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fahr 3000 Vasen sich drei von untcrgeordnctcm Machwerk mit
Etruskifeher Schrift über den Figuren der Ge äße vorgefunden ,
haben; so-wic,zdaß „außerdem dxr ungesirnißte 5 odetx vieler der schdnßcn Vasen mit Griech. Zeichnuan und Inschriften,- Wor- tet: “und Buchsiabrn in Etruskischcr christ vorkommen. „Diese Inschriften scheinen sicli allerdings metß auf den Fabrikanten oder den-Eigentbümer zu beziehen, konnten.aver„ obwohl größ- tentheils eingckraßt, nicht wohl gnders als im frischen Thon r- füh-rt werden und eben daher emen Grund mehr ab, um„an te
abrikation jener asen durch Griechische, aber in Etrurtcn an- ässige, Künstler u glauben. _
Die mehrfa „ und zuverschtllch auSgesprochencNoffnung, in der ungeheuren Anzahl jener Vasenmschristcn htßorcsche Data fur die Zeit und erkunft der Denkmäler, szenen ße angehören, auf- zufinden, scheint sich an eincm Federkrte phelologxscher Amilo- gungen zu zerschlagen ; demi nachdcm Lucian pnaparte in der schwiem rigen Inschrcft-ciner Blirchtschen Vasenmaleret die sichere. Burgsthaft Jefunden u haben glaubte, daß die auf seinen Grundijuckcn gefun-
enen Gr bervasen der ältcsien Hauptliadt dcs Etruskischen. Reiches angehörten, L| dieselbe Inschrift (N'FGZ- (UVEFFHF, canlsclsramqrjs cli Ueralonja) trotz dem in Italien darüber beobachteten Still- schweigen von auswärtigen Gclchrten „auf sehr verschieden; Weise,: theils wie von Panofka u emer Bacchrschcn Sentcnz („.-740. M.„ 1] annänie 19,3 kollex). tlJcils wie von Raoul-Nochctie zu einer athletischen Beischrift (“ZELM- «& e-mmrie 10 Kyrixlpcravgc- ßémmt worden. “m umgekehrten Vcrh (tms; warch die Zeug- nisse für die GriZschische Abkunft von Lucian? mc x derm zwer- tausend Etruskeschen Gräbervascn „diirch dte eigene a'ixßersi „wich.- tige Inschri tcn-Sammlung des Prinzen und durch dte gleichzei- lig von emt cn Beobachtern zusammengcskellten EigentHUmlich- ketten jener asen, über dte,ctn ausführlicher Bericht des Prof. Gerhard für pm nächlien„ Lieferungen oder Wcrk_e dcs I'Ußltilts versprochen wrrd. Allerdings geben diese wichtigen Dcnkmäler eincn großenihclls neuen Schah antiker Darßeuixngen, mnie Er- schciuungm im Technischen der; Form„ des Fermfscs und „der Zeichnungs neue Aufklärungcn fur der Sekte alter Vasetxfabrikcp und für ie bisher räthsclhafte „Besitmmuxtg jener Gcfaße, dre man.von nun an fasi durchgan tg fur „Preisgejäße, Geymnafien- eschenke u'nd Hochzeitsgaben, att, wre oft bisher, fur Gegen-
einde halten wird, deren leßte Bestimmung , Gräber zu schmÜ-.
cken, ihre qrsprüngölicw: cwefen wäre; aber alle und xcpe dicser Besonderheiten fin so c gcnthümlech Griechisch und scheiden stch
so beüimmt von dem mittelmäßigen Geschirr Etruskischer Tech-
nik ab, daß, „nach der gegenwärtigen Ansicht prüfender _Augcn- zeugen, auch der lclzte Vasenfund in Etrurien hbrhsiexts rmc Un- terscheidung „Griechischer und Tyrrhemscher, d. h. Greech1scher in Etrnricn gcubter Manixr he ründen könnte, als, irgend. emen schcinbaren Glaubexi an zrcrlt e VasenteckzntkEtr'usktschchu11sller.
