1831 / 15 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Sat, 15 Jan 1831 18:00:01 GMT) scan diff

Kn Landständen den Be kfundcn seyn werden. '

Sechster Abschnttt. K. 51. Dxr Landesherr er Ns geisiltchcn und weltl

ZÜ_„*“'Tch-.; - J.:. * *.*"

«Uk. . „, . - ,:„_.-_ F,“; ,. , _ . „. __ . x.. ,.

«:"-24» exe;

:*;«é...» **:-..;

Standes, Berechti

_... ..

SM» "ZN;

.“ - ***-UM“,

räsentatéqns- oder_Wahl- n Form etncx Bcstättgung en Bcrhältmffe. - §. 52. demjenigen übertrqgcn wcrden, „wel- geprüft und für tüchttg und würdxg zu Uebrigens muß, von dcnjcné cmisches Studium begtnnen, pcmn schchc'n, daß den gesetzlichen Vorschrtftcn über Universität genügt worden sey. | eine abcrma'légc Prüfung nur erfor- bcsonders vorgeschrtcvrn rst. *- §. 533, Der zu einem Staats-Amtc muß der ordc, wcnn eine solche vorhanden _ 3". 54. Die Erthcélung von Anwartschaften völlég unüatthaft; gleich- ,schwachen oder sonst an gehéndcrtcn Staat;5-Bcan1tctr vergege- gc sclbüsta'ndigx Anstellung, nach Man ten Tüchtigkeit, zuscnck)crt' werdcn. - . Ue crlcdigtc Stellen sollen, sobald als thunlech, dcm bet Sen Etat (vergl. §. 62) gemä' wredcr besetzt Werden. Ohne Urthcil und Recht dar kein Sraars Mixer seinen Wällen cn Decnßeinkommcn vcrm Dcr besonderen Bestimmungen, enthält. Diejenigen geringeren W Behörden ohne ein durch dc rium vollzogencs Brücllun s- Mmmen worden smd, l' Héumung thrcr Berufs-Pß Der entlassen werden , Behörde,

:::2, M. . e: «*.-„TWK, «“on-„;ck...- «;.-px,- y;. ck?“ “'“"

„-..;-„.* -„., .,

"ck

. 9“, 7-15 *? «“M“-x, „:., _„ «-*-«7.- ...,

„!...-_ -

„:,-„“ck; :. . ““'"“ «W- “**"

- „»»-«x.-.; ,_ _

Staatßdéenerßcllcn isl n, Welche. alters

„“.-;" s.., ?“.“ 'FF-xjm"

Diener abgeschk, „odcr klassen , noch demselben sein rechtmäßé es ändert odcr cntzogcn werdcn, vorbehalt- wclchc da:; StaatF-Décnstgcsch Diener gleichwohl, welche von n Landcshcrrn oder ein Ménéskc- odcr Beüätégungs- Rcskrépt ange»- nncn wegen“ Verletzung oder Vcr- Echten von dcnsclv-cn Behörden wic- vorgcschtc höhere des gebs, g gcnehmrgt ha-

„„-., .... .„ „__ *. -

4 .... . ..

nachdem dée genauer Erwägnn

Gewißheit gesetzten Vcrschu-[dens, dje Entlaq un . Jeder Staatvédtcncynmß sch Versetzungen, kcrtrn odcrÜsctncr beshertgen Dtcnstfährung hcren Rücknchten des Staats , ohne Vcrluft an Rang und Gehalt (vergl. jedoch 3“ 56), gefallen lassen. Staats- Uenrr, Welche ohne ihr Ansuchen oder Verschulden Verse Irn, erhalten für die Kosic'n de_s Umzug Mädégung, sofern ihnen ntcht durch d , mmcns eine entsprechende Vcrgütegung d Morden isi. -- §. 58. Diejenigen Sxaats'dt'cn Alterschwä'che oder anderer Gebrechen thvkc Berufs.: Uécht mehr erfüllen können und daher M dcm Ru emcffcne Pcnson nach Maaßgabc dcs §. 5.9. Keinem Staatxsdicner Héntfchtlick)

--. . 4-2“, „. _.- . .- ):. „_-

Irn wird.,-- . , Miche scenen Fähr Mtsvrcckxn, aus k)

“**)? I „z. -' x.; 5-4. H: : _ ;;.- .' x'; ,'

kzr'wer- 5 eine angemessene Ent- tc Vrrbrsscrung ihres Décnsi- a;“ür zu Theil gc- wchche Wegen Obliegenheiten hcsranv "versetzt

„„.-a, , „___

.MYW-IMIMTLK IM ;- .

