1831 / 22 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Sat, 22 Jan 1831 18:00:01 GMT) scan diff

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' hause von Dünkérchen wird. eine Million Patronen ange-

. Verthcidiger des Herrn Fazy, Aövokat Deconrdemanche, suchke

“' 4“): den bekannten hiestgen Advokaten, Herrn Hennequéu, als

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Interesse erregten'die Slesar von quarln , Admiräle Co.- drington und v. Rigny , wclchs fich mrt dem Admiral Du:-

perrey lange unterhielten. Der zum diesseitigen Gesandten am Konigl. Niederlän-

dischen Hofe ernannte Baron Durand de Makreuil, wclxézer nächsten Montag nach dem Haag abreisen wird, hatte gestern - ewe anderthalbstündige Audienz beim Könige.

Der Herzog von Morccmart ist gestern nach St. Pe- tersburg von hier abgereist.

Der Temps'äußerc über die Indiscretion dsr Belgi- schen Blätter Folgendes: „Wenn unser Minister derBauH- wärtigen Angslcgenheiten durch die Indiscretion Yer Belgx- schen Rednerhühne gelernt hat, daß man nur da§,1agexxdarf, was man öffentlich bekatmt werden lassen will, 10 mn]; n_1am andererseits zugeben, daß die legicr sich m den Fallgexeßt haben, kcine vertraulichen Mitklxxiéxxm-Zen mehr zu erhalten.; sie ZWMZLU ?-;M die 1vohlwoklerxdé'iM MeZiexungen, kütistig nm: schriftiiä) micihuenzu uncerhanöckn. Auch muß man zugeben, daß die Sprache, des Ministers wenig _dépxomatisch war. War begreifen nichr Fecht, wie er sagen !:“ozmtc, diexes oder Jenes Eroigniß würde uns in Gefahr bringssn, alle VortHeile Un.- serer lelzten Revolution zu verlieren. Wir lass'sn die T))?ög- lichkeit disses beträbcnöen Falls nimmermeHr zu,u:1d es darf in den Beréchtmngen sines Französisch2n Ménést-krs fcsinen Platz finden. Was die Hsirathö-Angslegenlzsitcn WTOSFT, so 7 ist man von der einen Seite wie von der andern etwas 1chnell verfahr'en. Es fehlcsu dabei zwei Einwilligungen, „die_ bei ck_- ner solchen Angelegenheit unerläßxicl) sind. Wir dürken hox- fen, daß man in Zukunft vorßchciger seyn WSWS.“

Das Journal du Commerce meldet: „Jm Zexxg-

fertigt; ä niiche Arbeiten finden in allen nöxdlichen Festungen statt. Der Jugenieur-General "I)?ontfort [)at Best-hl ertheilc, die Instandsetzung der Festungswerke von Dünkirchen Und Grevelingxnzu beschlemxigen. -- Die Häuser Vkaugey, Vél- lard und Taconet, die schon früher für die ArmeeLieferun- gen besorgt haben, find vom Kriegs-Ministßr beauftragx“, "einen großen Theil der für die Equipr'rung der ausgehobenen Mannschaften nöchégen Effekten zu lécferix; sw macth große Ankäufe an Leder.“

Der hiefige Assisenlwf VLTUT'ÜWUW g.?ftcrn don Redacteur des,Blattes „la Rsvolux'éon,“ Fazy, WOZEU Beeinträchtigung der Recöte und der Auroritäc dcr Dcpakirtcn-Kammer, zu 4111onatlécher Haft und einer Gsldx'k'afe von 6000 Fr. Der

