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daß der Betrag an Mannschaft , den der vorige Redner er- reicht zu sehen wünscht , um vieles überstiegen werden wird. Eine große Anzahl junger Leute tritt freiwillig in den Dienst, und in den meisten Departements giebt es unter den Ein; berufenen gar keine Säumigen. Unter dieren Umstän- den halte' ich es aber für unzeitig und unangemessen, der Regierung eine größere Aushebung zu bewilligen, aUs fie von Ihnen verlangt. Hr. Audry de Puyraveau trat zu Gunsten des Geselz-Entwurfes auf. Die Umstände , meinte er, wären dringend und erheéschten namentlick) auch eine schnelle Organisation der National-Garde. „Man schmei- chelt sch zwar“, fügte er hinzu, „daß_der Friede werde er- halten werden; wie läßt fich dies aber erwarten, wenn alle Europäischen Mächte fich rüsten? Wäre es nicht besser, wenn wir, statt in der Mitre dieser Hauptstadt, auf unsern natür- lichen Gkänzen Vercdeidigungs-Anstalten träfen? Warum wollen wir das Unvermeidliehe zu umgehen suchen? Wollen
wir vielleicht, um unseren Veröündeccn, unseren Freunden, 1
unseren ehemaligen Brüdern zu Hülfe zu eilen, so länge war- ten, bis fie selbst feindlich überfallen werden? Glaubt man etwa, daß das Ausland uns für unsre Mäßigung Dank wis- sen wird? Können wir wohl auf die Anerkennung unsrer neuen Regierung große Dinge bauen? Auf den Frieden hoffen, so lang-: es noch ein demselben widerstrebendes Interesse giebt, ist em Widerfinn. Was wir heutefür Unwahrscheinlick) halten, wird vielleichc in wenigen Tagen schon unvermeidlich seyn. Lassén Sie uns daher uns jedenfaUs zum Kriege rüften, und eilen wir vorzüglich, auch die Nacionalearde zu organisiren; es ist dies das einzige Mittel, wie wir uns den Frieden und die Frei- heit erhalten können.“ Nati) einigen Bemerkungen des Ba- rons v. Brigode in dem Sinne des vorigen Redners be- stieg Hr. Iars die RednerbÜbne, um dem Kriegs-Mmister für die von ihm gesprochenen Worte des Friedens zu danken. „Der Krieg“, bemerkte er, „diese Geißel vergangener Jahr- hunderte, kann nicht in dem Geiste unsers Zeitalrérs liegen.
. Wir verlangen nicht danach, und blos um uns den für die
ga'nze Welt so heilbringendeu Frieden zu erhalten, wollen war, dem alten Lehrsaße getreu, daß, wer den Frieden will,
sich““zum Kriege rüsten müsse, keines der uns aufgelegten“
Opfer scheuen. Wenn es wahr ist, daß einige auswär- tige Staaten über die Tendenz unserer leizten Revolution be- sorgt sind, so wird es leicht seyn, sie hierüber zu beruhigen, wenn wir diese Revolution immer rein und in- den Gränzen einer weisen Freiheit zu erhalten bemüht smd, Wir leben in einer Zeit, wo-die Regierun en wie dje Regierteu gerecht,- großmüthig und versöhnend Zeyn müssen„ und wir „können. uns in dieser Beziehung die Pfiichten nicht verhehlen, die uns selbstnoch zu e'rfüUen übrig bleiben. Um den Krseg zu vermeiden und uns den Frieden zu erhalten , ist es nicht ge- nug, daß wir Mannschaft uud Subsidicn bewilligen; wir müssen diesen materiellen Kräften auch noch das Beispiel un- serer moralischen Kraft hinzufügen, wir müssen dem Aus- lande, das uns bedroht," zeigen , daß, seikdem wir die Frei- heit wieder errungen, wir uns willig in die Gesetze fügen, die Regierung achten und von der Nothwendigkeit durch- drungenxfind, die Ruhe [md Ordnung aufrecht zu erhalten. Käme es dann gleichwohl zum Kriege, so *wükde derselbe einen. Jeden von uns auf seinem Posten finden. Aber ich glaube t1icht daran. Alle Berechnungen sprechen für die Er- haltung des Friedens.