1831 / 27 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

* * friÜernhejt erhalten“.

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und mit der innern Polizei, so wie mit Ur Auérxcbthaltung der Ruhe und guten Ordnung, zu beauftragen smé, orga-

nistren. _ , 6) Die Orqa11i1ation der Verwaltung der Wojewodschaf-

éten, Bezirke undGe-meinden soll auf demselben Fuße bTetbcn, ?

wo se sich vor der Empörung befand; dasselbe gilt für alle “direkte und imdirekte Steuern. 'Das Personale wirö beibehal- tsn, sobald es die oben im §. 4. aafgesührten Bedingungsn erfüllt. „Im entgegengeseßren Falle wird man neue Bchöxdet1_nach der Wahl der die Armee-Corps befehlenden Chéfs ei:;1ekxem. *Diese Wahl wird vorzugsweise auf diejenigen Jx-diviöucn fallen, die mit den erforderlichen Fähigkejtsn eine anexkannte Moralität verbinden und ihrem gesekzm Beweise von Treue gegeben "haben, "Man «wird alle diejéni- gen ausschließen, die aus irgend eine Waise an des Rcbeäion Theil genommen haben, sx) wie auch diejenigen, die mast) Dem Einmarsche der Russischen Truppen in' das Königreich in Liner gegen Die gesetzliche Ordnung gerichteten augcusxyeétxlickNn “Qp-pofitioa batvarren werden.

* " 7) .Die EigenthüMr von Ländereien und Häxxscrn, die in ihren Wöh-UUUZSÜ Mhig verblriben umd sich den oben aus- gesprochenen Bedingungen unterwerfen, sollen i:; a'iéen ÖHZ'N] Rechten "sowohl durch die Lokal-Bchörden als dux'cZ) dic Rn], sschen Truppen geschüßt wsrdeu. Wkdrigenfalls soxlen Die-

Güter aller derjenigen, die in den Reihen dex x'ebeUisclzen :

Truypenbeharren oder die ihnen von der unsesckzlichn Re,- gierUUg ertheilten Functionen aueh ferner beiöehals-sis, so wie endlicb-derjenigen, die auf eine offenbare WU?? an der Re- bellion „Theil genommen haben, unter Sequeßcr gssrellc werden. » Dies, ihrPolen, find die Grundsäsze, welche das BetraZen 'der Armee leiten werden, die- das hohe Vertrauen Sr. Kat- serl.“Kön.égl. Majestäc--_unter meinen Veché zu sicllen ,geruht hat. Ihr habt zu Wählen zwischen den Woßlthatcn, welche eine völUge Unterwerfung unter den “Willen unseres großm'üthigen Beherrschers euch noch verbürgk , und zwischen »dem Unglück, welches eiu eben so zwyckloser als hoffnungs- loserZuftand über, suck) bringen würde. Es gereizxxc mir zm: Ehre, daß ich „dazu berufen bin, euch diese. von den „edlen . “nd großm-Üthigen Intentionen des Kaisers und KÖ- Migs eingegebenen Beschlüsse kund zu rhun. Ich werde = Dieselben gewissenhaft zu e_rfüllen wissen, ich we!“de aber auch

Harknäckigkeitzu beskrafen wissen. ' ' Im Januar 1831. (gez) ?P-otnifäze'Krieger!

Es“ sind 25 Zasre her, seit Eater Vatgrxaud mitt-en uxn

ter“ "Kriegen , welche dUrch *die riesenhafren Plätie eines be“- rLühmten Eroberers' ..emzündcc waren, in den allgsmeinen Wand méc'verwickelc. wurde. Die“ oft erwcckce und immer xgetäuschte „offtxung einer 'iljusorisck)en Wiedergsburc [ck»?th Euch "zuGé ährte'n seines Glücks gemacht. Treu, wenn auch - Ung1üchlich, erwiederte! Ihr trügerische Vsrsprechungen durch Opferung Eures Blutes; es “grébtkcsn auch nöch so fernes * Land, 'das. nicht von dem“ Blute benetzt worDen wäre, Das Ihr für demGeschick; Eures'Vacsrlanch; fremde Interessen versprißtet.„ Dieses Geschick wurde endlich zu einer dUkÉ) große Ereignisse merkwürdigen'Epoche fsstgefteUt. “Nach Bc- endig'ung eines cwig denkwürdigen “Kampfes, in welchem „Rußland Euch unter den Feinden sah, idle es zu bek-Zmpfen hatte,]wollte'der Kaiser Alc'xander, unsterblichen Andenkens, nu-r'de'm. Orange seines großmüxbigen Herzens folg-zud, zu so vielenanderenAnsprücheti auf Ruhm “auch den hinzufügen, Euer'.Wied_erherskeller zu seyn. Polen erlau'sgte seéncthamen „wieder, unddie“ Polnische Armee erhéelc em neues Daseyn.

