»».- *.
-_-*;x„- _;*«-z....--.-.-. *.-.-.. * * ** „*** -.- * -* “ “** - » .. - „„- „_ ;
_ „ „". «(„...-„“- «.'-.I; “. „W; * * .. - . _.
„.*-:x.- _
..4- « _.
..-. „...,..„.-, . .;
* dcisen sänimtlicßen
116
ßitutionnei vom 22. Dez. 1830 wären in Zweibrücken 400 Rekruten mic dreifarbiger Fahne und Kokarde, die Mar- seilläise singend, eingezogen und hätten erklärt, daß sie nicht säumen würden, Französische Soldaten zu werden. ZnZwei- drücken find bis jekzt noch keine Rekruten zur Ergänzung des daselbß gqrnisonirenden Königl. Baierschen ersten Chevaux- iegeks-Regtmetits eingerückt, daher der Französische Zeitungs,- S-xhrciber unter dieier Benennung nur die conscriptions- pflichtigen Jünglinge aus der Altersklasse 1809 verstanden ha- den kann, welcbe sich am 6T?" v. M. zur Losung in Zwei,- brücken eing-zfunden hatten. Die Conscribirtcn der Stadt Zweibrücker: sind, nachdem sie vorher die Erlaubniß hierzu hegehrc und xrbalten, unter Trommelschlag mit ihrer, das
Köni [. Baithe und das Zweibrücker Stadtwappen führen,- den ahne aufgezogen. Einig? Corisaribirce uns den Land- gemeinden hatten, nach altem Gsbrau-xkxe, ihre Hüte oder Kappen mir kümsklicswn BZUineiistkäUßM und statcertiden Bän- DLT“ von verschiedenen *Fardcxi axxsgcscixzxiückr. Allein wedex den Conscribirten selbßi, 1106) dem UUbLfakigEncU Beobachk'cr, wärees eingefallen, diesc Bänder UNO Sirädße fü'." dreifarbige Ko- karden oder für fiJZMDakkÖZL anbienw zu hairy". .Die dies,- seirigen Conicrivirk-m, weit davom etitfcrnt,zweidexxtige Gesm- mmgen zu äußern, “c)aben vieiniehr das beliebteVolkslied: „Heil unserm König Heil“ mit den [)erzlich)ften GsfÜNcn für Kö- nig und Vaceriand gesang,?" und bei dei“ Ziehung (wo am Mi) Menschen in einem beschränkten Lokal auf einander ge- drängt wach nnd sogar der HofraUm in Anspi'nci) genom- men ivexden mußtc») eine so mmierhaste Ordnung unter sich gehalten, daß das Losuagsgechäfc 11120" Nachnxitcags mn 5 Uhr beendigt werden konnte. UUkUiktcklbar nach dc-r Lo- ßmg und in den darauf folgenden Tagen verlangten niebrere dixseit Conicridirten den Marschvorweis nach München und Landau, _um jogleich eingereiht zu werden. _- Das bexüch, tigte Ereigniß jenes Tages reducirt sich darauf, daß zwei be,- ?runkxne Handwerksdurschen „aus einer nahen Landstadc we- gen ihrer cumulruariichen Lustigkeit zur? Ruhe vsrwiesen wer,- den mußten.
Kassel, 8. Jan. Nachstehendes ist,der vollständige Zn- halt der (vorgestern erwähnten) B'erfajiuugs- Urkunde für Kurhessen, vom 5. Jan. d. J.:
“ „Von Gottes Gnaden 'Wir Wilhelm dcr „Ute, Kurfürst von Kiesen, Großherzog von Fulda, Fürst zu Hersfeld, Hanau, Friiz: Zar und Isenburg, Graf zu Kaßcnclnbogen, DUH, Ziegenhain, Nidda und Schaumburg ec. :c. haben, durchdrrxxngcn yon den ho- hen Ncgenten-Pfiichten, Uns stets thäiigsi [)Ciiiühk/ die Wohlfahrt Unserer Verschiedenen Landesthcclci, so wwailxr Klaffcp Unsxrer geliebten Unterihanen, zu befördern , und smd daher mit aufrich- !iger Bereitwiliigkcit dcn Bittcn_ und Wiwiclxn Unscchs Volkes entgegen ekominen, welches in einer _landiländt's'cl)kn Mitwirkxmg zu den nneren Staats-An clcgcnhcttcn von allgemeiner Wech- ti keit die kräftich GcwäZrlcistnn? Uuscrcr latidcsvätcrliqhen
cffnnunYÉxt und eine dauernde Stch-ri clllinxgi“1'énks Glückes crdleckt.