“ Der General Richemont hielt da- gegen den] Krieg für unvermeidlich, indem das Préu'cip der jeßigen Französischen Regierung aUen arnderen Europäischen Regierungen den Untergangxrolw- Die erste Veranlassung zum Kriege werde Belgien seyn. Der Redner sprach bei die- ser Gelegenheit seine Ueberzeugung dahin aus, daß BUZÖCU fürsch allein niemals weede bestehen können, .und daß so- nach , wenn es den großen Mächten auch wirklich“ gelänge, aus diesem Lande jekzt einen unabhängigen! Staat zu bilden,“ dieser späterhin immer ein Zankapfel zwischen ihnen werden würde. Es sey also besser , daß Frankreich ungesäumc seinen Alléirten zuvorkomme und Belgien in Beséß nehme. Die Verletzung der bestehenden Traktacen könne hierbei nicht 'm Betracht kommen, indem das höchste Gesetz aller Regierun- gen das Heil des Staates sey. Er sche- gar nicht ein, warum man nicht laut “bekennen wolle, “daß Frankreich mit der Frei- heit zugleich “auch seine ehemaligen Gränzen wieder erworben habe; daß eine solche Erklärung Grund .zum Kriege seyn werde, lasse fich nichr besorgen, dem: es gehe in Europa kein einziges Kabinet, das sich ernstlich habe einbilden können, die im Wékner Kongresse gezogene Gränze sey für Frankreich defini- tiv; *- keinemziges, das néchteinsehe, daß die erste politischeVer- wickelUUZ Frankreich das linke Rheinufer zurückgeben würde.
ßltég zusehen, sondern, wie seit der Schlacht bei Hastings 18 zu der von Wczterloo, d. h. seit beinahe 800 Jahren, im- mer der Fall gewexen, den Plänen Frankreichs entgegenarbei- rep.“ „Man lasse fich daher auch nicht“, fügte der Redner hmzlz, „von dem Gefühle der Sympathie irre leiten, das sech m England zu (Zunßen unserer letzten Revolution gezeigt hat; das_Volk mag derjelben allerdings seinen Beifall zollen, wetl es 1elbsc das Bedürfniß einer Parlaments-Reform fühlt upd cine; solchen seit 40 Jahren vergeblich entgegensteht; aber dte Regteruug wird, welche Partei Übrigens auch im Mi-
, nister-Rach „vorherrschen mag, von den Grundsätzen der äußeren Poltttk.Et1glands niemals abgehen. Sie wird mm
vielleicht ein Freundschafts-Bündniß antragen , aber immer unter der Bedingung , daß wir die Gränzen, die ihre Eifer- suchr uns gezogen hat, nicht überschreiten. Im Jahre 1789 zeigte die Britische Nation steh mit unserer Re- volution ebenfalls einverstanden, und bald hatten wir
1800 trat Fox ckn.die telle Pitts, und der risde von Amiens söhnre Mdltch beide Völker wieder aus. aum aber beg_ann unser Handel aufs neue zu blühen, kaum bedeckten urxjere Reichrhümer wieder die Meere aUer Welttheile, als Pact auch wieder an die Stelle von Fox trat und derKrieg heftiger als jemals entbrannte. Wer steht. uns jeßt dafür, daß nicht auoh Hr. Brougham wieder durch Lord Wellington ersetzt werden wird.“ Nach einigen andern Betrachtungen über die Politik Englands sprach der Redner seine Meinung dahin
thfichtlick) Spaniensbedauerte er es, daß man nicht Ferdi-
