1831 / 51 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Sun, 20 Feb 1831 18:00:01 GMT) scan diff

422

wexkten Aufregun ? Die Auflösung der Union! Nun fra e ich aber das Haus, Zb es nicht die xmerläßlichx Pßécht dex IJegéc- rung sey, eine Aufregung zu veyhuten, dee etnxn Zweck tm Auge hat, der zur Trennung der„betdcn Länder fuhren myß? Wer könnte es auch nur für nzdgltch erachten, daß , t)),exm eme Leges- latur in England und eme anderx m leand stch bcfkndet, dre beiden Länder noch lange vcreimgt, blet'oen können? (Hörxx) Das Experiment tsi zwar einmal yersucht wqrden, doch erm- mre slch das Haus nur an dix Metnmxgs-Dtfferenzen , die im Jahre 1783 zwischen den betden Legtslaturen beüapdexx ha- ben. c"si es mcht gllgemcén bekannt, daß,_ wenn dec „Krank- heit (Zscoxg's 111. '„fortgedauert hätte, dee Regierung yon ' e*"rland stck) bald M den Händen einer Art von polni- chen Individuen und die von England in denen einer an- dem Art befunden hätte,? Ick gebe zwar zu, daß seitdem ein-e solche Verschéadenhcét ntxht wieder ekngetreten ist; möchte aber wohl das ehrenwerthe Mttgléed für Clare (Hr., O'Gorman Ma- hon) solche.- Parlamente, wie die' damaligey, m Irland wieder aufcrüehen sehen? Wünscht er wohl dte Wtcdcrkehr solcher Sce- nen, wie die von 1797 und 1798? Der ehrenwerthe Herr spricht von einer Uebevschwemmung Irlands mit Blut; was thaten denn aber dje Jrländischen Parlamente? Ich kann, daher auch durch- aus mcht crrathen, woher das Glück, das fick) die Freunde der UnionsZ-Auflösung fürJrland aus dieser Maaßrcgel versprechcn, denn eigentltch kommen soll. MußdéxNegéerung, die Hicses Einsehen hat, darum mr_ht um so mehr ane tn thr'ex Mmchx üehcnde Mittel anwen- den, um dteAufreg nl? zu unterdrücken ? Kemesweges will ich aber da- t_sagen, daß die e ntcxdrückung nur mit Gewalt geschehcn müffe, “ine weise Politik schrctbt dexRegiexung vielmehr vor, während c jenen heftigen und“aufruyrerischcn Vexsuchen zur Meuterei imd anurrectkvn mit Fcsit keit entgegentrttt, zu Llcicher Zeit durch Maaßregeln dcr Vers hmnzg und (Hüte _dem _,»rländischen Volke zu zeigen, daß alle mbgltche Gcncégthcit voyhanden sey, ihxe Beschwerdetx anzuhören und zu beseété xn. (Hört, hört!) Dns ist die Polttjk, welche die. Regiexnng ?ck!) zur Richtschnur gemachthat. Ste iti entschlossen, d„te äußerücn Anßrcngungcn anzuwenden, um den Plänxn dex Agttatoren zu wzdcrüehen, zu Ilex ck Zeit aber durch Be chäftt ung des JrländtscHen Volkes, ür Zurücknahme von Ge ctzext, ée _demselbcn verhaßt snd, und durch andxre Maaßrc xln hnltcher Art Anes zu thun , was se vermag, um stb die tebe der Irlzktxdcr zu erwerben. Ick hoffe mit Zuverskxht, daß es dex: Verthcedt ern der Unions-Auflösun niemals gärngen werde, thren wc zu erreichen. So viel i dieGefinn-un en und den Gcé meiner Landsleute, “so wie die _ der ehrenwert en Herren, kxnne, schWer„ zuglnuben, daß Jene Iren Zweck auf andere Werse als durch emen Bär erkrie ,erreé- en wxrden. _ Nun hat gewiß Niemand einen gr ßern bscheu vor „Yar erkrteg, als 'i selbst; aber auch diesen würde ich einer Zcrjiucke ung und Bern chtung des Reiches vorziehen.“