Nachdem er sodann zurAusführimg Uti1'c_i'ch-€5sckaldtgcn Absichten mit den getreuen Ständen uiisercr „althrsiischcn Lande, zu welchen noch Abgeordnete aus“, den übrigen btsh-xr nicht vertretenen Gebiets- theilcxi und aus, der Grafschaft Schaumbitrg hinzugezogen wor- den smd, Eher em „Stants-Grusndgcscß haben Bcrathung pücgcn kassen, erthetlen Wir nunmehr in vollem Einvyrständnéssc mit den Ständen, deren „Einsicht und treue A'nhänglrchkcit Wir hierbei erprobt haben, die gegenwärxt e Verfassungs-Urkunde mit dem berzlichüen-Wunsche daß dreigelbc als festes Denkmal der Ein- tracht zwischen Für und Unterthanen noch, in späten Jahrhun- derten bestehen, u_nd dercxt Indaxt sowohl die: Staats-chierung in ihrer wohithättgen Wirksamkeit unxeriiützen, als dem Volke die Bewahrung seiner bürgerlichen Freehettctx versichern, und dem gcsamTiten Vaterlande eine lange segensreiche ZUkunft verbür- en m ge. ' _ 9 Erster Abschnitt. Von dem Staats ebietc, der Regierungsform,Regierungsfolgeund„ e entschaft. §. 1. Sämmtliche Kurhessische Lande , namentlich ieder: und" Ober-Heffen, das Großherzo thum Fuldg, die Fürsienthümer Hersfeld Hanau, Frißlnr und senburg, dte Grafschaftcn Ziegen- hain un Schaumburg, auch d e Herrscha t Schmalkalden, so wie Alles, was etwa noch in der Folge meurheffen verbunden werden wird„ bilden Zur immer xm unthetlbares und unveräußcr- liches , in eiiier Ver affun vereinigtes Ganzes und einen Be- ßandtheil des Deutschen undes. Nur gegen einen vollständi- en Ersatz an Land undLenten, verbynden Mit anderen we entlichen
orthcilene, kann die Vertauschung ctyzelner Thxile mit Zu imniun der andsiande ßatiiinden. Von dieser Znstmmuné sind jedo die mit auswärtigen Staaten dcrmalcwberetts einge eitc'ten Ver» - 11:4 e ausgenommen. - H. 2. Dre Regieruxigsform bleibt, so wie bis er, monarchisch/„ und es besteht dabei eme !andftändiscther- kasung. -- §, 3. Die Regierung des Kur-Hcsstschen Staates mit „ egenwärtigen und künftigen Besiandtheilcn und Zubxhörungcn : erblich vermö e leiblicher Abstammungaus ebenbürtcger Ehe, nach der L*.ixtcalfo, ge und dem Rechte der Erst- gxburt, mit Ausfthluß devPrmzessmnen. -- (5. 4. Würden dcr-
_ eines durch Vci*watid1schast oder fortdausxndc Erb-Verbrüderung zur Nachfolge bcrxchttgtew Prinzen cntsichen; so “soll zeitig von dem andcshcrrn m Ucvercetnsitmxnung mit den Landständen durch etnwccteres Grundgeseß uber die Thronfolge die nöthigc Vor- sZ-rgz: getxisken werden. - §. 5. Der LandeSfärst wird voll- 1_ahi:tg, sobald, er das achtzehnte Jahr zurückgelegt hat. -- 3.1). Der Regce_rungs-Nachfolger wird bei dein Regierungs-An- trittcagcldbcn, dee Staats-Vcrmffung aufrecht zu halten und "in Gcmaßhcett dcrielbcifi, so wie ZMP dcn Gescßcn, zu regieren. Er sicllt daruber eme (tm „landsiä'xtdtschen Archive zu hinterlegende) Urkunde aus, worlauf die Huldigung, und zwar zuerst von den ver- . sqmmcltcn Lan_düa'nden_, crflegr; -- §. 