1921 / 89 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 18 Apr 1921 18:00:01 GMT) scan diff

wort, die damals xegelmäßig sei sokchen Mionen gegeben wuxdé. War Dic E.":Uendung de;? Müitärs. (Zurufe bei den Kommunisten.) Mit Maßregexungen und mit Niederknüppexung de: Meilerschoft durck) Mikitä: habe;: SIe (naeh techn!) den Geist erzeugt. da: "ck j-ZHT enüaden Hat. (Heiterkeit und Zurufe rechts.) „Vor dem Sklaven. Wenn er die Kette bricht, vor dem freien Menschen erzütere nicht!“ (Heiterkeit rechts. - Zuruf rechts: Erzittern Sie nicht vor _dLn Kommunisten!) -

Ueberan Wo es den gewerkschaftklchm Organisationen im Laufe der Ixhre gekungen ist, ihre Ideen zur Anerkennung zu düngen, ist SZ nicht zu soxchen Exzessen gekommen, wie wir sie jeßt bn Mans- feldischen und in den Leunawerken er.!ebt haben. (Sehr Wahr! bei den Sozialdamokraten. » Zuruf rechts: Leider hat die Sozial- demvxratie den Révoluxionsgedanken erst ins Valk hineingetragen!) - Ich glaube, Sie tun besser daran. mit solchen Zwischenufen voxsickxtiger zu sein; denn. wenn wb: erst einmal wieder. die Schuld amKriegsauWang hier :ufronen tvoÜen -- (große Unruhe und Zuxufe rechts) dann, meine Damen und Herren, kann Ihnen jede: Quartaner sagen, daß Repolutionen nicht gemacht werden. Wexm am 9. November das deutsche Volk die alte Regierungsform abstreifte; dann Waren nicht; Revolutionäre ww Emil Barth, der sich brüsteta, Verxin'er Arbeiter 'mit 20000 Plstolm ausgerüstet zghzben, die Schöpfer dieses Zustandes, sondern dann hießen die MWMU Revolutionäre Ludendorff und Wikson. Ludendorff, der kein Augenmaß hatte für die finanzielke und Wirtschaftliche Grenze "der LLismngsfähigkeit des deutschen Volkes, und Wilson, de: die ganz? amexikanisoße Kriegstechpik den Engländern, den Frau- zosen und den anderen Gegnern zu:: Verfügung steÜte. (ZurufeQ Also die „Rovokuxionäre saßen nicht in dem Reihen der Mehrheitß soziakisten; 'Sie haben die Revoxution vorbereitet, Sie haben sie gesch0ffew (Große Unruhe und Zurufe ckckck.)

Der Herr Abgeordnete Graef hat in seiner Rede -- ick) zitiere mä) der ,„Krsuzzeitung“, die ihm gewiß unverdäckxtig is: -- weiter angefühxt:

Löw:)hl in dem schnoerm Kampfe bei einem Orte die Sicher-

»

Und W [W Sie noch „Lha“ oder „Na akso“. (LW links -- Uaruhe ckckck.) Also der NeichSentWaffnungskommiffar hat in Gegenwart des Regierungspxäsidenten ungefähr die Umveisung

pväsident. (Zuruf rechts: Steht mit seiner lehten Erklärung in

Widerspruch!) -- Sie habM nachek die Möglichkeit, diesen

Widerspruch oufzukLären. - Der Oberpräsident erklärt zum

Schluß; Ick) betone nochmals: es handelt sich um e'ine Zusage, die lediglich Major Folie ohne meine Ermächtigung und entgegen meiner Auffassung persönxiä) einer Gruppe von Aufständischen aus Eisreben gegeben hat. Da ich roußte, in "wie bedrängter Lage er sick) befand“, habe ich am Fernsprecher im Augenblick davon abgesehen, ihn zu deIavouieren. Ich habe aber sofort am Movgen dos nächstfoxgenden Tages an ihn ein Telegramm des Inhalts gesandt. daß seine Zuficherung schem durch die twvhem weiter erfolgten „Kämpfe der Aufständischen aus Eis- leben hinfälkig geWorden sei, und habe auch dafür Sorge ge- tragen, daß meine ablehnende Haktung der Fokkeschen 8a- sickzerung gegenüber in die Presse kam.

Ick füge hinzu, meine Herren, - ich habe das eben sihou ge- streift --, als ich von dieser ZeitungWeldung erfuhr, habe ich den Oberpräsidenten- aufgefordert, dafür zu- sorgen, daß diese Zu- skcherungen sofort annulfiert Wurden. Es bedurfte nicht erst eine:: Anregung de'r RekchSregiemng, sondern die preußische Re- gierung ist aus eigner Initiative vorgegangen, (Unruhe rechks.) 30, meine Herren, glauben Sie (nach links) ettva, daß M1: in solchen Situationen, 100 Sie keinen Pardon geben “und er- bamungsws alle Leute niederschlagen, *- " (große Unruhe und Zurufe recht5) -- Meine Herren, enttveder verlangen Sie, daß man die Sprache Ihrer Organe und Ihrer Abgeordneten ernst nimmt, und dann wären daraus die Konsequenzen zu ziehen, die wk: gezogen haben, oder Sie verzichten darauf und erkennen an, daß Ihr Drohlärm Eselögesthrei ist. (Lachen links; Zuruf von der Komm. P.: Wo ist von uns gedroht worden, alle Leute