' Lauter und anhaltender Beifall begleitete- die Rede des Ministers , welchem zunäch| Hr, Leader, cin Zrländtsches Mitglied, sich vernehmen ließ. Er tset), sagte er, kürzlich ei- nen großen Theil von Irland durcbreisk. Wiewohl ein Pro- testankx habe er, fich doeh 30,000 ka2holéschen Konstituenten gegenübergestellt , um ihnen über sein Benehmen im Paria- ment Aufxchluß zu geben. Er habe se ermahnt, die Frage der Unions-Auflösung von beiden Seiten zu betrachten, zu Iedenken , daß ihnen jeßt der Britische Markt offen stehe, dlaß ste das Recht “hätten, mir den Britischen Kolonieen „Han- del zu treiben, daß fie Ausficixt auf die Freigebung des O|- tndischen Handels un_d fast „die Gewißheit einer Parlaments- Reform hätten; weshalb fie sich recht [lange befinnen sollten, ehe fie durch GeWalts-Maaßregeln alles dies auf das Spiel ßßten. Nach allem diesem, fügte der Redner hinzu“, sey er von seinen 30,000 Konstituenten einstimmig erwählt worden, es könne aljo chr Wunsch einer Auflösung der Union noch Nicht so allgemem m Irland seyn, als das Mitglied für Waterford es dargestellt. Nichtsvestoweniger tadelte er doch die Strenge des Lord-Lieutenants, tadeile die Proclamacion, in deren-Fylge es den Dubliner Zünften untersa t gewesere sey, dem 111 Irland sehx "populairen P?itgliede ür Water- ford'( _rn.“_-Q'Connell) m öffentlicher Versammlung ihren Dank-f zr semen [Fleiß im Parlamente abzusatxen, und meinte, es sey das Verfahren der Regierung ihrer nécht ganz wür- djg gewesen.“ 5- ,Als Sie Robeeel sich erhob und M* Ngierung“ seinen _kräftégsten' Bcrstand in der Jrländéschen Sack» zuüßhe/rte, „erregte diet die lebhgfte Thetlnahme der - Versammlung. „Ick Würde mich“, ragte er, „vor mir

selbst schämen, Wenn ich bei dieser Gelegenheix nicht alle po-

Utische Partet-Gesknnung, die mich etwa von dem sehr ehrenw.

,rxn,ge,genüxber (Lord Althorp) trennt, ganz bei Seite

ehre; ich wükdx mik!) schämen, wenn ich nicht aus allen mei- nen Kräften die Königl. Regierung in ihren Bemühungen zur Erhaltung der „Unicyn mit Irland unterstüßte. Sollten die Mcnister atzch m dieser Hinscht einen kleinen Fehlgriff thun, was,- xnemes Erachteys, bisher noch ni_cht der Fall war, so werde ich doch ihrexn Verfahren immer die beste Auslegung “geben; ich werde auf thre,guten A6fichten vertrauen, falls sie xu irgend einer harten Maaßregel gezwungxn "werden sollten,

“..

Zustand Jrands erzeugt ha'c.

* nécht die Rede

um dadurch den Wendungen und Kunstgriffm in den Erklä- rungen des ehremverthen Mitgliedes“ füx Waterford zu be- gegnen. Man kann sich die_Schwierégkejten wohl denken, in welche dee _Erflärungen dieses ,Mitgliedes die Minifker ver- sxlzen; ese esc ]e-doch deren Pflicht, selbst unter“ der Gefahr eines Burgerkrteges, die Zerstückelnn des Reichs zu ver- hüten. Eben so gut, wie Irland, k unte sich ja auch am Ende Schottland und Wales trennen wollen. -- Nicht reli- Yöse Zwéste find es, die Irland jeßcentzweien; es ist das sch1echte eesptel von Paris Und Brüssel, das auf-das empfängliche Volk Einflulß geübt „und den gegenwärtigen unglücklichen _ Ich sehe auch kein ande-