Alle „Elemente, des Glückes , der Ruhe und des" Gxdeihens

4:4“er wie“ durch“ ein Zauberwerk. zusammen, und funf «bn Jahre fortscbxxeitender Entwickelung beweisen heute- die kö; » = ße. deonhlthaten, welche Euer Land der värerlichn Sorg- falt des Souverains, der “es wiederhergeßeklt, so wie nichc minder de',“ beskändigen Fürsorge" des Monarchen; der sein Werk so „edel for'tselzte, zu verdanken“ hat., Polnisch: Krie- ger! Ss. Majestät der Kaiser und König glaubte an Eure dankbare Treue. Noch vor „kurzem ließ er Eurem Eifer und 'Eurer'.E“r„gche:1,heic mit Freuden Gerechtigkeit wid'crfahren. Das m_ustexhafte Benehmen aller Polnischen Offizéere ohne Ausnahme, die mit unse'rn Heerendie Beschwerden und „dsn Ruhm dcs" Türkischen Krieges theilten, hatte seine hohe Zu,- _ Wir. Alle nahmsn mit Vergnügen diese Wa-ffextbrüdéerschaft an,*die. ein noch Bano zwischen den Ruf- Äschetxund Polnischen Truppen wurde. Die schönstsn Hoff,- nungen gegénseitigex' Vortheile mußten fick) an “diesen“ Gedan-

äßégxn S-VUVLMM ? . . . . _ _ ' dtenen, nur einen A*U-genbl'ch dre Entjcbuldigung eines 1olchen

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; Scchdnes und Heiliges hat, begründet war. "

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ken knüpfen , der auf Allem, was die militairésche Ehre

*Diese Hoffnungen find grausam getäuschc worden. Eine Hand voll junger Leute, die nienzals die hohen Gefahren der chlachcen kannten, junge, Ojfiziere, die noch nie im Felde ware_n, ja Rekruten , erschüttercen" disTr-eue der Tapferen. Dieje sahen vor ihrem Re-heu das größte Verbrechen bege- ben, den M*ord ihrec Befehlshaber; ste vorhinderten die Em- pöyung_gegen ihren gcjekxmäßigen SOUVLMÉU nichr: Welche unglückxelige Blindheit, welche feige lejfixhrigkéit konnte Veseranen dazu verleiten, das größxe Verbrechen vollführen zu laffen_und such nach Blut dürstenden Haufen anzuschliez ßen. Wäre es möglich, daß dis Absicht, dem Vaterkmde zu

Verfahrems gexycsen sex-n konnte? Dieses Vacerland aber ist

' T* «.1, um EM) zu sagen, daß es sich seit lamger Zeit nicht so glücklich be; -

; fundenhac. Es hatte vieterlaugkund konnrsvon seiner" Treue und

! Beschwerden vorhanden waren ,

Der" Marschall Graf Djehitsch-Sabalxa_né€j. . „„ _ ' “- hegte, dem gelexjreten Tide cken" zu bleiben, und daß viele Am

* vondzr Aufrechthalkung der öffentlichenOrdnmxg Alles hoffem

Es sekzt Alles auf das Spéel, indsxm es M) in einen unglei-

; cier Kampf einlécht , indem es fiel) ZMA! eincn Souverain

empörr, Hksscn festem und energischsn Charakter es kennt, in- dem es emer Machr xroßt, dre man niemals ungestraft her.-

; ausfordexrte.

