1831 / 13 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

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_ S ck W e i 5.

Bern, 3. Jan. In der am Z0|en vor. M. gehaltenen 6ten Sißung der Tagsaßung maro dispon der Kommission entworfene Instrucxéon 'für den Oberbefehlshaber genehmigt und nach einiqen andern einleitenden Racy:ch)1ägen über'me Neutralitäts-Verhäirnisse beendegce (wie bereits gestern er,“ wähnt worden) die Tagsatzung ihre Sitzungen in Bern, .um dieselben am Hten Zcinuar in Luzern fortzusetzen. Die Ge- sandtschaften dex näher gelegenen Kantone sind hierauf nach Hause gereist, dix enxfernteren g-xhsn unmittelbar nach Luzern.

Zn dxr Séßung der *TUgsaßung vom 27. Dez. hacken sch alle G;»sandtschaftgn zu folgender Crkläxung vereinbart:; „1.) .Die Tagsatzung huléxigt einmüxhig dem Grundsakz, daß es jedém eidgenössischen Scande, kcas: seiner Souverainerär, frei steht, die 'von _il)m nothwendig nnd zwéckmäxzig erachcsceu ?Zsbänderunqen in dcr KanconS-Vewfassnng vorzunehmen, so,- bald dieselben “dem Bundes-Vertrag nacht zuwider “smd. Es wird fick) demnach die TaIsalzung auf keine Weise in solche bereits volkbrachre oder noch voern-ehmexxde constitutionncüe Reformen einmischen, 2) Dée "Tagsatzung stehc ferner in der Ueberzeugung, daß der im Art. 11“. der Bunöez-Af'te 6e- zeichnete Fal! cidgendjsschen Einschreitens NUR vo:1)a11den 1er); fie giebc sich auch dsr-r zuveercUehcn Hoffnung yen, daß die Verfass-xrxgs-Arbeitsn in den einzelnen Kamcotxen auf 98-

sekzlixhem Wege und ohne Gefährdung der öffsnctictzcn Rave“

zveqdexx zu Ende geführt werden, u:» sicht deunmch _im erstsn 21b11chmcc dcs voxörcixäxn Kxeis-chxkibens kenn'" Gxund zu wetccrcr Berathung.“

Italien.

Rom, 30. Dez. Nachstehexxdx's 1.11 die (gestern erwähxxte) Rede, mit welcher der Marqxns von Latour Maubourg am 24|en d. dem Konklave das eigsrxßändige Konooi-mz-Schrei- ben des „11611in der Fra:*zos-sn Überrex-„htc:

„Eminenzen! Der König der Franzosen, eifersüchtig , dic Pxärogatéve der Krone su bewahren, die der öffentliche lele auf [Lm Haupt, gesetzt hat, ceéltst'cl), scincZunctgung und Theilnahmc fur den hetlégcn Stuhl zu veMéscn , indem er mich als scincn außerordentlicdcn Botschafter zu Euren Ensincnzcn, ém Konklave

versammelt, sendet. Das Beglauquan-Schsetdcn, das écth- -

nen cinzuhändégenobcguftrggt vitt„etrt_y*ä1t Dichfühlx und Wün- sche, dtc Sc.„Ma1e|at bc: deam fcccrxtchc'n und wxcvttgcn Ereig- ntssc, das“ Ste versammelt halt, bestelcn. Der Köntg befiehlt

mir, Ihnen den lcdhaftcsrcn Schmxrz zu bezcugkn, dcn er bei dcr *

Nachrtcht vom Ableben cines Payne“; cnwfnnch, dcr w:?hrsnd

eincr pur zu kurzen _Ncgécrgng ausdem Stuhlc des heiligen Pc:- ? trus Dte Talente dcr Wctshctt, VerxölMxmg und chrrülrchn Dmd-

