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wenn gleich beide Theile dic Nothwcndéxquét unerkzénncn, ßch ur- sprünglichen Census von 1.000 Fr. zu ermaßtgcn. Dre Maxorttat der Kommisfion C| anfangs bis guf z00 Fr. undezulctzx bes sz 7.30 Fr. herunter gegangen; Bci „dtescm Satze wurdc chi) dte Zahl der Wählbarcn von 10,000 auf etwa ".).-„2,000 und bet den; Satze vaon 510 Fr. auf 42,000, also etwa auf den „fünftes Thetl dc“: «Wah- ler, erhöhen. Die Mknoritäx der Kommcsston tst sonack) der „Met- nung gewesen, das; man1dtescn letzteren Satz annehmen muse; dic MaKoritätK dagegen brtngt Ihnen den ersteren Saß tn Vor--- scblag. Sie geht dabei von folgclndcm Gcstchtspunkte aus: der
Chakaktcr unsckcr letzt-xn Revolutton ift, ihrer Meinung nach, »
der Sieg der Demokrati-z chcscn; Alles, was die anderen Staaxs- Gcwaltcn verloren, hat Die „“O-cputérten-Kammer gewonnen; von ihrer Okganésation h_ängt qlso d'ic Natuxynd das“ Loos dcr Ye:- gierung ab.; Enden "ck in thr mcht gcch Elemchc „dcr„211*t_1to_- kratic, beruft sie én ihren Schooß nicht Mäntxxr, dfe cm In: teresse dabei haben, daß die dcmokrarichxrx Antichtcn nicht allzu. rasch um ssc!) greifen, so,könncn wir für _dtc,Zukunst nicht mehr cinstchcn. Jm Ucbrigcn ist es auch nützltcl), daß 11m'_sx)lck)c Männer in die Kammer berufen werden, denen ihrchrmögenI- Umständc Muße und Unabhängéchit genng vcx'lichsx ha- ben, um ihre Studéch und Betrachtungen mehr als"- ein Anöcrcr' dcn öFcntlécbcn Angelcgcnhsßten zu widmen. Ju Eng- land giebt es viel solcher Männer, tn Frankreich nicht. „Doch karin man nur bei thncn die Fähigkeiten zu ft'nden hoffen, Dre zur Wahrnchmung der allgemeinen Fntcrcffcn des" Landes" c1*j-'1ckrdcrl:cl) sind. Den Wählbarkctks-Ccnsus auf ,;300 Fr. herabsetzen, héx'ßc aber, den Ehrgeiz alle? derer in die ““S-(Wanken rufen, die 00) bei einem Einkommrn von 4--.é3000 Fr. ihr ganzes LCÖM hm.: durch nur mit der_Erhaltung und Vergrößerung ihre“; VL'L'Mö; ens, nicht aber m:t“dcn Landes:Angclegcnhcétcn beschäftigt har: cn. Bcruft man daqegcn nur dicjcnigcn zu den Wahlen, die sich in “günftégeren 111n17ä'ndcn befinden, so crxeécis mcm nécht nur den obigen Zweck, sondern entgeht überdies auch noch, der Notiz- wendigkcit, dcn Deputirtcn für die Dauer der_Sesti'one-U cétxc Exxxschädégung zn bewilxigcn. Aus allen diesen Grändcwiü dt? Majorétät der-Kommisnon der Meinung gewesen, daß die Fcü- ücllung des Wählbarkeits-Census auf-750 Fr. den B'sdétrfnéffcn dcs Augcnblécks hinlänglich genügx, ohnych Bedingtmgcn, die ihrznv Erzielung guter Wahleyuncrläßltck) schcxncn, allzuschr zn schwächer). “4- Was dec Rcmuncrtcung der Deputtrtcn betrifft, so glaubt dec Kommission einmüthég/ daß eine solche nicht stattfinden dürfe. Leicht möchte sonst das Amt eines Depntértcn von Männern
Üachchu t werdxn, dic dqxin nur ein Miktcl erblicktcm tick) “einc m chl§ ere Extftenz zn Uchern. Dic unentgeltliche Verrichttxng jenes Amxesisi es ech, dre dem Dcputértcn meh-UUnabhängtg- keit vcrlctht ,und ihm m den Augcqscjncr Mitbürger eine größere Achtung “verschafft.“ Hr. Béran r'bclc“:.:cl)te_te hierasuf einen an- dercnPunkt ch Gescß-Entwur es, nämlich dcnjcnegen,„DcL-'von dcr'Unverträglécbkcétschtffer Acmtcr mit Dem Arnt2*7eéckés Wäh-