&stva zxvei Offiziere und 85 Mxnn eingebüßt hat, ordnete“ Hörfing an, daß die Kommunfsten nicht verfolgt werden sollten, déc ZHW Waffen abxieferten. (Z::xuf 083 Mg. Gxaef [Anklam].) -- Das können Sie auch nicht 507050 [;D-NU. Ick) nekxme abe: diese fäxsckglickze Vexbreitung Jßrer' Rede, Herx Abgwrdneter Graef, zum Anlaß, um festzusteüen, daß exstßns in keinem Orte 85 Mann 'der Sicherheitspolizei gefaUen sind. (Zuruf des Abgeoxdneten Graef [Anklam].) Sie haben ferner gesagt, daß der Oberpräsident Hörsing einen Er- kaß kxerausgegeben Habe, der anordnete, daß die Kommunisten straf- freé bkeében und nick): Verfokgt Werden soaten, Wenn sie ihre Waffen aHTiesexken. Ja“) habe da:": schon als Zeitungslüge gekennzeichnet und „73000 kainen Anlaß, irgend etwas Von dieser CHarakterisierung znchkzMsßmexn. Ick) Habe, als ic!) aus den Zeitungen über diesen Punkt erfuhr, sofort den HUM Oberprästdeuten gebeten, mic AuZZunst zu erteilen. und in' einem mündkicheu Vortrag in Berri:- hzt & mir über diesen Punkt fokgench erksärt - die Angekegenhelt ist so MMU, daß ick; die Ausfage des Herrn Oberprästventen Hör- sing mit chtehmjgung- 000 Herrn PrästHenten Km Woxikon! mit- teiTSn werds“? ' ' " * ' ' * * ' Am OstersonnTag rief mick) durck) Fernsprcaher der steÜver-s. ;txetende. Redakteur der „Kommunistjsä'gen VolkSzeitung“ namens Bechstedt an und fragte, ob es denn keine Mittel gäbe, dem VTUtVergießen ein Ende zu machen. Ick) entgegnete ihm, es gäbe zur ein Mittel, daß nämkich seine Leute sofort die Waffen nKeÖ-«Tegwn und die Arbsit Wieder aufnäßmcn. Er regte darauf an, daß in diesem Sinne mit den Aufständisclyen gesprochen 002001“. soUte, und als ich ihn ausdrücklich fragte: Sie meinen aCso, ich soUte verhandexn, bestätigte er mir dies. Darauf er- Üärke iF) ihm, daß ich jede Art von Verhandlung mit after Eut- sFgZedenHeit aökehnen müsse. (Hört! hört! Hei den Sozialdemokraben.) Ick) hatte bei der Unterredung das Gefühl, daß Bechstedt, oHericT) er angab, ledigkick) aus eigenem Antriebe und aux für se'me Person zu sprechen, möglickgerWeise doch im Auftrage der Nuésxändéskqan mic!) anrief, um von mir eine bestimmte Zusage zu arxzthen. Gerade deshalb Ließ ich bei ihm über meine Auffassung von 02: Unmöchhkeit jeder Art von Verhandlung keinen ZWeifel cmskommen. 2chst€0t fragte dann noch, wo er Herrn Major Folie er- reiéxn „Inas; es sei ihm an diesem Tage nicht gekangen, mit i_“Z-w. Iéxöévdxmg zu bekommen. Da ich infolgedessen annahm, daß BWKZM six“; an Fostex, dessen Aufenthalt ick; ihm nannte, Wenden 205.230, 7527" “UK) :;“Zbald den Major Falte an und sejzte ihn von Hsm 37.1330 meiKeZ Gesprächs mit Bechstedt in Kenntnis. Ick) erféärte Tuc!) Hm, daß an keinerlei Verhandlung zu denken sei. (.I-022." HH::Z 32T Zen Soziakdemokraten.) Am NHMW :Zex' mic!) Major Folie an und Eilts mir 'mit, B&Hsxcdr ck62 :ck "me gesprochen. (Mögxichexweise sagte er auch, Bechxext 731 ;ck: eénec Deputation bei ihm gexveseu.) Er, Major FQTte, 0059. ck21 5327092, es sollten vor 0001: Dingen sofort aaa Waffen CÜJSZSÖ'SU Werden, Wer dies freiWiÜig täte, dcr sone nicht nach Namem gestxgt und, soweit lediglich ein Verstoß gegen das EntWaffnunng-xseß voréäge, auch nicht bestraft Werden. (ZurUfc 700023: Na 000!) - Bitte, seien Sie nicht so schnen, Sie müssen si-F) gleZcF) WUQÜNZLTQU. Znßaxlick, max es 000 02030 das, Was später die Zeitungen als mein angebliches Amnsstiedersprechen brachten. Ich War hiermit durchaus nicht einverstanden, Ich konnte mir zlvar erklären, Wieso Major Folie in der bedrängten Situation -- er war von den Aufständischen eingeschlossen -- sick) zu einer Zusage für be- :ecHtigt !sz» Dex RekWenWaffnungSkommissar hatte nämlich 1100) stxige 2.000“th woche; in Gegentvart des Regierung?“ pxäichnten von Gexödorsf "bei Bssprechungen erklärt, er biekte. nacÉ-dZm die Fristen des EntxvaffnuugSczeseses ÖIÜUW feiert, im Interesse der möglichst wstlosen Erfassung aU-er Waffen auc!) jest noch fokgenden Weg für zweckmäßig: Wenn eM “Kommission zur Durchsuchung füx einen Ort angekündigt sei, dann soÜten am" Morgen des Tages Plakate angesckjxagm Wexdan MDC: des Inhalts, daß bis Mittag sämtxiche Waffen o.szge-Hsn sein mÜßXn; bei freiwikliger Abgabe Würden die Uebsrör'mger nickzt nach dem Namen gefragt werden und auch infoLgedÄen nicht bestraft werden. Da! hat offenbar dun

Truppe dex Korps Lichtschlag. (Sehr richtig! bei den Sozialdemo-

zeitung“, gerührt, um gegen diesen taktischen Fehler des Militärs Front zu machen. Heute aber, Wo ein soziakdemokratischer Innen-

niederzuschlagen7 - Große Heiterkeit.)

***-Herr Graef hat Weiter gesagt: Unter den Augen des Herrn Sevexing ist es geschehen, daß dke „Mansfelder Volkszeitung“, die von dem Kommuniswn Joseph Schneide: gekeltet Wird, durch den KreiSausschuß 50000 «ck Unterstützung erhielt, also GeWer fiir die Aufrichtung dex Diktatur des Proletariats absichtlich in Herrn Hörsings Amts- bereich !anziert wurden..

