1831 / 47 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Wed, 16 Feb 1831 18:00:01 GMT) scan diff

* fkände bexchränkt, dic kn f

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Die Witterung ist ßéér in diesem Winter, selbst für dieses '

Klima, außerordentlich , und es giebt fast mehr schöne als Regentage. Dabei ist es so mild , daß das Thxrmometer (n der Nacht nie weniger als 5 Grad, am Tage aber zwischen 10 und 12 Grad Wärme gezeigt hat. » Dix Russische Fre- gaece „Fürstin Lowicz“, die den von Konstantinopel hierher brachte, liegt noch immer im hie,- ßgen Hafen. Sie wird aber nächstens nach Griechenland '“ zurücksegeln.

Türkei.

Ju extrem von der Allgem einen Zeitung mitgetheél- xen Schreiben aus Triest vom 1. Febr. heißt es: „In Smyrna ist man sehr besorgt wegen des Ausbruchs eines Europäischen Krieges und des vernichtenden Einflusses eines Cplchen auf den Handel jenes Plaßes. Dcr Pascha von Aegypten befindet sicb in großer Verlegenheit um Geld und suchc fich solches auf jede Weise zu verschaffen. Er schlägt jetzt: mancherjsi Artikel selbst unser dem Preis;? 106. -Die große Marine und die Unterwerfung Kandiens, dessen Grie-

chische Bevölkerung sich in einigen, Distrikxen noch mix“ C'nr- , -

schlossenhetr zUT Wehre setzt, erschöpfen seine »))?e'ttel.“ Vereinigte Staaten von Nord-Amertka,

Nachstehendes ist die Fortseßung der- gSstern abgebroche- [aen Botsckaft des Präsdenten: '

Unser Handel hax angeblich durch Portugies'éschc_Scheffc mehrere Verluste erlttten, xvas Veranlassung zu ungcxmxmtxn Vorstellungen“ uni? Ncclakmatconcn gegeben hat., Bis jetzt bm tch nicht im Best“!) htnlätx steher Aquunft über dtcse Angelegenhett

und kann daher über ! reNatur noch keine entschiedene Meinung"

abgeben; ich hoffe jedoch, diese Auskunft bald zu empfangen,und

es sollen keine geeignete Maaßrcgeln verabsäumt rverd'cn, um

unseren Mitbürgern jede rcchtmäßége Entschädigung auszuwirken. Beinahe im An -enhlicke'der Vertagung Ihrer levtanivun wurden mir zwe Bells kur Beßätigung vorgelegt; dteetne der- ele bezog séch auf ene von der Regierung zubewilligcnde „umme zur Erbauung von Leuchttbürmen, Leuchxbooten u. dgl., ferner zur Verbesserung von Hexfcn und Pcranftaltung von Mes: sun en; die anderx verlangte eme Autortsation zu Actien-Untex- zi nungen für dre Louisvtlle- und,Portlanx-Kanal-Compagyte. ck hatte bis zum Schluß der Stxung 'ntcht mehr Zeit, dzcsc