lcrs handelt. Hier !ug er vor, zwei Beamtext-KlaFM vvnszn Wahl-Kollegi'cn gänzltxh auszuschließen , nämlich erstens" décjent- gen, die, wenn se ix: dre K_ammcr cinträten, „bei etner Stettxr:Er- höhung persönlich mtcresstrt wäre, also Hte »Gcncral-Etnncy- Wer. und die Unter-Een-nthcr dcr Ftnanzen: Und zwec- tensdiejenigen, deren längere Aijescnheit von ihrcmWoßen jmchthcélig .für den Dienst“ seyn würde, also dic Präfekten und Untcr-Präfcktcn, unt AuMahme jedoch dcs Präfekten von Paris, mdem dteser „an Oryund Stelle wäre. Deescr _Vorschla erregte auf„dcr linken Seeta der Kammer große Unzu- friedenhc t. Hmffchtltckx gnyercr Beamten, als der komn1_gndéren- dcn Generale _„emer Melnarr-DévMon odcr ,Unter-Divinon, dcr General-“Prokuratyren und Prokyratorcn, der Domainen-Direk- toren und der Dtrcktoven dcr dtrcktcn und indirekten Steuern,
schlug _der Berichtcrskattcr vor, nur zu erklären, daß sie in dem-
Bcéirkc ihres Neffoxtsxwo sie möglicher_ Wejsc durch ihren Ein- Fg _ dcr Wahl-Frcthett schaden könntxn) mcht gewählt werden urstctx. Nach.dem _Hcrr Bérangcr stel) auch noch Namens der Kothseüon'mtt de_m Plane der „Regierung eknverstandm erklärt hatte, kunfttg von jedxm WahY-Koücgéum nur einenOcv-utérten wählen*und sonach dre btshcrtgen„'großen Wahl-Kollegéen ein- gehen_zu„laffen, schloß derselbx m foxgen,dcr Weise: „Sie ken- nen ,1c t, meine erren, dee Besorgntsse, die dée Kommis- son Ke cxxt hat, xt ihrem ganzen Umfange; nicht minder lebhg , w e die un 1“: en, werden auch die Jhri en seyn. Frank:-
rcéchs ganze Zukun t nüpft sich. an das gegenw rtégeGeseß. Das“
Land erwartet *von „detnselben nicht bloß eine "Ausdehnun der
Volks-Freiheit'en; “es erwartet davon auch Ordnung und nhe, '
die'ihm. na -so manchcn Trübsalen- höchst n-othwendi find. Schwerlich'l ßt- sch annehmen, daß die Meinungs-Veeriedcn- “heit, die sch im Schoße hrerKommi'süon offenbart hat, sch" nicht auch _unxexIbnen zx gen und daß dasjenige, was sich unter :"ihren Augen zuträgt, nacht, auf Sie zurückwirken sollte. Eine J e LaYé „um dem Lande ute GeseZe „zu eben! Wer 'bei den be e_n sichten seht, da übertre cnc Forderungen. gemacht werden,. der tha; oftmals aus ,Fyrckxt, daß“ er zu viel bewt'négcn «möchée-zzu wmtg, wogegen der;"eni e , der sich über jene Forde- rungen täuscht, .leécht zu Zugefkän m'ffen von- den übelsten Fol- gen verleitet werden kann,. Ihre, Liebe für- das allgemeine Beüe, m. H„ ““wird Sie vor bctden Kltypcn bewahren; in Ihren hoch- _herzig-n und aufgeklärten Patrtot16mns- setztdas Land seine ganze HoffnIx-zkng.“ ., .
Stunden dauerte, b'eetidfgc heute, verlangte die VersammlUrg,
*.
chdem*H“e,rr Béranger seinen Berich'r, ker zfoeé voll- *
1 |
"auseinander. Dée angekündigt gewesene awc!
daß er-die einzelnen Artikel des Geselz-Encwurfes vorlese. Daxer indessen alZzn ermüdet war, so unterzog fich der Graf v. Sade_ und, bet dessen schwachem Organe„ bald darauf Hr. Gi-rod ]enes Geschäfts. Leßterer hatte jedoch kaum einige Sexten gelesen, a_ls maxx ihm von allen Seiten zurief, daß die Mittheilung uberfiüxng sey, indem der Geseß-Entwurf ohnehin. gédruckc würde. Die Kammer beschloß, fich mit demselben bereits in ihrer Sitzung vom 24|en zu beschäfti- gen. ***-"“.An-Öet' Tagesordnung war jetzt die Berakhung über den Gejelz-C'nrme wsgen Liquidirung der.“ alcen Civil-Ltske.