Um das ubltkum noch vor Abschluß eiiies Gcneral-BchMs über die Ent eckungcn von Canmo mit wrcbtxgcn Dcnkmalcrn diescr Fundgruben_ bekgntxt zu machen, liefern dtc unter 01: Pa- nofka's Leitung M' Parts erschienenen,Denkmälcr-Hr «: anzie- hendc Bclr c. Mchrcretrbcrcits erschienenen Vgscnthcrn an- ziehender arsicllung, wre die Geburt des Errchthonias und Ulysses bei der Strenen-thscl es sind, soll zunächü dre Bekannt- machung einer der vorzüglcchüen Caninovasen, Scenxn der Zer- üdrung von Trojarorsiellcnd, von, [)x-. Schl uttt g m Nom cr- läutcrt, sic!) “"'-WOM; hierauf dee wichtige Reihe der tn „dedn Gräbern yon Vulcrgefundencn gegenwärtig" Mehr xils dretßrg panathenätschcn Preisgefäße, über welche, nach Mtlltngcns und Gerhards Erläuterungcnxer zwei ähnlichen in Athen und Nola gefundenen Vasen (jene in Englaxtd , diese im Kßnigl. Museum zu Berlin), von ])1'. A mbrof ck) tn Nom“. gründltche Aufklärun- grn erwartet werd,xn._
Bei dieser reichlichen, Benutzung der ncucücn Entdeckungen sind die Werke des Insituts auch an Bekanntmachungen von Denkmälern aydearcr Gegenden _und „Sammlungen nicht arm. An'ziéhcndc BettraZe _dxcser Arrstnd dee Erläuterungen cines" Va- sengemäldcs der K mgl. Preußischen Sammlung, den Raub dcs Palladiums vorsicllctzd , von Herrn Hofrath l;)ért, die Erläute- rungen und Bcschreebung€n mehrerer nenerd ngs aus Griechen- lai'td gekommenen Denkmalzr, voneGerhaerd, Welok er u. A„ mehrere Berechtigungen fruherer' uber bcruhmte Denkmäler ob- waltendcn Mißverüänpnt e, von Panoska, und nächst dcn Kunst- dénkmälern eine Notiz uber die neuerdings auf ewickelten Her- kulanis etx Nollen, unter denen laut Str Wil iam Gels und Scott xetnr mathemattsche Handschrift mu“ ihren entsprechen- den xcvmetrtsthen Figuren „fich vorfindet. Wir übergeben die Erw hmm anderer WFA?“ Aufsätze und Denkmziler pieser Werkrhlo darum, wer! te :ck mehr einer speziellen literarischen Forfchung asls der Reihenfolge von Entdeckungen anschließen, ayf ._wclche, ihrer Neuheit, wie ihrer Wichtigkeit “wegen, jeder ge- bildete Leser seine Aufmerksamkeit gern ;hinzulcnken pflegt, und
bemerken nur noch schließlich, daß alle das Institut angehenden Beßelluchn und Sendun cn, nach wie vor, vonder Kunübakdx lung S enck und Ger it-ck'er-in Berlin :besorgt werden.
Königliche Schauspiele.
Sonnabend, 27.“ Nov. Im SchaUspielhaus-e: Nehmt- ein Exempel daran! Lustlpiel in Alexandrinern, in 1 Aufzug, von) [)r. C. Töpfer. Hierauf : Die Schleichhändler, Pos- senlpiel in 4 Aufzügen, von E. Raupach.
Sonntag, 28. Nov.- Im Opernhause: Zum erstenmale: Alfred der Große, Oper: in 2 Abtheilungen mit Tanz, von Ti). Körner; Musik von I. P. Schmidt. Hierauf: Das Schweizer-Milchmädchen, panromimisches Ballet in 2 Abthei- lunqen. (Dlle. Therese Eisler wird hierin tanzen und Dlle. Fanny Eisler dir Partie der Liesli ausführen.)
Im Schauxpielhaule: Menschenhaß und Neue, Schau- spiel in 5 Abthriiungen.
Mehrfach ausgesprochenen Wünschen zu begegnen, wird vom 1. Dez._ 0. an wiederum ein Abonnement für die Dauer der Franzöfilchcn Vorüellungen, mithin auf 7 Monate, genen die früher ziim Amaßkgebrachten Preise stattfinden. Die dcsfallfigen lchrifrlichen Meldungen werden vom heutigen Tage an berücksichtigt.
Königstädcisches Theater. Sonnabend, 27. Nov. Fiorella, oder: Das Hospizium St. Lorenzo, Oper in 3 Akten. Hierauf: Der Faßbinder, „FMM? Pantomime in 1 Akt, qusgeführt von der Familie o er. „Sonntag , 28. Nov. Zum erstenmale wiederhole: *Der Brief an sich selbst, komische Oper in 1 Akt, nach dem Fran- zdfilchen von C. Meisl„Mustk vom Kapellmeister Fr. Gläser.