élls so in Erwägung zu stehen, wre-es ehre, Natmx und Weck)- tigkeit erforderte, und sah mrcl) gezxvungxn, sn: zu,.„dtesexxx Behqf ,urück zu behalten. Ießt benu e ech dee crße Gelegenhext, ste em Hause, von deux se„her ammcn, zsxrückzugcben, um den Gründen begleétct, _dte mech nach rciflrchr Ueberlcgung dazu nöthégten, ihnen meme Zustimmung zu versagen Daß dre Nc: kerung die Koffer: traZe, Welche durch die Ervauuxrg und Untxr- altnng von Leuckxtthurmen , Ségmxlcn u. s. w. m den Batep und Häfen der Vcremégtcn Staaten verursacht werden, um dxe Schéfffahrt gefahrlos und leecht zu machen, :| verfgffungSmäßtg und hat fortwährend ohne Unterbrechun oder Street stattgefun- den. Bei unehmcndcm_Handel hahen Zei) aux!) jene Kostetz er- höht, und Sehr wahrscheznlichex Wctse wchn tte 'zu Zcxtcn ub'ex- »tréebcn und unverhältntßmäßeg „groß. Dre örtlechchn Vorthctlc, die aus der “Verwendung bffentle er„Gclder entsprtngcn, Laser: befüuchten , daß ma,n ste u oeft fur Wgenftäyde fordern durfte, die wedernothwrndeg no nxcßlxxh „smd, Dre *Zahl dfcr Leucht- tbürme .B- dermalen schon sehr bedeutend,__und dre vox mir liegende Bill verlangt noch 5x mehr. Nach zuvexläsrtganrkuydtgun- en, die :ck xingczogen, muß tch glauben,„daß dee Regteruyg tn thren Fus aben fur dieseGegenstände früherntcht nur sehr wcntg hauZhäl- 'erésch war, sondern auch, daß_durch Vermehrung der Lcuchtthurxnc und VerÉnderung der Feyer dte Schifffahrt, unstchcrer geworden tü- In di'eser sowohl alß M jeder andern Hinstcht ist es unsxre Scheuk- digkeit, ane unnöthtge Ausgahen ku vermeiden und dte Bxgun- fügung von Einrtchtungen, „dre :: cht von der Gesammthctt der Staatxn erbeischt werden, mcbt noch weiter auszudxhncn; Was die Bal betrifft, in welcher man meine Autortsanon perlangt, um in allen Staaten der Union Unterzeichnungen für dte Kanal-

Géseüséaften in Louisville und Portland cénzusammeln, so hq-f

ben Er ghrun und “Fiche Ueeberlegung mi? von der Unzweck- Mäßigxett socher Mag regeln uber engt. A e zum all ememen Beßen Dienen ; Verbesserun “en so ten allen unseren M tbürgern unbelastet zur Benutzungyfén .fkehep. Die Gewohnhkxt, Regie- rungs-xngele enheiten met enen“ e_tnzelnex Staaten oder Perso- nen zu vermi chen , vxrträgt sci) 11,th met unserer Verwaltung unh ist höchst unpoléttsck). Eine erfo greiche Thätigkeißdes deeß ratey-Syftems „kann. nur erhalten werden, wenn man src!) auf dre wemgcn und et_nfachen„_awécwohl immer noch wichtigen, Gegen- etnem urprüngléchen Zwecke lie en. ches an_ ere Verfahren das man. tch erlauben würde, mußte zuleyt„durch Verschmeézunch der General- Verwaltuniq met der Verwaltung „der: emzelnen * taaten, die ursprünglich mmer ge- trennt vor; emander gehalten werden sollten, den Charakter un- serer Re terung verändern. Es leucbtct mir nicht ein, wie Bills, die derg eichcn Unterzeichnun en autorisfr'en, anders bctrachtek werden'kßnncn, als kur Rubrk der Staats-Einnahmen gehörig vnd „folgltch den in olchen Fällen von der Verfaffung'vorgcschrée- Wncn-cheln unterworfen. Wodas Interesse der Regierung

Herrn von Ribeaupierre.