in seinem „Plaidoyey: 'die in dem angefchul€igrcn .Ax'tkel dxr Rsvokution aufgestellten Behaupénngen zu vyrthetdigen. Er stellte folgendeSäfze auf: 1) Dic“. jckZége Dspxxtirxen-Kam; mer scy nur eine provisorische, welchr: den ungejelzlichy An- spruck) mache, fich als definitive Stmuthswulr zn konstikxuirxn. 2) Die Kammer sey ein Hinderxxés; dagegcxx, daß das Land die gehoffcen Refox'mem erhalte. 3) Der Znhale-Hr axxgo- schu1digten Artikel sey tmr eäne gorechcs Kritik die1es Zustan- * des der Dings. 4) Die gsxichclixé'xkn VCr'folzztmgen scyen mehr * gegen die Lehren des Jonrnaks aks gcg-xn die angebUcHen An- griffe auf die Deputirren-Kammzr gera'chrcr. . Die Cixadelle von Amiens wärd zz.: «ixxem Stemtsg'efäng- niffe eingerichtet , woraus" man schließ-;:t: wiU, daß die verur- theilten Ex-Minésker dorthin gcbraxfzr werden “soll?". Nachrichten aus Madxid vom 70:11 d. M. zufolge, hat

der dieffeitége Botschafter am dortigen Hofe, Herr v. Har- court, am 5ten d. M. seine fsierlicye Autriccs-“Llndéenz beim Könige ga'h'abt. _

- ?Itx_Marseil1e erscheint seit dem “lsken d. M. ein usues Blatt, das sach zur Partei der Quotidicnne bekennt,'die Ga- erte du Midi; sie schlägc den Wähiern des Bezirks von

Kandidaten, statt des Herrn Thiers,„vor, der wegen. seiner Ernennung zum Unter-Scaats-Secretair _der Finanzen fick) der Wiedererrbählung unterziehen muß.

AUf den Antrag drk [)icségén HandelZ-Kammer hut der Polizei-Präfekt *xéne Verordnung erlassen, wonach die Börse täglich, mit Ausnahquer Feiertage, für die Papicr-Geschäxte von 14"sz 3-3: Uhr abgehalten werden soll. Die Börse für fZLFaxén-Geschäfte wird, wie béshcr, von 2 bis 5 Uhr'statt-

" en“... ' * . *

Nachrichten von der Insel *Kand'ien 'zufolge snd die Truppen des Pascha's von Aegypten Herren der Insel“, und dieGriecben leisten nur noch im Innern der Bergkette von Sphaßéa' Widerstand. Das “Küsten-and , die Städte, Ebe- nep und das ganze bebaute Land sind von der “Geißel des Kxieges- befreit. ' ' .

“Großbritanien und" Irland.

. London, 12. Jan. Wie es heißt, werden Ihre Ma; ]estäten am 28stm d, M. tm „Palast von Brighton einen

großen Ball geben.

Nach amtlichen Berichten über die Einnahmen und Aus- gaben der Gcoßbritanischen Kolonieen betrug im Jahre 1829 in Makra die Einnahme 133,072, „die AusZabe 103,610 Pfd.; in Gibraltar betrug erstere 45,966, und leßtere 44,331 Pfd. „Im Jahre 1828 belief fich in Neu-Süd-Wallés die Einnahme auf 120/722 und die Ausgabe auf 491,281 Pfd., worunter der größte Theil für Transport und Unterhalt von Verbre-

chern, 1o wie für den Unterhalt des Milüaéks; in demselben _

Jahre wurden-in VanDéemens-Land 45,989 Pfd. eingenom- nLen und 195,926 Pfd. ausgegeben. Im Bericht vom Schwanenfiuffe findet keine Rubrik für die Einnahme statt; die Ausgabe belief_fich im Jahre 1829 auf 27,106 Pfd. Dre Jrländisthe Yeomanry be|eht aus Ungefähr 180