res Mittel , die Ruhe wieder" hexzustellen , als die'“ nach und nach erfolgejnde Rückkehr des Volkes zur Vernunft. Rach Verlauf etmger Zeit dürfte man die jeßige Tollheit einsehen. Vor; allen Dingen muß aber jetzt der' Regierung dort Kraft verlaehen und nicht zu viel den Parteien nachgegeben wer- den.“ -- Herr Hume meinte, man spreche immer von der, Aufregung, pie das Mitglied für Waterford in Irland herz vorbringe; dtes würde jedoch einem einzelnen Menschen ganz unmöglich seyn , wenn nicht so viel Stoff zum Mißvergnü- gen dort vorhanden wäre. Lord Palmerston dankte dem Sir Rob. Peel für die von ihm geäußerte Gesinnung „und hemerkce, daß, wer in Irland nUr irgend etwas zu verlieren habe, der Auflöjung der“ Union auch abhold sey. Sir Fran- ces Burdect, der den Beschluß _der heutigen Debatte machce, kam auf den Vortrag des Herrn O'Gorman Mahon zurück, dem er mir vieler Schäréfe aücwprtete. „Mit einem ganz besondern Erstaunen“, sagte er, „habe ich die Tirade ver- nommen, die der ehrenwertbeHerr, als ein Widerhall des großen

,Agitators jenseits des Wassers, gegen die Whigs losgelassen hat;

gegen die Whigs von England, die ein halbes Jahrhundert lang die Schlachtcn der Katholiken “kämpften und "fich dadurch von aUen hohen Aemtern ausschlossen , die sonst ein Gegen- stand des Ehrgeizes aller-achtbar'en Männer smd. Nach dem, was der ehrenwerthe Herr gesagt, dürfte Swifts Behaup- tung, daß das, was überall wahr, es doch in Irland nicht ist, sehr wohl begründet seyn. Die Worte sogar scheinen in Irland eine andere Bedeutung zu haben , als anderwärts, und wenn dort Hie Katholiken von einer Dankbarkeit o2ne Ende reden, so ist damit eigentlich eine Dankbarkeit o ne Anfaztgjgemoint.“ ( Beifall und Lachen.) .Der Redner lie sich schneßleck) noch gegen das Benehmen des Hut:.O'Conne , so wie gegen dessen und seiner“FreundeUndankbarkeic gegen den Marquis von Anglesea, aus, der seiner Anhängléchkcit an ,'Irland_und der katholischen Sache sogar die Freundschaft des verstorbenen Königs zum Opfer gebracht habe. "- Der Antrag des Hrn. O'Gorman Mahon auf Vorlegung der Pa; piere wurde sodann ohne Abstimmung genehmigt.

--*- Zn dex Silzung des Unterhäuses vom 9. Febr. wurd-m nur Btctschrifren überreicht. Hr. Hunt, der die

Bütschrtfc einer in London gehaltenen Versammlung zu über-

geben haTte, die über das_ von der Regierung egen rn. OLConnell eixrgeleitete Verfahren Beschwerde füYrte, sagte bet dieser Gelegenheit, daß, wenn etwa eine parteiische Jury, die man in Irxcmd zusammentreibe, Hrn. O'Connell als schuldig erkennen sollte, dies mehr als irgend etwas zu einem Bürgerkriege, wie am vorigen Tage ein edler Lord (Althorp) damit gedroht habe, führen dürfte. Hr. North enkgegnete, von einer zusammepgeeriebenen parteiischen Jury könne gar jeyn, denn nirgends zeigten fich, sei- nxr Erfahrung nach , die Geschwornen unabhängiger und rechtlicher, als eben in Staats-Prozessen. Lord Stanley bestritt, daß der Kanzler der Schahkammer mit einem Bürgerkriege gedrobt'habe,..w_as jedoch Hr. Hunt auch ferner behauptete. Hr. Leader fand es unrecht, daß über einen Gegenstand debattirt werde, der in diésem Augen- blicke noch vor dem Gerichte verhandelt werde und auf dessen Entscheidung warte. »- Hr. Warburton zeigte beiGele- genheit einer vox: mehreren Aerzten und Wundärzten kom- menden Bittschrtfc an , daß er seine auf Beförderung des Studiums der Anatomie abztvcckende Bill zwar" in der vo-

rigen Sesfion zurückgenommen habe, 'edoc!) sich 'vorbehalce, fie ,

ein andermal wieder einzubringen. r. Hunt _erklärte, falls eine 'solche Bill eingebracht „werden sollte," darauf antragen zu wollen, daß kein Studirender in den Sections-Saal mit dem Anatomir-Messer in der Hand zugelassen“ tverxen solle- der mchc vorher einen Schein unterzei net, worin *er seinen eigxnen Körper na?!) seinem Tode zur erfügung des anato- mischen Studiums stellt. Schließlich zeigte Hr. Hunt an- daß er zum allgeMeinen Besten, so oft er'einer Sitzung des

' Unterhauses beiwohnen werde, jedesmal, sobald die Glocke

zwölf geschlagen, auf die Vertagung des Hauses antragen wolle.!