bei Privax-Unterwamun en dem vvn einzelnen Persoycu unter- cordnct tß, dg csi dre „* enyßunZ und die Kontrolle etnes Thel- es der dffentlechxn (Helder tn H nden einer der Verfassung un- bekannten Autoyttät und per Over-Aufsicht unserer Konsiétue-nten ent ogen; hat hzngcgcn. dte Regierung ein überwiegendcs Inte- re e, [o sehen nch thxe Beamten und Agenten immerwährenden Vorwürfen von Bcgupüt “ungen und Bcdrückungen auszzescßt. Unmtttelbarer NachthctY ur das öffentltche Interesse, oder eine Entfremduztg- der Zunctgung und Achtung cines Theiles der Natzon, durften daher, verbunden mn dem "allgemeinen Miß- xredtt, der noxhwendtg erzeygt werdet; „muß, wenn die Regierung kemctnsam mat thxenKonüttucntcn stcl) in Gcldspxculationen ein- äßt, dec wahrschctylechcn Resulxate solchcr Vervtndungen seyn. Drescx Entwurf wcrd dadu_rch_mcht beantwortet, wenn man sagt,- daß eme beschrankte Autortsatcon von,dergleichen Unternehmun- gen so große Ncsuxtate xticht hervorbrmgen könne, indem uns bei anderen Gexegcn eaten dee Erfahrung, deren Winke wir nicht un- bxachtct lasxn d::erfxn, dgraulf hmweéü, daß, wenn diesen Auto- rtsattoncnenxclxot volltg Ecnhat gethan wkrd, es bald unmögléch werd/enxurxte, ihrer Anhäufung und den daraus cntsiehenden nachthetltgen Folge:) vorzubxugen. Dix Macht, .,welche ,die Ge- nexal-Verwaltzung tn den cxnzexncxx S*kaaten dadurch erwerben mußte,. daß fix „Haupt-Acttonatr tx: Compa néecn verschiedener Art wurde, bx: jedem Kanal uni) bee jeder c ne Strecke von 60 oder 104) TMZtlcU' e_mnchmendcn Landstraße die Kontrolle führte upd verhaltmßmaßtgcn Emßuß auf dte Wahlen crhéexte, ist fast ntchx zu berzchrzcn un? mecner Anscht nach den Freiheiten der Natron gcfahrltch. Fur das Inktcrcffe der Nation würde gewiß tmmcr besser gesorgt werdexx, wenn man allen dergleichen indi- rekten Man rxgcln, um rwa“t-Unternchmungcn zn yntxrstüyen, entsagcn wurde. - Ich in es der Sprache der Aufrtchttgkcét so-

= wohl, als meinem eigenen Gefühl schuldig, bei dieser Gelegenhrit

das Widersarevcn' auszusprechen, Das" ich_ jcdeIcit' empfinden muß, wenn von Ausubung des “der „eekytwem. ewat unbestreitbar „kukommcyden Rechtes„die Rede 1 , 1,91“: Etnwjlltgun zu vorge- egten Btlls zu verweetgern, xnsofern ech nämltch dÄes Verwei- gern auf andere Grunde skuyt, als auf das Uncox étutéotmelle „derscxben, Ich wtll zugeben, d_aß_ man fich diefes Rechtes nur mwrchktgen Fällen bcdexnen durse und daß die Ausübung des- fxlben nur dann den Betfal] der Nation“ xrwarten könne, wenn _dte Verfassung Gefahr läuft, beetnträchtegx zu werden. Den vorltcgcndcn Fgll nun„ halxe ich, für emen solchen. c“'n- dem ich bei_ dtxsex Gelegenheit *MJe zarte und der höch7§en Verantwortxtchkeet unterworfeye Pßtcht erfülle , süße fck mich auf das“ Betspiel mehrxrcr memer Yoxgänger und auf die Ueber- zeugu-ng, daß , wcnn ltbergle Insittuttonen dic Anmaßungen der an'sühcndcn Gewalt; zu fnrchten habxn , es doch nicht der “Fall bet ctthr Gclegcnhettßyn kxsnn, wze die dcrmalége kü, wv die Autorttät sach sexbü .dte Ausubnng cmer Gewalt versa t, vermit- telst welchx'r ste steh emen ausgebreiteten Emüuß vcrscha cn könnte. Ncchk germge Beruhtgung gewährt, mir übrigens der Gedanke, daß, wenn :ck das“ Jnterxsse und du: mescbe der Nation miß- versianden „haben sollte, dre VCÜfÜffUngdte Mittel darbietct, mei- nen ctwamgen Jrrthum durch Erwähxung einer andern Person an Werner Stelle , deren Ansccbtcn mct dextcn der Nation über- eim'I'tmmcn, zn verbeffcrm. Ich hoffe inzwrschen, das allgemeine Jntcresc gegen allen Nachthetl zu schützen , wenn ich diejenigen dffenürchcn Gelder“, déc sonß zu andern Zwecken benutzt werden köxmten, zu dem furluns wechtégsken Gegenstande, nämlich zmr Dr! an;» unserer Natzonal-Schuld, verwende und zugleich Vor- schl gegaache, um dtese Ttlgung beffcr als bisher zrx bewn'kcn. - Mtt der „tiefsten Ucberzeugung vo_n der Wéchtigkctt des Ge- enstandes, mcht nur M Bezug atxf dxe allgemeine Wohlfahrt d-ss andes, sonders? auch_ auf dre Feütgkctt des Föderatév-Sysiems,