... * "Zi „_,- lp . L,“ „4, : „'C ' * ' k

._..- _ „„

sollen cénc an Staatsdécnü-Gcschcs er Jann die nachgesuchte Entlassung, versagt.wcrdcn, ines wirklichen Abganges find der näheren, durch das Staats- cnsi-Gesch vorgeschriebenen- Bedmgungen zu. erfullen. -- §.60. Dée Verpffichtung zur Beobachrun , _ _ Landes-Vcrfaffung soll in den Deen ':Ecd czncs' jeden Staatsdru- Uers mit aufgenommen werden. Kerne .Dtch erwas enthalten, was:;„dcn „Gxsehqn zuroedcr ; Nder Staatsdiener bletbt htnnchtltcl) sctnch Amts Derjenige, welchcr üch etner Vrrlchung drr Lan- nach durch Vollztchung einer Form ergangenen Verfügung (s. _§. 108), einer Ver- r ctner“ Erpressung schul- seéxte Berufspffrckßcngröbléch htnt- anscht oder seine Amtsgcwalt mtßbraucht, kann auch von den Landsiändcn oder deren Ausschuse (s. §_. 1 Gcrichtsbehörde angeklagt wcrden. Dre

Werden , alten. _-

„»,-„ ***-yyy.» * :x», ». “(**-“y;?"

:*," «:.-„kW,:Yks-waz

. „. ,.

„..-„»» „„.-:*-

und Aufrechthaltung der

;“:L .*T'YNKY: _W'k'kx

|= Anweisung darf

_'--3,-,..*.:;57x_-..._- ',.«“*"':

: Verrichtungen serantrvortlich. Des - Verfassung, , Kicht in dcr verfaffungsmäßegen

Liner höchftcn Staats - Behörd Untreuung ßffentltchcr (Helder ode Big macht, sich bcstcchen laßt,

namentlich

02.) bei der zuständigen Sache muß alsdann auf c schlcumg untersucht und den Landstänpen . klage Nachrtcht xn besondern, chhtsverhält- tvil-“als Mtéttaer- Standes

eschléchen Wc * , eren Ausfchu e von dem Ergxbms'e der An'. Mheilt werden. - §. 62. Dre übrt «ufssc der Staatsdietxer, sowohl des . “Ofßzéere und Milttaérbeamten)/ Knd tn dem Staatsdtcnsi-Gc- ße, wxlches unter dem S der beütmmt, eigneten, mxht zum Offs; ptrd durch em besonderes Regulator geordnet (Fortsehung folgt.)

Kassel, 10. Jan. Se. K. Hoheit der „Kurfürst haben den Staats-ONtmster der auswärtigen Angelegenheiten, Rivali'er ». Lieutenant und ZnspecteUr der Zu- au, zn“ Großkreuzen „Ihres Haus- wen und den General-Major und Mülnheim , den Gehei, heimen Zustiz-Rath ens erster Klasse, fer-

Rüppel von Helm.- sse und den Bürger:. Schomburg, zum Rieker die-

chuye der Verfassung üchen wird, nä- ung oder Unterstützung der dazu ge-

Dée Verso üande gehörenden,

'Milc'tairpersoncn werdcn.

Meysenbuq, und den General- ßnterie, Freiherr von Hayn ordens vom Goldenen General ; Adjutanten men Finanz-Rath Deines und den. Wöhler zu Commandeurs desselben Ord me den Major und Flügel-Adj-atanten schwert zum Commandcur zwxixer Kia Meister der Rxfidenzsradt Kassel, 738 „Ordens ernannt.