Auch das ist eine glatte Lüge. - (Zuruf des Abg. Graef [Anklam].) - Jah weiß von diesen Dingen nichts. (Abg. Graef [Anklam]: Es ist aber wahr!) - Ach, Herr Graef, Sie haben nach den vtexen anderen beLveislosen Angaben Ihrer Rede keinen Anspruch darauf, daß ich Jhxe Erklärung ernst nehme. (Hört, hört! und Unruhe xeckzts. -- Sehr gut! links.) Es ist ganz selbstverständlixh, daß einer derartigen Angabe nachgegangen wird. (Rufe rechts: Aha!) Es ist ganz seXbstverständlich, daß dann, wenn an diejer Behauptung des Herrn Abgeordneten Gxaef auch nur etwas ist, die Schuxdigen zu: Rechenschaft gezogen Werden. (Lebhafte Zn- rufe rechts.) -- Sparen Sie sich aUe “Mühe, das ist VerscHWendung Ihrer Gefühle? 'Sie“ bringen mich nicht von ver“ Lüiie ab, Sbe bringen mit!) nicht aus der Ruhe. (Lebhafte „Zurufe rechts.) „Unter den Augen des MinTsterZ Sewering'“ sonen siä; aUe diese Dinge abgespielt haben. Das kann doch, Wenn Worte überhaupt einen Sinn haben, nur heißen, daß mit meiner Zustimmung,“ mit meinem Wissen gehandelt Worden ist." (Widerspruch und lebhafte Zwrufe rechts.) Der Herr Abgeordnete Graef-Anklam hat dann eine Weitexe ZeitungIlüge hier zum Be71en gegeben. (Hört, hört! bei den So- ziakdemokratm) Er hat erklärt, daß infokge des schwachen Elm saßes von Kräften in“ Gröbers dor Schuypolizei eine empfindliche! Niederlage zugefügt Worden sei. Ick gebe zu, der Einsaß von Kräften -- ich komme später darauf zurück -- War in den ersten Tagen sehr bescheiden. Man schießt abcr nicht mit Kanonen nach Spatzen. (Unruhe und Lachen rechts.) -- Ick Wiederhole, man schießt nicht mit Kanonen nach Spach (Lachen rechtS), und Wenn es zunächst darauf ankam, die Leunarverke und die Kohlengruben im ManSfeldschen von Erpresssrn, SpiHbuben und Räubern zu öefreien, dann konnte man dex Meinung sein, daß dazu ungefähr 3000 bis 4000 Mann Schußpolizei genügten. Die Bemerkung des Herrn Abgeordneten Graef ist aber auch deZWegen deplaziert, weil das Gefecht bei Gxöbers in einem Augenbück stattfand, als Schuh- poüzei schon in so starken Kräften herangezogen mar, daß selbst nach der Ansicht militärischer Sachverständiger ein Einseßen der Reichswchr nicht mehr notjvendig ersthien. (Hört, hört! bei den Sozialdemokraten.) Der VerXUst yon Polizeioffizieren und Unter- beamten bei Gröbers ist dadurcf) verursacht Worden -- das können- Sie WM in der Denkschrift !esén --„ daß die Banden durch einen unterirdischen Gang in den Rücken der Schußpolizei gelangen konnten. (Ruf rechts: Nanu! -- Heiterkeit.)

Wenn Herr Abgeordneter Graef in diesem Zusammenhang dann die Roa: kritisiert hat, die ich im vorigen Jahre als Reichs- und Staatskommissar in Rheinland und Westfalen gespielt habe (Zuruf rechts: Traurig genug! "- Widerspruch bei den Sozial- demokraten). dann muß ich ihm sagen, daß er damit seinen Freunden und seiner Richtung einen Bärendienst geleistet hat (sehr richtig! bei den Sozialdemokraten); "denn wenn ick) die Dinge des

vorigen Jahre;: hier zur Sprache bringen sollte und Wollte, dann, glaube ich, könnte Ihnen doch ein wenig ängstlich Werden für die Reputation mancher Ihrer „Kreife. (Zuruf rechts.) Im vergangenen Jahre habe

ick) am Tage nach dem Kapp-Putsch den Befehlshaber des Wehrk'ceiswmmandos 71 genmrnt, unzuverxässkge Truppenteile ein- zusetzen, um wirkliche.und vermeinxliche Ruhestörungen im Ruhr- revier zu beseitigen. Ich Habe im Beisein zahlreicher GM:!- schastsvertreter dern kommandierenden Genexax auSeinandergeseßt, daß ein Truppeneinsah ganz vergeblickx wäre und nur ew-entseß- liches BXutbc-d zur-Fokge haben würde. Das war am Sonntag abend,_mrd am Montag nachmüxag war das erste Blutbad an- gexichtet dmx!) die Entsendung einer außeroxdentlich schwachen

kraten.) Damakk hat sich keine Zeitung, weder die „DeutsÖe Zeitung“, noch die „Deutsche Tageszeitung“, W die „Kreuz-

Wehen. die Major Folte späwr. befokgt hat, nicht der M-

' wenn dann unte: diesen Tschechoswwaken einige Mud MM"

».“:-T *. »;

standes gediehme Poüzeiaktion erledigen konnt'o, Heute ist &“ Haren dieser Erfolg gar nicht genehm", paßt so gar nicht ck ck politisches Konzept, und heute werden alle möglichen Mittel u- „“Mut-t, m diesen Ettalg-dex: preußischeu Regierung statu, ma“chen. (Sehr gut! bei den Sozialdemokraten. -- ZUkufe “ck. Meine Herren, ich kgnn Ihnen nur den dringenden Rat NT:) Edel sei der Mensch, hilfreicb-und gut! (Große Heiterkeit - Ich kann Jh'üen nur raten, über die Dinge des vergangen:, Jahres im Ruhrrevier uicht“ mehr zu-speeäxen- Ick könnte eiu. mal versucht sein, Wenn ick) demnächst Stcult?'UÜUistek außer Diensten bin, meine Meuwiren zu schreiben (stürmische ZM: ckckck); Sie kämen nicht gut dabei Weg. Der Herr Abgeordnete Graef hat der Schußpolizei den

seiner politischen erunde erstattet. Dafür danke ck („;ck ck aber die Art, Wie er das getan hat, ließ in mir doch da, Gef.“ aufkommen; man "traue den Danaem nicht, wenn ße Ges bringen, denn dieser Dank an die Schußpolizei ist erheb[jch ck geschwächxdurch die Bemerkungen, die der Herr Abgeordnete 0:44 spüle: über die Tätigkeit der Schuhpolizei gemacht hat_ Da be- gegnen sich äußerste Rechte und äußerste Linke. (Zuruf 'ng den Sozialdemokraten: Wie immer., sie ergänzen silb!) In dex R0- des Herrn Abgeordneten Graef hieß es:

'Das Verdienst der Schußpolizei ist um so höher, als ge * ihr gegenüber steh die Regierung Unterlaffungssünden zusch ** kommen ließ. Die vierw5chjge Kündigungsfri*t “und Wonders die brutale Art, mit der die Regierung davo'n Gebxauth WU, hat, muß den Diensteifer hindern. " _