samkeit glänzen ließ, welche den Bchfntffcn der Zeit“, in dc? er lebte, so angen1cssct13vaxcn. Fx'astkrefck) vvrnchm1ichkommt es zu, den gcrxchten Trtbut dcs Bcöaucrns und de? Erkenntkt'chkcét dem Andctzxcn dxs aafgcklä'rtcn Oberhértxn zu zollen, desen Sorg.- falt, Wachmmkcet nnd Nathschlägc bcüändég auf die Llufc'c(1)tcr- haltung des Friedens der Völker, durch die wirksame Aus- übuygcdcr GrUndsätze_dcs Evangclcqms, gerichtet waren. Se. Maxeßat, dcrxn Polittk aur" das Princtp der Néclztcim11ischung, dtese feste Stutze dcr Unabhängtgkctt dcr Staaten, gegründet 111, kann kcrnen Atxsprucl) darauf :naäzcn, auf das erhabene Geschäft, dcm Eure Emmcnzcn stck)„in xécscm Augenblicke widmen , EMU“! Etnfluß auszuüben. Abkx dtcscs' Geschäftvcthciligtin einem zu ho"- hen„ Grade das allgcmexne Beste der Religion, so wie Den Vor- thch der großen Majorttä't der Franzosen, als daß Sc. Majcßät untcxlasscn könnte, durch, hezße ,und aufrichtige Wünsche daran Thctlzu nchnzcn. th'c Wctsheet, Ihr Eifer, Eméncnzcn, wer- den drescn Wunschcn xm, Innern Ihres (Heißes schon zuvorgc- kommen seyn. Als gctfiltchcs*„Obcrhaupt dcr Chrisienhcit möge dxr- Nachfolgere dcs" yxrßorbcncn Papücs, gleich ihm, mit hmzmlcschcr Gute, met“ einxr, „sanften, liebevollen und mit Maßxgung gcpnartcn Fromzntgkcftt begabt seyn; als weltlicher Farsi möge er_ sch „durcb sctxte Ltcbc für (Hercehtégkcit und für _dlc „Unabhängtgkett dcrva'ovznzcn, zu dcrxn Herrscher er bestimmt tß,-,auszetchncn. Endltchmögeye-r jene Etgcnscbaftcn in sich ver- cemgct), dte derselbe Pcus 1/11]. in prophctischcv Eingebung an “_dtcser Stätte: als Antwort gcgen » citkcn' Französischen Botjchafter aus*spx'ach: dze K_[ughkit dcr Schlangc und“' die Unschul-ix dcr Tauhc; daes snd, EminenJcn, die Wünsche Sr; Max., so wre.,dxe Hoffnyngcn, welche „5 chstdicsclßc auf die Mttthkupg Ihrer Wahl-Sttmmm gründet. Möchtc Ihr cdlcs" Werk unverzuglcche bccnxxgt wcrdéxn, damit dée über den eben erlittenen Verlust vetrubte K*trche bald Grund zu Trost und Freude Ende.

Glücklich, an'dicscm Tage einen so ehrenvollen Auftrag zu cr-.

füllen, muß t'Cek) mich besonders über die, durch die (Hüte dcs Kö- nrgs „nnr gewahrte Gelegenheit freuen, Ihnen, Eminenzcn , dic Huldegung mxmcr tccfcn Vcrehrung für diese hohe Versamm- lung und mctncr ehrfurchtvollsten Gcsénnungen für jeden Einzel: nen untcr Euren Emincnzcn darbréngcn zu können.“

Dx ReN, we1che 13er GMs von LÜlzow bei Uebcx'rcé- ck)1111g 18111121 BegkmbéxUths-(SCL)m'tbc-m; als außerordentliäxsr Kanerl. :L,7-311e1'1'e1c1)k cbchoU'chafrer («:"-Konklave 412112011211

