1831 / 21 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Sun, 02 Jan 1831 18:00:01 GMT) scan diff

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“Am 1. Jan. erkrankten in Moskau ,an der_* Cholera 8 Personen; es genasen 7 und starben 4; am 2cen erkrankten 18; es genas 1 und 10 starben; am Zten erkrankret180; es genasen 6 und starben 19; am 4cen erkrankten 20: es ge- nasen 8 und starben 20. Seit Anfang der Epidemie erkrank- ten 6387 Personen; es enasen 2707 undskarben 3586.

Der Minister des nnern macht bekannt, daß die Cho- kera im Saratoffscheu Gouvernement aufgehört hat und in Fosxglel dessksera die freie Verbindung mit demselben wieder her- ge e t i .

Odessa, 1. Jan. Am Asten 1). M. blieben hier 9 Choleyakranke übrig; am 27sten und 28scen kamen 18 hinzu; 6 genasen und 4 starben; am 20sren waren 17 Kranke übrig, von denen 5 sTch besserten.

P o l e n.

Warschau, 17. Jan. In der hiesigen Allgemei- nen Staats-Zeicung liest man unter der Rubrik ame“- K'che Nachrichten Folgendes: „Graf chierski, welcher am 132211 d. M. aus* Pekszrsburg “zurückgekehrt ist, hat Depe- Tchen'vom General Grabowski uxxd Fürsten Lubecké an den Diktator mitgebracht, so wie auch Denkschrian von Den Unterredungen, die zwischenSr. Majestät dem Kaiser uud ihm stattgefunden haben, und anders Aktenstücke, welche die aaf dieselben Gt'undsäße, wie das an die Polen erlassene Mané;

..-fkst, gestülzte Antwort Sr. Majesi'ät enthalcen. Allerhöchst- dieselben haben fich nur unter den in Ihrer Proclamacion erklärten Bedingungen zu einer Beil-egung der Sache genezigt erwiesen. Alle diese Papéexe wekch Dem uächstcu “9121425“- tage vorgelegt werden.“

. Dasselbe Blatt _meldet: „Der Feldmarschall Graf D&ebitsch_-Sabalkanské ist schon bei der in Litthauen zusam- mengezogenen Armee angelangt. Nach Berichten aus Ma- Uampol sollen in dem 1 Meile von der Gränze entfernten Städtchen Kronie nächstens15Regimenter Infanterie, 8 „BatterieenArtillerée, 2Regimenter Dragoner und 2 Regi- menter Kosacken von der Rusfischen Armee ankommen. Am

Eten d. find 8 Kanoniere und Unteroffiziere der reitenden-

„Artillerie von der Abtheilung , welche nach Rußland aöge- „schickt wurde, um Remontepferde herbeizuschaffen, in die Hauptstadt urückgekehrc. Die Russische Regierung hat„ alle

acer des ürsten Adam Czartoryski, welche derselbe in du! ai'ten Russtsch-Polnischen Provinzkn besitzt, Unter Sequestur' gestellt.“ . '

Der Diktator hat folgende Ernennungen vorgenommen: den Senator Kastellan Graf Anton Ostrowski zum Befehls- haber der Warschauer NationakG-arde; den stellvertretenden Staats-Reserendar Graf Romanow Zaluski zum Gensral- Secretair bei der Diktatur, von welchem Amte Alexander Krysmski auf sein eigenes Ansuchen entlassen worden fsk; den Bürgermtk) der Wojewodschaft Masowé'n, Adolph Schuch,- zum Vice-Präfidenten der Hauptstadt, an die Stelle Anton Majewski's , welcher ebenfalls auf sein Gesuch von seinem Amte entbunden ist; und den bisherigen Chef in der Direction der Verwaltungs-Augelegenheißen beim Ministerium des In- Uern , Michael Lewinské , zum steÜvertretenden General -Di- rektor dieser Abtheilung.

Auf Befehl des Diktators smd die Regiments-Befehls- haber-Stellen auf beiden Ufern“ der Weichsel aufgehoben und an „deren Statt, um die Ausrüstung .mehr zu beschleunigcn, die Obliegenheicen der Regiments-Chefs 4 Generalen übertragen worden, von denen einIeder die Ober-Aufscht über 2 Wo- jewodschaften „erhalten hat.