Müldner von .

_ 126 ßimmungcn der Verfassung entsprechend

Von den Staatsdienern. -- nennt odcr besiätegt „axleStaatsdtrner, ichen, sowohl desfMtletatr- als Ctvtl- in so fern den Behörden ntcht dre Beüellung Überlas- n Ansehung derjenigen Stellen, für welche emzelncn ten oder Kdrpjerschaften cm

recht zu cht, erfolgt dtc Ernennung

usch Maaßgabe der deshalb, bestehend km Staats-Amt kanz; nur Ker vorher gesetzmäßeg

dtmselbcn erkannx word welche künftig em aka?) Ike NachWeésung gr. Y_as Besuxhcn der L nner Wetterbcfdrdcrung i veritch, wcnn solche Ernennung odcr Beförderung Porschlag der vorgesehten Bci, ck.- voraysgchen. auf bcßtmmte Pohl „kann den Gchülfe ebdrtgcr Décxtsivcrscbun

; wrrden, dec dcmna'ch t" , abe ehrcr bcwähr

. GesternBormittag ward in sämmtlichen „Kirchen der Re- sdenz ein fecerliches “ka [)(-um wegrn der glücklichen Been- drgung des Verfassungswerkes und der Verkündi ung des Grundgxsehrs gesungen. JJ. KK. H. der KurYÜrst und dte Kyrsurstm, JJ. HH. der Kurpr nz und die Prinzessin Karoltne, Se. Durchf. der Prinz Ernst von Hessen-Philippsx thal-Barchfeld wohnten dem Gottesdienste in der Hof; und Garnison-Kirche bei.

Mittag]! war große Tafel beiHofe im Schlosse Bellevue, zu_ welcher ]ämmtliche Landstände, die Minister, das diploma- ttjche Corps, die obersten Brhörden vom Hof-, Militair- und Ctvel-Staace und die Scabs-Offiziere der Bärgergarde eingeladen waren; ,die Bürgergardcn zu Fuß und zu Pferd hatten indeß gemeinschafrléck) mir der Garde-du-Corps und der Leibgarör die Wache im Schlosse. Als es dunkel gewor- den war, exsolgte 'der große Fackelzug der Bürgsrschafc und Bürgergarde nach drm ge11annlenSchlosse. ZZ. KK. HH. der Kurfürst und die Kurfürstin erschienen atü Balkon, (md der Bürgermecster Schomburg hielt hierauf in der Mitte des Krei- sks eine Anrede at: JZ. KK. HH., worin derselbe die in- Uigz'ten _Grfinnunqen her Verehrung, des Dankes, drr Léebe, als die ]chönt're Weihe diescr unvergcßtfchen Tags, aussprach; em tauxcnösxémmtges Vivar brgrüßte unter schmettrrnden Fan- faren den Landesvater und Srine erhabene Gemahlin.

Abrths W;;r Cour bei Ihrer Könkgl. Hoheit der Kurfür; stimÄmehrere hunderc PersoneN erfüllten die Säle des Belle- Vlje-SCTÜoffks. Ihre Königl. Hoheit die Kurfürskén geruhcen, [ich mit. aUrn Anwescrrdcn anf das wohlwollendske zu unter- ten.

Die hiesige Zerrung meldet: „Zu Osterode ist, in Folge xiner in 0er Ncachr vom Sten entstandenen Bewegung, bci welchrr jedoch nichr “Oi; mindesxe Unordnung vorßel, ein Gemrjnre-Rarh Und eine Kommunal-Garde gebiidrt worden. In einem sofort gedruckten Gemeinde:,Blan der Scadc Offe- rode :| eineMErklärung ahg-zoruckc, worin 'der allgemeine Norhscand geschüherr und Sr. Majrskär dem König:: und dessen erhabenem Stellvertreter, dem Herzog von Cambridqe, denselben vorzustellen, auch die Béloung von Gemeindx-Rä- then umd Kon1manal-C5arden, zur Aufrechthaktnng der öffent- lichen Sicherhetc, vorgesckxlaarn ist.“

Frankfch «. IN., 10. Jan. So wie hirr, i;": auch in Würzburß und Srurrqart am Abend des 7teu d. M. das Nordxichc [*:oba-ohtrr worden.