7. Ist enthder der Re- terungs-Nachsylgcr mmdcerahrtg odcxidcr Landesherr an der Aus- ubung dcr chtcxung auf lanIcre Zcit verhindert, ohne daß dic- se)“ selbt? oder, denen Voerhr urch eine mit landsiändischcr Zu- iitmmung errichtete Verfugung deshalb genügende Vorsorge ge- troffen hat oder hat treffen können; so tritt für dieDaucr dcr
_Ersaiz wieder in inl
Minderiährigkexii oder der sonüigcn Verhinderun einc Re ent.- schast Lien. Dtcjngcbührt tn Bcztchung auf dengmindcrjcihZigcn Lauchsursicn zungchü deiixn leiblicher Mutter, so lange die elbe sick) mcht „anderwcttTvßrmghlcn wrrd, und in deren Ermange ung oncr bet dercn Unfahtgkctt zur chicrun , dcm hierzu fähigen nachücn Agnatcn., Bet der obgedachtcn LYserhindcrung des Lan- desherrn „kommt dec NchtsxH-itt dessen Gemahlin u, wenn aus der gcmcmschaftlcxhcn _;hqcen zux unmittelbaren achfolgc be- rcchUgtcr noch mcndxquhrtgcr c?Zirtnx, vorhandeniyi,“außerdem abcr chu zur Ncgtcrung sahtgcn nä sten Agnat'cn. _- §. 8. In allen Fallen steht dchxgxntschaftcin Rezi!) don vichitglicdcrnzurScitc, wclche zugleech thsiqr ydcr Geheime „Käthe scynk'önncn und wenig- ÜM? zur'Halxte :mchcsitmmun dcrLandüändc :: wählen smd. Ohne dte_ „Zuürmmungdteses Ne cuts9chafts-Nathcs ann keine dcmLan- dcshcrcrn ausschließlich zu dmmcndc chicrun s-Handlnng gültig gusgxubt werden. Von Seiten der chentscha t und deren Ratbes tft dteAufrechthaltung dcr Laydes-Verfassung und die Re ierun nach den Gcseßxn ebeti so, wie „von dem Thronfolger, ur undli zi: gclobcn. „Dec nöthxgx Exnlcetwng zur Regentschaft liegt dem (Hesammt-Htaqts-Mtn“ißcrtum ob, und zwar aleald im Falle eines landßandtschcnk Antrages. Zum Zwecke der dcöhalbigcn Bcrathung ,hxat nämlich dasselbe das Zusammentreten eines fürs?- ltchen Fgmtlrcn-Nathes zu veyanlaffen, welcher aus den voÜjäb- rigen, cht mehr unter väterlicher Gewalt befindlichen, Prinzen dcs Kurfuciil..Hauses, met Ausschluß des zunäch| ur Ne ent- schaäst berufenen Agnaxcn, be-üehc-n wird.-:-§. 9. So te beic nem zun ck|, nach dem regierendext Landesfürüen zur Erbfolge berufe- n_cn Prtnch eme solche Geestes- odcr „körperliche Beschaffcnheik sxck) zctgep, wcléche cs dcmselden wahrscheinlich für immer unmög- lick), mgchcn wurde, die Regtertxng des Landes sclbü zu führen; so ist _nder dcn kuensttgcn Eintritt der Negentscbafi durch ein Ge- setz zeitig _zn vcxfngen. ,