In einem Fkugblatt, das 'mir vorliegt, heißt es:- '

Ihr seid arme Teufel, die ihre Arbeitskraft dem SW verkauft haben. Aber der Staat pfeift auF Euéh, wem, Ib! arbeitsunfähig Werdet. Ihr bekommt eine Rente, bei der vor Hunger krepieren könnt. Das ist devDank deS-StaaU an Tuck), wenn er Euxh, nicht mehr braucht.“ Jes: win e: «ck brauchen. .' ,

Propheie rechts, Prophebe links! (Große Heiterkeit bei de:: g„ ziasdemokraten.) Die Schuhpolizci ist viel zu “gesund fundiert, als daß sie'auf die Rattenfängermelodien der Rechts: dds: LW bolschewisten hineinfanen..könnte (schr wahr! Bei den Sozialdenm traten), agb dafür danke ich der Schußpolizei ganz be!onder6,das, sie Weder .den Lockrufen der Kommunisten, noch" dén Schmeixhexej“ der rechtherichteten Blätter Gehör geschenkt hat. (Bravo! beide:: Sozialdemokraten. * Zurufe rechts.) -- Was Wissen Sie von de! Gefühlen der Schußpolizei? Eine SchwWe, die Sie dnrch Ihm GeWährSmarxn anbieten, macht noch keinen Sommer,

_ Aber iä) möcHte bei dieser Gelegenheit dcm'Herrn WW neten Graef doch sagen, daß es für ihn sehr: mißlich sein muß, in diesem Tone von der Haltung der Regierung zu reden; dem: er weiß dock), daß sich die Mitglieder der Regierung im vexgaugem Herbst keine Mühe haben verdrießen lassen, um die Etatifiewng der'Schußpolizei durchzubringen (sehr richtig! bei “den (5on kraten), die Vorlage endlich unter Dach und Fach zn bringen,dß lange Zeit den Hauptaussthuß beschäftigt hat,“ Und „wenn ma: fragt, wer diesen Bestrebungen der Regierung den meisten Wideu stand entgegengeseßt hat, dann sind es die Herren Von da DÜW nationalen" VoLLSpartei geroesen. (Sehr wahr! be? d'en Sozialq demokratenQ “So sieht Thevkie UNd Praxis dus,_so JHre 7050:- Wo'rxe und Ihre Taxen. Das wissen auch die Herren von da: thußpoliz'ei (Zuruf ckckck), und daran werden fie stch auch dani erinnern, Wenn solche süßen Reden von Ihren Lippen fließen. (Zuruf rechts: Nun 11101 zur Sachs! -- Große Hßiterkeik) Wem Ihnen meine “Ausführungen zu umfangreich erscheknen, dann be- danken Sie sich bei Ihrem Parteifreunde, dem Herrn Abngd- neten Graef. (Sehr richtig! links.) Oder glauben Sie 0000, doßiß dazu schWeigen würde, .Was dieser Herr hier an Schiefheiten W Untvahrheiten vorgetragen hat? Nichts,.wßd ihm geschenkt! Seine

' Rede wird als das nachgetviesen, Was sie ist: eine ZusW

tragung von Unwahrheiten, Schiefheiten und direkten Lügen. (Große Unruhe rechts.) _ -

„Der pxeußischen Regierung ist der, VorWurf zu Wen, dai“ sie den Bestrebungen der Reichsregierung, gegen die Ostindex Schußmaßnahmen zu ergreifen, entgegengearbeitct 002 Da ist es kein Wunder, daß 'die frei in Preußen herumlaufenden ELemenu eine solche Bekvegung entfacht haben.“ _ Auch daran hätten Sie lieber nicht rütteln soÜen, Herx Abgeordneter Graef, Denn wenn wir heute in Mutschland-so vieT fremdstämmige Arbeäm haben, so ist das nicht in leistet: Linie auf das Bestreben der cheinUchi westfälischen Fabrikanten und der ostpreußischen GroßgvmdbesW zurückzuführen, an Stelle der inländischen Arbeiter ::USLÖ'desÜe zu beschäftigen. (Große Unruhe und Zurufe rechts. - Glocke W Präsidenten.) _- Auf die "Schieber komme ich auch, WW 5“ nur ab. '

ALS gestern der Herr Abgeordnete Krüger (PWW) “" errn Abgeordneten Graef gegenüber feststellte, daß der POW“ Landbund im Augenblick sich um 10000 fremdxändische LW bemühe (Zuruf rechts: Aber doch keine Juden!)'. da erschch “" Ihren Reihen der Ruf: Untvahrheit! Meine Herren. Sie W die W1hl, entkveder 10000 Tschechoslowaken einzuführen "“' 10 000. russische Internierte für ihren Hackfruchtbau in PW zu verwenden. (Zuruf rechts.) - Ach, du lieber Himmel, wenn.“ Rotgardisten Ihnen owibe erarbeiten, dann wagen Sk “*“" danach. ob die Herren rot abgestempelt sind- (Gwße unruhe “ck“) Ick habe diesen Bestrebungen gegenüber folgenden SWP“?! eingenommen: wenn die Experten "de: StaatswßisW "M“ sondere des IandWirtschaftministeriums, zu der Auffassuns IEM“ daß tatsächlich in der Provinz Pammern oder in andere" "W" Provinzen Arbeitskräfte benötigt Werden, und wenn der „M“ Land*:rbeiterverband und die päritätischeu ArbeitSnaths' k?“ AkbeitSLräfte vermittekn können, daß dann Tscheäjoslowak." ?: geführt werden sonen. Sie sehen, daß ich mit!) ckckck?“ ““'"

Not der Landwirtschaft gegenüber verschließe. Aber. mem- W und Verschwöver“ -- wie Sie es nennen - sein WUFF wenn diese „Srhnorrer und Verschwörer“ späte'r ckan b“ ck Bezirken ihr Unwesen treiben, werden Sie Melbm MUM“ Ihren Wünschen entsprechend erst ihre 5122cktsznéchUU'-u getro-kkaMd- dm Vortvurf machen, daß fie nicht “genug die Grenze“ SU.“! BW stämmige Elemente verschließe. (Zurufe.) -- IWM d" „,m- in Pommern, und die Zum: in Berlin smd Ib?“ seh'

kommen; Sie haben nur Einivendungen gegen distJÜ" DenkM- die Sie nicht leiden mögen. (Lebhafte Zurufe bei "*