um. zu vermeiden_, daß Spanien , wie sokches jetzt bei einem Krtege der Fall 1eyn würde, Frankreichs mittägliche Provin- zen bedrohe. Hr. v. Richemont schloß sodann mit folgenden Worten: „Mit dem Gefühle der innigsten Ueberzeugung habe ich hier die Grundlagen der Politik aufgezeichnet, die mir dem Interesse Frankreichs angemessen u seyn jcheinen. Da ich den Plänen und Geheimnissen derk-ZTeqéerung fremd “bin, so hgbe ich mich vielleicht von meiner Vaterlandsliebe zu weit forxreißen lassen. Wohl weiLich, daß es in dem po- litischen Lebenslaufs der Nationen age der Gefahr iebr: aber ich „weYß aucb, daß der Muth immer ein besserer att)- geber als “dte Furcht ist.. Wollen wir véklleicht die Sicherheit der Gegenwart mir der Aufopferung unserer ganzen kütsfti- gen “Existenz erkaufen? Eine solche Rolle, wäre die der Sch1yäche und Feigheit und würde Frankreich nicht ziemen. Eilen “wir daher, das Ministerium mir der ganzen Macht zu bekleideen , deren es in diesem Augenbliske bedarf“. Oeffnen wir ihm Frankreichs Schäße, vermehren wir die Reihen den
unserer Rsvolucion, m. H., w_ar, daß fie uns unsere eigene ?(chtung zurückgab. Möge: Liedes Gefühl stets unser Führer 1eyn!“--- Kaum hatte der Redner die Tribune verlassen, als der Miraiskep der auswärtigen Angelegenheiten zu desen Widerlegung das Wort ergriff:
Acußeryng gxfchloffxn, daß er mdas Gcheimneß dcholt'tik der Regie- rung ntcht crngexvexht sey. Von allen seinen Behauptungen ifi dt'ese gewtß dr; unbc-sircttbgrsic , und .zwar aus dem einfachen Grunde, xveéx es m der PoltitHdcr chtcrun kein Geheimniß giebt; fie tft vckaynt und dcytleck) „ausgespro en; die NeJierung wünscht dcn Frtcdcn und wrrd zur Aufrcchxhaltung desel cn alle mit der Ehre ynd eden Interessen Frankretchs verträglichen Opfer brin- gen; ste wurde ßcn Kreeg nur als cmc traurige Nothwcndégkeit, abcr zTglcxck) zmt dem festen Entschluss wählen, „durch ihn ibre Unabhangtgkczt und det) Ruhm ihrer Waffen zu bcfesit'gcn. Da ich unvorbereekct aufgexordert werde, die,wichtigücn und arteücn Yagen, zu verhandeln, s'ochoffegck) (1le dw Nachsicht der Hammer.
teewtrd fuhlcn, daß tch mcxl) bet dteser Gelegenheit von der Zyruxkhaltuyg, welchc “angeknupftc Unterhandlungcn, von denen vtellctcht Krteg „odcr Frteden abhängt, verlangen, nicht entfernen darf. Der_vorege Nxdnxr hat |ck„bcmüht, Ihnen 11 beweisen, das; der Freedcn_„un111oglrch sey, wcel unsere Revolut on das Be- Üxhen aller Negterungcn bedrohe und ers üttc-re. Niemals war, emgBehauytung umyahrcx. Welches i' „das Princip unserer Rx terung txt dext auswärttgen Yngclegmbxrten? Die Nécht-Ein- mt chung, dtc em Pfand dcr Stcherhett fur Europa iß, weil se ausder Achtmxg des Bestehenden beruht und alle Sucht dcr Wettcr-Verbrettuxxg von „Lehren auIsYlfcßt. „Der Redner hätte gewünscht, Laß dec, Ncgtemxng Utxru en bet unsern Nachbarn errcge und_nc vyn threyAbszcht, sech unsern Plänen zu wider- setzen, abbrxngc, mdcm ste bet thncn selbst inneren Zwiespalt und Vcrlcgcnhcttcn hervorruft. Dcr Redner täuscht sich aber über ujnser wohlvcrftandcncs Iytcreffc. Wenn Frankreich sich duxch eme der Europäischen Machte beleidigt fuhlen und khm ntcht eine gerechte Genugthunng gegeben werden wird, so wcrd cs of-
England werde fyxilixi) einer Uebercitrkunst, wodurch Frank- reich eiwe solche GebcetS-Vergrößcmng erhielte, nicht gleich-
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mit England einen KricÉ auf Tod und Leben. Im Jahre
aus, daßFrankreich in Rußland seinen Alliircen suchen müsse. ,
n_'and 711. „durch die Begünstigung der Pläne der Constitu- ' * teonnellen m seinem eigenen Lande zu schaffen gemacht habe,'
Armee dure!) unsere tapfere Jugend! Die erste Wohlthac.
„Dcr vorige Redner“, hob er an, „hat seinen Vortrag mit der“ .,
fen den Krieg erklären, wie ein loyaler Mann, der sich für eine , .