“ ZUZZÜch| deskisg dcr Bericht-C'rsrarrer Hr. Thil die Redner-
vühnc und “erklärte, daß er von der Kommisson ermächtigc
. ?“ey, statt des von der Regierung vorgelegten und von ihr
('der Komrnjsfion) ameudircen Geselz-Entwurfes, ein transito- risches Gedekz in Vorschlag zu bringen, um vorläufig nur die Gläubiger dor Civil-Liste zu befriedigen und das Loos der daxanf angewiesenen Pensionair's zu sichern, die Übrégen Besctmmxmgen des ursprünglich aus 16 Artikeln be- scehemd'sn Gesekz-C'ntwurfes aber bis nach der Zusammen- stellung dcr nenen Kammer auszUsekzen. Er verlas zu diesern
' Behufe nachstehende beide Artikel mit dem Bemerken, daß
der Finanz-Nöinéster ihnen seine Zustimmung gegaben habe:
„Art. 1. Dem Finanz-Mtnifter wird ein provisori- scher Kredit von 3 MiU.-eröfft1et, nm mittelst“ desselben die für gültig b-«qundenen Schluldforderungen an die alte Civil-Liste, urckejchadet eines Rekurscs an die Gläubiger, falls der Skaak zu einem solchen Anlaß zu haben glauben soilte, zu berichtigen. Die Gläubiger müssen innerhalb 3 Mo_naten,_ von der Bekanntmachung des gegenwärtigen Gejelzes an, Hhre Ansprüche geltend machen. In der näch- sten Session der Kammern hat der Finanz-Minister eine Ueberschr aller verifizirten und ffn? gültig befundenen Schuldforderm1gen einzureichen,“ „
„Art. 2. Gleichmäßig wird dem Finanz-Minister cim Kredit von 1,500,000 Fr. bewilligk, um damit den Pen- sxonairs der alten Civil-Liste, deren Lage es erforderlich macht, zu Hülfe zu, kommen.“
_ _Hr. Tk)?! _bemerkté, détß, wenn die „Kainmer diese beiden Arrik-sl annehme, sie church einer weitläufcigen Diskusfiom Über de;: ursprünglichen Gesekstntwurf entgehe und dadurch Zeic gewinne, sich ausschließlich demWahl-Geseße-zu widmen. Bside Arcikei wurden hierauf auch nach- einer unerheblichen; Debatcs erst einzeln und dann durch Kngel-Wahk zusammen mic 241 gegen 9 Stimmen angenommen. Am Schlusse der“ Sékzung bemerkte'Hr. Agier, es möchte“ vielleicht gut gewesen “(Zyty wenn die Kommisfion für das Wahl-Geseßeinen ähnlichen Cntschluß, wie die fÜr die Civil-Liske, gefaßt und der Kammer bei iHrer xmhe bevorstehenden Auflösung vier bis fünf cran- stwriWe Ixaupc-Artikcl vorgelegc hätte, damit man möglichsk rasch * über das Wahl-Gesekz hinwegkomme Un„d denen, die der; Kammer ihre Vollmachten streitig machen wollten , be- weisen könne, “daß es ihr keinesweges darum zu thun sey, ihr Mawdac ungebührlick) zu verzögern. Hr. v. Vatimesnik war dagegen der Meinung," daß, wenn. es wirklich im Lande Une „Partei gebe, die der Kammer ihre geseßliche Exisxenz fireittg machen wolle, die Entwerfung eines abermaligen tran-
fitorischen (Gesetzes den Verleumdungen derselben nur neus,
Na[)rng_geb-Zn würde; es sey vielmehr nothwendig, das: WahlGejeß sofort definitiv zu Stande zu bringen , damir“ _die künftige Kammer mit voller Autorität die dem Lande- noch fehlenden Gesekze , namentlich das über “die Institution der Pairie, erlassen könnexim Uebrigen würde man durch den von Hrn. Agéer angedeuteten Vorschlag nur weni ge- winnxn, indem die von ihm gewünschten 4 oder 5 Tknikel doch tmmer den Haupt-Znhalt des Gesetzes enthalten müß- ten und daher den meisten Widerspruch finden würden. Auf" den Antrag des Hrn. A ißr wurde hierauf auch keine weitere Rückficht genommen. te Versammlung gin? um 6 Uhr
. . * „ . che Mitthei- lung tst, wre man verm'mmt, anf denfoxgendeanag verlegt worden; mat) glaubt, daß dieselbe einen- Bericht über die Lage Frankretchs zu den fremden Mächten, und namentlich über die Ablehnung des Bejgéschsn Throns für -den Herzogs
“').-Nemours, betreffe.