Schweiz.

, Scha ffhausen, 7. Jan. Im „Kanton Glarus ifk das Bu_ndrs-Konc;ngenc von dem beKen Geiste und nichc nur dirjex it; der voilxien Orgamsratt'ou begriffen und jede Com- pagmr auf 120 “Mann kompletcért, sondern auch die Rrsrrve aufgeboten.

Aus Basel vom 5ten d. schreibtmxn: Gestern war ein dcnkwärdiger Tchg für Basel. Montag den 3ten d, war der große Rach 'orrjammelt, um die neue Verfassung zu berathrn, die im freiünnrgsten Griffe für das Land abgefaßc ifi; Ein Großrath voa Lé'escau, selbst TNitgléed der Verfaffungs-Kom- mission, machce dre Anzeige, daß das L.;ndvolk mit dem neuen Entwurf nicht zufrieden sey und eine w-ait größere Repräsen- tation verlange; gewähre man ihm, diese nicht, so stehe er nicht für die. Folge. Eixzstimmég wurde der Antragsteller ab- gewéejen. Zuzwrschrn vrrlautece, daß auf gestern eine Volks- versamn1l_ung von allen Gemeinden des Kantonszusammen- berufen sey, um der Regierung das, was man verlange, vor- zuvchreében. Dies veranlaßte den kleinen Rach, eine De- putation abzuordnen, welche die Unzufriedenen auf bessere Gehanken bringen sollte. Inzwischen sah man gestern früh viele Wagen mit Landleuten bei der Stadt vor- beiziehen. Die Stadtthore waren geschlos'en; die ganze- Nacht hindurch hörte man überall schießen ,und Sturm läuten. Da man Kunde hatte, daß das Landvolkge- gen die Stadt anrücken wollte, so verfügte fich eine An- zahl Bürger aus allen Ständen zum Präsidenten des Stadt- raths, um ihn aufzufordern, sofort den Scadt-Rath zu ver- sammeln und die nöthfqen Maaßregeln zur Sicherheit der Stadt zu ergreifen. Da eben der große Rath versammelt war, so konnte Diese Sihung erf? Nachmitca s stattfinden. aneß sprach seh schon dort die Mehrheit f r eine Tren- nung vom Lande aus, insofern die Rebellen nicht nachgeben wollten. Um 2 Uhr versammelte fich die Bürgerschaft in der St. Martins-Kirche und ernannte einen Ausschuß, um mit dem Sxtadt-Rath in Verbindung zu treten. Später trat der kleine Kantons-Rarh ebenfalls zusammen. Die Volks- Versammlung wurde durch Herrn Pfarrer Vonbrunn in es;“ ner; kräfriqrn ere zur Einigkeit und Beharrlichkeit aufge- fordert. Nach ihm sprachen drei Depucirte vom Stadt-Rath

127 “4-

"und zeigten der Bürgerschaft an, daß ihrer Aufforderung

werde Gemkge geleistet werden und sch“der Stadc-Rath be- reits mit dem Kantons-Rath in Verbindung gesekzc habe, um die Sicherheits-Anstalten grmeinschafrlich zu ergreifen. Schon sehen Kanonen auf die Wälle geführt worden, drei Thore geschlossen und vrrrammelt, eine neue Militair-Kom- mission“ und Herr Oberst Vischer zum Kommandanten der Stadternannt. Wir smd entschlossen, unsere Rechte mic Gar" und Blut zu beschühen, und erwarten die Rebellen mit festem Vertrauen auf (Gott. Jeden Augenblick gewärtégen wir dem Generaimarsch. _ *

Aus Waadt wird gemeldet: Am Zten versammelte stch Der große Rath. Das Volk überließ sich an diesem Tag der heitersten Freuds: und Hofftmxrg, 9th dée minheste Unord- mmg zu begrhen. T))?usikbrmden durchzogen die Straßen, von den früher errichteren Freiheitsbämnen siatcerren Bänder,

in verschiedenen Q;xar'téererr der Stadt, wo man dieselben

Dermißte, warden neue aufgesteckt.