Corps zu Fuß und zu Pferde„die jedes 20 bis 100 Mann '

zähßn; ihre Waffen gehören der Regierung.. Die meisten daewr Cd-rps hatten fich aufgelöst, besonders im südlichen Irland, und „dex einzige Dienst, _den fie seit einer Reihe von Zalgrenxzu 1ee|enhacxen, bestand darin, fich jährlich zu einer Jnxpecceon threr Bezirks-Befehlshabek zu stellen; ein kleiner Stab war indessen bei“ jedem Corps beibehalten worden. Im Norden werden diere Corps "fast ausschließlich von Pro- testanten gebildet; mit einigen anderen im Innern des Lan- des, wie in Wicklow, Wexford, Carlow und eénem Theil von Meatl) iki es der nämlicihe Fail. Als Lord Leveson Gower noch Jrländischer St_qats-Secretaér war, beabsichtigte er, alle d_iese Corps zu entwaffnen und zu entlassen; .einige sehr kräfczge Vorstellungen von einfiußreichen Personen ver- anlaßten tvn jedoch, von seinem Plane abzustehen.

Der bekannte Buckxhändler Carlile, den man (wie neu- ltch,genjseloek) wegen Verbrsitung aufxührerischer Schriften gertchtlxch belangt _hatte, ist gestern von einer Jury für schul- dig _erklärt worden, sch aufreizender Ausdrücke gegen die grvettenden Klassen erlaubt und ihnen gesagt zu haben, daß, ]6 nachgsHendck ste wären, fie desto mehr unterdrückt werden würdexx; daß sie uur»durch Anwendung ihrer physischen Und moxal.:1chet1 Kräfte ihre grausamen Tyrannen zu besseren Be- dingungcn nöthtgenkdnnten, unp daß sie fest bei ihren Forderun- gey beharren, ja ste selbst mit Gefahr ihres,Lebens vercheidigen mußten„ .Der Courier billigt das Verfahren gegen Car- iile undFÜgt hinzu, daß, so sehr er auch. im Allgemeinen ge- gen., Verfolgungen von Seiten des Staates für Libelle und ausregenße deen sey , er doch die Ueberzeugung hege, daß es Fälle geben könne, die“solches nothwendig machen. Zu „diesen rechnet er die mit der Verfolgung jenes Buchhändler!; vxrkaxpften Umstände und bemerkt dabei, daß schon die vo- rtge Verwaltung ihn (Cariile) längere Zeit hindurch sorg- fäxcég bewacht habe undihn bei der gegenwärtigen Gelegen- helk Zs'wiß chu so straffällig würde gefunden haben", als di-e dermalige Regierung , der einige Personen die Verfolgung des Hsrrn Carlile zamVorwurf machen wollen.

Das kleine Theater in Greemvich ist in diesen Tagen „abgebrannt; über" die Ursache des Feuers find verschiedéne Gert'xckxte im *Umxauf. Aus einem Drehbriefe, den der Be?- sifzer eines" benachbartenHauses, das auch bedeutend gelitten» am Morgen empfangen hatte, will man den Schluß ziehen, daß das Feuer angelegt worden sey.

“Niederlande.

Aus dem Haag, 16. Jun. „Seit einigen Tagan“, heißt es im hiefigen Journal, „find allerlei vérschxedenar- tige Gerüchte hier im Umlauf. Courier; kommen an und “gehen ab , 'der -Minister-Rath versammelt fich fast alle (nge und, ohne daß wir eben wüßten , womit er fick) beschäfttgt, haben wir doch Grund, zu glauben, daß die Umständenicht ganz gewöhnlicher Arc seyn können. Einige. behaupten, Frankreich bringe auf die Eröffnung der Scheide; Andere find von der im Kongresse gegebenen Zuficherung, daß jener Strom definitiv am 20sken d. freigegeben werden soll, ganz betroffen, und Wieder, Andere fügen sogar hinzu, daß Holland eine bestinimte'Anweisung in dieser Hinschc von detx' fünf vereinigtéu' Mächten erhalten habe.“ ** * ' Der bisher am Athenäum von Franeker angestellt gewe- xene "Professor Swyghm'ze'n Groenevoond-ist zum Professor ' «Orientalischen Literatur an der Univerfitäc Utrecht ernannt "worden. *