PoLrvische Krisger! Die Empörung will anf-C'ure Stir- neu den Flecken der Schande d-cücken; e:?tzéclx Euch einer soLcHen Schmach. Die Geschichte wird einst sagen, daß-Jhr, in der „Hoff-zmng, Eurem Vaterlande zu dienen, dem Manne c:“gevsn und Zecken gewesen seyd, derEuck) Alles versprach “und nichxs hielt. Soll fie etwa auch sagen, daß Ihk, mit Uu-Iank nnd Treuhruch de_m' Souvx'rain lohnend, der Euch großmürhig „Alles bewilligte , was Ihr zu hoffe» Lein Recswc harter, auf Euer Vaterkand neues Unglück und auf Enel) selbjk einen *unaustilgbar'cn Schimpf herabgezogen ()abt. Wenn einige so mnßter Ihr Vertrauen genug zu dem Charakc-sr ckunseres echabewen Souverains be- filzen, um Ihm Eure Klagex; auf geseßlécbem Wege““méc derjenigen Freixnüthégkeic darzUleßen, die wahre Krieger cka- rakcertsirt. Auch -ich, Polen, „führs die offene Sprache eines Soidaten; ich kannte nie :.:ine andere. Den Befehlen" mei- nes Souvcyains gehoxsam, wiederhole ich Euch in Seimem Sinne das, was Se-Tne Gnade Ens!) bereits in der Prosm- mation “oom 50:1: (17.) Dezember zuxéef. U:;ser erHak-ensr

“.Wir 'g«*rechrer und unbeugxamer StrenZe eins: vcrbrckkjrrische H-xrr [Zar mic isbkßafkek ZUfl't'chkMr Die Treue ßer (»;an

*kcicenöen Garde-Zägsr, dss_größcen Theéls der Garde-

Gce'xzaoixrx und d'or Fahnexzj-unöer der Kavallerie geschén. Er zwersekc mcht, daß der größte Theil der Truppen den Wuxxsxh

Z dsre nur von einem augenblicklichen EinDruck Hingerissen wmden.

' Mögen die- Emm wis dée Andsrn sick) beeikcxx, die Allerhöch-

sten in der Proclamation enthaltenen Befehle-zu voleixxW; wenn aber unvorhergesehene UmsräNde Euch“ nicht eklau'bten, den angedeuteten WSJ einzaßhlagen, “so erinnerc Euch we- rzigsren-z deim Herannahen der treuen Heere Mtsexs _«qsm-xin- :amen Souveraecxs, Eurer Pßécht Und Eurer Eide. D!? un- ter_ mexnen Befehlctxfikhen-den Truppen rückxn nicht als F::nde m das Königreich Polen ein; sie "l)ab-sn vielmehr die sthöne Bestimmung, d'ie O:?dnUng und das Gesexz w&dexhyrz z-usi'sllen; sie werden alle- Civkl- U::d 'Militaér .-P“-81'sx3nem, die zu Wer Pflicht zurückkehren, als BrÜ-Ier aufnehmen, abs.:r auch mir dem ONuthe Und der Stczndhascégkeit, dit: sie bei

*jeder Gelegenheit bewiesen haben, den WWEVÜ-ZUÖ. zu besie-

gen wisstn,“den etwa schießßcgeütmcé I)?ex1]c[)ct13u. leisten v-xr; suchen möchten, 1vélch».,'_, die Heéxégkei/r Mr EideUnd die Ge- setze der Ehre mit Füßen tretend, dée tHeuerken ZM-eressen ihres Vatexlandes ehrgeizigen und verkzrecherischen-PläUen- aufopfern.' , .,

An Euch insbesoixdere, die ich genmhwtwax «ls j'vürdige-é-Waß-

--feubrüder zn betrachien, Generale und Oßex'Fk-xn der Polni-

sche" Armee, Wende ich mich ,mit Vertranen. Kommcvon Nm momentanen erthums zurück, dem Ihr Euch überlassen haben könnr, daß kh? kckUrch Euer Anschléeßxx: an dio ReS-xll-x'n diesel,- ben zurückzubringen und Eurem Vaterlande zu dienen ver'möcbtec, vhny Eure Eide zu brechén. Die Erfahrung wird Euch enr- täu'M haben. Kehrt IU? Pßicht dek Treue „zurück, undIhr werdet dadurch in Euer Land das Glück zurüxkführen. “Die Gnade unseres erhabenen Herrn ist Euch bekannt,- LLHrt-also „zu ihm zurück. Bedenkt die ungeheure Vesantwortiichkexic, "'?le Ihr durch strafbare Hartnäxkégkeic auf Euch wälzen wrr et. _ ,

*" Schließt EUA) an Eure Waffenbrüder; zeigt, daß Ihr“ 110ch die Befehlshaber der Trupp-sn seyd, die Euer 'Soüve-

rain Eurer Ehre anvertraute. Ick) wiederi)ole„„es EUcbé-Ihk -

werdet als Brüder empfangen werden; es wird Each Vcr- gsssenheit des Geschehene» zugesichert. " Die unter“ meinem

th'ukké-M zu Eurer“ Pflicht seyn.

