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seyen. Mit Leidwesen erfahre er, daß die dreifarbige Fahne dabei bemerkt worden, und hoffe er, daß dem nur ein Im:- thum zum Grunde liege, denn einzig und allein die National- farben sollten sich bei wichen Gelegenheiten blicken lassen;. Er seinerseits würde fich im vorigen Jahre eben so sehr der öf-
fentlichenDepsoyirung einer weißen ahne, wie jeßc der einer '
dreifarbigen, widersebt haben. Lord . RUssel meinte, daß, wenn auch eit) Gewxrk die dreifarbige Fahne getragen habe, daraus noch mchk gefolgert werden könne, daß es mir den
eigenen Nationalfarben oder mir dem eigenen Könige unzux
frieden sey. -- Hr. R. Gordon zeigte an, daß er am näch- sten Montage eine die Aufmerksamkeit des Hauses verdie- nende Bitischrift, hinsichtlich einer Emamcipation ber Juden, überreichen werde.
London, 10. Dez. In der gestrigen Sißimg des Unterhauses hat auc!) die zweite Lesxmg dcr "Regentschafts- Bill stattgefunden.
_ Der Marquis v. Co::yngbam nebst seixier Famiiie kamen vor einige'n Toigen in Dover an, UM ssi) von dort nach Calais und über Paris iiach Floreiiz zum Lord Albsi't Co- nyngham zu begeben, ber fich seirier.“ geschwächten Gksunbhsie wegen seit längerer Zeit dort aufhält.
Bald nach der Schlachr von Waterloo bildete sich in Sheffield cin Vbrein unter dem Namen der „Freunde Wei- lingtons“; er ließ eine seideue Fahne mit dem Bildnissa des Herzogs zu Pferdeverfcrcigen, die 21Guineen kostete. Nach- dem fich der Herzog im Parlamentes gegen alis Rsform ?.k- klärt hatte, verlor er bis Gunst des Vereins, welcher in Fbige dessen vor einigen Tagstr die oben erwähnte Fahne aiifEéneM frcien Platze in Sbeffield öffentlich verbrennen iisß. Wie es heißt, hat die Geiclljchaft 1"th W: Namen dsr „Freumbe Grey's“ angenommen.
Briefe und Zeitungen aas Bog oca bis zum “22. Sept. uiid ans &Carthagena bis zum 6. Okt. b-xsiäxigen die Nack)- Wbt, daß Bolivar, dcm Rufe bir fiegreiciysn Partei Colum- btens folgend, sich noch einmal aii bie Spiße d::r Republik" gestellt hat. Er hat Carthagena am 29. Sept. verlassen Und ist nach Bogota gereisk. Seieie ordtinngsmäßigs Wahl ziim Präsidenten soll im Januar séalifinden.
Niederlaiide.
' Aus dem Haag, _14. Dez. Herr Ciirtwrigbi, welcber hicr angekommen war, ist, nachdem er fich mir verichiedenen
auswärtigen Gesandten unterhalten, wieder nach BLFÜÜA,
abgereist. *
Es herrschc die unbeschreiblichsie Thätigkeit bei unserer Seemacht, besonders im Ausrüsten kleineres Fahrzeuge. Da; gegen haben die Belgie? gar nichts aufzubringen. Schon hac Yanf Nachricht von der Heimkehr unsers Geschwaders axis «„on-on. “'
An Verzeichniffen freiwilliger „Beiträge werden unsere
Biätter täglich reickM, auch ist schoii»: aus Amsterdam U. s. W. ,
das schöne Beispiel nicht selrem, daß Steuerzahle'nde zu der gezwungenen-“Anleihe die Empfangscheine daftir anzmiehmen ablehnen und den -ganzen Bsrrag dem Vaterlande ichenéen. Zerzogenbusck), 12. Dez“. Dkk Oberst Guichericbac kFaistRommando der Infanterie in der hiLsZEn Fxsiung er- a en. „ Dem Vernehmen nach befinden sich in Venloo jetzt 12 bis 15003nsurgenten, die seit dem Zuge des Herzogs Bern- hard von Sachsen-Weimar nach..?Mastrichc die Fesiung so
viel als möglich in' Vertheidiéungs-Zustgnd gefrbt haben. )
Es soll ihnen jedyci) nychso se r an Kleidungsstücken fehlen, daß sie gegen, die Wmterkälte weniger als gogen einsn an.- dringenden Feind geschützt sind. Meliinec befindsc sick) mit seinem. Corps, das einigeHundert Mann stark ist, in Rur?- monde. _Pontécoulant war zulelzt in Haffelt, doch, dem Am [(k)eine yach, ganz ohne Truppen; seine Legion scheint aus- em'anLdser gelaufen zu, sey?Ö
, ntwerpen, 13. ez. Das Holländische Geschwader befindetsch fortwährend iti unverändertep Stellung vor un- serer. Stadt. 'Auf der Citadelie, ist eine- große Thätigkeit wahrzunehmen; fortwährend kommen Transporc-Schiffe dort an, um Kugeln und anderes Material einzunehmen, während laanddexenre Brennholz, Heu, Stroh “u. s. w. bringen und aus-
Esbmßt, daß General George dxn bejahrten General ChaffL im Kommando der Citadelie ablösen werde.