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:: dur eine rausforderun und xincxt Kampf rckcht; YeleeZYtgth eschsck) th zu „Umtrixßcn ermedrtgen, die einem H nterhalte ähnlich seyn Wurden. mem System „treu, das er bereits in einem wichttgen Werke enmxcckelt hat, (I _ , „ Redner den Rath, in Belgten einzurucken, dtc fixnttmtwe d Krieges zu er reifen und uns in neue Kämpfe zu xzen. Frank- reich weigertFi und wird fich so lange th ern, emen Schmit in diesen Thci Europas zu thun, a_ls dre cs, Geburt von den Herren der andern Mächte geachtet wrrd. Nax): von „uns soll der Krieg aus ehen. Wir haben „gesa t, wir wurden ntcht dul; den, daß das réncip der Ntcht-Emmi chung verletzt werde, wcel
' a elbe wenn es die Séchcrhcit dex Regierungen bewahrt, auch “ 11,037s Fréiheét der Völker schüßt. Wtr werden dae Verletzung des-
lben in den Bel ischen Angelegenheiten um so wcmger gestat- Teen, als wir nie Jergcssen werden,; daß unsere Hauptßadt „11311; 50 Meilen von der Bclgjschen Granxe xutfernt :|. „Aher htcxcv Princip, über welches tick) zu_ versiandxgcn von chtzttgkctt rst, verwirft jeden Gedanken emer„ Wetter - Vcrbxcrtung polt- ti chcr Grundsätze. Indcm_ „wrr es gntxrsiußcn', haben wn? nie behaupten wollen, daß em Souvcrgtn ytcht dtc Gewalt cincr Heere anwenden könne, um,?)cn Thul sexncr Staatct), der sich seiner Autorität entzogen , ,wxedcr unter dtcsxlhe _zu brmgcn. Wir wollen nicht die Welt „durchetlen, um „alle dtcjemgcn zu un- terstützen, die Uanfriedcnhctt äu c-rn, da wn“ fest an Her Aufrecht- crhaltung cines“ Staatsrechts ba ten, auf welchem dte Upavhän- i keit der Europäischen Staaten heruht. (Allgcmcmxr Bctfaa.) *) H e “friedlichen Verscherungey, dee wer von gllen qumctten cr- alten, ünd deutlich und hesitmmt. Ucbcr d_te Bclgtschannge égenheiten untcrhandcln m dtescty Auaenbltckc m Ucberemsinn- mung die großen Mächte dumb thre Achordnxtcn zz: London; Ein glücklicher Ausgang dieser Unterband ung _tft mxs xnehr al.- wahr rheinléch. Die Kriegsrüßungcn Hes Nordcys „kundtgen Wc.“ der eTnen nahen noch einext fertxen Krtcg an; ste kms.) dre Folge einer i'rri en Ansicht. Dre chde unserer Revo uxton suxhten den Glan en zu verbreiten, Haß unsere Ruhe pur eme vornher- schendc sey, daß eine gxshetme und die chtcrung an Macht
' ubertrcffende Gewalt die Ruhe Europas bcdrohe. Wir haben
'. Haß gegen
d u lauben daß jener Fürst jetzt, nach kxarcrcr YFYLUZMZ, gzu de(s Kraft „urzd Dauer der Negtcrung Vertrauen faffen wird. Ich btn m Betreff der naturgemäßcn.
