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nach dem numerischen Bestande derselben vertheilc werden. 11) Wenn eine Penswuair-Scelle offen wird, so soll der Ver- waltungsrath des Regiments durch den General-Inspektor dem Kriegsminister die Söhne alter und verdienter Militairs für öieselbe in Vorschlag bringen.

Die bisherigen Feldpredigerstellen bei * den einzelnen Rc- gimentern der Armee sind mittelst Königl. Verordnung vom 10ten .d. M. aufgehoben worden. Künftig wird nur in den Garnisonen , Festungen und Milicair-Anftalten, wo die zur Ortspfarre gehörende Geistlichkeit für den Gottesdienst nicht hinreichsnd ist, und bei jeder Brigade , wenn Zusammenzie- hung-n von Truppen in Divisionen oder Brigaden stattfin- den, ein Feldp-rediger angestellt werden. Die gegenwärtig als Feldpredéger im Dienst befindlichen Geistlichen soklen unver- weilt zur Verfügung der Diöcesan-Bischöfe gestellt werden; als Entschädidung wixd ihnen der Betrag ihres halbjährigen Gehalts bewilligt.

Durch eine Königl. Verordnung vom 15. Nov. find der Requeten-Meister Herr Macarel zum Staatsratl) im ordent- lichen Dienste, der Baron Fain, erster Kabiners-Secretair Sr. Majestät“ des Königs und ehemaliger chuctcn-JNeister, zum Scaarsratl) im außerordet1tlichen Dienste, die Herren

' Chasseloup-Lauvat, Armcmd de Clarange-Lucocte und TOM'- nouer, Bellota, Dcnis-Lagarde , redigirender Secretair der Deputirten-Kammer, und Tasctxereau, Genexal-Secretair der Präfektur des Seine-Departemencs , zu Requetett„-O)?eé- ßern ernannt worden.

In der Besetzung einigerPräfekcuren smd Veränderun- gen vorgegangen; Herr Dupont-Delporte ist statt dc-xs zum Polizei-Präfekten ernannten Grafen Treishard zum Präfek- ten der Niedern Seine, der Deputirte Baron Mechin zum Präfekten des Departements des Nordens statt des Herkn Devilléers du Terrage ernannc'worden. Herr von Lacoste,

bisheriger Präfekt des Departements des Gard, hat das Departement des Tarn und der Garonne, statt des Herrn Thayer, und Letzterer das des Gard erhalten.

Herr Bertin de Beaux, der seine Entlassung als dies,- seétéger Gesandter am Königl. Niederländischen Hofe genom-

men hat, tritt als wieder zu wählenden Kandidat beim Be- zirks-Wahl-Ko-llegium zu Versailles auf, das in einigen Ta,- gen zusammentrecen wird , um das Depurirten-Mandac des Herrn Bevxin, den es schon einmal in die „Kammer gesandt “hat, zu erneuern, oder einen andern Depurirten statt seiner u ernennen. Zu seinem Rundschreiben an die Wähler von

ersailles zeigtHr.Bercin ihnen an, daß die temp o r aire ONis- son, womit er beauftragt gewesen, jeßc bccndigt und er durch die Güte des Königs der Freiheit des Privatlebens wiedergege- ben sey. Sein ?itbcwerber ist Herr Bastide.

Die Nachricht von dem Tode des Königs von Neapel ist gestern Abend durch einen Courier des Hauses Rothschild hier angekommen.

Die vierte Legion der hiefigen National-Garde hat den General Bertrand zu ihrem Obersten gewählt.

Der Messaaer des Chambres berichtec Folgendes: „Die Spanische Regierung hat auf den Antrag der dieses.,- tigcnRegéerung Befehl ertheilc, alle auf Französischem Ge- biete gemachten Gefangenen in Freiheit zu setzen. Die mit den Waffen in der Hand auf Spanischem: Gebiete gefangen ge- nommenen Franzosen werden nicht am Leben gestraft werden. und Alles läßt [;offen, daß sie später in ihr Vaterland wer- den zurückkehren können. '

Aus Bayonne vom 13ten d. wird geschrieben, daß General Plasencia der an ihn ergangenen Aufforderung, sch nach Bourges zu begeben , nicht Folge leisten wolle und jich uach Pau begeben habe, mit der Erklärung, nur der Gewalt weichen zu wollen. Dasselbe haben mehrere andere Spayische Flüchrlinge gethan. Die, dortige Spanische Janka hat eine Protestacion erlassen und sie demGencral Mina zur Unter- zeichnufng nacb Caxnbo überschickt.

