréschen Küste, und nament- lach auch des Hafcns von Genc, wird streng gehandhabt; in Texzwuzczx, 21,39th der Kanal von Gent seine Richtung nimmt, dürjen dre Sclzxffe weder e_in- noch auslaufen. Kürzlich ist es xoxock) noch dem Englischen Pakctboote, wiewohk es eben- falls angehalten worden war, unter dem Voxxvande, daß es
la::fen.
Hr. Levae, dEr RedacteUr dcs eben nickt e r rü mli ["kfz-„UNTEN Opposiréouzxdlackss „Le Belge“, ha)» LY; ZULETZT“ der Unterstützungs-K0mmissdncn, seitW Abschied ext1gereicht.
Lux_cmdurg, 17. Nov. Dok Cévil-Gouvekneur unse- res Gxoxhet'zogthnMs hac fol538x7de Bek-mnkmachmxg erlasssu:
„C'dehner dcs" Großherzogchums! Durch msine Be- kanntmachung VOM 6. Okt. amd dux'ck) meineV-xrfüguag vom Lten d. habe ich Euch_an die Traktaten dcs Exoßherzogchums zmd an dio poliriychn StipUl-zcionen erénnerc, welche, mdem ste das GyoßWx'zogrhnm dem die Krone der Niedcr; lande tr_agendcn Fürsten Übergab-sn, daraus eine von diesem Köm'grctche :.:nabhänZige, jedoch dem Deutschen Bunde ein- verletbte, Soxxverainität bildktcn. Ick) habe EU?!) dargelegt, daß Ihr untcr diejen VerhältxxéFsen die prdvésorisM Regierung nicht anerkennen könnt, dée fick) unlängst in dem Belgien genannten ThUle des Königreichs gebildet hat, mid daß Ihr unter An- dcécxn Euch der Theilnahme an den Wahlsn, die se zur Bil- dung 'emes Kongresses angeordnkc hatte, enthakten mdget. -- ngsnwärtig benachrichtige ich EUch von den Folgen, welche dxe Ntch)t-Bedbachtm1g Eurer Pfiéchtsn Euch zuzicht. Da dre fur das Sxoßhcrzogthum festgestellte Souvcraénicät ver- kanxzt und ]elbsr angegriffxn worden ist, so haben Se. Majestät dex“ König und Großherzog in Gemäßheit des 6Zjietx Artikels der Wiener Kongreß-Akce den Beistand des Deutschen Bundes anrufen müssen, um die geseß- ltche Ordnung in diesem Staate der Föderation wiederher- zuftellen. -- So lautet die Ankündigung, welche Euch im Namen Sr. OJZajestät zu machen fck) so eben den Befehl er- Zakce. -- Sie hat den Zwedk, Euch in den Stand zu setzen, _uci) aus eigener Bewegung Wisch unter die verfassungsmä- ßtge und einzig legitime Auroriräc “des Königs, Eures Groß- herzogs, zu steifen. Jhr habcALle das größte Jukeresse, dies zu thun, wetl_Jhr Euch dadurch die Unatmelxnléchkeicen und Nachthcile erspart, welche die Anwendung der Gewalr und de1: bewaffneten Macht hcrbeifühxcn muß. "- Vcreinigr EU:!) demn, L'uxembUrger, unter dem Banner Eurer alten Treue und seyd überzengx, daß das Volk, welche5 am ruhigsten bleibt und die meiste Anhängliéyk'eic für seine ReZierung zeigt, auch immsr am wenigsten von politischen Krisen zu befürchten
[ habet; wird. -- Jm Vertrauen auf Eure Weisheit und auf
die Verständixkeik, mit der Z:“)r immer Eure wahren Inter- essen zu eykejmeu gewußt, werde ich sehr gern die Beweise Yk11ysäxkgei1, die Z“»)r mir von C'UM' BSTskiMMUUg zu dé-csem qurufe zusenden werdet.
Luxemburg, den 16. Nov. 1830. Der Scaacsrath, Gouverneur des Großherzogthums Luxemburg, - Willmar.“
Deixtscbland.
Weimar, 20. Nov. Unsere hochverehrte Frau Groß- herzogin hat: „vor kurzem einen neuen erfreulichen Beweis gegeben, wie Uhr Sie geneigt ist, das wahre Verdienst überall, wo es fich findet, anzuerkennen und zu belohnen. Maria Schül§ zu Groß-Rudestädt im Großherzogthum Weimar hat bas jexzc 5-2 Jahre als_ Décnstmagd treu und zur Zufrieden- heit in einer und derselben Familie gedient. Vor kurzem kam dieser seltene Fall zur Kennrniß des hiefigen Frauen- Vereins und somit zur Kenntniß der Vorskcherin desselben, lerer Kaiserlichen Hoheit, der Frau Großherzogin. Sie berchloß augenblicklich, die treue Dienerin durch eine beson- dere Auszeichnung zu belohnen, und dies geschah auf eine wahrhaft fürstliche Weise. Jm Anfange d. M. erhielt näm- ltch der Ortspfarrer, Superintendent Saal, eine massive goldene Hal-zk'ecre, mit einem nicht kleinen goldenen Kreuz“, auf welchem auf der einen Seite: „Marien SMW, für 5-2jährige treue Dienste“, auf der andern: „Marta Pam“ lowna,' Großherzogin von Sachsen“, seh; schön g-ravirt zu lesen war , mit dem Befehle zugesendet, jolches der darauf Benannten im Gotteshause vor versammelter Gemeinde mit
einer passenden Anrede, ayorin der Grund dieser Auszeichnung erwähncwerden möge, emzuhändigen. .
nach Dünkérchen gehen wolls, gelungen, in Oßende einzu-
* «5;.;«-.-«a:-x---. 3§* € I "!*-* » -