Major Folk? vorgesckxwebt, als er Bexhstedt Wettüber diese 31!“ FWW Ick _. _ ; . _ __ __

,'. *;

)

- WMQ“ W W: Zei: diese zu:; Bekämpjung :ja:: Mi-

uaanax-n Boysxarxej-x Yul picken. SMW,M M x“ M

„„. sicht stellen, * (GRW? Zurufe bei der Denkschnationalen

,---'i')

ck im Jahre 19V infolge des niedrigen Markkurfes die ck: [M fieberhaft besthäftigt War und nicht genügend äs“ ßeüen konnte, hat mein Herr Amtsvorgänger, nach . Auffassung durchaus zutreffend, die 'EinWanderung ost- Elemeute erleichtert. In dem Augenblick aber, als sich ', ., katf Deutschlands seinem Enhexnäherte, Wir selbst über - , Wohnungswemgel und Nahrungsnmngel zu klagen war es selbstverständliä), daß dieser Erlaß meines Amts- geändert Werden mußte, und da ist er nach der je- " Lage auf dem AcheitSmarkt und auf dem LebenSmittelmarkt .",“ WMW Der Erlaß. Herr Abgeordneter Gxaef, den Sie ““haben. und der das Datum vom 1. Juni trägt, ist nicht Phase in der SteÜungnahme der preußischen Regierung

zx Juden sind noch da!) -- Ja, Sie find ja auch „95; da!

b'm kein Phixosemit, aber ich kann mich auch nicht zu der “'Am meiner Jugend einma1 einen geivissen Lessing gelesen

zxs Christ oder als Jude “auf die Welt kommt.

Sie das xberücksühtigen Wollten, dann würde die Judenhetxe .) tschLand verstummen, und dann könnten die behördlichen meines Erachtens auch viel energischer durchgeführt „„als heute, w:) Von einer gewissenSeite in unserem Volks- vie ckck Beachtet Werden wia, jede; Schritt der preußischen nach dieser Richtung alsgegen die Juden Md nur gegen „2 en gerichtet angefaßt Wird. (Zurufe bei der Wischnatio- * WWUMSÜ) “'" Ja, Sie sind nicht allein auf der Welt, das . Sie sich nicht einbikden, andere Leute haben auch ein Recht

vexückßchtigung durch den ' Staat. (Wiederholte Zurufe bei der

ationalen VoUSpartei.) „Der schMrste Vorwurf ist Herrn Severing aber “deShalb zu

-u, Weil er das Eingreifen der Reichökvehr verhindert hät.“ .

Abg. Graef hat gestern von Leuten gejpwchen, die nach seiner „...s auf dem Monde lebten. Nach dieser Erklärung, gkaube sehs" er auch zu den Mondbéwohnern. (Heiterkeit und Zurufe ; Er hat ja ein Mondgesicht.) Herr, Abgeordneter Graef, Sie

in einer östlichen Prodinz. Denken Sie doch einmaL ddr- nach, welche Situation in den Märztagen dieses Jahres, sagen eimnal um den 14. bis 20. März herum, vorlag. Soxxten Sie ck „;ck;- wissen, daß gerade der Osten “bedroht war? (Sehr --'! bei den Soziakdemokraten.) Sollten Sie Wirklich nicht «. daß wir gar nicht frei waren in unseren Entschließungen, ...nehr-uud Schußpolizei nach Belieben zu verwenden? Nur Demagoge kann so_ sprechen + (Andauernde sjürmische' Zustim- links -- Glocke des Präsidenten - Präsxdent Leinert: Herr isnr!„-),.wie die „Deuts-he TageSzeitung“ geschrieben hat. rechts: Das war eine feine 'AuSrede!) Ich habe zu-den .. „“von der Deu11chnationaleft Vokkßpartei, die sich bis Heute

«W nennt, inmex nsch 'US-Bertxgue-u- gxhabxxrchß xsie; - poliüséhen “Verhüxtnikse .im Innern" Denxsxkxlanös'und auschin " upekzxjehr'k vier zutreffender zu beurteilen __ veripöchte'n; al;“Z, _dße;

.. .'?WnöeöKommunistischextPartei, dieHerrk-n von der „Kom-

fstischen Partei aber haben. um “Mixte“ .März-ZZWUßt) daß 'das

-ch!“Reich durch“ die Sanktiqnen und “durch" die Abstilnmung bxcschlefien in arge Bedrängnis geraten wird (Fehr richtig!), zva: nicht nur in der Pwvinz Sachsen, sondern bor aUen im Westen undOsten unseres Landes und“des Deutschen -- s. (Zuruf des Abgaordneten Graef [Anklam].)' Also in “den « Tagen. 115 die Aktion beschlossen Wurde, nach dem Attentat die SiegeSsäule, nach der ersten Besprechung mit dem Ober- * ken Hörsmg und dem Polizeipräfidenten RicHter, konnte an die Reichswchr nieht herantreten, handekte es |ck) m:- “: ich doch nur darum, ic!) wiederhole, Unregelmäßigkeiten in Leunatverken und an anderen Arbeitsstätten zu beseitigen, " ! Und Erpresser aus diesen Werten zu entfernen. Als dann die .BLWegung den Charakter und Umfang annahm, den wir beklagten, da" ist nicht ein Tag gezögert worden, polizeiLiähe & in größerer Anzahl heranzuziehen und auch der-Reichs- -von den Dingen Mitteilung zu machen. .Da habe ich mich gegen den EinsaY von Reichskoehrgklmdsäßlich erklärt. Mit ex EinWUigung sind Reich§ivehrf0rmationen in Sangerhausen, Wseld und Aschersxeben lokale Aufträge gegeben Worden, „mmer Einmiüigung sind diese „Kräfte im Revier gebkieben, * [“le das „Kesseltreiben gegen diese Verbrecher zur glücklichen "WWI bringen konnte." (Zuruf bei den Sozialdemokraten: Wk Herr Graef nicht! -- Unruhe und Zurufe ckckck) NÉWMIZ *- Ich Weiß nicht, ob Herr Abgeordneter Graef RUS“); die der ReicHZWehr in Naumburg angeblich erteikt *" *)t- _UÜU zuschiebt oder ir'gendeiner anderen Stelle, Ich, WNW der RÜchsv-whr in Naumburg“, *die-ohne besonderen [* ""IeLkiffen hätte, nicht erteiXt; im Gegenteil: Wenn in "'.“ka Re1chswehr gestanden hätte, - ich spreche hypothetisch, [ck von dék Richtigkeit der, Darstekkung des Herrn Wgeord- SFM Ulcht Überzeugt bin, -- aber. Wenn in Naumburg “_ “hk Jesk*21!d":-x 7730?- »-::d 02: wäre 7330 Kommandeur ge- „* Horden: im Unstrutiaxc treiben sich p[ündernde Banden -! .und, brandschaßen, die Bevölkerung' .ist bedroht, Schutz- !“ kst M Alzgenblicknicht, zur Hand, schicke du deine Mann- WWU BekUZWfUng .der Räuber,“ -_- und der „Kommandeur , low,?!» hatte GeWehr bei Fuß gestanden, fo. Würde ich Ut habe;: Herr Alxgeordneter Graef ein solches Verhalten ver- .. denkst.!) „Denn in sékchen Fälkeu fol)". der gesunde Menschen- eine R" Udén und mcht das Reglement. Ich gkaube darum, W ;P“ [[ck „auch für den Kommandeur. erträglich finkZen das; :S wzrklré'h erteilt sein sollte, dem: er darf das Gefuhl . Went? FALKE??? Aktion dem Lande uudbedmaWBWosxmeZZ . - " n er ie n e e 1 W.Nrkhaus [ems w sey)“ I“ . f- ft