' Paris, "23. Febr. _ Der neue Präfekt. des Seine-Do- parcements, Graf v. Bondy, und der General Lobau hatten "gestern Prtvqt-Audienzen bei Sr. Majestät dem Kdni e.
Herr Vwcen soll den“ Posten als Polézei-Präfe c vom
Paris abgelehnt und den König gebexen haben„ihn in “scinexx
' 191319?" Stellung als Géneral-Prokurator in Amiens zu lassem
Jm Courrier franzxais liest man: „Ueber die Ab- setzung des Herrn Odilon-Barrot wurde im Conseil berach- schlagt. Herr von Montalévet nahm an der Berathung keinen Theil, wetl er seinen Abschied eingereicht hatte und bei Mr
. Xn ke'nWillen des Volkes, legen wolle.
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, Sache bethciligt war, AM ersten Tage sollen zwischen den sechs »Métglxedern dcs Kabinets gcthettce Ans:ch:en geherrschc haben und erst am “zweiten 01? Entlassung _Oes Präfekten mit 4 S:immcn'_qegen :? ent!"chieden worden seyn. Erst nach diesem Besäzlnsse hat Der Minister des Inner:- sesn Porce- fsuille Mikkel“ Übernomxx'sn. Herr Odilon-Barroc hat den
thm Vom Mininer de:; MISWÉK'ÜZLU ?lngslegcylxiten angetra; .
geicém Borsämfrcr-Posken jnKonstantinopei, 10 wie die Prä- siöentur der Abtheilung Ses Contexntiöxcn im Smats-Racl)2, die €€)m der »)]?inixkcr Des öffenUichcn Unterrichts angeboten backe, ausaesclzmgen,“
Das ZzW-rnal des Débars bemerkt: „Die Diskus- sion zwiWen dem *))?Mister des Innern und dem Prasekren des Seme-kagrtemynts mußte mic dem Aussäzetoen eines von beiden endigém. Heer Ooiloij-Bar oc ist entmffen wor-" den. Die Nxds dcs Hcr'rn Bande, obgleia) sie weniger di,- rckc Werk Das Mtniztexicxm gerichtet war und kamen Mi- nister pcrjömtä) Ucrickzw, war darum doc!) nichc weniger um schichltch und den Px'tncipién der admintstraciven Heerarchée zuwider; auck) er ist encéassen worden. Zwischen Herrn Ojlon-Barroc und dem Gasen »))?omaliv-t kann unsere Wahl "Wr z'veifelhast seyn.
ssixxe, cms:) Unserer Anstchr, sehr lmxchcn Gcijäkze Weniger VercraU-xn cm, als die
Wrßänoige U;“:d gUUäßiche Gesmmmg des jungen 9)?!» _ . „ Vaude b:tcifft, ]o; *_ _ „ „ jedeim: uns 19er Entlassung m);)" Qarun1_gerechtfertigc, weit ; jtacxgesundcn; cm Mann ist getödtec und mehrere andere,
er sich auf Linen Posts", dcr vox Allem Vora0chchc und 5
ncftcrs dcs Innern. Was Hsrrn
Tl)ät__ägkeit verlangt, lcbhafr mir Pkänen zy einer neuen Or, ga11i1atiox1 der SkaakEVkrwxleng dej'ci)ästi_.xr.
amcer er war, und die mmngemxssUs Schilderamq eines Ar; beixers, der zu eimem seiner Bekannte“ gesagt hatte, daß Weder -die Arbcir, noch die chierung vomvärcs gingcn, mac!)- ten seine Entlassung nothwendig. D-ie Abzexzung dieser bei,- den Beamten M“ “eine Rückkehr zu den Wahren Prénctpien der Beamten-O vmmg und“ zeigt .das Streben der Regierung nach- einer Einheit, dis man bxsvrr mic Bedauern ver,- mißte.“ “ ' .