Beilage

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183 Beilage zur Allgemeinexx PreußischeU Staats-Zeitung NH“ 22, W

Brüssel, 16. Jan. In der gestrigen Sitzung dss Kongresses stattete Herr Zocrrand den Bericht über das Dekret zur Mobilmachung des exsten Aufgebots der Bürger- garde ab. Die Versammlung beschloß, _die Berathung dar- über unmittelbar nach geschloffener D'iskmfion über das Bud; get zu beginnen. Hr. Descrouvelles berichtete im Na- men der Central-Sectionüber die vom Finanz-Minifter ge- forderten. AUSgaben-Bewilligungen, die fie mit geringen Ausnahmen gutgeheißen hatte. Dies taoclce Hr. F. Lc Hon, der Den Vorschlag machte, 10- *Millionc-n bewillige und dem Finanz-Miniscer die Verpflichtung auferlege, biUU?U'*40 Tagen ein volséom- men geregeltes Budgec vorzulegen. Herr von Robaulx tadelte die ganze Verwaltung und WWW ihr daher so wenig Ausgaben als möglich bewilligt wissen. H:"nfichr- licl) der 250,000 Gulden, die für die Marine geforderc wor- den, sagte er“, die Summe sey entweder zu gering oder ganz und gar Überflüsfig, da Belgien bekanntlich noch gar keine WZarine befilze. Herr von BroUckére erwiederke, die Summe sey dazu bestémmt, um, einem ältern Gcsefxe gemäß, Prä- mien an diejenigen Rheder'zu ercheilen, die Schiffe von mehr als 300 Tonnen Gehalt in See lassen. Nachdem noch mehrcr-x Redner sch hatten vsrnehmen lassen, WUrdc der Antrag des Hrn. F. Le Hon verworfen. - Zu einer Adcnd.Sr.kzung_ bewilligte die Verj'awmlung folgende LL'UsZaben: 6000 Gul- den für den Senat; 90,250 G. für Bureau-Kosten des Kon,- grcffos und der Repräscncmxtcn-Kammcr; 25,000 G. für Bureau- und Reise-Kosten der provisorischen RegierUUg; 24,500 G. für den Rechr1ungéhof; 150,000 G. für das Dc- parrement déx aUswärclgen Angchlegct2l)ckiten; 553.000 G. für das Jußiz-Dcpartcmenr; 3,800,000 G. für das Dcparrement der inneren Angelegenheiten; 12,000,000 G. für das Kriczs- Dspartemcnc; 3,500_,000 G. für das Departement der Fi,- nanzen; 343,590 Gulden für das der öffencléckWU Sicherheit und 250,000 Gulden für die Marine » Alles für die: ersten sechs Monate des Jahres 1831. Das ganze Geseß wurde schließlich von 114 gegen 7 Stimmen angenommen. "- Herr Cb. Le Hon theilte darauf der Versammw-ng eine Verbal-

- Note dcs L=.ord Ponsonby und Hrn. Br.:sson vom 14. Jan.

Und eine Abschrift des Loi1doner Konferenz-Prorok'olls vom Neu 0. M. mit. (Beide Aktenstücke werden von den Belgi- schen Blättern noch nicht gegeben, und wir müssen uns daher ihre JNictheilung ebenfalls vorbehalten.) Nach dem Inhalte derselben !oabcn (wie jene Blätter berichten) die Bevollmäch- tigten der fünf Mächte, auf die von den Belgischen Ab- gesandten geschehene Anzeige, daß die Scheide, ungeach- tet ("“.-ex? vom König: der Niederlande genehmigten Ein- stellung der Feindseligkeiten, fortwährend geschloffen bleibe, so wie auf die Anzeige des Königlich Niederländischen Gcsatxdten, daß die Belgier die Feindseligkeiten gegen Mast- richt wieöer begonnen haben, eine Intervention insofern be- schlossen, als ste gleichzeitig am 20. Jan. die Schelde öffnen und Mastrichc deblokireu lassen wollen. Sollten dle Hollän- der fich weigern, die Scheide an jenem Tage zu öffnen, so