„Zwaxitcr Abichntxt. Von dem Landesfürsten und den C-lccdcrn dcs Fursicndquses. §. 10. Der Kurfürsi isl das Oberhaudt ch Staates, vereinigt in sich alle Rechte dcr Staats- gcwat uxid Übt ste ausverswffungsniäßigeWeise ans. SeinePer- son csi „heilig und unveÜcizltch. -- H'. 11. Der Sitz der Regierung kann n,echt außer Landes vcrlcgt werden. » §. 12. Kein Prinz und kctne_„Prttizcsütt des Haxxses darf ohneC-inwilligung dcs Lan- desthrn yxck) permählcn. _ §._1;3. Eben so weni darf ein Prinz aus der wrriltcl) rchcrendep Linie, oder der pr sumtivc Thron- folgerKaus- ctxtcr Scttxnxenee, „ohne vorgängige Genchmigun des Landesherrn M mxswarttge Dtcnftx Freten, » '. 14. Alle csige- setzte Apanagxn smd stets rcgelmaßtg auszuzahlen. Bci eintre- tendxm hcdeutcndcn Zuwachsc vonGcbiet, oder bei dcm Anfalle betrachtltchcr Gr:;ndvesctzungcn Mit Erlöschen einer Seitenlinie, kann tinter Bctsitmxmxng der Landstände die Vermehrung cincr dcrmglcgcn Apatxagc, M ketn'cm „Falle aher deren Verminderung statttmden. '- 3. 1.5. Die kunfttg ndthegen Apanagen für nach- beyrene Prinzen und unvermählte skarinzcssinnen der regierenden"
ente wcrden M Gcldrcnten met Zu immung der. Landstände fest- gesetzt. _ §. 16. Atzf gxciche Weise erfoth die Beüimmun nöthtg werdenden Witxhumer. «. §. 17. thurn, wcelchesdem Prinzen zur,?!panagc oder sonst von dem an- dcsherrn chrwtcsen oder irgend ctngeräumt, odcraufdieselbcn von vä- terltxZerZZeite her odexvon Agnqtcn vererbt oder sonsiübcrtragenwor- dcp _: , konnen die PNY". in keiner Artohnedic landesherrliche Be- willigung und die hmsi tltch derA anagegütcr erforderliche Zustim- mung dex Landstände gültt vers, en, es sey denn zur Abtretung cm den Staqt_selhß, zur usglet ung von Gränz- und anderen NechtrZ-StrLtttZketten- ?odcrcsur Ablösung von Diensten, Zehnten oder Grundzin en. Fésn' sol en Fällen xnuß aber der empfangene _ Endeschem Gyund-Etgenxhume, welches ganz dre Natux der vxraußerten Bestizung anntmmt und an deren Stelle tritt, Yehdrtg angelegt werden. §. 18. Die bisher vom Lande besondersdu gebrachxe Auchuxr der Prinzessinnen wird in den, herlidöwtmltchen Betragen kunfttg aus der Staats-Kaffe geleistet wc c . Dritxer Absxhnitt. Von den allgemeinen Rechten und Pflichten der Unterthanen. §.10.,Der Aufenthalt innerhalb der Gränzen des Kur-Staates verpßtchtet znr Beobach- tung der Gesetze und begründet da egen den gesetzlichen Schuß. '- §. 20. *Die Staats-Angehört keit ?Nccht deIItiländers, Indige- nat) sieht zu vermdgc der eburt, oder“ wird besonders*erwor- den durch ausdrückliche odcr stillschweigende An nahme, und ge-
der
eber das GrundeY-en-
“ het verloren durch Auswanderung oder eine dcrg eichen Handlung,
emfi Besorgniffc wegen der Thron-Erledigung bei Ermangelung
- --47:W„W_,„ „,"-__..«-».*-1.1.-.. «... - «... - &
nach den näheren Bcskimnmttgcn/ welche ein des'halb zu erlassen-
“ hand, so wie aus die bloß bürgerlichen Rechte und Pflichten,
*.*
_ dernisscn genügen. (Vergl. übr Amte ausgesch'lo en wcrden.