17. M. vor Tem [)*-1115.11 Koé'icgium hielt, laukcce, wie folgt: 1

_ „Eménenzcn! Das eben so trauré e als bekla cnswcrt e . ctgntß, pas schon„n_ach zwanztg MonaYen Ihre b?bc BerzhamEnT- luong wecder crx deere Maucrn znmmmenruft, verschafft mir heute, wre dgmols, HX hohe Ehre, dcn erhabenücn Aposioléschen Kaiser undedxng hctzhncn, crlauchtcüc Fürsten und Väter, in der E1- gcnxchajt ctnes _außqrordentlechen Botschafters zu r'epräscntt'rcn. Vchne xrste Yfinbt tu, Ihnen, erlaucbte Väter, den tiefen und fotchttgcn »xhznerz u vczcugcn, der das Herz meines guten Douvcrams vet ver 5 achrccht von dem großen Vcrluüe durch-

drang, den die Kirche und die kaxholäschc Welt durch den _zu frü-

hen Tod Pius 1111, heiligen Angcdcnkcns crlt'ttcn cines , . a e oem dcr Bercen aller xugcndcn dre hthWürde Lx'war'b,2z)upch1s;

(])-„'r der erhabene Verstorbene unter den Würdégsicn erwählt ward.“

.Der Kaiser und König widmet ihm ein cWéees und c r"u '“- volch Andenken, da); die hohezr Ekgenschäftén“; die ihn zch'stcßétdße Maßxgmtg,„11[ughctt und Wctshcit- die 1?th seine tronen Leiter in dcr _1c1)Wtcrt_gcn und mfchcpyücn Regierung der Kirche waren ycr'ytcxxcn. Nachdem ich solchcrgcséalt die Ovlécgenhcit, dem An; ocnkcn „dcs frommen Vcszjorvcnen cine öffemliche Huldigung

da;“zuvkixxgcn und in dieser heiligen chsammlung die Trauer“

und Betrüvniß dcs crhaöcncn Kaisers über das ncu » '

._ . . , * c Wettwcn- tpmn nnjxxcx hct1t_gcn qp-oßolxnhxu Nöxntschcn Kirche auszuspre- ehen , LksUÜk/ vlcwt nnr noch dtc zwctte Pfifcht übrig, Ihnen,

erwachte Fürßcn, das Schrctvcn zu Üderretchcn, das die anderen ,

Beweggründe mcinchendung enthält. “*“ndcm i d'e » - nugthuung ehabe:, chdcr vor„dcr größäxcn Llnzéhl tvoZonehtFtet, xrxauchtc FurüenUzu stehen, dee Sic damals die frommen Wün- 7chc un? Nathxchlage; vernahmcn, welche ich im erhabenen Na- men dev vorzugswxejc gcltcvtcn Sohnes der heiligen Kirche aufs xtcue _bcaneftragx l_xtn,xdcr hohen Versammlung mérzutheilcn, kann YU) mcc!) uvex Hccjch Loos nm) freuen, das mir 9 viele crlauchte .oßugxn dcr Rc:11hce_x,- Fr-ömmtgkcét und der Gessnnunqott, welche der dtcser ww vet jener Gelegenheit von einem Fürskén an den Tag gelegt werden, der 40 Jahre hindurch dic klarsten Beweise davon aux cmxm der schönsten und ältesten Throne Europa's ge- geben hat„ auxwexckzcm sem; Tugenden ihm nicht nur die auf- .rtchtzgc _thbc se_mcr treuen Völker, sondern auch die Achtung an*d Elxrnn'_chx dcr tkcmdcn Ngttotxcxr, erwarben. Welchen Anthctl und wchlchcs Interesse,:mn msm guttgster Souvcraén an dem wéchtigen Akte der Wahl etncs Pavücs nehme„ t'st in dem Kaiserl. Schreiben m.tt dem Zchtraucq und dfcr' Loyalttät da;.“gclcgt und entwickelt, die scenchnrde, so wxe dcr cmchcrsmmnlung, entsprechen, welche bei

* rufen isi, c;"nen aus“ ihremSchoßc in den Rath der Fürskcn cin umhrcn

u„nd “dev“; ersicn der Apostel eincn Nachfol er u eben.“ as a :- rxchtege und vor AUcm_rclégédsc Gemüth Yes aijgcrs und Kdnxkgfs in von der (Yerschtegkett überzcuZt,- mit Welcher auch bcuté seine frommen Wunsxhe; wcxden aufgenommen und gewürdigt Werden. Er wtrd den Gipfel scench Wünsche durch die schnelle Erwählung ***.W „chrhxrtcn cxrxccht schen, der den vielen und hohen Be- durfmncn dcr Reltgcon am betilcn entspricht und als liebrcéchcr