,kann ich nicht umhin, mich der Hoffnung zu überlassen, daß aUe

ante Bükger, denen es darum zu thun isi, unsere Pölkttsch4kn

. Einrichtungen in gemeinsamer Uebereinüémmung fortblühcn „xu

sehen, alle Prévat-Nückséchten beseitigxn und ihre ernstlichsten Axa- ürengungen vereint on werden, um gruen allgemeinen Grandsaß aufzustellen, dcr Ha kn telt, hmstchxltch bffentléchcr Verbr. erun- gen den allgememen aßen, so veel als mögltch zu: bef rdern und xcdcn Grund zur Unzufrtedcnheét einzelner Staaten aus dem

Wege zu räumen. Daß die Interessen der einzelnen Staaten, aus denen-

dße Union beüeht, vxrscht'eden snd, kann nicht abgeläugnet werdcn; dtese ays Lage;, Klstma, vaölkcrung und Jndustrke entsprt'm ende VersckztxHenhetx wcrd üvrt ens der Natur der ,Dmge „nach" urch geégensette ; Exfersucht grö cr dargestellx, als ste wirkltcb ist. _Es w rd mit, M Htc 'Mitcht derer, denen dee Lettung des Ganzen an- vertraut :|, dae, , widerstrebcndcn Jntercffcn, o vic"! cs thun- lich/ zu neutraltstren und wohlthätég für das A gememe zu ma- chen. Aus" unbestreitbaren Thatsachen geht hervor, daß frühere",

auf den in Rede stehenden Gegenstand sich beziehende Maaßre-

geln per Regierung nicht diesen Zweck erreichten; diesc bewilligte nämltxi) nher 5 Millionen Dollars, zu innerßn Verbxffcru'ngen und verthetlte ste schr unverhältnißmäßt? untcr dee yerscbtedcnen Staa- ten. Dchetrag der thetls vorgesch agenxn, thetls schonbegonnenen Verbesserungen kann aufmchr als 96 Mtlltoncn Do'llars angeschla- g?" werdey; atze!) bei diesen war eine verhältnéßch'ße e Bcrthcelung ntcht hinlangltcl) berücksichtigt und dadurch ein retcl) éxher Stoffzur _Aufrcxtzung der einzelnen Staaten gegen einander geliefert _worden. Es [regt beständig vor “unseren Augen, daß dex große Erker für tnnere Verbesserungen und die Neigung, öffentlecbe Gcldcr zu .die- sem Zweck zu verschwenden, von Leuten ausgehen, dre nach Macht

ffrcbcn und sich «mf diese Weise bei dem Volke beliebt machen;