Emem Privatjchreiben aus Kandien vom 3. Okt. zu- folge , welches der National mittheilc, sind die dortigen Griechen entschlossen, dée_in ihren Händen beßndlichen festen Pläße gegen dae Aegypcé1chen Truppen zu vertheédigen.

Großbritanien und Irland.

Parlaments;Verhandlungen. In den Si un; I?" vom 17 urxd 18. Nov. ist sowohl im Ober; al? im Unterhause mchcs Hor) besonderer .Wichtigkeic vorgekom- ZUM- Da das FWU? M'Ulßerßum noch nicht definitiv ernannt L|- so haben Yse merkten Mttgléeder ihre angekündigten 'An- träge zum Tk)?“ verschoben UNd zum Theil zurückgenommen. Im Upterlxmje trug Hr. Charles Grant auf die Erlas- sung emes Wabl-Ausschreibens an die Stadt Liverpool zur WWÜhlUng cm*es neuen Mitgliedes an die Stelle des Hrn. .

Huskcsson_an. Auch an die Stelle des Lord Milton, der dtesmal mcht iys Unterhaus eintritt, wurde auf ein neues Wghl-Ausschrecbevn angetragen. - Dem Antrage des Herrn deley_, daß dre auf die letzten Wahlen Bezug habmden Bctrschrtftep vor Weihnachten nicht zur ErwägUUg kommen mögen, wetl dazu keine Zeit übrig sey, indem bald eine län"- gere Vertagung des Hauses stattfinden müsse, um Se. Maj. tn- de§1 Stand zu setzen eine neue Verwaltung zu bilden, wederjxlzte fisch. Hr. Brougham. „Was gehen um“, sagte ex, „dre thster an, wenn wir die auf die Wahlen fich be- ztehendep Btttschriften untersuchen wollen? Ihre Gegenwart rst dabet gar mcht vonnöthen. Wir können ohne ste eben so gut handew, und zwar sage ich dies mik aller Möglichen Ack- tgng für_ jedes künftige Ministerium (Man lacht.) Ich habe mchts mtc den Ministern zu thun, und, wenn nicht aus Ach- tung für fie oder als Mitglied dieses Hauses, komme ich in Kine, Berührung mit Ihnen. Ich sage dies zur Benach- rtchttgung derjenigen, die an der Sache ein Interesse nehmen mdchcen. des beerjiffr eine der wichtigsten Fragen; es handelt fich nämlcch "darum , wer und'wer nicht das Recht hat, hier zu ßßen; verzögert man die Erledigung einer solchen Frage, do_ gej'xatten wär vielleicht Manchem, der kein Recht dazu hat“, heer „emen Platz , während wir Andere, die vollkommen be- rechttgt seyn können., ausschließen. Viele Ungelegenheitrn würden auch aus dieser Verzögerung entstehen, insofern sehr ptele Parteien die Vorbereitungen schon getroffen haben, um ]ekzc „hter ihre Sache zu führen, und fich bereits viele Zeugen zu dtesem Behufe hier in der Scadt befinden,“ -. Der An,- crag wurde aus diesen Gründen zurückgewiesen. Eine von Sir J. Graham an Sir Rob. Peel gerichtete Frage hin- fichtlich der in der leßten Hof-Zeicun des ])1'. Phéllpotts zum Bi1chof von xecer beantwortete “Sir Robert damit, daß diese Ernennung von Seiten des Königs schon _beschlossen worden sey , ehe die Minister ihre Refigna- tiotx emgereicht, und werde er (Sir Robert) in dem unwahr- scheenléchen Falle, daß er die Siegel seines "*Mivésteriums be,- halten wllto, alle über diesen besondern Fall erforderliche Aus- kunft e'rtheilen und die nöthigen Papiere vorlegen. -- In dxr Stßuzxg vom 18ten überreichte Sir Rob. Wilson dw Bictxchrifr eines Londoner Kirchspiels in „Bezug auf di; neue Pokizei. „Wenn“, sagte er “dabei, „die Bittüeüer den * Charakter des neuen Instituts ange- griffen hätten, so würde ich mich mit ihnen in direktem Wi-