Patek scém-r Völker der Welt cmé Fortscßung der Regierung der-

bcrühn1tcßcn untcr scincn Vorgängern darbietet. Dcr er!

und chrwürdtgüc KY'détxaL Albani, dev schon früher mzZuZlZ-ÜT höchücn chrtraucn M11“KApoßoléschenMajcsiät beehrt wurde, U?UUTF chsmgj anßcy mn: beauftragt, Ihrem erhabenen Senate dxc WW'ÖL S1“. MajeüÉt zu Erkennen zu geben. Nachdem ich dtconxtcazt eksullk, dec bckaxxntctx ch'c'nnungen dcs erhabenen Kai- sexo auszuspxcclxn, de_nuhe tel) dtese Gelegenheit, Ihnen, crlau te Furüen, ,mxtncrxlcbhaxtcn Wunsch_zu äußern, Ihr gütéqcs Wo !? oncn _zu verde-xncn„ das :ck m„tch meinerseits bemüöen werde d;!rclchttc uYrrjlctdxuttgstend ;Lchctdscs 12Min?“ tiefen Ehrfurcht für ».v ge o cgtum un ur jc e it ied ' -- dcre zu crwicdcrn.“ g desselben tnsbeson

Inland,

;erli-n, 12. Jan. Die Achener Zeitungffneldete BAU,! dte [)xer_ cmgcgangene NachriM von dsr Ankunft Sr. .;»ömgl. Hyhett dcs Prmzen Wilhelm in Köln hat fich eine Dcpxzxacxon von hter, bestehend aus dem Herrn Bürgsr-“nci- sxey Ichervéer _und dxn **))?itgléederx'x des Sxadtrath, Herrn Hommel) van Houtem und Franz Pellzer, gleéch dahin begex hen, um So. Königl. Hoheit Seitens der Sca'sc“ AM:; “zu bexyallkommncn, Dixse Deputation 111 von dem vekehrten Pe'mzen am 4631 diejss Monats auf das huldreéchste empfan- gÉn worden, bci-welcher Gelegenhcét der Herr Bürgxrmcisker Säxrvier foL-gknde Ankedc hiclc: „„Wir schäßen uns glück- lick), „daß uns Her ehrenvolle und angenehme Ausct'aq *qéwor- _den rst, E16. Könjgl. Hoheit Skitcns der Stadt Ack)eir hier tnx den Rhempkyvmzcn herzxick) wiukommen zu beißen. Die 32151110 Sr. »)??axestäc des Königs, die Hschsrderselbe zu tref- sct1 gerulzrx, mde_1_n er Ew. Königl. Hohe“ in öiesen bewegten Zecreqals 11":an Oracthalcerzu uns sandre, giebturw; é'it1et1 neuen BPVUS der HUD U;;d Fürsorge unsexks verclxteset: Landesvaters. Dis Bexvohner 211136118 hoffen, bald das Glück zu haben, YUM Köxagl. Hoheit in den Mauern der alten Krönungs- 'é'Wadk zu xelzen, wo alls.“ Herzen einem Pri'nzen entgegen; 1c_l)1ck«_;en,“dcs]cn hSher Ruf 1ät1g| zn uns gedrunchn isi". AMW CÖUWOML'U' uxnd méc idxxen gewiß sämmcliche Bewoh- ner der Preußischer; szcithl'ovinzen hegen den Wanscl),

