1831 / 49 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Fri, 18 Feb 1831 18:00:01 GMT) scan diff

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. tion, sind sch somit wieder gleichgxffellt, und keine hat, wie dies auch die Gerechtigkeit erfordert, emen Vorzug v,or der andere:). Gewinnt der Angeklagte auch dahurch, daß 1: cmcr Verurthex- lung nur zwölf Geschworne nbtht snd, fo md doch auch zwdtf nöthig, um zu absolvtrcn, währen nqck) dem neuen Fraylzbfimxen Gesetze vier Geschworne zu emem frctsvxechcndcn Urthet e gemx- gen. Die Engländer, welche sert so yeclen Ighrhundcrten dte reine Institution des Ge chwormn-Gcrecbts besaßen, haben, trox aller anderen veralxetqn ei aben, itz dxr cxforpcrltchcn Unant- métät das allein Rechtega, 0“ abcr Etnsttmnztgkctx dcr Geschwor- nen erforderkécl), so muß ck?er gegenüber kxtn Rechtcr-Kollegtuxn das Gesetz amvenden, sondern uyr ern Rtchter. Denn dgs_d1c Strafe bestimmende Gesetz sollgncbt perwrckelt, sondern ernsack) seyn, und, ihm cntsprrcht die' Emzclhctt des Richters; Alle Ver- schicdenbcxt, Mxmmgjaltégkett und alle_Erwägung fallt dcn Gx- schwornen anhetm; te sojllcn nicht allem das" Rexhr haben , exn spezielles Vcrdtkt zu erihctlcn, sondern „dre Beurtheilung, ob Mtl- derungs-Gründe vorhanden smd, fleht thnen und“ nécbt dcm Mch- ter zu. Es gehört zu dctx g1*ößt_en Fehlern des ncuxn Französ- schcn Gcseß-Entwurch dtcsc Milderung»Gründe. 11th von den Gcscbwornen aussprechen zu lassen. Dadurch es? der Richter den-

noch in das Bereich des Facté qczogcn; Nie Strafe und t'hreAn-1

wendung ist nicht mehr etwas" Einfaches, sondyrn wird durch Hie Anschauung dchhatsache modißcért'.,chn auch reichtdas“ Arbitratrc

anz und gar aus den Straf-Bcünmnungcn genommenywerdxn nn, so M die zu große Brcikc hicrin vcrdcrvlécl); “1:6 werd mcéfthin dadurch bedéngt, daß ctwanégc Milderungsgründc den

Richter bcfiimmcn sollen,; werdcn „diese aber von dkn Geschwor- , nen ausgesprochen, so wrrd der Rechter zu dem, was er seyn wa, .

zudem einfachen Or ane des Gesetzes, pas in dieser scim'r Eiy: facbhcét am würdtqmn durch emen Emzchéclzter rcpxäsenxtrt wird. Der Franzöüsclx Entwurf hgt bloßgcfz'thlt, daß ern Rech; ter-Kolle kam der Jury gegenüber cen Undmg n'y, abjcr er hat, wee bei den eschwornxn, durch Veräußerung des“ Numechhen zu hel- fen gcsucht und hter durch Vcrmtnderung dcr Nackzxcr-Anzahl u bewirken geglaubt, was er dort durch exme erforderleche größere !»?ajorität hcryorbringen wollxc. Dre: Rechter stxllcn aber ketxrcn anderen Begrtff wie fünf Rtechter dar , urxd so lange man nccht auf den Einzel - Richter zuruckkommt, wrrd mgn so wenig das Richté e hach, als man bei den eschwornen dre Wahrhett au- ßerbal der Emskemmigkcit „suchen arf. ' . .

Vergleicht man nun mrt dem eben Ausgefuhrten pee erband- lungen in der Deputtrtcn-Kammer, so kann man mehr laugnen, daß, wie von den Talepten der einzelnén Redner mcht anders zu erwarten war, viel Gctüreichcs „und Wahrxs für und gcgen den Entwurf csagt worden ist. Dte Unancmrtät dcr Geschworncn,

die Einri tung des Einzcl-Réchtcrs hat ihre Vertbeidiger gehabt..

