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Allgemeine“
Preußische Staats-ZciOUUg.
M 333.
Amtliche, Nachrichten. Kronik des'Tages.
Bei der am 29sken d. M. beendigten Ziehung 6er Zten Klasse 6211er Königl. Klassen-Lotterie fielxn 2 Gewmne zu 2000 Rt[)lr. anf Nr. 10,731 und 19,436, m Berltn der Burg und nach Magdeburg bei Koch; 10 Gewmne zu 1000 Rthlr. auf Nr. 3954. 9980. 22,374. 31,314. 41,223. 42,060. 47,611. 51,126. 62,936 und 66,007 nach Breslag bet Löwenstett), bei Préntz und bei Schreiber, Bunzlaux bet Appun, Danztg
Liegnikz bei icgebel, Magdeburg bei Brauns und nach Stec- tjn bei Rollin; 8 Gewinne zu 500 Rthlr. auf Nr. 7198. 11,310. 16,127. 23,613, 33,513. 41,187. 43,949. 62,894 m
Jauer bei Gürtler, Magdeburg bei och und nach Quedlm- burg bei Dammann; 11 Gewinne zu 200 Rthlr. auf Nr. 2312. 5430." 24,203, 27,025. 28,024. 35,228. 45,817. 58,485. 61,167. 78,600 und 84,810. Berlin, den 30. “Nov. 1830. . _ „Königl. Preuß. General-Lotterie-Dtrecteon.
Angekommen: Der König!. Dänische außerordentliche Gesandte und bevollmächcigte Minister am Katserl. Oester-
reichisch'eu Hofe , Graf von Bernstorff, von Kopenhagen.
“Zeitungs-Rachrichten. A u s l a n d.
Frankreich.
Pairs-Hof. Am 22|en d. M. begaxmen vo-r de_r Pairs-Kammer , nachdem dieselbe fich als Gerichtshof konstr- tuirt hatte, die Verhandlungen in dem Prozesse des „Grafen v. Kergorlay, so wie der Geschäftsführer der, Quotedienne Und der Gazette de France. Die öffentlichen Trtbunen waren bereits bei guter Zeit mit einer gxoßen Anzahl von Zuhöryrn aus den ersten Klassen der Gesel11chast , worunter Aich vtele Damen,_angefül1t. In dem Gange zur linken Gette dxs Yräsidenten befand fich eine „Barre und hinter derselben Yen
ureau für die Advokaten. An der Stelle, wo gewöhnlrch die Minister filzen, hatte man einen Tisch für den Genergl- Prokurator, Hrn. Persil , und den General-„Advokaten betm Pairs-Hofe,Hrn.Berville, aufgeschlagen. Hinter dem Bu- reau des Präsidenten waren Bänke für die Söhne der Patrs, deren vorbehaltene Tribune von mehreren Reihen von ngen eingenommen war, angebracht worden. Um 1:1; Uhr - m_gen die Thüren auf,und die Pairs,ihren Präfidenten an der (“ ptße, traten in den Saal. Der Graf v.;Kergorlay, in schwarzem Frask, nahm seinen Platz neben seinemAnwalte, dem Advokaten Berryer. Nach ihm kamen Hv. v. Brian„ Geschäftsfüh- rer der Quotidienne, und die Hrn. v._ Genoude und Lubis, der Eine Geschäftsführer, der Andre aupx-Redacteur der Gazette de France“, begleitet von ihren dvokaten, den errn Hennequi'n und Guitlemin. Nachdem die Sesston er_ffnet worden, erklärte der Graf von Kergorlay auf Befrg e_n: „Ick hUße Ludwig Florian Paul_Graf v. Kergorlay , "tn Pair von Frankreich, 61 Jahr alt, in Paris geboren und wohne in der Straße St. Dominique Nr.102.“ DexBarm v.Brian gab sein Alter auf 40, Hr. v.Cenoude das setnige auf 38 und Hr. Lubis auf 30 Jahr an. Den drei Defensoren der Angeschuldigcen schärfce der Präsident zuvor ein, daß fie nichts vorbrin en dÜrfcen, was ihrem Gewissem oder der den Gesetzen gebWrenßenMchtung zuwiderlaufe, und daß sie stch
Berlin, Mittwoch den 117?" Dezember
bei ReinharZ und bei Roßoll, Königsberg i. P. bei Heigster, * e
Berlin bei Burg und bei Seeger, YM Zmal bei Lehmann, _
* folgender Weise :
1830.