derxpruck) Erklärt haben, denn ich muß der neuen Polizei die Gerjechtigkeit widerfahren lassen , daß ich niemals ein besser gel-eecetes und wirksa'meres Corps vvn Leuten gesehen habe. (Hört,_ hört!) Die „Bittsteller drücken inzwischen“ eine Unruhe axx-sz, dee, ich jedoch auch" nicht ganz theélen kann. Sie halten' das Poéezei für eine ?efährliche Macht und sind der Met“- mmg, daß ein willkxhrlick) verfahrender Minister fie dazu gebrauchen kann, die Freiheiten des Volkes zu erdrückexx. Erxväge ich, daß sich ,die Einwohnerzahl dieser Hauptstadt ays1,200,000Seelen beläuft, so kann mir eine solche Besorg- ncß nicht in den Sinn kommen. “Mein sehr ehrcmverthet: Freund, der Minisker des Innern (Sir R. Prei), hat nicht zn, fÜkchthn , daß man seinem Andenken die Verantworcléchz keet einer von den Bittstellern angekündigten Katastrophe aufbürden und dadurch die zahlreichen „Ansprüche vermindern werde, dje er sich auf die Achtung und die dankbare Aner- anyung 1eines Vaterlandes erworben hat. (Beifall von allen Setren.) Wenn die Bittsteller indessen darüber klagen, daß thnen die neue Polizei eine jährliche Mehr-Aaögabe von 700 Pfd_. verursache, so scheint mir dies ein gerechter Grund zur Beschwexda zu seyn.“ -- Sir R. Peel erwiederte, daß, falls er tm Amte geblieben wäre und Jemand auf einen Ausschuß angetragen hätte , um die durch die Polizei verur- achte 11 Ausgaben zu beschränken, er dann-nichts dagegen ge- habt haben würde. Ein solcher Ausschuß hätte auch am leichtesten alle Vortheile, welche die neue Einrichtung ge- währx, darstellen und die vielen falschen Angaben, die, dar- über an Umlau'f wären, widerlegen können. _Man sollte'sch nur erinnern , daß seit der Thronbesteigung Sr. Maj. sehr viele öffentlixhe Schauspiele, wie Revuen u. s. w., wobei fich große- O)?en1chen-Massen versammelt, stattgefunden hättén, und daß dabei immer,. mit Hülfe der neuen Polézeé, die größte Ordnung aufrecht erhalten worden se . Nothwendig müßte es in einer Stadt von 1,200,000 Anwohnern eine gehörige Civil-Autoricät geben, welche auf Bewahrung von Ordnung und Ruhe zu sehen habe. Gäbe es ein solches Mittel nicht, so müßte, natürlich die ONilitair-Macbc, und mithin auch der Ausgaben-Starus dieses Zweiges, vergrößert

Beilage

Der Antrag meines ehrenwerthen Freun-.

befindlichen Ernennung

2543 Beilage zur Allgemeinen Preußischen Staats-Zeitung M 328.

„*“**-55.1»!-xGIsMIYxxM-SÉWK WW *. * -- -* -

werden. Es komme nun darauf an, zuwiffen, ob etwa das ganze Land die Kosten der Londoner Polezet-mtc zu x_ragen habs, und glaube er auch, daß, wenn die Leyte_ mchts„aus :hrem Beu- tel herzugeben hätten, um das qutzez-Jnfittut zg erhalten, sie auch gegen die Verfassun smäßcgkett _desselbey mchts wür,- den einzuwenden haben. -- ls Hr. leks dre Beerkung machte, daß es gut seyn würde, wenn em Ausschuß, rvte der, den der Minister selbst als wünschenswerth dargestellt habe, zu Stande käme, erhob sich Str Robert, Peel Kreyer und kündigte an, daß er gleich nach den Wechnachts-zerren auf die Ernenrcung eines Aysschusses antragen werde, welche Ankündigung das Haus mxt Betsall aufnahm. Ach) Herr Hume meinte, daß die haupFsächYWsten Beschwerden gegen die neue Poißzei, und namentltch des wegen threfr Verfgssxxngs- widrigKik, auf einem Jrrthume beruhten. Vtele Metglteder protestirte-n wider die Zumurhuyg, daß Pas ganze Land zu den Kosten der Londoner Polizet eqntrrbmren solle, ,ngegen Z jedoch Sir Robert Peel bemerklech machte, daß dxe «zrlän-

dische Polizei-Macht vom ganzen Lande uyterhalten we'rde.„ London , 19. Nov. ZBorÉesrern lk))telt dder Fr??? 7313171