Verbindung rankrcich und Rußlands der Anscht des vorigen
e s; wi cn ihnen kann keine Kollisotx der Interessen statt- WZB?“ BFci iércr weiten Entfernung von cmander fordert Alles fie außfich durch dieBande dcr Freundschaft'und des Vertrauens an einander u' [chléeßm Keineswcgcs aber „kann ich den, alxen
Éng anthbeilcn. Alles muß Iwc: Staaten mrt cm- ander vereini en, deren Jn-tercffey aufgeh rt hahenz .gctx'cnnt zu seyn, und we che durch dre Gememschaft der Prmctpten threr ge-
, senschaftlichen Ordnung natürliche Freunde sind. Die Englische
Regierung way es, dec such die neue Franzdß'schc Monarchie
' anerkannte; England hat am meisien Sympathie und Zuneigung
' s c éi t; mit Freuden sprechen wir dies aus". “Ja, wir uth'n" dZUZ- ricdcn aus aacn unsern Kräftxn zu erhalten , aber ndem wir uns an! den Krteg wobl vorbcrctten. Und wären wir noch ein Mal gen thigt, das Loos der Waffen zu versuchen,_, so würde Frankreich imposant u„nd furchtbar auf dem thlachtxexde daßehen. Meine „Herxen, Ste wcrden Vertrauen zu zhxcm Kb- nige hegen und-„wie tch zu hoffen wage, dasselbe auch scmcr Ne- gierung zu Theil werden lassen;“ . *
Die allgemeine Beratvung wurde [?terauf geschlosse_n und 'der lfte Artikel des Gesekz-Entwurfes m folgender urjprüng-
li cn Ab a ung angenommen: ck „ZfU-Q Achtzigtausend Mann von der Klasse yon
1830 werden zmnDienste einberufen.“ Ueber den 2ten Artikel, folgenden Inhalts:
„Art. 2. Diese 80,000 Mann sollen unter den in die berichtigcen Zählungs-Listen eingetragenen jungen-Leuten nach einem „Durchschnitte der leßten 5 Jahre gewählt ynd auf die Departements, Bezirke undeancone des Reichs vertheilt werden,“
ließ sci) der Vicomte Decazes vernehmen und verlangte, daß man den bisheriZTen, durch das Gesetz vom 8ten März 1818 eingeführten, epartitions-Modus belbehalte. Dteser Antrag wurde inzwischen nach einigen Bemerkungen der Her- ren Lepelletier d'Aulna? und Aug,“ Pérter verwor- en und dagegen der Nx Arti el in der obigen ursprüngltchen Wonach die auszuhebende junge Mannsch9fc nur zg derjeni- gm Dienstzeit verpfiichtet seyn soll , dee späterhm durch das Rekrucirun s-Geseb seskFstMk werden wird, er riff Hr. Dupin der eltere das ort,_ um der obigen rklärung des Ministers der auswärtigen Angels enheiten noch einige andere Betrachtungen hinzuzufügen. „ edertpann“, äußerte er, „ist derPMeinung, daß, wenn es zum Krtege käme , der-
bfaffung angenommen. Bei Gelegenheit des Zen: Artikels,
*) Eine Sprache, wie déxse, aus dem Munde des Mtnisters der auswärtigen Angelegenhctten von der Trtbune herab und so aufgenommen, iü ?anz gectgnct, Eindxücke früherer Aeußerungen zu verwischen, wc che wobl Besorgntffe für “dee Erhaltung des
selbe von unsrer Seite mit Entschlossenheit geführt werden würde. Während indeß alle aufgeklärten Männer in dem Kriege nichts als ein großes Mittel sehen, die wahren Rechte und Interessen der Nationen zu verfechten, können ste Hoch nicht umhin, zugleich einzuräumen, daß du: Frtede de'm Krtege in dem Interesse der Freiheit selbst unendlech porzuztehon sey. In der That , ist wohl der Augenblßck, wo war _eben erst xine Revolution bestanden haben und umer Gxunygeselz befesttgen wollen , dazu geeignet, einen allgemeinxn Kkteg'zu fühxken? Ja, wenn es auf die Vercheidigung unjers Gebtets ankäme, so würde der Krieg allerdings unumgänglich nhthig seyn.; da aber keine einzige »))?achr uns bedroht, so müssen wxr aycb dre Früchte des Friedens in Ruhe zu genießen suchen. Ein “solches System scheint das unserer Regierung zu seyn; ste wünscht den Frée- den, trifft aber zugleich VertheidigungsJAystalten für den Fall eines Krieges. Der Präsdenc des thster-Rathes hat vor_ einigen Tagen den Grundsaß aufgeßellt, dczß Frgnkretch“ fich» in die Angelegenheiten der Übrigen Länder t1tchctntschen „wolle, aber auch nichx dulden werde, daß Andre fich darem_ mnchen. Dies ist die Politik einer einfichcigen und hochherzcgen Re- gierung. Ein andrer Redner, dessen gründltche unh umfas- sende Kenntnisse ict) [)och achte, (der Get_1eral von thhemont) hat dagegen heute die Meinung ausgewrochen, daß Frgnk- reich den Übrigen Völkern nicht die Initiative des Angriffes lassen dürfe, sondern steh vielmehr beetlen müffe, ihnen zuvor- zukommen und Belgien in Bestlz zu nehmen, Wer ruft uns aber in dieses Land? Wer gicbc uns em Recht, uns bewaff- net auf dessen Gebiete zu. zeigen? Sind wir dessen Gx- sexxgeber und Repräsentanten? 