Hierauf: Künstler-Liebe, oder: Die moderne Galathee, Lusk- -
spiel in 1 Akt._ Zum Beschluß , zum erstenmale: Das Dop- pelduell, komilche Pantomime in 1 Akt, ausgeführt von der Familie Kobler. -
Montag, 29. Nov. Zum erstenmale: Der Diamant des Geisterköuigs, Zauberspiel in 2 Akten, von Ferd. Raymund; JNUÜÉ von I. Drechsler. Die neuen Decorationen sind vom Decorations-Maler Hrn. Blum.
Im Laufe der nächsten Woche: Zum erstenmale: Abällino *
der große Bandit, großes “Melodrama in 3 Akten, von Zlchokée.
Zsrliuar ZörZ-S. ])au 26. Koyombßr 1830.
Imi). 17011118- um] €€]ä-Eour8-Zette]. (Krsu/z'. („"o“-x'.) [277 sö'Z-“ZF' "| 5977] " "“ 127€] FZZ] (;.-222.
90; BIZ- 081;[)l*. [*t'auäbrt“. 4 95 l ZZZ 98 90mm, ])kxzuäbrl'. 4 9652- ](ur- 11.0701111100. 4 4
Zt-J-klmQ-Fob. ])7'. [ZUZ]. Kin]. 18 ])1'. [FUF] „4711. 22 [)1'. ]anx]. 001.30 [(ur*111.?)b.m.].() 17612111 lut.§t;]1.c]. „[JG-']. Ztaät- 01). ](öniZzbZ. (10. leinZßr (10. [)ajm. (]0. in *kb. §x*e§t[xr. 91211). (Zr01'5112.l)0§. (10.
ZZZ; 84T Zcblesiscbs (10. 89T- -- Ükst. ().(LFÖ-UM. ZZZ -- Z.-§cb.ä.](.- UR . 92Z 92
91 *- 93 - kl011. y0]]x-7. ])ulc. 35 34Z Kana (Utax
ZZZ .... krieäricbsä'or .
943, 94F Uiscouto . . . .
DH1§SSDSHWMH
Auswärtiée Börsen. krankk'urt a. ], ., 22. Koyember. „
5pr00. Uatalliq. 91-F. 9137. 4 roc. ZZZ. 82. LH roc. . 1 ""as. 20-Z. Brief. ““Land/Action '1 54. 1251. park-Uklixx. UFZ. 1 7. Hause zu 100 k]. 166. Kriel". [1011]. l-oose 52F. 52F.
llamburz, 24 anember. 0681617. 4yruo. RstaU. 8-1. Zank-Rctisn 1073. 13115]. Kuss- zu]. 93?. Kuss. MJ]. Uamb. Seri. 92. ]):in. 60. 90111. yr. 30. Roy. 108Z. [Ing]. boay. 70. ['*'-19. 65.
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Gedruckt bei A. W. Sayn. *
Nedacteur John. Mittedaeteur Cortex
Zeitung.
KH 330.
Amkliche NacHriexiyer.
Kronik des Tages.
Se. Majestäc derKönig haben dem General-Landschaiks- Direktor von Pommrru, von Eickstedt- Peterswaldr, den thhen Adlor-Ordcn zweiter Klassr mic Eichenlaub, Und dem Landschafrs-Direktor des Scargardschrn Deparicmexxts in Pommern, von Boriiii, den Rothen ?ldler-Orden drit- ter Klasse zu verlexlzen geriihr.
Se. IJZajeftäk der König haben dem Küster und Schul,- lehrrr Sch1ilz zn Staffrlde, im Regierlstbezirk IFTagdeHUr-Z, das Allgemeine ElzrxxizciMn zu verleihen geruhi.
Se. Maj. der .'Mxxiq Haben die ErneUnuug des DNU- herrn von TNontrxiarin JUN Dom-Dschamteu im Brcslaxx
Allergnädigst zu bestätigen uud die drsfallsigc Urkzinde Aller“ : höchstseldst-zU vollziehen grrtxht.
«„.-.».«-- *«- »- - * -
ZCÉTUZ'igZ-NÜÖYÄÖWU. A u s l a n d.