' - auf den Grund der deshalb zu ertheilcnden
ubri e gutsherrliche Natural- und Geldle Nea =Laßen, sind ablösbxir. und,EntschckdiYmgen wird . „ _ "Wxxjgung dLer Qyntercffen der Pütchtegen und der Bcrechii ten, cr- -; “teresse bcnacchciligende verfaffungs-, gefeez- odcr ordnungswidri e * Bcncbmen oder Verfahren einer öffentlichen Behörde bei der m?- . mittelbar vor eschten Stelle Beschwerde zu erheben und solche
„:xedcm Falle, wo Jemand
117
des Gesetz enthalten wird. Der Genuß der Ortsbü-rger-Rechte, sey es in Städten odequndgcmcindcn, kannsnur Staats-Angchdregen zukommen. -- §.21. Em jederJnländgrmannitchcn Gx chlcchtzs hat im achtzehnten Lebensjahre den Huldtgungsetd zu len en, mrttelik desen er Treue dem Landesfürsien und dem Vaterlandc, Beobach- tung der Verfassung und Gchoysam ,dcnchschen gelobt. - **, 2-3, Ein jcdcr Staats-Angchdrcgcr (Jtixander) ist,dcr ngcl nach (vergl. §. :?.“3 und H. 24),auck) Staatsburgcr, somit zu öffent- lichen Aemiern und zur- Thetlnahmc an der Volksvertrcxung bc- fähigt, vorbehaltlich derjenigen Eigenschaf.chü, weelchc diesc Vcr- faffung oder andere Gesche tn Bezug aiif _dtc Aqubmxg etxtzelicicr staatsbärgcrlichcr Rcchtgerfordcrn. _ J. “2.3. Das Staats-szr- gewecht hört auf: 1) Mit dem „Vcriuste dcr Staats-Axigchörxg- keit, und 2) mit der rechtskyäfttgcn Vcrurthetlung zu etnxx Pein- 11chcn Strafe, unbeschadet einer etwa erfolgenden Nchabtgtatton (s, §.120). _- §. 24. Der Msn cl odcr erlaü des Staats- lBürgcrrechts an sich isi ohne Een uf? auf den Unterihancn-Vcr-
w*nn nicht besondere Gesetze eine Aiisnaixme begrändqn _ §.LL.5. Die Lcibcigcn chaft isi und bleibt aurgchobcn. Die von
ihr herrührenden un ändigcn Abgaben, in so weit se noch recht-
".lick) foxtbeschen, name'ntiick) füij di_e_Stcrbcfa“llc_, sollen aiif cine für die Bethciligtcn billige, Weise im Wege dcs Vertrages oder fiir die Fälle, wo der chhalvtgc Vcrsncl) ohne El'folg geblieben seyn würdc/ durch ein zu erlaffctidcs Gesetz anderwertgcordnct wcrch. - “Z. 26. AUeEinwohner sind tn so weit vdr dcn Gesehen einwi- dcr leich und zu gleichen siaatöbürgerltchcn Verbmdltchkecten
. very ichtc:i, als nicht gegenwärtige Verfassung odcr sons dicGe-
sch :*.inc AuMahme begründen. _ §. 27. Einem Jeden ohne Uriterschied steht die Wahl des Bcruchund dee Erlernung cines Gewerbes frei. Eben so kann Jeder dre öffentlichen Lehr- und
Bildungs-Anfialten des In: und Anstandes, selbt? zum Zwecke -
der Bewerbung um. einen StaatSdicncst, benutzen, ohne cingr bc- sondern Erlaubnis; der Staats-chtcrnng hierzu zit bxdzxrfen. Er muß jcdoch jedenfalls yor dem Besuchen der Univerittat den für die deshalbige Vorbereitunéz gesetzlich vorgeschrichcncxt „Erfor-
gens §. 52.) «» „H. 24. KAMIN- Länder kann we en seiner Geburt von irgcxid eineni öffentlichen Auch giebt dteselbeicm Yoxzugs- recht zu irgend einem Staatsamte. _ §. 29. Die Verychecden-