„,..M.M-.«-=„_«-„-«„ _:_-ZM „3,33, , ( , _ _ „, * “1, .“ ,. _ ck ! , _" .! * _ „_ __ 1 V _

. . . - - *.* - - _, ,. ',- „_ :x; - . . „,s-„** : .?Hy;__ch.k„ „„ **:- "““"." .* “** » 5T, “..,-. HWY _. :__ „;.-* „k ; : *-,-,-.,:.- , _ , . , *_ _- -,*:«5- “" "'-ck“;- “7. .F.-YH “Ä"! LIP" ..““

_ .::-*,. ;,- .. , *, , „: „:? ,_-. _ ; .*, „_.-:*,- „*;.„;;. *.*-', „_ Y.,...“ .. „..-.___: * _; _ „ck ___ : _ & _ ; _,“ WH" _: „___- _ _ , __,“ & _, * __ ; _ __ - _ . , ., . . ., _ _. ,. ck,? ;. -, «..-IZB...*„..„„ . ; „„-„„, ___. -:FckN:*'-“é, „»sz *; “'H-M"“ „L_ _ ;;; !? “,“"), , _ __ ;_ _ ) _ , _ . _ P ck „;;-* '*'; ““.-4 ; 5-72.» “Y “' .“, ??:-

423

- * London, 12. Febr. „In Folge der günstigxn Wlttexung machten Ihre Majestäten in den letzten Tagen an zahlretcher Begleitung Spazierfahrten nach- entlegeneren Gegenden d;:r e. KüstGestern legte der Kanzler der Schatzkammer tm Unter- hause das Budget vor. Die Eényahmen für das Jahr 1831 md auf -47,300,000 Pfd., *) dte Ausgaben auf 46,850,000 fd. angeschlagen worden; es wird sonach auf einen Ueber- chuß von 450,000 Pfd. gerechnet. , An Abgabey werden auf Taback , Zeitungs-Stempel , Talgltchte, S'temkohxen, ge,- druckte Baumwollen-Waaren, Glas, an Aucttons-Gebühren und vermischten Taxen 4,080,000 Pfd. nachgelassen; dagegen werden die vom Wein, Bauholz"(ausKat1ada), roher Baum,- wolle, Kohlen zur Ausfuhr, „Dampfbyots-Retsen unß Ueber,- -schreibungen von Grund: und dem M Stocks fyndtrten Et- genthum um 2,740,000 fd. erhöht, so daß das Summe, welche die Nation durch teuer-Nachlaß gewannt, ungefähr

1 340 ) d. beträ t. , MdeBörse aben die vom Kanzler der Schuhkam;

mer vorgeschlagenen Abgaben-Reductionyr großen Beifalx ge- funden.; mit er neuen Steuer jedoch, des auf Ueberscyretbun- gen von fund rten Stocks gelegt werdetx soll, woxlte man fich nicht befreunden, und dies verursachte eme merkltche Flauhetc

in den Courseu. , Herr Stanley ist vorgestern zum Parlamentsglted für

Wind'or erwählt worden. T1)“ Gesundheit des Grafen von Eldon bessert sich täg-

Uch; auch die Herzogin von Wellington steht ihreé völligen Genesun ent e en.

Zan? nächgsth Dienstag, den 15ten, finp Herr O"Connell undseine Mit-Angeklagten vor eine Spectal-Zury geladen

worden. Die Time's“ meldet , der schiedsrichterliche Spruch des

Königs der Niederlande wischen uns x_md den Vereinigten Staaten sey ku unserm achtheil ausgefallen, allem zur Un- zufriedenheit eider Theile.