Framk'rrick). Depmtirten-Kammer. “Die Sißtzng Von“. 10.
Nov. eröffnete Hr. Huxixßloix - Cssnté mix frigrndrr PL.;- „
position, als einem Zlisalzzum Yrglrment: 5,2326 Silzungsn der Drputirten-Kamrnerlollen kmiftig um “PUNK 1 Uhr er-
darüber verfügt. Ist bei der Eröffnung der_Sikzimg Das Bureau der Meinung, daß die Zak)! der atxwelendrn Depu- Tirren zum Beratlschlagen nichr hinlänglich lcy, so_kann der Präsident den Namensaufruf anordnen.“ Dir Verlammllmg Beschloß, fick) diesen Vorschlag in ihrer nächjien Silzlmg aus- einanderselzen zu lasen. -- Hierauf berichtete Hr. Marchal Über den Gex'elszntwurf weZen der den höheren Staats,- beamten künftig zu bewilligenixen Pensionen. ONan wird fich erinnern„ daß die Pairs-Kammer in der Sitzung vom Sten Den Lren Artikel dieses Emtwurfs, wonach alle seit dem [sten Januar 1828 bewilligten Pensionen einer Revision unterwor- fen werden sollten , gestrichen hatte. Der Berichterstatter “sliüiztc sich jrkzc auf dieselben Gründe, die er bereits das er- stemal geltend gemachc hatte,. um zu beweisen,. daß der
„“von der Pairs-Kammer verwyrfxne Artikel keine ungerechte. ONqaßregel enthalte; das Gelekz vom Jahre 1807 habe
den höheren Staats-Beamten Penfionen bis z-Um Betrage von “20,000 Fr. zuerkannt“, insofern sie dieselben durch i[)reDiensk- leistungen und die Unzulänglichkeit ihres Vermögens verdient ;hätten; nun sey es aber erwiesen , daß mehrere Pensionen “mir _Hintanseßung dieser Bedingung bewilligt worden wä- :ren, und die Inhaber solcher Penswneu'könnten also auf die “.Unverl'elzlichkeic der vom Staate eingegangenen Verpflichtun- gen keinen Anspruch machen. Es sei) nicht wahr, daß jene ONaaßregel eine rückwirkende Krafghabe; dies würde nur ider Fall seyn, wenn*§man alle seit dem Jahre 1807 bewilligten Pensionen einer Revision unterwerfen wolle; so aber habe 1man den 1. Jan. 1828. als 161111111118 & quo angenommen, weil„ von dieser Zeit an 'die bewilligten Pensionen die geseß- liche Sanctiou nicht erhalten hätten; die Pairs-Kammer sey von dem GesichtspUnkte ausgegangen, daß mehrere der zu re- vidirenden Pensionen den in_ Anklagestand verselzten Mini- stern zu Theil geworden sxven, und daß sonach die Annahme des *.)cen Artikels des Geleß-Entwurfs den Kammern das Ansehen geben würde, als ob fie aus persönlichen Rücksichten handelten; die Kommission theils indessen dieses Be- denken nichr, sie bcharre vielmehr bei ihrem früheren
Berlin, Sonnkag den
- ZSWcseie.
!
LM“ November
LMM).