heit des christlichen Glaubensbekenntiiiffes hat auf den Genuß der
bürgerlichen UNd staatsbürgcrlichen Rechte keinen Einfluß. Die den Israeliten bereitszusichcndcn Rechte soilen untcrdcn Schutz der Ver- fassung esiellt seyn, und dix bciondcrexi Verhältnisse derjelben glctck): förmig ür alle Gebietsthctle durch ein Gesetz geordyciwerdcn. « 3“. 30. Jeden“. Einwohner sicht vollkommene Freihetx chGc: wissens und der Religions-Uebung zu. Jedoch. darf die Religion nie als Vorwand kgxbrcmcht wcrden , um_1tch trqepd cmxr gexctz- Lichen Verbindlich ett zu entziehen. ._- J.. „731. Die Frcrhgtt dcr Poison und des Eigenthums UUthtcgt keiner aridercn Brycixi'an- kung, als wasche das Recht _und dre Gesetze bcütmmcn. _- 3. 32. Das Eigenthum oder sonüegcRechtc mid (Hrvcchtsame können für Zwecke des Staates oder einer Gemeinde, oder solcher Pei;- sonen, wclche Rechte derselben ausüben, nur in den durch dre Gesetze bcüimmiien Fällen und Formen gcgen vorgängige veolxe Entschädigung in Anspruch genommen werden., Ueber Nythfallc, in denen ausnahmsweise nachfolgende Entschädigung centz'ctcn soil, wird ein besonderes Gesetz das Nähere bestimmen. .- 3. „';-"5. .DieIa d:, Waldkultur- und Tcech-Dten|e, nebü dcn'thdprcts: und Fi ch-Fuhrcn odcr dergletchcn Traggängen. zur Frohnez sol- [M überall nicht mehr üattfinden„11nd die Prwat-Bcrechttgtcn, wclchc-hierdurch einen Verlusi crlctdcn, nach dcff-xn Ermetteluxtg cscizltchcn Vorschrif-
Ten, vom Staate entschädigt werden. © cichfalls wcrdsn dic
_ “dem Staate zu leistenden Fruchtniagazins-Fudi*cxx mid Handdicnfte Mtf denFruchtbddcn gänzlich aufgehoben. 'Die ubrigen ungemes- .
scncn Hof-, Kameral- und gutshcrrlichen sFrohncn sollen ,in ge- messene umgewandelt werdxn. 'Alle gcme ene Frohnen smd ab- Zös'bar. Die Art und Weise ihrer Umwarxdler3 und Ablösung ist durch ein besonderes Gesetz mit gehöriger 5 erückst tigung
'der Interessen der Berechtiqien und Verpßichtetcn n her zu
bestimmen, auch demnächft déé Ausfxihrung nach Möglichkeit durch entsprechende Verwaltungs-Maaßregcln unter angemessener Bei-
':1; "Hülfe aus der Staatskasse zu befördern. Die Last der Landfolgc-
. dienste, welche nach deren gesch „. . den, soll durch Bcschränkgng auf.,den wirklichen Bedarf gemm- dert und so viel als thiznltch durch zweckdienliche Verdingung cr-
icher Feßsjcllung fortbestehen wer.-
Ycichtert werdcn. -- §. 34. Ane Grundkinscn, Zehnten und
stungen, auch andere Ueber die chhalbigen BeditYunZen em Geseß, nnter gehöriger ern -
35. Jedermann bleibt es frei , über das ein In-
"ö'khkgenfalls is zur hdchsicn Behörde zu verfolgen. Wird die Zugcbrachte Beschwerde von der vox eseßtcn Behörde ungeqrün- dit bkftzndcn; so :| dieselbe verpfit )tét, dem Bcschwerdckührer „te Grurdc ihrer Entscheidung zu exöffncn. Ebenwohl bleibt in . , * sich in seinen Rechten vcrlcßx glaubt, «;.Zn die gerichtliche Klage offen, auch in gcctgnetcn wichtigeren Haluk?!) unbepommen, dre Verwendung der Landßände anzuspsccbcn. = k“'Uhcmpt tft cs deii'ccnzelncn Unterthanen, so wie ganzcn Gcmcin-