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wollen. Würde es etwa befremdend seyn, wenn unter solchen Umßändcn und in Zeiten, xoßcr Aufregung dje Bewegunger-nde zu derglekchen Geldbcwx tgungen vtzn Settxn der Regierung néchtRmkt dem _all emctnen Bcsteßn uberemütmmtenJ Wer die Andeutungen, dre olche Besorgntse rechtfeytigen , ntcht in der Vergangenheit erkannte, isi, glückltchcr tn sctxtcn Beobachtungen der dffcntlcchen Angelcgcnhccten, gcwcscjn, als tck) es war. Meiner Meinung nach kann hter nur eme radtkalc Veränderung in dem Verfahren der chteryng de„m Uebel abhclfetx. Ick) hab?,es zu diesem Bchuf für Meme Pfitcht Zehaltcn , dte Annahme trgctxd cines “Planes anzucmpfehlen, um crx Ueberschuß der Gelder, dxe einü nach Abtragupg der öffctxrltchchSchuld 1“:er ble:- ben dürften, unter dtc Staaten nach Verhaltntß dcr Zah ihrer Repräsentanten zu inneren Vcrbcffxrungetx zu vexthcilcn, In meiner vorjährégcn Bothhaft gab tck) xnctne „Meenung zu ex- kennen, daß eén dcn Wunsxhcn der Natron, entsprcxhcndcr Tartf, für die nächßen Zeiten wentgüens, der Re terunJ emen bctxächt- lichen Ucberschuß im Schatz nachlassen Muffe, :;“clxhabc scrtdcm keinen Grund gehabt, dtcse Metnqng “zu änchxxr, veclmchr drgn- gen séch mir viele Gründe auf, tyre sxe bc'krastegxexx. Geschteht Das, was «ck erwarte, somuß stel) crx htnläughchcr Fonds bel- „den, ummeincn neuen Plan tn Aquuhrungbrmgen zu„könn„en. Daß übrigens die Verthetluyg der Gelder, dre demgemäß zu m- neren Verbesserungen bei Sette gelegt werdcy, am zwecckmäßigstcn Unter der Leitung der xinzelttetx Staaten erfolgen warde, rzntcr- Iléegt wohl keinem Zweefel. Dtcser Gegenstand Myst srck) ).edycix zu künftigen [cidcnschaftkoscn Verhandlungßn. xtc Schwtcrtg: keiten, die stch der Llusführung metnes Vqrxchlagcs cntgcgcnsicl- len könnten, bieten kctncn Grund dar, th'tt mcht versuchxnzu wollen. Auch die Urheber unserer; Verfassung hatten Schxvtertg- keiten, und zwar viel größere u uberwmdcn, uxtd haben ste über:- wunden. Damaks war das, Ncszltlxat der von der tnmgen Uebcrzcu- gung der Wichtigkeit der Umon qcßlcxtcten Vaterlgndsltch ch Volkes: gegenseitiges Nach eben und Maßtgung. Ist dtc Amcrtkamsche Na- tion néchtcntartet, ?o muß auch jchtdas _nänzltchc Resultat siattßnden, sobald die Er ahrung dec Nothwcndc kctt darthux, zu dcnsclbcn Mitteln zu chreéten, um das Wey unserer Vaxer aufrecht zu erhalten. Es sieht mcht in meyschltchcx Macht, em R-thcrungs- System, wie" das unsrige, oder trgxnd etn_ an_derchs zu helden, das auf Staaten, wie die unsrigen, gletchmäßeg emxvtrkcn sollte,; auch isi Ungleichmäßk keit nicht cmmer Ungerechti kext. Jeder ctnzclne Staat dar:? nith fordern, daß die Man regeln der Gencrgl- Verwaltung eradc seinen besonderen (“ntercß'en entsprechen mus- “fen. Die Ut“ achen, die dem entge en ehen, sup m 13th Naitur -aller Dinge zu suchen, und können urch menschltchc Krafte, mcht völlig aus dem Wege _eräumtowerdeen. Daher wrrd gegenseitege Nachscht cine uncrläß tche Pfltcbyfur "Alle, und es tft ntcht'_zu -erwarten, daß man verhältnrßmäßtjg unbcédeutcnde Opfer scheucy “werde, um Rechte aufrecht zu erha ten, fur deren Ertan ung dre Bewohner anderchheélx der Erde vergebens ,durch Str, me vqn “Blut- gewatct sind. Dee Bahn, auf der wxr vorschrcttcn, M eine Kchere Bahn, Wenn wer tbr gctrctx bletbcn. Exgc'btemg tn den verfassungsmäßig ausgesprycbeycn erchz dcr, Maxoytht und eine von Mäßigung, Gcrecbttgkctt und_bruderltchcr Gcsmnung «elcitctc Voll éehun'g„dicses Wiklcns_111uß dcr Unton eenc uner- schüttcrliche auer stehcrn. WtrgnnffenHoffcn, das; das" nnvcr- kennbax'e Interesse unseres" gemetnscl)_aftlcchcn Vaterlqndcs und eine wahrhaft aufgeklärte Vaterlandsltcbx dem gllgcxnctncn Strzc: den diese Richtung geben werden. Ucbrtgcns läßx dtc Natur dec: ses Gegenstandes keinen Platx zn, gegen den srchqntcht,etwas einwendkn ließe. Der seit etmger Zett hcfolgtc m dex xchlcch- “teste, den es geben kann, und jeder Schrttt, Her ZU' scmcr Ver: .Hefferung führt, verdient Ihre höchste Aufmerkmm cct. (Fortseßung folgt.)