Die Schwächen dcs" Vorschlags, sein Nutzen sind an den Tag gelt t und von geschickten chnern aufgedxckt un_d hervorgehojbcn wor en; abev es schien mir an _eénxm Wscnmttscfcht Ergretfen der Lehre zu fehlen, wodurch allem „dee „Nothchdtgkctt ,er Umz- nimität mrt der anderen Nothwemdtgkctt des Ettxle-Rta)ters tn Zusammenhang gebracht wwd; man gmg bloß angrcxfend und ver- theidigcnd, nicht erbaucnd zu Werke, und von allen Amendcmcnts “T| unsireétég das Nickßssagcndstr. Langcnommen wordcxt, das nämlich der erforderléchcn Major'etat von 9 ;;. WnZwol- len die hervorsicchcndstcn Mexnungen nzußcrn. Hcrr dexonc- Barrot vertheidé t den Thctl dcs" T(chchcs, *.*-ck von Verwende- rung der Richterza [handelt, hauptsaxbltck) damn, daß das R_ccl)t, über Leben und qu zu urthcklen, zu , m_clen Memcan anvertraut sey, daß kern Grund vorhanden, sey, wech cn „mcht in einem Kriminalgxrtchtc xben so" gut, wxc tn cmcm Ctvi erzchxe, drei Richter cntschctdcn durftxn, daß, dre Zahl ferf wi kuxltch sey, daß man die Verantwortltchkeit e*tncs jeden Ntchters erhöhen

müffc, was besser bei dreien, als bei fünf Richtern, geschehe, Troy .

dem erkläre ex sick) gcgen dcn Einz-cl-Néchter, bei dem ja diese Ver- antwortlichkett tt) verftärktem Grade cxntret'c, wetl diescr komen habe, der ihxn wtdcrsprecyen könne. Dtcse Verthcédégungsgründe sind alle g'letch schlcxht; “wcnn eme mm„dere Anzahl Richter beffxr ifi, warum nicht lexbcr „einer, als „drew, liegt in dcr Mdgléchkeet des Widerspruches dte Stärke, so T| unter fünf Richtern poch mehr Hoffnun dazu, wre unt„er drctew Dieser „Beweis scbettert überhaupt axt cr Unmöglichkctt, daxzuxhun, daß die Zahl „drci hier nicht daffelbt e sey, was die Zahl fu,nf gewährt; cs verbindet sch mit beiden ahlcn nichts Qualitateves, ynd deswegen hat Herr !lmilhau in einer ehr bewYten und ctndrin lichcn Gegenrede anz Naht, wx-nnkr nz fünf . ichtern weit me 1: Garautieen als

- kt: dreien seht; wenigüens rvuyde es schrver halten, auch hier das egentbeél darz-uthun. Daß dxe Vermitxdcrung ,der Rühter dazu hren müßte,.die Bxurthe [un der Mtlderunlgsgründe den Ge- waynen zu uberwetsen, entw ckelt Herr Ami hau sehr gut, ob- :xichxer sich auch gegen diese Ueberweisung wéc g en eme Ver- ichtmck des Gefehwornengerichts erklärt, während ck zur ei ent- liehen Jusbildun deffelbcn gehört. Herr „Guékot hat mit einer gij*hnléchen Ge üeskraft, die, ihm in dee Pr ncipicn der Dinge „einzu-dxéngen erlaubt, allerdings Yie Nothwcndégkeét eines Einzel- , Njcßters dcn Gesckywornen gegenuber verthcédi'gt und'das Wider- “,lixbe eines Rechter-Kollegéums, welches den Geschwornen alles “K_nfehen nimmt, dargcthanz aber ex glaubx, daß es cin Schritt zu d-ccsem Ziele sey , wenn statt funf Rechter, bloß. drci das *Liollegixxm _ ausmachen, als wenn mehr hier wieder eine ehrhctt wcwc, und' als ob dadurch irgend das Prén-

“Gedruckt bei A. W. Hayn.