ala von St. James gro es ever, em . er . Yransjken, der ErÄzéschof von Canterbury , dte Staats-Mt- nister, *Die auswärtigen Botschafter, tznd Gesandtetxund eme großeAnzahl von Militair- und Ctvtl-Beqmten betwohnten. In diesen Tagen überreichte dex: Erzbtjchof-vo-n Cgtxrer; bury, an der Spiße einer Deputaxton der Getstltchketc der Provinz, dem Kdnicxe eine Adresse, um Sr. Majestät _zu Höch|ihrer Thronbestaeigung Glück zu „wünschen u-nd„ zugletci) wegen Ablebens des verewigten Kömgs _thr, Betletd darzu- legen. In der-Adren'e wird zuydrderfi aut dw frühxren Ver- sicherungen Wilhelms 17. zu Gunsfen der allgememen In- teresscn der Kirche hingedeutet, demyäghst aber dtx_Hoffnung ausgesprochen, daß die bestehende_get|l:che Kommmfion untex Anderm aUch eine verbesserte Gejelzgebung m Bezug auf “dre Moralität der Geistlichen bewirken werde, um dex Unfittlxch- keit und Pftick)tvernachläsfigung Mancher unter. thnen wxrk- sam zu begegnen.“ Se. Majescä-c erwwdexteu hterauf : „Ste können fich in Allem , was Ste für .die. große Sache _der Frömmigkeéék, der Moralität und de;: Reltgxons-Wahrhxxxen thun, jederzeit auf Meine uuausgeseßte Gunsßund memen beständigen Schulz verlassen. Ich betrachte dre heftehende Kirche als eine der Hauptschußwehren _der_bürgerl1chen und religiösen Freiheiten der Nation, und dae tiefe. Ueberzeugung von ihrer Wichtigkeit sowohl , als auf daß feterlichste emgx- gangene Verbindlichkeiten , machen xs Mur zur Pfi_ccht,“dte Gerechtsame und Privilegien der erche zu verthezdtgen. Ein 1heutiges Morgenblatt gtxbc folgende Leske von der Zusammensetzung des neuen Minßskercums, ohne sie jedoch ver- bürgen zu wollen: Premier-Mimster, Graf Grey; Lyrd-Kan- ler, Lord Plunketr; Kanzler der Schatzkammer, Herr C. Grant; Minister der auswärtigen Angelegeqhetten, Lord Pal- merston; Minister des Innern, der Marqms von Lanshowy; Minister der Kolonéeen, Herr Stanley;,Chef der Arxtllerte, Graf von Roßlyn; Chef 'der Admiralttät„der Vascounc Althorp; Vice-König von, Irland oder Chef der Gaxde zu ferde, der Marquis von Anglesea; StaatsZSecretgtr von leand, Sir H. Parncll. Dagegen enthält eme zwettej Auf- lage des Couriers vom heutigen Tage folgende Lcsre, dre der Courier für authentisch hält:“ Graf Grey, erster Lord„_des Schatzes; Marquis Lansdown, Präsdent des Mintster- Rauhes; Herr Brougham, Lord-Kanzler; Lord Althorp, Kanz- ler der Schaßkammer und Leiter im Unterhause; Lord Dun- gannon, Staats-Secretair des Krie ey; Herr Denman, Ge- neral-Anwalt; Lord Palmerston,_ mister der auswärtigen Angelegenheiten. Die anderen Minister find: Lord Holland, Sir James Graham, Lord Melbourn, Herr C. Grant, Lord Durham, Lord Goderich, der Marquis von Anglesea, err Stanley , err R. Grant und Lord Hill. -- Dte heuttge Times äu ert fick) über das neu zusammenzyseßende Mim- nißerium folgendermaßen: „Wir sind 'der Memung, daß noch nichts Bestimmtes in dieser schwierxgen AtZZelegenheit he- schlossen ist. Es “wäre auch in der Thczc m t vernünfng, eine unverzügliche Lösung einer_so wichngen Frage erwarten zu wollen. Herr Canning brauchte , wie wir „glauben„ _20, und der Herzog von Wcllmgton 24 Tage, um thre Munste- rien zu bilden. Der gegenwärtige Zustand des „Landes macht jedoch Eile zu einer hohen und dringender) Pütcku, und wu" rechnen darauf, Graf Grey werde keine be]onde,ren Hindermsse

: lingcon in den [ekztcn Tagen mehrere _ 7 haben , in welchen man ihm droht, sem „H

Hr. Brougham hatke gestern eine lange „Konferenz mit

demGrafen Grey, die für beide zufriedenstellend ausgefaléen seyn soll. Daß dem Lord Plunkett die Lordkanzlerstelle angeboten worden, hält der Courier für unrichtig, und wenn, wie Andere gemeint, Lord Lyndhurst vielleicht als Lordkanzler wieder ein: treten sollte und auch Graf Roßlyn wieder ein Amt annähme,

so müßte es seyn, daß ihnen der Wunsch des Königs über Alles ginge, denn es solle die Verabredung gewesen seyn, daß alle béshe- rigen Minister gemeinschaftlich abgingen. Gewiß scheine, daß Se. Maj. allen bisherigen Ministern insgesammt und ein- zeln Ihr Bedauern über die Umstände, die zu ihrem Abgehen gefüyrt, bezeugt hätten, obgleich Sie in einem bedeutenden Punkte mit dem Herzogs v. Wellington verschiedener Ansicht gewesen. Sir Robert Peel stand in der letzten Zeit in ununter- brochener Verbindung mit den Lord-Lieutenancs der vxrschie- denen Grafschaftesrx, besonders mit denen, deren Grafychaften

= sich in aufgeregtem Zustande befinden.