AntraZr. „Ueöer die Frage“, so schloß der Redner, „'was aus dem Geseß-Entwurf wsrden soll, wenn die DepUtirtcn- Kanmwr den von der Pairs-Kammcr gestrichener: Artikel“ wirdcr axxfiriknmc, isr die Kommission gethrilrer Meinung Es ist Dies nämlich das erscrmal, scich die Im- tiariv-x auch ken Kaniniern zuscéhx', Daß cin solcher "Fall ein- r'rick. Dic '.)?inoriräc der Kommission har sich dahin aUSge- sprocheji, daß der Artik-sl der Charts, woriaci) ein Von LMM) der drei Staacsgewalren vrrworfener Antrag iir: LclUfe “Be“rsrlöen Scl'siM nichr zxim zweikemiiale grmackx-r WSL'ÖCU dlikf, 0le den vorlicg-eUOrn F&ll Anwrndtmg silch. Die Maxoricät diige-
' gew. glaubc, “saß diese Brsrimnmng, die die Verwerfxxng einer
ganzen Proposirion becriffc, aaf Den Fall ni..)T amvemidbar sex,), wo eins der Kammern eine solche Proprilxion nur zum Lyril vrrworch [zur. Sie ist daHer der MeiliunZ, daß, TVCKTZ Fir Drpi:cérth-KWm:r dcn zweitenArtilÉcl wieder auf-
" Myrmwsclite, Der L::twurf abermals der Pairs-Karxxmer zu-
gefertigt wervch mlisse, wobei sie VON der Voranrseßrmg aus- geht, daß, wenn die Pairs-Kammer frühcr ein ihr zu strenge gesäyi-xnencs Geselz moöificirr kzaöc, iir, ohne ihrer Wiiröc irgeW zu nahe zn treksn, jcßt aiif die Ansichten der DepurircenxKatnmer eingrhen könne, um mit Dieser ein und das“,“clöe Ziel zr: crreichcn.“ Die Kammer beschloß, fick) mi? dicscm Gegenstaiide ers: nach dsr Beciidiguug ihrer Bcra- - ck14qu Über den Rrchnungs-ASichluß fiir 1820 zu beschäf- tigru. -- Demnächst wurde Tie Diskussion Über den Gesetz- ixnxwurf wrgemxdcr Buchdrucksrcicn und des Buchhandels, w-xssei. Art. 4.5 - 6 Tagss zuvor noch einmal an die Kom- mission verwiesen worden warem, Wirbel: aufgenommen. Nach-
- „. *, ': 1 *; zk ' “9" 1 * (; * -, *.- Öffncc werden, es sey denn, daß die Tages-Ordtmng atxwrrs 4 dem der BierU Pplkk m mmm Berichte Namens der
Kommission erklärt, daß diese den Iren und 4cen Art. modi- ficirt, den Iren und (item unverändert grlaffel': und noch einen “7ten und 8er in Becrcff dcr Steindrucker Und Büchcr-Hau- firer Hinzugsfligt. habe, machte Hr Dupin d. Arlt. den Vor- schlag, die ncueu Buchdrucker in Städten von 5000 Serien und Oarmikrr der Eutrichrimg einer Summe von 500 Fran- ken zu unterwerfen. „Dcr Gencral'Brenier widersetzte fick) zwar dieser Proposition, die indessen von der Kammer ange,- nommen wurde.. Nachdem hiernach der ganze Tarif festge- stellc worden (vergleichs das gestrige Blatt der Staats-Zei- rung), beschäftigrr man sich mit dem Reparkirious ,- Modus. Hr. r. Tracy bcu1e.kie, daß es Buchdrucker gebe, die ihr Pateiir unentgeltlich cZ*l)ckltO'U härten, und daß er selbst einen soichen kenne. Der Baron Peler erwiederte, daß von den in dem Zeitraums von 1827-1830 ausgefertigten Buchdruk- kcr-Patentcn kein einziges bezahlt worden sey. In diesem Falle, entgegnete Hr. v. Tracy, stehe solchen Buchdruckern anch keine &»anschigunZ3 zu. Hr. Dupin d. Aeli. äußerte dagegen, daß die alten uchdrucker niebt-sowo'hl für die Ein- lösung ihres Patents, als für die Nachtheile/ die sie Überhaupt künftig durch eine größere Konkurrenz erleiden möchten , ent- schädigt werden sollten. Als es zur Abstimmung kam, wurde indeß der Antrag des Herrn von Tracy, daß nur diejenigen Buchdrucker eine Entschädigung erhalten sollten, die ihr Pa- tent bezahlt hätten, angenommen. Der Zte Artikel des Ge- selz-Encwurfs lautete nunmehr also: „Wer sich gls Buchdruk- M in einer Gemeinde etabliren will, wo es bereits emen oder mehrere patentirte Buchdrucker giebt, hat dazu das Recht, wenn er zuvor eine nachste end näher festgesetzte,ßSumme in den Scha? zahlt: ür Paris 10,000 Jrankezi, in Städten von 50,000 Seelen und darüber 8000 Fr., tn Städten von 50-30,000 Eémy. 6000 Fr., m Städten von Z0-20,000 Einw. 4000 Fr., in Städten voii 20- 10,000 Einw. 3000 Fr., *in Städten von 10-5000 Einw. 2000 Fr., in Städten von 5000 Einw. und darunter 500 Fr. Die hieraus zu zahlenden Entlehädigungen sollen nur denjenigen Buchdruckern zn Theil werden, die nachweisen können, daß