würden die fünf Mächte dies als eine gegen fie verübte Feind; * selégkeic betrachten, in welchem Falle fie sich vorbehielten, so ;

zu verfahren, wie es ihnen am besten erscheinen würde. Sollten ferner die: Belgier fich weigern, Mastricht um dieselbe Zeit zu deblßkiren, so würde von Seiten der fünf Mächte auf ähnliche Wene, wie eben gegen Holland angedeutet worden, auch ge- gen_ Belgien verfahren werden. Durch die Mitxkoeilung diejer Akcenftücke wurde, wie unsere Blätter hinzufügen, die Versammlung in eine schwer zu beschreibende Aufregung ver- scßt. MehrereRedner sprachen und schréeen durch einander; endlich kam man nach vielem Lärmen überein, fich am näch- sten Tage (Sonntags) zu einem General-Comicé zu versam- meln, um über“ die mitgetheilten Akteustücke ferner u delibe-

riren. Es war Mitternacht vorüber, als die Ver ammlung

steh trennte. _ _

Nachrichten aus Gent zufolge kommen immer mehr Holländische_Verstärkungen in Staats-Flandern an. „?ulst wird von den Hoüändern befestigt. Vorgestern und ejern besorgte man eine Landung derselben am „KapitalenYÖam“, UNd stellte daher Truppen zur Vertheidigung auf. Die Hol- ländertschiffxen jedoch nur auf dem der Magdaleuen-Schteuse gegen::ber l_txgenden Deich mehrck“? Kanonen aus, die sie zu ihren Befejttgungen gebrauchen. . .- ' , *

Jm Journal o'Atx-vers liest man: „Belgien, das mit dem Elend.: und mit 1einen Parteien zu kämpfen hat, er-

daß man einstweilen ,

_bltgkt noch --nirget1ks einen Hafen zu seiner Rsxtung. Alle m_:jere parlamentarische und diplomatische Verhandlungen zetgen nur YU: Gköße unserer Gefahr um so demlicher. So gränzenlios angfileck) ist die Lage, in die Belgien durch seine Revolutcon und durch den Kongreß verseszt worden ist,. daß es nux noch stp Kriege ßder in einer erbetcelten Monarchie, Ye nur per Ruckkehr unxeres Wohlstandes unverträglich wäre, tpgen? xm Heil erblicken kann. Es läßt sch voraus*sehen,1vas dae Gejchtxhw darüber, so wie üder die Umstände einer Re- vo1uccotx, 1agen wird, iu welche die Belgier durch die Kunst- grtffe emer Partei hineingerissen worden, die einen zwei.“.en Thetl zn der _vjo»; mehr als 40 Jahren von M' ausgeführten ersten Revoxutton liefern wollte. Die Umstände, unter denen fici) Europa 18151 bcfindekusind jedoch nicht mehr dieselben,.wie d9n1als, .und das jskzc jo verlassene Belgien sucht vergebens emen Zufiuc-Hcsork: und eine "Unterstützung. - Von allen dem Kongresse vorgelsgcen und von ihm erörterten Pläne:: zur Herxteüqng etyes tt_nabhängigW Königthums vzrdéent nicht einer dt; Ansmerkxamkeic und das Zuerauen des Landes. Der Prinz OTW von Baisrn kann u:.s mn“ neue Stürme bvmgene und durchaus keine Bürgschaft der Stabilitäx und d'es Gluckcs. szcr Monarch des ésoiirten Belgiens würde em neuex: .Kömg- von Yvexöt seyn, der vor Schwäche unter; gehen nxiijre. Cv" ij'r'kogar sehr zu beszfeln, daß bei umse- rer Lage trgexxd ein Europäischer Prinz uns werde haben wollen, so daß [1115 unter den traUrigsten Umständen nur ein Bodauerxx ohne H:)fßmng blcibt. Darf es nun wohl in Er- scauyen jcßcn, wcnn_wir unsere Blicke auf cinen Prinzen werfen, der «WU aur der Welt im Stande zu seyn scheint, dem Ungxüok em Ziel zu selzsn, das er nicht-verschuldet hat? Und days cs wohl .:“oxn *,“o andyrerseits in Erstaunen setzen, wenn kem- anjöcrer Théil von Belgien, der eine lächerliche _Uuabhaygcgkctc nach Verdienst zu würdigen weiß, fich in die erzm' 9111.21: nxäxizciget: Nation wexfen will, von der er um auxlxöxlxch a:.g-szogem wird, und mit der er fick), was auch die Potmk dmvrd_er eit1zuxvend€n haben mag, frü€)er oder später emma! vermijchen wird?“