cip des Emul-Richters anerkannt sey. Nicht besser isi es der „Unanimxtät der Geschwornen gegangen. Herr Dumont Saxnt-Pyteß Herlancgt fie , abcr Herr Barthe widersetzt fich ehr, wecl ße eme Luge sey , und weil die Geschgebu'ng, die se vcxlangt, eme Unwahrhxat verlange. Diese Anficht iii gan matertell. Es persieht stch voxt sclbsY, _daß die Geschwornen, mz

da, wo Uyantmqät vxrlangt rpn'd, movt gleich einig seyn werden; aber se xollerx stck) etnégcn, dre K_ärkcrc Meinung soll die se reichc L“)".- und wtrd es auch wohl 1eyn. Dix Geschwornen önnen uvxegcns untcr sch atzsmaclxcn, _daß dxc Mtnorétät dcr Majorität hetfagcn solle, pur mussct) tte mxht mtt diescr unverdautcn Ma- matat und Menoritäx werder betm Aus'spruche des Verdikts her- vortseten. Dre barbartsxlxn ZwangSmittel Her EUJléschen Geseh- gebnnfz snd“ aber gar mcht mehr nothwmdt , un der Umstand, dezß d e Geschwoxncn ohne em „Urtheil das Beratbun s-Zémmer mcht verlassen durfen, hénrctchend. Nachdem die. txanémität der Geschworncn verworfen _war, wollte Hr. Gaujal ste wenig- stxns bet Todesürafcn durchnßcn; «'.-“Z konnte der Kammer aber nxcht entgehen, daß der Inhalt und Die Form der Bestrafung 1)th yerwmhsclt werden, und daß bei dcr gcréngßen wie bei der Todesürafe dasselbe Verfahren um so mehr vorhanden seyn müffe,

' als die Besimmung der Strafe ja nicht in die Attributionen dcr

Geschwornen fällt. Der General Lafayette verthcidkgtc hier ein Amendxmctxt, wonach hct cmer Todesüxafc wenigstens 10 Stim- men fur„dte,Verur1hetlung seyn müssen, Seine Gründe find ehen so rtchttg, als unwahr. Denken Ste Sich, sagte er, wenn emcm zum Tode churtheiltcn zwci, drevé, vrer seiner Richter zum Schaffotxe fo17en,"dte Ihnen sagen: „wn' haben,dic Sache nnter- stxcht, xvtr ha ten dcn Angcklagtcn für unschuldegz“ würden Sie mcht (“.th Angst cnxpfinyen, die dem Gewissensviffe yernyandt isi? Aver wurde man htcr mcht erchdern können„ damtt :| ja das Amendement, daß zehn verurtbetlcn können, nacht gercchtfertIt;

(;

“- cs blieben ja immer zwei übrig, die hénterherlicfcn und die

wrssensbesse rch meachtqn. Wohl qber ist dieser Ayssvruch ein hercdtes „Zeugntß fur dee Noxhwendtékeét d'er Unantmétät. Es rst allerdtngs gegen den Begrtff dxs Hcsxhwornxen-Gcrécbts, cine ZYLZÜLMI anzuordnen, sobald em etnztger Gxschworner absol- t a . -

, Indem die Kammer das Amendcmcnt des Hrn. Laisné de Beklevs qus, daß jede Verurtheclutxg nur met 9 ge en 3 Stim- men geschehen kdnUe, annahm, hat ne den ursvxüng ichen Geseh- Entwurf ntchtpcrbcjsert. Man muß hoffen,daß dre Pairs-Kammcr, dre so_ yxclx.mtt der Sache vertrautx Metgliedex zählt die wah- ren Prcnctptey herstellen und sch m t durch dre Wcéklagcn det Herr!; Zaxqumot de Pampeluxte, daß mmer mehr vom Omis [Dé- nu] ctngcrcsst-n werde, wird trre machen lassen. (*I)

. . "3.

.“) Dixfer Aufsaxz ist bereits vor drei Wochen geschrieben; Mambcs, was

darm beruhrt worden, ßndet sich auch in dem vom erzog von Broglie am

7._ Fehruar itz dcr PairSZKamtner abgestatteten Veri xt, welchen die geftern [ner emgetronenen Paruer Blattsr enahalten- (55 s

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K önigliche Schauspiele.

Donnerstag, 17. Febr. „Jm Schauspielhausc. Zum. et“-

stcnmale: König Enzio, historxschcs Trauerspiel in ."»?[nfzü-

gen. von C'. Raupach.