Bei, der neulichen Musterung der Universitäts-Garde wurde. derselben eine Belobung von,- Soeiten des Diktators „vorgelesen und, dem bisherigen Chef derselben, .Prpfessor Schirma', für seine Verdienste umdie Organisation derselben gedankt, so wie auch, die Versteherung ertheilc , da er in ei- nem anderen Zweige des Staatsdienstes angeste t werden

solle. Das Corps dieser Garde wird seinen Namen ändert; :

: jmd von mm an. ,",Few-Garde“. heißen“. .

* Vor: einigen-xT n .;skarbxhl-epselbst der Doktor der. .Me- , dizin qnd Chirurgie, "akon Girardeau, welcher früher in der Fraußstschen .Bar-„de. angeßellt. war.

_ ersonen, welche aus dem Lublinscheu in .:der Haupt- ßadtan ekommen- snd , sagen aus,.öaß- M) der Bürgermeix ßer zu,. ubienka gegen „„die jetzige Ordnung der Dinge im Königretche Polen erklärt, die Kokarden abzulegen- befohlen und mehrexe- di-Revolution begünstigende Individuen habe „verhaften l'assen. , , ' * .

- «„In Bezug auf dhe von.vielen.S_eéten hee gemachten „Forderungen und ; Ausprxjche auf das znrüakgelassene Vermö- n derjenigen“- Russen, dee s'ch dermalen aus Polen entfernt __ ben, ist von dem Municipal-Nath eine Verfügung getroffen

worden, vermö e welcher ein für jeden Scadt-Bezirk abgeord-

„netes Bürgcr- omité mic Zuziehung eines Rechcs-Gelehrten

dje vox) Eigenthümern oder Gläubigern in dieser Hinfichc emgeretchten Eingaben untersuchen/soll. Sobald sch ein Ei- genthümer oder von ihm Bevollmächtigter um Heraus abe jolcher zurückgelassenen Gegsnscände meldet, soll ihm *die elbe nach gehöriger Legitimirung, und wennkein Beschlag daran? gelegt ist, bsrvillégc und der Empfangssckwin dem Municipal.- Rach eingehändigt wcrden. Meiden fick) Gxäußiger, so haben sie. xhrx Forderungen auf gerichtlichen: Wege zu* verfolgen. Dcxjemgen Quartiere, deren _Eigenrhümcr die von den Mtethxrn hinterlassenen. Gegenstände nicht' für hinreichende Bürgjckwft halte'n, werden entfiegelc und das Eigenthum der Rasen'dem Wtrtl) _unter verantwortliche Aufsehk gegeben. All? Fyenxerlaffetxschaxk, zu der sich innerhalb 80 Tagen kein Ampruchs-Ber'eschtégcer gemeldet hat, wird öffentlich vorkanfxx und das dafür eingenommene Geld in dcr Polxxischen Bank niedergelegt jyerdcn. _ *

DenR1.UfischenOffizieren, welche ße!) im Königj. Schloß befinden, .und MUSU es früher erkauöc war, zu Besorgrmg ihrsr Angelegenheikcn-aqugehen, ist, dem Warscha24ex Kurier zufolge, jeszc jede Curfcrnung aus ihrer Wohnrxng streng vcrboxen.

Der Warschauer Zeitung zufolge habxn die in *Da- ris befindléchon Polen dem Diktator vor kurzem eine Adreffe eingesandt, worin sie ihre Beipflichtung zu allen Verordnun- gen desselben und des Reiäxsrages zu erkennen geben.

Ein hiefiges Blatt, der gewissenhafté Pole, wésl mic Beskémmxheék wissen, daß die chi-xxungs-Kommisüon der“ Finanzen dieser Tage die dringende Verordnung an die 'Wo.- jewodschafts-Kommisfiynen erlassen habe, mit dem Verkauf von Regierungs-Gücern augenblichlich einzyh'alken nnd Ick fernerhin in keine Kontrakce über dergleichen einzulassen.

O_ie Professoren des polytechniscben Instituts haben eine Anweijung zur Anferri _ung von Salpeter herausgegeben, welche schon durch den Bruck- bekannt gemacht isi.