'Wer sakgtj uns, daß dte Belgier ihre Vereinigung “ mtc Fran retch wünschen? Was wollen wir ihnen antworten , wenn Ste unsern Schulz verwerfen ? Wahrlich, es würde uns schlecht anstehen, ein Volk zu unterstüßen, das unsre Hülfe gax nicht verlangt., Man spricht ferner davon, daß Frankrech) dre Gränze, die ihm in den Jahren 1814 und 1815 gexaubt wor- den, zurückerhalten müffe. Wo find denn aber das Gränzen
- eines Volkes? Hat, es natürliche Bollwerke? Gewiß nicht:
man müßte denn zu dem Zustande der Natur zurückkehren wollen. Die Gränzen eines Landes werden durch Verträge vorgezeichnet. Nuhr bloß _durch Flüsse und Berge, auch durch die Redlichkeit, durch Treue und Glauben und duxch das Gefühl, das uns “sagt, man wüsse seme Nachbarn ntcht ohne Grund angreifen, werden fie vertheidigc. Glaubt man etwa, daß der Plan, fich wieder in detx Befiß unserer ehemaligen Gränze zu setzen, keinen Wtderskatxd finden wärde, uud. besorgt man nicht, daß, wenn wtr unsrex- seits “dé: heiligsten Verträge verletzen, ma_n tms Ele;- ches“ mic. Gleichem vergelten wird? Nur_ wenn war selkst angegriffen würden und der Sieg unsere Waffen krönte , wären wir berechtigt , unsere jetzige Gränze xverter hinauszurücken. Man behauptet , daß , qachdem Belgeen zu den -Waffen gegriffen , es nur eines Zetchens'von thsxrer Seite bedürfe, um auch Ober,- und Utrter-Jtaltxtr, Stctlten, vielleicht auch die Schweiz in Aufstand zu brmgen, Ich läugne nicht, daß es in .diesen Ländern des entzündbaxen Stoffes genug giebt, um einen allgemeinen Brand hexbetzy- führen , es wäre aber immer ein Brand. und michm ny Unglück für die Menschheit, Ich “gehöxe mehr zu denen, dte nach der Freiheit aller Völker, wie dine six v_erstehen, traxh- ten. Die Abficht, einem Volke diese Frechen mzd mit zhr eine bessere RE-gierungsform zu verschaffet1,_würde chm gleich; zeitig die größten Trübsale zuziehen. Dees: A'nsich-tjknüpft fich an die allgemeine Frage der Propaganda,.dre Enyge all; gemein machen und durch deren Verbceuung uzBelgcen,„der Schwéiz, Italien und Spanien fie um uns em alxgemexnes Feuer der Empörung anschürcn jvoqen. In Krtegszettey mögen dergleichen außerordentliche Mattel erxaubc seyn. Mat welchem Rechte aber würden wir mitten im Frtedendte fremtxen Regierungen“ zu stören suchen, um ihrxn Völkern e_mx besjere Verfassung zu geben? Dies wäre eme txtcbtzu bellt- gende Verletzung des-lekerrechts.- Denen, dre ihr Land wathafc lieben, rufe ich zu: Vertraut Eurer Regierung, bewi igt ihr ihre Forderungen, wenn sie Ech) gerecht schen nen; cht aber nicht weiter, dnnn sie ken'nc dte wahren Be- ,dürfnk'sse des Landes besser als Ihr. Ste verlangt 80,000 Mann; gebt ihr nicht deren 120,000. Thäte ck Noth, so würden wir ihr 200,000, ja 300,000 “Manu bewslltgen, um die Ehre und Unabhängigkeit unseres Landes zu' bewahren. Aber Frankreich ist gegen keine Regierung feindlcch gesmnt;
« eben so wenig weiß es, wo ein Feind ihm erwachsen könnte;
es wird den alten Grundsaß geltend machen_; In sein'en vier, Pfählen ist Jeder Herr , aber nicht über dteselbet) hmaus.“_ Der 3te Artikel des Geseß-Entwurses wurde hierauf mtc
Friedens erwecken durften.
-- “' 1.
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einem ZusaHe des Hrn. Lesergeanc de Bayenghem' und der
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