Brasilien.

Englische Blätter bringen Nachricht:" aus Rio Janeiro bis zum 16. Novsmher. Durch die Refignarwn dcs Finanz-Minifters Lisboa Und Ernennung des Dxpucirten «Herrn Hollanda Calvante an seine Stelle hat eine (heal- weése Veränderung im »Ménéskeréum stattgefunden. In Folge

“Fürzlich durch Herrn Lisboa, verunstalteter Ankäufe von rohem

„Kupfer Bchufs sofortiger AURprägung desselben verlangte die Deputirten-Kammer, die vor einigrr Zeit über die Verminherung dieser Münze berathschlagc hatte, eine Auf- klärung über jene Maaßregel von dem Mmister, der in Folge dessen ur Antwort gab, daß einige dringende Zahlungen ihn „zu ders'clhen gendchigk hättetz; er stxllte übrigens n:“chc in Ab- rede, daß es gutseyn würde, geteßliche Verfügungen zu treffen, dle Masse des kurstrenden Kupfergeldes in Zukunft zu beschränken. „In der Depu'ec'rten-Kammer war ein Vorschlag dnrchgegan- gen, wodurch die Regierung ermächtigt wird, eine „Kommisfion ".nach England zu senden, um die Rechnungen der lehren Bra.- filianischen Gesandtschaft in London zu untcrsuchrn und ab.- zuschließen; man sah der Einwilligung der ersten Kammer „entgegen, hatte jeöoch im Publikum keine bcsonhere Meémmg für diese Maaßregel. -- In St. Paolo, einer bedeurcndrn Provinzialstadt in Brafiléen, hatte die Nachricht von der lrkz;

ten Französischen Revolution so lärmende und stürmische Freu- .

densbezeugungrn veranlaßt, daß die Regierung in Besorgniß gerirth unh txarüber durch den Ménisrer des „Innern der D;.- putirten-Kammer eine Micehréltmg Malhkil ließ. Obgleich Zrlzrrre erwiederte, daß die Sache gar nicht so ernsthaft wäre, smd von Seiten der Regierung dennoch Anstalten grtroffeu worden, um etwanigen Übler: Foxgcn vorzubeugen.

Inland.

Berlin, 14. Jan. Seit dem 3. “Januar 0. Z. ist in Köln mit Genehmigung der Königl. Regierung eine frei- willige Arbeits-Anskalc für unbeschäftigce erwachsene Arme r'n das Leben getreten. Durch dieselbe soll sowohl für die Beschäftigung der Armen in ihren Wohnungen, als auch für Aufnahme einer Anzahl von Individuen in die Arbeics-An- stalt selbst, Sorge getragen werden, so wie man auch (wie bereits in andern Städten der Monarchie geschehen ist) aus derselben Tagelöhner und Tagelöhnerinnen zu jeder Art von Handdiensim erhalten kann.

-- Auch in Münster hat man am 7cen d. das schöne “Schauspiel drs Nordlichts gehabt. Der Barometerstand “war daselbst an. diesem Tage sehr hoch. Morgens 6 Uhr 285,2“; “9 Uhr 286,3; Nachmittags 2 Uhr. 286,6; 3 Uhr 286,7; Abends 10 und 10; Uhr 287,3 bei 100 Reaumur. Des Ther- ;mometers Stand im Freien: Früh "6,10; 6 Uhr-5,4; 9 Uhr «- 5,0; 2 Uhr * 1,7; 3 Uhr -- 2,3; 10 Uhr-5,4 und UU“ [[R-"5,3.

- Den Freunden der Portraic-Malerei wird es von „In-

“teresse seyn, zu vernehmen, daß Herr Louis Letronne, eln“

Schxkiler Davids, und als Portrait-Zeichner, wie als "Litho- Zraph, gleich ausgezeichnec, diejer Tage hier eingetroffen ist.

“_

Literarische Nachrichten.