Nachrichten aus Alexotaé welche die Warschauer Zeitung mittheilt, melden , daß der-Niemen unterhalb Po- niemon uud Kauen, zwischen Kédu'le von Polnischer und Georgenburg von Rusfischer Seite, feststehe; docs) sev das Eis zu“: Uebergange noch zu schwach.

Der frühere General-Post-Direkcor Suminski [zac fich von Warsck)auex1cch“nr, um sich auf seine bei Plock beleger'jeu Güter zu begeben. ' *

, “T's erscheint joßr in Warschan auch ein Blzrc fü? dk-x Bekenner des 7Mosaischen Glaubens, uuter dem Tikyl: „.Der Polnische Zsmelét.“

Frankreéch.

_ Députirken-Kammor. In der Silznug 13972112, Januar wurde die allgemeine Bcrathung über den (Gesetz,- Exxtwnr“? wegen der Verwendung des Tilgungs-FoUQI fort,:- gejeßt. Herr S'evin-Moreau sprach zu Gunsten dessel- ben. „Der Tilgungs-Fonds,“ äußerte er unter Anderm, „muß so operircn, daß er in gewöhnlichen Zotten dem Darleéber gcscaktek, ohne Verlust und sogar mit Vortheil zu dem Wie- derbesiße der dem Staate anvertrauten Kapitalist: 5:1 gelan- gen. Außerordentliche Zeiken müssen nothwendig“ auch den Cours dc'r Staatspapiere hinabdrücken. Zn solchenFällen aber muß der Tilgungs-Fonds einen Stillstand zu bewirken suchen und den Scaats-Gläubigern zu einem möglichst nahe bevorstehenden neuen Steigen des CoursesHoffnung machen. Aus diesen Gründen glaube ich, daß wir diejenigeBestim- mung des uns vorliegenden GeseH-C'nx'wurfes annehmen müs-

sen, wonach zur Tilgung der Sta-ats-Schuld nicht nur die

durch das Gesetz vom 25. März “1817 dem Amorc-isacions- Fotxds überwiesenen 40-Millionen, wndern auch die seitdem Gejeße vom 28. April 1816 zurüchgekaufcen Renten im Be-

..trag'e von 371. Millionen , nebst einigen andernz-Aktivis, wo-

durch die Gesammc-Summe fich axuf ciroa 80 Millionen stellt, verwendet wxrdon sollen.“ Der Redner schloß, in- dem er fich verschtedene Amendements voxbehielc. Hexr

.Baélloc machte den Vorschlag, die 5procentige Rente nur

einzulösen , wenn se unker Pari stehe, sob__ald üs aber. den Pari-Cours überstiegen habe, die zur Einlöjuug der_elben be- stemmte Summe zurückzuhalten und jährlich zweima für drei Millionen dieser Rente zu verloosen, mit der ersten Verivo- sung aber am 2. „Jaguar 1832 -vorzuschreiten; der Redner sprach bei dieser Gelegenheit die Hoffnung a-“rxs, daß, wenn,

„wie solches allen Anschein habe, der innere und äußere Friede

nicht gestört werden sollte, die Hprocentige-Rente bald wieder übor Pari und die Zprocentige auf 75 pCt. kommen würde. Zugletch gab er folgende Ueberfichc von dem Betrage der inskribirten Staatsschuld am 1. Dezember v. Z.; .

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1) 126,432,437 Fr. in HZ Rente:: 5. Kapital v. 2,528,648,000 Fr. 2) 1/025x345 Fl“. in ZZZ F Rente" z' Kapital v.' 2.2,78/„000 HT“- 3) 3-073-180 Fk- 111 4-8- Renten z. Kapxtal v. , 76,820,000 Fl“- 4) 37,106,489 Fr. in ZZ- Renten z. Kapxml v. 1,236,883,000 Fr.