Hm FLOOR“? Graef-haF |ck). däi'm _weitek Harüber' He- PUÜÉH' hte _SÖÜULpplizej Mizureichend' eingeseßt Wochen NU. bäßmmen sem“ Partei machen “besonders darauf. auf-

“" wäre längere Zeit““); Kreis“ Liebenfvekba ungeschüßt ge: -

„„ nfragk“ (Zuruf bei der Deutsckjnaiionalen Volkspartei:' .." it und Zuruf bei der Deutschnationalen Volkspartei.).

entschließen, 'die aus derartigen Ausführungen klingt.“

exksam mach12, daß man nicht in "erster Linie alS“

in «ster Linie 018 Mensch, und, “meine Herren, tvenn '

Herr Klekuspéhn, dessxn- Ruhe und Sachxkckzre'éx Mues“ Dar '*'legungen ich dankend anerkenne, -hat "an der Aktiowhez 'Wer-- - präsideytm Hörstng“ auszusßyen gehabt, daß fick) dcr 'Oßerprästdent

erst eine Prüfung eintreten lassen, um zu untersuchen, ob' das, was-gesagt wird, richtig ist.- Aber wenn es richtig ist, dann ist es eine lebhafte Anklage gegen die Freunde des Herm Graef. Als der Plan des Qberpräsidenten bekannt wurde, mehrere „Kreise der Provinz Sachsen mit Schußpolizei zu belegen, haben sich im Kreis- tage dieses Kreises Liebenwerda neben den Kommunisteu die Mit- gxicder des Bauernbundes dagegen ausgesprochen. (Hört, hört! bei den Sozialdemokxaten. * Zuruf rechts: Das Wollen wir erst mal nachprüfen!) ** JoWohl, ick) prüfe es auch nach. Und der Grund, meine Damen und Herren, für diese mehr als merk- würdige Haltung der Bauernschaft des „Kreises ist folgender. (Zu- rufc rexhtI.) -- Schön, ick; korrigiere mich gern. Der Grund ist darin zu. suchen, daß die Schupo, die bis vor kürzen: im Kreise *stationievt War, nicht nur gegen Diebsgesindel vorging, sondern“ auch ein scharfes Augenmerk auf die großen Schieber und Schleich- händker richtete. (Hört, hört! links.) So griff die Schupo in einigen .Hauptschieberorten, zum Beispiel Hirschberg, ein, wo die Bauern so gut Wie nichts abliefern WoÜien, sie stieß aber auf den Widerstand der gesamten Bauernschaft, und die Führer- der KrciSbanemschaft sorgten dafür, daß die Sckyupo recht bald wieder aus dem Kreise herauskam. (Hört, hört! links. - Zuruf rechts.) Jm Kreise LTebenWerda, so Weit ich seine Struktur und "seine Be- Vökkerung kenne, ist von ostjüdischen Sckxiebern wenig zu merken, Wenn aber troßdem Schiebungen Vorgekommen sind, so müßten es christliche arische Schieber sein; die soll es ja auch geben. (Heiterkeit links.)

Herr Abgeordneter Graef hat dann, um einen Gegénsaß zWischen dem Herrn Ministerpräsidenten und mir zu konstruieren, auf einen Artikel des „Deutschen“ hingewiesen und" gesagt, .daß - die _Ausführungen, die ich in einer Berliner Versammlung der _ sozialdemokratischen Varteifunxtionäre gemacht habe, heute eigent- lich nicht mehr zu ertragen seien, sondern eine völkige Bankerott- erklärung aüer staatlichen Autorität und Selbstbehauptung dar- steÜten. Ich Weiß, daß der Herr Ministerpräfide'nt sich mit den _Ausführungen dieses Artikels durchaus nicht identifiziert. Ick muß aber, da die Dinge hier auch angeschnitten Worden find, zu dieser viekbesprothenen Rede folgendes erklären: Die Versammlung fand statt am Abend vor der Beerdigung des erschaffenen Ar- beiters Sült. (Zurufe bei den KommunistenéÉ-rmordeten!) -- Nein, des erschossenen! (Zuruf bei den Kommunisten: Des er- mordeten!) -- Ich pwtestiere. (Erneute Zurufe bei den „Kom- munisten: Des ermordeten!) - Ich protestiere gegen diese Be- zeichnung im Interesse der mir unterstenten Beamtem (Bravo! rechts. -- Lebhafte Zurufe bei den Kommunisten: Er- mordet ist er! Mißhandelt iFt er,! Gxoße" Unruhe. -- Zurufe bei den Kommunisten und Gegenrufe bei den Sozialdemokraten. Glocke -des Präsidenten.) Ich sagte, mLine Damen und Herven, daß, diese Versammlung ein- berufen war am Abend vor der Beerdigung des erschossenen Arkeiters Süü. (Zurufe bei den Kommunisten: Des ermordeken!) 7-3- Ack), Wiederholen Sie das doch nach ein paarmal, Wenn es „Ihnen Spaß macht. (Zurufe bei 'den Kommunisten.) Es war bekannt gewyrden, daß ein großer Teil der Bexsiner Arbeiter _,e'mxy Proteststreik Beabsichtigte. Wenn 'die_ Preußische Regierung 501921010); jedé „'SteÜungnahäUeJ'zix _hiesexxx Schkkfx ZW) .paffiv verhalten