- Hr.Cartmrighc ist gestern Abend nach dem Haag hier durch.- gereist. Mati sagt, er sey der Ueberbringer wichtiger Depe- schen vsn Seiten de-r Gesandten der 5 Mächte zu London, in Beziehung auf bie Nichtvollziehung des Waffenstillstandes.
. "Brus s el-, 1.3. Dez“. Der National-Kongreß beschäf- tigte sich heute mit der Frage hinsichtlich zweier Kammern,
die d_cm neuezi Belgischen Staate zu_ verleihen wären., Der Graf von Teiles sprach sich ent1chieden für eine einzigé Kammer aus, und zwar sagte er: „Um uns auf eine frei-
finnige Weise zu konstituiren, haben wir nicht ndihig," im"
Auslande das Muster dazu aufzusuchen. Ick [)ege kein Ver- trauen zu Institutionen, die uns aus der Fremde zukommen, (zus welchem Lande sie auch immer herstammen mögen, Be- ionders aber sollten wir sehr mißtrauisch gegen Alles se n, was von den Britischen'Jnseln kommt; denn es herr cht duxchaus keine Aehnlichkeit zivischen den “Sitten und Gewohn- ()xiccn der Bewohner Gryßbricaniens und denen vonÖ'Bel- gisn. Aber auch„ Tas Beiwiel Frankreichs wollen wii? unbe- achtci lassen. Wir wollen Belgier, frei und unabhängig seyn und jede Hoffnung einer Vereinigung mit irgend einer an-
dern Nation aufgeben. - Eine einzigr Kammer, aus rein -
demokratischen Elementen zusammen 9 SKk, ewäirt'die t "er- sie MW stärkste Garantie, sobald sieg asu?!) Inf vbWstßürLYckw Koizimunal- uni Provinzial-Jnstitutionen gcgri'indet ist.“ Ueber denjelben Gegsnikand ließen sick) noch mehrere andere RCN, ner, und zwar joivohl für aks gegen die Errichtung eines Senats,evert1ehmen; es kam jedoch 11Vch zu keinem Resul- tareedaruber. „Als die provisorische Regierung die (gestern eriyahnre) Mixtheilung wegen Errichtung eines Rechtmiigs; [)osessn'cicixn ließ, bemerkte Herr v. Robaulx, daß sich die pro.».ziiorixche Regierung eine Initiative anmaße, die iiur den Kicgliedsrn des Kongresses zukomme. Hr. Forgcur sal) fich dnrch dicic-cherkung vcranlaßk, den Antrag, als Von ihm ausgebeiid, zu adoptirxn. Andere Mitglieder erkläiten jedoch, es maße fdrmlxch entxchieden werben, ob die provisorische Re- gierung die Initiative besikze oder nicht'. - Herr van dé Weyer hat der heutigen Silzuug cbc-nfails beigewohnt und ist demnach. noch nicht wiedev nach London gereisi. „_ „Dei: Baron von Staffarcxerklärt jetzt in einem den hie- jigbn Zeitiixich zugesandten Schreiben,- daß er “keinbsweges dcm :Dxxlgtjiixii Staate seine Unabhängigkeit rauben woli'e; ei? wnmc'ye mir, daß sich die Belgier bci: König Ludwig Phi- lipp auc!) zi: ihrem Könige erwählen imd von diesem einen
, eigenen Vice-König erhalten mögen, der das Land nach der
vom Kongreß entwoxfenen Vcrsaffung regiere. Inzwischen wederjp'ricbt er dem Gerüchte, daß er bereits bemüht: gewesen sey, die „Kotigreß-Mitglieder für diesen Vorschlag durch ihre UticerseDriftsii mPfiicht zu nehmen, und daß er überhaupt eine totale Vereinigung mit Frankreich wünsche. _
„_ Wir v,:xneh-men, der Bruder des General Nypels, Bel- gijcher Offizier in Französischen Diensten, werde in Zeit von wenigen Tagen in Brüssel ankommen, und die provisorische Regierung werde ihm das Kriegs-Departement übertragen.