7167,637,451Fr. zum “Kapital von 3,865,144,005 IFT)-

ur Einlösung diescr Schuld, mit, Ausnahme der 4proccenct- gen Rsnte, dée ihrem besondexn T0gungs-Fvnds hac, wurde nun, wie Hr. Baillot bemerkte, _dte obzge Summe LM etwa 80 Millionen Fr., woraus dex allgemctne Ttigkxxcgs-Joyds m diesern AUIMWÜ bestehr, M folgender Wecje verwcmder

rden: - we auf die HZ Rente 61,500,000 Fr. an M 4Z-Z Rente 487,000 Fr. auf die ZZ Rente 18,013,000 Fx. 80.000,000 Fr. _ . „WoMo imm“, äUß-srce der Reduer cm) Sclxlusse ]cmxs Vortrages, „diese bedeursnde Summe allem (1117 M .Zproc.

. Rente agiren lassen, so würde der Cours dieses" Papiers fich

rascsz und ohne irgsnd cin Verhältniß mik seinxem wahren Werthe heben. Dieses erkünstelre Stetgezx :xfüräe ach) den übrigen Handelspläkzsn von Europa em aymtchcs STT!- gen bewirken; wir würdenksonack) den Spkk11lLtktC1! Thxzr und-Tkwr öffnen, eitxe Reaction wäre unvermewnck), - ww

sie es immer bei Fiuanz-Operacéonen ést, die den Kxeis der ,

vernünftigen Berechnung überschreikcn, “.und nnr “dem Ruine manches Privacmarmes wx'jrde allmältg auch Weder der öffentliche Kredic sinken. _ Die Fo_nds-Spek“ula11cen, xn. H., gleichen allen übrigen Sptekern; jo lange_das Glück tl)- :1en lächelt, geht das von thnen gewonnene (59:10 von Hand “„in Hand; ste smd thörichc genug? es eben so le1chc mzszugeben, wie ste es**verdient 1T)aben. Weist aber_d_as Gchk thurn de_n Rücken, so ist plößlxch) alles Le_ben_erlo]chen; mchc mehr um *dem erworbenen Gelde (diexes „1110351197? szrchgedracht), .nein , mit seinen Kapitalten, mtc "xeznem ge1ammtcn Vcr- en Hezahlt der Verlierende wms Schulden, wenn

- er te überhaupt bezahlt, und gerät[) zulekzc an den Bettel-

eskab. Dieses, m. H. wären die traurigen Folgen, dre war 'von der Zukunft zu erwarten hätten, wenn w:r pas Speel ;x'n Staats-C'ffekten Begünstigen wollten; zur Vcrwetdung dxr- “selben wünschte ich, daß Sie meineyßobßtgey VaorxchlagAanngk); ::nen.“ Hr v. Boisbertrand 115,3 slch m eme auzxuhr11che "UUtersuchung über die Art und Wei1e, w:o der Telgungs-Fonys seit seiner Stiftung im Jahre 1816 verwendexc worden, cm und stimmte zulekzt zn Gm1|cn des von der chgterung vor-

gelegten Geseß-Eutwurfes, wenn gleich, „wie er sxck) äußerte,

derselbe noch Manches zu wünschen übrig lasse. Die poliri- .

sche Gefinnung dcs Redners, wolcheybekannxlich am der rech- ten Seite der Kammer fikzc, bewog 71)", gle1ch vorweg zu er- klären, Daß es in dcr Verwaltung cmeß großen Laxades Fra,- gen gebe, denen gegenüber jeder Mctnqusszvtexp-Qlc vex- 1chwinden müsse; hierunter gehöre namentlich 2111125, was „dle Finanzen betreffe, weshaLH auch_in Englayd dj_e Opposdtxon jhre Angriffe einscekle, sobald es nch v_on emem 10 hoch Wick)- :Ktigen Gegenstande hatxdle. Hr. 'Anisjon-Yduperironä wel- -cher nac!) Hrn. Boisbcrcranthe Rednerbeuhtxe besttßg, jpracs) so leise, daß der größte Theil reiner Rede fur dte Verjammlung werloren ging; nur so viel konnte man_daraus enxnehmen, daß er das Princip des vorliegenden Gejelz-Entwurses lobte, mehrere der vorgeschlagenen Mich zur Ausft'xhrung desselbxn *aber für unzulässig hielt. Hr. Thters,i__Köntgl. CommtssYr, sprach sich im Wesentlichent folgendeßmaxzen aus:. „Dae “zh- nen vorliegende Frageisc eme der „wechctgstxn, dre es gebey kann. Es handelt sach hier darum, ob See fich d'en; Kredxt «halten wollen , oder nicht; im erstern Falle bedurfxn Ste eines Tilgungs-Fonds, im. zweiten _mcht. Zn F_rankruch und in England isi der Kredit auf versthiedene Wei]; angefychten worden; uns macht man den Vorwurf, daß nur für.“ dee Er-