Köniqftädtisches Thxäter.

Donnerstag, 1.7. Febr. Zum erstenmale: Der Tischler

und der_ Emigrant, Drama in 3 'Zlbtheilungen, nach dem

Französich?» von Louis Angel:).

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ÉxUZW-ärti 8'861'8811. _. 41118t0rc13m, 11. [*ab-"nat". Rißcjésx'k. Wirk]. Zcbulä 40-43». ]Läux-ßiUeks 16".

()qu. .öpk-vc'. Rota". 87. UMZ- Kn]. [].-Imi). (IKW. Z:")

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Frankfurt a. U., 12. ]"(kbx'umn

Hptm; Met-Miq. JU. 91'7. 4pr0c. 78,977. “ZZZ. 'LH-9700. 457'7'. *lprocr, 2-7). 51487. Zank-chien 1246. 1244. Partmhnlix 11717,»

117- [„mme zu 109 kl. 1693» 131407. [)(-[n. 1,0086 45 44? Unmöan, “14. kabrusr. 0€§lsm*. Zank-Üctikn 1020, (Z. UZrU'ZU. (;. ÜUIZ. Ink 11311119. (7811. 87. 1312, ZZZ- 6.; VU". 5 (J. poln. MF. 131“. MZ“. ('.

]

"“- .. paris. 9. kelu'üar.

5Z11*0c. Kemo, [)t'. campt. 93. 55. Kn 60111“. 93. 60. Zyrde xc".

«ompr. 60. H5. [Zn cour. ,60. 70, 5111'00. KSW. ]n'. compi. Hpros“. Span. Kants ['e'-rp. 444k. '

* Miau, 11. sebx'uar. NUM). USW". 92Z. 4111'00. NF. 1404186 2a 100 ["]..1703. ['arkluj-Üblizk. 117F. öank-Üclwn 101372.

Berichtlgung. In der gestrigen Nummer dieser Zei- tungxf ,S 390, Sp. 2, Z. 14, statt „Emwurf“ lie; „Ein.- wur “. . ,

**

Redacteur I' ohn. Mitrcdacteur C o ttcl.

„Sesßon stattgefunden hat.

]ZnZ]. Russ. Ku]. 8777. (Z.; xk.

»k'uxsston über den Minicival- Über das Tages zuvor von dem General Lamarque in Am-

„„ ik- * ; F,- “. ': z:: *.* *.

“Allgemeine

Preußische Staats-Zcitung.

„K!? «49.

Amtliche Nachrichten.

Kronik des Tages.

Des Königs.Maje|ät haben den Kammerherrn Grafen von. Redern zum General-Zntendanten der Königlichen

Schauspiele zu ernennen geruht.

An e"“kommen: Se. Excellenz der Kaiserl. Russsche General: éeutenant Diakow, und , ' Se. Excellenz der Königl. Polnische Staats-“Rath und Staats-Secretair, Divifions-General Ko s s e c ki, v“on Breslau. , Der Königl. Franzdfische Kabinets-Courier Lestumier,

von aris. ngereisk: .Der Oberst und Flügel-Adjutant Sr. Ma-

jeßät des Kaisers von Rußland, von Tscheffkln, als Courier nach St.. Petersburg.

Zeitungs-Rachrichten. Auöland.

ann-kreicl). -

Depuxirten-Kammek. DieSihung vom 9.Fe"- br'uar war eine der üürmischsken, die im Laufe der ganzxn Gtxich nach Eröffnung derselbW b-rftie zuvörderft der Kriegs-Minister die Redmrbühne, und Fe te der Versammlung einen neuen Geseß-C'ntwurf in Beere der Exmisfion von Grund-Eigenchümern a_us ihrem Besththume,“ in Fällen, wo das aUgemeine Beste solches er- forderlich macht, vor. Der Marschall bemerkte , daß es in dem gegenwärtigen Augenblicke, wo auf mehreren Punkten des Landes, namentlich aber in Paris , Lyon und Soiffons, Festungswerke angelegt werden sollten, dringend erforderlich sey, in der bestehenden Gesetzgebung Über den gedachten Ge-