Der General-Commissair Goblet wird mir der Inspection :
aller_ festen Pläße beauftragt werden und, wird, sobald er durch )en-en O_ifizier erseßt seyn wird, abreisen, um die ganze Fortificarionslime zu beiuchen. '
Heute smd zwei Batterieen, die eine in der Richtung
nach 'Mai'kricht und die “andere in der nach Antwerpen, von.
hier abZegangcn.
Die aus Amsterdam eingetroffene Nachricht, daß die Handelsmaatschgppy 100,000 Stücke Kattun , zur Ausfuhr nach den Ko.!omeen „bestimmt, zu Manchester bestellt, hakin den Belgischen_Fabrtk-Orten_ großes Mißvergnügen verursachk.,
Der „Meijager de Gand meldet: „In dem Herrchen Scheldewmdeke (Ost-Flandern) ist der Pfarrer Herr Torsy'n. vsn den Wählerzi zum Bürgermeister ernanntworben. Wenn. dieie schöne Neuegkeic sich bestätigt, so wird dadurch für künf- tige Fälle ein treffliches Muster aufgestellt; der Herr Bär:: gx'xmeister uiid Pfaxrer wird nämlich “zu gleicher Zeit die: Civil; und die kirchliche Trauung verrichten können.“
Vereinigte Provinzen vom la Plata.
Englische Bäcker brivgen Nachrichten „aus Bmmos- Ayres-Zeitun en bis zum 4. Sept. Ein wischen den Regie"- rungeii'von ordova, Catamarca, San uis, Mendoza und La Ribxa abgeschloffener Offensiv- und Defeusv-Traktat war öffentlich bekannt gemacht worden. Die Provinzen Tucumair und Santiago waren demselben beigetreten, und man erwar- tete dassekbe von Salti; und San Juan. -- Die.erwäbncen Zeitungen enthalten “eme Angabe der Staats-Einnahme und»
usgabe während der ersten 6 Monate des laufenden Jah-_
res; erstere belief fich auf 5,908,470 Dou. und _lelztere auf 5,914,505 Doll., tyonach im Schatz ein Uéberschuß von- 893,965 Doll.„verblieb.; In Monkd-Vidco hatten sich hin- und wieder die natürlichen Blattern gxzeigt; es waren in;- dessen Anstalten getroffen worden , deren weiteres Verbreiten zu verhindern.
Zweite Beilage
2743 Zweite Beilage zur AÜgeTXÉÜULN Preußischen Staats - Zeitung M' 352.
““___"-___". .
ZF n l a n V.
„Berlin, 19. Dez. Zu Münster fand am 12. d. M; die Eröffnung des dritten Wesphäsischen Landtages m [)eriömmlicber Weise statt. ONorgens wohnten die Herren Stjände m den Kir- chen ihrer Konfessionen dem feierlichen Gottesdienste bei, um für das wichtige Werk ihrer BerathungeiSegen MW Erleuch- tung von oben zu erbitten. Gegen Mittag „verfügte sich der Königl. Kommissarius, des Wirklichen Geheimen Rgxxbs und Ober-Präsibenten von Vincke Excellenz , nach dem Sißungs- Lokal, wo die Herren Stände versammelt warxn, und nahm die feierliche Eröffnung des Landtags durch eine Rede vor, welche in Abwesenheit des Landtags-Marschasls, Hin. Staats- Miniskers Frhrn. von Stein Excellenz (welcher ]edoch nech am nämlichen Tage in Müiisier eintraf), dessen Scelxvertrc- ter, der Frhr.. von Landsberg-Vehlen, beantwortete. Später,- hin fanden sich die Herren“ Stände nebst mxhrereii "andkren Personen von Rang bei einem glänanYn ONitcagsmahle ver: einigt, welches Se. Excellenz der Königl. Komm1ffarms aux dem Schloise gab. -- Am 13cm um Mittag begann .der Landtag seine Arbeiten mit «»:iner vorbereitenden Sitzung.
-- Im Monat Dezembsr sind_ in den Plenar-Sißungen der Königl. Akademie dex Wiffei11chaften folgende Abbaub-
lun en eiesen worden: - 8Am8 2“. Dez.: Herr Mitscherlich, über die Mangan-
säure, Uebermangansäure, Uebcrchlorsäurs und die Salze die-
er Säuren. . . s Am 9. Dez.: Herr Karsten, über die verschiedenen
Zustände des Kupfers ivn hammerbaren Zustande.