den und Körperschaften, frei gelassen , ihre Wünsche und Bitten anf gesetzlichem Wege zu berathcn und vorzudringen. -- H. 36. Ansichlicßliche Handels- und „Gewerbs-Prevtiegicn sollen ohne Zustimmung der Landsiände nicht mehr ertchlr werdcn. Die Aufhebung der bcßchcndetx Monopole, so wie der Biann- oder Zwanngechte, ist durch ein besonderes Gcscß zu bewerkcw Pa- tcnte für Erfindungen können von der Regierung auf bestimmte Zeit, jedoch nicht länger, als auf th11 Jahre„ ci*xhq:l_t werden. Diejenigen Gewcrdc, für dexcn Authbung cm*Z poltz_ciltche1) oder staatswixthsclmftlichcn Rücknchten eme Konccsiwn crxordcrlrch isi, solien gcsctzlixi) bestimmt Werder). Indessen tfx das Erfordermß einer Konccsiion, wic solches bisher vesiand, nirgends auszudeh- nen. -- 5“. 37. Die Freiheit der Prcffe und des Buchhandchwcrd in ihrem voklcn Umfange fmttiindcn. Es" soll jedoch zuvor ge czi Prcßvcrgchcn ein besonderes (Hexe!) alsbald erlassen wcrden. 2;- re Ccnsii? isi nur in den dnrch dic Bundcsgcscßc bestiinixtcn Falien zulässig. -- Z. „155. Das Brickgchcwmrß ist auch künftig unvcricizt zu halten. Die mxichtlxxhc unmtttclbarc odcr „mixtcldare Vcrlkzx: zung dcffclbcn d-ci der Pdü-Verwaitnng soll peinlich bestraft wer- den. -- I'. 3.9). Niemand kann wegen der freien Acaßcrung bloßer Mcitinigcn zur Vexnmiwortung gczogen werden, den Fall eines VcrgchM-Z oder eine).“ 2)icci;-t§-Verchnng ansgcnomnicxt. «- §. 40. Jeder Wxxfcnf-äyigc dcs“ znxnlzarückgclcgtcn 501701 Lebanmhrc ist im FaUc dcr Nori; zur Vcrtdwdtgung dcs Bcztcrlandes verpfxtchtct. Ueber di»: VerbindlichkcitzUm Fixicxxsdicniic, Dis, T-irt dcr Ergaanzng dcs K*.“icgslchrcs nnd die sonnigen hickauf dczixglicbcti Bcr alt- niffc, so wie über die nach und nach crfolgcnde Verabschiedung der Leute, wclche bereits fimf Jahre imd darüber gedient, hach, L| alsbald ein Gesetz zu erlassen. In diesem soll die Dienstzeit fur das aktive Heer nicht kxder fünf Jahre außer dem Fezlle des Krieges ausgedehnt, die Stelldc-rtpctung für zulässig „erklart. und bei dcr Beüimumng dcr Bcrdmdlrchkcic zum Kriegsdienüc tn dzr Linie auf Familienwohlfahrt,„Ackerbaii, Gewerbe“, Künste“ und Wisenschaften nach Möglichkeit schonende Rücksicht genommen werden. Außerdem ist noch die Einrxchiung dcr „Bx'rrgerdcwaff- nung in den Stadt- und Land-Gcmctnch als einer vlctbcndcn Anstalt zur geeigneten Mitwirkung „für die Aufwchthaltung der innern Ruhe und Ordnung, so wie tn Nothfällcn zur Landesver-
' thcidigung,_ gesetzlich näher zu besiimmen. «- §. 41. Jedem Ein-
wohner sieht das Recht" dxr freien Auswanderung unter Beobach- tung der gesetzlichen Bxünnmungcn zu. .