* Denjenigen unserer Leser, die nkcht bloß von dem Reize der NLUhett angezogen werden, welcher die Ersckxmungen der _ egenwart begleitet, sondern zuweilen auch gern mit der DVWIang-xnheit fich beschäftigen, die allein manches Räihsel

es Tages erklärt, glauben wir einen Dienst zu erweisen,

w_enn„t_vér se auf "eine, in den hiefigen Jahrbüchern für wrffenjrtwnxrche „Kritik, xm Zanuar-Heste Nr. 4. 5. 6„ ent- haltene „Bearrhexlung des vor kurzrm tn Frankreich erschie- nenen Ges-Zanthverks: bisloix'xx (18 l'"1'311(:o «.!(zpuis 16 18. lirmnairßxjuxaqez'ä iu [Mix (16 *l'iLZZk, [mr ]ZZZnau, 6 70]. im 8., „auxmerkram machen. Indem wir einen Auszug aus jrnem Axcxfel mixchreien, so weit dcrsrihe von axlgemeinem odcr ixasdejondere. xür Prenßen, von Jxrcersffe t'sr, bedauern wér, dax; hte Bexctxränkthric Des Raums uns dée Aufnahme des Ganzrn mchc gcx'kactrr. Dcr Recement (Hr. Geh. Lrgak. Rath v. Varnhagen) bemerkt: Wtr können „saft kxin Französisches Buch über dre Geschir“: der neuesten cht anzeigen, ohne jogleéch M eine polcmézche Skel- lung gegen den Inhalt zu gerathcn, und dies wahrléch ungern und mxt Vcrdruß, denn üchcr “fehlt son]? uns die Neigung nacht, dre, PWWM „Eegcnschaftcn anzaerkennen, wclche jenen Büchern mee! rücknchtkeä) Oer Anordnung und des Vorxragcs zukommen und (ür unycrc heimischen noch gar oft zu wünschen bletoen. Wir jmd abcr gcnöthégt, bei solchen Werken cénc Art fortlaufen- der Protcüatéon einzulegen wider die unaufhörlichen Unrichtig- kciten, Entürlkungen und Mtßvcrüändnésc, welchc, sowohlin Bc- trcff dcr Thatsachen, als in der ganzen Art der Auffasung und Bchandlung, geradx diejenigen Denkmale unserer Zcirgcxchichte verfälschen und unsicher machen, denen, als von Augenzeugen und T.“;cilhavcrn dcr Begcocnhcétcn in der verbreitctxrcn Euro- päischen Sprache mrt (Heiß und Geschicklichkeit verfaßt, für Nach- levcnde wie schon jcyx für Mitécocnde, die nicht besser unterrich- tct odcr gewarnt nnd, der Anschein größter Zurcrlässig- keit und die Marht aUgemeénÜcn Ee'ngangs mitgegeben ist. Unsere Verwahrung ist am so ndtbégcr, als wir Deut- sche dadcé noch besonders in einem nachthcllégen Verhält- niffc stehen. Wenn Franzosen ihre Geschichtschreiv-xng etwa gegen Engiändcc emscxtig vctreében, so mag der Uevclüand sich allenfalls dadurch ausglcechen, daß auch diese dagegen cdcnso cin- seitig auftreten, und der K'rittkcr durch soLche gchcn Widerxprüche mit Gewalt anf cinen Hdhcrcn Standpunkt zwischen beiden hin- aufgcdrangt wir:); allein wtr Dcutxchen pficgcn den Ucvcrtrcé- bungen und Etnscétigkeitcn der Fremden nicht evcnsolche unsrége entgegenzuscßcn, sondern deficißigcn uns“ einer allgemeinen, sorg- fältegcn Auffassung, vcrabsäurncn die.- Ganß der Nächsten und den Netz für die EUTst'Mtcn, und bleiben dcnmach in Gefahr, wenn wir mehr wmchjcns Entsprach am rechten Orte thun, mit un- seru ungeschmückmr Thatcn und Wirkungen gcgen jene heraus- gcschmüéktcn gar schr tm Schatten zu sieben,