xhalkungdesselben nicht genug gethan hätten, da wir sonst ,

'nicht seit einem Jahrhundert drei große Staats- Bankeroxce, ?emach haben würden. England dagegen hat,:zwar eme

urxhtbare Staatsschuld; in demselben Maße aber, wie diese“

zugenommen hat„ ist auch der Tilguxrgs-Foqu ;gewachsen, jo daß, obgleich die Regierung ihren Kredlt- m re-cchlschem Maße „benufzt hat, von einem- Staats- Bazzkerotte doch seit deri letzten 55 Jahren nicht der *lxetjeste „Schein “vorhanden gewesen ist. -Daß für außerordentliche „Fälle Die gewöhnlichen Steuern nicht ausreichen, ist erwaesen; “man muß also zu Anleihen seine Zuflucht nehmen; um «dies aber zu können, muß max.: steh den Kredit erhalten. Ge-

- xseszt _es „stände uns ein Kxieg bevor, so würden wir _sofort »einer Summe von zwei bis drethundert Millionen bedur'fen;

.wie "ließe diese fich aber durch eine Steuer-Erhöhung aufbrin-

* xgen, da das Volk schon jeßc über die hohen Auflagen klagt?

Ist es txickU vernünftéges,» daß man sxch an“ dée Kapitalésten wend-cc, die das Gew in Händen haben und es der Regie- rUng zum möglich|-biljigsu Preise überlassen, wetxn man in der Hauptstadt mit .ihnen unterhandelc? Isk dies nicht schon deshald nothwendig, weil es in außerordentlichenFäUen auch imme? der sofortigen Beschaffung der benöthjgte-n Geld- mittel bedarf? .Bei einem Vergleiche zwischen dem Anleihe- Und dem BestenermxgsSystchnw gewétmc auf den ersten Blick alxerdings das letztere. Eine Axxieihe, sagt man, läßc Spu-

' ren zurück, ste erd in das große Buch eirtgecragen, und der

Tilgungs-Fouds lastet Jahre lang auf dem Volke, wogegen eine Erhdhmxg Oer Taxen mxd „Steuern, UW fich das benö- chigce Gew zu verschaffen, keine solche Spuren zurückläßt. Man tadslc (mak) die Anleihen deshalb, wcil sie den Wucher begünsfigen; dies läßt sc!) nicht in Abrede stellen; man möchte die Papier-Wu_ch;erei den Krebsschaden dex, neuern Zeit netmen; dic Leiden-jchast des Spiels ist aber allein darqn Schuld; der Staats-Kredér gicbc dem Wucher nur-zufäilxg Nahrung, Man löse hauke alle Scaakspapécre ein, 10 Mr- dct: morgcm die Spekulachzt auf das Sénkenxoöer Steigen, dex“ Preise des ZUckers, ch Kaffee?, des Oels U. 1. w. yamren.“ Der dener.“ suchte hierauf zn bewciscn, wie gmx (5 1er), wsxzt'. ein Staat Papiere zu vexschésdenem Zéxxsfuße habe, dann?, wenn das.; eine: Paprer dsn Pari-Conrs überßisgcn habe, der TUZUTLgMFOUSS axwschlicßlécl) aaf dis übrig_en ycrwcnöet_tver: den kötme. „Einen lcßreu Einwand“, w 1chloß dcrjelbe, „den man gegen unser Syßcm, dcn TilgungzszondZ MINT: sehrt zu cryalcen, erheer, tsr de_r, daß anxxände exxxtxetetx können, wo der Scaar nä) aller demer HÜLZScm-sllen bedtemen und sonach vorzugsweire an* den Tilgungs-Fonds Hayd a:;- legen müsse. „Zierauf erwxedexe [ck sehr einfach , wee Yvetc man wohl im alle eines Krteges Mit dem gegeznvärctgen Fonds der 80 Méonnen zu reichen gedächte? Drew Summe würde kaum die ersten Kosten decken, man würde außerdem vielleicht noch 200 MiUionen brauchen, und wie wollte man sich dann diese auf dem Wege der Anleihe verschaffen köm'xen, nachdem man den Tilgungs-Fonds angetgstet hatte? Jn„det:n Zuteress: des Staates noch mehr„ al_s m dem der Kapxtale- sten, verlangen wir die Unversehrthctc des TU_gungs-Fond-s. Die Spekulanten lieben dcuTilgungsFonds mcht, weak met,- telst desselben die Effekten allmäLig auf denParc-Cours kom- men Und die Inhaber derselben fich sodann von el_nxr Herab- sckzung des Zensfußes bedroht sehe!). (Gegen dtfew A51sxchc erhoben fich in der Versammlung Zetehen des Zweifels.) Der Staat aUciU mus; wünschen, daß der Tilgungs-Fonds mächtig gx- mtg sey, um es ihm möglich zu m_achen, nöthigenfalis üeueAnlel- [)en zu dem bestmöglichsten Kurje zu eröffnen.. Unsere Schuld steht cht in einem erträglichen Vcrhältmffe mcc unesercy] Einkommen; ich bitte Sie daher, daß Sie dieses Verhaxcmx; aufrechc erhalten. Es würde uns ein Leichtes geivesen keyn,