Inland.

- Berlin, 15. Febr. AusDanzig meldet mgn: Sehr er- sfpeulich fwd die orbsssvitce, welche das Schulwejen im 'vonZ. m Elbing gema ,t hat, und zwar verdienen „die diesfälligen Bestrebungen der dasigen Kommune mit thficht auf die “schwierigen Zeitverhälrnisse um so mehr: Anerkennuyg. SVC “wohl für die Vermehrung, “als für dre zweckmßßtgere Ein- “rlchtung 'der schonvorhandenenSchul-Anstalcen, »| mit rühm;

lichem Eifer wirksam Sorge getragen worden." Die Verbes- serungen haben sich, wie auf das evangeluche, so auch *auF das katholische Schulwesen erstreckt. Man hat die Skiftung einer deutlichen Arbeitsschule begonnen, die “Elemenkay-Schule .f :* Mädchen mit Nutzen erweitert, für dle verwahrloste Jugend durch Einrichtungen in verschiedenen Anstalten gesorgt, den wohlthäcigen Plan einer Sonntags,- “schule zur Reife gebracht; ferner hat man Vereine gebildet,

“unn dem Bedürfniß der Bekleidung armex'schulfähéger Kinder _

abzuhelfen; auch“ ist es,*durch Stiftung von 350 Fréisteüen “möglich gemacht worden, daß die Kinder urwermögender Ael- tern die. Schule unentgeltlich besuchen können. '

--*- Als rühmliche Beispiele von Religiosität im Stral- sunder Bezirk verdient erwähnt zu nyrden, daß di? Einge- Pfarrtcn des Kirchspiels Lassan 519 Rthlr. 13 Sgr. frei.- willége Beiträgc zusammengebrachkhaben,

um für diksc.

Summe mit Hülfe der Ersparnisse der Kirchenka e eine Orgel für die „Kirche zu Lassan anzuschaffen, und si?aß der Schukze Mäsebeck zu Conerow und dessen Frau der Kirche zu Wusterhuje am ersten Weihnachtsfeéextage eine sehr kost,- bare roth sammecne mic ächten goldenen Frangen besetzte Alcardecke und eine grün sammetne eben so verzierte Pult- deche geschenkt haben. . .

"" Im Regierungs-Bezirk Stralsund smd während des Jahres 1830, und zwar vom Monat April an bis zum Schlusse des Monats Dezember, 41,876 WisPel Getreide verkehiedencr Ark, worunter über 16,800 Wéspel Weizen befindlich war.?" , theils seewärts, theils durch die Binnen- gewässer Verschiffc worden. Zu den 49 Salzereéen des Be- zérks wurde:; im verflossencn Jahre 9446 Tonnen Heringe, 5575 Tonnen :n-xhr als im Jahre 1829, gesalzen.

- Bei Gelegenhsét Der vor kurzem erfoLgcen Einwei- hung der meu erbauten evangelischen Kirche in der Stadt Schmicgel (Reg. Bez. Possn) hat fich ein Verein der beiden christlichxx'x Konfessons-Verwandten zu dem Zwecke gebildek, eine Anstalt für Waisenkinder zu stiften.

Am 10xen d. M. ist, Nachrichten aus Köln zufolge, die Rheittbrücks 'v-or jener Stadt wéeder aufgefahren worden. HißoréW-c Paxallelen und Zeécstimmcn, Belgien

und die Belgier betreffend.