Einem Morgenblatte zufolge, soll der Herzog von Wel- Zuschriften empfangen aus in London und seine Besikzung in Hampshire in Brand zu stecken. Aus Zkland wird gemeldet, daß nicht weniger, als “30 Pairs, 7 Baronets und 260 andere Personen von Rang steh durch ihre Unterschriften gegen eine Aufhebung der Unton erklärt haben. ' . . _ Die Regierung hat die Einrichtung ernes erzetchntffes aller Personen anbefohwn, die auf der Jrländtschen Pen- fionslisce siehen , mir Hinzufügung des Bc'trages und des Datums ihrer Penstonen; in Hinsicht der tn England und Schottland Penfionirten smd ähnliche Befehle erlassen worde» Im westlichen Theile von London ist dqs Gerücht tm Umlauf, daß dée'x Fürsk Talleyrand nach Wethnachken nach Paris zurückkehren werde. Da indessen die in der Wohnung des Fürsten begonnenen Einrichtungen und Rexxaraturen mtr großer Thätigkeit fortgesetzt werden, so ßndet dceses Gerücht wenig Glauben. Karl )(. hat 4 Englische Meisen von Edinbuorg dea Landfikz eines Capitains Christie zu seinen Iagdparneen ge.- méechek Das Dampfpaketschiff „Ramona“„ kgm gestern von Oskende an, welchen Hafen, als es dort emlxef, zwei „Zollän- dische Kriegsbriggs blokircen. Sie hatten emen Schu über das En lische von Margate in Ballast gekoxnmene Schiff „Lord Hawkesbury“ weg gethan, dessen Paptere untersucht und ihm verboceu,einzulaufen; es hatte es jedoch gethqn und nahm in Ostende Pferde em. Ein Witzdswß hatte dte Blo- kadeschiffe vertrieben. -* Einem ause m Brügge , das des- halb bittweise beim Könige einge ommen wax, soll derselhe das Einlaufen eines "Schiffes ans Batavia, m welchem sem ganzes Eigenthum bestand, gestattet haben. ' _ , Vierhunderc Damen von Waterford haben eme Bret- scbrifc, an die Königin gerichtet, worin ste das Gesuch um Abschaffung der Sklaverei darlegen. * . Die hiefige Gesellschaft zur Unterdrückung des Muß?- ganges 'jungcxr Leute versammelte fich gestern und “beschlo , eine wohlthäcige Anstalt zu gründen, um armen Kindern vox:

8 bis 16 Jahren, deren Anzahl in London auf nfcht wem- ger als 1180??? geschätzt wird, auf dem Lande oder anderwei- u be ch igen. _

g zAm 12cm *d. M. war der wöchentliche Durchschmttss preis von Weizen (ZZZ Shill., für Gerste 38 und für Hafer 237? Shin. Der Zoll auf Weizen betrug 24; Shia. , für Gerste 7 SW. 10 Pence und für Hafer 1277 Shell.

Niederlande.

Aus dem Haag, 20. Nov. Die zweite Kammer der Generalstaaten hat gestern den Geselz-Entwurf, we- gen der Abgaben-Vorschüsse zur Deckung _der Staars-Bedürf- nisse, mit 47 gegen 3 Stimmen angenommen;

Zur Feier" des Geburtstages Ilzrer Ma eskät der_ Köne- gin wurde gestern in unserm Franz sischen heater UAG:- legenheitsstüek unter dem Namen „Alles für den König ge; geben. Die darin vorkommenden patriotischen Stellen erreg- ten die lebhafteste Begeisterung; Eben so w_urde auch in de,? an demselben Abend aufgeführten Oper „,Die weiße DaMe das Lied: „Welche Lust, Soldat *zu seyn von„den Tahlreiob anwesenden jungen Freiwilligen mit großem Iube aufge-

nommen.

zu Überwinden haben.“

Zu den in den nördlichen Provinzen fnngirenden in Be!-