Am 16. Dez.: Herr Ritter, über eine in der Königl. Bibliothek befindliche Chinesische Weltkarte. *)
“- Die Herren Gebrüder Giopius, welche immer be- müht find, dem kunstliebenden Publikum den Aufenthalt in ihrem Diorama angenehm und interessant zu_machen, hgben auch in der jetzigen Weihnachtszeit Alles. auxgeboten, diesen Endzweck auf das Vollkommeusce zu srrexchen. Das schöne Lokal, worin iich die boutiqueg 5 [im; 6256 beßnben, und welches d'en Wünschen des Publikums grimäß das ganze Jahr hindurch erdffiiet war, ist jetzt wieder nur den Räumen, im- ter dem Diorama, in Verbindung gesetzt wordeii. Diese Räume, welche gleichfalls Boutiqueii enthalten„ bieten bem kauf- und sebauluiiigen Publikum eme bei wetiem grbßere Bequemlichkeit, als im vorigen Jahre, dar, da fie an_ ihrem Anfange qnd Ende mit dem bestandenen Lokale verbunden smd und demnach das Publikum, fich nach einer Nichteing bewegend, jirden Ort beliebig oft berühren kann, ohne eine störende rückgängige Bewegung zu machen. Zu dxn schon be- kannten ausgestellten Gegenständen, die alle n1icGe1chmack un_d Sauberkeit gefertigt find„trecen gegenwärtig noch Schwei- zer Schnißwaaren mid Russische Erzeugnisse, ersterx in Form und Bearbeitung 79 ausgezeichnet, wie man nur die Ausfiih- rung in dem edelsten Metall erwarten könnte, leßters beyon- ders wegen der schönen Arbeiten in Leder und ?Nejsmgbe- merkenswerii). -- I" der Rotunde des _Diorama Q| eme iebr gelungene Ansicht der Newa, der Bdrie und ds_r Mauihge- bäude in St. Petersburg, “vom Baxéon des Katierl. Winter'- palasies gesehero, dargestellt. Dieses Gemälde wurds vo_n Hrn. Karl Gropius, bei seiner diesjährigen Anwesenheit in Pe- tersburg, gefertigt, und ist der Name dieses Künstlers schon hinlänglich Bürge, _daß man etwas Ausgezeichnetes zu er- warten habe. Die Beweglichkeit des Lichtes, w„elche den Diorama-Gemälden die große Natürlichkeit giebt, “und welche bei dern übrigms trefflichen Lgmpei) - Beleu.ch- tung nur schwer zu erreichen wäre, ist hier auf eme artige Weise, durch bewegliche Figuren und Fahrzeuge ersetzt. - Zu diesen reich ausgestatteten Räumen des Dioramen-Gebäudes tritt noch ein anderes Lokal, welches nicht minder den Geschmack der Herren Besitzer bekundet. Das in Nr. 96 dieser Zeitung rübmlich erwähnte Malev-Ax- telier welches dem Diorama gegenüber liegt, ist für die Zeit der WUhenachten nach Art eines Türkischen Zeltes reich de- korirc und bietet an seinem Ende die Aussicht _aus ein sehr gelungenes Gemälde der Stadt nger, in Mondicheinbeleucb- tung. ZDS? Effekt dieses Bildes, ist namentlich _wenn
*) Die Königl. Bibliothek verdankt diese Karte als Geschenk
-
dcm Wirklichen Geheimen Ober-Finanzrathe und Präsidenten Herrn Rother.
man iii den Saal tritt, überraschend und ladet mit den freund- lichin Umgebungen zu einem [längeren Verweilen ein. Daß auch die Fich des Deys-und die einer-Sklavin im Zelw an- gebracht smd, und ck_sicre sich sehr natürlich bewegt, ist ein ar- tiger Scherz, der beionders den Kindern Freude machen wird.