Vierter Abschnitt. Von den Gemeinden und v'on dcn Bezirksräthen. Z'. 42. Die Rechte und Verbindlich- keiten der Gemeinden ionen in einer besondcrcn Städtx- , und (Zicmcindc-Ordnxmg alsbald fcfigcsctzt, und daxen die freie Wahl ihkcr Vorüändc und Vertreter, die Abstüändtgx Ver- waltung des Gcmcixxdc:Vcrmdgyns und der örtlichen EtUXtchkUtZ-' gen,. unter Mit'aufnkht ihrerj bkioiidcrs cLJwähltcn Ausschuss, dre Bewirkung dcr Aufnahme in dcr: Gcmcmdc-Verdaud; und die Bxfugniß zur Bestellung der GC];1_YMDL-Dtlnkl', zum Grunde gc- chk, am!) die Art der obern Iluittchx dcr Staats-Behördxn nä- . er bestimmt werden. _- §. 4:5. Kerne Gemeinde kann mit Lei- stungen odcr ?Lusgabcn bcscizivcri ivc_rden, woxu ne nicht nach „all- gemeinen Gcscizcn oder andern bcwndcrn, RichtZ-Vcrhältntffen verbunden ist. Daffelbc gilt von mchrcch m eincm Vcrbande ßchcnden Gemeinden. -- 3144. Alle Laücn, wclche nicht die drt- lichen Bcdürfniffc dcr Gcmcmdcn odcr _dercn Verbände, sondern “sie Erfüllung allgemeiner Vcri-indlxchctteJn dcsLaqdes oder ein- zelner Theile deffclvcn crhcischcm1nüffcmmsowcrtntcbt bestehende Rechts-Vcrhältniffe einc Arisnahme begründen, miei) von dem gesammten Lande oder dem betreffenden Landesthctlc getragen wcrdi-n. « §. 4.5. Das Vcrmö cn imd Einkommen der Gemein- den und ihrer Ansialtcn darf me Mit dem StaatI-Vermögcn oder den StaatZ-Einnahmen vereinigt werdcn. - §. 40. Sämmtliche Vorstände, sowie die Übrigen Beamten der Gemeinden und deren Verbände, sind, glcicl) dcn„Staatsdtcncrnx auf Fcühal- tung der Landes-Vcrfassnn und insbesondere auf Wahrung „der dadurch begründeten Nc tc de_r Gcmetxiden zu verpflich- ten. - §. 47. Das Verhältniß edcr Rittergüter „und der ehemals adeligen geschloffenen Frerguter ztx „den Gemeinden, zu welchen sie in polizeilichen und anderen benemmtcn Beziehungen gehören sollen, wird in dcr Gememdc-Qrdnung auf eme zweck- mäßi c und den bisherigen Necht§verhältmffcn cntsprechcnde Weiß festgcJeUt werden. -- §. 48. Fur dec Berathung und Vorbere - tung von Verwaltungs-Maaßrcgcln, welche nm; daes Bxsie eines ein einen Bezirkes zum Gegenstande habc„n, so wie fiir eme ange- meZsene Mitaufsicht auf die zweckdienletche und die Kräfte" der Unterthgnen thunlicbü schonende Ausfuhrung der in jener Be- ichung durch all emeine Gesetze, oder durch besokndxre Anordnun en Jer Staatsbchör cn, getroffenen wichtigcrxn Einrichtungen, so en Bczirksräthe mittelft geeigneterWahl gebildet werden,. Die des- halb erforderlichen näheren Vorschriften sind durch em Gesetz zu erlassen. - (Fortseßung folgt.) „
Q e | e r r e i ch.
' Wien, 8. Jan. Die heutige Wiener Zeitujng mel;- det: „Am 24.“ Dezember v. I. hat sich eine zahlreiche Dix- putation der Bürgerschaft von Lemberg zu dem Bürgermei- ster dieser Stadt verfügt, um demselben die Gestinuugetzoder Uiiverbrüchiichsien Treue und Anhänglichkeit an dte_geheiltgte Person Si. K. K. Apostolischen Majestät auszydiucken und zu erklärcn, daf; diesslbe bsreit sei), nicht nur nnttbrem Ver-
mögsxi, sd“:xdertt auch, wenn die Notchndigkcir je eintreten