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B..,MxschmdeaTyt-Ppcn _werden die Abüclxten. unseres Sou- verözßz mit Loyaktt-It-Vouztr'hen, _und „der _Dané des der Ruhe wxedevgegebcnen V&xerlanwes ward e-in süßer Lohn für die Finden sich aber. unter Euch in Verbrechen abgehärtete Menschen, die nicht im Stande sind, fiel) der Großmutb anzuvertrauen, weil sie das hohx Gefühl, dem ste enchpriugt, nicht kennen, so Zereißen wir mit Ihnen jedxs Band milirairiscbcr Kameradschaft, und die allmäckzkége Hanxz Gottes, des Beschützers der gerechten Sache, wird au? ihre Häupcev die Strafe fallen lassen, die ihre Verbrechen verdécnen. Im Januar “1831. Uncerz.: der »“.Narschall' Graf Diebitsch-Sak3a1kansky.

“Frankreich.

Deputirten-Kmnmer. Sitzung vvm18Wa1Ja- nuar. Zu Anfang dieser Sißung verlas der Graf IultUs VN? Larochzxfoucaulö nachstehende, Tagss zuvok von ihm auf i'sas B::reau niédergekegte Propofition: „DHE-Théaxkr- Dirokxoken und sonstigen Eigentl)1'nner von SOaubühxxM, Dix:

solche Stx'L-cke anffr'xl)rcn wollen, worin Zeikgenoffexx Vorkom; ** men, mék-sscn zuvor dis Erlaubniß des Ministers des Znnekn ; zu verM-„mdekjn, so behaupte ich doch, daß die Mobi'xéar- dazu" einan; haben sie solches vor der Srßen Auffühmzxxg ? " des Stück» nicHt gethan", so vexlierxn fie ähr PrivMZiUm. Der Minxstyr dcs IUUET'U ist verbunden, ihnsn 14 Task; nach pfiichrigsn großen Bedrückungen preészugcben. dem C'ängauge dex an ihn gxrichteten Anträgs seine Exxxsch€ß ; dung zükonUNM zu lassen.“ Auf, die Bemchxkung Des Prä- ;

tdcntmt des Miniüer-RKtlxs, daß die RegMung Streiks am

fxolgetxden Tags einen Gex'elz-Entwurf über Das Theaterwesen vorlegen werde, vertagte indeß Herr von Larochefoucauw sei- nen Antrag. -- An der Tages:Hrdnung waren jetzt die Be- rathungen übe?! dn» von dem Obersten von Paixhans in An- trag gsbx'acxxtcn VÖikt' Zusakz-Axtikel zu dem Geselz-Enrwurfe én Betreff dss Tilgungs-Fonds. Der Zweck dieser Artikel war vor::ehx*nléch, dwjenige Summe, die von den, 80 Millio- nen. des Dotations-Fonds etwa noch übrig bleiben möchte, zu:- Zxxrückerstattung der“ den.Ehrenlegioms-Rittern gemachten Ge- hAltS-AÖZÜIE zn v-srwcnden. Hr." Paixl)ans erklärte inzwischen, daß er , im Vertrauen zu den guten Abfichten Des Minésts- ritmxs hinsichtlich der Mitglieder der Ehrenlegion, sein Amew dem-enr zurÜckk':crl)n1?. Hiernach blieb nur noch Übrig, Über den gssammxcw Geseß-Cntwurs in Betreff “des Tilgungs-Fonds abzuséémmew. DT? Annahme dsffelbsn erfolgte mit 220 Stim- msn gegen 32. -- Jetzt begann die allgemeine Diskusfion Über den Ges,*„kx.=E7'-t1v11rf wegen der Pzrsonal- und “Mobiliar- Sceger. .Hst'r (Innin-(Gridaine war der Meian, Daß der Entwmrs sick.) wsder in politischer noch in finanzielle? Be,- zishung rcchtferté9en lasse; 'die Persmml-Stsxxer set) Uichts als