-- Nach Inhalt des in ber Direktorial-Raths-Verx sammlung der Rl)cinisch-We|-anischen Compagnie am 7cen d. M. von dem Subdirektor Becher zu Elberfeld gehal- tenen Vortrags haben die „Berichte der Compagnie atis OITexiko ( welche aus der Hanpcskabt bis zum 16. Sept. d., aus Vera-Cruz bis zum ?()sren desselben Monats gehen), so;- wohl in Betreff der Waaren-Verkäufc als auch hinüchtlich des Bücher-Abschluffes der dortigen Compagnie-Erablissemente, so befriedigende Resultate überbracht, daß die Direction sich verpflichtet gefühlt hat, die im Vortrag vom 13. Juli enthaltene Erklärung: von der Befugniß, die Bilanz bis Ende 1831 hinauszuictxieben, keinen Gebrauch machen zu onen , mm- mshr zurückzunehwen und dagegen den Vorschlag zu ma- chen, sofort eiue“General-Versammlung zu berufen, um in derselben darüber abstimmen zu lassen , ob unter diesen Umständen die in der General ; Versammlung vom 2. März d. J. gefaßten Beschlüsse hinsichtiich des Bücher-Abschlusses gm Ende des Jahres 1831 ixnd der damit in Verbindung stehenden Zinsen- Zahlun nicht dennoch in Kraft bleiben und demgemäß die Königl. Hanccion dazu eingeholt werden sollte. Denn nach dem vorliegenden Resultat der Geschäfte dieses Jahres ist es erwiesen, daß die Fortsetzung des Verkehrs mit Mexiko die jedenfalls unabwendbaren Nachtheile der früheren Unterneh- mungen nach Buenos-Ayres, der Westküste und Ostindien schon dadurch verringerte, daß deren Aufwindung (so weit se bis jetzt stattfinden konnte) frei von Europäischen Verwaltungs- Kosten bewirkt worden ist; im Uebrigen aber haben jene Ge- schäfte nicht nur dem Insiitut im Allgemeinen einen namhaf- ten Gewinn abgeworfen , sondern auch die gesammten Ver- waltungs ; Kosten der Compagnie reichlich gedeckt. -- Sollte man fick), wie den Nachrichten aus Mexiko zufolge zu erwarten sieht, im nächsten Jahre eines ähnlich guten Erfolgs zu erfreuen haben, so wird auf eine für alle Theilhaber er- freuliche Weise der Beweis geführt seyn, daß man wohl that, nichts zu übereilen und den neueii, auf theuer erkaufce Er: fahrimgen begründeten, Geschästs-Plänen genügende Zeit zur Entwickelung zu gönnen. Jedenfalls hat sich bereits bewährt, was mehrere der bedeutenderen . erren Actien-Befikzer in der General-Versammlung vom 2. aussprachen, daß nämlich die Verwaltung bei dem Vorschlag der mehrgedachcen Beschlüsse „von den reinsten Absichten ge- leitet werde und im wahren Interesse der Sache und der Aetionaire handle.“ -- Aus den anderen Theilen von Amerika, so wie auch aus Ostindien, lauten die Nachrichten nicht so günstig. In Bueiios-Ayres, von woher die Berichte bis zum. 17. August reichen, war die Lage des Landes im Allgemeinen noch immer so prekär und die Geldnotb so groß , daß alles Handel gelähmt und nichts , auch nur entfernt, auf einen Preis zu bringm war, der im richtigen Verhältniß zu der so sehr entwertheten _Landes-Valuta stände. Zn Chili,- von wo- her man Nachrichten bis zum 24. Juli hatte, war es in po: litiscber _HinfiM ruhig geworden und die Communication im Innern des Landes wiederher estellt, der Handel in Folge davon auch wieder etwas leb)after. Die dortigen Märkte waren aber noch immer zu sehr mit Europäischen Waaren überführt, um diese auf einen Gewinn gebenden Preis brin- gen zu können, auch war der Geldmangel fortwährend groß
und der Eingang aller Ausskände deshalb sehr unregelmäßig -
und unsicher. Indessen war es der Agentscbaft in Valparaiso doch gelungen, einige nicht unbedeutende Baarsendungeu zu machen, die denn auch bereits in England angekommen find.
Zn Peru haben zwar die im Hafen von Callao mit einigen _
Englischen "Kriegsschiffen vorgefallenen Streitigkeiten nicht zu den befürchteten Feindseligkeiten gegen die Peruanischen Hä- fen geführt, und der Verkehr mit denselben ift nicht_unter- brochen worden; der Europäische Handel mit jenem einst so wichtigen Land?, so“ wie mit der anzeu Westküste von Süd- Amerika, bleibt aber , aus dem chon' mehrmais angefüthn Grund des Mangels hinreichender Retour-„Mittel, „noch inz- mer sehr gedrüokt. Aus Ostindien geben dte-Nachrichten bis zum 30. Mai und enthalten nur Wiedexholungen der frühe- ren schlimmen und eticmuchigenden Bertchte über den Deut- schen Mannfakcur-Handel nach allen Theilen jenes Landes.
ärz als ihre Ueberzeugung -
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