Bei Beurrheélung dcr Begebenheiten in den Niederlan- den und der Verhältnisse zwischen Belgien und Holland, zwischen „Dynastie und Nation, haben njchr selten wesentliche erthümer dadurch steh eingeschlichen, daß man die alten Zeiten und Bezeéchnungen durchaus nicht gekannt,; den Cha- rakter und die Stimmung, der Belgier namentlich, aus frü- heren Periode:: nichr gehörig gewürdigt und namentiich der Idee Raum vcrstactet zu haben scheint, als hätten Leßtere in früherer Zeit eine selbstständige Nation gebildet, welche nach,- maks unterdrückt, erobert und vermöge des Eroberungs- rechtes an die Holländer, somit in einen neuen Zustand von Un; terdrückung, gekommen s eyen. Diejenigen Individuen, welche die- ser Idee huldigen, müssen entweder die Geschichte des Volkes gar nie studirc haben, oder vielmehr fie affekcicen völlige Unwis- senheit von Dingen, die durchaus zu unbefangener Würdi- gung der Geschichte de§ Tages gehören, da die Gegenwart, sowohl was den fakci1chen als rechtlichen Bestand betrifft, aus der Vcrgangenheét nothwendig erklärt werden muß.

Die Belgier haben, wie die Holländer, eine Reihe von geschi tléchen Verwandlungen durchgegangen, ohne jemals eine ation gewesen zu seyn; der Beweis dafür läßt sich von Cäsar's Zeiten bis auf Van de Weyer nachliefern. Wäre der Gegsnbeweis möglich, so würde dies für ihre Re- volution eincn günstigeren »))?aaßsrab zur Beurtheilung ihrer Legalétäk odcr Cncschuldbarkcit darreicyen; aber leider bleibt er durch alle Thatsachen im Zusammenhang, wie im Einzel,- ncn, verspcrxt. Wir finder: bis zur Burgundischen Periode bloß eKnchnc Herzögrhümcr, Grafschaften, Herrschaften, Städts, mir cmer Unzahl" von Privilegien und Rechtcn,

' vox; Anmaßungcn und Reclamationen, bald wechselseiti ge,-

gen einander selbst, bald von den Unterthancn und Va allen gegen die Herrscher, bald von Herrschern und Vasallen ge; gen die Kaiser und den Reichsverband, zu dem fie gehörten, ausgeübt. Nicht einmal der Kollektiv-Begriff eines Belgischen Volkes finder fich bis zu Ende des 15ten Jahrhunderts irgendwo ausgesprochen; die Idee einer Bel- gischen Nation, als solcher,- fehlt ganz; eben so wenig stellt fich ein solcher auch im Norden dar; aber, früher, als in Belgien, ward doch bei Holländern, Seeuwen und Frie- sen das Gefühl vorherrschend, daß sie einen Bruder-Bund, dem Auslande gegenüber, bildeten, und die glorreichen Erin- nerungen au die alten Kämpfe und Unte'rnehmun "en der Bataver weckten schon in früherer Zeit - eine Irc * *Na- téonalität. Alle Geschichtschreiber früherer und "späterer Zeit simmen darin überein, daß es niemals ein'e-_Wlk_er- schaft 'von unruhigerem, ,ungestümey'em „uud cumulkt-tebxnde- rem Geiste gegeben, gls die Balgter tm engerey Sinne. Sie zeigten fich mit keinem Zustand der Dinge jemals zu; frieden, mit einem guten, so wentg als mix einem schlechten, und merkwürdig genug, mißhandeltet) ste dte Guten am mer- sken, und-»-die Schlechten imponirten rhnen am fichersteu. In

“keiner andern Volksgeschtchte findet fiel) eine so frühe und

uugeinesset'tc Ausdehnung von individueller Freiheit, undéu keiner ein so unmäßiger und unzähmbarer _Mißbrauck) der- selben, also zwar, daß namentlich durcb dte „Annalen und Rechtsgeschichte „der Flandrischen uny Wallonxschen S_tädte dargethan werden kann, ,wie. wemg tür dryHerrjchaft ciner wohlvsrstandenen Freiherr, emer geseßlcxhetx Ord- mmg und eines festen Kultur-Zustandes dec_ Dsmo-