_eine RemüniskMz. der ehemaligen Kopfüsusr, mithin Ut1Zerchk

nnd gesetzwidx'ég; ungevecbt, weil sie Iedsrmann, ohne Rück- sicht auf seineVckxxxögens-Umscände, in gleichem Maaße Dr_effe; geselzwédrig, weil der 2te Artikel der Cyarte ausdrücklich vage,

daß alle Franzosen ohne Unterschied im, Verhältnisse ih- ,

re6“Vektnöqens zu den Sxaatsxasten beitragen solltén; _ :* Habe den Vor1chlag, die Thür; und Fenster-Sceuer in eme

be:?scy, oDcr nxinDesteus gerechter sey os sonach, weUn man

d§e PersonU-Stsu-xk gänznch ein;“.zehen Kasse und dcn unerhcb- -

M)?" Betkag Okrselben zn_dcr OKobiliar-Steueß schlage, ob; gleich ane!) diese lexkzcere aufsek)lerl)afcenGrundlagen beruhe; am

.aljer nachcheilégstcn aber scheine ihm die AMW, diese SceUex;

ams eéu-er ZTTYML'ÜÜOUZ;Steuer, was ste bisher gewesen, zu einer Quotitätéi;Ske1Mr zu- machen, d. l)., sie durch die Regierung sslbs: von jedem Stsuerpflicbtigen einziehen zu lassen, statt wi? bisher: Mic den Orts-Behörden ein Abkommen in Pausch Und Bogen zu treffen; Mißbräuche, Unordnung und Schwic- rigksiren aller Art würden die Folgen dieses Systems seyn, dxs einerseits eine ungeheure Arbeit veranlassen würde, in- dem es dabei auf die Abschäßung ,von mehr als5 eMill. Wok)- tzungen ankäme, «nder-erseits aberxauck) den Steuerpflichtégen Mon aus dym Grunde mißfallen würde, weil sie sui) da- nach unmétcylbar von den Agenten des Fiskus taxirt sähsn; die Patqutsteugr sey eine sehr o_lte Quotitäts-Steuér; nichts- destowenrger verm-rlasse fie, bloß weil der Fiskus sie direkt er- hebe!) [“Me-„ zehntnal mehr Reclamationen als die Grund; , Perxonal- MW Mobiliar-Steuer zusammen. Der Oberst GV0UchV ZVR) gerade“ der entgegengesetzten Feinung und g'Lau'ÖW- BFU"; dee Mobiliar-Steuer, der man lieber den Na- men Mi?ltck?'?“st9lkek geben sollte, weit weniger zu Missbräuchen AUM"; IWM MODE- wenn sie eine „Quotltäts-, als wenn se eine RLPMÉI'k'ions-JSWUM sey.“ Der Baron Lepelletier d'Aul- naß Txeß sch xn exne ausfüh:léch,*e Erörterung des gesammr-cn dirxe-kken ScUMwN-ens seit dechvolution bis auf die: neueste Zetk ein; er radelt“: gleick-zfalls die Absicht der Regierung, eine

Steaer, die bésher von“ den General; und Bezirks-Coitseils, ,

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*, Ick glans nicht.

xnicht neu sey; -ihm bereits im April 1829 ein Cirkularschkeiben zu Gesicht

gjeichsam aks GeschwornemGerichten , auf „die 40,000;;'Ge-

--me-„n.d.en annk'xck-chs rxpartirt Words:); ;.hinxühro _von den 6

Millionen steuerpstichtégen Einwohnern selbst erheben zu las- sen. „Dée von der ReZierung beabfichkigte Aenderuvg“, äußerte der Redner am Schlusse seines Vortrages, „.,scheint mir dUt'chays kein geeignetes Mittel, .demjenigsn Einkommen, das Der Gxundsteuer „'nicht uvtxriiegr, ficheker als bishter bei- zukommen. Es wixd vielmehr sehr schwer seyn, die Steuern einzutretben, weäl fie mohr oder weniger auf der Wiükühe beruhen umd beständige Streitigkeiten zwischen den Sxeuerx pftichtigeu und den Agenten des Fiskus veranlassen “wird.

“Das unfxxl)lbarste Resultat derselben wird darin bestehen, daß ste

den Reclamacionen und Beschwerden über die Steucr-Erheber 32.11“ DWZ szxgclsgenen Zkit neue Nahrung giebt. Ist es aber wohl klug und vorsichrkig, fich ei-xxer solchen Gefaßr auszuseßen? Die Exfahrung lehrt uns hinlänglich, daß alls'Stsuern, dte auf Abschätzungen bxruhxn, mehr oder we- niger dem Jrrthum und der Wilikälst unterworéen smd, und

Daß diese nur dann Möglichst vermieden werden können, wem:

W Sxeucx von dem Ostsbeyörden selbst vertb»ilt wikd. Wenn Ic!) mic!) Jonack) aUch nicht der Abfuhr widerseße, die Perso-

zmlz, un-d dic Thüpc- und Fenster-Stener in Quocétäts-Steuern

Sterxoéx sicb zn einer solchen nicht würde machen lassen, ohne Umscr Finanz-Syxkem zu ve'cwirren und zugleich die Steuer- Aus diesen Gründen verwerfe ich die vorgeschlagene Aznécrung in Be- zug auf die Mobxliar-Steuer.“ Hr. Enouf stimmte unbe- dingt für die Anträge der Regierung und gab den Wunsch zu «kennen, daß man auch noch die GrundrSteuer zu einer Quotitäts-Stcuer machen möchte; es sey dies das einztge Mittel, der ungleichen Vertheilung der Steuern , woran Frankreich schon seit 40 Jahren leide, endlxch ein Ziel za setzen.“ Hr. Sappey erklärte, daß die Idee der Regierung als ONaire einer Land - Gemeinde sey

gekommen, wodnrch das damalige Pkénésterium die Mobiliar: Steuer in eine, Miethssteuer von1 Centime vom Franken angeordnet gehabt habe, -- eine Verfügung, die damals von wchreren Makros und Steuer-Einnchmern in solchem Grade gemißbilligc worden sey, daß sie sofortxhre Entlassung einga reicht hätten. Unterrichtet von diesem Oppoficions-Geiste, habe dekr Finanz-ONénister im Nov. 1829 den Präfekten den Be- fehkerchsilr, suits dieser Geist sch im Jahre 1830 erneuern sollte, alle“Steuer-Einnehmer abzusetzen und an deren Stelle a:“adc-re zu ernennen. Wenn, fügte der Redner hin n, ein solchsr Plan schon damals so große Unruh-n und .Besorgx nisse erregt habe, so lasse sich.jcht, wo derselbe in ein Gesch Verwandelc werden solle, nichts Besseres davon erwarten. Nie: mand werde in Abrede stellen können, daß Hr. v. Vélléle Qik! gewandter Staatsmann sey; doch habe er die vorgeschla- gens Maaßregel wegen der mit der Ausführung derselben verknx'xpsten ' großen Schwierigkeiten stets zurücngvi-eseu, und auch, Buonaparte, dem es gewiß sehr da-rum zu thun gewessn, die Staats-Einkünfre möglichst zu vermehrxn,

Quotitäts-“Steuer zu verwandeln, „verworfen. „DerPlan der Regierung,“ so schloß Herr Sappey, „würde, ftatt der bis: Hsrigen unglssichen Vertheilung ein Ende zu machen, Je in Den verschiedenen Gemeindcn durch die Abschäßuug jedes ein- zelnen SteUerpfléchtigen von Seiten der Agénten des Fiskus nur noch ermeln'en. Die Ausführung desselben würde um

- sere ganze Gesetzgeßung hinfichtlch) der direkten Besteuerung

in Verwirrung bringen; fix würde überdies in allen Klassen der Gesellschaft lebhafte Besorgnisse erregen, die Ortsbehör- den in der öffentlichen Meinung herabsetzen, die Steuerpflich- tigen in beständige Zwistigkeiten mit den Beamten der F1“- nanz-Verwaltuug verwickeln mid zuletzt , statt einer Mehr- Einnahm , vielleicht gar noch ein *Deficit darbieten. Aus allen dicken Gründen ßimme ich für die Verwerfung des Mauss.“ Herr Pacaillehielt zu Gunsten des Geseh-Ent- wurfes eine lange Rede, worin er die Meinung aussprach,

-. daß dievorgeschlagene Aenderung in der Erhebung derMobiliar;

Steuer ohne Zweifel den Ausfall dcckenwerdexderficb bei der Ge- tränk-Steuer zeige. Nachdem noch Hr. Voy er-d'Argenson fich gegen den Geseß-Entwuvf geäußert hatte, erklärte der Präsident, daß die Liste der zu Gunsten des "Entwurfes eingeschriebenen Redner erschöpft sey, und daß nur noch Red- ner wider denselben eingetragen wären. Hiernach bestieg noch Hr. Y, Falguerolles die Rednerbühne und hob in einem ausführlichen Vortrage die zahlreichen Nachthnle bev- vor, die, seiner Meinung nach, der Plan der Regierung Yar- biete. Am folgenden Tage sollte die Berarhung forrgx'jeßt werden. _Vor der Eröffnung derselben erwartete man eine