auf Kosten des Tilgungs-Fonds eine Ersparniß von 40 bis T 50 TNiUioncu zu machen; dies wäre aber ein Verfahren ge,-

wesen, unwürdég einer loyalen und aufxichtigen Regierung, die keine Täuschungen nähren, sondern wahrhafte Vekbcffe- rungen in Vorschlag bringen wia.“ Der Graf von Mys- bourg ließ den scharfsinnigen Bemerkungen des vortgeu Redners über das Anleihc- und BesteueruygssSyskem volle Gerechtigkeßc widerfahren , meinte aber, daß es sc!) m dem vorliegendem Falle nicht soxvohl hierum,_ als um. diy Frage handle, ob cs-nochwendig 1er), „daß Frankreich,.bxt semer ge,- genwärtigem Schuld und bei der wahrschemltchen Aussicht auf eme abermalige Vermehrung derselben , den Tzlgungs: Fonds verdopple; im Jahre 1824 habe nxan, weil dre 5pro_c. Rente über Pari gestanden, den Vorxchlag gemachc, dte- selbe in Zproc. Renten 'zu umschreiben und dadurch dasSchulden- Kapital um 1 Milliarde zu erhöhen; imIal)re 1831 schlage man, weil die 5proc. Rente unter Pari stehe, vor, den Dotation;- Fonds zu verdoppeln; im Jahre 1824 habe man 'My-wre .dis-Erfahrung lehre, geirrt, und er glaube,. daß man fich „im Jahre 1831 wieder. irre. Der Redner ,lteß' fich- hiepayfxin eiue weicläuftige Untersuchung der. gegenwärttgen finanztzeaen Lage,. des Landes ein; er glaubte, daß die VerdoppelunY-ßes Tilgüngs-Fonds, insofern es Friede bksebe, keine andere; olgx haben würde, als die 5, 4x und 4proc. Rente Ü;beU-Parc zu bringen und, sodann den Jamzm Fonds per ,Zproc. Rente zuzuwenden. Herr v. Mos oucg suchte hxerauf die Axxsichc derer w'- wéderlegen, die da glauben, daß em -rasches_,Tel en der Schuld der Eröffnung künftiger Anleihen güuftég ._ez); der Staat habe, während der letzten 5 Jahre, 77: MM.

allein aufdie Einlösung der Zproc. Rente verwendet, und

doch Würde er wenn er heute eine Anlei e-in-diesem Pa- piere machen w,ol1te, höchstens 60 pCt. erha cen. Schlie lich

machte dsv-Redner den Vorschlag, auch ferner nur 40 ill.

„auf die' Tilgung der Staatsschuld'za verwenden und diese