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daß es Eurer Königl. Hoheit gefallen möge, fortwährend in unserer Mitte zu verweilen, wenn auch Ruhe und Ordnung in den benachbarten Länder-Thcilon wieder hergestellt und des Fortdauer des Friedens gesichert seyn wird. Bei dem fernem Aufenthalt EurewKöniql. Hoheit in den Rhein-Provinzen wcrden .Hocbdieselbx'n Gelegsnveic haben, die aufrichtigen Ge- sinnungßn der AMW “Bürgerschaft und die Anhänglicheic derselben an das Königlche Haus,“ so wie das Bedürfniß und die bescheidenen Wünsche dieser treuen Unterthanen, kennen zu lernen. Se. Maj. der König werden von Eurer Königl. Hoheit vernehmen, was den hiestqcn Provinzen frommc und die Anhänglichkeic der di-csscirigen Unxerryanen an Preußens “Thron immer innige? befestigen wird.““ Seine König1iche Hoheit der Prinz Wälßelm hach dLIZ-cn ?TJHLT'TZJ? Ty; Löc- fitmungen der Stadt. Achen mic ÖL"? IHM eigenen FWULKÖ; liehkeic und m_it besonderem Wohiwoslcn aufgenommen, die- ses auch in der darauf crtheilccn Antwort zu erkennen gege- ben und hierauf die Mitglieder der“ Deputacwn auf den fol,- genden Tag zur Micragstafcl eingeladen, wobei dieselben „Il)rer Königlichen Hoheit der Prinzesfin GcmahUn umd sämmtlécbzn Mitaléedern der Hohen Familie vorgestellt zu werden die Ehre hatten.“

-- In der Suzung dxs Vereins (“I? den Gcwerbflciß in Preußen vom [Men 1). OR. wurden zanächst dia Wahlen zur diesjährigen Besetzung der Acmcer und der Verwaltungs; Verthet1ungen vorgenommen. Den Preis-Aufgaben wurden zwei neu: beiqesügt; eine von 500 Rchlr. und eine silberne Denkmünze für die Fördx'rnng von weißem Sracuar-Marmor in dxr Grafschafc G1c:z;" die andere von 300 RAM., fÜr die Anfertigung von Cartonnage-Arbeicen eincr bcsttmmcen Art aus inländischem Material. Der Vorfißeude erstattete Be; richt über die v. Seydlißschen Stipendmcen des Königlichen Gewerbe-Jnstiruts. An Berichten der Adxlxilungen kamen zum Vortrage: einer mit den Kassen-UeversiMen der von Seydlißschsn Stiftung und des Vereins; über die Brauch- barkeit der Wolle der Schafe der Danziger Niederung zu Kammgarn; Über die Intensität der Lichte aus Stearinsäure; Über einen Vorschlag gegen den Salpeterfraß in Mauern. Es ward beschlossen, den Geburtscag Friedrichs des Großen in gewöhnlicher Art zu fciexn. Dcr Versammlung ward Kenntniß msn einer eingegangenen *Preis-Bewerbung Über das zweckmäßégste Schaufelung der Wasserräder gegeben; von

einer Mittheilung des Hauptmanns v. Bruckmann, über die _,

den Kick b::creffende *Preis-Aufgabe; des Herkn v. Althams in Saganshütre, über die Bestimmung der Drackxkärken bei DampfmaschinemKesseln; ein Gesuä) des Gewerbe-Vercitts in Suhl; “3111? *))?icchcilung aus Halberstadt, Über das Trock- nen und “Leimen wollencr Ketten; einc Beantwortung des Herrn Uhlborn, mehrere gcgen scénen Pyrometer erhobene Bedenken betreffend; Mitchcclungen dcs Hkl'l'tj Bau-Conduc- teur Horn in Suhl, Vermck) zur Anordnung eines Pyro,- skopsund die Arbeiten des Graveucs Pfeuffer betreffend; neue Proben von Wetzjkcinen und Stxeichr1emen aus Zectmgen; ein Schreiben Sr. Excellenz des Horrn Ministers v. Schuck- mann, womic- kr dem Verein 24 Kupferplaccen für seine Verhandlungen Übermacht; eitxe I)?itche:lung der Statuten des J::dustrie-Vereins zu Chemniß; der Vortrag des Direk- torialraths der Moinisck)-Westindtschcn Coxnpagnie vom 7. November V. Z. Der Herr Hauptmann ])1', Meyer hie1t einen Vo':trag über die Lösch-Anstalrcn in Paris und Mai,- land; „Hr., Bergrath Krigar über die Eisenöahn vou Canter; bury. - Vorgezcigt wurden von Herrn „Herrmann und Comp. Zenge ihrer Fabtik, zu den sogenanntsn Wiener Pa,- tenc-Kravarten; von dem Vorfikzendcn eine Englische Vor,- richtung, welche den Keil bei den Sägemühlen überfiüssig macht, indem sie dyn Schnitc der “Säge von selbst nach und nach erweitert; sodann eine Bürste, deren man stel) bei Or- léans zum Auftragen der Schlichte auf leinene Ketten be- dient. Sie werden in Meziéres, in der Fabrik von H. Noisec gtemackzt, das Material dazu aber, sogenanntes Falzmoos, im ?Tegiex'lungs-Bezirk Trier auf der Schneifel in der Eifel ge- amme c.