Von dicser A.;fgab; spricht auch,das vorliegende Buck) uns nicht 193,10 sehr xaxscjrc sonst in vielem Betracht vor andern sich auszctchner. Wer xirxd Wcét entfernt, 3“ rn. Bégnon mit einem Bourrccnne chr andern soichen Schrifttcllcrn zu verwechseln, die .":ur stets tyre Umvéffcnhrit zur Schau traqen, oder gar Un- tcrgexchovcncs mat ihrem Namen drckcn; cr ist unläugbar et'n kun- dtgcr (Naarsmamz, cm gcwandtchOarßcUer, überhaupt ein Mann von großem Vcrnand un; vieler Etnjtcht und Sachkennmiß. Er bat "Milch aus den ersten Quellen geschöpft, die Verhältniss sclvxé waren ihm thcxls unmittelbar bekannt, thcéls wurdcn fie es ihm durch späteres" Etnschcn und Bcnuycn der wichtigstcn Staats- Schréftcn, dercn Zugang ihrn„nécht verschlossen sein konnte. Un- richtigkeércn grovcr_Art, wie ne vci Andern auf jeder Sekte wim- mcln, kommen vel_thm nicht vor, schiefe Voraussetzung oder lec- rcs Borurthcix ward seinen fakttschen Angaben selten schädlich, seine Ucvcrtrccbungcn geocn wenigstens zu, daß man sie dafür halten kdnnc. AUcm dennoch ist nicht [ctch__t ein Buch dieser Art erschienen, bei wrichnn man größere Vornchtanzuwck1dcn, und Schritt vor Schrnt mchr auf seiner Hut zu sein härte. Der Vcrfascr begleitet nämlich die Erzählung dcs Gcschchencn mit

." einer fortlaufenden Erörterung, untersucht die Bswcggründc und

Antriebe,- das Recht und Unrecht, die Zweckmäßigkeit und Noth- gedrnngenhrtt der HandYungen. Jn'decscm Tyctle seiner Ge- 1chéchtsxchrctbung nun ward cr„zum wahren Sachwalter, zum ein- “eétigcn chtrexer seiner Parket, deren_ Gunst und Vorrhch das höchuc Ztcl setxres' Bemühens est. Dte Sache aber, für dtex? sireétct, und du: er durch dee eröffnete Perhardlung. lücklech durchvrmgen möchte, ist ck des Napoleomschen Frankrer_ s, ber- vorgehcnd aux? rem repupltkantschcn, übergehend tn das,:nonar- chischc, und mdem er semcn Helden möglxchst auf den thfel dee (Hröße_ und des Ruhmcs zu steller) sircbt, bütxt cr sch doch wohl, ihn mtt den chialtungen, die thm vorangmgcn und nac!)on- ten, jn allzu sxharfem Gcgensaß erschenxen zu lassen, er su t ihn vtclmehr mrt dem Wesentlichen, m beeden zu versöhnen, und ihm aus den Gegnern, diexibm wetchen mußten, wee aus “denen, die ihxt avlößcn, noch Anhänger und Bcwtxndcrcr zu'wxrben. Héerdct verfährt er wir Gewandtheit xmd schetnbarcr Maßtgung, schmejchelt seine Annehtcnrem Leser em, weedcrbolt ste mrt Ver- trauen, und wenn er wemgcr darauf, rechnen kann, tm einzelnen Falle jedesmal den aufmerksamen qu zu überzeugen, so darf er doch hoffen„ durch dre ganze Masse emer ausgedehnten, glcich- mäßig y,erarvettetcn, anzéébcnden Darstellung den unprufendcn, anchchcgen Übcrredend zu bewältigen. . ,

ußer dcm Berufe, welchen der erfaffcrdukck) seme Denk- art, Lebenserfahrung und Gct'stcsfähigkett zu emem solchen Werke schon „von setvü hatte, empfing er noch einen ganz besondern, mächttg vcütmmendcn, durch dre Aufforderung, welchc Napoleons Testamcnt für" ihn enthielt: „.]s l'uuzaze ;! ecj'ire F'Qrston'e: cle