mic Anstand und Mäßigung_auszudrüchen hätten. Hier- auf erso1gte zuvörderst der Namens-„Aufruf der anwesenden Pairs, deren Zahl stch beinahe auf 200 belief, worunter je- doch keiner der drei Minister. Die Versammlung zog sia) demnächst, dem Gebrauche gemäß, in die Ratbs-Kammer zurück, um Über ihre Kompetenz zu berachschlagen. Wäh- rend dieser Zeit verließen auch die Angeschuldigten und ihre Advokaten den Saal. Um “.).-"5 Uhr wurde die Siz- zung wieder eröffnet, ynd der Präfident verlas einen Be- 1chluß, wodurch die Pairs-Kammer fich für kompetenterklärte. Nachdem der Graf von Kergorlay fich als Verfasser des in die Quotidienne vom 25. und die Gazette vom 27. Septbr. inserirten Schreibens bekannt, auch eingestanden, daß er die Insertion selbst veranlaßt habe, erklärten die Herren von Brian und v. Genoude auf Befragen, daß se, da der ge- dachte Brief an den Präfidenten der Pairs-Kammer gerich- tet und von dem Graxen v. Kergorlay unterzeichnet gewesen, die Insertion desselben nicht verweigern zu dürfen geglaubt Yätten. Hr. Lubis dagegen wies jede Verantwortlichkeét von ich, da sein Name früher in der Gazette de France'nur als Haupc-Redacccur, nicht aber als Geschäftsführer aufgeführt gewesen sey, er auch die Insertion des mehrerwähnten Schrei- bens nicht verfügt habe. Hr. v.Cenoude bestätigte diese An- abe und erklärte, daß, wenn diese Insertion ein Vergehen ey, ihn allein die Strafe dafür treffen müsse. Der General- Prokurator Hr. Persil machte hierauf "sein Requisttorium in
„„Méinc Herren! Eine große Revolution hat sch unlänQß vox Ihren Augen zugetragen und nach vielem UnFlück dre Wunsche der großen Mehxzal Her Franzosen ersfüuy zug cich aber pee Jntexeffen und dt; Etgenxtch6e einiger Per onen verletzt und tbr: Gthsen beunxuhtgte. Em: c , von der neuen Ordnung der Dmge nur_Zuvchstcht fur das and künftiges Glück erwartend, haben fich thx, ntchtiohncSchmcrz, aber offxn gngeschloffcn;“An- dere, bestänytgcr m thrcn Nerguygcn und etnztg durch die Erin- nerung an Hte Vcrgangcnhczt gelcttct,habcn fick) nrcbt fürverpüichtet * gehalten , ehr treu zu hlctbcn, ohne aber ihre Mi billégung der neuen Ordnung der nge anders, als durch Sti schwckacn, zu erkennen zu gcbcxt; dtcsc werden xhr hoffentlé „ später bc7treten. NochAndcrc cndlcxh haben, durch tch wexß né t welches Inter- effc und wcxchc Lctdxnsclmft etrteben nrcht Ausland genommen, als die erklarten etnde dcr eyoluton aufzutreten, und thun jetzt,:mcbdcm die“ (9 cfahr vorübertst, durch éhreSchriftcn und Be- kayntmachuygcn m det) Journalen das, was s:“e am Tage der Ntcdcrlage threv Parket mrt ch Waffen in der Hand „„nicht In thun wagten. Frtcdc set) mct denen, welche alte Neigungen n der. Sxtlle bewahren, ohne etwas zu thun,- um ihnen Kredtt oder den Ste Fu verschaffe» denn dte Toleranz ffßt im _Nathe dcs ne„uen K n gs; aberKrreg, xmd zwar Krieg auf Tod und Leben, nut denen, wclxhc dthretheet und Toleran nur dazu gehrauchen, den neuen Kdntg anzugrctfcn, falsche Le ren zu verhrerten und der vorégcanegtcrung Anhänger zu verschaffcn. Unter denküh- ncn Vcrthctdtgern der„altext Dynaßée und der fyühcrn Ordnung derDénge“ werdcn Ste mcht ohne Schmer emen ehemaligen
atr bemerkt haben, der das„Geschehen,e bek agen und bedauern onme, dex ein, Recht hatte, m das Prtvat-Leben zurück utketen und steh sixllschwcigend von Ihnen zu trennen, der es n er vor- Jzogen hat, auf ane Yufxchen erregende Weise und durch die
rgane dcr Ocffentlechkett d eThat Frankreéchs, so wie die erba- bene Person des Monarchen, anzugreifen welche, an die Späße des Staates gestellt, Ansprüche (1th die,??erehrung aller Fran o- fen erlangx hat. Dieser ehemaltge Paxr von rankreéch ist er Graz, Flortcm von Kergorlay. Am 23. Sept. 1). „x. zeigte er dem - 5jprä tdcnxen dcr . airs-Kammer scbxtftli an, daß er den ese?- échen Erd nicht eiiien werde. Seen reiben war ohne we = fc! dem edl-xn Vorfißcx sq ungcÉiemend er chkenen, daß dieser es, un cachtct der ausyxuckltchen itte des. rafen von Kergorlay, dqsZelbe izt das, Stßungs-„Protokoll aufnehmen u lasen, für scme Pßtcht htclt, zu semen Kollegen nicht 15 entlich davon zu sprechen. Dieses wohlwollende und theilnehmcndc Vcr- fahrcn hätt? dem Gxafctx Kergorlay theilß das Ungezt'cmendc seines S*hrctbens, khctls “Ott"- Gefahr, der er nch dadurch aussetztl/