_ Niederlande. : “Aus dem Haag, 14. Febr. Hier ist folgendes Königl. t.r- jenen: DÜZATiI-chWilhelm u. s. w. Auf den Vortrag Unsereß “Admirals.“ und General-Obersten; »da Wir Wellem; smd , mtt Vorbehalt unserer näheren Verfügungen zur Errtchtung oder “Darstellung eines bleibenden Denkmals zum Gedächtmß der

Heldenthac und» der höchst edelmüthigen Selbsk-Aufopferung ;

Des Lieutenants ur See zweiter Klasse, I. C. J. „van Speyk, 'der sech- mit detZ unter seinem Befehl steh-endexxKayomer- 'booc Nr. Zam 5ten d. M. vor Antwerpen lteber ttz dts Lust sprengte, als eine Erniedrigungmzserer Flagge zuleeß, schon “vorläufig dem Namen desselben em Angedenken zu gebe-n; so“ haben Wir für gut befunden ynd verfügen hter; Durch, daß von jetzt ab bei der Ntxderländtschen See- macht immerwährend eines der Kreegs - Sczlnffe oder “Fahrzeuge den Namen „„vqn_Speyk““ fnhren soll; „auch soll sogleich die gegenwärttg m Amsterdam tm Bau be- findliche Korvette Argo umgetauft werden und den Namen van Speyk erhalten. Gegeben im Haag, den 11. Februar 1.“ * 183 An der Amsterdamer Börje wollte man wissen, daß ein Englischer Offizier nach Mastricht abgesandt worden sxy, -um dem General Mellinet den Befehl zu bringen„ seme Stellungen in der Nähe dieses Orcs zu verlassetx , Wtdrigen- Falls ein „Englisches Geschwader die Scheid; blookcren würde. Die Verwaltung der beim Heere befindlcchen Schutte- ».reien wird , in Gemäßheit einer „Königl. Beyfügumg, vom 1. April ab knit der dec Nacional-Miliz veretytgc werden., Sämmtliche _im Hafen von Rotterdam lcegende Schtffe .*baben heute iim Anyenken van Speyks unp seiner met ihm gebliebenen eeleuce “"ihre Flaggen und Wampel- halb einge-

„*zogen.

Brüssel, 14.“ Febr. Der hiestge Magistrat» hat zur “Verhütunq von Unordnungen alle Karnevals-Lustbarkeiten un- :tersagt. Es dürfen auf, dethcraßen und an öffentlichen Orten keine Masken*erscheinet1; Prévat-Bälle _dürfen zw_ar nach vorgängiger Erlaubniß stattfinden , doch blexbt auch h1er das Erscheinen in Maske streng untersagt.

Man vernimmt, daß sich dermalen m Breskens'(Staatsx Flandern) ein sehr voruehmer Holländischer Genxral befinde. Man glaubt hier, daß es_encweder der Prinz Freedrtch oder der

* Eine Summe «die in Franzöfi'scs)e1n Gclde ungefähr 1177 MilléZnen Franken, n/üthén gerade den' Belauf des thanzdß'sck)?" AuSgabe-Budgcts für 1831, beträgt.

Herzog Bernhard von Sachsen-Weimar sey. In Ost-Flan- dern befürchtet man noch immer einen Eitzfall der Holländer. Die Holländer haben am 14cen d. “von Mastrichc aus das Dorf Smeermaaß besetzt und es, wie es in einem Be- richte des General Mellinet heißt, demolirt, weil es in ihrer Vercheidigungs-Linie liegt. Man befürchtet dasselbe Schick- [alll für dasDorf Amby, wenn die Belgier es verlassen jo ten.

Der Vraé-Patrjoce beZeichnet die,!“n dem_(gestern mitgetßeilen) Schreibcn des „Herrn Surlet de Chokier vor- kommende Stelle in Bezug auf den Prinzen von Oranien, als ein „„Um-»" (1'08uyré7, das durckxaus keine inne're Wahr- scheinlichkeic für sich habe. „Alles“, xagt er, „was tn der em- pfangenen Mittheilung wahr ist, beschränkt fich auf des Her- zogs von Nemours Nichc-Annahme der Kroine und auf Hie nahe bevorstehende Abreise unserer Deputation aus Pans, da die Abschteds-Audienz auf einen der ersten Tage dieser Woche angekündigt worden.“

In Gent finden fortwährend neue Vechafcungen statt.

Deutschland.

Hannover, 15. Febr. Seine „König!. Hoheit der Her- zog von Cambridge smd von Braunjchwetg uber Celle am 1217-11 d. hier wieder eingetroffen. _ _

* Die seit Oktober v. I. bei dem Observattons-Coxps np Göttingenschen gestandenen 2 Schwadronen des _Hten. Rxgt- ments KöUigs Uhlanen find', 'auf dem Rückmardche m thre Stand-Quartiere-im Bremenscben, gestern hier angekommep.