enftand eini e Aenderungen vorzunehmen; es sey nicht die “(»sehr der" egierung , den Bürger der ihm im 545. Artikel des CivilGeseßbuches zugescherten Bürgschaft zu berauben, Wonach kein .Privat-Eigenthum von. dem Staate in Besitz genommen werden darf, wenn nicht dem Eigenthümer zuvor eineangemessene Entschädigung dafür ausgezahlt worden ist; nur seyen bisher zu einer solchen Befilznahme zahlreiche und zeitraubende Förmlichkeiten erforderlich gewesen,“ welche die von der Mllitair-Vecwaltung beabschtigtenArbeiten gehemmt nnd übermäßig verzögert hätten; um mm diesem Uebelßande vor ubeugen und alle Interessen möglichjk mit einander zu verOYchmelzen, habe die Regierung den Gesetz-C'ntwu-rf ab- gefaßr, den er sich hiermit beehre der Kammer mitzutheilen. Dsr- Minister verlas hierauf den Entwurf selbst , der in 12 Artikeln sehr genau und umständlich das Verfahren angiebt, welches künftig bei der für ndthég erkannten Befißnahme von Prévat-Eigenthum beobachtet werden soll..-- Nachdem die Kammer dem Minister den Emyfqng des Geseß-Entwur- fes bescheinigt hatte, setzte Zr. Dupin d. Asie. die Dis-

eseß-Entwurf und namentlich

trag gebrachte System fort, und diese Rede (die _wir hier in gedrängtem Auszugex geben) war es eben, dje aus der linken Seite einen Tumult erregte, wovon, nach der Verstcherung

des Zourjml dés Débats, die-Kammer bisher noch kein Bei?“

spiel aufzuweisen, hatte. Hr. Dupin hob also an:

„Es gtebt kxmc allgemeine Theorie, die |ck nécht mißbrmw chen „ließe; das Gute oder Schlechte dabei ergiebt sch erü ch dcr rtchttgcn oder falschen Anwendung derselben. Mit den dret Worten: Jnterxsse, Fähigkekt, Recht, “kan_n man oxvohl m die unzu än ltc'hen Regionen der Aristokratie yfcl) ver ctgen,

' a]s in- die xcc e des Radikalismus und dcr-Demokratic versin-

Berlin, Freitag den 18ken Februar

LZZL.