. _- RW einer in der Breslau 217 Zeitung enthalte- ne-n Uebersicht der Leistungen ka Kranken-Jnftituts der öFkMkMzigen Brüder daselbst im vorigen Jahrs, waren vom Jahre 1829 in der Anstalt 49 Kranke verbiieben; davon starb?" 4, und „15 wurden gesund entlassen. Vom 1. Ja.- "me bis “31. Dezember 1830 wurden *olme Unterschied der Izextgion, unentgeltlich aufgenommen 1192 Kranke, Von dlewn verließen 1074 die Anstalt gesund, 20 erleichtert; 51 !kat'bcn. “2115 Bestand vcrblicßé'n 47, und auswärcig wuröcn 1346 bLkaSelt, so daß die Toralsmmne aller ärchick) chien- U'" Kl*=.“".nk";xn 2538 beträgt. Am: dcm Verzeichmß dcr Gehalts- LÜWGO geht hervor, daß sich unter dcn'Ll-„xfgcnommcncn 1Däne,

1 Franzose, 2 Zta_11äner, 1'Galizler, 9 Polen, 3 Schweizer und 3 Ungarn besanden. Von den übrigen smd 1075 aus Preuß. Schlefi_cn und 5 aus der Grafschaft Glalz, 37 aus andern Preußijchen Provinzen, 39 aus Dcutschen Staaten.

-- Zu Anfang OW vorigen Jahres hat fick) auch in Dau zig 9111 Verein zur Besserung der Strafgefangenczn und M* vexwahslosrsn Kinder nach den Grundsäkxen des hiesigen Vereins gebildet. Seitdem smd daselbst folgende Ansäalten errichtec worden: 1) Eine Erziehungs-Anstalc für verbreche- rische Kinder, worin stck) zur Zeit8 verbrecherische Knaben befin- den, 2) Ems Knabem-Arbcits-Schule von 2 Klassen, worin jetzt 66 vexwahrWsre Knaben, nachdem solche vorher größtenthülö neu geklcidet worden, in den Elementar;Wtffenschaften, so M: U: 2:11“ 2891-2111, Schuk)mach2r; und T1!“ch1er-21rbeicen und Gartenbau unterrichtet werden. 3) Zwei dergleichen O)?ädchetr-Schulen und 4) drei *))?äöclwnwartexchulen, worin bereits 150 KinMr nätxiiche Belchxang und Beschäftigung erhalten.

..- Zm Z:;hx'e 1830 smd in den Hafen zu Swinemünde Überhaupt 930 Sch)iffe, von zusammm1 64,055 Lasten Größe, emgxlaufen. Davon waren 783, von 51,190 Lasten, belaséen, und 1/47, von „12,865 Lasten Größe gebaüastct. Unter den 930 Schiffen befanden sich 612 'Yreußisckw von44,-194 Lasten Gxöße, uns) davon waren 510, zuwmmen 34,143 Lasten groß, bela- den Und die übrigen geballastcr. Der Nationalität nach wa-