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. hätte, --.-“ ich- bin- übelzéügt, dajm hätts. es iix dén däräuffrjlgenden

«gebené d'iéschlappe preußische" Regierung, die. den „Kopf in dén .Sand steckt- und nicht siéljt, Was jeßt wieder an Schädigungen _ dem" kommunalen Leben Berlins zugefügt Wird. Ich habé de_s- Wegen Versucht, diesen Streik oder doch eine stärkere Beteiligung am Streik zu verhindern (hört, hört! bei den Kommunisten) mit 00011 !cgalen Mütexn, die mir zur Verfügung stehen. Ick Weiß nicht, meine .Herren, es mag einem Teil von Ihnen, vielleicht Ihnen besonders Herr Mog, Scholem - *- (Lebhafte Zurufe des Abg. Scholem -- Gkocke deß Präsidenten.) Ich glaube, es Würde Ihnen die! besser in den Kram gepaßt haben, wenn" ich andere Mittel in Umvendung gebracht hätte oder die Dinge sotveit hätte gehen lassen, daß andere Mittel i_n Anivendung hätten gebracht Werden müssen. Es besteht noch die Verordnung des Reichs- präsidenten vom 10. November des vergangenen Jahres, die den- jenigen bestraft, der zum Streik in lebenZtvichtigeu Betrieben auffordert. Mir kam es darauf an, da durch Ihre Agitation schon zahlreiche Berliner Arbeiter in Elend und Not gerissen waren, die Zahl dieser Leute nicht noch zu vergrößern. Deshalb habe ich mich mit dem Oberbürgermeister in Verbindung geseßt mit der Bitte, seinen Einfluß aufzubieten, daß die Arbeiter von der Absicht eines Streikes Mstand nehmen, und habe _meine poki'tischen Freunde zu“ beeinfkussen gesucht, ebenfaljs der, Streik- paroke der Kommunisten keine Folge zu !eisten. (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Das War der Ziveck meiner Aus- führungen, und ick) meine,-daß man Dom Standpunkt derjenigen, die für Ruhe und Ordnung eintreten Wollen, ein klein bißchen tvie Anerkennung für diese Haltung verdiente. Ich rechne nicht darauf, besonders nicht von Ihnen, Herr Graef. In dem Augen- blick, Wo Sie mich loben Würden, Würde ich mich in Sack und

_ Asche stecken und Buße tun. (Heiterkeit) Abox die Blätter, di:

ihre ganze Tendenz darauf einsteÜen, eine gemeinsame Plattform- 01101: Guten im Lande zu schaffen -- und dazu rechne ick; einst- Weilen die neue Zeitung des Herrn Ministerpräsidenten '- soUten vorstchtiger sein in Angriffen gegen Vertreter der. Re- gierung, die sich mühen, mit allen Mitteln eine Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung hintanzuhalten. (Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) Verwahrung muß'irh einlegen gegen die Bemerkung des- Herrn Graef, die in dem Say zum, AuSdruck komint: Daß er die Bevöxkemng viele Tage lang in Angst und Sorge gelassen hat, geniert ihn weiter nicht; es handelte sich ja nur um Bürgerpark. Das ,ist unerHört; ich. finde keinen parla- mentarjschen Außdruck, um diese UntersteÜung gexxührend zu kennzxichnxw Wenn Sie das &außen gesagt hätxcnzßeu 63sz dann" wüßw irh eine entsprechende; Antjvort, Hier; gibt] ex *kein Wort inv parlamentarischen Sprachschaß." Aber es ist* 'Bür'gérpäxk, das dem Minister eine, derarkige Gesinnung und Hakakg, mixer- steUt. (Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) *. »

nicht' vorher mit den' 'ArHeifervrg'anisaiionen zur'AbstelZujxg dEr“ Mißstände in Verbindung geseßt habe. Ick Weiß„dcrAbgoorynebe

wich, „Ick habe darüber aueh Zeitungsstimmen- aber ick) * '"?! 'hnen :wa nixht identifizieren, vielmehx EUR ck

KlßiUFYehn Wohnt im mitteldeytsxéxen ZZnJZujxrxehezixß___ Y_ex YZ:

Tagen in““Éden'BLätte'm“ der Rechten wieder» nur.- eins Mexodie jge- '

Mist, dann glaube ich, ist das nicht zuTeßt auf die

Vorgänge, die besonders seit Jem Anfang dieses Jaßre! zu Hey!)"- achten waren, sind ihm nicht so bekannt Morden, als daß ck heute- noch die Hoffnung haben könnte, daß duvch eiue Vekilisung der GeWerkschasten die Schäden VMständig hätten bejeiüx werden können. Ich habe hier die Abschrift eines Schreibmk, das von der Allgemeinen Arbeiterunion Deutschlands vom Arbei» ausschuß i'm Februar versandt worden ist und nach Weld- fascn, Stettin und Ostpreußen kam und in dem es heißt:

Werte Genossen! Auf unsere Anfrage im Mankfeßer Revier wird uns mitgeteilt, daß Ihr dort Arbeit bckommm könnt. Ihr müßt Euch bei Otto Ehe in Hettstedt, Kratky Hausstraße 18, mekden. Wir hoffen, daß Ihr Euch unverzügs“ lich dorthin begebt und Euch dort tüchtig an der Agitajious- arbeit mit beteikigen Werdet. Mit Levolutionärem Gruß! gez. Kuschewski.)

Die Werbungen haben Erfolg gehabt, und Müte März ha!:ten nicht die Gewerkschaften und nicht die „GeWerkschastsbonza-„n“ du- frcien GeWerkschaften im Hettstedter Revier den größten Einfluß. sondern die Leute you dex Allgemeinen Arbeiterunion uud dk nicht organisierten Leute, die da glaubten, mit D!;namit, mit Sprengung und mit Attentaten die poliüsähen Verhäüniffe Preußens und Deutschlands meistern zu können. Deswegen War es ganz vergeblich, norh einmal einen Appell an die Gewerk schaften ergehen zu lassen. Uebrigenz hat sich der Oberpr-äßdent Hörsing - das wird ihm ja von der rechten Seite sehr veudachl -- stets mit den GeWerkschaften in enger Fühlung gehalten, [e!bst mit solchen Leuten, die als Kommunisten in der GeWerkjthafts- beWegung tätig sind.