xen. . Ja, m. H., des Radikalismus, dessen Grundsähe man sogar m dtescr Versammlung aufßeux; denn hat man uns nichr bei Gelegenheit der Wahl-Befugmse von den Rechten der Bettler gxsprochxn? Hat man den Gesetzgeber nécht der Willkühr beschul- dcgt, wer! er ch: Armen nzcht dtesclbcn Rechte, als denen zu c- üeyen well, dec dcr Gesellßhaft eme größere Bürgschaft darb e- ten? Spr-tcht&man uns ntcht von einer Akiüokratéo der Höchst- besketzcrten? Sucht man ntcht dxn Haß gcgen den Reichen und Begntertcn zu nähren? So wett führr zucht der Grundsatz, daß von dem Augenbltcke an, wo ryan Püichttn zu erfüllen, man auch Rechte auszqäben habe. Dreser Grundsatz ist nicht nur; schon vox 40 Jahren,*namentltch in der Sißun vom 11th AuTuß 1-91, wuxde er (yon Nobespéerrc) ausgeZprochen und 2 Jahre ,darauf m Ausfuhrung gebra t. Um :: bewe cn, daß auch tc!) zu der Zahl derer gehöre, d c das Wa [recht a ge- mein machen wollten, h_erufx man sch auf eine Schrift uber dgs Kommunalwesen, die :ck tm„Jahre'182.3 abfaßte und damals dem Hxxzyge vox: Orleans dedmrte, und citirt zwei Stellen dar- aus , dee tm Ortgirxal-Tcxte durch zwei Seiten von einander ge: trennt End und mxthm dort in gar keinem Zusammenhange mit einander sichen. Ntchtsde|owenigcx verläugne ich keinen der Aus- drücke , dercn ech_ mich damals bedient habe. Die beiden betr- fenden Paragrayven lauteten also: „„Die Zahl der Kommmm Wähler dars necht allzu beschränkt seyn, da ihre Wahlen sont mcht „das allgememee Zutrauen haben und mithin nicht asgcmeia cbikltgt werden “wurden. - Warum so!! das Recht, das gemein- ame Eigepthym zu verwalten, nur das Erbtheil einer kleinen Fahl waalegextcr seyn?//“ So dachte ich damals und so denke ck aach noch xeßt. Wäre _dcm nicht also , * so würde ich mein'n: Jrräumßm und qffen emgeßeben, denn ich sehe meine Ehre daran, *-fc , abcr mcht ßarvkdvüg zu seyn. Aus meiner ob en Aenßa'ung gebt abxr kcmcswcgcs hervor, daß ich jedem B ger obne, Unxerfchted dkas Wahlrecht einrcxumen will; ich wßrdc: dtxs vectmxhx „fur hdchß gefährlich" halten. Warmn well man xndcscn dtczcntgcn, dre ich ausschließe, gleich mit dem Namen Helotcn bczctchnenZ w-zrum Bürger, die im 'Uebrigm alle thre Rechte genießen, met cmem bcücgten und in Fesseln ge- schlagenen Volke vergletchen?„ Man erwiedere mir ja nicht, daß das Wort Helotcn nur zufälkg und als eine oratorische Floskel gebraucht worden sey; man hat vielmehr ein gewisses Gewicht darauf gclc t uned geäußert, daß wenn es im Jabre1789zu furchtbaxen rschyttergngen gekommen, solches loß geschchen sey, wetl man dte Burger z'u_Hcloten gemacht habe; was aber nu Jahre 1755) geschehen , dursc man im o“ahm“e 1831-ni t wie- derholen. Dieses Letztere, m. H., Wäre o, nehén unmdgl ck; im Jahre „1789 gb'cs_ allerdings eine Art von “Leibeégnen, die der pcrsbnlrchen “yethett „entbehrtcn; jeßt ifi das Volk Eigenthü- mer es :| free, bctreebsamund nimmt in demselben Maße, als es ckck durch scexte Thättgkctt-und seinen Gewerbfleiß- hebt, an an dctx allgxnzemrcn Interessen der GcseUschaft Thetl. Heißt e denn exn PrevtleJtum begründen, wenn man zur Ausübung ir- end emes ö ent ixhen Amtes .Be„w_e,i„se der Befähigung dazu vcr- angt]? ("a, oll dre Yßmung, dre crx: Jeder von 1einem eigenen chßecu ,e hat, als Fahegkeits-Bewets_ gelten , dann fürchte 'ich fretltch sehr, daß Jedermann nacht bloß Wähler, sondern auch wählbar seyn rytx'y (Gelächter). Ick verßehe aber. unter Be é- ung die VevemcgunZ) aller derjemgcn Bedin ungen, die der e- ellschaft eine Bürgs aft davbiexen. Und 9 cbt es denn irgend eine rofcsffon, zu dcxen Ausubung es nicht einer Bedin ung bedür e? Muß man mcht 25_ Jahre zählen, um Richter zu _ n- muß man nicht 3_ Jahre Eudtrt haben, um Rechts-Licentiat 11 werden? Geseht,'man wollte daffelbeNaifonnement, das man je t für die gesammte Gesellschaft rt, au Hie Armee anwenden und den Soldaten zurnfen: „„Ihr wo t Q tere werden; Whr seyd fck- hig genug dazu, überdies seyd Ihr dx größere Za “ls, wide evt Euch also Euren Vorgesehten, "der Steg kann nk" t zweifel | seyn.““ Der Grund wäre hier der nämléxhe, als demcni c,“ den man anführt, um ohnx Unterschjed „Jedermann das Wa lre einzuräumen. Man wrrd Mir vtelletcbt erwiedern, daß *ick) de. Mannszuckzt vernichte, indem ich derArmee solche Grundsätze predige. Welche Lehren predigt man denn aber dem Bür er- ffande? darf man den Bettlern sagen, daß ste |ck gegenxdie e- sellschaft auflxhrzen sollen?“ - ' Bci Dießen Worten machte sich die linke Secte, die schon längst Zeichen der Ungeduld und des Mißvergnügens ge eben

hatte, d;;rcf) eine fürchterliche,Éxplofion Luft. »Herr,» ax-