ren, (je Preußen umgerechnet, 113 Schiffe aus Dänemark,

7 aus Mecklenburg, 5 Hanseaten, 5 aus Rußland, “26 aus Schweden, 13 aus Norwegen, 95 aus Großbritanien, 19 aus Hannover, 5 aus Oldenburg, 27 aus den Ntederlanden, 1 aus Italien und 2 auz den Amerikanischen Freistaaten. Die !eß- tern beiden kamen von Charlestown und waren namentlich mit 6277 Ctr. 53 PP. Reis und 6 Ctr. 57 Pfd. Wein be- laden. Aus Tcankceich, Spanien und Portugal kamen keine diesen Ländern angehörige Schiffe an. Dagegen smd aus dem genannten Hafen im Jahre 1830 ausgelaufen 842 Schiff: von zusammen 61,796 Lasten Größe, worunter 522 Preußi- sche, 42,147 Lasten groß. Beladen liefen aus 639 von zu- sammzn 41,800 Lasten Größe, und-geballastec 203 von 16,996 Lasten groß; darunter befanden fich 382 Preußische Schiffe, von 29,741 Lasten groß, beladen. - Gcgen das Jahr 1829 liefen 148, zusammen 10,507; Lasten große Schiffe, worunter 119 beladen und 29 gebaUastet, und 57 Prsußen waren, mehr ein, und 7/13, zusammen 11,115 Lasten große Schiffe, worun- ter 140 beladen und 43 Preußen waren, mehr aus.

-- Ans Erfurt schreibt man: Freitag Abends den 7. Jan. d. J. hatten wir in ErfUrc den prachtvollen Anblick cmer hier sxltenen Lufcerj'cbemung', nämlich eines Nord- lick)tes. TNchrere Tage vorher hatten fich Morgens und Abends stmke Nebel gezeigt, dei auffallend gelinoer Temye- mcur der Luft. An dem gsuannten Tage war wohl auch der Himmel mit Dunst beladen, indessen wurde dee obere Re ion bald rein, und es zeigte sich um Mixtag die _qanze AtmospZäre völlig heiter, während die Kälte um Weniges zunahm; das Barometer aber, welches am Tage vorher 27“ 5““, 65 ae- zeiqt hatte, Mittags auf 28“ 0““, 5 Sieg. Abends um Uhr färbte sic“) der ganze nordöstliche Theil des Horizontes bis zu einer Höhe von ungefähr 60“) so, daß man, über na; bestehende äuser wegblickend, den Widerschein heftiger Brände zu ehen glaubte; bei freierer Ausscht zeigte jich je- doch die Beschaffenheit der Farbe gairz anders, ste kam näm- lich dem schönsten Purpur nahe, und da, wo sch die Hellig- keit intenfiver zeigte , welches an drei fich ziemlich _qleichför- mig stellenden Orten des Himmels der Fall war, wobei diese als große Flecke erschienen, wurde fie einigermaßen gelblich. An diesen ore; lichteren Stellen war ein beständiger Wechx sel des Scheénes wahrzunehmen, indem in der Mitte der ro- then Flecken Funken garbenförmig aufzusteigen schienen. Die Erscheinung dauerte über ZStunde und wiederholte fich um 9“; Uhr, doch nur auf ganz kurze Zeit. Die Sterne zeigten sich in äußerst we'ißem Glanze und sehr stark funkelnd , aucb sah man fie deutlich durch den rothen Schein. Die Luft war völlig u'nbewegc; 'das Barometer stand um 9 Uhr “28“ 0“, 8, und das Queckfilber desselben zeigte eine Temperatur von + 00, 5. Die Temperatur der Luft wurde vom Rcferezrten nicht beobachtet; ste mochte zwischen 5 - 80 Kälte reyn. Sternschnuppen oder andere momentane Meteore zeigxen fich nicht. .. ,

- Die Armen-Verwaltung zu Köln hat am Ende des vorigen Jahyes einen „Bericht über den Zustand der städti- schenArmenpflege“ (40 S.) bekannt gemachc. Bei den Aus; gabe-"Llrtikcln liegen die Ansätze des „Budgets pro 1830 und die Resultate des Rcchnungsjalyes 1830 zum. Grttndx: es wurden nämlich a::sqegcben 1) für Lasten des Stiftungstojxtds, Stcuern, Baucen, Verwaltungskosccn 14,567 RUN;". 15 Sgr.