' “Der Temps sagt: „Die Lehre von „dem von repu- blikanisxben Einrichtungen umgebenen Throne glarvbte fich vorgejkern frühseqreicl). Aber "noch am Abende d'effeiben Taqes qewannen die Priturtpien der rechten "Mitte bei Hofe d'xe' Uebexlpnd; denn man erzählt sick), daß _d_e_r
ehrenéverthe Genera], der das erstere Prtnctß zum "T*xc "ski-
m'r, mehr oder weniger glücklisben, aber cmmer_geisrreichen Betrachtm1qen gemacht hatte, höheren Orcs ersahxen hat,
daß ein öffentlich gegebener“ Konmentar über jene Worte kein ; sicheres Mistel sy, um fich oder semen Freunden Exngang zu _
vexscbaffen.“ - .
Dee-Gazekte de France enthält“ folgende Betrachtun- gen: „,Die leßten Unruhen waren offenbargeqen das seit dem 7. August b:"folgte Syüem gerichtet. Die Vernichtung der Lilien auf den Denkmäler" und Balkonen des Palais- Royal und sogar auf dem Staatsstegel, die dreisardigen Worte des General Lafayette, die feindseligen Manifestatio- nen gegen die Depuccrcen-Kammer, die Aufstellung vonTrUp- pemMaffen um den Sihunqspalask, um dte Kammer gegen das Volk" zu schüfzxn, djx' Zeitungsartikel, die Reden auf der Tribuns und endlich die Auflösung der Kammer, als das ein.- zige Mittel der Wiederkehr der Unruhen vorzubeugen; -'- dies Abies läßt uns mit Grund das Msultat 'der drei Fe-
bruartage in foxgender Weise'angebenpDas Pariser Volk .
hat die Deputirken-Kammer kassir'c. Es fand, daß die Majorität diesxr Kammer sTch vomGeiüe der Iulitage und dem Principe der Volks-Souverainetäc entferne, daß sie diese Souve- kainetät in den Willen der drci konstituirten Gewalten, statt Das Volk hat also die Kammer von 1830 wesen einer Souveraineräxs-Frage nyfgelöst; wegen einer Frage von derselben Natur lösteKKarl R. Die Kammer von 1829 auf. wieder gewählt. Das 221 kehrten 'verstärkckzxtrück. Wenn man_ dem Journal d'es Débats, dem Organ der Majorität der“]elzxgen Kammer, _so wie" der Stimmung einer“. großen Anz'chl von Départements, glauben darf,“ so“ kann es“leicht geschehen, daß *die von dem souverainenPariser Volke auf- gelöste Majorétäc von den Provinzen wieder" gewählt wird, und: daß die unüerbléchen 221, durch neue "Wahlers verstärkt, abermals zUrückkx-hreu, umdas System des 7. August zu vertheidigen. Die Wiederkehr'der aafgelösten Majorität bé- wog Karl )( zu dem verzweifekcen Mittel d'er'SraatssreéM.
Dasselbe Mittel wird set) in einer ganz ähtilichen Lage dem ' . .; aus Neapel. Beim Abgange destourters war von einer
Pariser Volke zeigen. Wir haben die monarchischen Staats-
ObgLei-éH wir das Talent. Des Herrn error" gern anerkennen, 10 flößen uns doch ? abentheuerlicheu po;.
„ _ Der unpas- ! [ende Rat!), den er dem '))211111t67l11m errvcclce, dessen Béx ?
Die aufgelöste Kammer wurde;"
streiche des Juli 1830 gesehen, wer weiß„ ob wir nich demokratische Staatsstreiche im Juli 1831 erleben werden?“
DerPfarrer an der Kirche St. Germain ['Auxerrois, Hr. Magnien, erklärt in den öffentlichen Blättern, daß er in Betreff der in seiner Kirche gehaltenen Todtenfeier für den Herzczg von Berry, mit dem hiesigen Erzbischof in gar keiner Beziehung gestanden habe.
Auch die ehemaligen Polizeé-Beamxen Hinaux und GaUecon, die in Folge der lekzcen Uurulxn verhaftet wor- den waren, sind freigelassen worden.
Der Abbé Real, der am vorigen Sommbend in der: Sövres-Straße von einégen wüthenden Vkenschen gemißhan- delc ux1d verwrxndcc wurde, erschten gestern bei dem mir der; cher1uchung „dieser Angelegenheit beauftragten Juskructéons- Rechter, um die Begnadigung der angeschuldigten Indivi- duen zu erlangen. Da die Sache aber bei den Gerichten eßumal anhängtg ist, so konnte sein Gesuch nicht berücksich- tigt werden. .