Dann hat er auch einen Weiteren Grund" gehabt, die GW schaften nicht heranzuziehen, Wenigséens wicht zu den Vm“- bereitungen für seine Aktion, Wenn bekannt geWorden Wäre, daß beispielIWeise der Abgeordnete Kleinspehn an den ersten Bo- ratungen teilgenommen hätde -- glauben Sie, daß das Ihrem politischen Ruf genüßt hätte, Herr „Kollege? Ich glaube, in den Kreisen der kommunistischen Abgeordneten, in den „Kreisen der kommunistischen Vertreter. wären SL: in argen Mißkredit go- kommen. DeSMgen seien Sie erfreut darüber, (Lachen und Zu- xufe bei den Kommunisten) daß der Obecpräsident die Aktion auf seine eigne Kappe genommen hat.

Meine .Herren, ich habe bei der Steaungnahme dk, Umts- hängigen Partei nicht allein der sachsichen DarsteUungsweise des Abg. Kleinspehn zu gedenken, sondern auch der. umsichtigen Tätig- keit einiger unabhängiger Landräte, bßsonders des Landrats von Bitterfeld und des Landrats von Delitzsck). Was gestern über den unabhängigen Landrat in Sangerhausen, Herrn Kasparek, von dem Herrn Abg. Graef mitgeteilt Wurde, wird Gegenstand einer ein- gehenden Untersuchung sein. Wenn es fick) ergibt, daß der Landrat Kasparek tatsäckxlich durch sein Verschulden die Stadt ohne Schuß gelassen hat, wird er unnachfichtlich von seinem Amt exttferut. Das ist ganz selbstverständkich. Auf Ihre einseitigen Angaben ' aber, die Sie nur aus rechtsgerichketen ZeianZstimmen nehmen, kann ich mich nicht dazu entschfießen, diesen Mann abzuberufeu, der es durch few Verhaxten Wenigstens dahin gebracht hat, daß die von“ ihm vervoaltefen Kassen nicht „geplüxxdext Worden smd, Was man von anderen „Kassen leider nicht sagen kann. (Sehrgut! und. ' Heiterkeit *links.) '. '

„Nan, meine Hérxeu, gestatten Sie mir, daß fck mich zu den Ausführungen des Herrn Abg. Eberlein wende. (Aha! links) Wenn ich den Herrn Abg. Eberlein richtig verstanden habe -- das mar [(Wer --, dann hat er ungefähr gesagt, daß seine Partei mit den Attentaten nichts zu tun gehabt habe, daß alTe-Z auf Spitzel- taten und Ponkationen der Regierung zurückzuführen sei. Ja, Herr Eberlein (Zuruf [inks2 Ist nicht da! _- Zuruf bei den Kon:- munisten: Aber sein Geist ist da!), - seine Geister! (Große Heiterkeit links.) Meine Herren, ck brauche Wohl kaum zu be- tonen, daß davon nicht die Rede sein kann. Die Regierung hat sichexkich Nute, Agenten, die man gewöhnlich mit dem Namen Spißel bezeichnet. Wer Was siehst du den Splitter, ich hätte fast gesagt, in deines Brudexs Auge. abér das stimmt nicht ganz, das müßte ich verlieren, (Zuruf bei den Kommunisten: Lockspißek!) - Ja, Lockspißel! Ich komme darauf. -- Spitzel! GeWiß, es gibt bei Polizeiorganen Spitzel. Ick) glaube, das ist eine BinsenwaHr-r heit, das braucht man gar nicht zu betonen. Aber, meine Herren, haben Sie (zu den Kommunisten) keine Spißek? Es ist mir vor kurzem glaubwürdig mitgeteilt Wurden, daß die kommunistiséhe Partei es fertiggebracht hat, in Wichtige Ministerien des Reichs und Preußens Spißel zu entsenden, die dort Arbeit gefunden haben, die dort in Anstellung stehen. (Hört, hört! rechts. -- Zm ruf links: Das sind aber nicht die Spißcl, die Wir meinen! - Große Heiterkeit.) *- Herr Abg. Kuß, das sind aber die Spich, hie wir meinen, und die nicht minder gefährlich sind als die Spißel, die Sie nicht gerade gern sehen. Wenn nämlich diese Spitzel in den Ministerien sich in den Feierstunden in die Dienst- räumc der'jenigen Beamten begeben, die mit politischen Dingen zu tun haben, Abschriften machen von deren Arbeiten und Doku-x menten und diese Dinge nach Moskau leiten, dann ist das fü: den Staat nicht gerade angenehm. (Hört, hört! rechts. - Hu, hu! und Zurufe bei den Kommunisten.) -- MeinetWegen durch Ihre Vermittlung; aber nach Moskau. Und es ist doch merkvaürdig, Wenn der Herr Abg. Eßerlein die Mittäterschast oder Wenigstens die inteüektuelle Mittäterschaft am Attentat gegen die Siegessäule bestreitet, daß man dann in den Taschendieser Leute, die da ver- haftet tvorden sind, Mitgliedskarten der K. A,B.D. und der V.K.P.D. findet. (Lebhafte Zurufe bei den Kommunisten. «- Große Heiterkeit.)--Ich fühle nicht den Beruf eines Jrrenarztes und gebe mich deShalb gar keiner Hoffnung hin, daß ich Sie vor dieser fixen Idee befreie. (Sehr “gut!) .Wenn der Herr Abge- orpnete Eberlein die inteÜektuelTe Urheberschaft an diesen Atten- taten bestreitet, dann muß ich sagen, daß es mich mindestens meck- Rvürdig berührt, daß die Organe der Kommunisten, die Rote Fahne in erster Reihe, die Anhänger der V.K.P.D. auffordern, die Trauöporte des Militärs und der Schupo unter aUen Umständen zu verhindern. Wenn Sie das auch anders meinen, meine Herren von der V. &. P. D.; ade:: Ihre Anhänger erblicken darin

,die Aufforderung zu Eisenbahnattentaten, daß man die SMALL!

aufrsißt; daß man die Eisenbahnbrücken sprengt; und wenn das bei Ummendorf, bei Gröbers und an anderen Ste.!len geschehen.

. ereien „Roten Fahne“ und .der Wenn Höh de:

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