Das jn Lütcich erscheinende J ournal de la Provéince YZzählc, dae Rsvolucion in Belgien sey besonders dadurch ge- sordexc worden, daß beim Beginn derselben die Priester dem gasmemen Volke überall erzähéc hätcen, der König Wilhelm wolle sich „Yom 1. „Jan. 1831 ab 60 Gulden Abgabe von je- der katholqchen Kmdtaufc bezcxhlen lassen. „Seirdem“, „fährt O_Zs gengnnte Blatt fort, „hat fich derselbe priesterliche Cmfiuß xmmer mehr ausaebreitet und gezeigt. In Lüttich smd bereits unzählige Trauungen kirchlich vollzogen worden, ohne daß vorher oder nachher die nöthige Formalität beim Beamten des Civél-Standes beobachtet worden. In der [eß- te_n Woche erlebtsn wir sogar das Skandal, daß in der Kirche die Trauung eines Sohnes vollzogen wurde, gegen die der Vater, den Jener auf eine unwürdige Weise behandelt hatte, förxnltch protescirte. Ganz neuerdings hat auch wieder ein Prtestxr, inoöessen Augen die Kirche Alles und das Gesch gar mchts :|, auf eine beklagenswerthe ungescßlicbe Weise e_tyem Berstyrbcnen die Beerdigung auf dém Gottes-Acker ?_emes Kirchxpiels yerweigert. Man möchte in der That ver- dacht werden, den 1chle_chcen Spaß tines Bittstellers, der beim Kongressxdarum nach1uchce, daß man den Papst zum „König- von „Balgten ernennen möge, für baaren Erni zu halten.“

' *Der Graf von Méan, Erzbischof von Mecheln und getstltcher Prßmas der Niederlande, ist gejkern früh in sei- nem erzbischöslichen Palaste mit Tode abgegan en.

üccech, 16. Jan. Gestern unY heureh rte man Tort- währenden Kanonendonner in der Rachtung von Matic cht. Wahrscheinlich feuerten die Belagerten auf die |ck. der Feskung ammer mehr nähernden Belgier; denn daß der Herzog von Sachsen-Weémar bereits bis Maßricht vorgerückt sey,. ist nicht gut an umchM' h ' h '

, nd , eißt es in einem less en Blatt: „:| Maskricht ,von allen Seiten, ein esßhlossen. De; Ober-Befehlsbaber hac unlängst sein Zauyt uaxtier iu Iotck) aufgeschlagen. Das Dorf Smeermaas _i durch den

bersten Pontécoulanc befestigt und diese Stellung annehm- bar Éetnacht worden. General Mellinet [at am 12ten b. den enera_l Dainedesuchc, und die beiden Feldherren haben unter den “TYAN" Umständen, da wir von dem ?erzoge von Sachsen.; elmar bedroht snd , ihre Eigenliebe intangeseh't und sich darüber verständigt,. jeden Angriff gemeinschaftlich zurückzuweisen. Aus alien Garnisonen Belgiens brechen die