Am verwtcbknen So::ncag früh begaben sick) einige zwan- zig Individuen Nach dem hicsigen Kalvarien-Bergc, um doxk Feuer anzulegen, weil nach ihrer „BeHaupcung die JNissTc- naire sich “noch dorf befänden. Da fie aber die nach den.". Bcvge führemden Gitterthore geschlossM Und eine Menge von Einwohnern zum Widerstands ber-xir fanden, so zogen ste “unverrichcercr Sache wieder ab.
. Zn Arles; haben, Briefen aus Marseille vom 19ten d,. zufolge, bei Gclegenheét dcs Kartwvals ernsthafte UUBUHEK
sind verwunöet worden.
Aus Rennes wird im Journal des Débats um term 24). Febr. gemeldet: „Herr von Herouville, der den beim Obersten Cadoudal gefundenen ZnsurrectionSplan der Her; zogin von Berry überbringen sollte, ist hier verhaftet wor- den; als man ihm den Befehl zu seiner Verhaftung anzeigte, "verlangte er in ein Nebenzimmer zu gehen, um seine Eltern zu umarmen, und fand dabei Gelegenheit, einensBrief ins Feuer zu werfen, der sogleich von den Flammen “verzehrt wurde. Andere Papiere wurden in Beschlag genommen und zur Verfügung des Gcneral-Prokarators gestellt.“ -- Ja Nances ist an demselbon Tage eine Haussuchung bei dem General Saint Hubert gehalten worden, der abwesend war, Nach vielem Suchen fand man hinter einer Tapete dae Ori- gx'nal eines Affocéatéonsylans und Erkennungszeichen, deren Entdeckung die T_ochter des Generals, welche zugegen war, sxhx zu beunruhigen schien. -“- Auch in Bordeaux snd am
P17k"_é“:1 d.,'bei mehreren Einwohnern Haussuchungen gehalten
"worden, deren Resultate noch nécht bekannt find.
“,Die Quocidéenne versichert, der Marquis Forbiw des Jffarcs in Lyon sey nicht verhaftet, wie gestern von einigen Blättern angezeigt worden sey; dieser werde vielmehr die Beamten, die bei ihm ungesekzliche Haussuchung gehal- ten , wxgen- Verleßung- des Domicils verklagen und habe Herrn Sauzet, den Vertheidiger des Herrn von Chante- lauzc, mic dieser Sache beauftragt.
Die Minister des Innern und ses Krieges smd mit"“
einem Plane zur Vertheidigung des ganzen Französischen Küstenlandes beschäftigt. Aus den National-Garden der Küsten-Deyarcements sollen 50 Artillerie-Compagnéeen gebil- det und diese zur Aufwerfung neuer Batterieen an der Küste gebraucht, so wie in den Manövers der, FeLd-Artillerie geübe werden. "
Der Minister des Innern hac Befehl gegeben ,. in den „Departements 130,000 für die National-Garde bestimmte Gewehre zu vertheilen. Die Präfekten-uud kommandirenden Generale der Departements find angewiesen, die Gelegenheit der jetzt stattfindenden Rekruten-Aushebung zu benußen, unt sämmtliche National-Garden in den Städten und Dörferu
zu WWW: und der Regierung über die Fortschrjtte der „Or-
ganisacwn derselben Bericht zu, erstatten. .“ * Am 2011en d. find in Calais zwei aus Londoy kommend;
“ SchiLF mit 32,120 Gewehren atigekommen.
ée Anzahl, der Mitglieder der Kommisston, welche. einst- weilen die Stelle des ,früheren Handels; und Koloniali-Bu- reaus versehen soll, ist durch eine Königl. Verordnung vom 16ten d. von 7 auf 9 vermehrt woxden; »die beiden neuen
Michieder findxdie Deputirten Odier und Cunin-Gridaine. .
Auf“ den Antrag der Manufaktupresißer “rst die Ge- werbe-Ausstellung, welche in' diesem Jahre stattßndm sollte, auf unbestimmte Zeit vertagt; auch ist der Bau des Indu- strie-Museums auf dem Quai d'Orsay, das für die Gewerbe; Ausstellungen bestimmt war, eingesteUr worden; .
Dsr Messager des Chambres meldet: „Wir em- pfangcn so eben auf außerordentlichem "Wege Nachrichten
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