Mainz, 14. Febr. Die hiefige Zeitun meldet: „Dee, wie es scheint, wenig beachteten Ueberrej_e des Palastes „Karls des Großen in Ingelheim , smd , wre man un_s von daher berichtet , geskerü zusammengeskürzt und aben m der daran befindlichen Wohnung drei Menschen er chlagen, dYe heute zusammen beerdigt werden, -- Außerdem haben wer, noch einen Unfall zu berichten, der glmhfalls gestern dem hiefigen Schiffer Reichart) be egnet seyn soll, indem dessen großes Rheinschiff, mit 1900 alter Weizen beladen, an dem Mäusechurm bei Bingen strandete.“ _

Italien.

'" Nachrichten aus Bologna vom 5ten d. M. zufolge wa- ren, wie das Journal de Francsort melHet, am Mor- gen des 4ten daselbst Unruhen auögebrochen, m derc-n Folge der Päpstliche Prolegat, da die bewgffnete Macht mchc hm- reichte, um den Aufrührern die Spitze zu btexYn, den Ent- schluß gefaßt hatte, die Regierung einer Kommtjfion zu über-

* tragen, die fick) unter dem Namen einer „provisorischen Re-

gierung der Stadt und Provinz Bologna“ installirre. .Yis Se. K. H. der Hcrzog von Modena afn Sten von dtejen Vorfällsn unterricycec wurd_eu , beschlossen Höchstdieselben, Ihre getreuenTruppen, 11n11elbige nicht guszyseßen, falls das Modemfische Gebiet von den Revoluttonatrs vexlekzc wer- den sollte, nach Novi di Modena znrückzyzteßen, wo sie Posto faßten. xen lekzten Nachrichten aus Mo- _dena zufolge hatte der Herzog„ nachdem erUdaselbst cit1s»Regentschaft errichtet, fich mtc semer Famtlte „nach Mantua begeben, wo er am 6cen Abends 'nczch 9 Uhr emgx- troffen ist Dieser Regentschaft wax es ubrigens bts dahm gelungen, die Ruhe“ und Ordnung m Modena aufrecht zu- erhalten. .

Verei-nigte Staaten von Nord/Ilmeréka,

Nachstehendes ist der Schluß der in Nr. 48 'der Staate» Zeitung abgebrochenen Botschaft, des Prästdenten': . Die vielfachen Gründe, „,die wn) haben, uns Gluck zu wun- s en, finden einen neuen Zuwachs m dem Zustande uxtscrer Zoll- E nnahme, der des alb unsere beLondere Axtfmerksamkeet xerdient, - weil er uns die Aus tcht darbietet, ie bffentlcche Schuld fruher, als wir erwarten, getilgt Zu sehen und uns zugleich einen deutlechen Begriff von den prakt schen- Eémvirkungen unseres jesiJen Dark auf unsere Handels- ntereffen gi bt. Die Mängel owobl a s. die Vorzügedes besi enden Taréés snd bisher viel_ zu ho„ an:. *echlagen worden. Wie gewöhnlch liegt auch hier die abv- et in der Mitte. Das dem“ Tarif zu eschréehene Sinken der Preiskvon Baumwolle und anderen rzeugmffen des Bodens “erstreckt sich nicht nur auf rohe Stoffe, sondern auch auf Fa- brikate und Ländereien. Der Grund dazu- muß daher .tiefxr lie en, er mußumfaffendcr seyn und darf daher nicht im Darts e ncht wcrden. Theilweise mag er in dem estiegcnen Wextbe cr edlen Metalle zu ffndcn seyn, de_r durch „erminderung [Jes Zufiuffcs und Vermehrung der Nachfrage hervorgebracht wur e, während fich der Handel rasch ausdehnte un? die Bevölkerung sch vermehrte. D e Zufuhr bot): Gold und Stlber, Txieskmi “U51?- meinenxAusfauschn1ittel, ift zetthcr durch Br'trßerkrtegePU M Ländern, aus denen sie bc ogen werden, wcsent tch num rochM

worden. Andererseits mu man das Sinken aller Preise auch der